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Fragen zum High Res Modus bei Olympus


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vor 5 Stunden schrieb tgutgu:

.... allerdings auch erst nach stärkerer Schärfung der RAW Bilder als bei der Standard 20 mpx Auflösung üblich.

Ich habe diue Erfahrung gemacht, dass die RAW Konverter sehr unterschiedlich gut mit den High Res Aufnahmen zurecht kommen. Adobe Camera RAW und Lightroom fand ich sehr ungünstig, da war in der Tat sehr viel Schärfung nötig. 

Capture One Pro hingegen erzeugte wesentlich schärfere Bilder mit den Grundeinstellungen.

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vor 8 Stunden schrieb x_holger:

Dabei wird vom Buchautor bestritten, dass sich die Detailauflösung durch den High Res Modus erhöhe, es bleibe bei einer Auflösung von 20 MP, es sei nur eine Interpolation, eine höchst komplexe Rechnerei unter Berücksichtigung von Schärfungs-Algorithmen, Moire-Effekten und Geisterbildern. Es sei mehr Kontrast, eine bessere Farbwiedergabe zu erkennen, aber keine zusätzlichen Details.

Das deckt sich in Teilen mit meinem Experimenten mit dem HiRes Modus der G9 vs. anderer Verfahren die Auflösung zu erhöhen. Entsprechende Dateien habe ich hier zur Verfügung gestellt damit sich jeder ein eigenes Bild machen kann.

Ja, es ist eine gewisse Steigerung in der Auflösung zu erkennen  - aber eher von 20Mpx zu 30Mpx. Echte Auflösung lässt sich aber durch einen Hires Mode nicht ersetzen. Gerade im Vergleich zu einer VF sind die Ergebnisse ernüchternd.

Mein persönliches Fazit ist dass der HiRes Mode eine nette Spielerei ist, mehr aber nicht. Dafür kaufe ich mir zu viele Nachteile ein. Brauche ich die Auflösung dann muss ich halt entsprechend in die Tasche greifen und die passende Kamera kaufen.

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Mal angenommen, der High Res Modus würde wirklich genau so arbeiten, wie Olympus das behauptet: Eine Auflösung von 40-50 MPix mit einem mFT-Sensor...

Dann stellt sich schon die Frage, welches mFT-Objektiv kann überhaupt 40-50 MPix auflösen und ab welcher Blende setzt die Begrenzung der Auflösung bei dem vergleichbaren Pixelpitch ein, also was wäre die förderliche Blende.

Es gab ja auch schon Tabellen und Formeln zu Beugungseffekten, das ließe sich also berechnen:

Eine E-M1 Mk II hat bei 20 MPix einen Pixelpitch von 3,34 Mikrometern, bei physikalischen 50 MPix  wären es 2,12 Mikrometer. Das würde bedeuten, dass sich die Beugung zunehmend auflösungsbegrenzend bereits ab Blende 2,8 bemerkbar machen würde, immer vorausgesetzt dass die physikalischen Gesetze bei High Res die gleichen wie bei einer nativen Sensorauflösung wären ...

Das würde ein ziemliches Umdenken bei den fotografischen Gewohnheiten bedeuten, wie ich bereits andeutete zum Beispiel das 1.2/45 Pro nur bis auf F2.0 abblenden und möglichst nur höchstlichststarke Objektive verwenden, wie die F1.2 Pro-Serie von Olympus.

Ob es sich nun genauso verhält ist schwer einzuschätzen, mir scheint aber ein Praxis-Test, der zeigen will, ob der High Res Modus etwas bringt oder nicht, nur dann so richtig sinnvoll, wenn ich tatsächlich nicht über F 2.0 abblende, um optimale Bedingungen zu haben. Zusätzlich kann ich dann auch noch einen Vergleich mit F4.5 anstellen, um die Effekte der Beugungsbegrenzung aufzuzeigen.

Dass ich dann in einem nächsten Schritt die Praxistauglichkeit einer technischen Lösung bezweifeln kann, wenn sie nur mit Blende 2,0 und besser richtig gut funktionieren sollte, ganz ohne Frage.

Ich finde es aber nach den ganzen hilfreichen Erörterungen hier nicht sinnvoll, lediglich bei Blende 4.5 zu testen.

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vor 54 Minuten schrieb Lufthummel:

Das deckt sich in Teilen mit meinem Experimenten mit dem HiRes Modus der G9 vs. anderer Verfahren die Auflösung zu erhöhen. Entsprechende Dateien habe ich hier zur Verfügung gestellt damit sich jeder ein eigenes Bild machen kann.

Ja, es ist eine gewisse Steigerung in der Auflösung zu erkennen  - aber eher von 20Mpx zu 30Mpx. Echte Auflösung lässt sich aber durch einen Hires Mode nicht ersetzen. Gerade im Vergleich zu einer VF sind die Ergebnisse ernüchternd.

Mein persönliches Fazit ist dass der HiRes Mode eine nette Spielerei ist, mehr aber nicht. Dafür kaufe ich mir zu viele Nachteile ein. Brauche ich die Auflösung dann muss ich halt entsprechend in die Tasche greifen und die passende Kamera kaufen.

In der Fine Art Printer 01/2020 wurde der handheld HiRes Modus der E-M1X beschrieben und allgemein gelobt. Im Fazit heißt es, dass im subjektiven Vergleich eines Autors der HiRes Bilder der E-M1X mit Aufnahmen der Canon EOS 5D SR die Bilder der Olympus qualitativ deutlich vorne liegen.

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vor einer Stunde schrieb Lufthummel:

Ja, es ist eine gewisse Steigerung in der Auflösung zu erkennen  - aber eher von 20Mpx zu 30Mpx. Echte Auflösung lässt sich aber durch einen Hires Mode nicht ersetzen. Gerade im Vergleich zu einer VF sind die Ergebnisse ernüchternd.

Die Bilder in dem Thread sind aber auch nur sehr eingeschränkt aussagekräftig. Zum einen liegt der Focus nicht bei allen Bildern identisch, was mich aber viel mehr stutzig macht, bei deinen Aufnahmen ist das HiRes-Bild der G9 unschärfer als das Standard-Bild.

Die Ergebnisse in dem Thread decken sich jedenfalls überhaupt nicht mit meinen Erfahrungen.

 

vor 20 Minuten schrieb x_holger:

Ob es sich nun genauso verhält ist schwer einzuschätzen, mir scheint aber ein Praxis-Test, der zeigen will, ob der High Res Modus etwas bringt oder nicht, nur dann so richtig sinnvoll, wenn ich tatsächlich nicht über F 2.0 abblende, um optimale Bedingungen zu haben

Nach meinen Erfahrungen hat man die besten Ergebnisse im HiRes-Modus genau bei den Blenden, bei denen auch die Standard-Aufnahmen die besten Ergebnisse zeigen, also bei den meisten MFT-Objektiven so um Blende 4. Abblenden führt genau so zu verringerter Auflösung, aber auch beim Abblenden profitiert die Auflösung letztlich noch vom HiRes-Modus.

Das das Objektiv in einem Single-Shot gar nicht so hohe Auflösung liefert spielt dabei keine Rolle. Toni Northrup (Ok, ich seh euch schon wieder mit den Augen rollen😃) hat dazu mal einen Youtube-Beitrag gemacht und ist zu den gleichen Feststellungen gekommen. Ist schon ne Weile her.

Edited by ObjecTiv
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vor 1 Minute schrieb tgutgu:

In der Fine Art Printer 01/2020 wurde der handheld HiRes Modus der E-M1X beschrieben und allgemein gelobt. Im Fazit heißt es, dass im subjektiven Vergleich eines Autors der HiRes Bilder der E-M1X mit Aufnahmen der Canon EOS 5D SR die Bilder der Olympus qualitativ deutlich vorne liegen.

Vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass durch die Verschiebung des Sensors mehr Farbinformationen erfasst werden, als durch eine einmalige Aufnahme auf einen Bayer-Sensor, bei der ja viele Farbinformationen interpoliert werden.

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vor einer Stunde schrieb x_holger:

Ich habe diue Erfahrung gemacht, dass die RAW Konverter sehr unterschiedlich gut mit den High Res Aufnahmen zurecht kommen. Adobe Camera RAW und Lightroom fand ich sehr ungünstig, da war in der Tat sehr viel Schärfung nötig. 

Das kann ich nicht bestätigen. Meine HiRes Aufnahmen sind in LR+PS  scharf ohne zusätzliche Maßnahmen. 

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vor 26 Minuten schrieb x_holger:

Mal angenommen, der High Res Modus würde wirklich genau so arbeiten, wie Olympus das behauptet: Eine Auflösung von 40-50 MPix mit einem mFT-Sensor...

Dann stellt sich schon die Frage, welches mFT-Objektiv kann überhaupt 40-50 MPix auflösen und ab welcher Blende setzt die Begrenzung der Auflösung bei dem vergleichbaren Pixelpitch ein, also was wäre die förderliche Blende.

Es gab ja auch schon Tabellen und Formeln zu Beugungseffekten, das ließe sich also berechnen:

Eine E-M1 Mk II hat bei 20 MPix einen Pixelpitch von 3,34 Mikrometern, bei physikalischen 50 MPix  wären es 2,12 Mikrometer. Das würde bedeuten, dass sich die Beugung zunehmend auflösungsbegrenzend bereits ab Blende 2,8 bemerkbar machen würde, immer vorausgesetzt dass die physikalischen Gesetze bei High Res die gleichen wie bei einer nativen Sensorauflösung wären ...

(...)

Vielleicht unterliege ich ja einem Denkfehler, aber ich verstehe das HiRes Prinzip so, dass die Kamera eine bestimmte Anzahl von 20 mpx Bildern macht die leicht versetzt sind. Beim Handheld Modus erfolgt der „Versatz“ durch die Bewegung der Hände des Fotografen (sozusagen Verwacklung zwischen den Einzelbildern), im Stativmodus durch Versatz des Sensors. Die Einzelbilder selbst bleiben 20 mpx, aber jedes Einzelbild zeigt andere Details, die sich im berechneten Gesamtbild zu *mehr* Details ergänzen.

Ich gehe demzufolge davon aus, dass für die HiRes Aufnahmen das verwendete Objektiv auch nur die 20 mpx unterstützen muss und auch die Beugung nur soweit Einfluss hat, wie das bei einer 20 mpx Aufnahme der Fall wäre.

 

 

Edited by tgutgu
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vor 8 Minuten schrieb tgutgu:

Vielleicht unterliege ich ja einem Denkfehler, ....

Ich bin mir ja auch nicht 100% ig sicher ..... sonst hätte ich hier die Diskussion nicht gestartet.  Ich bin insbesondere mit der technischen Begründung im Detail etwas überfordert.

Bisher fand ich für mich die Erläuterungen von Helios am besten nachvollziehbar:

"....es können sich also nie mehr reale Informationen im Bild wiederfinden lassen als von dem Objektiv erzeugt werden. Damit also durch Pixelshift die Details besser definiert und unter Umständen neue Details sichtbar werden, muss das Objektiv diese liefern. "

Und dann habe ich meine praktischen Erfahrungen damit: Der High Res Modus ist meines Erachtens kein Zauberwerk, das Details in das Bild hineinzaubert, die das Objektiv nicht erzeugt. Wenn alle Bedingungen stimmen, ist aber ein deutlicher Schärfegewinn (und zum Beispiel auch ein Gewinn an Farbdefinition) zu sehen.

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29 minutes ago, Markus B. said:

Vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass durch die Verschiebung des Sensors mehr Farbinformationen erfasst werden, als durch eine einmalige Aufnahme auf einen Bayer-Sensor, bei der ja viele Farbinformationen interpoliert werden.

Meiner Ansicht nach (mittels mFTs und hochauflösenden KBs beurteilend) liegt es am von dir erwähnten Mehr an Farbinformation (bzw. fehlender nötiger Farbinterpolation) und zusätzlich dem nochmals besseren Signal-Rausch-Verhältnis durch Verrechnung all der Einzelbilder.

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Mir persönlich ist es eigentlich egal, ob die Bilder im HHHRes mit FF mithalten können oder ob man nun effektiv 30, 40 oder 50 MP erhält. In der Praxis sehe ich bei meinen mit dem HHHRes-Modus aufgenommenen Bildern einen deutlichen Detailgewinn. Texte (z. B. auf Schildern), die ich bei 20 MP-Raws nicht mehr lesen kann, kann ich bei HHHRes-Bildern noch gut lesen. Die Bilder werden also nicht nur in der Kamera künstlich aufgeblasen, so wie das beim Digitalzoom der Fall ist.

Unterm Strich ist der HHHRes-Modus für mich ein absolutes Topfeature, weil ich vor allem Landschaft, Natur, Statisches fotografiere. Es kann zwar leicht passieren, dass eine HHHRes-Aufnahme auch mal verwackelt. Deshalb mache ich bei besonderen Motiven sicherheitshalber immer auch noch zusätzlich ein „normales“ Foto. In den meisten Fällen erhalte ich aber überzeugende Ergebnisse, also mehr Details. Schön, dass man diese Option jetzt auch in einem kleinen Gehäuse hat.

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7 minutes ago, Onkel_vom_Mars said:

Deshalb mache ich bei besonderen Motiven sicherheitshalber immer auch noch zusätzlich ein „normales“ Foto. 

Sofern du RAWs aufnimmst, wird eine solche „Sicherheitsaufnahme“ in nativer Sensorauflösung (glaube es ist das erste Bild der Serienaufnahme) aber ohnehin automatisch abgespeichert. Es ist jene Datei mit dem ORI Dateikürzel. Falls dein Konverter mit ORIs nichts anfangen kann, brauchst du selbiges nur in ein ORF umbenennen.

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Abseits aller Theorie und Begriffsdefinitionen bin ich ja ein Freund von Praxiserfahrung. In diesem Fall also die Frage: liefert mir eine HiRes-Aufnahme mehr Details als das Standardbild.

Dafür benötige ich ein Motiv mit möglichst feinen Strukturen und ein gutes Objektiv. Mein Test heute Nachmittag: mein Laptopbildschirm fotografiert mit meiner E-M5III und dem Panasonic 25/f1.4 @ f3.2, jeweils die RAWs entwickelt in Capture One 20.

Hier das Gesamtmotiv:

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(der schwarze Streifen ist Absicht)

Davon nun ein Bildausschnitt im Vergleich. Es liegen jeweils die 100%-Ansichten der zwei entwickelten JPGs nebeneinander. Davon seht ihr einen Screenshot-Ausschnitt, den ich mit maximaler Auflösung (ohne Glättung) als JPG erstellt habe.

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Und als weiteren Vergleich auf der rechten Seite das JPG des HiRes-Bilds auf die Größe des Standardbildes runterskaliert (in Capture One). Wieder seht ihr den Screenshot-Ausschnitt:

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... wer da keinen Auflösunggewinn erkennt ...🤨

Die Pixelmatrix des Bildschirms liefert eine Struktur, die in dem Abstand und mit dem Objektiv im Standardbild nicht aufgelöst werden kann, was zu Moiré-Effekten führt. So "krisselig" wie auf der linken Seite bleibt das Bild, egal wie man das entwickelt oder skaliert. Der HiRes-Mode hingegen schafft die Auflösung und auch das Objektiv liefert sie. Das Pana 25/f1,4 ist meine "schärfste" Linse und F3.2 habe ich als Sweetspot heausgefunden.

Wäre die Pixel-Struktur des Bildschirms noch feiner, dann würde auch der HiRes-Shot an seine Grenze kommen.

(die Bildausschnitte sind übrigens so klein, um der maximalen Uploadgröße hier im Forum gerecht zu werden)

Edited by storki321
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vor 1 Stunde schrieb x_holger:

Ich bin mir ja auch nicht 100% ig sicher ..... sonst hätte ich hier die Diskussion nicht gestartet.  Ich bin insbesondere mit der technischen Begründung im Detail etwas überfordert.

Bisher fand ich für mich die Erläuterungen von Helios am besten nachvollziehbar:

"....es können sich also nie mehr reale Informationen im Bild wiederfinden lassen als von dem Objektiv erzeugt werden. Damit also durch Pixelshift die Details besser definiert und unter Umständen neue Details sichtbar werden, muss das Objektiv diese liefern. "

Und dann habe ich meine praktischen Erfahrungen damit: Der High Res Modus ist meines Erachtens kein Zauberwerk, das Details in das Bild hineinzaubert, die das Objektiv nicht erzeugt. Wenn alle Bedingungen stimmen, ist aber ein deutlicher Schärfegewinn (und zum Beispiel auch ein Gewinn an Farbdefinition) zu sehen.

Bezogen auf das Einzelbild ist es sicher richtig, dass HiRes nicht mehr Details erzeugen kann, als das Objektiv hergibt. Es werden hier aber mehrere Bilder mit jeweils anderen Details verrechnet, so dass (möglicherweise) die resultierende Bilddatei tatsächlich mehr Details beinhaltet, als das Objektiv in einem Einzelbild in der Lage ist, wiederzugeben.

 

 

 

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der Einfachheit halber nur ein Screenshot eines Löwenzahn Bereiches (4K 40 Zoll Monitor), der die Detailzunahme von HiRes vs. Einzelaufnahme (beide RW2) aufzeigen soll:

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Im Bracketing bzw. Stack  (HiRes, Licht, Fokus, Blende, Rauschminderung....) steckt viel Potenzial. Ein HiRes MFT Stack ist für mich besser als eine KB Aufnahme mit ähnlicher Auflösung, wenn vergleichbare Objektive eingesetzt werden und die Anwender mit der Technik umgehen können.

 

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vor 19 Stunden schrieb x_holger:

Es ging auch um die Frage, ob der High Res Modus höhere Anforderungen an das Auflösungsvermögen der Objektive stellt, als der Normalmodus.

Aus meiner Erfahrung heraus würde ich das bejahen, es gibt auch systematische Beispielaufnahmen dazu https://www.wrotniak.net/photo/m43/em1.2-hires.html

Da kam dann aber als Antwort, das das nicht stimme und wrotniak unseriös sei.

Wrotniak war vor 20 Jahren der erste der vernünftige Beschreibungen und Einstellungstipps für Olympus Kameras ins Netz gestellt hatte und ohne ihn hätte ich sehr viel länger gebraucht, um meine Camedias und Evolts perfekt einzustellen . Ich war nicht immer mit seiner Meinung bzw. Bewertung der Wichtigkeit mancher Dinge einverstanden, die Funktionsweise hat er aber meiner Erinnerung nach immer korrekt beschrieben.
Von ihm und seinen Informationen haben sich anfangs außerdem so ziemlich alle Autoren aller Olympus Kamerabücher die ich gelesen habe, deutlich erkennbar beeinflussen lassen.

Auch wenn Wrotniak mittlerweile nach einer langen Sende-Pause was die neuen Analysen und Informationen angeht gefühlt etwas nachgelassen hat, empfinde ich es als ausgesprochen unangebracht, Ihn als unseriös zu bezeichnen  😡

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vor 51 Minuten schrieb acahaya:

Wrotniak war vor 20 Jahren der erste der vernünftige Beschreibungen und Einstellungstipps für Olympus Kameras ins Netz gestellt hatte und ohne ihn hätte ich sehr viel länger gebraucht, um meine Camedias und Evolts perfekt einzustellen . Ich war nicht immer mit seiner Meinung bzw. Bewertung der Wichtigkeit mancher Dinge einverstanden, die Funktionsweise hat er aber meiner Erinnerung nach immer korrekt beschrieben.
Von ihm und seinen Informationen haben sich anfangs außerdem so ziemlich alle Autoren aller Olympus Kamerabücher die ich gelesen habe, deutlich erkennbar beeinflussen lassen.

Auch wenn Wrotniak mittlerweile nach einer langen Sende-Pause was die neuen Analysen und Informationen angeht gefühlt etwas nachgelassen hat, empfinde ich es als ausgesprochen unangebracht, Ihn als unseriös zu bezeichnen  😡

Vor allem weist er wieder mal auf eine eigentlich altbekannte Tatsache hin, die man so zusammenfassen könnte: "It's the lens, stupid!"

Zitat Wrotniak:

Sadly, the general public does not (and never will) understand that once you reach some level, any further increase in pixel count is just a waste of resources and/or a marketing gimmick. They are not aware that an 8 MP camera with a good lens makes better images than a 30 MP one with a crappy piece of optics. Educating the market would be counterproductive for manufacturers: it is much cheaper to make a sensor chip delivering more pixels than a lens with higher optical resolution.

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vor 36 Minuten schrieb acahaya:

Wrotniak war vor 20 Jahren der erste der vernünftige Beschreibungen und Einstellungstipps für Olympus Kameras ins Netz gestellt hatte und ohne ihn hätte ich sehr viel länger gebraucht, um meine Camedias und Evolts perfekt einzustellen . Ich war nicht immer mit seiner Meinung bzw. Bewertung der Wichtigkeit mancher Dinge einverstanden, die Funktionsweise hat er aber meiner Erinnerung nach immer korrekt beschrieben.
Von ihm und seinen Informationen haben sich anfangs außerdem so ziemlich alle Autoren aller Olympus Kamerabücher die ich gelesen habe, deutlich erkennbar beeinflussen lassen.

Auch wenn Wrotniak mittlerweile nach einer langen Sende-Pause was die neuen Analysen und Informationen angeht gefühlt etwas nachgelassen hat, empfinde ich es als ausgesprochen unangebracht, Ihn als unseriös zu bezeichnen  😡

Das sehe ich genau so und ich kenne Wrotniak's Seite auch durch die Einstelltipps für Olympus Kameras. Gerade sein Setup Sheet zur E-M1.2 hat mir damals sehr geholfen.

Ich finde auch die Beispielaufnahmen und Erläuterungen im verlinkten Beitrag von ihm https://www.wrotniak.net/photo/m43/em1.2-hires.html

sehr anschaulich und sachlich. Er zeigt anhand von Beispielen, dass es sehr wohl auf die Qualität des Objektivs beim High Res - Shot ankommt und verwendet drei Objektive dazu, das 4/12-100 Pro, das 1.8/75 und das FT-Macro 2.0/50.

Interessant finde ich beim jetzigen Stand der Diskussion, herauszufinden, was die optimalen Bedingungen für einen High Res Shot sind und was dabei zu beachten ist, da die Ergebnisse recht unterschiedlich ausfallen. Dabei gehen meine Überlegungen in die Richtung, was muss die Optik können, was sind förderliche Blendenwerte dabei, was kann schief gehen, wie kommen so unterschiedliche Ergebnisse und Bewertungen zustande.

OT: Der Kamerabuchautor wirft mir vor, "eine sinnlose Diskussion vom Zaun zu brechen", ich würde "Bullshit verbreiten". Dieser Duktus von ihm war auch der Grund, warum ich hier im Forum die Diskussion gesucht habe und keinen Sinn darin sah, weiter mit ihm zu diskutieren. Dabei will ich es aber auch belassen, es geht ja hier um den High Res- Shot und nicht um den Buchautor.

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Ich betone es immer wieder, man muss zwischen dem Stativ-High-Res-Modus und dem Freihand-High-Res-Modus unterscheiden, weil beide grundlegend unterschiedlich funktionieren.

Aber zunächst das Wichtigste: dem optischen System sind Technikdiskussionen reichlich egal, es interessiert sich nicht einmal für Photographie und erzeugt stur eine Abbildung entsprechend seinen Fähigkeiten, völlig unabhängig davon, was mit dieser passiert. Wir sind immer von dieser Abbildung abhängig, sie gibt die maximalen Grenzen vor, sowohl im positiven wie eben auch im negativen. Es spielt keine Rolle, ob wir einen hoch-auflösenden oder einen niedrig-auflösenden Sensor verwenden, ob wir einen Foveon- oder Bayer-Sensor nutzen, ob der Sensor fixiert ist oder sich bewegt - die Abbildung ändert sich nicht, die maximale Auflösung wird von ihr vorgegeben, Objektivfehler finden sich dort immer in gleicher Ausprägung, und auch die Beugungsscheibchen werden von ihr erzeugt. Wir bestimmen lediglich, wie fein wir diese Abbildung abtasten, welche Fehler wir Sensorseitig hinzu fügen (bspw. Rauschen) und was wir mit den Daten machen, die so erzeugt werden. 

Nun zurück zu den High-Res-Modi:

Beim Stativ-High-Res-Modus, um den es hier in der Diskussion bisher ging, wird mit einem fixiertem optischen System und einem sich dahinter im Pixel- bzw. Subpixel-Bereich bewegenden Sensor mehrere Aufnahmen der gleichen optischen Abbildung (die durch das Objektiv erzeugt wird) erstellt. Wie zuvor geschrieben gibt damit diese Abbildung gibt die maximal erzielbare Qualität vor. Wenn wir die entstandenen Aufnahmen ohne Verluste (und ohne Interpolation) zu einer einzigen kombinieren könnten, dann würde es keinen Unterschied zwischen dieser Pixelshift-Aufnahme und der Aufnahme mit einem entsprechend hochauflösenden Sensor geben (wir denken uns das Beispiel ohne Farbfiltermatrix) - damit wird klar, dass die Leistung vom Objektiv kommen muss, aber auch, dass sämtliche Objektivfehler inklusive der Beugung identisch ausfallen. Das Problem dabei: die Praxis. Denn wir können die Einzelaufnahmen nicht ohne Verluste kombinieren, gleichzeitig bietet uns die Interpolation allerdings auch Möglichkeiten zur Verbesserung der Datenqualität. Mehrere Hersteller machen sich dies bereits bei Einzelaufnahmen zu nutze, um auch über die Beugungsgrenze hinaus die Datenqualität zu verbessern, und umso mehr Möglichkeiten bieten sich, wenn man eh mehrere Aufnahmen zur Verfügung hat. Das klingt nach Hokus-Pokus und fiktiven Daten, funktioniert tatsächlich aber nur, wenn auf echte Daten zurückgegriffen werden kann. Wie seriös sowas ist zeigt sich im übrigen beim Einsatz in der Medizintechnik oder in der professionellen Astronomie. Beim Stativ-High-Res-Modus bzw. bei Pixelshift/Sensorshift generell ist der sinnvoll nutzbare Blendenbereich daher enger gefasst als bei niedrig aufgelösten Aufnahmen, sofern man die Qualität auf Pixelebene vergleichen möchte. Allerdings kann man in keinem der Fälle die förderliche Blende einfach so genau berechnen.

Beim Freihand-High-Res-Modus hingegen ist nicht das optische System fixiert, sondern die Kombination aus Optik und Sensor, die wiederum als eine Einheit bewegt wird (durch die Eigenbewegungen des Photographen). Dies führt dazu, dass nicht mehr eine einzige Abbildung erzeugt wird, sondern verschiedene Abbildungen zur Verfügung stehen. Damit ergeben sich geringere Anforderungen an das optische System, da dieses nicht mehr die Gesamtqualität begrenzt und nur noch auf die Qualität der einzelnen Aufnahme Einfluss nimmt. Es steigt allerdings trotz vorhandener Korrekturdaten der Rechenaufwand, weil neben der Interpolation auch noch die Ausrichtung sowie eine perspektivische Bewertung erfolgen muss. Durch die Eigenbewegung wird auch die Perspektive verändert, was zu Geisterbildern führen kann und daher bestmöglich abgefangen werden muss, um hinterher ein brauchbares Ergebnis zu erzielen. Geschwindigkeit ist dabei ein zweischneidiges Schwert, weil auf der einen Seite mit einer sehr hohen Aufnahmerate diese Veränderungen gering gehalten werden können, weil auf der anderen Seite aber die Qualität umso stärker steigt, je größer die Veränderungen sind. Für die anschließende Interpolation ergeben sich beim Freihand-Modus noch mehr Möglichkeiten, von denen die Kameras aktuell aber aufgrund der begrenzten Rechenleistung nur eingeschränkt Gebrauch machen, weshalb ich hier nicht weiter darauf eingehen möchte. Der Freihand-High-Res-Modus kann (und wird, das Thema ist ja nicht neu) mit jeder Kamera simuliert werden und ist aus einigen Bereichen gar nicht mehr wegzudenken, etwa aus der Astrophotographie.

Zum Schluss noch ein Wort zu den ganzen Heimtests, auch wenn ich mir damit vermutlich den Unmut einer ganzen Heerschar an Hobbytestern zuziehen werden. Ich habe es in meinem vorherigen Beitrag bereits Eingangs angerissen, es wird in unserem Hobby viel getestet und aus den Tests viele Schlüsse gezogen. Das Problem dabei ist, dass vielfach schon die Testmethode unzureichend ist um den gewünschten Effekt überhaupt eindeutig bestimmen zu können, und meistens der Ablauf gar nicht mehr als willkürliche Interpretationen zulässt. Welchen Wert hat dann der Test und die Schlussfolgerung? Es gibt wenig in der Photographie, dass sich tatsächlich mit geringem Aufwand hinreichend genau bestimmen lassen, um daraus weitergehende Schlüsse zu ziehen. Das meiste hingegen braucht sehr akribische, systematisch saubere und schlussendlich auch gut dokumentierte Arbeit, einen Aufwand, den man sich als Hobbyist kaum macht und viele gar nicht machen können (weil die dafür notwendige Genauigkeit und Präzision nicht erreicht wird). Und ehrlich gesagt auch nicht machen muss, weil die Relevanz für die praktische Photographie fehlt. Wenn also privat testen, dann praxisnah, mit Augenmerk auf die Relevanz für die eigene oder meinetwegen auch für die allgemeine Photographie, mit der Feststellung was als Ergebnis rauskommt und ohne willkürliche Interpretation, warum es als Ergebnis heraus kommt. 🙂

PS: Weil es hier erwähnt wurde, etliche µFT-Objektive lösen höher auf als 20 Mpix, und einige auch höher als der High-Res-Mode theoretisch erreichen kann. Allerdings müsste man dann erstmal anfangen darüber zu sprechen, was Auflösung wirklich ist, und das wiederum ist eine andere Geschichte... 😉

Edited by Helios
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vor 13 Minuten schrieb Helios:

Pixel- bzw. Subpixel-Bereich bewegenden Sensor mehrere Aufnahmen der gleichen optischen Abbildung (die durch das Objektiv erzeugt wird) erstellt. Wie zuvor geschrieben gibt damit diese Abbildung gibt die maximal erzielbare Qualität vor.

Das von dir erwähnte Abbild aus dem optischen System ist der best case. Und weil wie du hier schreibst viele Objektive höher auflösen als der Sensor kann, gibt es eine Differenz zwischen dem optisch maximal möglichen und welchen Anteil davon der Sensor in EINEM Foto abtasten kann. HiRes versucht hier etwas näher an den best case zu kommen indem es 8 Mal den (gleichen) best case abtasten mit einer „Simulation“ einer höheren Pixeldichte, mit dem Problem der Interpolationsverluste und Gewinne.

vor 13 Minuten schrieb Helios:

etliche µFT-Objektive lösen höher auf als 20 Mpix, und einige auch höher als der High-Res-Mode theoretisch erreichen kann. Allerdings müsste man dann erstmal anfangen darüber zu sprechen, was Auflösung wirklich ist, und das wiederum ist eine andere Geschichte

Geringeres Farbrauschen ist auch „Auflösung“...

😇

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vor einer Stunde schrieb Markus B.:

Wie gesagt: Kaum praxisrelevant, dieser HR-Modus, ausser in seltenen Spezialfällen. 

Im Gegensatz zum Bracketing/Stacking, HDR, Life composite. 

 

Für mich ist das etwas anders .... Ich stelle gerne Poster von Landschaftsaufnahmen her und habe auch einen Großformatdrucker zu Hause.

Und dann sind ja viele Anwendungen, egal ob High Res, HDR, Bracketing/Stacking ... Anwendungen einer Multi-Shot Technik, wenn man so will auch "computational photography", wie sie in viel größerem Ausmaß noch in Smartphones verwendet wird.

Dahin geht eine Entwicklungsrichtung innerhalb der Fotografie, die andere Entwicklung geht in Richtung 24x36-Sensor oder sogar Mittelformat-Sensor mit immer teureren, schwereren und größeren Objektiven.

mFT steht da genau in der Mitte bisher und ich fand die bisherigen Überlegungen und Innovationen von Olympus, mit Hilfe einer Multi-Shot Technik Bildrauschen, Dynamikumfang, Farbauflösung, Schärfentiefe ... zu verbessern schon praxisrelevant, im Falle einer höheren Auflösung durch High Res Modi eben eine Verbindung aus Multi-Shot Technik und der Bewegung des Sensors um 0.5 Pixel in verschiedene Richtungen (Pixelshift) in 8 Einzelaufnahmen, die in einer Bilddatei zusammengerechnet werden.

Ich möchte dazu Helios für seine Erläuterungen ausdrücklich danken, so gut kann ich meine Annahmen, wie eine High Res Technik funktioniert, nicht in Worte fassen. 👍

Um es mal laienhaft auszudrücken (Stativ-High-Res-Modus): Das Objektiv und die Abbildung durch das Objektiv ist eine gegebene Größe. Das Bild, das auf den Sensor projiziert wird, ist immer das gleiche.

Aber was dann auf der Sensorebene passiert ist verschieden, durch die Subpixelbewegung beim High Res Modus wird tatsächlich die Auflösung der erzeugten Datei gesteigert, im Idealfall (wenn das Zusammensetzen verlustfrei wäre) sogar identisch mit einem Senor mit der entsprechenden nativen Sensorauflösung.

Wie stark die Auflösungssteigerung durch High Res dann in der Praxis ausfällt, hängt vom Auflösungsvermögen des Objektivs und von der Qualität der eingesetzten Software ab.

 

Edited by x_holger
korrigiert
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Die unterschiedliche Meinungen sind für mich erklärbar durch wenig Praxis bzw. durch eine falsche Herangehensweise an die HiRes Möglichkeiten.

Beispiel eines ~ 1:1 Ausschnittes einer f/1.8 Aufnahme mit ISO 1600 und 1 Sekunde bei 15 mm:

Der Bearbeitungsspielraum ist beträchtlich im HiRes Bereich. Mir fehlen zur Zeit etwas die Möglichkeiten für interessante Lokalitäten im Astrobereich bzw. meine Frau würde es nicht akzeptieren, wenn ich plötzlich zum Nachtschwärmer würde.

Die Höhlenfotografie ist ebenfalls ein interessanter HiRes Ansatz.

 

Edited by sardinien
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