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vor 1 Stunde schrieb tgutgu:

Hier der Standpunkt von Kirk Tuck zur neuen Zeiss Kamera:

https://visualsciencelab.blogspot.com/2018/10/i-laughed-my-ass-off-when-i-saw-camera.html

Ich kannte Hrn. Tuck bislang zwar nicht, aber seine Ansichten waren amüsant zu lesen und je länger ich das Hobby der Fotografie betreibe, desto mehr stimme ich dessen Maximierung durch Minimierung zu.

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Wobei ich eher ein Anhänger der moderaten Maximierung bin, die der Unterstützung bei der Bildaufnahme dienen sollte. Kommunikation dient eher nicht dazu. Konnektivität zum Smartphone kann aber gewisse Arbeitsprozesse unterwegs erleichtern, wenn es unkompliziert, schnell und verlässlich möglich ist. An allen drei Punkten hapert es noch.

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Danke für den Link. Kirk Tuck hat Recht, wenn er in Sachen Software ein Disaster befürchtet. Ich würde mich auch nicht auf Android verlassen.

Ich kann da nur über meine Erfahrungen mit Android TV berichten. Vor Jahren haben ich mir einen Fernseher mit Android TV gekauft. Rein theoretisch klang es gut, die Entwicklung und Weiterentwicklung des Fernseh-Betriebssystems einem Unternehmen zu überlassen, welches über viele gute Programmierer verfügt und (scheinbar) gewillt ist, immer das Beste aus dem Machbaren herauszuholen.

Die Realität sieht aber anders aus. Man musste zwei Jahre warten, bis überhaupt einmal solche Dinge wie Senderorganisation und Aufnahmen auf Festplatte wenigstens halbwegs funktionierten. Der Fernseher startete ständig neu und war immer eingebremst, weil ständig irgendwelche Apps im Hintergrund werkelten. Die Entwicklung der (eigentlich ganz guten) Youtube-TV-App, für mich ein ganz wichtiger Baustein eines modernen Fernsehers, wurde einfach eingestellt. Inzwischen kann man nur noch über die Web-App Youtube gucken, die ein grausiges und für Fernseher/Fernbedienungen ungeeignetes Userinterface bietet. Für das Gucken am PC ist es vielleicht okay, aber nicht für einen TV – die Mühe, ein für Fernsehnutzer optimiertes Design bereitzustellen, macht sich Google nicht. Der Fernsehhersteller ist  machtlos und schiebt die Schuld auf Google.

Was ich damit sagen will: Einfach nur Android zu adaptieren und vielleicht ein bisschen was dazu zu programmieren, wäre fatal. Zeiss muss sich darüber im Klaren sein, dass sie bei diesem Weg extrem auf gute Programmierer angewiesen sein werden. Wenn diese nicht vorhanden sind: gute Nacht!

Ich finde den Ansatz auch sehr interessant/innovativ/lobenswert. Allerdings könnte der Einbau von Android/Lightroom und einer Festplatte des Guten vielleicht auch zu viel sein. Warten wir es aber einfach mal ab.

bearbeitet von Onkel_vom_Mars
Rechtschreibkorrektur

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vor 2 Stunden schrieb tgutgu:

Hier der Standpunkt von Kirk Tuck zur neuen Zeiss Kamera:

https://visualsciencelab.blogspot.com/2018/10/i-laughed-my-ass-off-when-i-saw-camera.html

Wegen dieser Schreibe liebe ich die amerikanische Sprache:

Zitat
Nuts to you if you saw a scene with Lady GaGa and the Pope making out on main stream with UFOs landing in the background ---- you weren't going to have a camera that would take photographs until your Galaxy NX finished downloading and installing the latest rev. of Angry Birds. 

100 % on target!

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Als ich fertig wurde, fiel mir auf, ich sollte eine Warnung einbaun: Achtung Text-Wall!

Ich muss hier - als embedded Software-Entwickler (Ein Programmierer ist was anderes)- mal ne Lanze für meine Kollegen bei Zeiss oder dem entsprechenden Dienstleister brechen, der das umgesetzt hat. Der Entwickler hat nie die Idee. Ja er hat viele Ideen, Ganz sicher sogar, aber die darf er nicht umsetzen und er darf höchstens beratend dabei sitzen (und wird natürlich nur selten angehört). Aber die kruden Ideen, die haben immer irgendwelche Produkt-Manager. Wenn dann der Entwickler sagt: "Ja aber ich sehe hier und da Probleme, das ist nicht einfach und braucht Zeit und ausreichend Tests" oder gar: "Diese Idee ist nicht zuverlässig umsetzbar", dann ist das einfach egal. Denn, wenn es nachher Probleme gibt, dann ist der Entwickler Schuld und nicht etwa der Hansel, der sich das Zeugs ausgedacht hat und nicht auf den Entwickler gehört hat. Ach und schonmal was entwickelt nach einem einzeiligen Lastenheft? Kann man nur falsch machen!
Und, dass es Verspätungen gibt liegt daran, dass, wenn ein Entwickler eine Zeitabschätzung abgibt, die realistisch ist, er diese nach unten korrigieren muss, was sich dann in minderwertiger Qualität und so gut wie keinen tests und damit Bananenware äußert (reift beim Kunden). Und glaubt mir, das gefällt keinem Entwickler. Niemand entwickelt sein Baby und muss es unfertig und fehleranfällig auf die Welt loslassen und fühlt sich dabei auch nur annähernd wohl.
Was passiert dann? Das Marketing muss natürlich schon vorher los starten, Release-Termine müssen angekündigt werden und der PM nimmt natürlich die genannten Zeiten und macht daraus Termine. Aber dann treten nunmal die völlig erwartbaren Probleme auf, auf die die Entwickler schon von Anfang an hingewiesen haben. Und der Release-termin verschiebt sich oder die Features, die man wollte werden auf später verlagert ;)
Dann macht man noch drölftausend Besprechungen. Eine Besprechung für die Evaluierung der Ideen, eine für die Umsetzbarkeit, eine für die Grundlage der möglichen Zeiten, eine für die Zeitabschätzung, eine für die Nachbearbeitung der Zeitabschätzung, eine für die Kostenoptimierung.... usw., so, dass man mehr besprochen als gearbeitet hat.

Das ist das Standard-Doing in der fast kompletten - zumindest deutschen - Mittelstands- und Konzern-Industrie. Es ist ein Wunder, dass überhaupt Produkte erscheinen und funktionieren. Das läuft in China btw. anders. Da bespricht man einmal (!) und dann wird es umgesetzt. Und ich würde heute die Qualität vieler elektronischer Geräte aus Asien (auch den Software-part) als weit besser, zuverlässiger und performanter als "Made in germany" bezeichnen. Es ist wirklich ein Armutszeugnis, was hier in der Industrie abgeht. Da werden nur Pöstchen hin und hergeschoben, Vetterleswirtschaft betrieben, Standorte in anderen Staaten aufgebaut, weil man sich bei den Kollegen vom Golf-Club profilieren will... Technik? Organisation? Effizienz? Qualität? Nicht in Deutschland, bzw. nicht mehr. Da zählt nur das Gehalt vom BWL-Manager-Posten. Und da ist es nicht anders, als in der aktuellen Politik. Wenn du's verkackst, streifst deine Schuld einfach auf jemand anderen ab und wirst befördert.
Und wer jetzt sagt: ja, aber die Autos!.... Gerade in der Automobil-Industrie herrscht das pure Chaos. Und das nicht nur in der Entwicklung (und das liegt auch hier gewiss nicht an den Entwicklern, denn diese werden in D tatsächlich sehr gut ausgebildet).

Also um mein langes Abkotzen wieder zurückzuführen auf das Thema: Wenn die augenscheinliche coole Idee bei der Zeiss-Kamera in die Hose geht, dann macht bitte nicht immer die Entwickler dafür verantwortlich, die können nur sehr wenig bis gar nichts dafür, das Problem liegt hier auf ganz anderen Ebenen.

Abgesehen davon bin ich doch ziemlich beeindruckt von der Idee - und, wenn es denn gut klappt - der Umsetzung dieser Fähigkeiten. Ich meine Lightroom für 36 MPx-RAW-Bilder, am besten noch mit 14 Bit? Selbst mit der GPU-Unterstützung und einer leistungsstarken intel-CPU kann mein Rechner da mal schön rödeln, wenn er was als JPG exportiert (die Share-Funktion dann bei zeiss, aber hier wäre auch die Frage... ein 36 MPx Bild mal eben irgendwo veröffentlichen? wohl kaum). Abgesehen von der Dauer sollte auch die Wärmeentwicklung- und Abführung ein Problem sein und vor allem der dafür nötige Energieverbrauch. Wir haben bei uns da auch eine Industrie-kamera entwickelt, die Bilder verarbeitet und ein paar cm groß ist und das nur mit wenigen MPx, wenn überhaupt mal einer. Und das wird richtig heiß! Wobei man hier zwischen Consumer- und Industry-Markt unterscheiden muss. Es geht bei der Industrie-Kamera ja auch um Erkennungsalgorithmik und vor allem Decodierung (eines 2D-Codes bspweise) und nebenher werden die Daten auch noch ständig kommuniziert (so ein Ethernet PHY braucht nicht gerade wenig Energie). In diesem Fall kann ich mir gut vorstellen, dass zeiss da einen sehr modernen prozessor spendiert, aber Ich finde leider nichts zum verbauten Prozessor. Und ja, die Form macht einen großen unterschied. ein Smartphone ist flach, hat also viel Fläche zum Verteilen der Hitze, ein Kubus hat da ganz andere probleme! und die Zeiss-Kamera ist ja auch nicht gerade flach. Auch generell 512 GB... und der zugehörige nötige RAM.... Das alles in diesem Gehäuse ist selbst in der heutigen Zeit noch eine Meisterleistung.
Gespannt bin ich allemal, wobei sich der Anwendungszweck für mich noch nicht so ganz aufzeigen will. Wenn ich was auf IG posten will reicht einfach die handy-Kamera, abgesehen davon, dass das SP da sowieso besser aufgestellt ist. Dafür brauch ich keine 36 MPx... Vllt. für die Luft-Aufklärung im Militär? ach die haben da ganz andere Prozesse... Tja, wer weiß, was da für Use-Cases anstanden bei der Idee.

bearbeitet von Neto-Zeme

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vor 3 Stunden schrieb Neto-Zeme:

(...)
Ich muss hier - als embedded Software-Entwickler (Ein Programmierer ist was anderes)- mal ne Lanze für meine Kollegen bei Zeiss oder dem entsprechenden Dienstleister brechen, der das umgesetzt hat. Der Entwickler hat nie die Idee. Ja er hat viele Ideen, Ganz sicher sogar, aber die darf er nicht umsetzen und er darf höchstens beratend dabei sitzen (und wird natürlich nur selten angehört). Aber die kruden Ideen, die haben immer irgendwelche Produkt-Manager. Wenn dann der Entwickler sagt: "Ja aber ich sehe hier und da Probleme, das ist nicht einfach und braucht Zeit und ausreichend Tests" oder gar: "Diese Idee ist nicht zuverlässig umsetzbar", dann ist das einfach egal. Denn, wenn es nachher Probleme gibt, dann ist der Entwickler Schuld und nicht etwa der Hansel, der sich das Zeugs ausgedacht hat und nicht auf den Entwickler gehört hat. Ach und schonmal was entwickelt nach einem einzeiligen Lastenheft? Kann man nur falsch machen!
Und, dass es Verspätungen gibt liegt daran, dass, wenn ein Entwickler eine Zeitabschätzung abgibt, die realistisch ist, er diese nach unten korrigieren muss, was sich dann in minderwertiger Qualität und so gut wie keinen tests und damit Bananenware äußert (reift beim Kunden). Und glaubt mir, das gefällt keinem Entwickler. Niemand entwickelt sein Baby und muss es unfertig und fehleranfällig auf die Welt loslassen und fühlt sich dabei auch nur annähernd wohl.
Was passiert dann? Das Marketing muss natürlich schon vorher los starten, Release-Termine müssen angekündigt werden und der PM nimmt natürlich die genannten Zeiten und macht daraus Termine. Aber dann treten nunmal die völlig erwartbaren Probleme auf, auf die die Entwickler schon von Anfang an hingewiesen haben. Und der Release-termin verschiebt sich oder die Features, die man wollte werden auf später verlagert ;)
Dann macht man noch drölftausend Besprechungen. Eine Besprechung für die Evaluierung der Ideen, eine für die Umsetzbarkeit, eine für die Grundlage der möglichen Zeiten, eine für die Zeitabschätzung, eine für die Nachbearbeitung der Zeitabschätzung, eine für die Kostenoptimierung.... usw., so, dass man mehr besprochen als gearbeitet hat.

Das ist das Standard-Doing in der fast kompletten - zumindest deutschen - Mittelstands- und Konzern-Industrie. Es ist ein Wunder, dass überhaupt Produkte erscheinen und funktionieren.

(...)

Das kommt mir irgendwie bekannt vor. Dazu habe ich nichts hinzu zu fügen.

 

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vor 25 Minuten schrieb Kleinkram:

Für große Konzerne mag das Szenario stimmen (stimmt das Szenario).

Kleinere Firmen und Mittelstand arbeiten idR. anders, sonst wäre der Mittelstand in D und international nicht so erfogreich.

Bei mir läuft Zeiss unter kleinere Firmen.

mein Fehler. Wenn ich hiernach gehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Kleine_und_mittlere_Unternehmen

sind die Firmen, die ich meinte schon größer, ich dachte so an 700 aufwärts.

ZEISS hat aber weltweit 27000 Mitarbeiter: https://www.zeiss.de/corporate/ueber-zeiss.html
also das ist gewiss keine kleine Firma.

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Oh, da habe ich ich leicht um ein bis zwei Zehnerpotenzen vertan. 😗

Ich hatte nur die Kamerafertigung im Hinterkopf und den Rest unterschlagen. Aber selbst ohne Unterschlagung hätte ich mit der Größe nicht gerechnet.

Also, Konzern mit vermutlich Konzerngebaren.

bearbeitet von Kleinkram

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Ach ja, neto-Zeme spricht mir aus dem Herzen und erinnert mich an einiges, glücklicherweise nicht alles, was ich im Berufsleben erfahren habe. Je weiter weg man vom Alltag ist, umso besser kann man über Funktionen eines (Software-) Produkts spekulieren und träumen. Man sieht die sonnige Horizontkontur des tollen Ziel-Gebirges, nur nicht die Riesenstolpersteine, die direkt vor den Füßen liegen, im Schatten. Man müsste Managern manchmal eine HDR-Brille aufsetzen.

Zurück zu Zeiss: Ich halte, wie bereits gesagt, nichts von dieser neuen Kameraidee und schiebe diese in eine Vor-Prototyp Ecke. Was mir auf Messen schon alles gezeigt wurde, was so aussah, als würde es in Kürze funktionsbereit am Markt sein, aber eigentlich nur Mock-Ups waren, um mal Kundenreaktionen zu studieren.

Ein Aktenkoffer mit eingebautem Büro Ende der 1980er: Telefon, Akkustik-Modem, Tastatur, 1-zeiliges LED-Display, ... bei einem deutschen Hersteller. Außer Kopfschütteln blieb dafür nichts übrig, die Firma ging dann wenige Jahre später in Konkurs und 2.300 Arbeitsplätze in einer strukturschwachen Gegend waren weg.

Auf einer Photokina Anfang der 1980er: Nach einer Idee von Hans Domnik eine (fast) fertige, in mehreren Exemplaren gezeigte riesige 6 x 6 Sucherkamera mit Wechselobjektiven(?) und zwei Filmkammern, rechts und links, in die man z. B. rechts einen Farbfilm und links einen SW-Film einlegen konnte. Der gewünschte Film für die vorgesehene Aufnahme wurde dann hinter das Objektiv gerollt, ob motorisch oder per Kurbel, weiß ich nicht mehr. Der Messestand war von einer eigens gegründeten Firma mit einem neuen Namen. Die genannte Preisvorstellung utopisch. Die Kamera sah fertig und funktionsfähig aus, ist aber nie auf den Markt gekommen.

Gehe davon aus, dass Zeiss einen Versuchsballon gestartet hat und mal sehen will, wie der ankommt. Vielleicht meint man ja bei Leuten zu punkten, die schon mal € 800 für ein Smartphone ausgeben und dann für mehrere k€ noch eine klobige Kamera kaufen, mit der sie dann nicht umgehen können. Aber Eindruck machen!

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Am 24.10.2018 um 16:04 schrieb Kleinkram:

Kleinere Firmen und Mittelstand arbeiten idR. anders, sonst wäre der Mittelstand in D und international nicht so erfogreich.

Auch in kleinen Firmen mit weniger als 50 Arbeitnehmern ist das auch so. Irgendein Manager kommt mit einer Schnapsidee angelaufen, möchte diese trotz der Bedenken der Leute, die sie letztendlich umsetzen müssen, umgesetzt sehen, und schimpft dann auf eben diese Leute, weil das Ganze in die Hose gegangen ist. 

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Am 24.10.2018 um 10:30 schrieb Neto-Zeme:

Ich muss hier - als embedded Software-Entwickler (Ein Programmierer ist was anderes)- mal ne Lanze für meine Kollegen bei Zeiss oder dem entsprechenden Dienstleister brechen, der das umgesetzt hat. Der Entwickler hat nie die Idee. Ja er hat viele Ideen, Ganz sicher sogar, aber die darf er nicht umsetzen und er darf höchstens beratend dabei sitzen (und wird natürlich nur selten angehört). Aber die kruden Ideen, die haben immer irgendwelche Produkt-Manager. ...................

Arbeite als Produktentwickler bei einem Mittelständler der (erweiterten) Chemischen Industrie.

dito...........🤮

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Jaja, nun sind wir die Manager schuld.

Ist schon lustig zu lesen, wie nie einer selbst schuld hat, aber immer der "Manager" oder das "Marketing". Ich arbeite selber in einem großem Unternehmen. Wir fühlen uns von der DNA eher als Mittelständler, sind aber größer. Ich bin Auftraggeber für viele IT-Projekt inhouse. Erstaunlicherweise funktionieren die gut, wenn vorher eine vernünftige Abstimmung zwischen alle Abteilungen stattgefunden hat. Größte Schwachpunkte sind, dass Fachabteilungen ihre Anforderungen nicht spezifisch genug formulieren oder  Entwickler, die einfach das programmieren, was sie meinen verstanden zu haben ohne genau nachzufragen. Das alles lässt sich mit einem vernünftigem Projektmanagement und guten Projektleitern lösen, die als Übersetzer zwischen IT und Fachbereichen fungieren. Hilfreich ist auch, wenn es Mitarbeiter gibt, die in den jeweiligen Fachabteilungen und IT-Abteilungen schon lange miteinander arbeiten und so um die Stolpersteine wissen. Und wenn sich eine IT gegen "krude" Produktideen nicht durchsetzen kann oder vernünftig vorrechnen kann, dass das Geld verbrennen ist, dann sollte die IT mal versuchen, da vernünftige Entscheidungsinstrumente und -prozesse aufzubauen. Zur Not muss man das Projekt totrechnen... aber vermutlich sagt jetzt wieder einer, dass ist den "Managern" egal.

 

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Ja, die Manager unterdrücken die guten Ideen der Belegschaft, um die eigene Ideenarmut zu kaschieren und die Belegschaft setzt die guten Ideen der Manager aus Bequemlichkeit nicht um.

Wird man so eine der erfolgreichsten Wirtschaftsnationen auf diesem Erdball?

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vor 2 Stunden schrieb cyco:

Jaja, nun sind wir die Manager schuld.

Ist schon lustig zu lesen, wie nie einer selbst schuld hat, aber immer der "Manager" oder das "Marketing". Ich arbeite selber in einem großem Unternehmen. Wir fühlen uns von der DNA eher als Mittelständler, sind aber größer. Ich bin Auftraggeber für viele IT-Projekt inhouse. Erstaunlicherweise funktionieren die gut, wenn vorher eine vernünftige Abstimmung zwischen alle Abteilungen stattgefunden hat. Größte Schwachpunkte sind, dass Fachabteilungen ihre Anforderungen nicht spezifisch genug formulieren oder  Entwickler, die einfach das programmieren, was sie meinen verstanden zu haben ohne genau nachzufragen. Das alles lässt sich mit einem vernünftigem Projektmanagement und guten Projektleitern lösen, die als Übersetzer zwischen IT und Fachbereichen fungieren. Hilfreich ist auch, wenn es Mitarbeiter gibt, die in den jeweiligen Fachabteilungen und IT-Abteilungen schon lange miteinander arbeiten und so um die Stolpersteine wissen. Und wenn sich eine IT gegen "krude" Produktideen nicht durchsetzen kann oder vernünftig vorrechnen kann, dass das Geld verbrennen ist, dann sollte die IT mal versuchen, da vernünftige Entscheidungsinstrumente und -prozesse aufzubauen. Zur Not muss man das Projekt totrechnen... aber vermutlich sagt jetzt wieder einer, dass ist den "Managern" egal.

 

Naja, war ja auch bewusst polemisch gehalten. Vor allem aufgrund der ersteren Aussagen, dass die Entwickler Schuld seien. Und "die IT" ist keine embedded Software-Entwicklung. Die "IT" macht die IT-Verwaltung im Haus. Wenn das für einen Manager die Produkt-Software-Entwicklung ist, dann weiß man ja, wie gut er darüber Bescheid weiß. Iwas mit Software halt...

Und ich stimme dir zu, sinnvolle, schnelle Prozesse helfen da gewiss, vor allem, wenn man miteinander redet. Ein Entwickler, der bei einem Problem nicht nachfragt... ist entweder sehr eingebildet oder sollte generell nicht entwickeln. Genau das macht ja Entwicklung aus, dass man eben die Probleme erkennt und benennt und aufzeigt, darüber redet und löst. Oder er hat shcon einfach sehr schlechte Vorerfahrungen und schon heftige Dämpfer erhalten und resigniert einfach... Und sicherlich gibt es Manager, die sich dazu herablassen mit dem Entwickler auch zu reden und ihm wirklich zuzuhören und verstehen wollen (oder zugeben können, dass sie da keine Ahnung haben), um was es geht. Jedoch kenne ich keinen Entwickler (mich eingeschlossen) in mehreren Industrie-Bereichen, der von sowas durchweg sprechen kann und natürlich gibt es Ausnahmen ;)
Vllt. war die Schelte auch die falsche Adresse. Ich kann unter anderem auch gut verstehen, wenn ein Manager dazu genötigt wird zig Sachen auf einmal zu machen und dann gar keine zeit mehr hat, richtige Lastenhefte zu verfassen, oder Probleme zu verstehen und formulieren zu können - was definitiv ein Prozess-Problem ist. Oder ein Problem der Motivation. Oder ein "Ich reiß alles an mich, weil's dann noch mehr Kohle gibt"-Problem. Wenn die Prämie halt an den Projekterfolg und die Verkaufzahlen in kurzer Zeit gekoppelt ist... Das rechtfertigt aber keinesfalls Produktkomplikationen immer auf die abzustreifen, die es umsetzen müssen. Und das ist halt leider common sense und wird auch von einigen Foren-Teilnehmern hier so gesehen, was ja der Auslöser für meinen Post war. Das mit dem Geld verbennen im letzten Teil entsteht unter anderem (neben unnützen Projekten) dadurch, dass man eben solche Probleme anmerkt, diese aber totignoriert werden und das dann bis zur Geschäftsleitung eskalieren muss. Und darauf hat niemand Bock, weil sowas ziemlich schnell Job-Verlust heißen kann (So ein Manager verdient ja nicht nur mehr, sondern ist für die Geschäftsleitung auch wichtiger als ein Entwickler, wobei das ziemlich witzig ist, wenn man mal bedenkt, wer das Produkt eigentlich entwickelt, mit dem man nachher Geld verdient). Und dann setzt man den Kruschd der gewünscht wird eben um. Tatsächlich gab es bei uns mal einen sehr technisch versierten PM, der sich für alles auch interessiert hat und die entsprechend nötige Zeit eingeräumt. Aber der konnte halt nicht wie geünscht liefern, also flog er.

Und bei so vielen Gesprächen, die ich mit den Kunden schon direkt von Entwicklung zu Entwicklung geführt habe, frage ich mich, wofür man die Manager in diesen Bereichen überhaupt braucht. Die Entwicklungs-Wunsch-Übersetzung Kunde -> Manager vom Kunde -> Manager -> Projektleiter -> Entwicklung ist weit fehleranfälliger (und maßlos kostenintensiver) als Kunde -> Entwickler (Was danach Entwickler -> Manager ja nicht ausschließt). Es ist schon immer erstaunlich, was für Dinge übertragen werden, wenn sich jemand in einem Themengebiet gar nicht auskennt, aber meint, weil er ein Manager is, muss er das können und nicht zugeben kann, dass ihm das Know-How dafür fehlt und durch sein Nicht-Verständnis alles durcheinander bringt oder gar Projekte startet, weil er denkt ein Kunde will das und der Kunde dann sagt: "Nö, warum sollte ich das brauchen?". Und, wenn es noch keine Kunden-Wünsche gibt, dann is die Frage, ob die Welt sowas überhaupt braucht. Siehe diese Zeiss-Kamera. Darauf hat glaube ich niemand gewartet.
Da ist das Wunsch-Konzert "Systemkamera-Forum" z. Bsp. wohl der beste Anforderungs-Katalog mit den besten Use Cases. Das fängt schon an bei "ich hätte gern ein Display das sich nach links ausklappen lässt und dabei um 180° drehen lässt.", was dann zu einem "Es muss ein bewegliches Display sein" verkommt und dann weiß niemand mehr, was der Kunde jetzt eigentlich genau wollte. Ganz simples Beispiel aber glaub gut nachzuvollziehen.

Ich schätze ich sollte meine Kritik dann eher an die generelle common-sense-Unternehmensstruktur wenden, statt den PM in persona, der womöglich für einige der Probleme auch selber in dem Sinne gar nichts kann, weil er schon gewissermaßen dazu genötigt wird. Aber dann müsste ich schon größer anfangen und überhaupt die Gewinnorientierung in Frage stellen, die in einem kapitalistischen Umfeld nunmal nötig ist um zu überleben. Das Problem ist wohl im Grunde weit mehr ein systematisches, als ein persönliches Problem. Iwo sitz mer ja doch alle im gleichen Boot.

Und ich bin ja eigentlich ein umgänglicher Mensch und komm auch mit unseren PMs gut aus. Aber manchmal nerven mich dann gewisse Vorgänge einfach und ich kotz ab. Sorry für den ganzen Off-Topic.

Zu der Zeiss-Kamera wieder:

Wenn da wirklich ein Android drauf läuft, dann wäre das Verhalten der Kamera beim Starten sehr interessant. Es könnte ja sein, dass ein paralleles proprietäres "Foto-Betriebssystem" geladen wird, damit die Kamera auch sofort einsatzbereit ist? Oder ein Sleep-Zustand im "ausgeschalteten" Zustand, der allerdings Akku saugt... Oder das Ablegen der RAM-Daten im Festspeicher, welcher dann wieder schnell geladen wird und praktisch nur bei einem Werksreset der erste Anlauf länger dauert. Bin jedenfalls auf die Technik dahinter gespannt, weniger auf die Kamera :D

bearbeitet von Neto-Zeme

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vor 33 Minuten schrieb Neto-Zeme:

Und ich bin ja eigentlich ein umgänglicher Mensch und komm auch mit unseren PMs gut aus. Aber manchmal nerven mich dann gewisse Vorgänge einfach und ich kotz ab. Sorry für den ganzen Off-Topic.

Kann ich auch verstehen. Geht mir manchmal ähnlich, selbst mit Managern. 😉 War interessant zu lesen. Aber nun in Tat wieder zum Thema.

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    • Von Jstr
      Ich habe dieses Thema eröffnet um hier subjektive Eindrücke von der Photokina zu bündeln.
      Ich stelle mir vor das wir hier teilen welche Dinge uns beeindruckt haben, oder auch nicht.
      Am besten finde ich wenn diese Eindrücke hier unkommentiert bleiben um einfach kompakt einen Überblick der verschieden Zugänge zu finden.
      LG
      Jürgen
       
      Was hat mich beeindruckt?
      400mm GM Sony  FE   Erstaunlich gut aus der Hand handhabbares 400mm, das im Vergleich zum 100 400 Zoom eine hervorragende Freistellung erzeugt und einen sehr organischen Look hat.
      24mm GM Sony FE  Sehr kompakt und perfekt ausbalanciert am A7 System. Hervorragendes Bokeh mit organischem mehr Analogen Look. (Wandert auf meine Wunschliste)
      Das 3D Aufnahmesystem der Frauenhofer Gesellschaft am Phase one Stand. Interessanter Weise hier die größte Kompetenz bezüglich der Lichtqualität der verwendeten LED Ringbeleuchtung.
      (LEDs haben eine geringere Leuchtkraft im Rotbereich sodass eine Mischung mit Blitz oder Tageslicht zu Problemen mit den Hauttönen führen kann)
      Hasselblad XD1 Diese Kamera hatte ich schon 2016 in der Hand und habe die ersten Testaufnahmen angefertigt. Die Bildqualität war schon damals mit einem "Woh Effekt° verbunden. Die Kamera war nur so langsam das ich die Bedienungsgeschwindigkeit auf Zeitlupe umstellen musste. Das ist etwas besser geworden, aber der AF ist immer noch nicht zeitgemäss.
      Voigtländer: Hier habe ich das 110er Macro ausprobiert und finde das es hält was ich mir gewünscht habe. Ausserdem hatten sie noch zwei funktionierende Prototypen eines 50mm 1,2 e-mount Objektivs. Das ist noch etwas kompakter wie mein Noctilux und macht in der Bedienung, da systemintegriert noch etwas mehr Spass.
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      Was hat mich nicht beeindruckt?
      Fuji GFX R  Grösser und unhandlicher als gedacht. Bildqualität unter Photokinabedingungen deutlich schlechter als Hasselblad. AF genauso schlecht. Zur Zeit keine Alternative zu FF für mich.
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    • Von Leon_B.
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    • Von SKF Admin
      Sigma hat gerade drei neue Objektive angekündigt, die u.a. für Sony E-Mount angeboten werden:
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      SIGMA 28mm F1.4 DG HSM - Art

      SIGMA 40mm F1.4 DG HSM

       
      SIGMA 56mm F1.4 DC DN für APS-C – Contemporary

       
    • Von SKF Admin
      Fujifilm hat heute die Entwicklung einer Fuji GFX Mittelformat mit 100  Megapixel angekündigt!
      Die Auflösung ist beeindruckend, aber die Details sind auch revolutionär...
      Phasendetektionspixel Bildstabilisierung in der Kamera 4k Video Sie soll im nächsten Jahr auf dem Markt kommen und soll ca. 10.000 $ kosten.

      Die Pressemitteilung:
      Die Zukunft einer Erfolgsgeschichte:
      FUJIFILM kündigt Entwicklung einer spiegellosen Mittelformatkamera mit 100 Megapixel-Sensor an
      photokina 2018, Köln, 25. September 2018. FUJIFILM kündigt die Entwicklung eines neuen Flaggschiffmodells für das digitale spiegellose Mittelformatsystem „GFX“ an. Das GFX System liefert für Profifotografen und Foto-Enthusiasten bereits jetzt eine Bildqualität auf einem überragenden Qualitätsniveau sowie eine außergewöhnliche Funktionalität. Die neue GFX Mittelformatkamera wird nun über einen Sensor mit mehr als 100 Megapixeln verfügen.
      Das neue Modell wird die weltweit erste spiegellose Mittelformatkamera mit einem 100 Megapixel CMOS Sensor mit Phasendetektions-Pixeln über die gesamte Sensorfläche sein. Außerdem wird sie die weltweit erste digitale Mittelformat-Systemkamera mit einem internen Bildstabilisierungssystem (IBIS) sein. Durch die interne Bildstabilisierung kann diese besonders hochauflösende Kamera in beinahe allen fotografischen Situationen eingesetzt werden. Die Kamera verfügt über eine wesentlich verbesserte Videoperformance im Vergleich zur aktuellen GFX 50S. Es ist die erste spiegellose Digitalkamera mit einem 43,8 x 32,9 mm großen Bildsensor, die 4K-Videos (4K30p) aufnehmen kann.
      Das neue GFX Modell wird FUJIFILMs leistungsstärkste Kamera sein und eine unübertroffene Innovationskraft und Vielseitigkeit bieten.

      FUJIFILM G Sensor mit mehr als 100 Megapixeln
      Die neue GFX Mittelformatkamera verfügt über einen 102 Megapixel „FUJIFILM G Format“ Sensor. In Verbindung mit dem "X-Prozessor 4" und den leistungsstarken GF Objektiven erzielt die neue GFX Kamera damit eine bislang unerreichte Bildauflösung und Farbwiedergabe.
      Der große Sensor hat zudem einen Hochgeschwindigkeits-Phasendetektions- Autofokus, der bereits in den spiegellosen Digitalkameras der X Serie eingesetzt wird. Die Phasendetektions-Pixel sind in hoher Dichte auf der Sensoroberfläche angeordnet, um einen schnellen Autofokus mit hervorragender Genauigkeit zu ermöglichen. Die Kombination aus überragender Bildqualität und Phasendetektions-Autofokus macht hochauflösende Aufnahmen von Objekten in Bewegung möglich und spricht neue Zielgruppen für das Mittelformat an.
      Der "X-Prozessor 4" ist in der Lage, das große Datenvolumen des neuen hochauflösenden Sensors zu verarbeiten. Die Bilddatenverarbeitung wurde mit Blick auf die Ansprüche professioneller Fotografen entwickelt. Auch FUJIFILMs einzigartige Filmsimulationen stehen in der nächsten GFX Generation zur Verfügung und können nun in Bildern mit einer Auflösung von über 100 Megapixeln angewendet werden.
      Weltweit erste spiegellose Mittelformatkamera mit interner Bildstabilisierung
      Im Allgemeinen gilt, je höher die Anzahl der Pixel ist, die ein Bildsensor aufweist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, das Bilder durch ungewollte Bewegungen der Kamera unscharf werden. Aus diesem Grund hat FUJIFILM eine interne Bildstabilisierung für das G-Format entwickelt. Damit ist die neue GFX die weltweit erste Mittelformat-Systemkamera mit einem internen Bildstabilisierungssystem (IBIS). Durch das interne Bildstabilisierungssystem wird sich der Anwendungsbereich des GFX Systems noch einmal deutlich erweitern, da die Kamera in nahezu allen fotografischen Situationen eingesetzt werden kann.

      Weltweit erste 4K-Videoaufzeichnung in einer spiegellosen Mittelformatkamera
      Der neue Sensor und der "X-Prozessor 4" ermöglichen eine 4K-Videoaufnahme (4K30p, 10bit), weltweit erstmals in einer spiegellosen Mittelformatkamera. Damit können einzigartige Filme mit der für Mittelformat typischen, geringen Tiefenschärfe und Tonalität realisiert werden.
      Leichtes und robustes Gehäuse aus Magnesiumlegierung mit integriertem Hochformat-Griff
      Die neue Kamera hat die Größe und das Gewicht einer High-End-DSLR, obwohl sie mit einem großen Bildsensor ausgestattet ist, der etwa 1,7 Mal so groß wie ein Vollformat-Sensor ist. Das Gehäuse ist aus einer Magnesiumlegierung und daher sehr leicht und äußerst robust. Zum ersten Mal ist bei einer Kamera der GFX Serie ein Hochformat-Griff integriert. Dadurch liegt die Kamera auch bei der Verwendung von größeren Objektiven perfekt und stabil in der Hand.
    • Von SKF Admin
      Fast auf den Tag genau 10 Jahre nach der Vorstellung der ersten spiegellosen Lumix G1 wagt Panasonic den nächsten großen Schritt und kündigt mit der Lumix S-Serie ein komplett neues spiegelloses System vor - diesmal im Vollformat.

      Lumix S1 und Lumix S1R - Unterschiede in der Auflösung
      Als erste Kameras hat Panasonic die Lumix S1 und Lumix S1R vorgestellt, die sich lediglich im Auflösungsvermögen unterscheiden: Die Lumix S1 hat einen 24MP Sensor, die Lumix S1R liefert 47MP-Aufnahmen.
      Von Panasonic stehen zum Marktstart Anfang 2019 drei Objektive zur Verfügung, von denen tw. nur die Brennweite bekannt ist:
      50mm 1:1,4 24-105 mm (Lichtstärke noch nicht bekannt) 70-200 mm (Lichtstärke noch nicht bekannt) Lumix S Objektive - von Panasonic, Leica und Sigma
      Trotzdem werden Käufer einer Lumix S-Kamera eine größere Auswahl an Objektiven haben, denn das System setzt auf – Überraschung – auf das Leica L-Bajonett, für das Leica bereits acht Objektive im Portfolio hat:
      Fünf Festbrennweiten Drei Zoom-Objektivee Es unterstützen aber nicht nur Leica und Panasonic das L-Mount: Zur neu gegründeten „L-Mount Alliance“ gehört auch Sigma. Ob der japanische Hersteller nur Objektive oder auch Kameras mit L-Mount anbieten will, wird sich in den nächsten Stunden herausstellen.
      Da als Zielgruppe für das Lumix S-System Profifotografen im Fokus stehen, wäre ein Adapter für Canon und Nikon-Objektive ein wichtiger Brückenbauer. Sigma hat mit dem Anschluss-Konverter MC-11 bereits einen Adapter für Canon-Objektive an Sony E-Mount im Portfolio und kann sicher ein ähnliches Produkt für das L-Mount anbieten – was einige Millionen Canon-Objektive zu potentiellen L-Mount-Optiken macht.
      Lumix S1 / S1R im Detail (jedenfalls die, die wir kennen)
      Auf den Presseveranstaltungen hat Panasonic noch viele Details zu den neuen Kameras Lumix S1 und Lumix S1R offen gelassen, hier in Stichpunkten die Eckdaten, die wir kennen:
      Neu entwickelter Vollformat-Sensor (24x36mm) Neuer Prozessor (Venus Engine) Dual IS: Bildstabilisierung sowohl in Kamera als auch in Objektiven Autofokus basiert auf AI (AI - Artifical Intelligence / Künstliche Intelligenz) 4k Video mit 60 Vollbildern / pro Sekunde (4k 60p) Display lässt sich nach oben, unten und zur Seite klappen Also Zielgruppe hat Panasonic professionelle Fotografen im Visier, was sich u.a. in diesen Punkten widerspiegelt:
      Kameras zu 100% abgedichtet Arbeitet bis -40° C Verschluss auf extrem langer Lebensdauer (200.000 Auslösungen) ausgelegt 2 Karten-Slots für Speicherkarten im XQD-Format Design & Bedienung
      Viel lässt sich noch nicht zur Bedienung sagen, da wir bislang nur ein MockUp-Modell der Kamera begutachten konnten.
      Generell erinnert viel an den Lumix S Kameras an die aktuelle Lumix G Serie, wie z.B. die G9. Durch den größeren Sensor und das größere Bajonett sind die Abmessungen gewachsen, generell liegt die Kamera gut in der Hand. Als Bedienelemente sind verfügbar:
      Zwei Drehräder vorne und hinten Joystick Schulterdisplay Positionierung am Markt
      Es bleibt abzuwarten, wo sich Lumix S1 und Lumix S1R preislich einsortieren, um sie mit den Angeboten der anderen Vollformat-Anbieter zu vergleichen:
      Canon EOS R Nikon Z6 / Z7 Sony A7x und A9 Wie der direkte Vergleich ausfällt, wird sich erst mit dem fertigen System beurteilen lassen. Außer den Leistungsdaten wird eine große Rolle spielen, welches native Objektivsortiment zur Verfügung steht und ob sich DSLR-OPtiken von Canon und Nikon mit guter Performance adaptieren lassen
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