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Leica SL2: 47 MP, IBIS und Highres Shot

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vor 3 Stunden schrieb flyingrooster:

Ich bin kein Freund von Leica-Bashing, da ich so manches davon selbst gerne mag und für sehr gelungen halte, aber diese Frage liegt mir einfach auf der Zunge: Wurde in Wetzlar genauer beschrieben was Leica unter „Entwicklung“ und „Herstellung“ versteht?

Mir ist bei der Werksführung aufgefallen wie sehr sich Leica auf elektronische Komponenten von Panasonic in der Kamerafertigung verlässt.... Die Feinmechanik, das äußere Gehäuse, die Einstellmenüs und damit verbundene Software, der "Maestro III Prozessor", das Kameradesign sind alles Leica Entwicklungen, der L-Mount vermutlich auch, Panasonic und Sigma kamen da ja später dazu. Die Kameraproduktion findet tatsächlich in Wetzlar statt, wie viel vorgefertigte Komponenten dabei aus anderen Ländern kommen, kann ich schwer einschätzen. So groß ist die Kamerafabrikhalle in Wetzlar nicht, daher vermute ich eher eine Endmontage der Komponenten dort.

Andererseits sind die Löhne in Japan nun auch nicht so verschieden von deutschen Gehältern, es ist wahrscheinlich eher eine Frage der Stückzahlen, und dann produziert Panasonic ja auch so einiges in China....

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vor 4 Stunden schrieb Onkeljoni:

Der Prozessor wird von Leica selbst entwickelt? Meist nutzen die Hersteller vorhandene Prozessorarchitekturen und entwickeln ein eigenes Betriebssystem respektive Firmware um die Prozssoren anzusprechen.

Da Leica den Schwerpunkt auf Optik und Feinmechanik (insbesondere bei der M-Serie) legt und kein Elektronik-Konzern ist, wird der eigentliche Mikroprozessor keine eigene Leica-Entwicklung sein... es geht sicherlich eher um die Firmware und Software, aber ich bin da kein Experte.

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vor 35 Minuten schrieb flyingrooster:

… und Leica in Portugal.

Danke dir für die Infos.

Ich hatte bei der Werksführung danach gefragt und erhielt die Antwort, dass die Objektivproduktion in Kanada schon vor langer Zeit stillgelegt wurde (es gab ja mal Leica Objektive "Made in Canada") und bei Leitz in Portugal heutzutage die Ferngläser hergestellt werden.

Die Produktionsstrecke für das Schleifen, Verkitten, Ausrichten von Linsen, auch für die Schwärzung der Glasränder , der Zusammenbau und die Justage der Objektive befindet sich in Wetzlar. Als Leica noch in Solms in einer ehemaligen Lackfabrik an der Bahnstrecke produzieren musste (das waren nach Auskunft des Tourguides schlimme Zeiten für Leica) musste sicherlich einiges an andere Orte verlagert werden, am neuen Ort zurück in Wetzlar soll aber der Produktionsprozess wieder unter optimalen Bedingungen an einem Ort zentriert werden.

Edited by x_holger
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59 minutes ago, x_holger said:

[…] und bei Leitz in Portugal heutzutage die Ferngläser hergestellt werden.

Laut einiger Dokumentationsvideos über den Herstellungsprozess von Leica-Kameras, gilt dies, in Teilen, ebenso dafür. U.a. dieser, auf einer Werksführung in Porto beruhende Bericht, zeigt einige Details: https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&url=https://www.fdtimes.com/wp-content/uploads/2017/02/80FDTimes-LEICA-PortugalFactoryTour.pdf&ved=2ahUKEwj4nMfT5u7lAhXvlYsKHW6lD9AQFjAMegQIBBAB&usg=AOvVaw1aiMZWzBDixWFxb5kc2cbB

»Today [Feb. 2017], the porfolio has expanded to the point where many Leica cameras and lenses are also built here and then shipped to Wetzlar for final assembly and QC.«

1 hour ago, x_holger said:

Die Produktionsstrecke für das Schleifen, Verkitten, Ausrichten von Linsen, auch für die Schwärzung der Glasränder , der Zusammenbau und die Justage der Objektive befindet sich in Wetzlar.

Steht ebenfalls im Widerspruch zu Aussagen der Werksführung in Porto aus obiger Doku:

»This is also where Leica M and S lenses, and the latest Leica Summicron-C 15 mm and 40 mm cine lenses are made: polishing glass, coating, cleaning, edge-blacking, turning the mechanical parts and barrels, assembling, and testing.«

Interessant, oder?

Weder finde ich globalisierte Herstellungs- und Fertigungsprozesse, sowie die Beteiligung mehrerer Hersteller, insbesondere bei komplexeren Produkten, als überraschend, noch stört mich dies – Hauptsache die Qualität stimmt. Das Pochen auf vermeintliche Qualitätsmerkmale à la Made in XY, scheint jedoch zusehends mehr auf juristischen Spitzfindigkeiten basierende Bauernfängerei darzustellen.

In jedem Fall nochmal Danke für die Einblicke deiner Werksführung.

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4 minutes ago, leicanik said:

Vielleicht wechselt Leica ja alle zwei Jahre den Produktionsstandort ...

Ähnliches habe ich mir auch schon gedacht. An geraden Tagen wird in Wetzlar produziert, an ungeraden in Porto und damit kann man an beiden Standorten erzählen was man möchte … ;)

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Ich hatte mich ein wenig gewundert wegen deiner Aussage, dass der Prozessor dort entwickelt würde. Es ist schon schwierig genug eine Firmware zu entwickeln.  Dafür braucht man alleine schon ein paar Spezialisten. 

Im übrigen finde ich es auch nicht verwerflich Zuliefererteile zu verwenden. Viele Produkte sind heutzutage so komplex, dass man die gesamte Fertigungstiefe nicht mehr abdecken kann. Die Partnerschaft von Leica und Panasonic ist in diesem Falle eine echte Win Win Situation . Panasonic hat die elektronische Experise und Leica die optische so wie Feinmechanik. 

Edited by Onkeljoni

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Es ist ja auch nicht wirklich neu, dass Panasonic ein Technologiepartner von Leica ist, seit Jahren werden gemeinsame Produkte gebaut, manches ist direkt das Gleiche, bei anderen Produkten kann man es nur vermuten. Schlecht gefahren ist Leica damit sicher nicht und Panasonic hatte etwas, um seinen Kameras ein Qualitätssiegel zu verleihen.

Es wäre doch illusorisch zu glauben, dass eine kleine Firma für Consumer Electronic in Europa selber Basistechnologie entwickeln könnte, da ist das gemeinsame L-System ein klares Bekenntnis dazu, dass es ohne Partner nicht geht. Wenn sich jedes der Produkte trotzdem so differenziert, dass es seine Kundschaft findet, warum nicht.

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