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Ich möchte mich in der nächsten Zeit intensiver mit Makrofotografie beschäftigen und benötige dazu ein Makroobjektiv für meine G2. Aktuell behelfe ich mir mit dem 14-42mm und einem Achromaten von Soligor (+5dpt).

Ich habe schon festgestellt, dass für Makrofotografie der AF meistens nicht wirklich nützlich ist und über MF wesentlich schneller die besseren Ergebnise erreicht werden.

 

Ich habe zwei Objektive in die engere Wahl gezogen:

 

> PanaLeica 45mm/f2.8 Macro-Elmarit (800 Euro)

> Leica 60mm/f2.8 R Macro-Elmarit (laut meinem Händler 600 Euro plus 120 Euro für den Adapter).

 

Preislich liegen beide Lösungen somit in etwa gleich.

 

Welche Vorteile bietet die eine oder die andere Wahl? Gibt es auch Nachteile? Ist das Leica trotz der Adaption dem PanaLeica deutlich überlegen?

 

Ich freue mich auf eure Antworten.

 

Gruß Uwe

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Ich möchte mich in der nächsten Zeit intensiver mit Makrofotografie beschäftigen und benötige dazu ein Makroobjektiv für meine G2.

......

Ich habe schon festgestellt, dass für Makrofotografie der AF meistens nicht wirklich nützlich ist und über MF wesentlich schneller die besseren Ergebnise erreicht werden.

 

Gruß Uwe

was möchtest Du denn bevorzugt fotografieren? wenn man auch Insekten bei Tag, also in Bewegung, erwischen will, ist der AF schon nicht unwichtig...

man lernt zwar mit der Zeit, vor zu fokussieren und sich dann langsam "ran zu pirschen" - aber wenn es schnell gehen soll oder muß....

und für diesen Fall komme ich immer noch mit Achromaten am besten zurecht......

 

zu dem Leica kann ich nichts sagen - das Pana 45 ist, was den AF anbelangt, "gewöhnungsbedürftig" - findet im Nahbereich das Objekt schwer.... - aber ansonsten sehr gut.....

aber hier gibt es bestimmt Menschen, die Dir auch noch andere, adaptierbare (analoge) Objektive nennen können, die preiswerter wären....

ich nehme an, die anderen Threads zum Thema kennst Du ??!!!

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Siehe hier: https://www.systemkamera-forum.de/micro-four-thirds-fourthirds-objektive/14235-leica-elmarit-60-mm-2-8-makro-oder-elmarit-45-mm-2-8-makro.html

 

Wenn mich nicht alles täuscht, bietet das 60er Leica nur einen halb so großen Abbildungsmaßstab,sofern dir dies wichtig ist. Bin mir aber nicht sicher, also besser noch nachforschen...

 

 

Grüße

Edited by flyingrooster
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...Wenn mich nicht alles täuscht, bietet das 60er Leica nur einen halb so großen Abbildungsmaßstab...

 

Das Macro-Elmarit-R 1:2.8/60 mm hat nur am Kleinbildformat einen Abbildungsmaßstab von 1:2 (mit Zwischenring auch 1:1). Am halb so großen (linear) (µ)FT-Sensor kommt es auch ohne 1:1-Adapter auf 1:1.

 

Aus der Erinnerung heraus (ich habe es leider viel zu früh verkauft) bietet es eine ähnlich gute Abbildungsleistung wir das DG Macro-Elmarit 1:2.8/45 mm. Man kann damit sehr gut freihand arbeiten wenn man die Entfernung voreinstellt und dann die Schärfe durch vor- und zurückbewegen findet, was durch die Einstellschnecke besser geht als mit dem "Focus by wire".

Wenn man sich andererseits an die Unarten des 45er-AFs gewöhnt hat, gelingen mit dem 45er die Schnappschüsse auf Insekten etwas einfacher.

Das 60er ist etwas länger und sehr viel schwerer als das 45er hat aber eine fest eingebaute Gegenlichtblende. Es war in der analogen Zeit mit weitem Abstand mein Lieblingsobjektiv *schnief*.

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Das Macro-Elmarit-R 1:2.8/60 mm hat nur am Kleinbildformat einen Abbildungsmaßstab von 1:2. Am halb so großen (linear) (µ)FT-Sensor kommt es auch auf 1:1

Bist du dir da sicher? An mFT würde es zwar 1:1 erreichen, aber doch nur auf einen KB-Sensor bezogen. Für den mFT Sensor gerechnet wären dies doch wieder "nur" 1:2, oder steh ich grad auf der Leitung?

Da die angegebenen Abbildungsmaßstäbe immer auf die Sensorgröße bezogen sind, halte ich die Angabe des kleinsten darstellbaren Objektfelds für weitaus praxisgerechter und vergleichbarer...

 

Laut http://de.leica-camera.com/assets/file/download.php?filename=file_466.pdf beträgt die Größe des kleinsten darstellbaren Objektfelds des 60er Leicas 72mm*48mm ohne Makroadapter, 36mm*24mm mit Makroadapter, jeweils an einem KB-Sensor. An einer mFT sollten die Größen dann 36*24 bzw 18*12 betragen (bzw. formatbedingt leicht geändertes Verhältnis), oder?

 

Beim 45er Pana sinds jedenfalls ~17.5*13.

 

 

Abgesehen von dieser Frage und unter der Annahme ähnlicher optischer Leistung, sehen die jeweiligen Pluspunkte wohl grob folgendermaßen aus:

 

Pana45

+ kompakter (ca. halbes Gewicht)

+ OIS (im Makrobereich wie üblich annähernd wirkungslos, als Tele praktisch)

+ AF (im Makrobereich mehr oder weniger gut nutzbar, als Tele praktisch)

 

Leica60

+ besser manuell fokussierbar

+ "Geli" unter Garantie wirkungsvoller als die beigelegte des Pana45

 

 

Wie so oft Geschmacksache, man kann wohl mit beiden sehr gut leben. Die Klärung des Abbildungsmaßstabs/kleinsten Objektfelds halte ich für ein Makro für eines der entscheidensten Kriterien, wobei einem aber je nach Anwendung durchaus auch geringere Abbildunsmaßstäbe reichen können.

 

 

 

Grüße

Edited by flyingrooster
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...Da die angegebenen Abbildungsmaßstäbe immer auf die Sensorgröße bezogen sind, halte ich die Angabe des kleinsten darstellbaren Objektfelds für weitaus praxisgerechter und vergleichbarer...

...

beträgt die Größe des kleinsten darstellbaren Objektfelds des 60er Leicas 72mm*48mm ohne Makroadapter...

An einer mFT sollten die Größen dann 36*24...

 

Beim 45er Pana sinds jedenfalls ~17.5*13.

...

 

Hallo flyingrooster,

 

da muss ich Dir recht geben! Ich bin genau dem Irrtum aufgesessen, den Du oben beschrieben hast. Im Hinterkopf habe ich alles auf das Kleinbildformat bezogen, nämlich dass ein erreichbares Objektfeld von 36*24 mm schon dem ABM 1:1 entspricht :o.

 

Wir sollten uns wirklich angewöhnen, nur noch von den kleinsten Objektfeldern zu sprechen. Im Falle des 60ers also von 36*24 ohne Zwischenring.

 

Dadurch wird auch deutlich, dass man sich mit dem 45er in sehr extremen Bereichen bewegt, wenn man erwartet, mit AF und OIS freihand zu problemlosen Makroaufnahmen zu kommen.

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> Leica 60mm/f2.8 R Macro-Elmarit (laut meinem Händler 600 Euro plus 120 Euro für den Adapter).

Gruß Uwe

 

Hallo Uwe,

 

das 60er bekommst du zumindest gebraucht auch sehr deutlich günstiger. Alternativ: Ich bin mit dem 2,8 55mm Micro-Nikkor sehr zufrieden (guckst du hier: https://www.systemkamera-forum.de/tier-natur/18010-erster-makroversuch.html). Meins habe ich neuwertig für unter 100,- bekommen. AF braucht es für Makro nicht unbedingt.

 

Gruß,

Lümmel

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da muss ich Dir recht geben! Ich bin genau dem Irrtum aufgesessen, den Du oben beschrieben hast. Im Hinterkopf habe ich alles auf das Kleinbildformat bezogen, nämlich dass ein erreichbares Objektfeld von 36*24 mm schon dem ABM 1:1 entspricht :o.

Na passt, dann wär das geklärt. Hab schon herumgerätselt wo mein Denkfehler liegen könnte... :rolleyes:

 

Die Angabe des Abbildungsmaßstabs mag mehr Sinn gemacht haben als die meisten Kameras noch KB Sensoren hatten. Aber heutzutage führt dies nur noch zu Verwirrung und ist ohne Kenntnis/Angabe der zugehörigen Sensorgröße völlig ohne Aussagekraft, wogegen die Angabe des kleinsten darstellbaren Objektfelds völlig unabhängig von den verwendeten Komponenten immer absolute Werte liefert.

Ausserdem ist "das Objektfeld" einfach praxistauglicher. Zu wissen, dass der abzulichtende Käfer bis zu einer Länge von zB 5 cm noch bildschirmfüllend abgebildet werden kann ist einfach ungleich wertvoller als die Info, dass dessen Länge dafür maximal 2/3 der Sensorlänge betragen darf. Wen interessiert schon die Größenrelation zum Sensor in diesem Zusammenhang...

 

Wie auch immer, das wäre dann ein weiteres Plus fürs Pana45, sofern man den doppelt so großen Abbildungsmaßstab auch benötigt und sich fürs Leica zusätzlich zum Adapter nicht auch noch den Zwischenring zulegen möchte.

 

 

 

Grüße

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zum manuell fokussieren (an µFT) sind auch die Sigma FT Makros zu empfehlen....

braucht man halt auch einen Adapter (den aber so mancher ohnehin hat) - und das 105 soll wohl nicht mehr hergestellt werden...

aber gebraucht gibt es so was ja auch ab und zu...

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zum manuell fokussieren (an µFT) sind auch die Sigma FT Makros zu empfehlen....

Stimmt, hab mit dem 150mm bei all jenen Fällen in welchen ich großen Arbeitsabstand brauche sehr gute Erfahrungen gemacht.

Allerdings hat man damit ein Kaliber in der Hand welches zumindest freihand nur kurz Freude bereitet, dann schon fast wieder egal ob an FT oder einer PEN. Denn bei all den üblichen Verrenkungen für Makros kommt man aufgrund des hohen Gewichts ziemlich schnell ins Zittern.

 

Wenns wirklich freihand sein soll, geht bei mir nichts über das nahezu federleichte 45er Pana, aber dann eben mit geringerem Arbeitsabstand. Das adaptierte Zuiko 35mm ist auch noch sehr leicht, aber damit klebt man bei max. Vergrößerung wirklich schon sehr nah dran...

 

 

Grüße

Edited by flyingrooster
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Hallo zusammen,

 

@flyingrooster & Softride: Jetzt nur nicht die Leute verwirren mit eueren 'Verrechnungen' ;) - der Abbildungsmaßstab ist doch eine schöne, runde und konstant bleibende Eigenschaft eines Makroobjektivs:

 

Abbildungsmaßstab 1:2 bleibt an jeder Kamera immer 1:2! Da gibt es nix zu rütteln. Jetzt nur noch merken welche Sensorgröße meine gerade genutzte Kamera hat und alles ist klar, beispielsweise GF1 (sensorbreite 17,3mm):

 

- Insekt ist 3cm lang

- Leica R 60mm Macro hat Abbildungsmaßstab von 1:2 -> Abbildungsgröße ist also die Hälfte (1,5 cm)

-> ergo passt gerade noch so auf mFT Sensor drauf bzw das Bild ist komplett ausgefüllt (15mm/17,3mm)

 

-> an einer Vollformat Leica-Cam würde das 1,5cm abgebildete Insekt jedoch etwas weniger als die Hälfte des Bildes ausfüllen (15mm/36mm).

Also den Leica 1:1 Zwischering dran:

- Abbildung ist nun 3cm groß

- ergo, auch an der Leica ein fast ausgefülltes Macrobild.

 

 

Aber jeder wie er es sich am besten merken kann. :)

 

Tschüß Garf

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Die Angabe des Abbildungsmaßstabs mag mehr Sinn gemacht haben als die meisten Kameras noch KB Sensoren hatten. Aber heutzutage führt dies nur noch zu Verwirrung und ist ohne Kenntnis/Angabe der zugehörigen Sensorgröße völlig ohne Aussagekraft,...

 

Finde ich nicht. Abbildungsmaßstab 1:1 bedeutet, dass ein 5mm grosses Objekt auch 5mm gross auf dem Sensor abgebildet wird, egal wie gross dieser ist. Die nachfolgende unterschiedliche Vergrösserung - bei angenommener gleicher Ausgabegrösse - verursacht durch unterschiedliche Sensorgrösse spielt da keine Rolle.

Wenn sich alle daran halten würden - vor allem die Kamerahersteller, die ihre Makros teilweise auch schon schönrechnen - würde es viel weniger Verwirrung wie jetzt hier in diesem Thread geben.

 

Da jetzt gleich die Sensorgrösse mitreinzurechnen, ist für mich derselbe physikalische Unfug wie die die Sache mit der "Brennweitenverlängerung" durch "Crop".

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Die Verwirrung wird doch dadurch erzielt, daß sowohl der Abbildungsmaßstab als auch die Brennweite zwar technisch einwandfrei definierte "Tatsachen" darstellen, aber erst im Zusammenhang mit der Sensorgröße eine Bedeutung erlangen. Es ist halt "historisch" gewachsen, daß man ausgerechnet diese Zahlenwerte mit Bildwirkung und -Eigenschaft "versehen" hat; klar muß sein: außerhalb des Kleinbild-Umfeldes haben diese Zahlenwerte aber gar nicht mehr dieselbe Bedeutung. Daher rühren die Mißverständnisse, daher werden Krücken wie Crop-Faktoren bemüht und deshalb gibt es so viele abwegige Annahmen .. Lösung habe ich keine anzubieten, es sei denn man bringt abertausende Menschen dazu von (lieb-?)gewonnenen Gewohnheiten Abstand zu nehmen. Tatsächlich sind Bildwinkel und minimales Objektfeld eigentlich viel Aussagekräftiger und vor allem vollkommen unabhängig von der Kameraart und -größe immer gleichbedeutend; nur wer kennt sich damit schon aus?

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Die Verwirrung wird doch dadurch erzielt, daß sowohl der Abbildungsmaßstab als auch die Brennweite zwar technisch einwandfrei definierte "Tatsachen" darstellen, aber erst im Zusammenhang mit der Sensorgröße eine Bedeutung erlangen.

 

Hatten diese zu Zeiten in denen es Kleinbild- und Mittelformat - die damaligen unterschiedlichen "Sensorgrössen" - gab denn keine Bedeutung? Haben die Objektivhersteller damals für ein 50mm Mittelformatobjektiv einen "angepassten" Abbildungsmaßstab und Brennweite angegeben?

Ernstgemeinte Frage, das war vor meiner Zeit ;)

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... sich fürs Leica zusätzlich zum Adapter nicht auch noch den Zwischenring zulegen möchte....

 

Anstelle des Zwischenrings, der nochmal eine ganze Blende schluckt, habe ich den Leitz ELPRO 2 verwendet. Das brachte knapp den ABM 1:1 aber mit mehr Licht, dafür natürlich mit weniger freiem Abstand. Nur so als Tipp ...

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Hatten diese zu Zeiten in denen es Kleinbild- und Mittelformat - die damaligen unterschiedlichen "Sensorgrössen" - gab denn keine Bedeutung? Haben die Objektivhersteller damals für ein 50mm Mittelformatobjektiv einen "angepassten" Abbildungsmaßstab und Brennweite angegeben?...
Nein, damals wurde nicht ständig auf Kleinbild umgerechnet. Als Nutzer des Mittelformats wusste man einfach, welche (Bildwinkel-)Wirkung eine bestimmte Brennweite an der eigenen Kamera hat, und fertig.

Teilweise kommen die Schwierigkeiten heute vielleicht auch davon, daß viel mehr Leute zwischen den verschiedenen Formaten switchen. Auch daß die Hersteller von Kompaktkameras die Brennweiten oft kleinbildäquivalent angeben, hat dem Durcheinander sicher Vorschub geleistet.

 

Zur Frage des Maßstabs fällt mir noch ein: Zu Zeiten, als die Leute sich noch mit der Benutzung einer Landkarte auskannten, wusste man, was ein Maßstab ist. Und es kam sicher niemand auf die Idee, den Maßstab mit der Fläche der jeweiligen Karte zu verrechnen. ;)

Gruß, leicanik

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Ein paar Anmerkungen hätte ich auch noch:

 

Ich habe auch schon daran gedacht, das 60 mm Makro-Elmarit zu kaufen. Überwinden konnte ich mich dann allerdings doch nicht. Auch nicht zum Kauf des Zeiss 60 mm Makro-Planars.

 

Das Elmarit wird man weder in der Bucht noch im Handel deutlich unter 500 Euro bekommen. Das mag auf Auktionen und Gebrauchtwarenmessen vielleicht etwas anders sein.

 

Ich selber habe ein 100 mm und ein 200mm Makroobjektiv (beides Canon FD). Das 100 mm hat einen Abbildungsmaßstab von 1:2, das 200 mm von 1:1. Mit beiden Objektiven ist es unter normalen Bedingungen praktisch ausgeschlossen aus der Hand zu fotografieren. Das wird nichts, da man sich schon mit der kleinsten Körperbewegung aus der Schärfenebene herausbewegt.

 

Das 100 mm lässt sich sehr gut einsetzen. Es ist noch nicht so fürchterlich schwer. Das 60 mm Elmarit wäre in dieser Beziehung noch besser. Nur, mir ist der Abstand zum Objekt beim 100 mm manchmal schon zu gering, oder zumindest grenzwertig. Und sobald man den vergrößert, geht es mit den Abbildungsmaßstäben rapide nach unten.

 

Dieses Problem gibt es beim 200 mm nicht. ABER: Das Dingen ist riesig, wenn in der Nähe fokussiert wird. Es ist so schwer, dass ich es ohne Stativschelle nicht genommen hätte. Und es ist nicht immer einfach, das Motiv zu finden.

 

Ich selber überlege immer noch, mir noch dieses Jahr das 45 mm Makroelmarit zu holen.

 

Gruß

Thobie

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Die Angabe des Abbildungsmaßstabs mag mehr Sinn gemacht haben als die meisten Kameras noch KB Sensoren hatten. Aber heutzutage führt dies nur noch zu Verwirrung und ist ohne Kenntnis/Angabe der zugehörigen Sensorgröße völlig ohne Aussagekraft, wogegen die Angabe des kleinsten darstellbaren Objektfelds völlig unabhängig von den verwendeten Komponenten immer absolute Werte liefert.

 

 

Absolute Zustimmung ... darunter kann man sich auch mehr vorstellen.

 

Ich muss immer die Augen verdrehen, wenn ich lese, dass jemand sich nicht sicher ist, welche Sensorgrösse er kaufen will, aber genau weiss, dass er Makros mit 1:1 benötigt.

 

Meine Erleuchtung über die Sinnlosigkeit der Abbildungsmasstabangabe kam vor langer Zeit mit diesem Makroobjektiv:

 

smc 67 135 mm/4,0 Makro - System 67 Makro - PENTAX Europe Imaging Systems

 

 

.... na, wie gross muss das Insekt sein, das man damit fotografieren kann? ;)

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Hatten diese zu Zeiten in denen es Kleinbild- und Mittelformat - die damaligen unterschiedlichen "Sensorgrössen" - gab denn keine Bedeutung? Haben die Objektivhersteller damals für ein 50mm Mittelformatobjektiv einen "angepassten" Abbildungsmaßstab und Brennweite angegeben?

Ernstgemeinte Frage, das war vor meiner Zeit ;)

 

 

Mittelformat war eine andere Welt ... die MF Fotografen interessierten sich nicht für KB und die KB fotografen ahnten nur, dass es da noch was grösseres geben könnte :D

 

Ansonsten siehe ein Post weiter oben, meine Erfahrungen mit Makro an der 6x7

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Zur Frage des Maßstabs fällt mir noch ein: Zu Zeiten, als die Leute sich noch mit der Benutzung einer Landkarte auskannten, wusste man, was ein Maßstab ist. Und es kam sicher niemand auf die Idee, den Maßstab mit der Fläche der jeweiligen Karte zu verrechnen.

Dieser Vergleich hinkt etwas (ich bring weiter unten auch noch einen hinkenden Vergleich ;)).

Denn bei einem Makroobjektiv interessiert immer ein fixer Wert, welcher auch durch den Abbildungsmaßstab definiert wird, nämlich die maximale Vergrößerung.

Bei einer Landkarte hingegen interessiert mich mal die Entfernung zweier Orte voneinander, mal die Küstenlänge eines Landes (Schon mal drüber nachgedacht wie diese ermittelt wird? - Fraktale lassen grüßen) oder eine beliebige andere Strecke.

Dadurch dass bei der Karte die zu ermittelnde Strecke variiert, kann kein absoluter Wert angegeben werden und übrig bleibt zwingendermaßen der Abbildungsmaßstab. Bei Objektiven lässt sich die Angabe jedoch auf den einzig interessanten Wert, die minimale Objektfeldlänge, begrenzen.

 

 

Finde ich nicht. Abbildungsmaßstab 1:1 bedeutet, dass ein 5mm grosses Objekt auch 5mm gross auf dem Sensor abgebildet wird, egal wie gross dieser ist. Die nachfolgende unterschiedliche Vergrösserung - bei angenommener gleicher Ausgabegrösse - verursacht durch unterschiedliche Sensorgrösse spielt da keine Rolle.

Damit hast du und alle anderen die den Abbildungsmaßstab als solchen verteidigen natürlich Recht. Diese Größe ist absolut nachvollziehbar definiert und bestimmbar, aber dennoch stören (mich) einige Punkte daran:

 

a) Man muß die Abmessungen des verwendeten Sensors kennen.

 

B) Man muß herumrechnen um zu erfahren Objekte welcher Abmessungen man noch bildfüllend darstellen kann.

 

c) Das Größenverhältnis Sensor-Motiv ist doch von keiner praktischen Relevanz (zumindest bei Digitalkameras).

 

Das sind zwar alles keine großen Hürden, aber warum unnötig verkomplizieren?

Achtung, beliebtes Autobeispiel :rolleyes:: Kein Hersteller gibt die gefahrene Geschwindigkeit als zurückgelegte Autolängen pro Zeiteinheit an. Auch diese wäre eindeutig definiert und man könnte problemlos alle Automodelle miteinander vergleichen. Aber warum nicht gleich einen absoluten Wert wählen, welcher letztlich in der Praxis von Interesse ist?

 

Ich persönlich halte die Angabe des minimalen Objektfeldes für weitaus praktischer, weil man letztlich genau dies erfahren möchte: Lässt sich Motiv X mit einem bestimmten Objektiv formatfüllend abbilden oder nicht?

Dies beschränkt sich auch nicht nur auf den Makrobereich - Reicht mir zB der Abbildungsmaßstab eines bestimmten Standardobjektivs für den Alltagsgebrauch? Und spätestens dann begegnet man nicht mehr ganzzahligen Abbildungsmaßstäben. Da die Sensorabmessungen auch seltenst schön runde Werte aufweisen ist dann auch schnell Schluß mit simpelsten Rechenvorgängen welche sich bereits beim Lesen der Zahlen lösen lassen (zB 36/2) und man muß sich eben diesen Wert errechnen (zB 17,3/2,8) welchen man auch gleich direkt angeben könnte.

 

 

Ähnlich gehts mir mit der Brennweite, wie matadoerle kurz erwähnte. Ebenfalls eine für die Praxis minder interessante Angabe. Was bringt mir das Wissen über den Abstand einer Linse zu deren Brennpunkt (rein technisches Interesse mal unberücksichtigt), wenn eigentlich der darstellbare Bildwinkel die entscheidende Größe darstellt?

Erstmal im Superweitwinkel-/Fisheyebereich und die Angabe der Brennweite verliert völlig an praktischem Wert, wenn Objektive höherer Brennweite plötzlich größere Bildwinkel abbilden als Objektive geringerer Brennweite...

Aber gut, das ist ein anderes Thema...

 

 

Ich würde in mancher Hinsicht kleine "Reformen" gutheissen. Aber jeder mag mit seiner Meinung natürlich differieren. ;)

 

 

 

Anstelle des Zwischenrings, der nochmal eine ganze Blende schluckt, habe ich den Leitz ELPRO 2 verwendet. Das brachte knapp den ABM 1:1 aber mit mehr Licht, dafür natürlich mit weniger freiem Abstand. Nur so als Tipp ...

So gehts natürlich auch, wenn die optische Qualität darunter nicht zu sehr leidet.

Bei meinen Sigma Kameras klappts dank der vergleichsweise geringen absoluten Auflösung sogar mit mehreren Vorsatzlinsen hintereinander (dann aber richtig gute) ohne sichtbare Auflösungsverluste.

 

 

 

Grüße

Edited by flyingrooster
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Hallo Uwe,

 

vom 45er gibt es wunderschöne Makros hier im Forum zu sehen. Ebenso auch von 60er. Beim 60er solltest du bedenken, dass, zusätzlich zum Makroring auch der R-Adapter angebracht werden muß. Somit verändert sich noch mehr der ABM.

 

Ich habe, vor Kurzem, hier https://www.leicashop.com/vintage/leica-reflexobjektive-macro-elmaritr-2860-c-1000_1007_100724.html mein 60mm Elmarit gekauft und bereue es keines Falls. Eine wirklich tolle Linse! Ich habe ein besonders neuwertiges Exemplar erwischt, Zustand A, OVP, so gut wie keine Gebrauchspuren, wirklich TOP!

 

Wie du erkennen kannst bewegen sich die Preise deutlich tiefer als der von dir angegeben. Für einen akzeptablen Aufpreis führen die auch eine kleine Wartung (Reinigen, Ölen etc.) durch.

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Vielen Dank für eure Tipps.

 

Ich kann mir vorstellen, dass es für euch alte Hasen etwas lästig sein kann, wenn immer die selben Fragen gestellt werden. Ich persönlich finde es manchmal schwierig, mich durch die einzelnen Themen durchzuarbeiten, da manchmal das Thema aus den Augen verloren geht und eine Technikdiskussion angestoßen wird, die für mich schwer verständlich ist.

 

Zu meiner Objektiventscheidung:

Ich glaube es ist sinnvoll mir (als relativer Neuling) klarer darüber zu werden, wie ich das Obkjektiv einsetzen will, bevor ich eines kaufe.

Wenn das Wetter besser wird, werde ich mit meinem Achromaten und dem 14-42er etwas intensiver fotografieren und danach eine Entscheidung treffen. Ich hoffe dann die von euch genannten Vor- und Nachteile besser gegeneinander abwägen zu können.

 

Gruß Uwe

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...

Ich glaube es ist sinnvoll mir (als relativer Neuling) klarer darüber zu werden, wie ich das Obkjektiv einsetzen will, bevor ich eines kaufe.

....

 

das ist sicherlich sehr weise - und erspart Dir vielleicht den einen oder anderen Fehlkauf....

 

ich bin mit meiner "Spontan-Bewegliches-Fotografier-Versucherei" noch immer auf der Suche - und/oder am Üben..... und ich mache das nun schon ..... - müßte der 4. Sommer werden....

und die Achromat-Versionen haben oft sogar die Nase vorn :)

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Ich persönlich halte die Angabe des minimalen Objektfeldes für weitaus praktischer, weil man letztlich genau dies erfahren möchte: Lässt sich Motiv X mit einem bestimmten Objektiv formatfüllend abbilden oder nicht?

 

Stimmt schon. Diese Angabe wäre ok und auch mit nützlichem praktischen Bezug. Aber dann bitte das Wort "Abbildungsmaßstab" weglassen und es einfach anders nennen ;)

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