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Winter mit Adobe Photoshop Neuralen Filtern


acahaya
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vor 1 Stunde schrieb pizzastein:

Hier im SKF geht es in den meisten Fällen aber darum, etwas selbst erlebtes bzw. ein gefundenes Motiv mit anderen zu teilen. Das sind oft Landschaften, Tiere, Pflanzen, Technik, Architektur, Menschen, was auch immer. Dieses Teilen würde nicht funktionieren, wenn Motive in ihrer Echtheit grundlegend angezweifelt würden. Eine Ausnahme hier im Forum

Ich weiss, du meinst es nicht so eng, aber eigentlich schreibst du a) was die MEISTEN hier machen (sollen?) und b) dass es EINE Ausnahme gibt. Mir ist bewusst, dass ich übertreibe, aber ich ich denke acahaya hat es sehr gut getroffen. Hier werden zwei Diskussionen vermengt. Bei der zweiten, wo es um Geschmack und Vorlieben geht, finde ich die Diskussion müssig ohne Beispiele (und selbst dann…).

😀

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vor 14 Stunden schrieb melusine:

 gewissenhaft und nicht so, dass man [... beliebiges Detail ...] sieht usw... Es ärgert mich dann teilweise weniger, dass der Bearbeiter etwas übersehen hat, als dass den Betrachtern absolut nichts auffällt. Dabei sollte das Auge von uns Hobby-Fotografen-Pixelpeepern doch eigentlich ach so geschult sein! Wenn man natürlich nur am Handy guckt... <_<

Es geht doch nicht nur um Details auf Pixelebene oder gruppierte Pixel. "Gewissenhaft" bedeutet auch, nicht zu unter- oder übertreiben oder "luschig" zu sein, indem man z.B. auf gewisse Klasse zugunsten von Masse verzichtet oder umgekehrt Klasse durch übertriebene Farbeingriffe vorgaukelt. Manche sagen "ich mache kein RAW, JPG nehme ich immer und ausschließlich aus der Kamera - ist einfacher, denn RAW braucht niemand und *meine* jpg sind gut genug... - ohne die JPG-Voreinstellungen mal ehrlich und gewissenhaft auf Plausibilität hin zu kontrollieren.

Mein Aufhänger dafür sind halbwegs naturgetreue Farbe, Kontraste, Texturen und Farbdifferenzen unter Berücksichtigung des vorhandenen Lichts und Wetters, was ebenfalls plausibel oder nachvollziehbar sein sollte. Kein voluminöser dreidimensionaler, räumlicher Körper ist in der Natur so beleuchtet, dass an jedem Punkt der Oberfläche der Farbton exakt gleich hell, gesättigt oder luminant ist. Vorgesetzt wird es aber sehr oft genau so. Immer in der Hoffnung, dass es niemandem auffällt oder niemand es erwähnt.

Das schreibe ich, der gerade selbst erkennen musste, dass sein Monitor ihn seit langer Zeit schon in die Irre führt...

Edited by rostafrei
richtigen Begriff gefunden...
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vor 10 Stunden schrieb acahaya:

Naja und was meine mehr "phantasievollen" Bilder angeht: bei denen sieht man - hoffe ich - sowieso auf den ersten Blick, dass sie weder echt noch ernst gemeint sein können.

Ich denke, das dürfte jedem klar sein, dass diese Bilder Ausdruck künstlerischen Schaffens sind und keine Dokumentation. An anderer Stelle kenne ich jemanden, der surreale Bilder aus bestehenden Motiven kombiniert. Da ruft auch keiner 'Fake'. Die Intention ist klar erkennbar. Ich sehe das ähnlich wie bei Animationsfilmen: jeder erkennt, dass diese nicht echt sind, da sie stellenweise übertrieben sind, und kann sich damit arrangieren.
Aber wehe, die computerisierte Darstellung von Menschen, versucht lebensecht und besonders nah an der Realität zu sein. Dann tritt der Effekt 'Uncanny Valley' auf, der aus der Robotik stammt und beim Betrachten bei vielen Menschen ein Unbehagen  auslöst.
Und das denke ich auch, tritt bei Bildern in abgemildeter Form auf: man sieht ein Bild, welches möglicherweise so wirkt,  als könnte jeder das Motiv in Natura auch so betrachten, aber Kleinigkeiten, die nicht stimmig wirken, machen misstrauisch.
 

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vor 12 Stunden schrieb rostafrei:

...

halbwegs naturgetreue ... plausibel oder nachvollziehbar

 

vor 2 Stunden schrieb grillec:

 man sieht ein Bild, welches möglicherweise so wirkt,  als könnte jeder das Motiv in Natura auch so betrachten, aber Kleinigkeiten, die nicht stimmig wirken, machen misstrauisch.
 

Dazu ist das Beispiel aus dem Startbeitrag wieder gut, ich habe weiter darüber nachgedacht, was man mit so einer Filterung "auslösen" oder anrichten kann.

Mal angenommen:

dieses Tier, ein Murmeltier oder Hamster - kA, was es exakt ist - sähe auf der ganzen Welt in der Farbgebung/Tönung des Fells gleich aus. Haselnussbraun in naheliegenden Abstufungen bis ins Grau, die Marmorierung oder Tönungsverteilung im Fell unterschiedlich. Überall auf der Welt erkennt man, es ist ein Murmeltier/Hamster, weil es eben diese Farbe/Tönung/Abstufung hat. 

Nun filtert und ersetzt man haselnussbraun durch kastanienbraun "maroon" in den Abstufungen... - alle würden zweifeln, weil eben dieses Tier noch nirgends in kastanienbraun "maroon" gesichtet wurde. Eine Kleinigkeit, an der sich jeder stören würde, der sich minimal auskennt.

So, nun kommt die große Zoologin Acahaya (😇😜 ) und zeigt dieses Winterbild einem gemischten Publikum. Alle klatschen, weil das Bild TOP ist und niemand vorher das Tier im Winterschnee gesehen hat. Alle nehmen zuerst an, das Fell ist jetzt im Wintertarnmodus, neue Entdeckung - Nobelpreis wartet!

Aber: tatsächlich ist das Tier im Winter ausserhalb seines Baus erfroren, darum ist es vom Reif um den Körper herum weis-grau. Dass die Augen noch leuchten übersehen alle, denn tote Augen leuchten nicht. Trotzdem ist das Bild insgesamt plausibel und nachvollziehbar und verleitet nicht direkt zur Fake-Annahme, denn es ist nur ein real erfrorenes Tier... - wie gesagt, nur mal angenommen!

Jetzt das praktische Gegenbeispiel, weil ich diese Farbnummern teils selbst für Anstriche nutze:

RAL 5013 "verkehrsblau" ggü. RAL 5017 "kobaltblau" und RAL 6002 "laubgrün" ggü. RAL 6005 "moosgrün"  Wenn Motive in ihrer Farbe/Tönung bekannt sind, dann sollte ein Motiv in RAL 5017 (RAL 6005) niemandem ohne Hinweis* als RAL 5013 (RAL 6002) oder übersteigert in comic-artiger Darstellung oder sogar im "Neon-Stil" untergejubelt und präsentiert werden, egal in welchem Wetter oder Licht sie aufgenommen werden. genausowenig sollte bei erkennbarem Sonnen- oder Beleuchtungsstand die im Schatten liegenden Bereiche niemals heller oder strahlender sein, als die auf der beleuchteten Seite. Es gibt genug Leute, die damit durchkommen, da käme niemand mehr auf die Idee, nach stümperhaften Stempelungen zu suchen, selbst wenn das gesamte Bild schon nach optimistischer Überfilterung stinkt. Es ist leider zum Selbstläufer geworden, das Klatschvolk klatscht und die Faker fühlen sich bestätigt...

* Sowas wird einem aber auf chronistischen/archivarischen/dokumentarischen Seiten gezeigt, während mit zurückhaltender EBV ganz gern Pingpong gespielt wird... Bei künstlerisch-kreativ angehauchten Seiten, weis man im Normalfall, was einem von wem präsentiert wird...

Edited by rostafrei
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In kurzer Zusammenfassung kann man wohl sagen, es kommt immer darauf an, ob sich der Betrachter bei nichtdokumentarischen Bildern 'hinters Licht geführt' vorkommt oder ob er eine offensichtliche Manipulation als künstlerische Freiheit (gekonnt) oder Fehlbearbeitung (unnatürlich, noch verbesserungswürdig) wahrnimmt. Trifft das in etwa zu?

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vor 31 Minuten schrieb leicanik:

[…] Erstens lese ich dauernd „neutrale Filter“, was sie ja nun mal absolut nicht sind, […]

Hängt aber wohl auch von der Interpretation dessen ab was ein neutraler Filter eigentlich wäre und auch vom jeweils betrachteten Filter. Bspw. jener zur Entfernung von JPG-Artefakten erzeugt meiner Ansicht nach ein neutraleres, da artefaktärmeres, Bildergebnis.

Weshalb sich die gesamte Diskussion über willkommene oder unwillkommene perfekte Illusionen so sehr auf dem „Sommer-Winter Filter“ aufhängt, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Hat schon mal jemand ein paar Landschaftsfotos durch selbigen gejagt? Zumindest meine „verwinterten“ Testbilder sehen durch die Bank wirklich schlecht und alles andere als überzeugend aus, im Gegensatz zu @acahayas Foto mit relativ engem Bildausschnitt. Auch wenn Murmeltiere im Winter nur so aussehen, wenn man sie eine Woche lang inmitten eines Blizzards aufhängt … ;)

Sommerliche Landschaften mittels digitaler Bearbeitung in winterliche zu verwandeln, konnte man auch vor diesem Filter bereits. Mit gekonnter Hand sogar in beeindruckender Form mit weitaus weniger Unstimmigkeiten:


Sobald der Filter diese Qualität mit nur einem Tastendruck hinbekommt, wird er wirklich interessant.

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vor 4 Stunden schrieb grillec:

Trifft das in etwa zu?

Ich konnte es nicht kürzer ohne konkretes Beispiel verdeutlichen - geht leider nicht immer in Einzeilern... 😬 🤐

Ja - Nein - Vielleicht - ...

Kommt darauf an, wo man welches Foto sieht, was man davon erwartet und was der Urheber bezwecken will... Offensichtliche Bearbeitungsfehler sind nun mal offensichtlich, gezielte, gesteuerte oder gekonnte Manipulation wie im Titelbeispiel oben ist es eben nicht. Wenn aber "Pixelpeeping" zur Bewertung mit dem Resultat "dislike" herangezogen wird, sollte man dabei Offensichtlichkeiten des Gesamtbildes ebenso berücksichtigen.

Edited by rostafrei
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Am 10.11.2021 um 22:44 schrieb acahaya:

Was Adobe in der neuesten Version mit den neuralen Filtern anbietet, ist für Spielkinder wie mich echt erstaunlich.

für PS Anwender wie dich, bestimmt eine Spielwiese (Masken, Ebenen..............), die zu interessanten Ergebnisse führen können. Der in diesem Bereich angebotene JPEG Artefakte Filter ist bei MFT high ISO 10000-25000 Aufnahmen gut zur Unterstützung von TopazDenoise oder bei Astro-Aufnahmen. Hier ein PS Beispiel mit der kostenlosen Watercolor Artist Aktion:

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Das orig. Bild zeigte ich bereits im Forum.

Zwischen Kunst und künstlich ist oft ein schmaler Grat. In der Malerei haben es mir die Expressionisten  besonders angetan. Einige Mitglieder der Familie können damit nichts anfangen. Statt "Neural Filters" wäre die Bezeichnung "KI Filter" verständlicher in der deutschen Sprachengemeinschaft gewesen.

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