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Hallo, ich bin neu hier und besitze eine GH5 und lichtstarke Objektive (1.4 und stärker).

Ich habe ein paar Fragen, wo ich einfach keine schlüssige Antwort finde. Habe schon viel recherchiert, die Meinungen gehen so auseinander.

Ich möchte jetzt mal mehr nachts filmen, also nicht nur Lowlight, das mache ich häufig genug und klappt auch gut, nun mehr Low-Lowlight.

- Luminanzbereich: Habe ich auf 0-1024 eingestellt (10 Bit). Ist das bei Nacht empfehlenswert oder ist das überhaupt empfehlenswert so einzustellen, also auch am Tage? Ich weiß, dass je nach Player oder Monitor etc., die nicht auf 0-1024 eingestellt sind, die Werte darunter und darüber vereinheitlicht werden. Welche von-bis Einstellung des Luminazbereiches ist für nachts am besten geeignet, um Rauschen und Banding etc. gering zu halten? 

- Welches Bildprofil empfiehlt sich? Ich nehme tagsüber Vlog oder wie709 oder Cinelike D. Nachts würde ich sagen, dass Cinelike D oder natural wohl eher besser ist? Wie stelle ich Kontrast, NR, Farbe etc. am besten ein für nachts?

- Ist 10 Bit oder 8 Bit nachts besser geeignet?

- Highlights und Shadows neutral lassen, genauso wie die ganzen i. Dynamik etc.? Ist das korrekt?

- ISO war so im Schnitt 400. Die hohen Offenblenden bringen schon nett Licht auf den Sensor. Genauso belichte ich jedes Frame länger als 180 Grad, wenn man nicht allzusehr und schnell schwenkt, spendiert einem das eine Blendenstufe fast. Und natürlich 25 fps.

Unten ein YouTube Video, wo ich nachts das erste Mal gefilmt habe unter tlw. wirklich dunklen Bedingungen. Habe mal alle Clips für Analysezwecke auf YT in 4k hochgeladen zum Betrachten und eine düstere Mucke draufgelegt 🙂. Das war das Profil wie709 in 10 Bit, 4k. Das ist so direkt aus der Kamera. Man sieht, dass es farblich etwas flach ist.

Oder empfiehlt sich HLG? Nur damit habe ich noch gar keine Erfahrung.

Erschreckend sind die Artefakte. Klar die YouTube Kompression. In der Software sieht es recht gut aus, leichtes Rauschen, aber nicht auffällig. Exportiert dann schon grobkörnigeres Rauschen, aber noch völlig ok. Bei YT dann Banding und Blockpixel bis zum Abwinken. Aber das fällt mir bei vielen Nachtaufnahmen auch von anderen auf, auch professionellere Produktionen. Man sollte nachts flächige Objekte vermeiden und Himmel, wenn er bestrahlt wird. Ist er nur dunkel, fällt es wieder weniger auf.

Aber wie bekommt man bei YT wirklich saubere Nachtbilder hin? Ich glaube gar nicht möglich....

Wenn ich das rauschen denoise, sieht das Bild ganz sauber aus, aber die Banding Gefahr steigt, auch bei 10 Bit....

Bei Youtube fällt das Rauschen auch nicht auf, da es zu fein ist scheinbar.

Das Flackern der LED´s der Schiffe bekommt man gut mit dem Synchro Scan hin, tolles feature. manchmal habe ich es vergessen und zu Hause bemerkt 🙂 Möchte mich weiter in dieses Thema reinbringen, da bald auch Projekte in solchen Lichtsituationen anstehen. Da muss ich nun Erfahrungen sammeln und verbessern.

 

https://www.youtube.com/watch?v=3mEmSmUE0iM&t=1024s

 

Fragen über Fragen....

Schonmal danke.

 

 

 

Edited by Druffi

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Hallo,

herzlich willkommen im Forum, das im Videobereich etwas unterbelichtet ist.

Je nach Situation ist die Videografie recht komplex.

Hier meine "Nachteinstellungen", die immer wieder angepasst werden:

Luminanzbereich:
64-940 (für unterschiedliche Geräte)

Bildstil Nacht:
Cinlike D 0,0,-1 (Nacht, sonst bis -5),+3,+2

Schwarzpegel: +3

10 oder 8 bit (4K auf FHD kann rauschmindernd wirken)

i.Dynamik: Auto
i.Auflösung: Standard
Schattenkorrektur ON
Helligkeitsverteilung (Nacht, keine Höfe um Lichtquellen):
highlight -5, shadow +2

 

Bildbearbeitung:
MagixProX > Ausgabe H265 > Rauschminderung bei Nachtvideos einfach genial: Neat Video Reduce Noise V4 top

Fazit:

ich bin kein Video Spezialist.

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Das wichtigste ist wohl gutes/schnelles Glas zu haben und vernünftig zu Belichten. 

Schatten in der Nachbearbeitung hochziehen wird nur zu starkem Rauschen führen. Zudem mit der ISO nicht über ~1200 gehen, aber ich denke das hast du schon selbst rausgefunden.

10bit ist 8bit auf jeden Fall immer (deutlich!) überlegen. Vor allem wenn du nachbearbeitest (was bei VLog ja der Fall sein sollte). Auch im Banding zu vermeiden. 

Ich würde aber auch eher VLog vermeiden bei zu wenig Licht und gucken, dass in der Kamera bereits alles möglichst gut aussieht, da du bei VLog ja den Kontrast ordentlich stretchen musst und damit auch die Schatten stark anpackst. 

Und zu Banding kann man auch nur sagen --> Richtig bei der Aufnahme belichten, um dann in der Nachbearbeitung nicht mehr zu stark anpassen zu müssen.

Für Youtube macht es Sinn in der möglichst besten Qualität zu Rendern (zB. ProRes o.ä.). Ich weiß nicht ob du einen Recorder hast, aber wenn du in H.264/265 aufnimmst, ist dein Bild stärker komprimiert als in ProRes und tendiert daher auch eher zu Banding. Allerdings wird es trotzdem schwer Banding komplett aus deinen Youtube-Videos zu bekommen, da Youtube nochmal komprimiert. 

Am besten einfach mal einige Testaufnahmen mit unterschiedlichen Settings machen. 

Hier findest du noch einige Low-Light Aufnahmen mit der GH5:

 

Und hier noch ein paar Tipps dazu:

 

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vor 10 Stunden schrieb sardinien:

Luminanzbereich:
64-940 (für unterschiedliche Geräte)

Das würde ich nicht empfehlen. „Safe“ Level ist eigentlich eine Reminiszenz an die guten alten Analogzeiten und nur noch für bestimmte Broadcast Anforderungen notwendig. Du kannst immer mit den vollen Leveln 0-255 bzw. 0-1023 aufzeichnen, dann verlierst du etliche Bitwerte. Die modernen Player/Monitore können alle mit den Full Luminance Leveln umgehen. Notfalls kannst du die Level immer noch in der Post einschränken. Ansonsten kann es dir passieren dass der Player „stretched“ von  64-940 auf 0-1023.

Nach meinem Gefühl rauschen die 10Bit bei High ISO etwas mehr als die 8Bit Aufnahmen. In den meisten Fällen bleibe ich mittlerweile bei 8 Bit (CineD mit Leeming LUT) es sei denn ich plane anschließend intensives Grading oder benötige Reserven. Die Aussage von @Situation3000 10Bit Aufzeichnungen sind immer! besser teile ich so nicht. Nutzt du jedoch VLog dann ist 10Bit Pflicht, da stimme ich zu. Statt VLog nutze ich in solchen Fällen dann aber lieber HLG 10Bit. 
 

Und übrigens vermanscht YouTube so ziemlich jedes Video, da lohnt es kaum in den höchsten Qualitätsstufen zu arbeiten. Wenn das der primäre Ausgabekanal ist würde ich mir so einiges an Aufwand ersparen...

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Moin und danke für die Infos!

Habe daraufhin ein paar neue Clips in der gleichen Location gemacht und das Bild ist jetzt sauberer und sieht gut aus.

Allerdings wirkt das Cinelike D Profil nachts auf mich etwas sachlicher, weniger künstlerischer. Aber bin soweit zufrieden und bleibe dran.

Wie ich dem bildzerstörerischen Eingriff von YouTube zumindest etwas entgehen kann, gucke ich dann auch noch. Bitrate, Prores etc.

Viele Grüße und bis bald.

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