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supmylo

Diskussionen rund um Kameraakkus

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Es ist aus meiner Sicht gut einige theoretische Aspekte über Akkus und Ladetechnik zu kennen um Fehlbedienungen (volle und besonders leere Akkus wochenlang liegen lassen, Ladetemperatur usw.) auszuschließen, anderseits mache ich mir das Leben nicht unnötig schwer um einen Akku mehr Aufmerksamkeit angedeihen zu lassen, als ihm in meinem persönlichen Umfeld zusteht.

In der Regel lade ich meine 4 Fotoakkus immer voll auf, 2 für die Sony A7R2 und 2 für die Olympus O-MD E-M10II. Da es selten vorkommt, dass diese dann wochenlang nicht entladen werden, mache ich mir wenig Sorgen. Einen spürbaren Rückgang der Akkulaufzeit habe ich bislang nicht feststellen können. Die Akkus der A7R2 werden ca. 4 mal so häufig beansprucht, weil ich einfach mit der Kamera viel öfter fotografiere. Im Urlaub, wenn ich fast den ganzen Tag fotografiere, wird schon mal ein Akku bei 0% gewechselt, dann ist aber meist schon abends und er wandert zeitnah ans Ladegerät. Der 2. hat dann am nächsten Tag noch um die 90% und wird entsprechend leergemacht (der volle in der Tasche). Deswegen brauche ich keine größeren und schwereren Akkus! Sollten nach 5-6 Jahren meine Akkus den Geist aufgeben, weine ich denen keine Träne nach. Möglicherweise benutze ich längst eine neuere Kamera mit neuen Akkus. Gehen sie früher kaputt, dann ist es eben so und es wird ein neuer angeschafft, natürlich nur Originale. Bislang war das noch bei keiner meiner Kameras jemals erforderlich.

Bei meinen 3 E-Bikes achte ich darauf dass die Akkus nicht in der Sonne stehen, dass sie nicht herunterfallen und ich überprüfe vor dem Winter, dass diese bei etwa 60-70% gelagert werden, Reichweitenverluste habe ich nach 3 bzw. 4 Jahren nicht nennenswert (unter 10%) zu verzeichnen. Ein Rad wird auch im Winter gefahren, ohne Kuscheldecke für den Akku.

Immerhin kosten diese Akkus um die 1000,- €, die Ladegeräte sind ziemlich intelligent, manche Akkus haben auch ne SW, die alles überwacht und am Ende das Ladens die Zellen balanciert, ich fürchte, dass bevor diese ausfallen, auch das Rad nicht mehr wie neu ist.. Allerdings habe ich dann schon viel damit erlebt ;)

 

 

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vor 3 Stunden schrieb CalamityJane:

Eigentlich wollte ich mich in dieses Thema nie, nie nie einklinken. Aber man soll ja nie nie sagen. :blink:

Ich fasse zusammen, was ich glaube, verstanden zu haben: Angenommen, mein Smartphone/Tablet/Kameraakku braucht 120 Minuten, um von leer auf voll zu laden - dann bedeutet das, ich sollte nach ca. 90 Minuten das Gerät vom Strom nehmen, damit es aufhört zu laden. Also, wenn ich es abends vor dem Einschlafen anschließe, mich möglichst wecken lassen, um das Laden vor den 100 %  zu beenden. Oder das Haus nicht verlassen während der Ladung, damit ich rechtzeitig zum Unterbrechen beim Gerät bin.

Die Vorgehensweise erscheint mir zwar vom Nachhaltigkeitsgedanken/der Akkuschounung her vernünftig, aber ist irgendwie nicht wirklich praktikabel, jedenfalls nicht für mich vergessliche Trine. Ich vergesse den Akku in dem Moment, in dem ich ihn an die Ladestation anschließe, üblicherweise den ganzen Tag. Da hängt er dann eben auf der Station, während ich mich anderen Aufgaben widme, wie zum Beispiel, Geld für neue Akkus zu  verdienen. Abends seh ich beim Gang durchs Arbeitszimmer: Oh, der Akku! Voll! Und dann fällt mir ein: Mist, der sollte gar nicht voll sein, sondern nur 80 % voll. Zu spät. :(

Entweder arbeite ich an meiner Vergesslichkeit, oder ich stell mir den Wecker, oder ich kauf immer wieder mal einen neuen Akku ... ich muss darüber nachdenken. :huh:

Die meisten meiner Akkus laden in der Nacht durch und dabei möchte ich nicht gestört werden. In der typischen Verwendungszeit meiner Produkte sind bislang keine unangenehmen Leistungseinbußen aufgefallen. Bei Produkten, die ich verkauft habe, habe ich die Akkus als Dreingabe mitgegeben. Ich denke, dass sie auch noch lange Zeit vom Käufer genutzt worden sind.

Insofern gehe ich mit dem Thema entspannt um.

Mein Hauptproblem ist eher, dass ich vergesse, aus Geräten, die ich über längere Zeit nicht nutze, die Batterien oder Akkus herauszunehmen. Eine batteriebetriebene Maglite Taschenlampe war dann ruiniert, weil sich die Batterie "aufgeblasen" hatte und sich aus dem Metallgehäuse der Taschenlampe nicht mehr entfernen ließ.

Vergleichbares ist mir allerdings mit einem Akku noch nicht passiert.

Edited by tgutgu

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vor einer Stunde schrieb kirschm:

Das Ladegerät regelt nur die Stromstärke (Ampere), aber nicht die Spannung. Letztere ist - vereinfacht  ausgedrückt - immer konstant, z.B. 4.2V. Ein leerer Akku hat z.B. nur 3V... Legt das Ladegerät da nun 4.2V an, dann liegen diese 4.2V zwar 'aussen' an, aber nicht im Akku selbst (so schnell kommen die 'Volt' nicht in den Akku rein).

Hä? Wenn der Akku 3 V hat und am Ladegerät 4,2 V anliegen, verschwindet die Differenz einfach?

Ich würde mal sagen: im Bereich von CC regelt das Ladegerät die Spannung so, dass der gewünschte Strom fließt, d. h. das Ladegerät muss die Spannung ständig nachregeln, um den Strom konstant zu halten. Die 4,2 Volt liegen erst dann an, wenn CV erreicht wird.

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Vielleicht sollte ich doch mal erklären, warum für mich persönlich akkupflege so wichtig ist. ich besitze neben den üblichen Smartphone, Tablet und Kamera Akkus rund 200 bis 300 Lithium Ionen rundzellen in fast genauso vielen Endgeräten. Das sind meist Taschenlampen, Dampfer, Ventilatoren etc etc

das letzte, was ich tun will, ist es also, mich um diese Akkus zu kümmern, bzw mir regelmäßig Gedanken über ersatzbeschaffung zu machen. Ich lade sie also einfach nicht voll, und schon habe ich meine Ruhe.

ich könnte mich auch gar nicht darum kümmern, weil ich gar nicht weiß, wo die alle sind. ich weiß nur, dass wenn ich in fünf Jahren eine Taschenlampe irgendwo finde und brauche, dass sie brennen wird.

Edited by kirschm

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vor 10 Minuten schrieb pizzastein:

Hä? Wenn der Akku 3 V hat und am Ladegerät 4,2 V anliegen, verschwindet die Differenz einfach?

wie ich erklärt habe, wollte ich es sehr einfach ausdrücken. Dann muss man auch schon mal etwas mit Fake News bzw alternativ facts hantieren.

Edited by kirschm

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Ich bedanke mich für die hier veröffentlichten Beiträge ALLER Teilnehmer ganz herzlich. Ihr sachlicher Vortrag hat es mir möglich gemacht, mein Wissen schnell und ökonomisch zu verbessern und zielgerichtet im Netz zu recherchieren.

Da ich mich weder Fotograf nenne noch regelmässig fotografiere, liegt mir die richtige Behandlung/Lagerung auch von "Verbrauchsmaterial" am Herzen.

Ein Danke auch an den Threadopener. Aber auch eine Entschuldigung. Die, weil ich nicht weiss, ob sein Hauptanliegen mehr auf die "Entrümpelung" anderer Treads also auf die Zusammenführung vieler kleiner Balzarenen zu einer grossen zielte. Daraus ist (zumindest bis hierher) ja nun absolut gar nichts geworden. Für mich eine Wohltat 😉

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vor 7 Stunden schrieb kirschm:

wie ich erklärt habe, wollte ich es sehr einfach ausdrücken. Dann muss man auch schon mal etwas mit Fake News bzw alternativ facts hantieren.

Nix da! Hier geht es um Technik, nicht um Fake Zeugs oder Alternative, igitt!

Pizzastein, wenn Deine Frau Dich antreibt: "Nun mach ein schönes Bild für meine Mutter!" und Du machst ein schönes Bild, dann hat es doch nicht Deine Frau gemacht, weil sie Dich angetrieben hat!

Genau so ist es mit dem Akku. Die Spannung treibt, aber der Strom arbeitet und wirkt. Die Spannung kontrolliert das Ergebnis, wie Deine Frau dich beobachtet und bewertet.

Siehste kirschm, so muss man es manchem einfach erklären!

 

Edited by Kleinkram

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33 minutes ago, Kleinkram said:

Die Spannung treibt, aber der Strom arbeitet und wirkt. Die Spannung kontolliert das Ergebnis, wie Deine Frau dich beobachtet und bewertet.

Und wie @kirschms Grafik zeigt:

9 hours ago, kirschm said:

… arbeitet der Mann umso weniger, je mehr und länger die Frau ihn treibt. ;)

Edited by flyingrooster

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vor 47 Minuten schrieb Kleinkram:

Die Spannung treibt, aber der Strom arbeitet und wirkt

Kann man sich gut merken...

Bezogen auf eine Galere: die Spannung trommelt, der Strom rudert?

Bezogen auf einen Gartenschlauch: die Spannung bringt den Schlauch zum platzen, aber nur das Wasser/Strom macht nass?

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vor 2 Stunden schrieb Bär:

Zusammenführung vieler kleiner Balzarenen zu einer grossen zielte. Daraus ist (zumindest bis hierher) ja nun absolut gar nichts geworden.

ist ja auch logisch, dass hier keine Randale entsteht. Außer ein paar bekloppten nerds interessiert sich ja kein Schwein für das Thema. Sozusagen eine closed user group.

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Noch eine allgemeine Info, die hier vielleicht untergegangen ist.

Woher weiß ich, wie voll ein Akku ist? Z.b. einer, der in der Schublade liegt?

hierzu misst man mit einem einfachen multimeter aus dem Baumarkt ganz einfach die Spannung am Plus und minuspol. Was anderes macht die kamerainterne akkuanzeige auch nicht.

  • Eine Spannung von 3 Volt bedeutet, dass der Akku praktisch leer ist.
  • eine Spannung von ca 3,7 Volt bedeutet, dass der Akku ungefähr halbvoll bzw halbleer ist. Das ist übrigens auch gleichzeitig eine optimale lagerspannung. diese Spannung ist auch auf dem Akku aufgedruckt und bedeutet nominalspannung.
  • wie schon öfter erwähnt, bedeutet eine Spannung von 4,2 Volt, dass der Akku randvoll ist. er ist damit einem erhöhten, also lebensverkürzenden Stress ausgesetzt.
  • Ein Akku mit einer Spannung von unter 2,5 Volt ist tiefentladen und sollte entsorgt werden. Er wird nur noch Schwierigkeiten machen. Insbesondere bei einem erneuten lade Versuch können unschöne Dinge passieren.

da die meisten Akkus in Kameras zwei Zellen im Akku drin haben, muss man oben genannte Werte verdoppeln. 8,4 Volt wäre dann also randvoll.

Edited by kirschm

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Hab mir den von kirschm erwähnten Charger Doctor bestellt und bin ehrlich gesagt erstaunt - ich kann jetzt den Ladestrom und die Ladespannung von meinen Steckernetzteilen ermitteln, zudem habe ich mit verschiedenen Ladekabeln die Ladeströme verglichen.

Fazit: Ein Kabel kann ich entsorgen, das hat anscheinend nen Wackler, es gibt dann zwischen verschiedenen Kabeln teils Stromunterschiede von 100 Prozent. Auch die Steckernetzteile sind teilweise sehr unterschiedlich und verhalten sich nicht so, wie es die Stromstärkeangabe auf dem Gerät vorgaukelt. So gesehen kann ich mir eine Kabel-/Ladegerätekombination zusammenstellen, die entweder den Akku möglichst schnell oder möglichst schonend auflädt. Ich werde mir auf jeden Fall ein oder zwei neue (hochwertige) Ladekabel bestellen, die halten, was sie versprechen, damit ich auch mal in kurzer Zeit ein wenig mehr Ladung in diverse Geräte schubsen kann. 

Danke @kirschm für den Tipp mit dem Charger Doctor!! 👍

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vor 53 Minuten schrieb manifredo:

Ich werde mir auf jeden Fall ein oder zwei neue (hochwertige) Ladekabel bestellen

Dann möglichst kurze Kabel bestellen. Sowas hier z.b. für usb-c: https://www.amazon.de/gp/product/B077LY5LY9/ref=ppx_yo_dt_b_search_asin_title?ie=UTF8&psc=1

Noch besser, aber direkt aus China, auch als Beispiel usb-c:

https://www.gearbest.com/chargers-cables/pp_948882.html

https://www.aliexpress.com/item/32957749048.html

Noch ein Tipp zum USB lade Gedöns. Falls man dieses elende rum-Gestecke mit Micro USB oder USB C leid ist, genauso wie ich, dann bestelle man sich doch einfach Magnet Kabel und Stecker. Ich habe inzwischen alle klassischen USB Kabel und Stecker dadurch ersetzt. https://www.aliexpress.com/item/32893526945.html

Edited by kirschm

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Das momentan beste Kabel ist das originale Ladekabel der Panasonic G9. Allerdings leistet ein Ladegerät von einem Technisat-DAB-Radio, welches eigentlich ganz wenig Strom benötigt, die höhere Stromstärke. Ein Motorola-Steckernetzteil ist nochmal besser ....

Edited by manifredo

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vor 13 Stunden schrieb kirschm:

Magnet Kabel und Stecker

Nur der Vollständigkeit halber, Du produzierst hier einen unnötigen Übergangs-(auch Kontakt-)Widerstand. Der Verlust dürfte bei diesen Strömen aber eher irrelevant sein. Ich erwähne ihn auch nur weil hier im Forum sehr oft sündhaft teures Kameraequipment tot gepixelpeept wird, um immer und in jeder Lebenslage das letzte Quäntchen Performance zu ermitteln. 😎

Wer also den ultimativen Stromfluß will, läßt das.

Edited by shutter button

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vor 9 Minuten schrieb shutter button:

Du produzierst hier einen unnötigen Übergangs-(auch Kontakt-)Widerstand... Wer also den ultimativen Stromfluß will, läßt das.

Ich wäre für jeden Performance-Verlust dankbar, dann spare ich mir billig Zwischenkabel/stecker.

Leider ist das bei den von mir genannten Magnet-Dingern nicht passiert. Eine Powerbank z.B., die mit sehr gutem kurzen Kabel mit 2A lädt, lädt auch mit diesen Magnet-Dingern mit 2A. Auch die Spannung bricht nicht ein... 

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Am 29.7.2019 um 21:29 schrieb manifredo:

Kirschms Argumente finde ich aber dennoch gut und hilfreich. Vielleicht werde ich in Zukunft darauf achten, dass ich nicht immer bis zu 100 Prozent volllade.

Da Kirschm nur aus Studien weiss, wie sich stets voll geladene Akkus verhalten (er selbst lädt ja keine voll), hat er das jetzt mal 1 Jahr lang im Selbstversuch getestet:

https://www.taschenlampen-forum.de/threads/1-jahr-akkutest-4-2v-vs-4-0v-laden.71705/

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Am 29.7.2019 um 18:20 schrieb kirschm:

Die einfache Kirschm Regel ist einfach: nie leer, nie voll, das findet der Akku toll.

Hier ein recht lustiges und unterhaltsames Video zu der ganzen Thematik... sowie allem, was man tun kann, um einen Akku vorzeitig sterben zu lassen (voll, leer, hoher Ladestrom, hohe Temperatur, etc.).

Wie immer sind die Graphiken bzgl. der kalendarischen Alterung (Auswirkungen der Lagerung bei welchem SOC = State of Charge = Ladezustand) sehr interessant. Zu finden ab 12:12min.

 

Disclaimer: Ich habe das Video weder gesponsored, noch bin ich der Regisseur.

 

 

Edited by kirschm

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