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Systementscheidung für Makrofotografie


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Hallo,

ich möchte mich wieder mehr der Makrofotografie widmen und benötige dazu ein bisschen Unterstützung bei der Systemauswahl.

Vorhanden ist eine Fuji X-T20 + Fuji XC 16-50 + Fuji XC 50-230. Bisher hab ich für Makros eine Nahlinse Canon 500d verwendet. Es klappt an sich - nur der Autofokus ist damit meist überfordert. Nun kommt dazu, daß die Kamera Probleme macht (automatischer Sensor für EVF funktioniert nicht mehr, Einschalten ist meist nur nach mehreren Anläufen und Akku rein/raus möglich). Ich befürchte, daß beim EFV Feuchtigkeit reingekommen ist. Da ich sowieso schon öfters über einen Wechsel/Umstieg zu einer neuen Kamera nachgedacht habe ist wohl jetzt der richtige Zeitpunkt dafür gekommen. Reparieren möchte ich die Fuji defintiv nicht mehr lassen.

Was such ich nun? In erste Linie eine abgedichtete, spiegellose Systemkamera mittlere Größe die mir Makrofotografie mit Fokus-Bracketing ohne externe Hilfsmittel wie Makroschlitten, usw. ermöglicht (Stative sind natürlich vorhanden). Idealerweise möchte ich nicht mehr als 1500 Euro ausgeben (ohne spezielles Makroobjektiv, aber bei anderen Systemen wie Fuji müsste ein Standardzoom dabei sein) - je nach System würde ich bis max. 2000 Euro erweitern. Ich habe versucht mir über die einzelnen Systeme einen Überblick zu verschaffen, wäre aber für jede Idee/Meinung dankbar welches System denn momentan für meine Anforderungen ideal wäre. Nachdem es sich bei meinen bisherigen 2 Objektiven um sehr günstige Varianten handelt sehe ich keinen Grund bei Fuji zu bleiben, ein Marken/Systemwechsel ist also überhaupt kein Problem.

Hier noch meine bisherigen Gedanken zu den Systemen die ich mir bisher überlegt hatte:

Fuji X-T4: Eigentlich mein Favorit. Ich könnte die bestehenden Objektive verwenden. Für Makros wäre anfangs die Nahlinse vorhanden. Negativ für mich ist die Auswahl an echten Makroobjektiven. Da scheint es wohl nur ein 60 mm (leider nur Abbildungsmaßstab 1:2) und ein 80 mm (1:1) zu geben. Das 60 mm vergrößert mir zuwenig. Das 80 mm wird in allen Tests als gut beschrieben, ist aber teuer und augeschaltet bewegen sich wohl die Linsen innerhalb des Objektivs. Ob das dauerhaft gut geht wenn die komplette Optik immer hin- und herwackelt kann ich mir nicht vorstellen.

Nikon Z6 I/II: Vollformat, trotzdem preislich im Bereich der Fuji X-T4. Als erste Kamera hatte ich eine Nikon D5200, die ich im nachhinein haptisch meiner derzeitigen X-T20 vorziehen würde (besser anzugreifen. Bezüglich Makroobjektiven fehlt mir hier noch die Übersicht.

Sony: fällt vollkommen weg, da diese bisher kein Fokus-Bracketing beherrschen.

Canon: zu teuer wenns abgedichtet sein soll

Olympus, Panasonic: keine Erfahrung damit

Was wäre denn momentan für meine Anforderungen das sinnvollste System?

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Mittelgroße Systemkamera, internes Braketting, gedichtet, 1500-2000?
Das trifft gut auf Olympus zu. Gebraucht bekommt man für dieses Geld ne junge M1 Mark II, ein 12-100/4.0 (Weltbestes Reisezoom), und ein 60/2.8 Macro.
300-400€ ließen sich mit 12-40/2.8 sparen. Qalität in etwa wie das 12-100, lichtstärker aber weniger Zoomrange. Das 60er ist Spitzenklasse, und auch gedichtet, wie alle hier aufgezählte Komponenten.

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Mein Tipp:

PANSONIC G9 ÷ f/2.8 60 mm Makro;

Postfokus via 6K Video mit 30 Bildern in der Sekunde (Freihand)

FOKUS bracketing mit Einstellungen in der Cam in RAW

FOKUS bracketing mit Einstellungen via App in RAW

HIRes Modus in top Qualität

Stacking mit externenTools für bestmögliche Qualität. Um die Nachteile von Makros ohne Schlitten auszugleichen, empfehlt sich folgendes Beispiel:

1-10 Aufnahmen 1 Stack

11-20 Aufnahmen 1 Stack

21-30 Aufnahmen 1 Stack

finaler Stack aus den 3 Stacks von zuvor

Hat man die G9 auf dem Stativ, kann mit einem Klick von Postfokus auf HiRes umgeschaltet werden. Der ausgezeichnete HiRes Modus der G9 kommt mit weniger manuell gesetzten AF Punkten aus, als automatisches Fokusbracketing. Die Qualität mit HiRes geht Richtung Mittelformat, erfordert jedoch leistungsstarke Rechner.

Edited by sardinien
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Bei Olympus finde ich die M5III mit Oly 12-40/2.8 für ~1500€. Das winzige Oly 60er Makro liegt bei gut 400€. Sowohl das Gehäuse, als auch beide Objektive sind sehr gut abgedichtet. Das 60er Makro hätte ungefähr den gleichen Blickwinkel wie das 80er bei Fuji, kann aber 1:1 am kleineren Sensor.

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21 hours ago, openyoureyes said:

Nikon Z6 I/II: Vollformat, trotzdem preislich im Bereich der Fuji X-T4. Als erste Kamera hatte ich eine Nikon D5200, die ich im nachhinein haptisch meiner derzeitigen X-T20 vorziehen würde (besser anzugreifen. Bezüglich Makroobjektiven fehlt mir hier noch die Übersicht.

Focus Bracketing funktioniert sehr gut, die Abdichtung scheint soweit ebenfalls der Erwartung zu etsprechen, aber native Makroobjektive fehlen noch. Bedeutet bis zum Erscheinen des ersten – vermutlich in Bälde – müsstest du adaptieren, was deinem finanziellen Rahmen bei weiterem Umstieg auf ein natives Makro nicht entgegenkommen wird. So oder so wird sichs aber wohl bei keiner KB (auch nicht bei Z) mit € 2000 für ein Gehäuse + Standardzoom + Makro ausgehen.


Aus eigener Erfahrung kann ich dafür auch eine Olympus E-M1 II oder E-M5 III mit einem der Standardzooms des gewünschten Brennweitenbereichs, Lichtstärke und Abmessungen (12–40/2.8, 12–45/4, 12–100/4) empfehlen, sowie einem der Makros, also dem Pana 45/2.8 oder Oly 60/2.8. Geht sich finanziell gut aus, ist top abgedichtet, Focus Bracketing läuft super, für Makros nochmal gesteigerter Nutzen von 1:1 beim etwas kleineren Sensor und nicht zuletzt aufgrund geringeren Gewichts. Gerade wenn man bei Makros eine leichte Kombi in etwas verrenkter Position am Stativ einrichten und ausbalancieren muss, ist dies schneller und einfacher erledigt, als wenn ein erheblich schwereres KB Makroobjektiv deutlich mehr Stabilität der gesamten Konstruktion erfordert.

Oder halt eine der Panas mit freihand Postfokusfunktion andenken oder sich nochmal der Fuji Lösung im Detail widmen. Zu beidem kann ich in diesem Punkt aber nichts beitragen.

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vor 23 Stunden schrieb openyoureyes:

Was such ich nun? In erste Linie eine abgedichtete, spiegellose Systemkamera mittlere Größe die mir Makrofotografie mit Fokus-Bracketing ohne externe Hilfsmittel wie Makroschlitten, usw. ermöglicht

Da ist MFT das System der Wahl. Ob Panasonic oder Olympus ist reine Geschmacksache. Das 60er Zuiko mit einer 1MKII oder 1MKIII trifft wohl deine Wünschen am ehesten.

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Am 8.2.2021 um 10:51 schrieb openyoureyes:

Fuji X-T4: Eigentlich mein Favorit. Ich könnte die bestehenden Objektive verwenden. Für Makros wäre anfangs die Nahlinse vorhanden. Negativ für mich ist die Auswahl an echten Makroobjektiven. Da scheint es wohl nur ein 60 mm (leider nur Abbildungsmaßstab 1:2) und ein 80 mm (1:1) zu geben. Das 60 mm vergrößert mir zuwenig. Das 80 mm wird in allen Tests als gut beschrieben, ist aber teuer und augeschaltet bewegen sich wohl die Linsen innerhalb des Objektivs. Ob das dauerhaft gut geht wenn die komplette Optik immer hin- und herwackelt kann ich mir nicht vorstellen.

  • Was spricht gegen die X-T3? Bracketing freihand ist eh keine Option, also braucht es den Stabi auch nicht. Zumal du mit der X-T3 ~500 € sparst und damit inkl. Marco Chancen hast, dein Budget 2000 € für alles zusammen noch zu halten.
  • Bzgl. der Vergrößerung, hast du mal im Abbildungsmaßstab von 1:2 gearbeitet und bist sicher, dass die 1:1 nötig sind?
  • Kennst du das Zeiss Touit Macro 50/2.8? Das ist das dritte Macro mit AF bei Fuji und bietet ABM 1:1. Kein WR.
  • Die Linearmotoren und die stromlos beweglich verbaute Linsengruppe der großen Fuji-Objektive mit 80 und 90mm sind absolut problemlos. Mir erschließt sich nicht, warum man aus einem Geräusch einen Mangel macht, da wurde aus einer Frage ein Problem gedichtet in diversen Forenecken und das hält sich ohne Belege seitdem hartnäckig.
  • Fuji bietet hinsichtlich Objektiven eine steigende Zahl und Auswahl gedichteter Modelle: XF16/2.8, XF23/2, XF35/2, XF50/2 (alle erschwinglich), XF80/2.8 OIS Macro, XF90/2, XF10-24/4 (das neue), XF18-135, XF16-80 (evtl. Kitoption mit X-T3), XF27/2.8 (das neue mit Blendenring), XF70-300, XF50-140, XF100-400, XF50/1.0, XF200, XF8-16, demnächst noch ein XF18/1.4 - das geht sehr ins Geld und ist grundsätzlich die Frage, ob notwendig, aber in anderen Systemen, erst recht KB, ist das nicht anders.
  • Da hier auch gebrauchte Kameras genannt wurden, auch die X-T2 kann intern stacken, gibt's um 500 €. Die X-H1 mit IBIS, hoch auflösendem Sucher und einigen Goodies gibt's für etwas mehr.

Alternativ und falls wirklich generell gedichtete Objektive benötigt werden, halte ich auch Micro Four Thirds für die einzig brauchbare Alternative, wenn du Zoom-Nutzer bist. Bei Festbrennweiten wird es dort schnell sehr teuer, neben dem Olympus Macro 60 (einziges gedichtetes Macro und zudem leicht) sind die teuren Olympus mit F1.2 und zwei Panasonic Leica mit F1.4 gedichtet, die alle nicht ganz das handliche Potential des Systems, sondern maximale Leistung bedienen.

Edited by outofsightdd
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vor 15 Minuten schrieb Softride:

Da gibt es erheblich mehr gedichtete Objektive: https://onzesi.de/datenbank/objektive_mft.php

Stimmt, das Leica 200, Oly 30/3.5 & 8/1.8 und Sigma C 16/1.4 hatte ich vergessen. Zur Erinnerung: Der Zusammenhang waren gedichtete Festbrennweiten. Und kompakt + bezahlbar ist nur das Macro 30, worauf sich mein Satz bezog.

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vor 2 Stunden schrieb outofsightdd:

Bracketing freihand ist eh keine Option,

Meinst du das generell? Oder jetzt spezifisch wg der Fuji? Bei meiner Oly EM1m2 geht das nämlich ohne Probleme (ebenso wie stacking). Ich denke bei Pana ist das ähnlich.

Edited by wasabi65
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vor 8 Minuten schrieb wasabi65:

Oder jetzt spezifisch wg der Fuji?

So, ja. Ich meine, dass das freihand im extremen Nahbereich (hier wurde ja explizit 1:1 gefragt) mit der Einstellung von Start- und Endpunkt des Stacking eher schwierig wird, wenn mit leichter Bewegung vor/zurück schon die Parameter nicht mehr stimmen. Während man das in der Kamera klickt, weht die Blüte durch gedrehten Wind 5cm weiter nach hinten und aus ist's. Vielleicht muss man auch die Bedienschritte in der X-T4 mal explizit ansehen und persönlich überlegen, wie reaktionsschnell man damit in der Natur ist, dass es freihändig funktioniert.

Spricht dann womöglich auch für den MFT-Vorschlag, da ich dort auch bereits von zufriedenen Freihand-Nutzern in echter Natur lesen durfte.

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vor einer Stunde schrieb outofsightdd:

Spricht dann womöglich auch für den MFT-Vorschlag, da ich dort auch bereits von zufriedenen Freihand-Nutzern in echter Natur lesen durfte.

Im Nahbereich sind die Themen verwackeln, Änderung der Perspektive (Bilder passen nicht mehr 100% überein) und Schärfelücken definitiv kritisch, wenn man Fokusreihen freihand macht. Hilfreich sind dann eine möglichst gute Stabilisierung und schnelle Bildfolge. Die extremsten Stacks unter schwierigen Bedingungen (Motivbewegung) hier im Forum dürften mit dem Postfocus von Panasonic gemacht sein dank 30 Bilder/s, man dann aber nur ein Video als Ausgangsmaterial.

Ein Thread zum Thema Fokusreihen mit Olympus:

Für Panasonic müsste es auch so etwas geben, vielleicht findet den jemand schneller als ich. Auch interessant der Thread zum Oly 60er Makro (am besten hinten anfangen, da sind viele Stacks):

 

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vor einer Stunde schrieb wasabi65:

Das ist dann mit Stativ kein Problem?

😉

Eine Variable weniger, vor/zurück der eigenen Bewegung gleicht kein IBIS aus. Kommt sicher drauf an, wie das Stacking funktioniert, ob man ein Motiv verfolgen und der Stack ein definiertes Delta an davor/dahinter mitziehen kann. 

Interessant wäre in dem Fall weniger, was ich da mache, sondern wie sich das der TE vorstellt und ob die Kamera das dann so ermöglicht. 

Edited by outofsightdd
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vor einer Stunde schrieb pizzastein:

...wenn man Fokusreihen freihand macht.

Im Zweifelsfall fällt die Entscheidung, ein für das Gewicht passendes Stativ mitzunehmen beim Oly 60er und der aktuellen E-M5 sicher auch leichter als bei einer X-T4 und dem XF80 oder gar KB-Sets (R6+Adapter+EF100L, Z6+FTZ+AF105/2.8). 

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