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acahaya

5 Torri, Hochpustertal und Villnöß Ende August 2020

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Statt der ursprünglich geplanten Safari nach Kenia sind wir in der letzten Augustwoche relativ spontan zum Genuss-Wandern und Fotografieren in die Dolomiten gefahren.
Ziele waren die 5 Torri, die 3 Zinnen und die Geisler-Spitzen, also laute Photo-Destinationen, an denen sich auch die ganzen Instagrammer tummeln.

Dass es voll sein würde, war uns schon klar, als wir feststellten, dass fast alles ausgebucht war, wir überall noch Hochsaison Preise zahlen mussten und es ziemlich schwierig war zu den gewünschten Terminen überhaupt noch Zimmer zu bekommen.

Da wir beide über 50 sind, ich mittlerweile von einer Bergziege zu einem nicht mehr schwindelfreien Genusswanderer mit Höhenangst mutiert bin, mein Mann jetzt aus dem Alte raus ist, für mich den Sherpa zu spielen, die Urlaubskasse Dank ausgefallener Safari gut gefüllt war und wir zumindest Abends lecker essen wollten,  habe ich bei der Auswahl der Unterkünfte nicht nur die Lage, Erreichbarkeit und mögliche Wanderungen, sondern auch die Essensmöglichkeiten berücksichtigt.

Letzten Endes waren wir dann:

  • im Rifugio Scoiattoli direkt neben den 5 Torri, weil die Lage genial ist, man die Fotoausrüstung samt Stativ mit dem Sessellift bis zur Hütte fahren kann und dort nachts sicher den Sternenhimmel fotografieren kann und die Hütte zum Schlemmerhütten-Verbund Cortina Deliziosa gehört.
  • im Kirchenwirt in Aufkirchen oberhalb von Toblach, weil wir da schon mal waren, die Lage praktisch, das Essen lecker und die Aussicht beim abendlichen Aperol Spritz wunderschön ist. Mein Mann wollte endlich mal ganz um die 3 Zinnen rum, nachdem er vor 6 Jahren nur bis zum Paternsattel gehen dürfte und ich wollte auf den Strudelkopf, da lag das Hotel quasi in der Mitte. Und wir konnten auf dem Weg zur Hütte eine Reisetasche im Hotel deponieren, so dass wir nur mit Rucksack unterwegs waren.
  • im Viel Nois in St. Peter im Villnöß, weil wir an unserem Hochzeitstag im pitzock essen gehen wollten und das vom Hotel aus zu Fuß erreichbar war. Zu den Wanderparkplätzen muss man dort ja eh mit dem Auto fahren (oder vor Corona mit dem Bus). Und ja, natürlich wollten wir den Munkel Weg gehen und das Bild machen, auf dem sich die Geisler-Spitzen in einem Tümpel hinter einer Alm spiegeln.

Fotografiert habe ich mit meiner E-M1 III mit dem 12-100, die mit der Peak Design Lösung vorne am Rucksack Träger hing. Mein Mann war mit einer E-M1 II und einem 12-200 unterwegs. Zusätzlich hatten wir Objektive für Milchstraße und Sternenhimmel dabei, ein Fish, ein UWW und ein Macro. Außerdem einen Tracker und zwei Stative. Bei mir war meistens der Polfilter drauf. So wie auch im folgenden Bild.
Bearbeitet habe ich diesmal knallbunt und absichtlich mehr malerisch als natürlich. Die Berge sind bei mir auch immer etwas höher als in Wirklichkeit, ich mag das so. Es wurde aber kein Himmel o.ä. hinzugefügt.

Blick über einen der kleinen Seen am Rienzboden unterhalb der 3 Zinnen  auf die Sextner Dolomiten und den Schwabenalpenkopf

 

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Ein Experiment: Das Rifugio Scoiattoli bei den 5 Torri

Wir wollten schon seit einiger Zeit mal wieder auf einer Berghütte übernachten, um bei Sonnenuntergang, Sternenhimmel und Sonnenaufgang direkt vor Ort zu sein.
Das Rifugio Scoiattoli schien uns der perfekte Kandidat. Zimmer mit Stockbetten und Etagenduschen fürs Hüttenflair und leckere Küche damit man den tagsüber verdienten Appetit dann abends auch genüsslich stillen kann. Dazu die Lage mit Rundum Blick vom Lagazuoi, Tofane, 5 Torri, Sorapiss, Antelao, Croda da Lago, Nuvolau und Averau und gleichzeitig Ausgangsgebiet für ein paar schöne aber gemütliche Wanderungen zur "Einstimmung", Herz was willst Du mehr? Ach so ja, einen Sessellift, damit man den Fotokram nicht selber den Berg hoch schleppen muss. Wir sind ja schließlich keine 40 mehr ;).

Der erste Tag unserer Reise führte uns über den Brenner und durch das Pustertal über Toblach und Cortina bis zum Falzarego Pass. Dort wollten wir unser Auto am 5 Torri Sessellift parken und zur Hütte hochfahren. Den kleinen Umweg über Toblach und Cortina hatten wir eingeplant, weil wir dort im Kirchenwirt unsere Reisetasche abgeben wollten, statt diese 2 Tage und Nächte im Auto auf dem Liftparkplatz zu lassen.  Und da das Wetter ab 14 Uhr schlecht gemeldet war, wollten wir zu dem Zeitpunkt schon oben auf der Hütte sein und uns möglichst auch schon ein wenig umgesehen haben.
Daher sind wir um kurz nach 7 in München aufgebrochen und kamen bis zur Ausfahrt Brixen auch prima voran. Das wars dann aber auch, die ganze Pustertalstraße war ein einziger langer Stau in beide Richtungen. Letztendlich brauchten wir von Brixen bis nach Aufkirchen etwas länger als von München nach Brixen und wir waren zwischenzeitlich schon im Zweifel, ob wir es überhaupt bis Liftschluss am Parkplatz sein würden. Ich bin diese Straße schon oft gefahren aber so was habe ich noch nie erlebt. Angeblich war das aber schon den ganzen Sommer so.

So krochen wir also im Schneckentempo durch die Gegend und ich hatte Zeit den noch mal den Wetterbericht zu checken. Dieser wurde immer übler, heute würde eine Gewitterfront durchziehen, morgen Vormittag dann eine Kaltfront mit Regen und eventuell in der Nacht darauf auch Schnee. Für Sternenhimmel sah es schlecht aus. Naja.

Statt um 11:30 bogen wir um 13:30 zum Parkplatz des 5 Torri Lifts ab und stellten fest, dass dieser wegen Überfüllung geschlossen war. Bloß gut, dass es für Übernachtungsgäste einen extra Parkplatz gab. Uffz.

Der überfüllte Parkplatz am Falzarego Pass

 

Die Auffahrt mit dem Lift war gemütlich, die Hütte lag wie erwartet prima, um 2 Uhr nachmittags waren da oben aber gefühlt ein paar tausend Menschen unterwegs, eine bunte Mischung aus Familien, Omas zum Kaffeekränzchen mit Aussicht, Mountainbiker, Wanderer und Kletterer. Immerhin gab es auf der Terrasse coole Musik.

Tom vor der Hütte

Da der Wetterbericht ja nicht so rosig war, fragten wir in der Hütte, bis wann wir wieder zurück sein sollten. Die meinten bis spätestens 16 Uhr. Wir beschlossen also einfach nur das Freiluft Kriegsmuseum mit Stellungen aus dem ersten Weltkrieg zwischen der Hütte und den 5 Torri zu erkunden und uns ein paar schöne Plätze für Sonnenauf- und Untergang und Milchstraßenfotos zu suchen.

Blick auf die 5 Torri, von denen eigentlich nur noch 4 stehen. Der fünfte ist vor ein paar Jahren eingestürzt.

 

Tofane mit Gewitterwolken

Mittlerweile zog es sich aus allen Richtungen immer mehr zu und Richtung Westen grummelte es, so dass wir beschlossen, es uns lieber auf der Terrasse der Hütte gemütlich zu machen und die letzten Sonnenstrahlen zu genießen.

Edited by acahaya

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Für eine Weile konnten wir die Gewitterstimmung noch draußen auf der Terrasse genießen

Gewitterwolken über der Croda da Lago

 

Chin Chin

 

Aber dann brach ein unglaubliches Gewitter los und wir mussten uns in die Hütte zurück ziehen. Das war kein Wetter, von dem man sich am Berg überraschen lassen will.

Edited by acahaya

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Da es bis zum Abendessen draußen weiter stürmte, blitzte, donnerte und wie aus Eimern schüttete und der Wetterbericht auch keine Besserung vorher sagte, legten wir alle Pläne für Sonnenuntergang und Sternenhimmel ad acta und widmeten uns statt dessen dem leiblichen Wohl. Das Abendessen für die Hausgäste  im Rifugio ist wirklich ausgesprochen lecker und die Weinkarte enthält auch den einen oder anderen leckeren Tropfen.

Wir schlemmten also vor uns hin und warteten gerade auf den letzten Gang, als  die Wolken draußen vor dem Fenster plötzlich golden wurden, auf rissen und kurz später sahen wir die 5 Torri in goldenem Licht strahlen und darüber einen Doppel-Regenbogen.

Oh schau, da ist ein Regenbogen

Jeder - selbst der Koch - suchte hektisch nach einem Regenschutz, Schuhen und etwas zum Fotografieren und dann rannten wir nach draußen in den immer noch strömenden Regen.
Das erste was wir sahen, war die Sonne, die links des Sasso di Stria gerade noch zu sehen war.

Sonne, Sasso di Stria, Lagazuoi

In der entgegengesetzten Richtung spannte sich von den 5 Torri bis zum Nuvolau ein Doppel-Regenbogen über den Himmel.

Doppel-Regenbogen - Pano aus 2x3 Einzelaufnahmen

 

Wir standen im Regen bis das Licht erlosch, drehten uns noch mal um und bewunderten das Spektakel am Himmel Richtung Westen, das immer farb-intensiver wurde. Irgendwie war uns klar dass dieser Abend in diesem Urlaub vermutlich nicht zu toppen sein würde.
Da im Westen schon wieder Wolken aufzogen, beschlossen wir, uns jetzt lieber dem Dessert zu widmen und uns zur Feier des Regenbogens eine zweite Flasche Amarone zu gönnen, ehe  wir uns in unser Mini-Zimmer mit Stockbetten zurück zogen. Der Wecker für die Morgendämmerung war schon gestellt, denn da sollte es ja wieder aufklaren.

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Das ist schon ein außergewöhnlicher Moment, den ihr da erlebt habt. Gewitter in den Bergen hab ich auch öfter erlebt, sogar doppelte Regenbögen, aber zusammen mit so einer phantastischen Kulisse noch nicht. Ihr Glückskinder! :)

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Kurzes Feedback:

@flyingrooster: Der Polfilter war beim Regenbogen nicht mehr drauf.

@melusine: Es kommen schon noch schöne Bilder, so eine wunderbare Stimmung bei entsprechend beeindruckender Kulisse hatten wir aber nicht mehr. Dürfte man aber auch nicht erwarten.Wir hatten in Aufkirchen noch mal einen ähnlichen Regenbogen über den Sextner Dolomiten und eine ähnliche Sonnenstimmung Richtung Westen aber keine Chance, schnell genug  eine fotogene Stelle zu finden. Bis wir die Fotoaparate geholt hatten und weit genug aus dem Dorf raus waren, war das Spektakel vorbei, wir patschnass und das Essen kalt 🙂

@wasabi65: Danke. Ich lass das falsch geschriebene Chin Chin stehen aber es kommen aber noch ein paar Glaserl, da proste ich dann richtig 🥂

@noreflex: Bitte weiter atmen, wir brauchen Dich noch!

und Danke an alle anderen. Ich mach dann mal weiter ...

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Da wir diese Diskussion ja auch in anderen aktuellen Reiseberichten hatten:

Was die Masken und den Abstand anging lief das auf der Hütte übrigens wirklich vorbildlich. Es fing schon im Sessellift an, wo man beim Ein- und Aussteigen Maske tragen musste und nur mit Personen aus der eigenen Familie, Lebenspartner oder dem eigenen Haushalt im Lift sitzen dürfte.
Auf der Hütte gibt es nur Mehrbett Zimmer, hier bekam man bei der Reservierungs-Anfrage einen Hinweis, dass sich in einem Zimmer nur Familien oder Personen aus max. 2 Haushalten aufhalten dürften. Die Bettwäsche und Handtücher wurden gestellt und bei 90 Grad gewaschen.
Für jedes nicht belegte Bett im Zimmer wurden pro Nacht 15 € berechnet.Ein fairer Preis, weil die Hütte ja dadurch auch weniger Umsatz- man selbst aber mehr Platz hatte.

In der Hütte, auf der Terrasse und sogar auf dem Weg vom Zimmer aufs Etagenklo war Maskenpflicht, überall gab es gefüllte Spender mit Desinfektionsmittel und das einzige was nicht streng den Vorschriften entsprach war gelegentlich mal eine freie Nase und auch die meist nur kurz.
Die Tische standen drinnen und draußen mit 1,5m Abstand zwischen den Stuhllehnen(!) und es wurde wirklich andauernd desinfiziert. Drinnen waren so weit möglich immer die Fenster gekippt.

Es gab da also wirklich nichts zu kritisieren und die Hüttengäste hielten sich auch alle ganz selbstverständlich und ohne zu meckern an die Vorschriften. Selbst die Wanderer hielten Abstand. Das war im Gegensatz zu München wirklich eine angenehme Überraschung.

 

So und jetzt geht es mit dem Reisebericht weiter:

Im Speiseraum der Hütte zeigten sich  - mit entsprechendem Abstand natürlich - alle gegenseitig ihre Fotos, wir fanden alle, dass das im wahrsten Sinn des Wortes "spiritueller Moment der Erleuchtung" gewesen sei und der Hüttenwirt gab zur Feier des Abends eine Runde Grappa aus.
Wir lernten auch die anderen Übernachtungsgäste kennen, darunter die Mitglieder eines italienischen Fotoclubs, zwei Holländer, die sich für 2 Wochen zum Klettern und für "Homeoffice abroad" eingemietet hatten, ein Paar auf der Schweiz das auf dem Dolomitenhöhenweg #1 unterwegs war und eine Familie aus Sizilien, die zum ersten mal in den Bergen und auf einer Hütte war und dachte, das sei da jeden Abend so. Irgendwann verschwand der Fotoclub und wir dachten, die sind schon ins Bett gegangen.

Weit gefehlt, denn eine Stunde später kam die Truppe wieder in den Speiseraum und fragte, warum eigentlich keiner draußen sei, um die Milchstraße zu bewundern. Es sei sternenklar und sie hätten sie beim Aufgehen fotografiert.
Grmpflmpfgrrrrrrr - wir hätten vielleicht auch noch mal aus dem Fenster sehen sollen - selber schuld.

Also schnell nach oben, warm anziehen, Kamera für Milchstraßenfotos einstellen, den Tracker aufs Stativ schrauben, Hüttenschuhe aus, Wanderschuhe an und dann ab nach draußen.

Und dann kam der zweite WOW Moment des Abends. Wir waren schon an vielen Orten weit ab von der Zivilisation, an denen man die Milchstraße wirklich gut sehen kann, z.B. auf Tauchsafaris mitten im Roten Meer, aber so eine Sternenpracht und Dichte hatten wir schon lange nicht mehr gesehen.


Blick nach oben


De Milchstraße stand leider schon im Zenit und damit war es für die geplanten Starscapes mit dem ganzen Bogen leider schon zu spät. Aber für ganz normale Aufnahmen war immer noch Zeit. Also steuerten wir den ersten nachmittags ausgesuchten Platz an und versuchten, den Tracker auszurichten.
Wir haben das schon öfters gemacht, man muss einfach nur den Nordstern leicht oben links von der Mitte im Sucher-Röhrchen sehen und dann passt das. Dazu visiert man den Nordstern grob an und dreht dann so lange an den Schräubchen des 3 Wege Neigers, bis er an der richtigen Stelle im Sucher steht.
Diesmal haben wir es allerdings vor lauter Sternen einfach nicht geschafft, den Nordstern durch dieses kleine Guckloch zu finden, denn da waren - im Gegensatz zu heimischen Gefilden immer irgendwelche Sterne zu sehen und es war unmöglich zu sagen, ob wir den Nordstern erwischt hatten oder nicht. Vielleicht waren wir auch ja auch einfach nur sternhagelblau 😝, die 60 Sekunden Testaufnahmen mit 35mm (KB) waren jedenfalls immer verwischt.
Ich beschloss daher, dann halt einfach nur ein paar Einzelbelichtungen ohne Tracker zu machen und diese hinterher zu stacken.  Dabei ist dann folgendes heraus gekommen:
 


Milchstraße über den 5 Torri, Tom hat den Vordergrund ein wenig beleuchtet

 


Zentrum der Milchstraße mit Jupiter und Saturn

 


Milchstraße über Averau und Nuvolau

 

Als wir beim geplanten Platz für die Star Trail Aufnahme ankamen, zog es sich dann aus Nordwesten leider wieder zu, so dass wir unsere Sachen zusammen packten und ins Bett gingen. Wer weiß, vielleicht würden wir morgen Nacht ja auch wieder Sterne sehen können. Der Wecker wurde auf 5 Uhr gestellt, da die Sonne um 6:20 aufgehen sollte und ich davor auf eine schöne Morgendämmerung mit Nebelschwaden hoffte, es war also eine kurze Nacht.

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Die Nacht im Stockbett war kurz, stickig und eng, weil man uns nur eines der beiden Stockbetten im Zimmer bezogen hatte und auf das obere (meines) hatte der beste aller Ehemänner nach dem Regenbogen und in Eile die Crema Catalana nicht ganz kalt werden zu lassen, seine nassen Klamotten gelegt. 🥴
Er war dann aber immerhin so nett, mich unten bei sich zu beherbergen. Mit einem Bein draußen um nicht raus zufallen ging das auch. Bloß gut, dass wir uns nicht das obere Bett teilen mussten. Da es da unten drinnen stickig war, wollte ich bei offenem Fenster schlafen ... bis mich der nächste Regenschauer im Gesicht getroffen hat.

Um 5 waren wir beider wach und fühlten uns wie gerädert. Tom beschloss auf den Sonnenaufgang zu verzichten und statt dessen noch ein Stündchen mit mehr Platz zu schlafen. Weichei!

Unser Fenster ging nach Westen, der Himmel war klar und ich wusste nicht, ob sich das überhaupt rentieren würde, deshalb bin ich erst mal nur in Hüttenschuhen aber mit Kamera runter auf die Terrasse getappst. Es war noch relativ dunkel und Schweine-kalt aber schon der erste Blick aus der Hüttentüre nach Osten Richtung Antelao und Croda da Lago zeigte, dass sich das frühe Aufstehen gelohnt hatte.


das ist übrigens ein auf 16:9 beschnittenes JPG mit meinem eigenen Sonnenuntergangs-Rezept - Freihand geknippst

 

Also schnell wieder hoch ins Zimmer, warm angezogen weil wirklich ganz schön kalt (5 Grad), das Stativ und Knipse gepackt, Bergschuhe an und ab nach draußen.
Die folgenden Aufnahmen sind rund um die Hütte gemacht. Alle sind aus Belichtungsreihen entstanden, teilweise als Panorama. Manche sind heller ausgearbeitet, manche dunkler,  je nachdem was mir passend schien.

Der kleine Blick nach Osten auf die Croda da Lago und den Beco de Ra Marogna, links davon der Wanderweg zum Passo Giau

 

Blick auf die 5 Torri vor der Morgendämmerung, rechts dahinterdie Sorapiss Gruppe

 


5 Torri und Tofane

Es war erst kurz vor sechs, der Himmel langweilig  und bis zum Sonnenaufgang würde es noch etwas dauern, deshalb beschloss ich, mir im Frühstücksraum erst mal einen Cappuccino aus der Selbstbedienungs-Maschine zu gönnen und mich wieder aufzuwärmen.

Und damit komme ich zu meinem einzigen Kritikpunkt an der Hütte: Der Kaffee zum Frühstück (und wirklich nur dieser) war enttäuschend, selbst der Espresso schmeckte, als hätte man eine Bohne mit Lichtgeschwindigkeit dran vorbei geschossen.

 

 

 

Edited by acahaya
Zeit korrigiert, Kamera war auf Winterzeitt

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vor 16 Minuten schrieb acahaya:

auf das obere (meines) hatte der beste aller Ehemänner nach dem Regenbogen und in Eile die Crema Catalana nicht ganz kalt werden zu lassen, seine nassen Klamotten gelegt. 🥴

immer die gleichen Tricks, um die Mädels ins Bett zu kriegen ...

vor 17 Minuten schrieb acahaya:

Er war dann aber immerhin so nett, mich unten bei sich zu beherbergen.

;) funktioniert doch immer wieder :D 

P.S. Katalogverdächtige Bilder!

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Gut dass der Cappuccino nix war, denn so bin ich recht schnell wieder nach draußen und siehe da, von Westen zogen im Eiltempo ausgesprochen dekorative Wolken auf.


Wolken über den Tofane

 

Kurze Zeit später fingen dann Gusella, Nuvolau und Averau freundlicher Weise auch noch an zu glühen, das war wirklich wie bestellt. Es hielt nur leider nicht sehr lange an, da die Wolken weiter in Richtung aufgehender Sonne zogen.

 

Gusella und Nuvolau

 

Leopardenfleckenwolken und Enrosadira am Averau, rechts neben der kleinen Hütte fotografiert der italienische Fotoclub

 

Kurze Zeit später fingen diese Wolken hinter den 5 Torri an, stellenweise  rot zu leuchten. Leider war das aber auch recht schnell vorbei. Ich stand mittlerweile bei der italienischen Fotogruppe, um mal eine andere Perspektive auszuprobieren.


5 Torri und leuchtende Wolken Edited by acahaya

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Am 12.10.2020 um 22:47 schrieb acahaya:

Die Berge sind bei mir auch immer etwas höher als in Wirklichkeit

Ähem, was bedeutet das? Bildbearbeitung? Tiefer Standpunkt? Würde mich mal interessieren.

Und dann noch: ein toller Bericht und phantastische Fotos! Gefallen mir ausgesprochen gut, und das Licht habt Ihr wunderbar eingefangen!

 

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vor 24 Minuten schrieb Andi.W:

Ähem, was bedeutet das? Bildbearbeitung? Tiefer Standpunkt? Würde mich mal interessieren.

Durch Bildbearbeitung. Ich skaliere in LR so dass alles etwas höher und schmaler ist und beschneide dann entsprechend. Oder ich selektiere und transformiere Bildteile in Photoshop, wenn etwas im Vordergrund ist, das ich nicht verändern möchte.

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Ein wenig später fand Sonne dann eine Lücke in den Wolken, um ganz kurz mal ihre Strahlen in unsere Richtung zu schicken. Dann wurde sie wieder von den Wolken geschluckt.


Ach Mist da ist ein Blendenfleck

 

In die andere Richtung sah der Himmel auch nicht schlecht aus aber irgendwie fehlten ein paar sonnenbestrahle Spots auf den Bergen


Wolken über den Tofane, oben schön, unten langweilig

 

Da klar war, dass die Sonne nicht mehr herauskommen würde, kletterte ich wieder nach oben und hielt in Richtung Westen Ausschau nach spannenden Motiven. Der Blick auf die Wolken und die Gipfel des Naturparks Puez Geisler , die zwischen dem Sass de Stria und dem Lagazuoi im Sonnenlicht strahlten, schien vielversprechend und tatsächlich ergab sich durch Licht, Schatten, Berge und Wolken eine spannende Bildkomposition.


Shangri La?

 

Bis zum Anschlag hinein gezoomt konnte man tatsächlich vorne den Sassongher und dahinter die Geislergruppe sehen. Auf deren anderer Seite würden wir die letzten Tage der Reise verbringen.


Der Sassongher

 

So, von jetzt an hat die Flut der Kitschbilder ein Ende, denn zum einen spielte das Wetter nicht mehr so richtig mit und zum anderen hatten wir unser Fotografenglück schon zur Genüge strapaziert und waren meist zur falschen Zeit am richtigen Ort oder anders rum. Es geht jetzt also mit ganz normalen Wanderbildern weiter.

 

Edited by acahaya

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