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Umfrage: Wie geht es nach photokina und PHOTOPIA weiter?


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Nachdem die internationale Fotomesse photokina vor einigen Jahren gescheitert ist, wurde jetzt auch die eigentlich erfolgreiche deutsche Nachfolgemesse PHOTOPIA abgesagt.

In den Fotoforen wurde diese Entscheidung von den meisten bedauert, gleichzeitig wurde die Frage gestellt, ob große Messen noch zeitgemäß sind – und was die Alternative sein kann.

Diese Fragen würde ich gerne an euch stellen, mit dieser Umfrage:

  • Was ist euch für Veranstaltungen der Fotobranche wichtig?
  • Was sind die richtigen Veranstaltungs-Formate?
  • Was sollten Veranstalter, Hersteller, Händler, Verbände und Medien besser machen?
  • Wie sieht für dich die perfekte Veranstaltung aus?

Die Ergebnisse der Umfrage veröffentlichen wir natürlich hier im Forum.

Vielen Dank für deine Unterstützung!

» Zur Umfrage „Was kommt nach photokina und PHOTOPIA?“

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Posted (edited)

Fotoindustrie schwarz sehen statt Licht malen

Fotografie bedeutet etwas poetisch übersetzt zeichnen oder malen mit Licht. Wir erstellen sozusagen eine Photonengrafik, früher auf Film und heute auf Sensor. Meines Erachtens begann der Rückgang der Fotoindustrie mit dem Beginn der Digitalisierung. Obwohl sie damit zunächst einmal stark aufblühte. Die Massenentwicklung und Verbreitung der Digitalsensoren machte die Fotografie für jeden sofort verfügbar und verbreitbar. Die Bilderflut ist inzwischen alltäglich so groß, dass ein Alleinstellungsmerkmal kaum noch möglich ist, das Alleinstellungsmerkmal wie zur Zeit der analogen Fotografie schon gar nicht. Damals nämlich war ein erheblicher Aufwand an Kameratechnik, chemischer Entwicklung und Vergrößerung nötig. Dazu noch die notwendige Leidenschaft, um diesen Weg durchzuhalten, und dadurch hervorragende Ergebnisse zu erzielen. Das trennte somit die wirklich Interessierten von den Unbedarften. Ich sehe schwarz für die Kameraindustrie. Warum sollte man sich als Laie eine Kamera kaufen, wenn man schon ein Smartphone hat, dass vermeintlich das gleiche Ergebnis liefert. Ja selbst Profifotografen nutzen für manche Situationen bereits ein Smartphone. So könnten in ein paar Jahren engagierte Privatfotografen und Profifotografen Probleme bekommen, hochwertige Kameras und Objektive zu kaufen. Denn die Fotoindustrie hat sich immer finanziert über den Massenabsatz an Laien und die kaufen heute Smartphones. Große Kameramarkennamen werden vom Markt verschwinden, mal sehen wer übrig bleibt und die immer kleiner werdende Marktnische besetzt.

Was nun die Messen betrifft, sind sie für uns Verbraucher zwar ein schönes Spektakel, die Ausrichter von Messen und deren Aussteller jedoch, wollen und müssen damit Geschäft machen. In Zeiten wo alles erheblich teurer geworden ist, scheint der Break Even Point für einige Spezialnischen nicht mehr wesentlich überschreitbar zu sein. Ich denke, die Fotografie könnte Teil anderer Messen im Bereich Telekom oder Art werden. Im Vergleich ist Hifi inzwischen ein kleiner Teil der IFA und dort auch nicht mehr „tonangebend“. In diesem Fall hat sich jedoch High End abgespalten, wo trotz irrational hoher Preise genügend Liebhaber da sind und Geld verdient werden kann. Nun gibt es im Bereich Fotografie auch sehr hochpreisige Apparate / Objektive aber irrationale High End Boliden von Verstärkern und Lautsprechern wirken hier sinnlos, wer wollte schon so etwas mit sich herumschleppen und dann beim Fotografieren unangenehm damit auffallen wollen 🤣

Edited by cardonc
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Hallo cardonc,

das sehe ich nicht ganz so. Die Fotografie war früher kein Massengeschäft und ist es heute nicht. Diejenigen die damals gezwungen waren eine Kamera zu kaufen, weil sie Bilder vom Urlaub usw. wollten, haben oft eine Kompaktkamera für wenig Geld gekauft.
Manchmal hatten die Väter eine Spiegelreflex-Kamera (Porst und Revueflex lassen grüßen), diese ist aber einmal angeschafft worden und dann ist nie mehr wieder auch nur ein Pfennig in die Ausrüstung gewandert.
Auch die oben erwähnten Kompakten (oft aus Plastik und sehr günstig), sind gekauft worden und das war´s.
Einziger Unterschied ist die Filmindustrie, die hatten eine große Nachfrage. Man brauchte nun mal einen Film.

So, wie heute, dass (wie wir) man eine Unzahl an Objektiven und eventuell noch unterschiedliche Kamera-Marken hat, so etwas war sehr, sehr selten. Die Gehäuse sind auch nicht alle zwei oder drei Jahre durch einen Nachfolger ersetzt worden.
Problem an der Sache ist der Boom, der durch digital ausgelöst wurde. Da hatten die Hersteller Zahlen, die es heute nicht mehr geben kann. Meiner Meinung nach, schrumpfen die Werte wieder auf die Anzahl derer, die Fotografie tatsächlich als Hobby betreiben, zum Bildermachen wird das Handy genommen.
Die Messen sind nicht überflüssig weil es kein Interesse mehr an der Fotografie gibt, sondern weil man heute sehr viele Möglichkeiten hat sich zu informieren (hier zum Beispiel). Früher war das doch deutlich schwieriger, es Fotohefte und mehr nicht.
Da war so eine Messe schon eine Überlegung wert.

Gruß Reinhard

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