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Standardzoom vs. Festbrennweite(n)


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Hallo zusammen,

Ich möchte in diesem Thread ein bisschen mit euch philosophieren, von euren Erfahrungen profitieren und mal einen Einblick bekommen, wie es anderen mit dieser Thematik so geht. Oder gerne auch dazu anregen, dass ihr eure ersten Gedanken dazu hier mit der Community teilt.

Ich bin vor einiger Zeit von mFT (Panasonic G81) auf Vollformat (Sony A7R3) umgestiegen, primär wegen mehr Freistellungspotenzial, besserer Auflösung (Landhschaften) und des Rauschverhaltens.
Obwohl ich im Grunde - haben wollen und haben müssen sind zwei Paar Schuhe ;) - sehr zufrieden war.
Ich hatte das Olympus 12-40mm f/2,8, optisch spitze. Bis auf die Möglichkeit, ordentlich freizustellen, sobald ich mal nicht auf sehr wenig Abstand zum fokussierten Motiv gehen konnte.
So fing es dort schon an, dass ich regelmäßig das Pana 25mm f/1,7 mitgeschleppt habe, um für diese Gelegenheiten gerüstet zu sein. Auch dieses bietet gute Bildqualität, dennoch war das Oly besser. Und ich laufe bewusst flexibel mit Standardzoom rum, um mir dann nach wie vor mit Spezialisten auszuhelfen.
Ich wähnte mich mit Vollformat gelöst von diesem Konflikt, das Tamron 28-75mm f/2,8 schien die ausreichende Lösung. Nun sitze ich bereits wieder mit dem Sigma 35mm f/1,4 hier (bewusst von dem Pana 25mm f/1,7 weitwinkliger geworden), das Thema ist aber dasselbe. Ich genieße die größere Offenblende, sowohl lichstärke- als auch freistellungstechnisch.
Die Frage, die sich mir damals stellte, taucht jetzt wieder mehr und mehr auf, je länger ich darüber nachdenke: brauche ich ein Standardzoom? In all dem Wahnsinn muss erwähnt sein: ich bin Amateur, keine Auftragsarbeit. Jedenfalls bis jetzt nicht. Und wenn, dann auch nicht mit dem Ziel, meinen Lebensunterhalt damit zu bestreiten. Ob ein Bild jetzt den 35mm-, 50mm- oder 70mm-Look hat, wird am Ende nicht kriegsentscheidend sein. Alle Brennweiten erlauben schöne Fotos auf ihre Weise.
Ich möchte (Teile) meine(r) Ausrüstung zwingend mit zum Wandern nehmen, wo sich für mich ein Dreigestirn herauskristallisiert:
Sony 12-24 f/4
Tamron Standardzoom oder Sigma 35mm
Tamron 70-180 f/2,8

Die Lücke 25-34mm ist irrelevant. Entweder gehe ich mit 24mm näher ran, ich croppe das Foto oder ich gehe mit 35mm eben weiter zurück.
Wie sieht es von 36-69mm aus? 50mm sind wieder anders. Aber denen komme ich, denke ich ;), auch mit 70mm dann wieder für mich zufriedenstellend nah. Zwischen "kleinen" Brennweitenunterschieden (Achtung, persönliche Meinung) wie 35, 40 oder 45mm lohnt es sich für mich nicht zu unterscheiden.

Wie gesagt - ich erwarte keine Lösung. Die gibt es nicht. Ich möchte diskutieren und philosophieren. Antworten wie "Das musst Du doch selbst wissen, was für eine unsinnige Frage" sind dementsprechend nicht zielführend. :)

Wie seht ihr das? Bitte zerreißt mich gern in all meine Einzelteile, ich freue mich auf eure Meinungen.

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Ein 35 f1.4 würde ich nicht zum wandern mitschleppen. Was soll ich damit?  Zum wandern nehme ich Zooms mit. Nicht immer dasselbe. Dieses Jahr war ich schon mit der  A7RIII mit 24-105 unterwegs. Fand ich zweckmässig. Mehr WW habe ich nicht mal vermisst.  Als ich allerdings anderswo mit dem 16-35 in Kombination mit 70-300 unterwegs war, hätte ich eine noch kürzere Brennweite brauchen können aber im grossen und ganzen passte das 16-35 sehr gut.

Das 12-24mm ist ein wirklich sehr spannendes Objektiv aber oft zu extrem mit den 12mm. Probiers aus. Ich nutze das nur zusammen mit einem Standardzoom.

Ein 70-180 oder ein 70-200 finde ich für Wanderungen wenig spannend. Zu schwer für die kurze Brennweite. Ich sehe für mich keinen Einsatzzweck. Wenn schon schleppen, dann lieber das 100-400. Das taugt für Telemakro oder zum Teil auch Tiere.

Ein Standardzoom ist für mich elementar auch wenn ich das alles auch mit FBs abdecken könnte. Mache ich dann wenn ich freistellen will oder zuwenig Licht habe. Sonst nicht. Wofür? Um sich selbst zu quälen?

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Hallo Marb,

willkommen im Club der "Fotoinfizierten" 😉! So wie Dir geht es mir ähnlich, nur anders ist meine Geschichte.

Derzeit habe ich kein "Standard-Zoom" (seit 2 Jahren, als ich meine A7I verkauft habe). Aus Sicht des "Hobby-Fotografen" war dies das Beste, was ich getan habe. Erst mit dem Verkauf des Zooms war ich gezwungen, mich mehr mit den FB's auseinander zu setzen. Das heißt, dass es technische Vorteile für FB's gibt, aber man muß auch das passende Bild damit erstellen.

Ich habe mit preiswerten Objektiven angefangen, und mir teurere gekauft, wenn meiner Meinung nach Lücken waren (wobei ich versucht habe, das Thema Blendenöffnung zurückzudrängen, und mir bewußt Beispielbilder angesehen habe, wobei die Foren ein Ausgangspunkt sind).

Ich habe nun einige Objektive, was mich weniger stört. Für Urlaube/Touren nehme ich nur wenige mit (das war früher nicht so). Bei Weitwinkel bin ich mit einem Zoom glücklich, wenn es um Landschaft und/oder Architektur geht. Alternativ habe ich das FE 28/2 und das Loxia 35/2. Beide haben ihre Berechtigung, letzteres ist wirklich toll; solange man nicht Party bei schlechtem Licht im Fokus hat.

Bei den 50ern habe ich etliche, und ich würde das FE 55/1.8 lieber behalten als das Arts 50/1.4 (das ist optisch eine Klasse höher, aber halt AF-technisch im Dunkeln nicht benutzbar). In diesem Brennweitenbereich wird auch Altglas interessant, da hat jeder seine Vorliebe.

In Richtung Tele lerne ich ständig, da habe ich einige Objektive. Das FE 85/1.8 kann ein 70-200/4 in einigen Aspekten ersetzen; ich habe ein entsprechendes EF-Zoom mit Blende 4. Mein manuelles Samyang 85/1.4 hat ein schöneres Bokeh als das 85er Sony, aber seine Schärfe hängt so hinterher, dass es nicht wirklich besser ist (es kostete auch nur die Hälfte).

Für mich wichtig ist auch ein gutes Makro. Ich habe die EX-Version des 105er Sigmas. Auch wenn es wenige reviews dazu gibt, damit kann man gut arbeiten. Einziger Wermutstropfen ist der kleine Drehwinkel (damit ist es leider im Club mit allen AF-Makros derzeit). Kürzere und preiswerte Makros wie 50er für KB haben mich  hinsichtlich BQ und deren Möglichkeiten nicht überzeugt. Das Minolta AF 50/2.8 Makro war qualitativ ein positiver Ausreißer.

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vor 3 Minuten schrieb Rolfneck:

Bei den 50ern habe ich etliche, und ich würde das FE 55/1.8 lieber behalten als das Arts 50/1.4 (das ist optisch eine Klasse höher, aber halt AF-technisch im Dunkeln nicht benutzbar).

Das liegt dann aber an der Kamera und nicht am Objektiv. Ich habe das Sigma 1.4/50 Art auch. Das habe ich schon bei Events bei wirklich miesem Licht eingesetzt und zwar problemlos.

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Hallo Octane,

mir ging es nur um den kleinen Unterschied von F=1.4 und F=1.8 im Dunkeln. Augen-AF und solche Dinge versagen bei beiden Blenden, und die halbe Blende mehr beim Sigma bringt AF-technisch halt nichts. Wenn der AF bei Offenblende nicht korrekt ist, nutzt die halt nichts. Ich gehe lieber mit der ISO ein wenig nach oben, und wähle eine kleinere Blende. Das kann aber an meinen Einstellungen liegen (und natürlich daran, dass ich ein EF-Sigma habe).

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vor einer Stunde schrieb Marb:

Wie seht ihr das?

Ich ging/gehe im Kopf auch immer wieder durch, welche Zooms ich bräuchte, um einen möglichst weiten Bereich abzudecken.
Glücklicher bei einer Fototour bin ich jedes mal wieder mit zwei Festbrennweiten an zwei Kameras in der Tasche (oder einem Zoom und einer Festbrennweite).
Wenn ich mich darauf begrenze, habe ich auch nicht jedesmal das Verlangen, unbedingt genau das andere Objektiv in der Tasche nutzen zu wollen, das nicht auf der Kamera steckt.

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Du leidest unter einer Doppelinfektion, erstens "das Gras ist immer grüner, auf der anderen Seite des Zauns" ... und zweitens GAS

beides führt dazu, dass man grundsätzlich nie zufrieden wird .... wobei der Zug durch die immer neuen Objektive und Kameras durchaus Spass machen kann, wenn man sich das leisten kann und will

Ich rate unabhängig von der obigen Diagnose dazu, nicht die perfekte Ausrüstung für alles anzustreben, sondern eine Basis zu schaffen, aus der Du das perfekte Setup für die geplante Anwendung zusammenstellst und mitnimmst.

Natürlich braucht man ein Standardobjektiv .. aber halt nicht immer, manchmal ist das 1,4/35 halt die bessere Lösung. Hast Du beides im Schrank, kann nichts mehr schiefgehen. Die für mich wichtigste Erkenntnis war, dass man nicht alles in der Fototasche mitschleppen muss ;) 

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1 hour ago, Marb said:

Wie seht ihr das?

Bei mir verhält sich die jeweilige Wahl des Objektivtyps erfahrungsgemäß etwa folgendermaßen:

Je zweckgebundener und vorbestimmter (nicht seitens der Brennweite) der Einsatz, desto eher greife ich zu Zooms. Bspw. zwecks umfassender Dokumentation einer bestimmten Aktion oder mit dem Ziel ein vorab festgelegtes Gebäude abzulichten. Das Abdecken eines größeren Brennweitenbereichs ist mir dabei meist wichtiger als Lichtstärke oder Packmaß. Fotografiert wird dabei so gut wie sicher.

Je freier und unbestimmter, desto eher greife ich zu Festbrennweiten – häufig nur zu einer. Bspw. bei einem Spaziergang, Besuch einer Ausstellung oder einer komplett ungezwungenen Fototour. Leichtigkeit in Form hoher Kompaktheit ist dabei entscheidend und die meist höhere Lichtstärke bringt Flexibilität seitens (teils unvorhersehbarer) Lichtbedingungen und natürlich mehr mögliches Spiel mit der Schärfentiefe als Bonus. Fotografiert wird dabei nur sofern sich etwas Reizvolles ergibt und das kann eben auch mal nichts sein.

Auf dein Wanderbeispiel bezogen, zöge ich ein ähnliches Setup wie von dir erwähnt, bei mir wichtigen „unwiederbringlichen“ Destinationen in Betracht (bei manchen Urlaubszielen beispielsweise) oder vorab geplanten Aufnahmeszenarien im dortigen Gebiet. Bei einer „normalen“ Wanderung käme ich allerdings im Traum nicht auf die Idee all das Zeug mitzuschleppen und da rutscht dann eben nur die Kamera mit Festbrennweite in den Rucksack oder gar nur die Hosentasche.

Ich bin froh, dass es je nach Einsatz beides gibt – (Standard-)Zooms und Festbrennweiten. Freude an den Ergebnissen erzeugen zweifellos beide. Mehr Freude beim Fotografieren selbst habe ich jedoch üblicherweise mit Festbrennweiten.

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Ich halte es ganz ähnlich wie Octane es beschreibt (mit dem Zusatz, dass ich auch Mft mitnehmen kann). Beim Wandern immer Mal wieder das FE35/1.8 dabei weil es so klein/leicht ist. Man macht dann halt wirklich nur ein kleineres Spektrum der Fotos, geht aber ganz ok. Das Sony12-24 habe ich auch schon mitgenommen, dann aber alles bei 24mm gemacht. Ganz klar die schlechtere Variante ausser man kommt in eine Kirche beim Wandern...

Also bleibt das Sigma24-70/2.8 - schwer aber dafür sehr flexibel. Wenn ich es nicht wegen low light gekauft hätte würde ich zum Wandern wohl eher das Sony24-105 mitnehmen/kaufen. Beim Wandern finde ich jetzt Blende 2.8 nett aber nicht Mal so oft nötig, also Blende 4 geht auch ganz gut.

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vor 6 Stunden schrieb flyingrooster:

Je zweckgebundener und vorbestimmter (nicht seitens der Brennweite) der Einsatz, desto eher greife ich zu Zooms. Bspw. zwecks umfassender Dokumentation einer bestimmten Aktion oder mit dem Ziel ein vorab festgelegtes Gebäude abzulichten. ...

(...)

Je freier und unbestimmter, desto eher greife ich zu Festbrennweiten – häufig nur zu einer. Bspw. bei einem Spaziergang, Besuch einer Ausstellung oder einer komplett ungezwungenen Fototour.

Bei mir geht es im KB-Bereich gerade umgekehrt zu - freilich abgemildert dadurch, daß ich selten mit FB losziehe, ohne das Standardzoom (24-105 OSS G) mit dabei zu haben.

Aber je genauer ich weiß, was ich vorhabe, desto eher neige ich dazu, ein oder maximal zwei FBs mitzunehmen und das Zoom wenn überhaupt nur zur Sicherheit, man will ja nichts verpassen. Das 24-105 könnte vieles auch alleine abdecken, wäre da nicht die Einschränkung durch die Lichtstärke/Blende, die sich sowohl bei Dunkelheit als auch bei Freistellung bemerkbar macht. Meine frühere Skepsis gegenüber Zooms bei der Qualität hat sich mit dem 24-105er weitgehend gelegt, obwohl ich den Eindruck habe, daß die guten FBs von Sony zumindest bei Auflösung von 42 MP immer noch ein bißchen mehr Qualität liefern - die ich praktisch kaum benötige, aber ein bißchen Fetisch muß schon sein.

Wieder anders handhabe ich die Dinge im MFT-Bereich. Den habe ich nach Anschaffung von KB beibehalten, weil ich mit den mittelguten Zooms 7-14 und 14-140mm zu lächerlich geringem Gewicht (ziemlich genau 1kg) und ebenso geringem Platzbedarf einen unglaublichen Brennweitenbereich abdecken kann: 14 - 280mm äquivalent! Damit bin ich dann, wenn ich nicht weiß, was auf mich zukommt, auf fast alles vorbereitet, und fürs Dunkle kann ich noch das 20/1.7 in die Hosentasche stecken. Nicht, weil es als FB auch ziemlich gut ist, sondern weil klein und hell. Bei MFT verzichte ich zugunsten kleineren Gewichts, Volumen und Preises auf die maximal dort erreichbare Qualität - die kann ich mit KB-Festbrennweiten immer noch übertreffen. Für den von mir wenig genutzten Telebereich beschränke ich mich weitgehend auf MFT-Zoom bis äquivalent 400mm. Bei KB lasse ich es mit dem gelegentlichen Einsatz eines 200mm-Altglases (Canon FD 200/2.8) bewenden, das ist mir aber meistens schon zu dick und zu schwer. Meine Bandscheiben haben schon genug Dienstjahre auf dem Buckel. Und das FD 200/4 ist wirklich schon bei einer Stufe Abblendung ziemlich gut. Aber ich mache auch weder Sport noch Wildlife und auch keine Safari, da kann ich es etwas gemächlicher angehen lassen.

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Für Spaziergänge/Wanderungen nehme ich gerne die Canon EOS RP mit einem Tamron 28-300mm mit. Das ist für mich der beste Kompromiss aus Gewicht,Größe und technischer Bildqualität. Seit ich das 28-300mm habe, liegen die f/2.8 Standartzooms im Schrank. Ab und zu gesellt sich noch zum 28-300mm ein 2.5/50mm Makro dazu. Bei gezielten Themen kommen Festbrennweiten zum Einsatz, dafür bleibt das Megazoom zuhause. Möchte ich es noch leichter beim Spaziergang haben, kommt eine 1 Zoll Bridgekamera zum Einsatz. :)

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vor 8 Stunden schrieb flyingrooster:

...

Je zweckgebundener und vorbestimmter (nicht seitens der Brennweite) der Einsatz, desto eher greife ich zu Zooms. Bspw. zwecks umfassender Dokumentation einer bestimmten

Je freier und unbestimmter, desto eher greife ich zu Festbrennweiten –

 

 

vor einer Stunde schrieb micharl:

Bei mir geht es im KB-Bereich gerade umgekehrt zu - freilich abgemildert dadurch,

Aber je genauer ich weiß, was ich vorhabe, desto eher neige ich dazu, ein oder maximal zwei FBs mitzunehmen und das Zoom wenn überhaupt nur zur Sicherheit, man will ja nichts verpassen.

...

Gegensätzlicher und zugleich zutreffender könnte es kaum sein. Ich verfahre nach beiden Auswahlmethoden - egal ob MFT oder KB - mache es davon abhängig, ob das oder die Motive sich bewegen oder statisch sind und wie ich mich zum Motiv bewegen kann.

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Ein spannendes Thema! Bei dem man möglicherweise nach einer Weile (ein paar Jahren) merkt, dass man gar nicht so viel braucht.

Bei mir haben sich folgende Grundausstattungen ergeben:

Bei Touren z.B. im Urlaub, wo man möglicherweise nicht ein weiteres Mal hinkommt:
Als Basis MFT mit UWW (FT 18-36 auf KB umgerechnet) und vor allem MFT 24-200 und wenn mit Tieren zu rechnen ist FT 100-400 mit 1.4 und 2.0-Konverter
plus KB für Freistellung mit 1,8/35 (sonst nichts!)

Bei Touren z.B. im Urlaub, wo man immer mal wieder hinkommt:
Als Basis MFT mit 24-200 auf KB umgerechnet  ODER  Pana FZ1000 (25-400)  ODER  Sony RX100VI (auch 24-200)
plus KB für Freistellung mit 1,8/35 (sonst nichts!)

Bei Touren vor der Haustüre ohne konkretes Ziel:
MFT mit 24-200 auf KB umgerechnet  ODER  Pana FZ1000 (25-400)  ODER  Sony RX100IV (auch 24-200)
oder KB mit 1,8/35 (sonst nichts!)
oder KB mit nur einer Festbrennweite, meist Altglas 20 oder 24 oder 28 oder 35 oder 50 oder 85 oder 100 oder 200mm, um die jeweilige Brennweite intensiv kennen zu lernen oder erneut damit zu üben...

Ich hatte auch überlegt, nur ein System zu nutzen.
Davon bin ich abgerückt, zu groß wären mir dann die Kompromisse.
Jetzt liegen angefangen mit der "quirligen" Sony RX100VI von gaaanz klein und gaaanz leicht (etwas über 300g) bis zu KB mit schweren Festbrennweiten alle Optionen auf dem Tisch. Das möchte ich nicht mehr missen... sozusagen von völlig unbeschwert (im doppelten Sinne) bis "intensiv".
MFT ist dabei der goldene Mittelweg für mich, und ich verwende MFT am häufigsten. Daher hoffe ich, dass MFT weiterentwickelt wird und vor allem den Auflösungsrückstand deutlich verringert.

Edited by 43nobbes
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1 hour ago, rostafrei said:

[…] mache es davon abhängig […] wie ich mich zum Motiv bewegen kann.

Gute Anmerkung – dies ist auch bei mir ein entscheidender Punkt.

Bei meinen "zweckgebundenen" Aufnahmen, weiß ich dies oft nicht bzw. bin ich häufig eingeschränkter in der Wahl des Aufnahmestandpunktes und daher bevorzuge ich dabei meist Zooms. Wogegen die "ungezwungeneren" Aufnahmen eher reportageartiger Natur sind, ich mich freier um die (meist auch näheren und kleineren) Motive bewegen kann und ein fester Bildwinkel dabei weniger einschränkt.

Bei anderen Motiven mag man die Sache wiederum anders einschätzen. Vielleicht erklärt dies auch die fast gegensätzliche Vorgehensweise im Vergleich zu @micharls. Interessanterweise nehme ich auch mal "zur Sicherheit" eine Festbrennweite zu den Zooms mit, aber praktisch nie ein "Sicherheits-Zoom" zu Festbrennweiten, wie er es macht. Ein merkwürdiger Zeitgenosse … 😜

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vor 2 Stunden schrieb rostafrei:

ob das oder die Motive sich bewegen oder statisch sind

Wenn das Ziel bekannt ist, sind natürlich auch die Dimensionen des Motivs für die Wahl der Brennweite wichtig. Eine Landschaft bedeutet große Dimensionen, also eher eine große Varianz der Brennweite mit eher weniger Priorität auf die Lichtstärke - also eher ein Zoom.
Ein Waldbild im Nebel - zwar große Dimensionen, aber auch eher Lichtstärke, IBIS oder Stativ. Hier könnte sowohl ein Zoom mit Bildstabilisator oder eine lichtstärke weite Festbrennweite von Vorteil sein.
Ein Blatt, Grashalm, Spinnennetz im ersten Licht eines Morgenspaziergangs - wäre für mich eher ein Fall für eine Festbrennweite mit kleiner MFD.

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Hi,

als APS-C-Sony Nutzer habe ich mit einem Suppenzoom, später dann Universalzoom (16-70 f4) angefangen. Nachdem ich so nach-und-nach meinen Objektivpark erweiterte, wird inzwischen das ehemals unverzichtbare Zoom, immer häufiger durch die FBs abgelöst. Zu sehr stören mich die leidliche Qualität, fehlende Lichtstärke und damit auch fehlendes Freistellungspotenzial, sowie auch das unschöne Bokeh des Zooms.

Und so habe ich inzwischen komplette Familienfeiern und Städtebummel mit einer einzigen FB bestritten. Hier kamen sogar mal mein manuelles Samyang 21mm f1,4 zum Zuge, meist aber 35mm f1,8 oder das neue Sigma 56mm f1,4. Das ist mir oft zwar zu lang, aber ein echtes Freistell-Monster!

Inzwischen würde ich gerne das neue 16-55mm f2,8 Zoom haben, nur ist es mir einfach zu teuer. Für den gleichen Preis bekäme man schon ein KB-Zoom mit f2,8.

Auf KB hätte ich wohl am liebsten so etwas, wie ein 24-70 f2,8 - damit würde ich bestimmt 2 Festbrennweiten erübrigen.

Im UWW Bereich habe ich ein 10-18 f4, das ich behalten werde, solange ich bei APS-C bleibe. In diesem Bereich geht für mich nichts über ein Zoom!

Edited by droehnwood
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Am 3.10.2020 um 00:50 schrieb Rolfneck:

Augen-AF und solche Dinge versagen bei beiden Blenden, und die halbe Blende mehr beim Sigma bringt AF-technisch halt nichts.

Das hat mit  nichts mit dem Objektiv zu tun, sondern mit der Kamera. Der Augen AF funktioniert mit dem Sigma 50 f1.4 einwandfrei mit einer Alpha 9.

Am 3.10.2020 um 00:50 schrieb Rolfneck:

Das kann aber an meinen Einstellungen liegen (und natürlich daran, dass ich ein EF-Sigma habe).

Ja genau daran liegt es. Du kannst doch nicht sagen, dass das 50er Sigma nicht benutzbar sei im Dunkeln und beiläufig erwähnst du dann, dass es sich um ein adaptiertes EF Objektiv handelt? Die  FE Version des Sigma 50 mm f1.4, die ich seit zwei Jahren habe, hat einen sehr guten AF, der sich nicht von dem eines Sony Objektivs unterscheidet. Er ist sogar schneller als der AF des FE 85 f1.4 GM .

 

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Mir gehts ähnlich wie @droehnwood. Als APS-C User nervt mich die fehlende Lichtstärke der Zooms. Ich bestreite meine Fototouren mit 16F1.4 und 30F1.4 und mir fehlt eigentlich nix, vor allem wahrscheinlich weil ich nichts anderes gewohnt bin 😅. Ganz am Anfang, als es für die Nex nur das 50F1.8 gab war das das Immerdrauf und es hat auch funktioniert. Ich mach aber auch mehr Städtetrips als Wanderungen, eventuell liegts daran. Für Langzeitbelichtungen nutze ich noch das Kitzoom weil mein ND Filter da halt drauf passt. Das 55210 kommt nur in Ausnahmefällen an die Kamera.

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  • 4 weeks later...

Oh weh, Standardzoom vs. FB das ist eine sehr komplexe Angelegenheit.

Auf der einen Seite möchte man die BQ und Lichtstärke der FBs haben und auf der anderen Seite die Flexibilität von Zooms – dann kommt natürlich auch noch das Gewichtsproblem dazu.

Ich fotografiere seit ca. 12 Jahren mit KB-Kameras, angefangen mit der Nikon D700 über die D3X dann Wechsel zu Sony zu den A7R und A7RII. Getrieben wurde ich durch das Jeweilige Gewicht des Systems Kamera/Objektiv, wobei mein Rekord die D3X/24-70F2,8 als Standardzoomkombination war – die möchte keiner länger mit sich rumschleppen.

Auch war die BQ des Nikon 24-70F2,8 noch nicht auf dem Stand einer FB. Beim Nutzen von FB hat mich immer der Objektivwechsel abgeschreckt, da bin ich nach wie vor faul – schäm.

Aber heute sieht das alles doch etwas anders aus. Was BQ angeht sind einige Zooms absolut auf FB-Niveau, so z.B. das 16-55 F2,8 von Sony (APS-C). Auch das Sony 24-105 F4 für die A7er-Reihe ist seitens BQ absolut auf der Höhe. Hier kann man noch viele andere Zooms erwähnen die wirklich spitze sind (Tamron, Sigma etc.) Auch die Lichtstärke von vielfach 2,8 ist nicht zu verachten.

Dennoch, für ein wirklich gutes 3 bis 5-fach-Zoom mit gute BQ und Lichtstärke muss man zumindest im KB-Bereich viel Gewicht schleppen. Die dortigen Hersteller tricksen hier mit einem doch eher eingeschränkten Zoombereich um nicht zu viel Gewicht und Größe aufzubauen.

Ein gutes 3 bis 5fach-Zoom mit einer akzeptablen Lichtstärke guter BQ und einem kleinen Gewicht gibt es eigentlich nur im MTF-Bereich. Sony im APS-C Sektor war bisher nicht in der Lage so ein Objektiv anzubieten. Das bekannte 16-70F4 ist seitens BQ grottig. Nicht viel anders das 18-135, von den anderen mal ganz zu schweigen. Einzig das 16-55F2,8 kann absolut überzeugen – ist aber groß, schwer und auch noch recht teuer – und das alles auch noch ohne Bildstabilisierung.

Ich habe für mich das MFT-Format entdeckt – hier bekomme ich tatsächlich Zoomobjektive die in einer ähnlichen Liga spielen wie viele FB gepaart mit einer anständigen Lichtstärke von F 2,8 und das geringe Gewicht der MFT-Zoomlinsen ist vielfach mehr als akzeptabel.

Übrigens – meine Lumix GX9 mit 12-35F2,8 produziert deutlich schärfere Bilder als meine A7RII in Kombination mit dem sehr mäßigen 24-70F4. Noch gravierender ist der Qualitätsabfall bei meiner A6400 in Kombination mit dem noch schlimmeren Zeiss 16-70F4 – ich weiß gar nicht warum die Fa. Zeiss ihren Namen für solche Linsen hergegeben hat, aber das ist ein anders Thema.

 

Edited by lehmannudo
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1000 Fotografen, 2000 Meinungen...

Mein "normales" Fotogepäck beschränkt sich nun seit vielen Jahren auf ein paar ausgewählte Festbrennweiten. Je nach dem, was ich fotografieren will, sind das ein 15mm f4,5, 28mm f2, 50mm f2 und 90mm f2,5, manchmal noch ein 200mm f4. Wenn ich mich in bekannten Gefilden bewege, kann es aber auch sein, dass ich nur eine einzige Brennweite mitnehme, gerne z.B. ein 85mm f2. Als jemand mit Scheuklappenblick bevorzuge ich längere Brennweiten. :cool:

Ganz anders sieht es aus, wenn ich Architektur fotografiere. Dann sind die 17mm und 24mm Tilt-Shift-Objektive Pflicht, aber meist auch das 400mm f5,6 mit Konvertern. Sicherheitshalber vielleicht noch das 50mm f2 zusätzlich. Auch für manche Landschaften sind die Tilt-Shift-Objektive Pflicht.

Wenn ich mit anderen unterwegs bin, die eher wenig Verständnis für Fotografie und stundenlange Objektivwechsel haben, dann kommen die Zooms in die Tasche, das 24-105mm f4 sowie das 70-200mm f4. Vielleicht noch ein 50mm f2 oder 85mm f2 als Ergänzung.

Für Video versuche ich je nach Location soweit wie möglich abzuschätzen, was ich an Festbrennweiten brauche. Da ich sowieso viel Geraffel schleppen muss und die Wege überschaubar sind, kommen dann z.B. ein 35mm f1,4 oder 85mm f1,4 in die Tasche. Dazu die Zooms als Sicherheit. Noch ein merkwürdiger Zeitgenosse also... :ph34r:

Bin ich weitgehend mit dem Auto unterwegs, kommt da natürlich eine Menge Geraffel einfach mal auf Verdacht in den Kofferraum. Unterwegs suche ich mir dann jeweils das raus, was mir der Situation angemessen erscheint. Ja, und dann gibt es noch jede Menge andere Situationen, in denen ich auch mal ganz andere Objektive mitnehme, z.B. für Makro. Objektive sind Werkzeuge, jedes für seine Aufgabe. Je mehr verschiedene Aufgaben, desto mehr verschiedene Werkzeuge. Schön, wenn man die Wahl hat... :)

 

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Für Festbrennweiten-Wechsel-Muffel bitten sich folgende Zooms als lichtstarke Alternativen mit hoher Bildqualität an:

Panasonic 10-25/1.7 (MFT)

Sigma 18-35/1.8 (APS-C)

Sigma 50-100/1.8 (APS-C)

Sigma 24-35/2.0 (KB)

 

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vor 6 Minuten schrieb finnan haddie:

Sigma 18-35/1.8 (APS-C)

Sigma 50-100/1.8 (APS-C)

Sigma 24-35/2.0 (KB)

Gibt es nur für DSLRs. 

Edited by Guest
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Ja. Trotzdem sollte man das erwähnen. In erster Linie geht es in diesem Forum immer noch um spiegellose Systeme. Und ja klar man man diese Objektive adaptieren. Ist mir bekannt. 

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vor 9 Stunden schrieb NochNName:

...

 Je nach dem, was ich fotografieren will,.

Je mehr verschiedene Aufgaben, desto mehr verschiedene Werkzeuge.

 

Darin stimmen fast alle überein und das sind auch die wesentlichen Kernpunkte für die Auswahl. Wobei ich den zweiten Punkt teilen würde: nicht nur die verschiedenen Aufgaben, sondern auch die (eigene) Anforderung an die Aufgabe. Ist wie beim Fußball, es stehen immer zwei Mannschaften auf dem Platz und manchmal gewinnen die Anderen, weil sie nicht das tun, was man selber will 😬

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