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acahaya

Vergewaltigt wird man nur wenn man schreit?

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Als wir das Bild gemacht haben, haben wir noch rumgewitzelt, dass das wunderbar die Heuchelei wiederspiegelt, die wir - leider nicht nur aber verstärkt - jenseits des großen Teiches sehen.
Heute las ich im Zuge der Nominierung von Bret Kavannaugh und dessen Vergewaltigungsvorfürfen einen Artikel, in dem ein ultra-christlicher Pastor und ehemaliger Leiter einer christlichen Schule schreibt, eine Vergewaltigung läge nur vor wenn das Opfer schreit und es zwei Zeugen dafür gäbe - egal ob man das Opfer knebelt oder ihm den Mund zuhält und nein, die beiden Zeugen müssen nicht helfen.

Ich hoffe dem Kerl fällt der Schniedel ab und er träumt von heute an für den Rest seines Lebens jede Nacht dass er vergewaltigt wird ohne schreien zu können, bis er sich schließlich zusammen mit all den abartigen Leuten, die derzeit Vergewaltigung, Nötigung und Belästigung mit und ohne Bibelzitate "schönreden" im Hintersten dreckigsten und schrecklichsten Winkel der Hölle wiederfindet.

Ich hoffe mein Text ist Andreas nicht zu politisch aber das Thema brennt mir heute unter den Nägeln.

20180916-M2164049-1.jpg

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vor 5 Minuten schrieb bunter:

wobei bei denen kommt das treffsicherer rüber.

Was denn?

Für mich das Beste am Bild sind die beiden Puppen, die im Gegensatz zu den Hauptmotiven beide diret in die Kamera schauen. Das ist schon richtig creepy. 😱

Was den Text angeht ohne Worte. 😤 Die Kirche hat noch viele Jahrzehnte Aufarbeitung und Abbitte zu leisten und solche Personen gehören als Erstes aus dem Amt entfernt. Aber leider wird dort ja nur versetzt.

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vor 13 Minuten schrieb bunter:

Witz in diesem Zusammenhang ....

Nenn' es Satire oder Karikatur (wäre die bessere Wortwahl gewesen). Für mich erinnern die Bilder (so wie das letzte mit der Spinne) an die Karikaturen von Gerhard Haderer - von Sabine mit Fotografie umgesetzt.

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vor 14 Minuten schrieb tgutgu:

Nenn' es Satire oder Karikatur (wäre die bessere Wortwahl gewesen). Für mich erinnern die Bilder (so wie das letzte mit der Spinne) an die Karikaturen von Gerhard Haderer - von Sabine mit Fotografie umgesetzt.

da gibt es tatsächlich eine gewisse Verwandtschaft...... -.-.-,- ..... das Lachen bleibt im Halse stecken.....

 

ich finde dieses Foto deutlich stärker als das mit den Spinnen - auf gefällt kann ich  nicht klicken wegen Text und Kontext...... aber gut gemacht!

und was die "Doppelmoral"(in diesem Zusammenhang und überhaupt)  anbelangt.... die gibt es leider nicht nur "da drüben"..... vielleicht nur etwas deutlicher sichtbar ....

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Doppelmoral gibt es auch hierzulande zu genüge. In einem Land in dem jeder 4te Mann unter 25 Jahren angibt, Vergewaltigung unter bestimmten Umständen in Ordnung zu finden (und das sind nur die, die es zugeben), braucht man sich nicht über Andere in fernen Länder erheben.

Vermutlich würde auch Hexenverbrennung bei richtiger "Vermarktung" wieder populär. Was sagt das wohl über unsere, ach so fortschrittliche, Geisteshaltung aus?

Das bringt dieses Bild  gut rüber

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vor 1 Stunde schrieb cyco:

Die Kirche hat noch viele Jahrzehnte Aufarbeitung und Abbitte zu leisten und solche Personen gehören als Erstes aus dem Amt entfernt. Aber leider wird dort ja nur versetzt.

Ich nehme an, die Einstellung kommt aus der evangelikalen Ecke, die konservativen von denen sind eine eigene Welt, vom Gedankengut weit entfernt von den Landeskirchen, wie man sie hier kennt.

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vor 7 Minuten schrieb pizzastein:

Ich nehme an, die Einstellung kommt aus der evangelikalen Ecke, die konservativen von denen sind eine eigene Welt, vom Gedankengut weit entfernt von den Landeskirchen, wie man sie hier kennt.

Natürlich ist meine Sicht eingeschränkt und ich weiß, dass man 99% der Kirchenmitarbeitern Unrecht tut und das Kirchen auch viel Gutes leisten. Ohne kirchliche Arbeit wäre unsere Gesellschaft um einiges ärmer. Aber wir sollten das auch nicht vertiefen, weil es ein ebenso schwieriges Thema wie Politik ist.

bearbeitet von cyco

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Vor ein paar Tagen kam ein Bericht aus dem Sudan, als ein Moderator nach einer "Deutschen Welle"-Talkshow wegen einem dortigen Streitgespräch zum Thema Verhalten gegenüber Frauen Mordrohungen erhielt. Radikale Ansichten haben in den meisten Fällen eine Ursache in der Religion.

In den USA wurden doch vor in paar Jahren auch extreme Verhaltensregeln an (einigen?) Universitäten erlassen. Das Extrem in die andere Richtung oder eine Notwendigkeit?

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Es liegt in der Natur der Kunst, dass man Kunstwerke in unterschiedlichster Weise interpretieren kann. Sabines Werk lässt dazu vieles offen. Kontroversen sind bei solchen Werken vorprogrammiert und letztlich ist des auch der Sinn eines Kunstwerkes solche auszulösen.

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vor einer Stunde schrieb Rainer-H:

Übrigens ist das keine Akt-Fotografie, und ohne die Erklärung käme auch niemand auf die Idee, einen Zusammenhang mit Vergewaltigung zu entdecken. 

Ich glaube es gibt keinen Zusammenhang und es ist auch keiner gewollt. Und die Fettecke funktioniert halt nur in einem Kunst-Kontext. Wenn man den nicht sehen will oder außen vor lässt, gibt es auch keinen Sinn. Ich sehe mir das Bild und es hat etwas von Zombie-Apokalypse und Resident Evil. Und wie gesagt, die beiden Puppen sind bildtechnisch für mich der Knaller. Aber man darf das Bild auch gerne sinnlos finden, ich glaube, da wird acahaya nix gegen haben.

Die Frau ist extrem leicht bekleidet, insofern finde ich das hier schon richtig aufgehoben.

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Ich mache gerne Bilder bei denen einem das Lachen im Hals stecken bleibt und Bilder bei denen man mehrfach hinsehen muss, weil sie auf den ersten Blick plakativ sind.

Akt erschien mir wegen der spärlichen Bekleidung und den Kinderpuppen passender als Menschen oder Onstiges.

Dieses Bild ist inspiriert von den aktuellen Entwicklungen in den USA und der mir völlig unverständlichen Tatsache, dass manche Frauen das auch noch gut finden. Eigentlich wollte ich es gar nicht zeigen, als ich dann gestern den Artikel über diesen Typen las, ist mir quasi der Kragen geplatzt und ich habe mir etwas Luft verschafft.

Mir ging es nicht um Kritik an der Kirche sondern an allen Menschen egal welcher Glaubensrichtung, die so denken. Und zu meinem Wunsch für den Herren und seinesgleichen stehe ich.

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Ohne die Erklärung in #18 hätte ich da jetzt einen ganz anderen Zusammenhang gesehen, weil man solche Bilder in Bewegung fast täglich aus Kriegs- oder Krisengebieten in den Nachrichten sieht... Mit anderem Titel in anderem Zusammenhang sehe *ich* das eher als Titelfoto eines Wochenmagazins (Spiegel, Fokus, WiWo, Zeit,...) - was absolut nichts Negatives sein muss 🙂

Auf die Richterwahl, den Hintergrund dazu und seltsame Moralansichten in den USA wäre ich ohne Hilfestellung nicht gekommen, auch wenn es nur die grobe Richtung ist 🤐

Gruß Andreas

bearbeitet von rostafrei

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vor 39 Minuten schrieb acahaya:

Eigentlich wollte ich es gar nicht zeigen, als ich dann gestern den Artikel über diesen Typen las, ist mir quasi der Kragen geplatzt und ich habe mir etwas Luft verschafft.

 

manchmal ist es doch auch für etwas gut, wenn jemandem der Kragen platzt..... so hast Du uns dieses interessante (und gute) Foto gezeigt!

 

EDIT: was genau man/frau beim Betrachten assoziiert ist ja nicht vorbestimmt - und je mehr Spielraum bleibt, umso besser finde ich in der Regel ein Bild/Foto..... so ist es auch hier, ich hätte auch nicht gerade an Vergewaltigung gedacht - aber Machtausübung, Unterdrückung etc. verschiedenster Art (sehr oft männliche Macht) bedingt eben auch ähnliche Bildsprache.....  egal ob in den  heimischen 4 Wänden oder an irgendwelchen (Kriegs)Fronten....

 

..

..

bearbeitet von Ameise

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"Metoo" ist wie vieles aus den USA, eine Methode, um in die Medien zu kommen. Wer nach 30 Jahren jemand beschuldigt, eine Person, die sich um ein Amt bewirbt,   hätte sie damals fast(!) vergewaltigt, ist in höchstem Maße unglaubwürdig. denn auch in den achtziger Jahren gab es schon Polizei und Justiz.  Der Karriere hat es wohl nicht geschadet, aber jetzt gibt es noch einen großen Sprung nach vorn. Mich interessiert dieser Richter nicht. Aber dort wurden auch 1 Million Schadenersatz gezahlt, weil sich ein ungeschickter Trottel heißen Kaffee über die Hose gekippt hat.   

bearbeitet von Rainer-H

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vor 15 Minuten schrieb Rainer-H:

"Metoo" ist wie vieles aus den USA, eine Methode, um in die Medien zu kommen. Wer nach 30 Jahren jemand beschuldigt, eine Person, die sich um ein Amt bewirbt,   hätte sie damals fast(!) vergewaltigt, ist in höchstem Maße unglaubwürdig. denn auch in den achtziger Jahren gab es schon Polizei und Justiz.  Der Karriere hat es wohl nicht geschadet, aber jetzt gibt es noch einen großen Sprung nach vorn. Mich interessiert dieser Richter nicht. Aber dort wurden auch 1 Million Schadenersatz gezahlt, weil sich ein ungeschickter Trottel heißen Kaffee über die Hose gekippt hat.   

Naja, hierzulande stand Gewalt an einer Ehefrau, solange nicht völlig übertrieben, bis 1989 nicht unter Strafe. Vergewaltigung inbegriffen. 

Wie das in den USA war weiß ich nicht. Aber zu sagen, wer nach 30 Jahren mit so einer Beschuldigung kommt sei ungläubig, ist genauso Unsinn wie die Anschuldigung Unsinn sein könnte.

bearbeitet von Ebi80

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