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Rossi2u

Gefahr durch ignoranten Betrieb von Drohnen

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Nein - es ist nicht übertrieben, strenge Kontrollen und restriktive Maßnahmen zum Betrieb von Drohnen beispielsweise im Bereich von Flughäfen zu fordern:

https://www.dpreview.com/news/9304115820/psa-this-is-what-happens-when-a-drone-hits-the-wing-of-an-airplane

Edited by Rossi2u
Link zum Link gemacht ...

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Ich finde gerade den Link nicht. Aber es wurde festgestellt, daß dieser Test unter unsinnigen Bedingungen gemacht wurde.

Das soll aber nicht heißen, daß ich es gut finde in der Nähe von Landeplätzen aller Art mit einer Drohne zu fliegen.

 

 

 

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Guest Südtiroler
Am 10.10.2018 um 11:34 schrieb Rossi2u:

Nein - es ist nicht übertrieben, strenge Kontrollen und restriktive Maßnahmen zum Betrieb von Drohnen beispielsweise im Bereich von Flughäfen zu fordern:

https://www.dpreview.com/news/9304115820/psa-this-is-what-happens-when-a-drone-hits-the-wing-of-an-airplane

 

Diese Hexenjagd auf Drohnen ist übertrieben. Ja, es gibt schwarze Schafe, doch viele handeln auch vorschriftsgemäß.

Wenn man heutzutage das Auto einführen möchte und ein paar Gegner einen Test durchführen würden, wie viele sterben, wenn ein Wagen mit Vollgas in eine Fußgängergruppe rast, müssten wir wieder unsere Pferde aus dem Stall holen. 

Es wird Unfälle geben, wohl auch schwerere, doch seid sich Drohnen flächendeckend durchgesetzt haben, haben sie in den ganzen Jahren gewiss weltweit nicht den größeren Schaden angerichtet, als der Autoverkehr an einem Tag im kleinsten Bundesland in Deutschland.

Die neueren Drohnen des Marktführers starten nebenbei im Einzugsgebiet von Flughäfen gar nicht. Also keine Sorge, die Wahrscheinlichkeit von einem bengalischen Tiger bei Vollmond in der Reichstagskuppel gefressen zu werden ist höher, als durch eine Drohne zu sterben. 

 

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Eine „Hexenjagd“ sehe ich hier nicht, lediglich die begründete Skepsis demgegenüber, dass die Anwendung dieser Geräte sich verbreitet und vor allem der Comsumer Markt größer wird.

Mal abgesehen von der Gefahr für den Luftverkehr (auch die intelligente Drohnensteuerung kann versagen), empfinde ich den Drohnenflug über meinem Kopf als störend. Nicht umsonst gibt es an zahlreichen touristischen Orten und Sehenswürdigkeiten mMn. zurecht Drohnenflugverbote. Noch sind die Fluggeräte nicht zu einem Massenspielzeug geworden, aber die Elektronikmärkte haben inzwischen eigene Abteilungen und tragen dazu bei, dass sich die Geräte weiter verbreiten.

Nichts gegen Drohnen in professionellen Händen, die mit Genehmigung fliegen, darauf sollte sich das mMn. aber auch beschränken.

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Guest Südtiroler
vor 19 Minuten schrieb tgutgu:

Eine „Hexenjagd“ sehe ich hier nicht, lediglich die begründete Skepsis demgegenüber, dass die Anwendung dieser Geräte sich verbreitet und vor allem der Comsumer Markt größer wird.

 

 

Hexenjagd ist es dann, wenn Unfallszenarien simuliert werden, wo die Wahrscheinlichkeit 1: x Millionen ist. Bei uns kam es z.B. in den letzten 4 Jahren zu 2 Flugzeugabstürzen des Aeroclubs, 1 x 4 Tote und 1 x ein toter Fluglehrer, beide Male war ein Strömungsabriss in Tälern der Grund, eine bekannte Schwierigkeit, fliegen ist trotzdem nicht verboten worden, trotz einer Wahrscheinlichkeit von kaum 1:10.000 zu sterben und die Gesellschaft wettert auch nicht dagegen. 

Es gibt bei allem ein Risiko und das Risiko von Drohnen ist minimal im Verhältnis zu, von der Gesellschaft, anderen akzeptierten Tätigkeiten.     

 

 

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Eine sachliche Diskussion ist bei dem Thema häufig nur schwer möglich, alles muss immer in Extremen betrachtet werden. Die einen übertreiben mit teilweise fiktiven, teilweise realen Einzelfällen und bauschen so ein Risiko auf, dass in der Realität deutlich geringer ausfällt, und die anderen versuchen durch Alltagsbeispiele für gefährliche Tätigkeiten jede Riskoeinschätzung zu relativieren. Beides sind im Endeffekt Hexenjagden.

DJI hat vollkommen recht, wenn sie den verlinkten Test für unseriös befinden, weil gängige Testverfahren ignoriert und ein Szenario gestaltet wurde, dass so in der Realität nicht auftreten kann. Da ist es auch berechtigt, nach der Motivation der Prüfer (und der Medien zu fragen, die das ungeprüft verbreiten) zu fragen. Umgekehrt ändert es nichts an der Verantwortung derjenigen, die mit Drohnen unterwegs sind obwohl ihnen zu häufig selbst das Grundwissen zum sicheren Betrieb fehlt. Und genau die prägen dann die öffentliche Wahrnehmung der Technik.

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Hallo,

Drohnenflüge über Menschenansammlungen (dazu zählt schon einer größere Wandergruppe mit mehr als 12 Personen, es ist ein seitlicher Abstand von 100m einzuhalten) sind in Deutschland generell verboten!

Drohnensichtungen an deutschen Flughäfen nach der Statistisk der DFS (Deutsche Flugsicherung):

2015: 14

2016: 64

2017: 88

2018: bis August schon über 100

 

Ich habe einen Drohnenpiloten schon mal angesprochen, der mit einer sauteueren (und enstprechend großen und schweren) Drohne in Österreich (da gelten noch schärfere Verordnungen als bei uns) illegal über Menschenansammlungen an einer Burg flog. Der war der Meinung, dass er habe alles unter Kontrolle und alles wäre sicher ... Wenn dir so eine 1kg Drohne auf den Kopf knallt ist das, wie wenn Dir einer mit dem Hammer auf den Kopf haut und kann tödlich enden.

Hans

 

Edited by haru
Tippfehler

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vor 2 Stunden schrieb Helios:

Eine sachliche Diskussion ist bei dem Thema häufig nur schwer möglich, alles muss immer in Extremen betrachtet werden. Die einen übertreiben mit teilweise fiktiven, teilweise realen Einzelfällen und bauschen so ein Risiko auf, dass in der Realität deutlich geringer ausfällt, und die anderen versuchen durch Alltagsbeispiele für gefährliche Tätigkeiten jede Riskoeinschätzung zu relativieren. Beides sind im Endeffekt Hexenjagden.

DJI hat vollkommen recht, wenn sie den verlinkten Test für unseriös befinden, weil gängige Testverfahren ignoriert und ein Szenario gestaltet wurde, dass so in der Realität nicht auftreten kann. Da ist es auch berechtigt, nach der Motivation der Prüfer (und der Medien zu fragen, die das ungeprüft verbreiten) zu fragen. Umgekehrt ändert es nichts an der Verantwortung derjenigen, die mit Drohnen unterwegs sind obwohl ihnen zu häufig selbst das Grundwissen zum sicheren Betrieb fehlt. Und genau die prägen dann die öffentliche Wahrnehmung der Technik.

DJI verkauft Drohen, die sind also sicher ganz neutral...😉

Die simulierte Geschwindigkeit von 380km/h  ist die Differenzgescheindigkeit eines startenden Flugzeugs kurz nach dem Abheben zu einer entgegenkommenden Drohne. Es scheint ein Flügel eines üblichen Flugzeugmusters mit der im Handel käuflich erwerbbaren Drohne beschossen worden zu sein. Es ist als Worst-Case-Szenario unter realistschen Annahmen beschrieben, und genau das ist es. Es ist worst-case und es ist nicht sehr wahrscheinlich, aber es ist ein mögliches Szenario. Die Argumenation von DJI die Strömung würde die Drohne unter keinen Umständen frontal auf die Nase des Flügels treffen lassen ist völliger Unsinn. Sicher findet durch den Luftstrom eine Ablenkung statt, aber wenn der Flug auf der "richtigen  Höhe stattfidnet, dann wird die Drohen genau gegen die Nase abgelenkt.

Hans

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vor 28 Minuten schrieb haru:

DJI verkauft Drohen, die sind also sicher ganz neutral...😉

Weder wurde behauptet, dass der Hersteller der im Test verwendeten Drohne neutral ist, noch spielt es eine Rolle, da die gelieferte Einwände ja sachlich nachprüfbar sind. Und wenn man das mit der entsprechenden Sachkenntnis macht, dann wird man feststellen, dass sie plausibel sind:

- das standardisierte Testverfahren wurde nicht angewendet
- eine Aufprallgeschwindigkeit von über 370 km/h ist bei einer Kollision zwischen einem Leichtflugzeug der verwendeten Drohne unrealistisch hoch

Als Relation: die typische Abhebegeschwindigkeit einer Mooney M20 liegt bei 110 km/h, die Steiggeschwindigkeit in niedrigen Höhen bei 190 km/h und die Landegeschwindigkeit bei 130 km/h. Die Mooney müsste deutlich außerhalb ihrer Spezifikation geflogen werden, um auf die getestete Geschwindigkeit (abzüglich der maximalen Geschwindigkeit der Drohne) in dieser niedrigen Flughöhe zu kommen, zudem ist sie ein besonders schnelles Leichtflugzeug. Typische Vertreter dieser Flugzeugklasse (bspw. Cessna 172) erreichen nicht mal annähernd diese Geschwindigkeiten, während die Ergebnisse umgekehrt für schnellere Flugzeuge nicht übertragbar sind. 

Es handelt sich also nicht um ein realistisches Worst-Case-Szenario, warum wurde der Test also entsprechend durchgeführt? Warum hat man keine Werte genommen, die in der Realität tatsächlich im schlimmsten Fall und, als vergleich, in typischen Fällen zu erwarten sind? Warum ist man vom standardisierten Verfahren abgewichen?

Durch diese berechtigen Einwände beraubt man sich selbst der Seriosität und macht sich unnötig angreifbar. Unnötig deswegen, weil auch mit realistischen Werten eine Gefahr vorhanden ist, wie tatsächliche Unfälle mit Vogelschlag ja beweisen.

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Die Startroll- und Landegeschwindigkeiten unterscheiden sich minimal, selbst von MO20/BE35-36 zur popeligen C172/PA28/BE24 bewegt sich alles in überschaubaren Grenzen von 60-80kt, was etwa 110-120km/ entspricht. Was letztlich effektiv genutzt wird, ob Vx oder Vy, liegt auch an der Beschaffenheit des Platzes, W&B, an den Wetterbedingungen vor Ort und den Fähigkeiten der Person am Ruder. Jeder, der sich damit auskennt und befasst, weiß, dass gerade der langsamere Geschwindigkeitsbereich bei Start und Landung besonders kritisch ist, da gibt es keine Ausnahmen. Da gibt es auch kein "schneller, besser, ungefährlicher, etc..."  Einzelne Vögel sind noch langsamer, nur ist deswegen ein Birdcrash nicht weniger gefährlich, selbst wenn die Aufprallgeschwindigkeit der Start- oder Landegeschwindigkeit des LFZ entspricht.

Richtig fies wird es dann, wenn irgendwelche Dullis im Paparazzostil meinen, Rettungseinsätze von Hubschraubern mit Drohnen live vom Unfallort aufnehmen zu müssen. Da gab es in diesem Jahr bereits zwei dokumentierte Fälle, in denen der RTH nicht starten konnte, weil eine Drohne den Heli blockiert hatte. Der Drohnenpilot konnte allerdings trotz Fluchtversuch schnell vor Ort ausfindig gemacht werden, der Patient hat es trotz der Startverzögerung überlebt.

Gruß Andreas

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Hallo,

eine Money M20 ist kein Leichtflugzeug, aber auch kein Passagier-Jet. Kleinflugzeug wäre die passende Bezeichnung. Die Geschwindigkeit wird als "high aproach speed" bezeichnet, also eine Geschwindigkeit wenn man mit so einem Flugzeug z.B. sich in der Landekette eines großen Flughafens einreiht (in USA und Kanada kommt das mit dem Flugzeugtyp vermutlich häufiger vor als bei uns). Wie gesagt ein worst-case-Szenario und deshalb auch kein Standardtestverfahren. Das ein Testverfahren Standard ist heißt übrigens nicht, dass es das einzig sinnvolle ist.  Übrigens will ich nicht wissen was passiert, wenn so eine Drohne durch den Propellerkreis einer einmotorigen Cessna etc. fliegt.Ist auch gar nicht so wichtig.

Viel wahrscheinlicher ist, dass so eine Drohne irgendwann einem Menschen gegen den kopf fliegt

Es kann heute jeder ohne große Vorkenntnisse oder Üben so eine Drohne fliegen lassen und leider steigt damit auch die potentielle Zahl derer, die keinerlei Vorstellung davon haben, welche Gefahrenpotentiale darin liegen. Das führt auf der einer Seite zu einer Überregulierung durch den Staat und auf der anderen Seite hilft das nicht veil, weil die ganz großen Idioten die Regularien einfach ignorieren.

Hans

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Jo, ich weiß das, habe selbst 20 Jahre am Ruder gesessen, davon 12 Jahre als Fluglehrer und die letzten 18 Jahre auf einem Tower...

Die Landefolgen werden nicht nach Geschwindigkeiten festgelegt, sondern nach Zeitabständen und ggf. Größen der anfliegenden Maschinen, zudem gibt es auch Plätze oder Flughäfen, an denen mehrere Bahnen parallel in Betrieb sind (auch in D), so dass jedes Muster mit seiner standardmäßigen Anfluggeschwindigkeit anfliegen kann, denn die ist ab einem gewissen Punkt vorgegeben und kann nur minimal variiert werden, gerade die Mooneys sind da sehr kritisch und vermutlich hat man genau deshalb eine Mooney als Referenz herausgepickt. Die ist nämlich alles andere, als gutmütig und tatsächlich in den USA weiter verbreitet, als bei uns. Aber das führt zu weit vom Thema weg.

Drohnen haben rund um Flughäfen und Flugplätzen, aber speziell in den Abschnitten der Platzrunde und erst recht in IFR-Anflugstrecken nichts verloren, wenn das nicht angemeldet und mit dem Flugbetrieb koordiniert werden kann.

Gruß Andreas

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vor 5 Stunden schrieb rostafrei:

Jeder, der sich damit auskennt und befasst, weiß, dass gerade der langsamere Geschwindigkeitsbereich bei Start und Landung besonders kritisch ist, da gibt es keine Ausnahmen. Da gibt es auch kein "schneller, besser, ungefährlicher, etc..." 

Gerade deswegen ist es ja unverständlich aus technischer Sicht, einen solchen Test unter den gezeigten Bedingungen durchzuführen. Außer man möchte besonders eindringliche Bilder erzeugen, denn plakativer sind höhere Geschwindigkeiten. Bloß tut man dem Problem damit keinen gefallen. Stattdessen wäre es sehr viel sinnvoller, seriös über die Gefahr einer Kollision zu informieren. 

 

vor 4 Stunden schrieb haru:

Wie gesagt ein worst-case-Szenario und deshalb auch kein Standardtestverfahren. Das ein Testverfahren Standard ist heißt übrigens nicht, dass es das einzig sinnvolle ist. 

Die Mooney ist natürlich ein Leichtflugzeug, genauso wie die anderen hier genannten Maschinen auch. Du darfst sie aber auch gern Kleinflugzeug nennen, macht keinen Unterschied. Und nein, eine Kollision mit einer handelsüblichen Drohne bei 370 km/h ist noch immer kein Worst-Case-Szenario, für die M20 nicht und noch viel weniger für die übermäßige Zahl an Leichtflugzeugen. Es gibt aus meiner Sicht keinen nachvollziehbaren technischen Grund, warum man einen solchen Test mit den Parametern durchführt (zumal Vogelschlagstest auch mit für den jeweiligen Flugzeugtyp hohen Geschwindigkeiten durchaus durchgeführt werden). Die Gründe dafür habe ich beschrieben, da helfen auch keine unzutreffenden Beschreibungen bezüglich Anfluggeschwindigkeiten oder ähnlichem.

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???

Das kurze Video zeigt die Gefahr einer Kollision, nämlich den Maximalschaden, der am Bauteil Tragflächenvorderkante entstehen kann. Was mit dem Flugzeug im Flug passieren kann, wird überhaupt nicht angesprochen. Was gibt es daran zu beschönigen oder in Frage zu stellen? Im gezeigten Einschlagbereich ist der Flügeltank neben einigen elektrischen Leitungen. Kollision im Propellerkreis wäre zwar nicht so eindrucksvoll, aber wesentlich effektiver für einen noch schwereren Schaden. Im Begleittext aus dem link im Startbeitrag wurde nichts von Lande- oder Start- bzw. Steigfluggeschwindigkeit geschrieben. Das kann auch in der Platzrunde bei annähernd Reisefluggeschwindigkeit passieren.

Oder gibt es noch ein weiteres Dokument als Text oder Video, in dem darüber etwas mitgeteilt wird? Eine Kollision im Flug ist neben Feuer oder Triebwerksausfall sehr wohl ein "worst case" Szenario, das steht in Flughandbüchern im Abschnitt Notverfahren... Mir scheint es eher so, als dass man die reale Gefahr einer Kollision von Kleinflugzeug mit relativ schwerer Foto/Filmdrohne hier bewusst kleinreden will. Da sitzt auch mindestens eine Person drin, die mit der Situation in dem Augenblick umgehen muss. Wie nett, dass man diesen Versuch nicht mit einer PA18 oder einem UL/Autogyro mit langsameren Geschwindigkeiten gemacht hat, sonst würde man sicher noch blöde Sprüche machen...

Gruß Andreas

Edited by rostafrei

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vor einer Stunde schrieb rostafrei:

Was gibt es daran zu beschönigen oder in Frage zu stellen?

Es soll gar nichts beschönigt werden, ich stelle aber in Frage, ob es klug und der Sache (ämlich der Aufklärung über die Gefahren von Kollisionen mit Flugzeugen) dienlich ist, die Gefahr für den kommerziellen Luftverkehr zu demonstrieren (denn darum ging es bei dem Test), in dem man die Tragfläche eines Leichtflugzeugs mit einer Drohne 50 km/h über der kombinierten Maximalgeschwindigkeit (in der entsprechenden Höhe) beider kollidieren lässt. 

vor einer Stunde schrieb rostafrei:

Mir scheint es eher so, als dass man die reale Gefahr einer Kollision von Kleinflugzeug mit relativ schwerer Foto/Filmdrohne hier bewusst kleinreden will.

Ich sagte es bereits, eine sachliche Diskussion ist zu dem Thema selten möglich. Wenn du das aus meinen Beiträgen heraus liest, erübrigt sich das weitere Gespräch.

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Es ist völlig egal, ob es den Autoren um kommerziell oder privat ging. Es reicht aus zu wissen, welche rein mechanisch-strukturellen Auswirkungen so eine Kollision in der Praxis haben kann. Was daraus folgen kann, ist für den Normalo so oder so nur verunsichernd, darum ist man darauf auch erst gar nicht eingegangen...

Ja, ein weiteres Gespräch darüber erübrigt sich, wenn man es über die Schiene "nur kommerziell" kleinreden will. Gewerblicher = kommerzieller Luftverkehr wird auch mit Kleinflugzeugen betrieben, in den USA wesentlich mehr als bei uns. Kann man zur Kenntnis nehmen oder einfach ignorieren, wenn es einem nicht ins Bild passt...

Gruß Andreas

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vor 10 Stunden schrieb Helios:

Es soll gar nichts beschönigt werden, ich stelle aber in Frage, ob es klug und der Sache (ämlich der Aufklärung über die Gefahren von Kollisionen mit Flugzeugen) dienlich ist, die Gefahr für den kommerziellen Luftverkehr zu demonstrieren (denn darum ging es bei dem Test), in dem man die Tragfläche eines Leichtflugzeugs mit einer Drohne 50 km/h über der kombinierten Maximalgeschwindigkeit (in der entsprechenden Höhe) beider kollidieren lässt. 

Ich sagte es bereits, eine sachliche Diskussion ist zu dem Thema selten möglich. Wenn du das aus meinen Beiträgen heraus liest, erübrigt sich das weitere Gespräch.

Hallo,

das Problem ist, was im Web daraus gemacht wird. Im direkten Gespräch arbeite ich gerne mit extremen Beispielen und auch Übertreibungen um das Potential (egal ob Gefahr oder Chance ) aufzuzeigen. Im Web wird man sofort dafür angegriffen, es wird aus dem Kontext gerissen.

Jemanden der durch seine Ausbildung eine Vorstellung von  der physikalischen Größe Impuls hat ist das Gefahrenpotential sofort klar, wenn jamand das nicht hat muss man es ihm verdeutlichen. Und da halte ich das Video für geeignet, auch wenn es einen ziemlich unwahrscheinlichen Zusammenstoß nachbildet.

Wie schon geschrieben hatte ich die Gefahr, dass eine Drohne den Absturz eines Verkehrsflugzeuge verursacht für extrem unwahrscheinlich, da müssten sehr viele ungünstige Momente zusammenkommen. Dass jemand als Fussgänger oder Autofahrer verletzt oder gar getötet wird ist da viel wahrscheiner. 

Hans

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vor 15 Minuten schrieb haru:

Im direkten Gespräch arbeite ich gerne mit extremen Beispielen und auch Übertreibungen um das Potential (egal ob Gefahr oder Chance ) aufzuzeigen. Im Web wird man sofort dafür angegriffen, es wird aus dem Kontext gerissen.

Genau da aber liegt doch ein doppeltes Problem. Zum einen bietet es Angriffsfläche, weil es sehr leicht ist, sich sachlich an den Übertreibungen abzuarbeiten und so die eigentliche Gefahr aus dem Fokus zu rücken. Zum anderen könnte jemand mit der gleichen Methodik durch einfache Untertreibung im gleichen Umfang das Gefahrenpotenzial kleinreden und du selbst noch nicht einmal dagegen argumentieren (weil man dann die eigene Argumentation angreifen würde). Das ergibt für mich keinen Sinn.

Allein die sachlich durchaus korrekte Kritik seitens DJI zeigt, wie einfach es ist, die Ergebnisse des Tests des UDRI über die Testparameter in Zweifel zu ziehen. Das wäre nicht möglich gewesen, wenn man mehr Wert auf eine realistischere Ausgangssituation gelegt hätte (was durchaus "Worst Case" sein kann, aber eben nicht fiktional), während das Resultat im Endeffekt das gleiche gewesen wäre (etwas weniger plakativ vielleicht, aber sicher nicht weniger eindringlich). Man hat der Aufklärung über das Gefahrenpotenzial damit einen Bärendienst erwiesen. 

vor 51 Minuten schrieb haru:

Wie schon geschrieben hatte ich die Gefahr, dass eine Drohne den Absturz eines Verkehrsflugzeuge verursacht für extrem unwahrscheinlich, da müssten sehr viele ungünstige Momente zusammenkommen. Dass jemand als Fussgänger oder Autofahrer verletzt oder gar getötet wird ist da viel wahrscheiner.

Rein statistisch gesehen ist der Absturz einen Flugzeuges unabhängig von der Ursache "unwahrscheinlich" oder "extrem unwahrscheinlich" (wie auch immer man das definieren möchte), genauso wie Verletzungen oder Todesfälle bei Fußgängern oder Autofahrern immer viel wahrscheinlicher sind. Zum einen finde ich solche Vergleiche wenig zielführend, weil es kein "entweder oder" dabei gibt, und wenn sich die eine oder die andere Zahl rein durch Aufklärung und verantwortungsvolleren Umgang reduzieren lässt, dann ist es immer der richtige Weg. Zum anderen ist Vogelschlag, und nichts anderes ist eine Kollision mit einer Drohne, unter den Flugunfällen keine Seltenheit, teilweise mit drastischen Folgen. Von daher halte ich es schon für sehr sinnvoll, auch darüber sachlich aufzuklären. Genug Anschauungsmaterial gibt es ja leider. 

@rostafrei: Bitte unterlasse deine Unterstellungen.

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Hallo Sascha,

Vogelschlag hat in doppelter Hinsicht eine andere Qualität. Erstens ist die Struktur von Vögelnnicht so hart wie die eine Drohne (Kerbwirkung!) , dafür gibt es größere Vögel (es gibt ja Abwehrmaßnahmen an Flughäfen, aber ganz vertreiben kann man die Großvögel nicht). Voegelschlag ist das zum Teil somit unvermeidlich während Drohnen nur von ignoranten Idioten im Umkreis von Flughäfen und Landeplätzen gesteuert werden.

Hans

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Allein schon durch den Begriff "Verkehrsflugzeug" wird eine falsche Vorstellung erzeugt. Nämlich die, dass es nur um große Flugzeuge ginge, die ihre Spuren in großen Höhen als Alibi am Himmel hinterlassen. Lasst das "Verkehr" weg und es wird ein Schuh daraus. Gerade an der Küste wird sehr viel mit Kleinflugzeugen gewerblich geflogen, sogar linienmäßig. Nach der allg. Definition sind das bereits Verkehrsflugzeuge! Und nochmal: es ist egal, im Komplex "Störungen im Flugbetrieb" ist es völlig egal, ob gewerblicher oder privater Flugbetrieb gestört oder gefährdet wird. Für beide Kategorien gilt dieselbe Physik und Mechanik.

Ich habe selbst innerhalb kürzester Zeit live miterlebt, wie offiziell anerkannte, rechnerische Unwahrscheinlichkeiten von Störungen im Luftverkehr durch die Praxis vor Ort komplett über den Haufen geworfen werden oder wie aus etwas Übergewicht im Zeitlupentempo ein 4mio €-Schaden als Konsequenz entstehen kann.

Dann wird noch ergänzt, dass bestimmte Muster wie ausgerechnet hochgezüchtete "Rennpferde" wie Mooneys nicht anfällig gegen solche Kollisionen seien. Wisst Ihr überhaupt, ab wann eine Kollision bereits technische oder aerodynamische Folgen hat? Ich gehe davon aus, dass ihr es nicht wisst, weil ihr keine praktische Luftfahrterfahrung habt, also redet das nicht weiter klein, denn nichts anderes macht ihr hier unter dezenten Vorwänden. 

Wer in der Nähe eines Flughafens oder Flugplatzes eine Drohne einer bestimmten Größe und Leistung fliegen will, soll sich vorher vor Ort informieren, eine Erlaubnis erbitten oder beantragen, seine Formulare ausfüllen und sich dann an die Zusagen und Beschränkungen halten. Wenn er/sie eine Absage erhält, muss er/sie sich damit abfinden.

@helios:

Ich unterstell(t)e hier bislang gar nichts und habe sachlich auf verharmlosende und vereinfachende Interpretationen reagiert, die vermutlich von der Flugpraxis am Flugsimulator und/oder aus reiner physikalisch-mathematischer Theorie stammen. Und siehe da, es wird weiter verharmlost und exclusiv anhand von Wahrscheinklichkeitsmodellen ausgeschlossen, was sein oder passieren kann.

Gruß Andreas

 

Edited by rostafrei

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vor 32 Minuten schrieb haru:

Vogelschlag hat in doppelter Hinsicht eine andere Qualität. Erstens ist die Struktur von Vögelnnicht so hart wie die eine Drohne (Kerbwirkung!) , dafür gibt es größere Vögel (es gibt ja Abwehrmaßnahmen an Flughäfen, aber ganz vertreiben kann man die Großvögel nicht). Voegelschlag ist das zum Teil somit unvermeidlich während Drohnen nur von ignoranten Idioten im Umkreis von Flughäfen und Landeplätzen gesteuert werden.

In wie weit die Strukturen oder Gewichte von Vögeln sich nun von Drohnen (die es ja auch in verschiedenen Größen gibt, auch wenn die größten wohl weniger von "ignoranten Idioten" geflogen werden) unterscheiden sei dahin gestellt (ich behaupte mangels Wissen dazu gar nichts, im Test ging es allerdings auch genau darum), die Verbreitung von Vögeln und Drohnen selbst ist natürlich auch schon ein Grund für jene "andere Qualität", die Willkür natürlich ebenso. Vermutlich habe ich mich da in meinem letzten Beitrag aber missverständlich ausgedrückt, mir ging es weniger um die statistische Wahrscheinlichkeit, sondern um die generellen Folgen, die solche Kollisionen in der Realität haben und deren Auswirkungen (leider) sichtbar sind. 

@rostafrei: Bitte unterlasse deine Unterstellungen.

Edited by Helios

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Hallo,

den Unterschied zwischen einem "weichen" Vogel und einer "harten" Drohne kann ich nicht quantifizieren, aber  dank Erfahrungen/Beobachtungen aus dem Modellflugbereich etwas einordnen. Wenn ein Modellflugzeug mit einem anderen Modellellflugzeug kollidiert, so ist der Schaden bei einem "weichen" Kollosionsgegner (Modell z.B. ist aus Styropor mit CFK und Holz beplankt) weitaus geringer als bei einem "harten" Kollisonspartner aus CFK. Treffen zwei harte Modell aufeinander wird in der Regel der stark zerstört, dessen Struktur zuerst durch splittern oder  Beulen versagt. Das kan auch der vemeintlich stabiler gebaute sein. Deshalb halte ich den Fall, dass eine harte Drohne die Aussenhülle durchschlägt und dann empfindliches Innenleben beschädigen kann für sehr gut möglich.

Ich habe mich einmal in meinem Leben von einer Drohne gefährdet gefühlt, die war ziemlich groß (könnte eine DJI Phantom 4 gewesen sein, die wiegt über ein kg). Der Pilot konnte damit nicht besonders gut umgehen und ist aber immer wieder in niedirger Höhe über Menschengruppen geflogen. Es endete erst als sie an einem Hindernis hängenblieb, was er uns seine Begleiter sehr lustig fanden. Ob die Drohne dabei kaputtgegangen ist war im offensichtlich egal.

Hans

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Nachdem ich weiß, dass eine Concorde durch ein von der Startbahn aufgewirbeltes Metallstück in Brand geriet und abstürzte, rege ich mich nicht mehr über übertriebene Szenarien auf. Was soll das Gejammere über gefakte Situationen? Drohnen habe in Flugplatznähe nicht zu suchen!

Aber unsinnige Vergleiche über die Gefährlichkeit von Spielzeug wie Drohnen mit Verkehrsmitteln wie Autos stören mich immer noch.

Edited by Kleinkram

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vor 3 Stunden schrieb Helios:

I@rostafrei: Bitte unterlasse deine Unterstellungen.

Lies dir deinen Beitrag #9 noch mal durch, speziell den mittleren Abschnitt und vllt. noch deine Zitatantwort aus #13. Ich habe gar nichts unterstellt, sondern aufgegriffen...

Ich habe dir und Anderen aus der Praxis erklärt, warum dieser Test weder fragwürdig, unrealistisch noch plakativ ist, aber es wird nicht akzeptiert. Stattdessen wird schon im Voraus auf unsachliche Diskussionen verwiesen, um dann selbst mit dem Argument "unrealistisches Szenario" zu kommen. Wenn das insgesamt kein kleinreden oder verharmlosen ist, dann weiß nicht, wie man noch anders kleinreden, verharmlosen, in Frage stellen, bzw. in Zweifel ziehen kann.

Du willst die Folgen wissen?

1.Notlandung, entweder glückt sie oder auch nicht. Mit viel Glück überm Platz wenn sie in ausreichender Höhe begonnen werden kann.

Mit Glück wird es zum Glück nur teuer, 10 -15.000€ für die Reparatur nur des Kollisionsschadens, + Feuerwehreinsatz, wenn die Zeit dafür reicht, eine Menge Papierkram und lange Wartezeit auf das Flugzeug.

2. Absturz wegen Strömungsabriss mit anschließend unkontrollierbarer Fluglage, evtl. kombiniert mit weiteren techn. Ausfällen

Mit Pech mindestens 4 Tote, mit noch mehr Pech noch mehr Tote und auch Schwerverletzte, je nach dem, wo die Notlandung missglückt. Auf der Wiese, einer leeren Autobahn bei Nacht oder bei Netto vorm Haupteingang in der Haupteinkaufszeit...  Gibt genug Bilder und Videos von Absturzstellen im Netz

Was soll denn sonst noch als Folge auftreten können?

 

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Leute, hört doch bitte mit diesem "aber das sind doch alles an den Haaren herbeigezogene, konstruierte Szenarien" auf.

1. Eine Drohne im unmittelbaren Umfeld eines der Londoner Flughäfen (NICHT Heathrow, also einer der Nebenschauplätze) hat den Flugverkehr über London teilweise zum Erliegen gebracht. Aus nachvollziehbaren Gründen. Die komplette (!) Luftfahrt über London, und das sind mit Heathrow, City, Gatwick,  Standstead und Luton gleich fünf Airports, war (ohne jetzt nachzuschlagen) mehrere Stunden, ich meine sogar einen kompletten Tag gestört - angesichts der Bedeutung Londons als Drehkreuz mit Auswirkungen auf ganz Europa. (!)

2. Es geht letzten Endes nicht nur um Flughäfen, sondern auch um die Einstellung von einigen Drohnenfliegern zu "Must have filmed" Umweltschutz-Zonen, Wohngebieten, "sensationellen Ereignissen" etc. und die kompletten Idiotien, die mit Drohnen angestellt werden, nur "weil es geht und man mich mit Sicherheit nicht erwischt."

3. Es ist wie bei Motorradfahrern - ein paar Idioten verunglimpfen die ganze Szene. Ich bin mir durchaus darüber im Klaren, dass es mehr als genug Drohnenpiloten gibt, die mit Sinn und Verstand mit den Dingern umgehen. Aber hier wie da schreien oft die am lautesten, die am schnellsten dazu tendieren, zu den Verursachern des Ärgers zu zählen. Und - wie ich in einem anderen Forum mal lesen "durfte" - dann auch die anpöbeln, die sie auf ihr Fehlverhalten hinweisen.

Edited by Rossi2u
ein paar n hinzugefügt

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