Jump to content
Guest cditfurth

Fremdlinsen an Nikons FTZ-Adapter

Recommended Posts

Auch wenn es bei Tamron nicht auf der Liste der für die Z6/7 freigegebenen Objektive steht, habe ich es ausprobiert: Das 4/70-210 funktioniert nicht.

Was ich nicht verstehe: Warum sind alle Objektive von Nikon & Sigma kompatibel, aber Tamron kommt dem Geheimnis nicht auf die Spur? Scheinbar kommen die auch nicht weiter. Seit 06/19 ist die Kompatibilitätsliste nicht erweitert worden.

Share this post


Link to post
Share on other sites
vor 55 Minuten schrieb Christian-P:

...Was ich nicht verstehe: Warum sind alle Objektive von Nikon & Sigma kompatibel, aber Tamron kommt dem Geheimnis nicht auf die Spur? Scheinbar kommen die auch nicht weiter. Seit 06/19 ist die Kompatibilitätsliste nicht erweitert worden.

Ist ja so auch nicht ganz richtig ;)

1. Nikon: Klar, daß das funktioniert (für fast alle Objektive mit Motor auch mit AF)

2. Sigma: Die brauchen auch FW Updates für die Nikon Z Serie, was bei den ARTs per USB Dock geht.

3. Tamron: Auch hier werden FW Updates benötigt, damit der AF funktioniert.
Nur muß man die Objektive dazu zu Tamron einschicken (vorher fragen, ob es beim jeweiligen Modell möglich ist)

 

Share this post


Link to post
Share on other sites
vor einer Stunde schrieb D700:

Ist ja so auch nicht ganz richtig ;)

1. Nikon: Klar, daß das funktioniert (für fast alle Objektive mit Motor auch mit AF)

2. Sigma: Die brauchen auch FW Updates für die Nikon Z Serie, was bei den ARTs per USB Dock geht.

3. Tamron: Auch hier werden FW Updates benötigt, damit der AF funktioniert.
Nur muß man die Objektive dazu zu Tamron einschicken (vorher fragen, ob es beim jeweiligen Modell möglich ist)

 

Ja, Sigma braucht genau wie Tamron ggf. Updates. Aber Sigma stellt die für weite Teile des Portfolios zur Verfügung. Bei Tamron sieht es da eher mau aus. Tamron hat für Z-Mount 7 Optiken freigegeben, für RF 15. Ich denke, Tamron steht hier vor einem technischen Problem, das Sigma bereits gelöst hat.

 

Bei Tamron kann man die FW über die Tamron TAP-in Console übrigens auch selber aufspielen. Wenn es denn eine SW gäbe.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Werbung (verschwindet nach Registrierung)

vor 8 Minuten schrieb Christian-P:

...Aber Sigma stellt die für weite Teile des Portfolios zur Verfügung. Bei Tamron sieht es da eher mau aus. Tamron hat für Z-Mount 7 Optiken freigegeben, für RF 15. Ich denke, Tamron steht hier vor einem technischen Problem, das Sigma bereits gelöst hat.

Stimmt zwar, aber in diesem Thread hier geht es um das Adaptieren am FTZ Adapter und nicht um verfügbare Z-Mount Linsen ;)

Edited by D700

Share this post


Link to post
Share on other sites
vor 8 Minuten schrieb D700:

Von Z-Mount Linsen ...

Dann zeig mir bitte mal native Z-Mount Linsen von Sigma oder Tamron über die ich hier geschrieben haben könnte. Es geht um F-Mount Linsen, die via FTZ an der Z6/7 funktionieren oder eben nicht.

Und für mich ist eine F-Mount Linse von Tamron oder Sigma ebenso eine Fremd-Linse, wie z.B. eine FE-Mount von Sony.

 

Für dich hier noch einmal die Eingangsfrage:

Am 28.9.2018 um 15:51 schrieb Gast cditfurth:

Ich schlage vor, hier Erfahrungen zu sammeln, welche Objektive von Sigma, Tamron usw. sich wie am FTZ-Adapter bzw. an der Nikon Z6/7 verhalten.

 

Edited by Christian-P

Share this post


Link to post
Share on other sites
Am 18.10.2018 um 20:09 schrieb Photon42:

ungechippte Nikon-Objektive haben zusammen mit dem FTZ-Adapter im Gegensatz zur einer D850 etc keine automatische Blende.

Nikon AI-s Objektive können mit Hilfe des Dandelion Chip nachgerüstet werden. Das Objektiv verhält sich dann an der Kamera wie ein AF Objektiv mit abgeschaltetem Autofokus. Alle anderen Funktionen - also außer AF und Distanzübertragung - funktionieren normal. Damit kann das Objektiv auf die kleinste Blende gestellt werden und die Steuerung kann über die Kamera erfolgen. Mangels Z Kamera nicht am FTZ getestet, aber an allen DSLRs funktioniert es.

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Ich kann das Gegenteil mangels Adapter nicht beweisen, aber:

Das würde bedeuten, dass 99% aller im Umlauf befindlichen Nikkor Objektive und Fremdobjektive mit Nikon F Bajonett auf dem FTZ nur sehr eingeschränkt verwendbar wären. Der Adapter würde dann ausschließlich Nikon Typ E Objektive unterstützen und davon gibt es wenige.

Die Abbildung des Adapters in der Anleitung https://onlinemanual.nikonimglib.com/z7_z6/de/14_technical_notes_08.html zeigt nahe der Ziffer 1 einen Hebel, welcher die Blende betätigt. Wäre dieser Hebel starr, dann würde das Objektiv auf offener Blende stehen, denn der Nikon Blendenmechanismus funktioniert so, dass die Blende vom Hebel geöffnet wird und bis zum eingestellten Blendenwert schließt, wenn der Hebel nach unten schwenkt. Bei den alten manuellen Kameras gibt es nur auf-zu, bei Kameras ab der Nikon FA öffnet der Hebel die Blende gerade so weit, wie es die Kamera möchte. Deshalb muss man an solchen Kameras die Blende ganz schließen, wenn sie über die Kamera betätigt werden soll.

Ein weiteres Indiz, dass es funktioniert ist Seite https://imaging.nikon.com/lineup/accessory/camera/ftz/spec.htm, Abschnitt "Supported Features". Die Spalte "Shooting Mode - Auto, P, S" zeigt an, welche Objektivtypen mit Blendenautomatik funktionieren. Da sind nicht nur Type E Objektive dabei - welche keinen Blendenhebel haben - sondern auch alle Objektive mit mechanischer Blende und CPU-Chip.

Nach dieser Tabelle müsste der FTZ Adapter sehr wohl in der Lage sein, bei einem AI-s Objektiv mit Dandelion Chip die Blende zu steuern. Das Einzige, das dies verhindern könnte, wäre eine Inkompatiblität mit diesem Chip, so wie sie mit dem CPU Chip einiger Tamron Objektive berichtet wurde. 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Vielleicht noch ein paar Zeilen für jene unter uns, welche die über 100jährige Geschichte von Nikon nicht von Anfang an mit erlebt haben:

60mmF2.8.jpg.1a6d35533009175619f5e03096a4f7e0.jpg

Ich habe hier nur die Elemente des Bajonettes beschriftet, welche für diesen Thread von Interesse sind.

Elektrische Kontakte:
Sind diese vorhanden, dann haben wir es mit einem Objektiv mit CPU zu tun. Das sind alle AF-Objektive von Nikon und Fremdherstellern, plus einige wenige manuell fokussierbare Objektive. Bei Nikon heissen sie AI-P und es gibt/gab nur 3 Exoten, nämlich das 45mm Pancake, ein 500mm f/4 und das Monsterzoom 1200-1700mm f/5.6-8. Bei Samyang heissen sie AE und umfassen alle aktuellen MF-Objektive mit Nikon F Bajonett. Bei Zeiss heissen sie ZF.2, was auch die Milvus und Otus Objektive mit Nikon Anschluss inkludiert.

Blendenhebel:
Die traditionelle mechanische Blende von Nikon. Diese hat sich nur einmal geändert. Beim Umstieg von Nikon AI auf Nikon AI-s wurde die Blendengeometrie linearisiert, das heisst der Weg des Blendenhebels von einer Blendenstufe zur nächsten ist immer gleich groß. Auch alle AF-Objektive mit Blendenhebel haben diese Geometrie.

Fehlt der Blendenhebel bei einem CPU-Objektiv, dann haben wir es mit einem Objektiv mit elektrischer Blende zu tun, erkennbar am Zusatzbuchstaben E nach der Lichtstärkeangabe.

AF-Mitnehmer:
Der gute alte "Schraubenzieher-AF". Ein Mitnehmer an der Kamera - soweit vorhanden - greift in die Kerbe ein und dreht ein Gestänge, welches über ein einfaches Zahnradgetriebe die Entfernung verstellt. Laut und langsam, aber simpel.

Fehlt der AF-Mitnehmer bei einem CPU-Objektiv, dann hat dieses einen eingebauten Fokusmotor. Das sind alle AF-I, AF-S und AF-P Modelle. Abgesehen natürlich von den oben angeführten manuell fokussierbaren Objektiven mit CPU Chip. Dort gibt es weder AF-Motor noch AF-Mitnehmer.

AI-Blendenmitnehmer:
Bei Objektiven mit Blendenring und ohne CPU teilt dieser - über einen entsprechenden Mitnehmer an der Kamera - derselben mit, um wieviele Stufen die Blende beim Auslösen schließen wird. Die Belichtungszeit wird bei offener Blende gemessen und muss daher für jede Stufe Abblendung verdoppelt werden. AF-Objektive mit Blendenring brauchen diesen Mitnehmer nicht. Hier ist er nur aus Kompatiblitätsgründen mit älteren manuellen Kameras vorhanden, da diese den Chip nicht auslesen können.

Fehlt der entspechende Mitnehmer auf der Kameraseite - wie bei Nikon Einsteigerkameras und beim FTZ Adapter - dann kann das Objektiv nur mit externer Belichtungsmessung (z. B. Handbelichtungsmesser) und manueller Einstellung verwendet werden. In der Praxis behilft man sich, indem man die Belichtung schätzt, eine Aufnahme macht, das Histogramm analysiert und - wenn nötig - die Aufnahme mit korrigierten Einstellungen wiederholt.

Wobei zu sagen ist, dass auch an den höherwertigen DSLRs, welche die Blendeneinstellung abtasten, Objektive ohne CPU nicht vollständig unterstützt werden. Kameras wie die Nikon FA, F801, F4 unterstützen auch Blendenautomatik mit CPU-losen Nikon AI-s Objektiven. Dazu müssten aber noch weitere Nöppchen und Hebelchen abgetastet werden und das kann keine digitale Nikon.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Noch eine Mitteilung aus gegebenem Anlass:

Aus der Empfehlung für den Dandelion Chip wird eine Warnung. Ich habe das oben abgebildete Micro Nikkor 105mm an die D850 angesetzt, um die Kompatibilität mit der neuesten Kamerageneration zu testen. Mit allen bisherigen Kameras gab es nie Probleme. Die EXIF Daten wurden korrekt ausgelesen, die Blende war über die Kamera steuerbar. Beim Ansetzen an die D850 ist der Chip zerbrochen. Im Prinzip sieht der Chip genauso aus wie die Kontaktleiste des abgebildeten AF Micro Nikkor 60mm, nur das sich in der Zahnlücke ein CPU Chip verbirgt, der auf die Werte des Objektives programmiert wird und dann der Kamera eine Nikon Objektiv-CPU vorspiegelt. Ziemlich dünnwanding das Ding, wie man an den Überresten ersehen kann. Ich denke, dass ich alle Krümel aus der Kamera schütteln konnte. Das Objektiv wird jetzt ein chiploses AI-s bleiben.

P.S.: Ist der Mensch eigentlich lernfähig?

Nein, ist er nicht. Keine Frage, dass ich auch das zweite nachträglich gechippte Objektiv an die gleiche Kamera gesetzt habe. Chip blieb heil und funktioniert ohne Probleme.

Share this post


Link to post
Share on other sites
vor 7 Stunden schrieb tengris:

P.S.: Ist der Mensch eigentlich lernfähig?

Nein, ist er nicht.

Doch, einzelne Exemplare sind es schon! 😉

Mein einziges Nikkor mit mechanischer Blendensteuerung (ein 40 Jahre altes AI 50/1.4) bleibt jedenfalls ohne CPU.

Danke für den ausführlichen Exkurs!

 

Share this post


Link to post
Share on other sites
vor einer Stunde schrieb finnan haddie:

Mein einziges Nikkor mit mechanischer Blendensteuerung (ein 40 Jahre altes AI 50/1.4) bleibt jedenfalls ohne CPU.

Bei AI-Objektiven ohne -s ist der CPU Chip ohnehin begrenzt sinnvoll. Sobald die Kamera den Chip erkennt, geht sie davon aus, dass der Hub des Hebels von Blende zu Blende immer gleich groß ist. Das ist bei AI Objektiven nicht der Fall. Deshalb kann es sein, dass der Blendenwert, den die Kamera einstellen möchte, nicht genau der ist, den das Objektiv tatsächlich annimmt. Das würde bedeuten, dass die Belichtung abhängig von der Blendeneinstellung in einem gewissen Ausmaß abweicht. Da kann man gleich die Belichtung schätzen oder extern messen und per Histogramm korrigieren.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Join the conversation

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.

Guest
Reply to this topic...

×   Pasted as rich text.   Paste as plain text instead

  Only 75 emoji are allowed.

×   Your link has been automatically embedded.   Display as a link instead

×   Your previous content has been restored.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.

Loading...

  • Recently Browsing   0 members

    No registered users viewing this page.

×
×
  • Create New...