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leicanik

Sonnensterne: Sahnehäubchen oder nervig ?

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Blendensterne können für mich ein Gestaltungsmittel sein wie Freistellung, Fokusstacking, Zeitlupe,.Langzeitbelichtung, Lochfotografie....... In der Fotografie/Videografie haben viele Darstellungsformen nichts mit "normalem" Sehverhalten zu tun. Kunst oder künstlich muss nichts "Schlechtes" sein, sondern können Sichtweisen beeinflussen.

Freiräume schaffen sind für mich der Antrieb in der Fotografie.

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Posted (edited)

Auch wenn es keine neuen Erkenntnisse bringt: sehe gerade, wie so oft, die Sonne vom Fenster aus hinter Bäumen aufgehen und sehe hinter einer grobmaschigen Gardine eine Menge Blendensterne um die Sonne - weit mehr, als es ein Objektiv normalerweise darstellen kann.
Und das bei offenen Augen.

Wenn Kinder eine Sonne malen, hat diese in der Regel Strahlen, die von ihr abgehen. Es hat quasi symbolhaften Charakter für das Objekt Sonne und blendende Lichter.

Edited by grillec

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vor 10 Stunden schrieb leicanik:

Der Auslöser war die kurze Diskussion im MFT-Bilderthread

Wenn beim Wiederbeleben des Threads klar gewesen wäre, dass dies eine Auslagerung und Fortführung einer Diskussion aus einem Bilderthread ist, wäre es verständlich.
Hier habe ich auf meinen zitierten Beitrag und die Wiederholung der bekannten Ansichten reagiert.

Edited by grillec

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vor 9 Stunden schrieb flyingrooster:

Im unscharfen Bereich entstehen sie meiner Einschätzung nach gar nicht erst. Glaube es braucht dafür einen bestimmten Helligkeitsunterschied zur Umgebung, der nicht zu fließend sein darf. Ich hätte jedenfalls noch nie einen „weichen“ Blendenstern gesehen. Aber es wäre eine interessante Testreihe. ;)

Ich sehe zwei Punkte, die für einen Blendstern nötig sind (neben der Form der Blendlamellen):

- das Spitzlicht muss wesentlich heller sein als die Umgebung
- die Sichtbarkeit des Blendsterns hängt davon ab, wie viel Licht, im Verhältnis gesamten Licht, das zum Sensor kommt, an der Blende gebeugt wird. Wenn das Blendloch kleiner wird, sinkt das gesamt Licht mit Radius^2, die Länge der Blendlamellen aber nur proportional zum Radius. Deshalb werden die Sterne beim Abblenden intensiver und kleiner Schärfebereich + Blendstern wird schwierig.

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Werbung (verschwindet nach Registrierung)

vor 10 Stunden schrieb flyingrooster:

Ich suche jetzt schon seit Tagen ein fantastisches Foto mit Blendensternen, welches @leicanik begeistern würde. Glaube es war bei Fred Miranda im Thema zum Voigtländer 40/1,2. Ein mit Lichterketten festlich geschmückter amerikanischer Truck, welcher gefühlte 50000 sehr deutlich definierte Blendensterne auf einmal zeigt.

Leider nur geschätzte 500 Sternchen, aber ich finde, sie passen gut zum Motiv...

 

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vor einer Stunde schrieb pizzastein:

Ich sehe zwei Punkte, die für einen Blendstern nötig sind (neben der Form der Blendlamellen):

- das Spitzlicht muss wesentlich heller sein als die Umgebung
- die Sichtbarkeit des Blendsterns hängt davon ab, wie viel Licht, im Verhältnis gesamten Licht, das zum Sensor kommt, an der Blende gebeugt wird. Wenn das Blendloch kleiner wird, sinkt das gesamt Licht mit Radius^2, die Länge der Blendlamellen aber nur proportional zum Radius. Deshalb werden die Sterne beim Abblenden intensiver und kleiner Schärfebereich + Blendstern wird schwierig.

Also ich schaue mir im Sucher an, wie das mit dem Blendenstern so wird oder auch nicht und blende ggf. ab. Anschließend kontrolliere ich ggf. noch mal in der Nachschau, ob alles passt. Wenn nicht wird das Bild halt gelöscht.

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vor 2 Stunden schrieb grillec:

Wenn beim Wiederbeleben des Threads klar gewesen wäre, dass dies eine Auslagerung und Fortführung einer Diskussion aus einem Bilderthread ist, wäre es verständlich.

O.k., sorry, hatte ich nicht deutlich genug gemacht. Aber jetzt ist es ja geklärt :) 

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vor 3 Stunden schrieb sardinien:

Blendensterne können für mich ein Gestaltungsmittel sein wie Freistellung, Fokusstacking, Zeitlupe,.Langzeitbelichtung, Lochfotografie....... In der Fotografie/Videografie haben viele Darstellungsformen nichts mit "normalem" Sehverhalten zu tun. Kunst oder künstlich muss nichts "Schlechtes" sein, sondern können Sichtweisen beeinflussen.

Freiräume schaffen sind für mich der Antrieb in der Fotografie.

Deswegen habe ich ja auch nicht grundsätzlich was gegen die Sterne (auch wenn ich persönlich finde, dass sie etwas inflationär eingesetzt werden, ähnlich für -zig Jahren, als die Hardware-Sterneffektfilter in Mode kamen). Mich stört aber, wenn z.B. wie beim Loxia 21mm ein Objektiv immerzu Blendensterne produziert, egal bei welcher Blende. Die Brennweite finde ich sehr vielseitig, insofern wäre das für mich kein reines Effekt-Objektiv zum gelegentlichen Einsatz (und dafür wäre es mir auch zu teuer). Und da die Blendensterne inzwischen in jedem Objektivtest als Kriterium erscheinen, befürchte ich, dass Objektive zunehmend dahingehend konstruiert werden. Das würde mir halt nicht so zusagen. Um bei deinen Beispielen zu bleiben: Das wäre, wie wenn man z.B. nur noch lichtstarke Objektive ohne Blende bekäme und permanent freistellen müsste (auch wenn das motivabhängig sehr schön und gewollt sein kann, aber eben nicht immer), oder eine Kamera, die nur lange Belichtungszeiten kann.

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vor 39 Minuten schrieb leicanik:

Und da die Blendensterne inzwischen in jedem Objektivtest als Kriterium erscheinen, befürchte ich, dass Objektive zunehmend dahingehend konstruiert werden.

Das glaube ich nicht, denn dem steht ein anderer Trend entgegen: möglichst runde Blende für runde Zerstreuungskreise, mit denen für ein angenehmes Bokeh geworden wird. Die Loxia-Serie und auch Voigtländer sehe ich als Sonderfall für spezielle Vorlieben (nicht nur auf Blendsterne bezogen).

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mFT Objektive werden ja bzgl. Blendensternen als schlechtes Beispiel angeführt und bei  der Diskussion um neue Kameras und / oder Objektive ist das Thema neben dpreview Testbildern schnell parat.

Mir persönlich ist es viel wichtiger, dass Objektive unter 90% meiner Aufnahmesituationen möglichst randscharfe Bilder abliefern, verlässlich, robust und abgedichtet sind und sich gut bedienen lassen (z.B. gut drehbare, nicht hakelige Zoomringe). Elektronische Anschlüsse sind mir auch wichtig, da ich die EXIF-Daten der Objektive durchaus schätze. Die Qualität der Blendensterne würde ich bzgl der Optimierung der Abbildungsleistung eher ganz weit hinten sehen. Da Gegenlichtaufnahmen oft noch ganz andere Probleme haben als Flares und Blendensterne, stehen diese Dinge bei mir auch eher weiter hinten als andere Eigenschaften eines Objektives.

Ich würde z.B. die Flexibilität meines O 12-100mm niemals zugunsten einer Kollektion aus für Gegenlicht und Blendensterne ausgesuchter Festbrennweiten aufgeben wollen, zumal das für den weiten Brennweitenbereich wahrscheinlich ohnehin illusorisch wäre. Z.T. ist es auch eine Frage des finanziellen Aufwandes, perfekte Abbildungsleistung ist i.d.R. nicht billig.

Jeder hat da eigene Prioritäten und Anforderungen und es muss immer an bestimmten Stellen ein Kompromiss eingegangen werden.

Edited by tgutgu

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@leicanik

grundsätzlich gefällt mir ein Blendenstern besser als ein weißer, ausgebrannter Sonnenkreis. Wenn bei Nachtaufnahmen um jede Lichtquelle ein Blendenstern sitzt, ist das nicht meine Richtung.

Meine besten Blendenstern  MFT Objektive (offenblendig f/1.2-f/1.7)  sind gleichzeitig Objektive, die eher Alleskönner sind (nah, fern, Freistellung....). Diese Objektive bilden auch Lichtbündel (Strahlen) der Sonne gut ab, wenn diese durch Nebel oder Wolkenlöcher sichtbar werden. Die Blendensternbildung beginnt leicht ab f/4. Über f/9 gehe ich selten.

 

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vor 12 Stunden schrieb rostafrei:

@xbeam #1101 im anderen Thema: interner Effektfilter, Objektiv oder Aufnahmesituation/Position zu den Bäumen/Stellung der Bäume zueinander?

 

da Du fragst, zeige ich das Bild hier auch. Aufgenommen mit der G9 und dem 25 1.7 bei f18. Das Bild entstand beim Einfangen von unterschiedlichen Lichtstimmungen und an dieser Stelle hatte ich Lust auf den Blendenstern.

 

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#79: hier stammt der Stern wohl wirklich von der Objektivblende, wogegen das zwei Strahlen Bild vermutlich von einem Baumstamm, der die Sonne nur halb verdeckt, verursacht wurde (ein Stamm = nur eine Kante = zwei Strahlen).

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vor 1 Stunde schrieb leicanik:

Und da die Blendensterne inzwischen in jedem Objektivtest als Kriterium erscheinen, befürchte ich, dass Objektive zunehmend dahingehend konstruiert werden.

Mit den geraden Kanten der Lamellen sind es gerade die alten Objektive, die den Standard bildeten. In dieser Linie sehe ich auch die neueren manuellen Objektive wie Loxia oder Voigtländer.
Bei den älteren Objektiven wurde die Anzahl der Lamellen erhöht, was später bei den Automatiken nicht mehr möglich war.
Der modernere Trend ist, wie hier schon erwähnt wurde, das Entwickeln von abgerundeten Lamellen, was keine Wahl zulässt.

Beim 7Artisans 75mm 1.2 wurde die Blende mit 12 Lamellen so konstruiert, dass bis f/2.8 diese eine rund und ab f/4 eine eckige Blendenöffnung für Blendensterne besitzt.
Einen Trend für ausschließlich Blendenstern-Blenden bei AF-Objektiven kann ich noch nicht sehen.

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@xbeam Ich habe gefragt, weil ich vor einiger Zeit mal versuchsweise das Menü "Sterneffekt" in einer Kamera ausgewählt hatte, und da waren dann plötzlich Sterne mit mehrfachen Strahlen zu sehen. Beim "normalen" Blendenstern habe ich hier im Forum bisher nie mehrfache Strahlenbildung vernommen, das hat mich an deinem Bild irritiert.

Edited by rostafrei

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6 hours ago, pizzastein said:

[…] Deshalb werden die Sterne beim Abblenden intensiver und kleiner Schärfebereich + Blendstern wird schwierig.

Bei den Voigtländern, auch den f/1.2ern, reicht bereits geringsfügigstes Abblenden für deutliche Blendensterne. Das Verhalten der Blendensternbildung bei Objektiven mit anfangs noch möglichst runden Blendenöffnungen, fällt jedoch anders aus, dabei muss dann deutlich stärker abgeblendet werden.

2 hours ago, grillec said:

Der modernere Trend ist, wie hier schon erwähnt wurde, das Entwickeln von abgerundeten Lamellen, was keine Wahl zulässt.
[…]
Einen Trend für ausschließlich Blendenstern-Blenden bei AF-Objektiven kann ich noch nicht sehen.

Einen Trend hin zu Blendensternen kann ich ebenfalls nicht sehen. Eher das Ignorieren selbiger (sowohl deren Existenz wie Nicht-Existenz). Ohne die Loxias und Voigtländer, gäbe es wohl keine einzige aktuelle Objektivserie mit u.a. diesbezüglich durchgehend gleichgehaltenen Abbildungseigenschaften. Wenn ich bei modernen Objektiven seitens Blendensternen einen Trend sehe, dann dass die Objektivreihen der meisten Hersteller in puncto Blendensterne wie Kraut und Rüben abbilden und diese Eigenschaft ein zufälliges und unbeachtetes Nebenprodukt der Abstimmung auf andere Eigenschaften darstellt (was ja genauso ok ist). Daher zeigen manche Objektive welche, andere keine und einheitlich sehen sie ebenfalls praktisch nie aus. Wer bei modernen AF-Objektiven seines Systems einzelne blendensterntaugliche Objektive oder noch besser eine daraufhin einheitlich wirkende Objektivzusammenstellung finden möchte, dem wünsche ich viel Spaß dabei. Wie Kraut und Rüben eben …

Edited by flyingrooster

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