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Lumix S5: Automatische Belichtungsregelung bei Low-Light viel zu dunkel


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Hallo!

Ich habe gestern neue neue Lumix S5 erhalten. Bei ausreichend Licht funktioniert alles wie erwartet, aber bei wenig Licht tut die automatische Belichtungsregelung das Bild deutlich unterbelichten. Wenn ich die Lichtstärke des Motivs langsam abdunkle, ist bis 1/30 Sekunde, F3.5 und ISO6400 noch alles in Ordnung. Wenn ich das Licht weiter verringere, verlängert die Kamera die Belichtungszeit zwar schon noch weiter, aber nicht so weit, wie es sein müsste, damit das Bild richtig belichtet ist.

Die Rahmenbedingungen:

  • Lumix S5 mit Kitobjektiv R2060 und Firmware 2.7
  • alle Einstellungen per Reset zurückgesetzt
  • dann nur Histogramm aktiviert
  • Programm "P" eingestellt

Im Histogramm ist dann deutlich zu sehen, dass nur die unteren 25% oder weniger des Dynamikbereichs ausgenutzt werden. Das Histogramm wird auch orange angezeigt, die Kamera "weiss" also, dass es zu dunkel ist.

Wenn ich dann versuche, der Kamera zu "helfen", indem ich den ISO-Wert erhöhe, kompensiert die Kamera das dadurch, dass sie die Belichtungszeit verkürzt. Wenn ich andererseits eine kurze Belichtungszeit einstelle (im "S" Programm) verringert die Kamera den ISO-Wert.

Zusammengefasst: Die automtische Belichtungsregelung macht das Bild bei Low-Light viel zu dunkel und die Kamera erkennt, das es zu dunkel ist (orangenes Histogramm). Aber wenn ich versuche, der Kamera dabei zu helfen (manuelle Einstellung eines höheren ISO-Wertes oder einer längeren Belichtungszeit), dann weicht die Kamera aus und versucht das Bild wieder dunkel zu machen.

Freilich könnte ich die Belichtung mit der +/- Taste korrigieren, aber wenn ich dann in ein helleres Zimmer laufe, müsste ich das ja dann gleich wieder zurückstellen. Das kann ja nicht Sinn und Zweck einer automatischen Belichtungsregelung sein.

Kennt Ihr dieses Phänomen? Oder ist meine S5 vielleicht einfach defekt?

Die Panasonic-Hotline wusste auch nicht weiter und hat mich an den Fachhändler verwiesen. Aber das ist bei Online-Händlern nicht so einfach.

Herzlichen Dank schon mal für Eure Hilfe!

Viele Grüße, Jörg

Edited by JoergEhehalt
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Hallo Jörg,

das macht wenig Sinn was du da beschreibst.

Wenn du willst, dass sich die Verschlusszeit noch weiter verlängert solltest du zumindest in den A-Modus wechseln. Ich glaube du erwartest vom P-Modus zu viel. Woher soll er denn wissen, dass du lieber eine länger Verschlusszeit haben möchtest?

Je nach Konfiguration kannst du im P-Modus die Kombinationen aus Blende und Verschlusszeit durchscrollen mit dem vorderen oder hinteren Rad.

VG, Giuseppe

Edited by Tifoso
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Hi Giuseppe,

Danke für Deine Antwort! Möglicherweise habe ich mich nicht ganz klar ausgedrückt:

Das Problem ist nicht die Kombination aus Blende und Verschlusszeit. Die Blende ist ja schon ganz offen.

Sondern das Bild ist bei geringerer Beleuchtung einfach unterbelichtet (am Histogramm  klar zu erkennen).

Die Belichtungsautomatik müsste also eigentlich die ISO-Zahl oder die Belichtungszeit erhöhen. Tut sie aber nicht.

Irgendeine Idee, woran das liegen könnte?

Besten Dank und viele Grüße,

Jörg

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vor 2 Stunden schrieb JoergEhehalt:

Hi Giuseppe,

Danke für Deine Antwort! Möglicherweise habe ich mich nicht ganz klar ausgedrückt:

Das Problem ist nicht die Kombination aus Blende und Verschlusszeit. Die Blende ist ja schon ganz offen.

Sondern das Bild ist bei geringerer Beleuchtung einfach unterbelichtet (am Histogramm  klar zu erkennen).

Die Belichtungsautomatik müsste also eigentlich die ISO-Zahl oder die Belichtungszeit erhöhen. Tut sie aber nicht.

Irgendeine Idee, woran das liegen könnte?

Besten Dank und viele Grüße,

Jörg

Ich denke mal du hast Auto-ISO eingestellt. Dazu lässt sich im Menu die Unter- und Obergrenze einstellen. Wahrscheinlich ist hier 6400 als Maximum eingestellt.

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Ich habe gestern Abend noch eine Reihe weiterer Tests gemacht.

Mittlerweile glaube ich, dass es im wesentlichen daran liegt, dann meine Erwartungen nicht mit den Intentionen der Entwickler bei Panasonic übereingestimmt haben:

Meine bisherige Kamera hat alles immer so belichtet, dass auch bei wenig Licht der Dynamikbereich gut ausgenutzt war. Also im Zweifelsfall das Bild immer soweit verstärken oder die Belichtungszeit verlängern, wie es dafür nötig ist.

Die Belichtungsautomatik der Lumix S5 scheint da eine andere Strategie zu haben: bei weniger Licht wird der Dynamikumfang nicht mehr voll ausgenutzt. Vielleicht hat dies das Ziel, den dunklen Eindruck der Szene zu bewahren. Und bei sehr wenig Licht scheint sie mehr oder weniger aufzugeben. Da muss man dann halt manuell belichten.

Vielen Dank für Eure Anregungen und Unterstützung!

Viele Grüße, Jörg

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Das ist auch eine Maßstabs- und Glaubensfrage. Normalerweise versuchen Kameras, eine mittlere Helligkeit einzustellen, weil sie die Intentionen des Fotografen nicht kennen. Meine MFT-Lumixen machen das. Deswegen muss ich im Dunkeln bis zu drei LW unterbelichten, damit der Eindruck der Dunkelheit erhalten bleibt.

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Am besten machst du Bilder auf Modus A, stellst vorher deine ISO-Automatik auf eine Obergrenze ein, schaust dann durch den Sucher und korrigierst per Belichtungskorrektur solange, bis dir das Histogramm bzw. das Bild gefällt. Modus P ist meist sinnlos zu nutzen, da die Kamera es irgendwie versucht, richtig zu machen, was für die meisten normalen Bilder und Fotografen reicht, aber bei speziellen Situationen wie Lowlight eben nicht. 

 

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Manche Probleme kann ich nicht nachvollziehen. Den P-Modus habe ich seit Ewigkeiten nicht mehr benutzt. Entweder S, wenn eine bestimmte Belichtungszeit notwendig ist oder A, wenn es um die Blende geht. Ggf. stellt man bei A noch eine max. Belichtungszeit ein. Und Auto-ISO, bei der S5 mit Begrenzung 25.600 oder gar 51.600, was mit Photolab auch noch ansehnlich wird.

Das Histogramm interessiert mich nicht, ich habe zwei Augen zur Kontrolle der Belichtung. Die Dynamikreserven der S5 sind ausreichend. 😊

 

Edited by Prosecutor
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Wenn man am Abend oder in der Nach fotografiert, werden die Bilder oft ziemlich dunkel. Das ist in der Regel auch nicht falsch sondern man bekommt ein Bild dass die Situation so zeigt, wie sie ist. Wenn der Himmel schwarz ist und einen großen Teil des Bildes ausmacht will man den ja auch schwarz haben und nicht Mittelgrau. Ob die Kamera das erkennt und absichtlich dunkler belichtet oder ob das daran liegt dass meistens ein paar Lampen im Bild sind, die dann in die Kamera strahlen weiß ich nicht.

In jedem Fall ist es aber so, dass Low Light oft einen sehr großen Dynamikbereich hat und man bekommt oft große schwarze Flächen und gleichzeitig einige helle Punkte, Lampen, erleuchteter Fenster die überstrahlt sind. Es lohnt sich deshalb in jedem Fall zu probieren wie die Kamera bestimmte Situationen belichtet und im Manuellen Modus oder mit Belichtungskorrektur auszuprobieren ob einem die Ergebnisse mit Über- oder Unterbelichtung besser gefallen. Klar ist leider, dass die Kamera in einem Dunklen Raum mit hellem Fenster nicht entscheiden kann was einem wichtig ist und eine Belichtung macht die man dann manuell korrigieren muss wenn einem die Automatik nicht gefällt.

Ich lege mir die ganz normalen Foto-Einstellungen, wo alles so ist wie ich es zum Loslegen haben will, immer auf C1. Wenn ich dann die Kamera auf C1 stelle ist alles wie gewünscht und ich kann korrigieren und alles mögliche verstellen bis es so ist wie ich es brauche. Wenn ich dann das Motiv wechsle und neu anfangen will drehe ich schnell auf C2 und zurück und alles ist wieder so dass ich loslegen kann ohne die Änderungen alle rückgängig machen zu müssen. Man kann so viel verstellen, dass man sich das gar nicht alles merken kann und so verhindere ich, dass ich irgendwann mit total komischen Einstellungen alles versaue. Wer hat nicht schon mal morgens die ersten Bilder mit den hohen ISO-Werten von der letzten Nacht gemacht? Mit den Custom-Modes kann das nicht passieren.

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Hallo!

Wie gewünscht habe ich hier mal ein paar Bilder beigefügt, um zu illustrieren, was ich meine. Die Bilder zeigen unseren Garten in der Nacht. Es ist ziemlich dunkel, nur eine Straßenlaterne scheint von links ins Bild.

  • Das erste Bild ist mit einer Kompaktkamera Sony RX100 II aufgenommen. Dieses Bild scheint mir vernünftig belichtet. Sicher erscheinen die Farben sehr fremdartig, aber das liegt vor allem daran, dass Menschen nachts eben kaum noch Farben wahrnehmen. Das Bild ist etwas unscharf, da aus der Hand aufgenommen.
  • Das zweite Bild zeigt die gleiche Szene mit meiner Lumix S5 mit Belichtungsautomatik aufgenommen (hier habe ich der Kamera erlaubt, bis ISO 51200 zu gehen, was sie auch ausgenutzt hat). Mir scheint dieses Bild deutlich unterbelichtet, auch wenn es den tatsächlichen Eindruck eines Betrachters vor Ort recht gut wiedergibt.
  • Beim dritten Bild habe ich die Belichtung um 3 Blendenstufen erhöht. Damit schaut dieses Bild recht ähnlich aus wie das von der Sony, aber deutlich rauschärmer.

Ich hätte mir jetzt gewünscht, dass die Lumix S5 auch bei der Belichtungsautomatik ohne manuelle Korrektur eine Belichtung wie im dritten Bild ergeben hätte. Sicherlich kann man einwenden, dass das zweite Bild besser den tatsächlichen Bildeindruck wiedergibt. Aber das ganze Bild ist total abgesoffen, man erkennt kaum noch Details und man kann die fehlenden Details auch nicht mehr rausholen. Umgekehrt wäre es freilich kein Problem, das dritte Bild wieder etwas abzudunkeln.

Viele Grüße, Jörg

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Edited by JoergEhehalt
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Sieht für mich so aus, als wenn du da eine Begrenzung oder Betonung aktiviert hast. Verhindern des Ausbrennens von Spitzlichtern oder so etwas.

Sie belichtet dann nur so hell bzw. dunkel, dass das hellste Licht im Bild (und sei diese Stelle noch so klein) gerade nicht ausgebrannt ist.
Dieser helle Punkt (R254, G253, B232) unterhalb vom u in dem Wort Belichtung ist einer dieser Punkte. Vermutlich belichtet sie auf diesen Punkt oder auf den roten Punkt rechts darunter.

Und wenn sie das bei diesen Lichtverhältnissen macht, ist das Bild massiv unterbelichtet.

Such mal nach dieser Option in deiner S5.

Edited by AlterSchwede62
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Das Bild der Sony mit dem hellen Himmel ist Deiner Lichtbeschreibung nach eindeutig überbelichtet. Das ist aber die Art, wie automatische Kameras die Helligkeit einzuschätzen versuchen.

Das S5-Bild ohne Korrektur ist mMn. richtig belichtet. Es ist aber ungewöhnlich, dass eine Belichtungsautomatik so dunkel belichtet, quasi low key.

Egal was die Kamera macht, bei Bildern im Dunkeln wirst Du nicht daran vorbeikommen, die Belichtung anhand des Sucherbildes nach Deinem Geschmack einzustellen.

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vor 7 Stunden schrieb AlterSchwede62:

Sieht für mich so aus, als wenn du da eine Begrenzung oder Betonung aktiviert hast. Verhindern des Ausbrennens von Spitzlichtern oder so etwas.

Solltest du recht haben, könnte der TO ja mal kontrollieren welche Belichtungsmessung eingestellt ist, denn die S5 hat z.B auch die Messung "Spitzlichtbetont". bei älteren Panas "gewichtete Spitzlichter" genannt.
Die Messung zieht die Belichtung schon runter wenn im Geäst die Blätter wackeln und die Sonne durchflackert.

Mein Daumen ist immer auf dem Rädchen hinten für eine Belichtungskorrektur, dazu noch das Zebra als Kontrolle und man kommt prima klar.
Die Einstellwerte des Zebras habe ich bei mir in der EBV kontrolliert. Die vorgegebenen Werte von Pana haben mir eine zu große Angstreserve.

 

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vor 13 Stunden schrieb Johnboy:

Mein Daumen ist immer auf dem Rädchen hinten für eine Belichtungskorrektur, dazu noch das Zebra als Kontrolle und man kommt prima klar.
Die Einstellwerte des Zebras habe ich bei mir in der EBV kontrolliert. Die vorgegebenen Werte von Pana haben mir eine zu große Angstreserve.

Das mache ich genauso und funktioniert mit etwas Übung ganz gut, wenn ich mir unsicher bin mach ich halte eine weitere Aufnahme mit anderer Korretur.

Da ja die Anzeige auf Basis des JPG und des Bildstiles erfolgt, nutze ich immer einen möglichst kontrastarmenm Bildstil um die Reserven im RAW besser beurteilen zu können.

 

Edited by kdww
Sätze wegen Verständlichkeit umgestellt.
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