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Stativ - salzwasserfest


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Hallo

der Titel sagt schon viel ...

Also ein Reise-Stativ, dass gut an/in Nord- und Ostsee verwendbar ist und das auch überlebt.

Dabei geht es um mehr als nur um das Material der Gestänge - Carbon rostet ja nicht.

Also Stellschrauben und Füße (Spikes) sollten irgendwie Kunststoff oder Edelstahl sein.

Zumindest dort, wo es mal direkten Kontak gibt, wenn es steht - also "unten".

Jemand eine Idee oder Tip ?

Danke.

 

 

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Am Ende des Tages mit Süsswasser abspülen. Kugelkopf und Kamera sind im Vergleich dazu viel stärker gefährdet. Und Spikes lassen sich ja auch wechseln, falls tatsächlich Mal was korrodiert. In Sand und Watt braucht man die Spikes eigentlich auch eher selten.

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vor 2 Stunden schrieb Bambusbaer:

also "unten"

Da gab es einmal was, vor vielen Jahren. Meines Wissens von Gitzo. Bei diesem Stativ waren die Beine "verkehrt" montiert. Das unterste Segment war außen, die oberen Segmente verschwanden darin. Dieses untere Segment war völlig wasserdicht, das heißt bis zu dieser Höhe konnte das Stativ in jeder beliebigen Brühe stehen. Das Cullmann Titan CT-400 (und dessen Verwandte) war auch so konstruiert, allerdings stammt das noch aus der Aluminium Ära. Bei Ebay kann es noch sporadisch gefunden werden.

Ich würde heute ein preisgünstiges Stativ mit wenigen Auszügen nehmen, da sind die Rohrsegmente länger. Am unteren Ende gab es Anno Aluminium einfache Gummistopfen, die sind heute durch Gewindemuffen ersetzt, wo man Gummifüßchen oder Stahlspitzen einschrauben kann. Da würde ich Wert darauf legen, dass das im festgeschraubten Zustand soweit dicht ist, dass kein Wasser eindringt. Das ganze würde ich ins wadentiefe Wasser stellen, sodass dieses nicht bis zur ersten Verschraubung reicht. In der Unterkunft würde das Ganze dann sorgfältig salzfrei gespült und getrocknet. Einmal im Jahr würde ich es komplett zerlegen, vom billigen grünen Chinafett befreien und mit dem hochwertigen Gitzo Schmierfett neu einfetten. Es würde mir das durch langjährige treue Dienste zu danken wissen.

P.S.:
Kleiner Flashback ins Jahr 1980. Habt ihr gewußt, dass die damaligen Gitzo Stative Dichtungen aus Pertinax hatten? Dieses Material quillt auf, wenn es nass wird und bleibt dann so. Woher ich das weiß? Ich habe einen Tag im Schilfgürtel des Balaton verbracht, bis zum Bauch im Wasser. Mit einem Gitzo Compact 5 im Wert von - vorher - etwa 500 Euro, das war damals noch RICHTIG viel Geld. Und die Reparaturkosten waren auch nicht ohne.

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Beim Einsatz im Salzwasser und Sand  bleibt mein Gitzo Carbon zuhause, das Demontieren und reinigen der Verschlüsse von Salzrückständen usw.  war mir irgendwann zu umständlich. Stattdessen kommt eines meiner Berlebachstative zum Einsatz. Sand und Dreck interessiert diese Stative durch die offene Bauweise überuaupt nicht und wenn man die Metallfüsse kurz mit Süßwasser abspült, gibt es auch keine Probleme.

 

Gruß

Heiko

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vor 9 Stunden schrieb tengris:

Kleiner Flashback ins Jahr 1980. Habt ihr gewußt, dass die damaligen Gitzo Stative Dichtungen aus Pertinax hatten? Dieses Material quillt auf, wenn es nass wird und bleibt dann so. 

Meine älteren Gitzos hatten zwei hälftige Hartpapierschalen ais Reibbelag zur Erhöhung der Friktion bei Festdrehen der Überwurfmutter. Als Dichtung habe ich das nie angesehen, schon weil es zwei "Längsschlitze" zwischen den beiden Halbschalen aus Hartpapier gab. An eine eigentliche Dichtung kann ich mich gar nicht mehr erinnern, möchte aber nicht behaupten dass da kein O-Ring unter der Überwurfmutter war.

Der Handelsname Pertinax ist ein Faserverbundwerkstoff aus Papier und einem Phenol-Formaldehyd-Kunstharz. Dieses Bindemittel ist eigentlich dafür bekannt kein Wasser in abgebundenem Zustand aufzunehmen. Ich kann mir Dein Erlebnis aber dahingehend vorstellen, dass Sand oder anderes abrasives Material diese unangenehme Erfahrung ausgelöst hat.

Nach einem Ausflug in die Sahara hatte ich eine ähnliche Erfahrung gemacht. Da ich damals noch Student war, hatte ich zwar Zeit aber kein Geld. Deshalb habe ich die Beine auseinander genommen, in Wasser und dann ich Benzin gespült, neu gefettet und die gereinigten Bauteile wieder zusammengesetzt. Das war zwar etwas fummelig, hat aber anstandslos funktioniert. Von der mehrjähringen leichten Fettabgabe der Beine mal abgesehen. 😉

 

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vor 17 Stunden schrieb Bambusbaer:

Jemand eine Idee oder Tip ?

Der Versuch, jedes Problem mit Technologie zu lösen kann leider allzuleicht in einem teuren Fiasko enden 😉 Ich empfehle, konventioneller an die Sache heran zu gehen. Ein gutes, leicht demontierbares Stativ in Kombination mit einem ebenso leicht zu reinigenden Kopf und etwas Arbeit nach jedem Einsatz (was für die Kamera eh notwendig ist) funktionieren bei mir jetzt seit Jahren des Einsatzes auch unter widrigen Bedingungen, vom Nordmeer bis in die Südsee, wunderbar. Als Alternative dazu wurde Berlebach bereits genannt, als klassisches Reisestativ wären mir diese allerdings zu schwer und zu unflexibel. 

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Danke schonmal.

Mir wurde auch eine weitere Option genannt: nehm was "billiges" und in der nächsten Saison neu ... 😁
Das könnte man ja auch nur für die Füße etc. bei was "hochwertigem" so handhaben -

Es geht ja nur um den untersten Teil, der im Sand bzw. feuchten Sand bzw. dann doch mal um Wasser steht.
Und ist Salzwasser eben schon ordentlich "Argument" gegen Langlebigkeit.

 

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Gerade eben schrieb Bambusbaer:

Mir wurde auch eine weitere Option genannt: nehm was "billiges" und in der nächsten Saison neu ... 😁

Das hätte sogar einen doppelten Nutzen, es produziert gleich zweimal Müll 😉 Ja, ist etwas polemisch und natürlich soll das jeder machen wie er will, aber ein billiges Stativ ist für mich nie eine Lösung, sondern ständiger Quell für Probleme. Das würde ich auf keinen Fall empfehlen, nicht jedenfalls wenn die Aufnahmen so wichtig sind, dass man sich dafür überhaupt tiefergehende Gedanken macht. 

Wenn es dir nur um den unteren Teil der Füße geht und du solche Bedenken hinsichtlich der Langlebigkeit hast (die ich wie gesagt nicht nachvollziehen kann), helfen übrigens auch Plastiktüten. Ganz ohne Müll geht es da auf Dauer natürlich auch nicht. 😉

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vor 13 Stunden schrieb Gaenzlich:

Meine älteren Gitzos hatten zwei hälftige Hartpapierschalen ais Reibbelag zur Erhöhung der Friktion bei Festdrehen der Überwurfmutter. Als Dichtung habe ich das nie angesehen, schon weil es zwei "Längsschlitze" zwischen den beiden Halbschalen aus Hartpapier gab.

Ok, Dichtung war definitiv der falsche Ausdruck und Pertinax war eine Vermutung. Was das genau war, stand nirgendwo. Es waren schon diese Papierschalen, deren Friktion gegen unendlich ging, wenn sie aufgequollen waren. Ich konnte das bei 2 Beinen noch irgendwie aufkriegen, das dritte Bein musste getauscht werden. Etwa ein Jahr später wurde die Konstruktion übrigens geändert und die Papierteile durch Kunststoff ersetzt. Das hätte ich vermutlich auch selbst basteln können mit einigen Scheibchen von Elektroinstallationsrohren in verschiedenen Durchmessern. Diese Plastikteile sehen nicht so aus, als ob sie aus einem besonderen Material wären.

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vor 2 Stunden schrieb tengris:

das dritte Bein musste getauscht werden.

Ich hatte beim Öffnen der Beine ob des Widerstands auch Angst die Rohre zu quetschen, hatte aber Glück.

Die Explosionszeichnung der Ersatzteilliste vom Gitzo-Service (damals noch per Post erhalten) hatte mich überhaupt zu dem Schritt ermutigt.

vor 2 Stunden schrieb tengris:

Diese Plastikteile sehen nicht so aus, als ob sie aus einem besonderen Material wären.

Das sind dann höchstwahrscheinlich Polyamide, wie sie unter dem Handelsnamen Nylon oder Delrin bekannt sind. Die gleiten trotz sehr guter Verschleissfestigkeit deutlich besser als Hartpapiere und kriechen unter Belastung auch nicht so schnell wie andere Thermoplaste oder in der neueren Bezeichnung Plastomere.

Das Zeug ist so gut, dass Leitz Wetzlar die Steuerscheiben ihrer Diaprojektoren irgendwann nicht mehr aus Messing, sondern aus Delrin gefertigt hat. Die nutzten sich einfach nicht mehr ab.

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  • 3 weeks later...
vor 12 Stunden schrieb Spanksen:

Was benutzt du da genau?

Tut mir leid, dass weiß ich nicht. Ich bin halt zum Hornbach, habe meine Idee erklärt und die haben mir so Gummischläuche als Meterware gezeigt. Davon habe ich mir jeweiles 3 Stück für 3 Längen (3 Segment Stativ) zurecht geschnitten und die Enden mit einem Heißluftfön zusammengeschmolzen.

Ich nutze jedoch nur die längsten Kondome, da man die nach einiger Zeit prima umstülpen kann.

Das ist ein bisschen Bastellösung aber mir war das Reinigen des Stativs auf Dauer einfach zu blöd.

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