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Lumix S1 / S1R - Spiegelloses Vollformat von Panasonic


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Fast auf den Tag genau 10 Jahre nach der Vorstellung der ersten spiegellosen Lumix G1 wagt Panasonic den nächsten großen Schritt und kündigt mit der Lumix S-Serie ein komplett neues spiegelloses System vor - diesmal im Vollformat.

Lumix S1 und Lumix S1R - Unterschiede in der Auflösung

Als erste Kameras hat Panasonic die Lumix S1 und Lumix S1R vorgestellt, die sich lediglich im Auflösungsvermögen unterscheiden: Die Lumix S1 hat einen 24MP Sensor, die Lumix S1R liefert 47MP-Aufnahmen.

Von Panasonic stehen zum Marktstart Anfang 2019 drei Objektive zur Verfügung, von denen tw. nur die Brennweite bekannt ist:

  • 50mm 1:1,4
  • 24-105 mm (Lichtstärke noch nicht bekannt)
  • 70-200 mm (Lichtstärke noch nicht bekannt)

Lumix S Objektive - von Panasonic, Leica und Sigma

Trotzdem werden Käufer einer Lumix S-Kamera eine größere Auswahl an Objektiven haben, denn das System setzt auf – Überraschung – auf das Leica L-Bajonett, für das Leica bereits acht Objektive im Portfolio hat:

Es unterstützen aber nicht nur Leica und Panasonic das L-Mount: Zur neu gegründeten „L-Mount Alliance“ gehört auch Sigma. Ob der japanische Hersteller nur Objektive oder auch Kameras mit L-Mount anbieten will, wird sich in den nächsten Stunden herausstellen.

Da als Zielgruppe für das Lumix S-System Profifotografen im Fokus stehen, wäre ein Adapter für Canon und Nikon-Objektive ein wichtiger Brückenbauer. Sigma hat mit dem Anschluss-Konverter MC-11 bereits einen Adapter für Canon-Objektive an Sony E-Mount im Portfolio und kann sicher ein ähnliches Produkt für das L-Mount anbieten – was einige Millionen Canon-Objektive zu potentiellen L-Mount-Optiken macht.

Lumix S1 / S1R im Detail (jedenfalls die, die wir kennen)

Auf den Presseveranstaltungen hat Panasonic noch viele Details zu den neuen Kameras Lumix S1 und Lumix S1R offen gelassen, hier in Stichpunkten die Eckdaten, die wir kennen:

  • Neu entwickelter Vollformat-Sensor (24x36mm)
  • Neuer Prozessor (Venus Engine)
  • Dual IS: Bildstabilisierung sowohl in Kamera als auch in Objektiven
  • Autofokus basiert auf AI (AI - Artifical Intelligence / Künstliche Intelligenz)
  • 4k Video mit 60 Vollbildern / pro Sekunde (4k 60p)
  • Display lässt sich nach oben, unten und zur Seite klappen

Also Zielgruppe hat Panasonic professionelle Fotografen im Visier, was sich u.a. in diesen Punkten widerspiegelt:

  • Kameras zu 100% abgedichtet
  • Arbeitet bis -40° C
  • Verschluss auf extrem langer Lebensdauer (200.000 Auslösungen) ausgelegt
  • 2 Karten-Slots für Speicherkarten im XQD-Format

Design & Bedienung

Viel lässt sich noch nicht zur Bedienung sagen, da wir bislang nur ein MockUp-Modell der Kamera begutachten konnten.

Generell erinnert viel an den Lumix S Kameras an die aktuelle Lumix G Serie, wie z.B. die G9. Durch den größeren Sensor und das größere Bajonett sind die Abmessungen gewachsen, generell liegt die Kamera gut in der Hand. Als Bedienelemente sind verfügbar:

  • Zwei Drehräder vorne und hinten
  • Joystick
  • Schulterdisplay

Positionierung am Markt

Es bleibt abzuwarten, wo sich Lumix S1 und Lumix S1R preislich einsortieren, um sie mit den Angeboten der anderen Vollformat-Anbieter zu vergleichen:

  • Canon EOS R
  • Nikon Z6 / Z7
  • Sony A7x und A9

Wie der direkte Vergleich ausfällt, wird sich erst mit dem fertigen System beurteilen lassen. Außer den Leistungsdaten wird eine große Rolle spielen, welches native Objektivsortiment zur Verfügung steht und ob sich DSLR-OPtiken von Canon und Nikon mit guter Performance adaptieren lassen

Eine Klasse für sich: Die neue LUMIX S Serie

Zwei spiegellose Vollformat-Systemkameras mit Leica L-Bajonett

Hamburg, September 2018 – Panasonic hat zwei neue spiegellose Systemkameras mit Kleinbild- Vollformat-Sensor entwickelt, die Modelle LUMIX S1R und S1. Diese Modelle sind als weltweit erste*1 mit einer 4K 60p Video- Aufzeichnungsfunktion und einem Dual I.S. Bildstabilisierungssystem ausgestattet. Mit beiden Kameras wird Panasonic die LUMIX S Serie im Frühjahr 2019 weltweit einführen.

Die neu entwickelten S Serie-Kameras LUMIX S1R und S1 zeichnen sich durch die folgenden wesentlichen technischen Merkmale aus:

1. Die neu entwickelten Vollformat-Sensoren sorgen mit effektiv 47 Megapixel Auflösung für die LUMIX S1R und 24 Megapixel für die LUMIX S1 zusammen mit dem neuen Venus Engine Prozessor für beindruckende Bildqualität und kreative Gestaltungsfreiheit.

2. Sie unterstützen als erste*1 spiegellose Vollformat-Systemkameras die Videoaufzeichnung in 4K 60p.

3. Sie bieten als erste*1 spiegellose Vollformat-Systemkameras ein Dual I.S. Bildstabilisierungssystem mit Verwacklungskorrektur in Kamera und Objektiv und ermöglichen so Aufnahmen von dunklen oder entfernten Szenen aus freier Hand, die normalerweise ein Stativ oder andere Hilfsmittel erfordern würden.

4. Die Kameras der LUMIX S Serie verfügen über einen doppelten SD- und XQD- Speicherkarteneinschub für professionelle Ansprüche bei Foto und Video und einen stabilen, um drei Achsen schwenkbaren LCD-Monitor für eine komfortable Handhabung.

5. Ein Leica L-Bajonettanschluss erlaubt nicht nur die Verwendung neuer LUMIX S Objektive, sondern erschließt auch das weitere Angebot an Objektiven der „L-Mount Alliance“-Partner*2 Leica und Sigma.

Panasonic wird sein Line-up an kompatiblen Objektiven zu Kameras der S Serie mit L- Bajonett von Beginn an zügig ausbauen. Das Angebot soll bis 2020 mehr als zehn Objektive umfassen, darunter eine 1,4/50mm-Festbrennweite, ein Standardzoom 24- 105mm und ein Telezoom 70-200mm. Weitere Leica- und Sigma-Objektive vergrößern das Angebot zusätzlich. Prototypen der neuen Kameras und Objektive wird Panasonic auf der photokina 2018 vorstellen

Spiegellose Systemkameras – eine Erfolgsgeschichte

In den 100 Jahren seit seiner Gründung hat Panasonic zahlreiche Produkte für fast jeden Lebensbereich entwickelt. Dabei stehen stets die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden im Mittelpunkt, um deren Leben einfacher und komfortabler zu machen. So hat Panasonic mit seinem Konzept der spiegellosen Systemkameras in den letzten zehn Jahren auch die Foto-Branche mit Produktinnovationen weiterentwickelt. Beispiele sind etwa die LUMIX G1, im Jahre 2008 die weltweit erste*3 digitale Systemkamera mit Wechselobjektiven, später die weltweit erste*4 Kamera, die 4K Videoaufzeichnung unterstützt, gefolgt von den ersten Kameras, die mit dem Dual I.S. (Image Stabilisation) System ausgestattet sind, das die Stabilisierung sowohl innerhalb der Kameraeinheit als auch innerhalb des Objektivs kombiniert.

Dank der rasanten Fortschritte der digitalen Technologien in den letzten Jahren, neuer Entwicklungen im Medienbereich und der gemeinsamen Nutzung von Fotos und Videos über soziale Netzwerke genießen immer mehr Menschen eine Mischung aus Fotos und Videos und die damit verbundenen erweiterten Möglichkeiten der Gestaltung multimedialer Inhalte. Um diesen Entwicklungen gerecht zu werden, bedarf es eines neuen Kameratyps, der überholte Grenzen zwischen Foto und Video überwinden hilft.

Beste Voraussetzungen dafür bietet das Panasonic Konzept der digitalen spiegellosen Systemkameras mit Wechselobjektiven. Mit den Kameras der neuen LUMIX S Serie, die dem Kunden einen besonderen Mehrwert bieten, erweitert Panasonic sein Angebot in diesem Bereich nach oben. Die Kameras zeichnen sich durch eine professionelle Bedienbarkeit und Robustheit aus. Zugleich vereinen sie zahlreiche Technologien von Panasonic, die über ein Jahrhundert lang im Bereich der Unterhaltungselektronik und seit zehn Jahren bei den digitalen spiegellosen Systemkameras entwickelt und verfeinert wurden, wie digitale Technologien der Bild- und Signalverarbeitung, optische und Wärmedispersionstechnologien und mehr. Die Kombination dieser Faktoren bringt den Anwendern in Fotografie und Videografie einen neuen, praktischen Mehrwert.

Hinweise

*1 Weltweit erste spiegellose Vollformatkameras mit 4K 60p/50p Videoaufnahmen. Was die Einbeziehung des Dual I.S. Bildstabilisierungssystems betrifft, so gilt dies für digitale Vollformatkameras. (Stand 25.09.2018)

*2 Die „L-Mount Alliance“ ist eine strategische Kooperation zwischen Leica Camera, Panasonic und Sigma *3 Digitale Systemkameras mit Wechselobjektiven (Stand 12. 9. 2008)

*4 Die digitale Systemkamera GH4 mit 4K Video (07.02.2014) und die digitale Systemkamera GX8 mit Dual I.S. (16.07.2015)

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Hört sich alles sehr prall an!

Dazu innerhalb eines Jahres ab Produktankündigung weitere sieben Panasonic-Objektive (zzgl. der Leica- und Sigma-Linsen) ist schonmal nicht schlecht.

Und die Funktionaltäten der Kameras scheinen auch nicht künstlich kastriert zu sein, wie es der Wettbewerb so gerne macht.

Höchst interessant.

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vor 3 Minuten schrieb marathoni:

...

Und die Funktionaltäten der Kameras scheinen auch nicht künstlich kastriert zu sein, wie es der Wettbewerb so gerne macht.

Höchst interessant. 

Ja,  sehr interessant.

Das mit dem 'nicht künstlich kastriert' seh ich bei 8k Video etwas anders - könnte gut sein, dass man das bewusst zurück hält. Schließlich sieht die Pana-eigene Vision das (Olympia-) Jahr 2020 als das 8k-Jahr vor. Die Technik sollte das auf Basis der S1R heute schon hergeben. Kann natürlich aber gut möglich sein, dass es einen noch stärkeren Prozessor bedarf als der, der nun in der S1R kommen wird, who knows...

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vor 8 Minuten schrieb pizzastein:

Na da bin ich gespannt, ob Panasonic in dem Bereich Fuß fassen kann. Drei (bezahlbare) Objektivezu Beginn hören sich doch sehr dünn an. Hoffentlich kommen von Sigma Adapter für Canon/Nikon ohne Einschränkungen. Canon und Nikon werden bis dahin sicher mehr Objektive für ihre DSLMs haben.

Witzig! Wie viele native Objektive hat doch Nikon gleich angekündigt? Drei! Und bei Canon waren es wie viele? Vier! Und wie viele davon fallen in die Kategorie "bezahlbar"? Zwei!

Nach Nikons Roadmap wollen die ein Jahr nach dem Launch 9 Objektive am Markt haben, Panasonic spricht von 10. Klingt jetzt nicht so, als ob sich Panasonic da verstecken müsste.

Gruß

Hans

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Sehr erfreulich - nicht zuletzt auch für Sony-Fotografen, denn nun gibt es Konkurrenz, und alle müssen sich anstrengen, um am Markt zu bestehen.

Auch für Leica vorteilhaft - denn dank der beiden Lumix-Gehäuse können sie mehr von ihren sündteuren Gläsern absetzen; wer weniger zahlen kann oder will wird von Sigma bedient, und die Mittelklasse von Panasonic selber.

Alles in allem ein cleverer Schachzug dieser Dreierbande!

 

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Guest Südtiroler
vor 3 Minuten schrieb Markus B.:

Sehr erfreulich - nicht zuletzt auch für Sony-Fotografen, denn nun gibt es Konkurrenz, und alle müssen sich anstrengen, um am Markt zu bestehen.

Auch für Leica vorteilhaft - denn dank der beiden Lumix-Gehäuse können sie mehr von ihren sündteuren Gläsern absetzen; wer weniger zahlen kann oder will wird von Sigma bedient, und die Mittelklasse von Panasonic selber.

Alles in allem ein cleverer Schachzug dieser Dreierbande!

 

Und wenn man den Objektivmarkt durch 3 teilen muss, was bleibt da noch für jeden übrig?  Es kann doch nicht im Interesse von Panasonic sein, dass Sigma sie regelmäßig unterbietet. 

 

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vor 1 Minute schrieb Hai-Me:

Was stellst Du Dir unter einem Multiformatsensor vor?

von 1-Zoll bis MF bitte alles abdecken. Per Adapter noch Nassplatten-tauglich. 😜

Ne, MultiAspect-Sensor in einer KB wäre vermutlich ein sehr teures und riskantes Unterfangen für Panasonic, weil der Sensor dann ja eine Sonder-Fertigung wäre.

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vor 25 Minuten schrieb Hacon:

Witzig! Wie viele native Objektive hat doch Nikon gleich angekündigt? Drei! Und bei Canon waren es wie viele? Vier! Und wie viele davon fallen in die Kategorie "bezahlbar"? Zwei!

Nach Nikons Roadmap wollen die ein Jahr nach dem Launch 9 Objektive am Markt haben, Panasonic spricht von 10. Klingt jetzt nicht so, als ob sich Panasonic da verstecken müsste.

CaNikon haben eine große Zahl Bestandskunden, auf die sie aufbauen können. Pansonic fängt bei null an und muss sich erst einmal etablieren. Samsung hatte auch gute Technik, aber der erwünschte Erfolg blieb trotzdem aus.

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Tja, von einem µFT-Adapter ist weit und breit keine Rede, vielleicht wären die optischen Kompromisse dann doch nur Murks an so einem System. Oder das Marketing sieht dafür einfach keine Notwendigkeit, so nach dem Motto: hier sprechen wir eh nur die Leute mit dem größeren Geldbeutel an, die gar nicht auf so was wie Adaptieren von alten Objektiven scharf sind 😉

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vor 6 Minuten schrieb macwintux:

Bietet Multiformatsensor wirklich noch spürbare Vorteile bei Auflösungen von über 40 MP?

Für mich war das spannendste am Multiformat-Sensor die Fähigkeit bei Video, also im 16:9 Format, "weiter" zu werden, siehe GH2.

Dieser Grund verblasst bei einem nativen 3:2 formatigen Sensor.

Edited by surfag
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