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Umgang mit Gegensätzen von Licht und Farbe rund um ein Motiv


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Vermutlich klingt der Titel extrem weltbewegend, ist er eigentlich nicht, ich konnte es nicht anders formulieren.

Es geht um Motive (egal was), die man von mehreren Seiten aufnehmen kann. Man hat also Rücken-, Gegen- und Seitenlicht. Dementsprechend auch andere Hintergründe und Farbwirkungen. Soll ich Beispielfotos dazu hochladen, oder reicht Text für die Meinungsbildung aus?

Es geht nicht um ganz spezielle Motive, sondern wie Ihr damit verfahrt, wenn sie anderswo hochgeladen oder präsentiert werden sollen.

 

Macht Ihr die alle "gleich" oder lasst Ihr sie so, wie sie je nach Standort aussehen und wirken? Mir ist es im Grunde egal, sie müssen mir gefallen und ich zeige möglichst so, wie ich es vor Ort gesehen habe. Das macht ja einen Großteil der Bildervielfalt aus. Nur manchmal lädt man sie für allgemein zugängliche Galerien und dort werden sie dann ggf. nicht genommen, weil sie jeweils komplett anders wirken, was Betrachter am Monitor oft falsch einschätzen, denn sie bekommen ja nur das Abbild und nicht den Eindruck, den der Aufnehmende draussen oder vor Ort hatte. Ich habe das dann als "unnatürliche Farben" schon begründet bekommen.

 

Gruß Andreas

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Grundsätzlich ist das interessantere Licht immer das, das auch schwieriger ist :)

 

 

Konturen kommen mit Seitlicht stark heraus

 

Gegenlicht schafft interessante Lichtstimmungen

 

 

Nun muss man noch entscheiden, was man zeigen will .. kein Platz ist bei solchen Bildern für "aber so hat es halt ausgesehen" ;) ... sprich: Du wirst bearbeitend eingreifen müssen (dazu weiter unten mehr)

 

 

Meine persönliche Hitliste: (aufsteigend)

 

- Bild bei diffusem Licht/bedecktem Himmel

 

- Bild bei Sonne mit dem Licht

 

- Bild bei seitlichem Licht am sonnigen Tag

 

- Bild bei Gegenlicht, mit Aufheller/Blitz

 

- Bild in der blauen Stunde

 

- Bild in der blauen Stunde mit interessantem Lichteinfall

 

 

:) man kann natürlich nicht jedes Bild bei jedem Licht fotografieren, Reflektoren und Blitze helfen

 

 

 

ich zeige möglichst so, wie ich es vor Ort gesehen habe

 

 

was Betrachter am Monitor oft falsch einschätzen, denn sie bekommen ja nur das Abbild und nicht den Eindruck, den der Aufnehmende draussen oder vor Ort hatte.

 

 

genau das ist das Problem

 

Ein Bild muss den Eindruck transportieren, Bilder, die das nicht tun, sind in der Qualität wie der Knoten im Taschentuch, den sich frühere Generationen machten, um sich an etwas zu erinnern ... niemand ausser ihnen selbst wird damit was anfangen können.

 

Du musst also wie ein Maler hergehen und das herausarbeiten, was Du gesehen hast .. und wenn die Farben nicht natürlich sind, musst Du halt entscheiden, ob das wichtig ist, für die Bildwirkung. Es wird aber immer jemanden geben, der das anders sieht als Du ;) damit muss man leben

 

 

Bildbeispiele wären trotzdem nett, man weiss ja nicht, ob man nicht aneinander vorbeidiskutiert

Edited by nightstalker
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Grundsätzlich ist das interessantere Licht immer das, das auch schwieriger ist :)

...

Bildbeispiele wären trotzdem nett, man weiss ja nicht, ob man nicht aneinander vorbeidiskutiert

 

OK, aber bitte nichts von Bartwickelmaschine bringen.. :) Motiv wurde vergangenen Samstag zwischen 1915 und 1945 bei noch relativ hochstehender Abendsonne aufgenommen.

Ich hänge in den folgenden Beiträgen das Motiv an, an dem es mir besonders auffiel, weil ich es in einem Durchgang aus vielen Winkeln aufgenommen hatte, d.h. Licht und Farben wirken komplett anders, trotz derselben Bedingungen rundherum. Ich weiß nicht, wie ich dagegen arbeiten soll, können könnte ich schon, aber das wäre dann eher reines Fake. Aufhellblitz habe ich sogar an dem Tag verwendet, auf einem Foto ist er leider deutlich zu erkennen.

 

Erste Aufnahme mit ca. 90° Seitenlicht von links, Motiv seitlich abgesetzt von Licht und Aufnahmestandort, wegretuschierter Aufhellblitz. Mir kam es eigentlich auf den locker bewölkten Himmel als Kontrast zum Rotweissen an, aber das war tricky. M5.2 + 9-18mm, WB Auto - (ISO 250, sec/f müsste ich jetzt nachsehen)

 

Gruß Andreas

 

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Edited by rostafrei
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Zweite Aufnahme mit Rückenlicht:

Würde ich hier auf annähernd gleiche Farben nacharbeiten, wäre das Resultat zuletzt komplett verfremdet, so wie hier ist es gerade noch am Rande von "unnatürlichen Farben".

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Edited by rostafrei
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Dritte Aufnahme, Seitenlicht, ca. 90° von rechts.

Schon grenzwertig nachgearbeitet, Farben und Kontraste sind für mich selbst gerade noch akzeptabel, mehr wollte ich nicht...

Teilweise entsättigt und in der Luminanz variiert.

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Edited by rostafrei
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Nochmal die erste Aufnahme, mit Aufhellblitz als Reflexion am Schriftzug

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Standardschuß vom Rotorkopf (nicht fragen, warum, isso ;) ), mit Aufhellblitz im Gegenlicht

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Also ich versuche mal so zu denken, wie jemand, der diese Bilder in ein Archiv aufnehmen will:

 

 

Mich würde dabei stören, dass der Hubschrauber in jedem Bild einen anderen Farbton hat, die türkisen Stellen im Himmel sind nicht gross störend, der riesige graue Fleck in der Mitte irritiert, aber wenn ich mir überlege, dass ich von ähnlichen Motiven 8-21 Stück im Archiv habe, würde ich halt nur die nehmen, die so toll sind, dass sie herausstechen

Ich weiss natürlich nicht, was für Gallerien das sind, wo Du das hochladen willst, aber wenn die genug Input haben, werden die natürlich versuchen nicht zuviele gleichartige Bilder zu haben

 

Die ersten Bilder haben auch ziemliche Bonbonfarben, was mich ebenfalls abhalten würde, die Fotos zu archivieren

 

Bei dem Bild von hinten ist der hintere Teils des Hubschraubers zu gross abgebildet, was vermutlich an der kurzen Brennweite liegt ... würde ich auch nicht ins Archiv nehmen

 

Das einzige Bild, das ich nehmen würde, ist das von schräg vorne fotografierte, wobei ich da die Farben runterziehen, den Weissabgleich auf die weissen Stellen des Bildes machen und den Boden von der Sättigung her entschärfen würde

 

 

Edited by nightstalker
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Bingo, damit sind meine Gedanken ziemlich exakt bestätigt!

Das ist genau das, was ich nicht endgültig einschätzen konnte. Mit Polfilter wäre das Farbproblem durch stärkeren Kontrast und etwas "mattierterem look" vermutlich leichter zu beheben gewesen. Ich hatte diesen Heli mit drei Kameras und vier Objektiven mit verschiedenen "setups" aufgenommen, bin aber nur mit drei oder vier von insgesamt ca. 40 Aufnahmen wirklich zufrieden. Wobei die reinen Geli-Aufnahmen gar nicht mal der größte Stolperstein waren, sondern die Tönungen von roter Lackierung und Himmelblau. In IR war das noch schwieriger...  :rolleyes:

 

Die Heckaufnahme sollte so sein, weil die BK117(C1) mittlerweile eine Rarität ist, zugleich Kultobjekt neben der BO105, darum musste der tailboom mit dem "BK117" übertrieben in den Vordergrund, hätte ich aber auch sicher mehr von der Seite machen sollen und können, gerade mit dem 9-18mm bietet sich das an ;)

Leider sind die Farben durch das zeitweise stark gedämpfte Seitenlicht verschoben. Bonbonfarbe oder Pastell trifft es leider sehr gut. Da werde ich dran arbeiten.

 

achso:

Was meinst du mit dem "riesigen grauen Fleck in der Mitte" ? Motiv zu sehr aussermittig oder tatsächlich ein farblicher Ausreißer (weisser Abschnitt im Rumpf) ?

 

Gruß Andreas

Edited by rostafrei
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achso:

Was meinst du mit dem "riesigen grauen Fleck in der Mitte" ? Motiv zu sehr aussermittig oder tatsächlich ein farblicher Ausreißer (weisser Abschnitt im Rumpf) ?

 

Gruß Andreas

 

 

Kuck mal auf die Aufnahme von dem Rotor ... da ist rund um das Kreuz ein entsättigter Bereich im Himmel

 

Wenn ich noch n Rat loswerden darf:

 

nimm eine etwas längere Brennweite und mach die Bilder von weiter weg, dann sieht das professioneller nach Sachaufnahme aus

Edited by nightstalker
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Rostafrei: wenn du zufrieden bist mit den Tipps und den Fotos, wie du sie machen möchtest, ist das in Ordnung. Das Ganze ist wirklich sehr individuell.

Mich würde interessieren, warum du den Heli aufnimmst. Denn der ist, jetzt für mich natürlich, nicht besonders attraktiv. Auch wenn ich ihn nur zu Dokumentationszwecken fotografieren würde, wäre mir die "Plastische Variante" am liebsten: ordentliches Weiß, ordentliches Rot, schöner blauer Himmel und dieses häßliche Ding auf dem er steht muss weg.

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Kuck mal auf die Aufnahme von dem Rotor ... da ist rund um das Kreuz ein entsättigter Bereich im Himmel

 

Wenn ich noch n Rat loswerden darf:

 

nimm eine etwas längere Brennweite und mach die Bilder von weiter weg, dann sieht das professioneller nach Sachaufnahme aus

 

Ah, das Bild ist gemeint. Das war ein Versuch, den Rotorkopf mit direkter Sonne dahinter, quasi aus dem Kernschatten ins Bild zu bekommen, das war auch mit Aufhellblitz ein reeller Griff ins Klo. Mit längerer Brennweite wäre ich nicht so dicht von unterhalb heran gekommen, evtl. hätte ich stärker abblenden oder filtern sollen. Aber auch das werde ich berücksichtigen :) Da man vorher aber nie sicher weiß, wie lang so eine Kiste am Platz oder am Boden ist, musste ich sofort aktiv werden. Das hier sind teilweise Resultate von wenig Vorplanung und kaum Zeit...

 

Ich mache solche Aufnahmen trotzdem, auch um daraus zu lernen. Wie man sieht, war dieses "Projekt" mehr zum Lernen, als zum Genießen. Ärgerlich ist es dann trotzdem, wenn mehr Grütze oder Bearbeitungsschwierigeiten rauskommen, als erwartet...

 

Wie ist denn die Erfahrung mit Diffusoren für dem Aufhellblitz in solchen Lichtbedingungen, oder ist sowas erst ab bestimmten Blitzern sinnvoll?

Ich habe einen alten 32CT7, den ich aus Gewichtsgründen meist nicht dabei habe. Ich kann damit zwar kein Sonnenlicht neutralisieren, aber mit Diffusor evtl. diesseitige Farben und Konturen aufhellen und verbessern, ohne die grellen Reflektionen auf der Lackierung zu provozieren.

 

 

 

Mich würde interessieren, warum du den Heli aufnimmst. Denn der ist, jetzt für mich natürlich, nicht besonders attraktiv. Auch wenn ich ihn nur zu Dokumentationszwecken fotografieren würde, wäre mir die "Plastische Variante" am liebsten: ordentliches Weiß, ordentliches Rot, schöner blauer Himmel und dieses häßliche Ding auf dem er steht muss weg.

Da ich zu Helis eine spezielle Beziehung habe, ist jede Ersatz- oder Tauschmaschine eines ansässigen Unternehmens immer ein lohnendes Motiv. Dieses spezielle Muster ist bei fast ausnahmslos allen Piloten wegen Zuverlässigkeit und "Power ohne Ende" äusserst beliebt, wird in D nur noch von diesem Flugbetrieb, der DRF betrieben und steht kurz vor der Ausmusterung. Ist für jeden Spotter ein Fest, eine alte BK117C1 am Boden so ausgiebig aufnehmen zu können.

 

Manche Leute, die sog. "Spotter" fahren für so einen Heli hunderte von Kilometern, um ihn vor die Linse zu bekommen. Ein befreundeter Spotter ist extra für dieses Kennzeichen nachts aus dem Saarland gekommen, um ihn morgens sicher spotten zu können. Ich kann vor dem Dienst, nach Feierabend oder in Pausen ganz in Ruhe drumherum - ist bekloppt, ich weiß. Andere fotografieren Züge oder Schiffe. Das hässliche Teil darunter, das "rolling pad" oder "dolly" ist leider nötig, da manche Helis kein Fahrwerk haben und auf dem dolly rangiert werden. Der hier stand in Erwartung eines Einsatzes in Bereitschaft, das Teil gehört leider dazu :D

 

Gruß Andreas

 

 

Edited by rostafrei
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So sieht er unter den für mich halbwegs normalen Bedingungen aus ca. 150m vom Arbeitsplatz aus

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So sieht es in vollem Gegenlicht vom Boden aus, Himmel und Licht war zu der Zeit wieder diffus. Das sind alles so gewisse Experimente, die ich ständig wiederholen muss, um vllt. doch mal den für mich perfekten Treffer zu landen. Ich nähere mich oft an, um mich dann plötzlich wieder sprunghaft zu entfernen. Manche Dinge können andere Betrachter einfach besser beurteilen...

 

Gruß Andreas

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  • 2 weeks later...

Mit einem baugleichen Muster habe ich Montag nochmal gewagt, mit dem letzten Akkustrom... Auch wieder mit dem 9-18mm und Aufsteckblitz. Diesmal habe ich vorher aber mehrere Testfotos gemacht und mich herangearbeitet. Gefällt mir schon deutlich besser, was wohl am anderen Bildausschnitt und den Cirren vor der Sonne liegen kann, die haben das direkte Gegenlicht etwas gedämpft und gestreut.

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Hmmm,

 

versucht rostafrei hier etwas Unmögliches?

 

Man kann doch nicht erwarten, dass Farben oder gar Farbnuancen im Rot und Weiß des Rumpfs in Bildern identisch sind, die mit Sonne frontal, von der Seite und dann noch im Gegenlicht aufgenommen wurden. In der genannten Reihenfolge verschiebt sich die Farbtemperatur durch den wachsenden Blauanteil im Licht nach oben und man bekommt noch zusätzlich Farbtemperaturverschiebungen auf den Flächen, je nachdem, wohin die Flächennormale (das Lot auf das jeweilige Flächenstück, um nicht infinitesimal zu denken) zeigt.

 

Und der Aufhellblitz? Das muss schon ein ziemlicher Bolide in Sachen Leitzahl sein, um überhaupt gegen Sonne bei der vorhandenen Gegenstandsweite wirksam sein zu können. Und dann noch im (extremen) Weitwinkelbereich.

 

 

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Hmmm,

 

versucht rostafrei hier etwas Unmögliches?

 

Man kann doch nicht erwarten, dass Farben oder gar Farbnuancen im Rot und Weiß des Rumpfs in Bildern identisch sind, die mit Sonne frontal, von der Seite und dann noch im Gegenlicht aufgenommen wurden.

...

Und der Aufhellblitz?

 

Man kann Physik nicht überlisten, darum ist es auch kein Versuch, etwas unmögliches möglich zu machen ;) 

 

Mir geht es darum, herauszufinden, wie Ihr die Bilder in solchen Situationen aufnehmt oder ggf. nachbearbeitet, so dass spezielle Bestandteile, wie z.B. Motivfarbe(n) noch so echt (besser: natürlich) wie möglich aussehen, ohne das gesamte Bild in Richtung "comicartig" nachzubearbeiten, zu verfremden oder zu verschlimmbessern, so dass jeder Betrachter auf Anhieb sagen müsste "nee, so kann das gar nicht ausgesehen haben, ich habe das Motiv schon in verschiedensten Lichtbedingungen gesehen!" oder anders:

wie vermeide ich den Augenkrebsfaktor, so dass alles möglichst natürlich wirkt und erkennbar bleibt?

Deswegen ja auch eingangs die Frage, ob ein Foto auch in Abhängigkeit vom Monitor des Betrachters verfremdet oder unnatürlich wirken kann.

 

Ich sehe oft Fotos von Kumpels, von denen ich die Kameramarke kenne und frage mich, ob auch das eine Rolle spielt. Kann eigentlich nicht, es liegt wohl meistens an den gewählten Einstellungen und Nachbearbeitungen. Vllt. trauen sich auch viele deswegen nicht an schwierigere Situationen heran. Ich weiß es nicht. 

 

Ich gehe jetzt davon aus, dass man draussen mit "leichtem" Gerät unterwegs ist, also das bevorzugte Objektiv für Nahbereich und max. ein kleiner Aufhellblitz.

- der Einfachheit halber Auto-WB und low ISO (wird evtl. je nach Fabrikat mal ISO50, 64 oder auch 100 sein)

- Ein Mittel wäre der Aufhellblitz, gedämpft oder ungedämpft (Diffusor, Butterbrotpapier oder weiße PE-Schaumfolie etc.)

- situationsbedingt auf gedämpftes Gegenlicht warten und zusätzlich den Vordergrund mit Blitz aufhellen

- Motiv aus dem Kernschatten der Gegenlichtquelle aufnehmen

- ...

- ...

 

Gruß Andreas

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  • 3 years later...

Ich grabe das Thema nach fast vier Jahren mal wieder aus, weil ich einige Dinge auf mehr oder weniger flachen Lernkurven mittlerweile verbessern konnte. Ich sehe genauer hin, was auch mit dem kalibrierten Monitor (Viewsonic VP 2458) und mein mittlerweile akzeptiertes aber vorher lang vermiedenes Arbeiten mit Denoise und PS etwas einfacher geworden ist. Die Unterschiede sind für mich sichtbar geworden, im Guten wie im Schlechten.

Nun fällt mir etwas anderes auf, was ich möglicherweise zu kritisch sehe, da ich es in euren Fotos auch sehe: Halos - reduziert/entfernt Ihr sie bei der EBV oder interessieren sie Euch bei euren Fotos nicht? Verlasst ihr Euch auf automatische Korrekturen oder bin ich durch meine parallel mitlaufenden Artfilter mittlerweile schmerzfrei oder sogar überempfindlich geworden, weil sie mit den Filtern noch verstärkt werden und sie mir auch in "Normal-JPG" deutlicher bewusst werden?

Ist interessehalber, da ich bei meinen "Ausflüchten" aus der Heliwelt auch mal andere Sachen versuche und immer wieder mit ihnen konfrontiert werde... Ich zweifle und verzweifle manchmal daran, weil ich nie wirklich beurteilen kann, ob sie stören, auffallen der einfach mitgekauft sind... An den alten Beispielen oben sind sie noch deutlicher zu sehen, als mittlerweile, aber sie sind für mich immer noch ein beinahe unüberwindliches Hindernis, auch wenn ich sie mittlerweile sichtbar wegkorrigieren kann. Heute bei den Storchfotos haben sie mich wieder mal kalt und unangenehm erwischt.

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Ich sehe die Bilder jetzt zum ersten Mal (und ich muss sagen, dass ich noch nicht ganz wach bin und damit meinen Augen eventuell noch nicht trauen kann).
Zuerst war mir der Unterschied im Weißabgleich der Bilder am Anfang aufgefallen, dann der mittige Ring des Gegenlichts in Bildbeitrag #7. Gehört dies zu den Halos, die gemeint sind?
Halos an Häuserkanten oder Bäumen, die gegenüber dem Himmel aus einem starken Helligkeitskontrast heraus entstanden sind, kenne ich natürlich auch. Und wenn diese sich durch die Nachbearbeitung so verstärkt haben, dass sie mir beim Betrachten des  gesamten Bildes auffallen, versuche ich sie zu reduzieren.

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Ja, diese Halos gehören dazu. Da ich 4 Jahre weiter bin, als diese Fotos, bemerke ich andere Dinge als fehlerhaft oder schlecht in den Griff zu bekommen. Dazu gehören u.a. Halos, die mir in euren Fotos hier im Forum zwar auch auffallen, aber sie stören Euch offenbar selbst nicht besonders, sonst wären sie nicht erkennbar. In diesen Beispielfotos oben sind sie allerdings sehr deutlich ausgeprägt, über den Stand von damals bin ich zum Glück hinaus. Das waren ja auch Beispielfotos für Fehler, die mir aufgefallen waren, bei denen ich nicht weiter wusste, bzw. den Fehler nicht lokalisieren konnte.

WB + Sättigung/Luminanz habe ich mittlerweile besser im Griff. Nur die Halos, die sind irgendwie eine ganz spezielle Sache, weil sie als mehr oder weniger unerwünschter Effekt eine ganz eigene Kategorie sind. Sie tauchen nicht immer auf, nur manchmal ziemlich heftig, sind aber durch die üblichen Korrekturen (Tonwertkorrektur, WB, Kontrast, Sättigung/Luminanz, etc.) nie restlos zu beseitigen.

Ich habe die Storchfotos von gestern später nochmal denoised und siehe da, sie sind trotz niedriger ISO etwas besser rausgekommen, als wie sie reingegangen sind. BIF ist so oder so nicht meine Welt, aber die Halos um den Storch ohne Denoise haben mir beinahe die Motivation genommen, es weiter zu verfolgen, weil ich nicht erkenne, was ich vor Ort mit der Kamera falsch mache. Deshalb die Frage, ob Halos grundsätzlich ein Fehler sind oder eher nur dann, wenn sie zu deutlich werden? Der gesamte Eindruck von Schärfe, den ich beim ersten Betrachten hatte, ging durch die Halos nach der Bearbeitung komplett verloren. Liegt der Fehler eher in Aufnahme oder Bearbeitung?

 

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Halos wie in #7 kriegst du in EBV kaum gut weg, ebenso ausgebrannte Wolken. Da hilft nur tiefer belichten mit einer Kamera die genügend Reserven und D/R hat.

Hier im Forum hat es viele Fotos die bedeutend „schlimmere“ Halos haben weil in wesentlich unkritischeren Bedingungen. Die sind dann meist der schlechten EBV geschuldet. Ich sehe oft die Halos am besten an einem runterskalierten jpg, wie hier die Bildpreviews. Mit der neuen Maskenfunktion von LrC ist das selektive bearbeiten von Motiv oder Hintergrund viel einfacher und genauer geworden. Und vieeel schneller.

Edited by wasabi65
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Es wäre ja auch eher schlecht für das Hobby, wenn man nun keine Verbesserung in 4 Jahren bei seinen Fotos in irgendeiner Weise bemerken würde :)
Ich denke auch, dass es auf die jeweilige Position zum Licht ankommt und wie das Belichtungsverhältnis von Motiv und Hintergrund ist. Der Einsatz von Objektiven, die einen geringen Kontrast aufweisen, dürfte das Auftreten von Halos auch verringern, vermute ich. Der überstürzte Einsatz von Clarity-Reglern, oder ähnlichem in der Bildbearbeitung, damit man ein "knackiges" Bild bekommt, führt in vielen Fällen zu Halos.

Beim Entrauschen von Bildern gab es früher immer Probleme bei der JPG Ausgabe, wenn eine große Fläche, wie der Himmel, einen gleichmäßigen Helligkeitsverlauf aufwies. Dann bildeten sich oft Farbabrisse. Da hatte es geholfen, dass man etwas mehr Rauschen im Bild gelassen hat.

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Ja - Klarheit, Struktur und "Dunst entfernen" in LR hauen kräftig rein, wenn man sie lediglich auf Verdacht oder ohne Kontrolle nutzt. Die stehen bei meinen Verarbeitungen meist auf 0, Kontrast sogar meist auf -X, in der Kamera auf 0. Was ich auch bemerkt habe, ist, dass die Abstimmung WB - Sättigung - Luminanz öfter schon die Auffälligkeiten reduzieren konnte. Da ich selbst eher gedämpfte Farben mag, kommt mir das entgegen, solang die Farben noch den gesehenen Farben nahekommen.

In der Kamera stehen die einstellbaren Werte auch eher auf 0, als auf +/-X. Der blaue Himmel war auch der Bremsklotz bei den Störchen. Beim Abdunkeln in PS kann ein heller, scharfer Halo auch in einen wolkenähnlichen dunklen Halo umkippen. Ich habe bis jetzt nicht begriffen, was da passiert, da ich die Werkzeuge nur in gerade noch kontrollierbarer Größe einsetze. Aber das sind nun wirklich Feinheiten, die man von Foto zu Foto neu beurteilen muss.

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