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Haltbarkeit von HDs in NAS


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Dumme Frage im Zusammenhang mit hier

https://www.systemkamera-forum.de/topic/130534-gute-günstigere-externe-festplatte-gesucht/

Wie lange glaubt ihr sind HDs in einer NAS realistisch haltbar? Wartet ihr bis Schäden da sind um sie zu ersetzen? Meine Synology DSPlay216 läuft ganz normal und das schon seit ein paar Jahren. Im Moment auch noch genug Platz darauf. Würdet ihr auf Fehlermeldungen vertrauen?

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Ich habe eine 718+ mit gespiegelter Festplatte. Auf meine alte 216play wird von dort allnächtlich ein Backup eingespielt. Alle HDs laufen seit Jahren 24/7 ohne Fehlermeldung. Aus den Anfängen meiner NAS-Erfahrungen gibt es noch eine WD "MyCloud", deren nicht wechselbare HD seit mindestens 8 Jahren ebenfalls bisher fehlerfrei läuft.

(Hoffentlich habe ich jetzt nichts herbei gerufen - schnell auf Holz klopfen 🤔)

Edited by Lumix
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Bei mir ist es eine Synology DS214play und einfachen Festplatten Seagate ST31000528AS, die nicht einmal für den NAS Einsatz gedacht sind, aber damals von Synology empfohlen wurden.
Seit Jahren ohne Probleme und ich nutze sie nur für meine aussortierten RAW Dateien und daraus entwickelten Jpeg. Und da kommt nicht so viel zusammen.
Alles was mir nicht gefällt wandert rigoros in den Mülleimer. Da das den Speicherbedarf stark reduziert, kommt damit auch nicht viel zusammen.
Meine Daten sind einmal im PC auf einer Festplatte und in der NAS auf 2 Festplatten im RAID.
Und das 3 Festplatten gleichzeitig ausfallen halte ich für unwahrscheinlich.

Meine Best Off habe ich noch bei Microsoft, Google und Telekom in den kostenlosen Cloud Diensten aufgeteilt. 

 

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vor 4 Stunden schrieb wasabi65:

Wie lange glaubt ihr sind HDs in einer NAS realistisch haltbar?

Die Fehleranfälligkeit von Festplatten folgt (statistisch!) einer so genannten "Badewannenkurve". Sie ist anfangs ziemlich hoch, um dann spätestens in den ersten 3 Monaten ziemlich steil abzufallen. So etwa nach 5 Jahren/40 000 Betriebsstunden können sich Abnutzungserscheinungen einstellen - die Ausfallkurve steigt gemäßigt an. Die Platte kann dann durchaus noch einmal 5 Jahre/40 000 Betriebsstunden halten, aber spätestens danach wird es ungemütlich. Alles nur statistische Angaben - im konkreten Einzelfall kann es nach beiden Richtungen stark abweichen.

Ich halte es so, daß ich nach 4-5 Jahren Laufzeit gelegentlich CrystalInfo drüberlaufen lasse - solange dort keine Warnung kommt bleibe ich bis zu einer Gesamtlebensdauer von 8-10 Jahren relaxed. Dann - oder wenn eine Warnung kommt, eben früher - kontrolliere ich meine Backups und leite Ersatzbeschaffung und Datenmigration ein.

Zur Illustration eine solche Warnung von CrystalInfo. Die neue Platte (mit dreifachem Volumen) liegt schon parat und wartet auf den Einbau.

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Im konkreten Fall meldet CI "ausstehende Sektoren" - vor 14 Tagen waren es noch 64, inzwischen sind es schon 80: Die Badewannenkurve ist im Anstieg :)  Die Platte ist gut 6 Jahre alt - kein Grund also, über den demnächst drohenden Ausfall sauer zu sein, aber guter Grund, dem zuvor zu kommen.

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Die statistische Haltbarkeit (MTBF. Mean Time Between Failure) steht in den Datenblättern:

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Hier werden für eine aktuelle 4 TB Platte von WD 2,5 Mio Stunden angegeben, das sind 280 Jahre. Statistisch geht die Platte also morgen oder vielleicht in 500 Jahren kaputt. Sollte ausreichen.

Zum Plattenzustand: Mein BIOS erlaubt auch das Auslesen dieser SMART-Daten. Die Interpretation ist allerdings gewöhnungsbedürftig.

Edited by RoDo
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vor 4 Minuten schrieb RoDo:

Datenblättern

Ich denke das ist Statistik und damit für inviduelle Platten nichts anderes als ein „Richtwert“. Dazu weiss wohl niemand von die Betriebsstunden seiner Platte. Also ClusterErrors als Indiz zu nehmen scheint mir praktikabler?

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vor 2 Minuten schrieb RoDo:

Hier werden für eine aktuelle 4 TB Platte von WD 2,5 Mio Stunden angegeben, das sind 280 Jahre. Statistisch geht die Platte also morgen oder vielleicht in 500 Jahren kaputt. Sollte ausreichen,

Über den Wert oder Unwert von MTBF-Angaben kann man im Web ganze Opern in verschiedenster Stimmlage lesen. Ich neige zu der Ansicht, daß man mit dieser Angabe in der Praxis so gut wie nichts anfangen kann. Praktisch ist es wohl so, daß die meisten Platten bei normaler (was ist schon "normal"? 8-16 Stunden am Tag?) Beanspruchung 5 - 7 Jahre halten und dann langsam fehleranfälliger werden. Eine gewisse (relative) Sicherheit gibt der Einsatz von Tools wie CrystalDiskInfo (Ich hatte den Namen oben mehrfach abgekürzt geschrieben) - die gucken ganz unstatistisch nach, was auf der Platte passiert oder schon passiert ist.

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vor 5 Minuten schrieb wasabi65:

Dazu weiss wohl niemand von (uns) die Betriebsstunden seiner Platte.

Deshalb CrystalDiskInfo (oder einige andere entsprechende Tools) verwenden - die können diese Werte auslesen. Und sie ermitteln gleichzeitig, wie oft und in welchem Umfang Sektoren vom Plattencontroller ausgeschieden oder verlagert worden sind. Aus solchen Werten können sie dann eine Prognose für die weitere Lebensdauer ableiten. Prognosen sind immer nur Prognosen - aber wenn CrystalDiskInfo mir für eine Platte Gelb zeigt, leite ich die Ersetzung ein.

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Wenn es kein plötzlicher Festplattentod ist, sollte man eigentlich durch die SMART-Werte darauf aufmerksam gemacht werden, wenn eine Festplatte den Geist aufgibt.
Externe NAS sollten gerade wegen dieser plötzlichen Ausfälle eigentlich mit einem RAID-System betrieben werden, welches die Daten spiegelt oder mit Parität wieder herstellt.

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Noch kurz eine Info:

RAID 1 (ab zwei Festplatten): Bei RAID 1 steht die Datensicherheit im Vordergrund. Alle Daten werden doppelt gespeichert, sodass auf zwei Festplatten jeweils dieselben Daten liegen. Dadurch steht Ihnen zwar nur die Hälfte des tatsächlichen Speicherplatzes zur Verfügung, dafür sind Ihre Daten geschützt. Fällt eine der Festplatten aus, liest das NAS automatisch von der anderen Festplatte. In der Zwischenzeit kann die defekte Festplatte ausgetauscht werden.

Aber auch dieses RAID-System schützt zwar vor einem Festplattenausfall, dennoch sind Backups für Ihre wichtigen Daten notwendig. Denn mit dem sicheren Abspeichern der Daten ist ein RAID-System nicht gegen Software-Fehler gewappnet. Fangen Sie sich einen zerstörerischen Virus ein oder wird eine Datei wegen eines Programmfehlers falsch gespeichert, hilft RAID nichts. Die Daten landen einfach mehrmals falsch auf den Harddisks. Versehentlich gelöschte Daten kann ein RAID ebenfalls nicht mehr retten.

(Zusammenfassung aus: https://www.pcwelt.de/ratgeber/Was-ist-ein-RAID-System-NAS-Server-445517.html)

 

Edited by Lumix
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vor 9 Minuten schrieb Lumix:

Übrigens: Von meinen Reisereportagen, die ziemlich aufwendig zu Multimediaschauen verarbeitet sind, habe ich alle Files auf einer Festplatte im Bankschließfach. Dann würde mir im worst case nicht das Allerwichtigste meiner Foto- und Videoausbeute über Jahrzehnte verloren gehen.

Auch Magnetspeicher im Safe altern mit der Zeit, wenn die Daten nicht gelegentlich aufgefrischt werden, und außerdem wird sich die Speichertechnik über Jahrzehnte so ändern, daß die alten Daten nicht mehr gelesen werden können. Da wäre die Cloud wohl eine sicherere Lösung, weil deren Betreiber vertragsmäßig die Daten frisch halten müssen.

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vor 55 Minuten schrieb wasabi65:

Ich denke das ist Statistik und damit für inviduelle Platten nichts anderes als ein „Richtwert“. Dazu weiss wohl niemand von die Betriebsstunden seiner Platte. Also ClusterErrors als Indiz zu nehmen scheint mir praktikabler?

Also, die Angaben in Datenblättern sind rechtlich gesehen "zugesicherte Eigenschaften". In der Elektronik-Industrie werden und müssen für kritische Anwendungen Eingangstests für jede Komponente, nicht nur Platten, sondern für auch für Kleinteile wie Widerstände, Kondensatoren und einzelnen Transistoren Chargenprüfungen vorgenommen werden. Von einem Freund habe ich mal gehört, dass ein Entwickler, der z. B. einen ganz bestimmten Transistortyp benutzen will, der nicht zum Firmenstandard gehört, dieses genau begründen muss. Bleibt er dabei, dann werden 1000 Stück davon aus einer Charge bestellt, einige davon einer genauen Prüfung unterzogen, und wenn anerkannt, auf Lager gelegt, selbst wenn nur 20 davon aktuell gebraucht werden. Das erhöht dann den Einkaufspreis von vielleicht € 0,05 pro Stück auf den internen Verrechnungspreis von vielleicht € 10 pro Stück. Weicht der Chargentest von den Datenblättern ab, geht die ganze Charge zurück.

Habe mal auf einer Tagung einen interessanten Vortrag eines WD-Mitarbeiters gehört, der über Plattenentwicklung berichtete. Ja, man bastelt an kleinen Modifikationen, baut davon ein Anzahl in den Zehnern und quält diese lange Zeit bei ganz ungüstigen Bedingungen (Übertemperatur, Überdrehzahl, Armbewegungen, die im Alltag so nie vorkommen, usw.) und schaut, was kaputt geht. Die Exemplare, die diese Qualen überstanden haben, werden genauestens auf Verschleiß geprüft. So wird das stepwise verfeinert.

Die MTBF wird für alle elektronischen Bauteile angegeben, und jeder weiß, dass das eine statistische Größe ist, die für den Einzelfall keine Garantie darstellt. Aber waren früher für Laufwerk 10.000 h angegeben, so ist diese Zahl immer stärker gewachsen und entspricht ja auch der Realität. Platten können kaputt gehen, aber nur sehr selten.

Die MTBF gibt's auch im Maschinenbau, z. B. bei Kugellagern, die auch eine von der Belastung abhängige statistisch begrenzte Lebensdauer in Umdrehungen haben.

Edited by RoDo
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Interessantes aus Wikipedia zum Thema Raid (https://de.wikipedia.org/wiki/RAID) :

Bei der Präsenz von drei Platten à 1 TB, die jeweils eine Ausfallwahrscheinlichkeit von 1 % in einem gegebenen Zeitraum haben, gilt

  • RAID 0 stellt 3 TB zur Verfügung. Die Ausfallwahrscheinlichkeit des RAIDs beträgt 2,9701 % (1 in 34 Fällen).
  • RAID 1 stellt 1 TB zur Verfügung. Die Ausfallwahrscheinlichkeit des RAIDs beträgt 0,0001 % (1 in 1.000.000 Fällen).
  • RAID 5 stellt 2 TB zur Verfügung. Die Ausfallwahrscheinlichkeit des RAIDs beträgt 0,0298 % (1 in 3.356 Fällen).

RAID 0 bildet ja einfach nur eine große Platte und verdreifacht die Ausfallgwahrscheinlichkeit bei 3 Platten, da statistisch diese sich aus den Ausfallwahrscheinlichkeiten der Einzelsysteme summiert.

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vor 17 Minuten schrieb RoDo:

Also, die Angaben in Datenblättern sind rechtlich gesehen "zugesicherte Eigenschaften".

Das mag juristisch interessant sein. Wenn deine HD früher abraucht, sind die Daten trotzdem weg. Will sagen, es ist gut gibt es Qualitätssicherung bei den Herstellern. Meine Frage war eine andere und mehr Praxisorientiert.

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vor 41 Minuten schrieb joachimeh:

Auch Magnetspeicher im Safe altern mit der Zeit, wenn die Daten nicht gelegentlich aufgefrischt werden, und außerdem wird sich die Speichertechnik über Jahrzehnte so ändern, daß die alten Daten nicht mehr gelesen werden können. Da wäre die Cloud wohl eine sicherere Lösung, weil deren Betreiber vertragsmäßig die Daten frisch halten müssen.

Das ist klar: Ich lagere die Files an unterschiedlichen Orten - eben auch im Bankschließfach.

Bei der Gelegenheit: Ich warne vor langfristiger Lagerung auf SSD, etwa auf externen Laufwerken, die nicht benutzt werden. Denn wenn SSD geraume Zeit stromlos sind, können sie ziemlich rasch ihren Inhalt verlieren.

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vor einer Stunde schrieb Lumix:

Denn mit dem sicheren Abspeichern der Daten ist ein RAID-System nicht gegen Software-Fehler gewappnet. Fangen Sie sich einen zerstörerischen Virus ein oder wird eine Datei wegen eines Programmfehlers falsch gespeichert, hilft RAID nichts. Die Daten landen einfach mehrmals falsch auf den Harddisks. Versehentlich gelöschte Daten kann ein RAID ebenfalls nicht mehr retten.

Das haben wir im Datenbankbereich ja auch. Wir können nichts dafür, wenn die Daten falsch eingegeben werden oder manuell gelöscht werden, wenn die Berechtigung vorhanden ist. Das kann zu inkonsistenten Daten führen.
Dann kann dies nur aus Daten eines Backups wieder hergestellt werden. Wir sind aber auch dafür verantwortlich, dass neben diesen "User-Fehlern" auch Hardware-Fehler schnell wieder behoben werden und im besten Falle so, dass kein Anwender etwas dadurch mitbekommt - ein Backup einspielen bedeutet immer eine längere Downtime.
Im Hardware-Bereich erledigen das dann z.B. Failover-Cluster mit SAN-Anbindung mit RAID. Eine Spare-Platte springt ein, sobald eine produktive den Geist aufgibt.
Backup und Archivierung sind auch zwei Punkte, die thematisch getrennt behandelt werden müssen.

Edited by grillec
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vor 1 Minute schrieb wasabi65:

Hier ging es aber wie am besten den Zustand von HDs in einem NAS abzuschätzen.

Ich hatte nur nicht verstanden, wie man Backups gegen RAID aufwiegen kann :)
 

vor einer Stunde schrieb wasabi65:

Deswegen finde ich für meine Zwecke RAID1 sinnlos, dafürnhabe ich lieber 2-3 Backups.

 

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Hat man Backups und kein Raid hat man immer Datenverlust bis zum Zeitpunkt des letzten Backups im Falle eines Platten-Crash. Also ist die Entscheidung ja schon gefallen, damit zu rechnen, dass Daten bis zum letzten Backup nicht mehr vorhanden sind. Ob eine  Platte dann rechtzeitig ausgetauscht wird oder nicht, ist jedesmal Glücksache.

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Hallo

ich habe  mal Daten wegen eine kaputten RAID-Controllers verloren. Bis ich merkte, dass der versuchte Daten zu rekonstruieren und dabei immer mehr zerstörte war schon etliches zerschossen. Ich leider war meine Datensicherung auf veschiedene Platten verstreut und mich hat die Rekonstruktion ca. 40 Stunden gekostet, Sehr heilsam. Nie mehr ohne  Backup und das mit System, dass ich immer weiß wo was ist..

Hans

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  • 2 weeks later...
Am 13.12.2020 um 14:05 schrieb micharl:

Zur Illustration eine solche Warnung von CrystalInfo. Die neue Platte (mit dreifachem Volumen) liegt schon parat und wartet auf den Einbau.

Wei bekomme ich das Ding dazu, meine NAS Synology HDs anzugucken? Sie sind in einem Synology Hybrid RAID.

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