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acahaya

Getupft und Verwickelt

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wie habe ich mir einen solchen Workshop vor zu stellen - sind das Deine Ideen und nur Du fotografierst die Models so - oder fotografieren mehrere Fotografen ähnliche Situationen?

gibt es einen OberIndianer, der kritisiert und Tips gibt? oder bist Du die Indianerin?

 

ziemlich beeindruckende, interessant inszenierte und gut fotografierte  Bilder, die bestimmt im Kopf bleiben werden....

(nich unbedingt für den "gefälltKnopf" geeignet..)

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wie habe ich mir einen solchen Workshop vor zu stellen - sind das Deine Ideen und nur Du fotografierst die Models so - oder fotografieren mehrere Fotografen ähnliche Situationen?

gibt es einen OberIndianer, der kritisiert und Tips gibt? oder bist Du die Indianerin?

 

ziemlich beeindruckende, interessant inszenierte und gut fotografierte Bilder, die bestimmt im Kopf bleiben werden....

(nich unbedingt für den "gefälltKnopf" geeignet..)

Workshop bedeutet hier eher Modelsharing mehrerer Fotografen im Studio eines Freundes. Die Themen werden com Studio alle Wochen lang ausgeknobelt, man kann selbst Ideen einbringen, was man gerne mal machen würde oder wofür man tolle Ideen / Outfits / geeignete Gastmodels hätte. Man kann selbst Outfits, Skizzen und Ideen mitbringen, die Studio-Models sind selbst auch super kreativ und basteln themenengerecht und manchmal improvisieren wir auch. Im Studio gibt es 3 Sets und einen großen Raum, in dem Outfits, Deko .... gelagert werden und in dem sich die Models herrichten.

Gestern kamen z.B. zwei Models zum Vorstellen, die wurden dann zwischen Zombies und Vampiren ganz normal zwischenrein fotografiert.

Das Licht ist compositing-gerecht einfach, entweder Striplight von der Seite oder ein die Sonne simulierendes Beautydish von oben plus auf Wunsch Licht am Hintergrund. Wir machen oft mehrere Durchgänge an einem Set und wechseln pro Durchgang das Licht und auch mal den HG. Das geht schneller als wenn sich das immer jeder selbst einstellt. Im Prinzip ist das immer Teamwork.

Wenn man zu sechst fotografiert, spart man sich viel Geld, kann aber nicht beliebig lange jede Idee verfolgen, sondern man versucht, sich gemeinsam auf Sets und Licht zu einigen, hat sich vorher ein paar Sachen überlegt, die man unbedingt machen will, improvisiert ansonsten, guckt sich bei anderen Ideen ab und achtet darauf, dass jeder seine Vorstellunen so gut wie möglich umsetzen kann. Einen großen Zampano der alles vorgibt haben wir nicht, wobei unser Freund, dem das Studio gehört, ein bekannter Künstler ist. Die meisten der ca. 50 Stammfotografen kennen sich seit bis zu 10 Jahren, sind mindestens einmal pro Monat da und wir fahren teilweise auch zusammen (natürlich nicht alle) zum Fotografieren in den Urlaub.

Die Themen werden jedoch vom Studio u.a. in einer Facebook Gruppe offiziell als Workshop ausgeschrieben, können gebucht werden und gelegentlich meldet sich tatsächlich jemand mit wenig Studioerfahrung, der dann natürlich Hilfe bekommt. Der Rest von uns braucht die nicht, wir machen einfach unser Ding und haben Spaß.

 

Zum Thema Angst wollten wir sowohl klassische Outfits wie Zombies als auch Dinge und unterschwelliges was einem selbst Angst macht. Die Outfits oben kann man sehr frei interpretieren, für mich haben sie etwas mit der Angst zu tun, bloßgestellt zu werden, nicht perfekt zu sein und in Zwänge verstrickt. Für eines der Models repräsentiert insbesondere die Verschnürung am Kopf die Angst sich nichtbfrei bewegen und nicht frei sprechen zu können. Für manche waren die Punkte Zeichen für Krankheiten wie Pocken und Pest .... Du siehst dass man hier sehr viel reininterpretieren kann.

bearbeitet von acahaya

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Danke Sabine für die ausführliche Antwort!

 

Mich erinnerten die Fotos mit den Schnüren spontan an alte Arbeiten einer Freundin von mir, 

>>> http://www.annegret-soltau.de <<<

irgendwann Ende der 70-ger Jahre war ich selbst einmal an einer ihrer "VerbindungsPerformences" beteiligt.

so ähnlich wie hier >>> http://www.annegret-soltau.de/de/galleries/verbindungen-1975-1976/artworks/permanente-demonstration-ae433dca-6217-45fe-838e-f2661350e780

 

Im Anschluß an die Aktion, die vielleicht 1/2 Stunde dauerte entwickelte sich eine sehr heftige Diskussion, bei manchen der Zuschauer hatte sich ganz eindeutig Aggressionen angestaut die laut heraus mußten; sie warfen der Künstlerin vor, die beteiligten Personen für ihren Zweck zu "mißbrauchen", ihnen weh getan zu haben uvm - genauer weiß ich es natürlich nach so langer Zeit nicht mehr.

Für mich zeigten diese aggressiven Reaktionen eindeutig, daß bei den Zuschauern u.a. verschiedene Ängste freigesetzt worden waren die sie sich selbst nicht eingestehen konnten, deren sie sich vielleicht gar nicht bewußt waren....

 

Wir waren zu 5, soweit ich mich erinnere, 2 Beteiligte aus dem Publikum, 3 aus dem engeren Freundeskreis.

Ich schloß sehr schnell meine Augen weil ich darum wirklich etwas Angst hatte; ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie sich das Eingewickelt-werden anfühlte. ich war völlig auf die Geräusche um mich herum konzentriert, meine  jetzt noch das intensive "zurren" oder "surren der Fäden zu hören, spürte meinem Körpergefühl nach etc...   Angst oder Schmerzen fühlte ich dagegen überhaupt nicht.

 

Bei der Diskussion war sehr schnell der Unterschied in der Beurteilung zwischen den unmittelbar Beteiligten  und den Zuschauern klar, von den (freiwillig!) Beteiligten hatte keiner ein ungutes Gefühl gehabt, wir fanden es aber eine sehr spannende Erfahrung.

Gerade die vielen unterschiedlichen Reaktionen bei einer solchen KunstAktion zeigen aber auch die Wirkung von Kunst bzw. Bilder überhaupt: es ist sehr schwer in Worte zu fassen, was da abläuft - aber das, was passiert gräbt sich oft langanhaltend im Kopf ein....

 

Bei solchen Fotos, wie Du sie hier zeigst wird die Reaktion sicherlich auch sehr unterschiedlich sein, je nach Vor-erfahrungen etc. Im Grunde würde, denke ich,  bei einer Befragung über die Wirkung  die Psyche der Betrachter eine größere Rolle spielen als die objektive Beurteilung der Fotos bzw. der Aktion als solches...

 

(ich wundere mich ja auch immer wieder, wie viele Menschen bei den Fotos von KrabbelViechern, die ich einfach nur süüüüüüß finde  laut iiiiiiiiiii schreien..... da kommen wohl auch viele Urängste durch, je länger und mehr Beine umso mehr iiiiiiiiii.... ;))

 

 

Zum Thema Angst wollten wir sowohl klassische Outfits wie Zombies als auch Dinge und unterschwelliges was einem selbst Angst macht. Die Outfits oben kann man sehr frei interpretieren, für mich haben sie etwas mit der Angst zu tun, bloßgestellt zu werden, nicht perfekt zu sein und in Zwänge verstrickt. Für eines der Models repräsentiert insbesondere die Verschnürung am Kopf die Angst sich nichtbfrei bewegen und nicht frei sprechen zu können. Für manche waren die Punkte Zeichen für Krankheiten wie Pocken und Pest .... Du siehst dass man hier sehr viel reininterpretieren kann.

 

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