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fulo

Erfahrungen EOS R [JeKaMi]

Empfohlene Beiträge

Heute habe ich meine EOS R abgeholt. Ich habe mich schon lange nicht mehr so gefreut, eine neue Kamera in den Händen zu halten.

Erster Eindruck (obwohl, zweiter, ich hatte sie ja schon einmal in den Händen): Die Kamera fühlt sich sehr Wertigkeit und top verarbeitet an. Sie liegt großartig in der Hand und die Knöpfe haben eine super Haptik/Druckpunkt, etc. Nun werde ich sie in der kommenden Zeit natürlich ordentlich testen. Ende des Monats kommt noch das 50er 1.2 dazu, Ende November/Dezember noch das 35mm 1.8, dann bin ich, zusammen mit meinem adaptierten 100er Macro bestens ausgerüstet.

Falls jemand von euch Fragen zum System hat, die ich durch echtes Ausprobieren beantworten kann, nur raus damit. :)

lg

Philip

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Solche Bilder? :)

Nein, ernsthaft. Ich komme wohl erst am Wochenende dazu, auf die Pirsch zu gehen. Mein Urlaub ist seit gestern vorbei - war ja klar, dass die Kamera da genau jetzt kommt.
Dann werde ich aber ein paar richtige Motive hochladen. Wobei ich ja der Meinung bin, das es egal ist, mit welcher halbwegs moderner Kamera man fotografiert. Technisch schlechte Bilder macht keine. Für den Rest ist ja ohnehin der Fotograf verantwortlich.

Lieben Gruß
Philip

EosR_01.jpg

Eosr_02.jpg

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Erste wenige Erfahrungen, überwiegend hinsichtlich der Bedienung, nach dem ersten Kennenlernen:

 

Positiv 😀

  • Gute Ergonomie
  • Sehr gut individualisierter (bis auf ein paar Details, wo ich mir mehr Möglichkeiten wünschen würde)
  • Sehr wertig verarbeitet
  • Der AF-S ist super flott und leise
  • Farbwiedergabe gefällt
  • Der neue FV-Modus ist nach kurzem Eingewöhnen eine echte Bereicherung und macht die anderen Modi wie Av, Tv etc. Nahezu obsolet
  • Übersichtliche und klare Menüführung
  • Der Stabi des 24-105er-Objektivs arbeitet klasse. Ich konnte bei 105mm problemlos 1/3s belichten und es bleibt knackscharf 


Neutral 😶

  • Kein dediziertes Moduswahlrad. Zwischen P, Av; Tv und den Customs zu wechseln erfolgt über das kleine Display und einem Einstellrad. Finde ich langsamer und unpraktischer als mit einem echten Rad dafür. In der Praxis aber nicht ganz so schlimm, aufgrund des Fv-Modus.
  • Autofokus per Touchscreen. Geht grundsätzlich richtig flott, wenn man sich dran gewöhnt. Würde dennoch einen Joystick bevorzugen, da ich den Griff der rechten Hand dann nicht lockern müsste, um bis an den linken Bereich der Fokusauswahl zu kommen - auch wenn ich nur die Hälfte des Displays als Eingabefläche konfiguriere.
  • Frei drehbares Display. Auch wenn das Ding im Netz als eines der Highlights gehandelt wird, so sehe ich den Vorteil in erster Kinie beim Filmen. Oftmals möchte ich das Display nur nach oben abklappen, wenn ich bodennah arbeite. Nun muss ich immer erst ganz zur Seite aufklappen und drehen. Das ist a) langsamer und b) habe ich das Display nicht mehr in einer Achse mit dem Sucher (+/-). Finde ich noch ungewohnt, dann nach links zu gucken.


Negativ 😪

  • Touch Bar: Wie zu erwarten, großer Mist. Mit Sperre zu kompliziert, ohne Sperre kommt es bei der Bedienung häufiger zu Falscheingabe (Statt einem Tap wird ein Swipe erkannt und somit eine andere Funktion ausgelöst)
  • Live-View: Ich kannte es von Fuji, dass man sowohl die korrekte Belichtung als auch die Schärfentiefe direkt im Display/Sucher sieht. Bei der EOS R geht das nur mit der Belichtung. Für die Schärfentiefe muss ich zwingend per Tastendruck abblenden um sie zu kontrollieren. Finde ich unnötig und nicht im Sinne einer DSLM.
  • Das D-Pad ist meines Erachtens zu weit unten. Zumindest mit großen Händen muss ich mich ein wenig verrenken, um den unteren, aber auch die seitlichen Knöpfe bequem drücken zu können.
  • Beim Schwenken der Kamera bei schwächerer Beleuchtung habe ich mitunter massive Schlieren und Lags im Bildaufbau, wenn ich nicht parallel den Auslöser halb gedrückt halte.

 

Man merkt der Kamera auf jeden Fall an, dass es ein Erstlingsmodell ist. Ich erinnere mich da ein wenig an die Fuji X-T1.Viele Dinge, die die X-T2 oder auch die X-H1 später deutlich verbesserten, hatten da auch gefehlt. Von daher, mal schauen was die Zukunft bringt. Aktuell müssen die EOS und ich auf jeden Fall noch richtige Freunde werden. Mal gucken ob mich die Vorteile dauerhaft überzeugen. Perfekt ist keine Kamera, aber man merkt nun im Vergleich viele kleine Details an Fuji zu schätzen, was das Handling betrifft. 

 

bearbeitet von fulo

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vor 9 Minuten schrieb fulo:

Live-View: Ich kannte es von Fuji, dass man sowohl die korrekte Belichtung als auch die Schärfentiefe direkt im Display/Sucher sieht. Bei der EOS R geht das nur mit der Belichtung. Für die Schärfentiefe muss ich zwingend per Tastendruck abblenden um sie zu kontrollieren. Finde ich unnötig und nicht im Sinne einer DSLM.

Die Sache mit der Schärfentiefe wird bei DSLMs unterschiedlich gehandhabt, Olympus z.B. macht's wie Canon. Vorteile davon dürften sein: der AF trifft präziser bei kleinerem Schärfebereich bzw. er bekommt mehr Licht und der Sucher rauscht weniger bei wenig Licht.

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War vorhin ganz kurz draußen, die Sonne war aber schon so gut wie weg. Von daher nur zwei erste Testaufnahmen hier fürs Forum. Die RAW-Dateien habe ich angehängt:

43595194160_85cc449d7b_k.jpgEosr_01 by Philip Fuchslocher, auf Flickr

30471747427_96c549a3f0_k.jpgEosr_02 by Philip Fuchslocher, auf Flickr

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vor 5 Stunden schrieb fulo:

...

  • Live-View: Ich kannte es von Fuji, dass man sowohl die korrekte Belichtung als auch die Schärfentiefe direkt im Display/Sucher sieht. Bei der EOS R geht das nur mit der Belichtung. Für die Schärfentiefe muss ich zwingend per Tastendruck abblenden um sie zu kontrollieren. Finde ich unnötig und nicht im Sinne einer DSLM.
  • ...

Die DSLM haben dies in aller Regel als Konfigoption wo man entweder die Belichtungssimulation oder das Bild bei Offenblende bekommt. Bei den EOS M hast du das in "Rot-3" als Belichtungssimul aktiviert/deaktiviert

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Ist auch bei der R so. Nur was eben nicht geht, ist Belichtungssimulation UND Schärfentiefe als direkten Live-View, ohne eine Taste drücken zu müssen. Bei Fuji ist das Standard - da gewöhnt man sich schon dran. 

Ich sehe auch die Vorteile, immer bei Offenblende den Ausschnitt zu suchen und zu fokussieren, es ist nur erst einmal anders als erwartet.

lg

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Nun habe ich heute noch ein wenig fotografiert. Anbei einige Beispielbilder, mehr gibts in dem Flickr-Album.

Die RAWs, wen es interessiert, habe ich hier abgelegt. Die sagen natürlich mehr aus als die JPGs, die in der Form letztlich mit vielen anderen Kameras auch möglich gewesen wären.
Interessant ist es evtl. eher hinsichtlich der Dynamik in den Tiefen. Dazu eignet sich das Bild im Treppenhaus oder auch die Blume im Gegenlicht gut, da dort bewusst unterbelichtet wurde.

44518075445_93a44c514f_k.jpg_OSR0132_2500 by Philip Fuchslocher, auf Flickr

43615625290_fa1e8ab39f_k.jpg_OSR0123_2500 by Philip Fuchslocher, auf Flickr

43615623260_01799f89e0_k.jpg_OSR0129_2500 by Philip Fuchslocher, auf Flickr

43615623690_fa3982a3bc_k.jpg_OSR0128_2500 by Philip Fuchslocher, auf Flickr

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Nicht meine Erfahrung, aber die von Roger Cicala: Er hat die EOS R auseinander genommen. 

https://www.lensrentals.com/blog/2018/10/teardown-of-the-canon-eos-r-mirrorless-camera/

Was er darin gefunden hat, entsprach alles in allem seinen Erwartungen: Saubere und erprobte Canon-Technik, überlegte Anordnung der einzelnen Elemente. Das Gehäuse ist aus Kunststoff - aber gibt keinen Grund zur Beanstandung. Der Feuchtigkeits- und Staubschutz ist ähnlich unvollkommen wie bei den Sonys: Buttons und Drehräder sind speziell abgedichtet, aber die Gehäusefugen nicht. Leichter Regen - so Cicala, ok - aber nicht in die Pfütze stellen.

Die NikonZ kommt als nächste dran.

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Thema Dynamik

Kleines Extrembeispiel. Das Bild wurde on LR um 5 Blendensufen aufgehellt und der Tiefenregler auf +100 gezogen, also beides auf Maximum.

Verwendet habe ich das native RF 24-105. Mangels Adapter kann ich noch keine EF-Linse ansetzen).

Hier das RAW-File dazu.

 

feld01.jpg

feld02.jpg

bearbeitet von fulo

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Am 20.10.2018 um 00:41 schrieb micharl:

--------Was er darin gefunden hat, entsprach alles in allem seinen Erwartungen: Saubere und erprobte Canon-Technik, überlegte Anordnung der einzelnen Elemente. Das Gehäuse ist aus Kunststoff - aber gibt keinen Grund zur Beanstandung. ........

Hhm, wird die R nicht mit "Gehäuse aus einer Magnesiumlegierung" beworben? 

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Ich war so frei mal einen kleinen Erfahrungsbericht zu schreiben, der die EOS R und die X-H1 ein wenig vergleicht, insbesondere hinsichtlich Handling, auch mit ein wenig Bildvergleich.

Wen es interessiert: https://www.fuchsbox.de/technik-und-digitales/fuji-x-h1-und-canon-eos-r-im-vergleich/

Ich hoffe der Link ist so in Ordnung.

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vor 5 Stunden schrieb Evoke:

Hhm, wird die R nicht mit "Gehäuse aus einer Magnesiumlegierung" beworben? 

Ja - zumindest von Canon offiziell, auch in der Präsentation, die ich heute bei einer Promo Veranstaltung gesehen habe.

Vielleicht ist das ein Sandwich, aussen Composit, innen Magnesium ?

Grüsse
Frank

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vor 19 Stunden schrieb frank.ho:

Vielleicht ist das ein Sandwich, aussen Composit, innen Magnesium ?

In diese Richtung geht auch eine Diskussion auf canonrumors: https://www.canonrumors.com/forum/index.php?threads/teardown-of-the-r-camera.36138/ Dort wird auch erwähnt, daß Cicala, auf die Frage angesprochen, geantwortet hat: "It is magnesium alloy, as they say, but it's got quite a different feel to it."  Hier sein ursprünglicher Artikel mit den Photos, die jedenfalls kein typisches Magnesium-Aussehen zeigen: https://www.lensrentals.com/blog/2018/10/teardown-of-the-canon-eos-r-mirrorless-camera/

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Am 30.10.2018 um 00:53 schrieb frank.ho:

Ja - zumindest von Canon offiziell, auch in der Präsentation, die ich heute bei einer Promo Veranstaltung gesehen habe.

Vielleicht ist das ein Sandwich, aussen Composit, innen Magnesium ?

Grüsse
Frank

Ich hatte die Kamera, wen auch nur kurz, bei meinem Fotohändler in der Hand. Die äußere Hülle wirkt nicht metallisch aber insgesamt macht die Kamera einen sehr hochwertig Eindruck. Die Nikon Z7 hatte ich ebenfalls in der Hand und diese steht der EOS R in nichts nach.....

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Am 29.10.2018 um 22:00 schrieb fulo:

Ich war so frei mal einen kleinen Erfahrungsbericht zu schreiben, der die EOS R und die X-H1 ein wenig vergleicht, insbesondere hinsichtlich Handling, auch mit ein wenig Bildvergleich.

Wen es interessiert: https://www.fuchsbox.de/technik-und-digitales/fuji-x-h1-und-canon-eos-r-im-vergleich/

Ich hoffe der Link ist so in Ordnung.

Ui... der Teddy bei ISO 3200!!

Da schneidet die Canon aber recht schlecht ab!!!!!

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dpreview hat nun ihr Review der Canon EOS R veröffentlicht:

https://www.dpreview.com/reviews/canon-eos-r/11

 

Nur 79% Prozentpunkte und es hat nicht mal zu einer Silberbewertung gereicht. So schlecht wurde schon lange keine Systemkamera der oberen Klasse mehr bewertet (mit über 2000+ € kann ich die R nicht mehr als Mittelklasse bezeichnen).

Wenn man sich die zahlreichen Defizite und Handhabung und Leistung anschaut, ist die Bewertung mMn. verständlich. Canon sollte dringend ein neues, verbessertes Modell auflegen, die guten RF Objektive hätten es verdient.

Ich selbst war zwar von der Ergonomie durchaus angetan (die Kamera hält sich gut), aber die Handhabung fand ich auch nicht wirklich effizient und praktisch.

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