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Gibt es Kondensatormikrofone für "direkt in die Kamera"?


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Hallo allerseits!

Seit einer längeren Weile versuche ich online herauszufinden, ob es Kondensatormikrofone gibt, die speziell so konzipiert sind, dass man sie über ein Kabel direkt an die 3,5mm-Buchse der Kamera schließen kann.

Die Stromversorgung des Mikrofons würde dann womöglich über eine Batterie erfolgen (?).

Ich würde das Mikro für "Youtuber-Videos" benutzen wollen. Das heißt:

- ich am Tisch sitzend,

- im Haus, kein Wind, keine Störgeräusche,

- Kamera steht zwei drei Meter vor mir auf dem Stativ,

- das Mikro bei MIR in der Nähe (nicht auf der Kamera),

- per Kabel an der Kamera angeschlossen.

Es geht mir darum, den guten Sound eines Kondensatormikrofons zu haben, diesen aber SOFORT in die Kamera zu schicken, statt ihn separat aufzunehmen und später im Video-Editor zu syncen.

Gibt es solche Mikros? Wenn ja: irgendwelche Empfehlungen?

Vielen Dank im Voraus!

Edited by cosmovisione
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vor 14 Minuten schrieb cosmovisione:

Kondensatormikrofone gibt, die speziell so konzipiert sind, dass man sie über einen 3,5mm-Stecker direkt in die Kamera ste

Schau mal bei Thomann was die so bieten. Da hochwertige Mikros meist XLR Anschlüsse und keine festverbauten Kabel mit Stecker haben, würde ich es nicht am Stecker fest machen, der ist das kleinste Problem und lässt sich mit einem entsprechenden Kabel oder dem Lötkolben lösen.

hier gibts Infos vom Profi:

https://www.oly-forum.com/topic/24294-tontechnik-bei-videoaufnahmen/#comments

Edited by kdww
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Ich habe da mal kurz gesucht und bin bei Amazon sofort auf eins für 14€ gestoßen. Ein: "auvisio Microfon: Profi-Kondensator-Studio-Mikrofon mit Stativ, 3,5-mm-Klinkenstecker."

Man sieht, dass die Eigenschaft "Kondensatormikrophon" nicht viel über die Qualität aussagt. Ich denke es ist am besten zu überlegen was man ausgeben will und dann genauer zu klären was wichtig ist. Das ist insgesamt ein weites Feld. Es gibt auch extrem viele Videos auf YouTube, die sich damit befassen. Ob man sich bestimmte Firmen aussucht und dann da kauft was passt, bestimmten YouTubern vertraut oder jemandem hier im Forum, muss man selber entscheiden.

 

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Ich habe so ein Mikrofon, aber Sony behauptet, es nicht mehr zu kennen. Ok, das wurde noch an einen Minidisc Recorder angeschlossen, das ist eine Weile her. Ah ja, es ist sooo lange her, dass die Rechtschreibprüfung "Minidisc" missbilligend mit einer roten Wellenlinie unterstreicht.

Kommen wir also zum Thema:

  • Kondensatormikrofon. Obligat, etwas anderes kriegst du in der Kategorie eh nicht. Dynamische Mikrofone hat man nur im Gesangsbereich, wo man aus kurzer Distanz hinein röhrt.
  • Videomikrofon. Darunter verstehen die Hersteller üblicherweise Mikrophone für den Zubehörschuh der Kamera. Das schadet prinzipiell nicht, allerdings ist meist das Kabel so kurz, dass ein externer Betrieb nur über Verlängerungskabel möglich ist.
  • XLR Anschluss. Brauchst du nicht. XLR Mikrofone haben elektrisch einen Symmetrischen Anschluss. Das hat in der Praxis mit der Störfestigkeit zu tun. Konzertbühnen sind ein schmutziges Environment. Riesige Lautsprechertürme mit zigtausenden Watt. Stromleitungen kreuz und quer. Hochfrequenzstrahlung von Funkmikrofonsendern. Lichttechnik, wo für das Geblinke und Geblitze hohe Ströme geschaltet werden. Das willst du alles nicht über die Mikrofonleitung einsammeln und da ist die XLR Verbindung dein bester Freund. Im schattigen Homestudio wirst du diese Probleme nicht haben.
  • Phantomspeisung. Wir stehen wieder auf der Bühne und rundum sind Dutzende von Mikrophonen. Die hängen alle an einem Funksender oder an einem Mischpult und werden über diese Geräte zentral mit 48V versorgt. Wobei heute eh fast alles ab 12V funktioniert. Wenn du nämlich unter dir die tobende Masse spürst und die gehörnte Hand zum Himmel reckst, dann möchtest du nicht, dass gerade jetzt die Batterie in deinem Mikro den Geist aufgibt. Das ist nicht, was du unter "Spirit" verstehst.
  • Ich würde einmal vermuten, dass heutige Kameras in der Lage sind. die paar Volt zu liefern, welche Mikrofone über ein 3.5mm Klinkenkabel versorgen. Ausprobiert habe ich es nicht.
  • Richtcharakteristik. Da gibt es viele. Videomikrofone für die Kamera haben meist eine mehr oder weniger eng ausgelegte Richtwirkung, analog zum Teleobjektiv. Das lernt man schätzen, wenn man in Situationen mit störenden Nebengeräuschen arbeitet. Das sollte für deine Anwendung auch kein Knackpunkt sein.
  • Bloggermikrofone. Haben meist einen USB Anschluss. Keine Ahnung, ob es Kameras gibt, die damit etwas anfangen. Bloggerkameras vielleicht.

Kurz gesagt, viele der herumschwirrenden Ausdrücke aus der professionellen Aufnahmetechnik brauchst du nicht zu lernen und die müssen auch nicht ins Pflichtenheft für dein Mikrofon.

Ich habe kurz bei Thomann rein gesehen und da ist mir dieses Mikrofon ins Auge gefallen. Das wird oft für diesen Zweck angeboten. RØDE ist eine australische Firma mit norwegischen Wurzeln (daher das Ø) und seit Jahrzehnten ein guter Name in der Branche. Das Mikrofon ist ein typisches Kameramikrofon. Allerdings ist das mitgelieferte 3.5mm Klinkenkabel abnehmbar und das Mikrofon hat auch ein normales Stativgewinde. Thomann macht keine Angaben über die Länge des Kabels , aber ich wette, dass es kurz ist. Es ist aber einfach gegen ein Kabel beliebiger Länge austauschbar. Wobei "beliebig lang" jetzt natürlich nicht rund um den Block heißt, aber zwei, drei Meter sollte es schon vertragen.

Disclaimer:

Ich kenne dieses Mikrofon nicht persönlich und gebe keine Empfehlung dafür ab. Ich nenne es als Beispiel, was es denn so auf dem Markt gibt.

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vor 6 Stunden schrieb tengris:
  • Phantomspeisung. Wir stehen wieder auf der Bühne und rundum sind Dutzende von Mikrophonen. Die hängen alle an einem Funksender oder an einem Mischpult und werden über diese Geräte zentral mit 48V versorgt. Wobei heute eh fast alles ab 12V funktioniert. Wenn du nämlich unter dir die tobende Masse spürst und die gehörnte Hand zum Himmel reckst, dann möchtest du nicht, dass gerade jetzt die Batterie in deinem Mikro den Geist aufgibt. Das ist nicht, was du unter "Spirit" verstehst.
  • Ich würde einmal vermuten, dass heutige Kameras in der Lage sind. die paar Volt zu liefern, welche Mikrofone über ein 3.5mm Klinkenkabel versorgen. Ausprobiert habe ich es nicht.

Phantomspeisung geht nur mit symmetrischem Anschluß, da die Spannung zwischen den beiden Signale Leitungen (+) und der Schirmung (-) eingekoppelt wird. 

Und da Kameras keinen symmetrischem Eingang haben, nein. 

 

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vor 2 Stunden schrieb kdww:

Phantomspeisung geht nur mit symmetrischem Anschluß

Das ist korrekt. Die beiden Punkte waren aber unabhängig voneinander zu verstehen.

vor 9 Stunden schrieb tengris:

Ich würde einmal vermuten, dass heutige Kameras in der Lage sind. die paar Volt zu liefern, welche Mikrofone über ein 3.5mm Klinkenkabel versorgen.

Ein 3,5mm Klinkenstecker ist immer eine unsymmetrische Verbindung. Und da gibt es eine Spannungsversorgung über eine Vorspannung zwischen 2 und 5 Volt über die Mikrofonleitung, welche mit einer Phantomspeisung nichts zu tun hat. Früher gab es auch im Studiobereich eine "Tonaderspeisung" mit 12 Volt, an die kann sich aber wohl niemand mehr erinnern.

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Habe mal versucht, Details über die Mikroanschlüsse per 3,5 mm Klinkenstecker zu ergooglen. Ein Chaos! Früher gabs mal vernünfitge Angaben über Spannungslevel, Innenwiderstand etc, heute wird nur auf die Rosa Buchse des PCs verwiesen. Im Handbuch meiner G81 steht auch überhaupt nichts über den Mikrofonanschluss.

https://de.wikipedia.org/wiki/Klinkenstecker#Stereostecker_(dreipolig)

https://de.wikipedia.org/wiki/AC’97#Mikrofon-Anschlussproblematik

Vielleicht hat sich im Bereich der Kameras ein heimlicher Standard entwickelt, denn namhafte Hersteller geben auch einen TRS bzw. TRRS Anschluss an.

Beispiel: https://www.sennheiser.com/de-de/catalog/products/mikrofon/mke-400/mke-400-508898

Sollte also passen.Und hat eine interne Stromversorgung über 2 Batterien für 100 h.

Edited by RoDo
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Weiß jetzt etwas mehr: Habe aus Videozeiten (vor über 20 Jahren) noch ein Mikrophon:

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Auf der Verpackung stehen noch einige technische Daten: Dynamisches Mikrophon, Innenwidertand 600 Ω. In meine G81 eingesteckt: Klinkenstecker lässt sich nicht einrasten, bleibt locker, aber es werden sauber beide Kanäle aufgenommen. Fazit: Der Mikroeingang folgt der Norm elektronisch, mit der Mechanik gibt's ein Problem. In der Rosa Mikro-Buchse des PCs funktioniert das Mikro nicht.

Edited by RoDo
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vor 7 Stunden schrieb tengris:

Ein 3,5mm Klinkenstecker ist immer eine unsymmetrische Verbindung. Und da gibt es eine Spannungsversorgung über eine Vorspannung zwischen 2 und 5 Volt über die Mikrofonleitung, welche mit einer Phantomspeisung nichts zu tun hat. Früher gab es auch im Studiobereich eine "Tonaderspeisung" mit 12 Volt, an die kann sich aber wohl niemand mehr erinnern.

Leider hat der TO nicht geschrieben, um welche Kamera es geht. 

Bei Sony haben die Mikrofonanschlüsse generell eine 3,5 V-Speisung und sind auch entsprechend beschriftet ("PLUG-IN POWER").

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Und das mechanische Problem ist erkannt:

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Ein anderer Klinkenstecker lässt sich einwandfrei einschieben und sitzt fest. Im Bild rechts die beiden Klinken: Rechts oben die Klinke des links gezeigten Steckers, unten des Mikrokabels, rot markiert. Der Durchmesser des Kopfes differiert: Oben 3,0 mm. unten 3,15 mm, Da wehrt sich die Buchse in der Kamera. Sch... Toleranzen.

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vor 39 Minuten schrieb RoDo:

Da wehrt sich die Buchse in der Kamera

nicht mehr, habe die Klinke mit einer Schlüsselfeile auf 3 mm heruntergefeilt. Der Stecker sitzt jetzt fest.

Aber das Mikro ist doch nicht verwendbar, die abgegebene Spannung ist zu gering. Selbst ein Anheben um +6 db (= Maximum) nimmt einen nur leisen Ton im Vergleich zu den eingebauten Mkros auf. Man kann also nur hoffen, dass die Hersteller aktueller externer Mikros wissen, was die Mikro-Eingänge der Kameras so erwarten.

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vor 2 Stunden schrieb matthis:

Bei Sony haben die Mikrofonanschlüsse generell eine 3,5 V-Speisung

Ich habe die zwei aktuellsten Modelle meiner zwei Kameralinien befragt, ob sie das auch können:

Olympus OM-1

Im Menü findet sich ein Eintrag, mit welchem die Speisung eines externen Mikrofons ein- und ausgeschaltet werden kann.

Nikon D850

Kameramenü und User Manual zeigen sich nicht auskunftswillig. Es wird nur auf das Videomikrofon Nikon ME-1 verwiesen. In dessen Vorstellungsmeldung findet sich der lapidare Satz

Die Stromversorgung erfolgt über die Kamera

Ich denke, wir dürfen davon ausgehen, dass das ein in aktuellen Kameras übliches Feature ist.

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vor 14 Stunden schrieb tengris:

Ich denke, wir dürfen davon ausgehen, dass das ein in aktuellen Kameras übliches Feature ist.

Oh je, früher waren Autoradios genormte Zusatzteile eines Autos. Man könnte sie beliebig austauschen oder ersetzen. Inzwischen haben die Hersteller die Radios zu proprietären Teilen gemacht, es gibt keine Alternativen mehr.

Pana nennt bei seinem externen Mikrofon die Technik, die Richtungskeule durch die aktuell benutzte Brennweite zu steuern. Nikon verweist auf das eigene Mikro. Wahrscheinlich lassen sich bald nur noch proprietäre externe Mikros an den Kameras benutzen.

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vor 18 Stunden schrieb tengris:

Nikon D850

Kameramenü und User Manual zeigen sich nicht auskunftswillig. Es wird nur auf das Videomikrofon Nikon ME-1 verwiesen. In dessen Vorstellungsmeldung findet sich der lapidare Satz

Die Stromversorgung erfolgt über die Kamera

In der GH6 und G9-II kann man den MIC-Eingang umschalten zwischen:

  • MIC mit Stromversorgung (Dringend nötig für Mikrophone ohne Batterie wie z.B. Rode VideoMicro)
  • MIC ohne Stromversorgung (für Mikrophone mit Batterie wie z.B. Rode VideoMic Pro, unklar ob es hilft die Stromversorgung abzuschalten)
  • Line (für Line Eingänge)

Dann gibt es noch das XLR-Adapter über das man zwei XLR-Mikrophone anschließen kann. Das Adapter wird über die Kamera (Blitzschuh) mit Strom versorgt.

Weil das insgesamt 3 Mikrophone sind, die man so anschließen kann und am 3,5mm Anschluss auch Stereo-Mikrophone dabei sein können, speichern die Kameras Videos mit 4 Tonspuren die natürlich quasi nie alle genutzt werden und eigentlich immer stören. Darüber ärgern sich 99,9% der Nutzer und fragen fast jede Woche in der Live-Show wann es endlich ein Firmwareupdate gibt wo man sich aussuchen kann welche Tonspuren gespeichert werden. Die nicht genutzten Tonspuren sind zwar leer und kosten vermutlich kaum Speicherplatz aber sie bevölkern die Videobearbeitungsprogramme und müssen immer von Hand gelöscht werden.

Ich habe noch nicht probiert ob das Abschalten der Stromversorgung für Mikrophone mit Batterie einen Vorteil bringt und die Laufzeit der Batterie in der Kamera verlängert.

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vor 7 Stunden schrieb RoDo:

Inzwischen haben die Hersteller die Radios zu proprietären Teilen gemacht, es gibt keine Alternativen mehr.

Ein Vorteil, wie ich meine. Seit praktisch jedes Radio in die Bordelektronik integriert ist, hat kein Autofahrer mehr seine Tür aufgebrochen vorgefunden und in den leeren Radioschacht geblickt. Wobei ersteres schon noch vorkommt.

Wer allerdings in seinem alten BMW einen teuren Blaupunkt drin hat, kann ihn getrost drin lassen. Und die Qualität der fix eingebauten Soundanlage im neuen Boliden ist, wie sie eben ist.

vor 7 Stunden schrieb RoDo:

Wahrscheinlich lassen sich bald nur noch proprietäre externe Mikros an den Kameras benutzen.

Ich würde die Mikrofone und Zubehörteile, welche über einen proprietären Blitzschuh an die Kamera angedockt werden, als einen deutlichen Fingerzeig in diese Richtung sehen. Beim klassischen 3,5mm Stecker besteht - gegebenenfalls nach Nachbearbeitung - immerhin eine reale Chance, die Sache zum Laufen zu bringen.

Und die Autoindustrie macht vor, wie es weiter gehen kann. Dachträger passen nicht auf eine Automarke, sie passen auf ein bestimmtes Modell und sie passen meist nicht mehr auf das Nachfolgemodell gleichen Namens. Die gleichen Geschichten könnte ich über Felgen und andere Zubehörteile aus eigener Erfahrung erzählen.

Und noch ein anderer Aspekt: Ich kaufen eine neuen Computer immer mit maximalem Ressourcenausbau. Brauche ich nach einigen Jahren mehr Speicher, bekomme ich die "veralteten" Module nur mehr beim Apotheker und gegen Goldstaub aufgewogen. Analog dazu könnte das heißen: Immer alle denkbaren Zubehörteile gleich mit der Kamera kaufen. Wer jemals ein Zubehör für eine gebraucht gekaufte Kamera benötigt hat, kann möglicherweise ein Lied davon singen. Wenn der Hochformatgriff samt angepasstem L-Winkel nicht dabei ist, kann das ein etwas länglicher Beschaffungsvorgang werden. Ebenso, wenn für ein Mikrofon nur ein seltsamer Zubehörschuh vorhanden ist.

Es kann daher nicht schaden, beim Kauf der neuen Kamera einmal die Klappen auf der linken Kameraseite zu öffnen und nach einer Klinkenbuchse mit Mikrofonsymbol Ausschau zu halten. So selbstverständlich ist das im unteren Preissegment gar nicht.

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Nachtrag nach Niederschrift:

Ich habe die Lade mit der Aufschrift "Irgendwann schmeiße ich das alles weg" aufgemacht und die ein Vierteljahrhundert alte "Digital Handycam" heraus genommen. Proprietärer Blitzschuh mit 8 Kontakten. Viel Glück beim Versuch, dafür ein Mikrofon zu finden. Muss allerdings nicht sein. Unter der Klappe befindet sich eine Mikrofonbuchse mit der Aufschrift "MIC (PLUG IN POWER)".

Alles schon da gewesen.

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vor 53 Minuten schrieb tengris:

Brauche ich nach einigen Jahren mehr Speicher, bekomme ich die "veralteten" Module nur mehr beim Apotheker und gegen Goldstaub aufgewogen.

Also bei meinem Händler gibts noch einige ältere Riegel für normale Preise (DDR2 u. ä). Ältere PCs kann man kaum noch vernünftig benutzen.

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Um nochmal auf das ursprünglich Thema zu kommen und auch mit ein paar Mythen und nicht ganz korrekten Informationen hier im Thread aufzuräumen:

 

Es gibt von vielen Herstellern entsprechende Angebote an Mikrofonen, die direkt in die Kamera gesteckt werden können. Dabei wird die benötigte Vorspannung für die Kapsel nicht über die Buchse geliefert, sondern von einer Batterie im Mikrofon selbst. Manche nutzen hierfür Standard-Batterien (in der Regel AAA), andere bauen auf integrierte Akkus. Der Tipp mit Thomann ist hier relativ gut, da man einen recht guten Überblick bekommt über auf dem Markt erhältliche Mikrofone. Je nach Budget findet sich da einiges.

Die "richtigen" Kondensatormikrofone, die 48V Phantomspeisung benötigen, lassen sich nicht direkt an der Kamera nutzen, auch nicht mit passendem Adapter. Hier ist ein Vorverstärker notwendig, der die Phantomspeisung liefert, also ein zusätzliches Gerät, das auch mit zusätzlichen Kosten und zusätzlichem Aufwand bei der Bedienung verbunden ist. Dafür kann das natürlich - je nach Setup - für eine bessere Tonqualität sorgen.

Die erwähnte Tonaderspeisung ist schon länger obsolet. Sowas findet man nur noch vereinzelt auf dem Gebrauchtmarkt. Einzig relevant ist die nur für den Fall, dass man mit einem externen Mikrofonverstärker arbeiten sollte, der Tonaderspeisung anbietet. Man sollte niemals Tonaderspeisung aktivieren, wenn ein Mikrofon angeschlossen wird, das Phantomspeisung benötigt. Mehr muss man sich eigentlich nicht merken, da es wie gesagt schon lange keine Rolle mehr spielt.

Eine Korrektur zur Klinke: man kann über ein Klinkenkabel sehr wohl ein symmetrisches Signal schicken. Der umgangssprachlich "Stereoklinke" genannte Stecker kann nicht nur linken und rechten Kanal, sondern auch Signal + und Signal - übertragen. Dem Kabel ist das herzlich egal. Es kommt hier eher darauf an, welches Signal in das Kabel geschickt wird und wie die Eingangsbuchse verschalten ist. Auch kann man ein symmetrisches Signal in einen unsymmetrischen Eingang schicken, es ist dann lediglich leiser.

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Am 16.3.2024 um 21:07 schrieb cosmovisione:

Hallo allerseits!

Seit einer längeren Weile versuche ich online herauszufinden, ob es Kondensatormikrofone gibt, die speziell so konzipiert sind, dass man sie über ein Kabel direkt an die 3,5mm-Buchse der Kamera schließen kann.

Die Stromversorgung des Mikrofons würde dann womöglich über eine Batterie erfolgen (?).

Ich würde das Mikro für "Youtuber-Videos" benutzen wollen. Das heißt:

- ich am Tisch sitzend,

- im Haus, kein Wind, keine Störgeräusche,

- Kamera steht zwei drei Meter vor mir auf dem Stativ,

- das Mikro bei MIR in der Nähe (nicht auf der Kamera),

- per Kabel an der Kamera angeschlossen.

Es geht mir darum, den guten Sound eines Kondensatormikrofons zu haben, diesen aber SOFORT in die Kamera zu schicken, statt ihn separat aufzunehmen und später im Video-Editor zu syncen.

Gibt es solche Mikros? Wenn ja: irgendwelche Empfehlungen?

Vielen Dank im Voraus!

Um nochmal konkreter auf die Anforderungen einzugehen:

Das, was Du suchst, wirst Du wohl nicht 1:1 so finden. Die Mikrofone, die Du direkt an die Kamera anschließen kannst, sind meines Wissens nach alle recht stark gerichtet, da sie so konzipiert sind, dass sie auf den Zubehörschuh der Kamera gesteckt werden. Wenn es unbedingt ein Kondensatormikrofon sein MUSS, dann wirst Du um einen Preamp nicht rum kommen.

Was aber viel wichtiger ist: was ist denn für Dich der "gute Sound eines Kondensatormikrofons"? Dynamische Mikrofone sind nicht per se schlechter als Kondensatormikros. Ein großer Vorteil von dynamischen Mikrofonen ist, dass sie unabhängig von irgendeiner Spannungsversorgung sind. Zudem kann es gerade in akustisch nicht optimalen Umgebungen hilfreich sein, dass sie oft nicht ganz so empfindlich jedes noch so kleine Störgeräusch aufzeichnen. Das macht sie gerade für Einsteiger einfacher in der Handhabung. Radiostationen nutzen übrigens meist hochwertige dynamische Mikrofone. Ich hab noch nie einen schlechten Sprechersound im Radio gehört.

Einen konkreten Tipp zu geben ist etwas schwierig, ohne Dein Budget zu kennen.

Ich würde aber in der Situation folgendes machen: plane in Dein Budget einen Preamp ein (auch ein relativ preiswerter Preamp wird wahrscheinlich bessere Qualität liefern als der interne Deiner Kamera) und nimm ein dynamisches Sprechermikrofon. Aus dem Preamp kannst Du dann ein Line-Signal in die Kamera schicken und musst Dich somit nicht um die Synchronisation von Ton und Bild kümmern. In einer akustisch nicht optimalen Umgebung wirst Du es so vermutlich einfacher haben mit dem Ton, das zusätzliche Gerät schränkt Dich nicht ein, da Du eh ein statisches Setup hast.

Alternativ kannst Du ein Richtmikrofon nutzen, das Du direkt in die Kamera steckst. Das hast Du dann eben auf der Kamera und somit nicht im Bild. Ist in der Handhabung natürlich etwas anders, dürfte durch die engere Richtcharakteristik auch nicht übermäßig viel Umgebungsgeräusch aufnehmen und Du wärst damit im Zweifelsfall sogar mobil, da Du weniger Geräte und kein Stativ benötigst.

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Am 25.3.2024 um 15:57 schrieb tommy-jay:

Eine Korrektur zur Klinke: man kann über ein Klinkenkabel sehr wohl ein symmetrisches Signal schicken.

Sind das nicht eher 6,35 mm Klinken? Einen symmetrischen 3,5 mm Klinkeneingang würde ich als sehr exotisch ansehen. Und speziell dreipolige 3,5 mm Kameramikrofoneingänge würde ich unbesehen als "Stereo" und nicht als "symmetrisch" bezeichnen. 

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