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Michi67

Altglas- sinnvoll oder nur ein aufgeblähter Hype ?

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Hallo Systemkamera-Freunde,

 

eines vorweg : natürlich drohe auch ich der Versuchung zu unterliegen, an meiner Samsung NX20 mal Altglas z.B. in Form von M42 Objektiven auszuprobieren.

Was mich persönlich aber zuweilen "stört" bzw. was mir verwunderlich erscheint, ist der Hype der da manchmal um alte Objektive veranstaltet wird !

Sicher gab es einige Perlen, aber ganz nüchtern betrachtet ist die Optikrechnung und Objektivkonstruktion in den letzten 50 Jahren doch rasant voran gegangen.

Es verursacht mir dann manchmal Stirnrunzeln, wenn ich dann im Netz Jubel-Arien auf alte Scherben höre  ( die zumindest ich als 50+jähriger noch live an analogen Kameras erlebt habe UND die da schon grottenschlecht waren ):

 

Da werden aus alten Billig Revuenons und Porsts, die damals schon nur bei f/11 akzeptable Scharfzeichnung erreichten plötzlich "Bokeh-Giganten" und Portrait-Spezialisten

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Erinnert mich z.T. an den Tomioka Lichtriesen-Wahn zu analogen Zeiten, wie ihn der Kamera-Doktor hier schon einmal süffisant kommentierte:

 

https://www.kameradoktor.de/tomioka1,255mm/

 

Für mich wäre das zum "Spielen" mal okay, aber Hand auf Herz, seid Ihr alle so begeistert von den alten Scherben, oer wie seht Ihr das ???

 

MfG Michael

Edited by Michi67

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Ich denke, dies ist in Teilen eine eingebildete Begeisterung: Je weiter die digitale Technik schreitet desto anfälliger werden viele Menschen für 'Vintage-Qualität'. Das ist etwa im Audio-Bereich ebenfalls der Fall. Natürlich ist die ein oder andere Perle darunter, aber eben auch viel Nostalgie und viel Wunschdenken.

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Diesen Thread gibt es bereits, er hat nur einen etwas abweichenden Titel: Adaptierte Objektive nur suboptimal, oder dankend gleich ganz verzichten?

 

Wir müssen das Thema hier also nicht nochmals durchkauen.  

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Ich hatte ein 50er und ein 135er an meine Olympus adaptiert. Während das 50er zumindest funktionierte, waren mit dem 135er nicht mal ansatzweise klare Bilder hinzubekommen — auch nicht mit Stativ.

 

Am Ende habe ich den ganzen Rotz verkauft und bin um die Erfahrung reicher, dass es moderne 45er, 60er oder 12-40er nicht nur besser hinbekommen, sondern sogar wesentlich leichter.

 

Ich bin aus meiner „oh toll, nur 7/37/87 Euro bei Ebay, das probiere ich mal aus“-Phase heraus und das ist auch gut so.

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Ich hatte ein 50er und ein 135er an meine Olympus adaptiert. Während das 50er zumindest funktionierte, waren mit dem 135er nicht mal ansatzweise klare Bilder hinzubekommen — auch nicht mit Stativ...

 

Ich verwende gelegentlich auch ein altes 135er. Ein Canon FD 2.8/135 mm und zwar am KB-Sensor der Sony A7 II und ich habe keine Schwierigkeiten damit klare Bilder aufzunehmen:

 

Schloßpark Glienicke Stibadium by Berlin-Knipser, auf Flickr

 

Schloßpark Glienicke by Berlin-Knipser, auf Flickr

 

Britzer Garten by Berlin-Knipser, auf Flickr

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vieles wird schöngeredet, manches ist aber auch toll ...

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Kommt immer auf die Kamera und das Objektiv an

 

M-42 finde ich nicht toll, auch wenn hier im Forum einige begeistert sind ... die besten sind hier die alten Pentax Takumare (mechanische Qualität absolut bombastisch, optisch auch gut)

 

Nun muss man allerdings verstehen, dass die Objektive aus mehreren Gründen gekauft werden, zum einen, weil man so eine lichtstarke und gute Ausrüstung für wenig Geld bekommt, zum anderen werden solche Objektive auch WEGEN ihrer Fehler und ihres Charakters gekauft.

Alte Objektive haben manchmal einen besonderen Charme, den man bei modernen Objektiven nicht unbedingt findet.

 

Manchmal wird auch noch die Freude am manuellen fokussieren genannt ... das kann ich als jemand, der zwangsweise manuell fokussierte, weil es noch keinen AF gab, oder dieser unzuverlässig war, nicht nachfühlen

/uploads/emoticons/default_smile.png"> ... andererseits kann ich auch den Spass beim Achterbahnfahren nicht nachfühlen ... 

 

Wenn es Dich dazu drängt, schlag zu, aber wenn Du nicht sicher bist, bleib bei den passenden Objektiven

 

 

einiges gibts halt nur bezahlbar, wenn man ein manuelles Objektiv nimmt ... es muss nicht immer Altglas sein

 

zB für Sony das 2,0/12 Samyang, oder das 2,8/12 Meike

 

für 330.- bzw 199.- Euro bekommt man hier ein Ultraweitwinkel, das man sonst für die Kamera nur von Zeiss bekommt, wo es 925.- Euro kostet

 

Ähnlich ist es mit dem Kugelfisheye Meike 2/6,5 ... 150.- Euro, da kann man das durchaus mal probieren ... oder dem Ultra WW Laowa 2/7,5, das mit seinen 600.- Euro nicht billig ist, für das es aber im mFT System schlicht keine Entsprechung gibt.

 

(oft sind es starke WW, oder Fisheyeobjektive ... weil man damit meistens eher in Ruhe arbeitet und der AF nicht so wichtig ist)

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Ich fand unsere FDs an mFT aber auch sichtbar schlechter als an KB.

Das ist doch ein gutes Stichwort

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Manche meiner Altgläser haben an KB eine bessere maximal Randschärfe, als entsprechende mFT-Festbrennweiten an mFT.

 

Und jetzt lehne ich mich zurück

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Asche auf mein Haupt ! Da hätte ich als SKF-Rotar**** natürlich die Suchfunktion nutzen sollen

 

Michael

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P.S.: lustig finde ich aber schon den "wirtschaftlichen" Faktor, den da einige Leutchen entdeckt haben. So mancher Flaschenboden aus Opas Schuhkarton, den man sich füher nicht getraut hätte, für 10€ zum Verkauf anzubieten, wird jetzt marktschreierisch zu lumpigen 50-100€ angeboten

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Und: die oben erwähnten Grals-Hüter gibt es tatsächlich heute noch - z.B. hier :

 

https://www.ebay.de/itm/REVUENON-Tomioka-1-2-55mm-MC-Prime-Lens-Bokeh-Monster-PENTAX-K-PK-8408-/352370742202?clk_rvr_id=1553726496126&rmvSB=true

 

https://www.ebay.de/itm/Auto-Yashinon-1-1-2-f-55mm-Tomioka-f-M42/253299432781?hash=item3af9d29d4d:g:Vv0AAOSw6VRaKST3

 

Ich lach mich weg !

 

Zumindest beim 2. Angebot eigentlich eine grobe Nachlässigkeit, dass das Objektiv nicht mit weissen Baumwollhandschuhen gehalten wird

/uploads/emoticons/default_wink.png"> Edited by Michi67

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Der Name Tomioka ist mir egal, sagt den meisten Käufern nichts und wer das bezahlt, ist selbst schuld.

Das Porst Color Reflex 55mm/1.4 ist aber eines der besten lichtstarken Objektive mit M42-Anschluss für die Sigma SD1/Quattro Kameras, das ich besessen hab.

 

(hier mit f/4)

 

Ein Rollei Sonnar 85mm/2.8 (M42) ist kompakt und zeigt extrem gute Bildqualität und ein Carl Zeiss Sonnar T 35-70mm f/3.4 nimmt es mit aktuellen Sony Zooms auf. Diese beiden kosten natürlich dementsprechend mehr. Aber wer genug von den offensichtlich billigen Objektiven hat und sich auskennt, kann unter den alten Linsen einige Perlen finden, die eine Abwechslung sowohl in der Haptik als auch in der Bildwirkung liefern.

 

In dem anderen Thread wurden aber bestimmt schon alle Seiten mehrmals durchgekaut.

Edited by grillec

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Auch ich verwende das Carl Zeiss Sonnar T 35-70mm f/3.4  an meiner auf Infrarot umgebauten Nex-5  mit schönen Ergebnissen:

 

 

Da können viele "modernen" Objektive nicht mithalten.

Edited by gib8

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Diesen Thread gibt es bereits, er hat nur einen etwas abweichenden Titel: Adaptierte Objektive nur suboptimal, oder dankend gleich ganz verzichten?

 

Wir müssen das Thema hier also nicht nochmals durchkauen.  

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Hallo Freunde,

 

habe mir den von 123abc verlinkten Beitragsstrang nun mal komplett durchgelesen...oh Gott  - dass das so ausarten kann, wollte ich natürlich nicht !

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Da tun sich ja Abgründe auf.......

 

Also, liebe Moderatoren : bevor sich so etwas hier nochmal durch meine Schuld wiederholt - ruhig dicht machen !

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Trotzdem nochmal Danke an alle, die so geduldig waren und mir hier ( nochmals ) geantwortet haben !

 

MfG Michael

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Meine These:

 

Bis man an die Grenzen der Leistungsfähigkeit guten Altglases kommt

haben über 90% der Fotografen selbst noch Luft an Ihrem Können zu arbeiten.

 

 

Grüsse Stephan

 meine These:

 

unter den Altglasfans finden sich vor allem Landschaftsfotografen und Fans sonstiger unbeweglicher Motive

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In dem Fall haben sie dann natürlich auch recht, denn da braucht man Komfortmerkmale wie AF, Blendensteuerung und Objektivprofile nicht, da ja in der Regel auch intensiver nachbearbeitet wird und oft auch mehr Kompetenz in der Bildbearbeitung vorhanden ist

 

Aber das schärfste Altglas hilft nicht, wenn die Angetraute nicht richtig stillhält und das Portrait mit dem Altglasschatz halt die Schärfe auf dem falschen Auge hat

 

 

Oder andersrum: "Versuch macht kluch."

 

 

/uploads/emoticons/default_smile.png"> genau .. 

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Meine These:

 

Bis man an die Grenzen der Leistungsfähigkeit guten Altglases kommt

haben über 90% der Fotografen selbst noch Luft an Ihrem Können zu arbeiten

Man muss sich diesen Lernprozess aber doch nicht unbedingt mit Altglas schwer machen

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Meiner Ansicht nach ist zum Erlernen der Fotografie der spezielle Charakter, den alte Linsen dem Bild gelegentlich aufdrücken, eher verzichtbar.

 

Die meisten Altglasuser gehören auch nicht zu dem Personenkreis, der aus Kostengründen auf Oldies zurückgreift. Mein Eindruck ist, dass viele sich durch die alten Linsen einen Kreativitätsschub erhoffen, wenn ihnen die Ideen ausgehen.

 

Wenn der dann aber ausbleibt und das Altglas-Foto auch nicht mehr Seele aufweist als ein vergleichbares steriles Neuglas-Bild, kann man als Qualitätsmerkmal dann immerhin noch dazu schreiben, dass es mit Altglas gemacht wurde

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Ich habe noch was zum Altglas gefunden ...

 

 

Rüdiger Schestag macht meiner Ansicht nach wirklich gute Videos, insbesondere auch zu Lichttechnik und anderem ... kann man sich mal bookmarken

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...unter den Altglasfans finden sich vor allem Landschaftsfotografen und Fans sonstiger unbeweglicher Motive

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Meine Erfahrung, in vielen (aber natürlich nicht allen) Fällen ist die Abbildungsleistung auf heutigem Niveau. Dazu kommen oft, Bauqualität, Preis (klar) Größe und Gewicht.

 

So ein Canon FD 24mm F/2.8 beispielsweise bringt schon verdammt viel Abbildungsleistung auf den Sensor und kostet keine 100 Euro, ein FD 200mm F/4 kann noch problemlos die 42MP der RII bedienen.

 

Wie eigentlich immer muss man aber mit etwas Sachverstand an die Sache herangehen und sich vorher informieren, bei markigen Ebay-Anpreisungen gehen bei mir immer sofort die Alarmglocken los.

 

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Meine Erfahrung, in vielen (aber natürlich nicht allen) Fällen ist die Abbildungsleistung auf heutigem Niveau. Dazu kommen oft, Bauqualität, Preis (klar) Größe und Gewicht.

 

So ein Canon FD 24mm F/2.8 beispielsweise bringt schon verdammt viel Abbildungsleistung auf den Sensor und kostet keine 100 Euro, ein FD 200mm F/4 kann noch problemlos die 42MP der RII bedienen.

 

Wie eigentlich immer muss man aber mit etwas Sachverstand an die Sache herangehen und sich vorher informieren, bei markigen Ebay-Anpreisungen gehen bei mir immer sofort die Alarmglocken los.

So ist es.

 

Um noch etwas ausführlicher zu werden: Altglas FBs "aus gutem Hause"

 

Und dann gibt es die "Charakterlinsen", von denen hier in den entsprechenden Threads ja mehrere vorgestellt worden sind. Am bekanntesten die Meyer Trioplane mit ihren Bubbles oder die Russen mit swirligem Bokeh. Die weisen zum Teil starke Abbildungsfehler auf - die man mit entsprechender Sachkenntnis aber mit charmanter Wirkung einsetzen kann. Dazu kommen dann noch diverse Linsen aus Vor-Automatik-Zeiten (oft schlecht oder gar nicht vergütet), die aber wegen ihrer 12 oder 15 Blendenlamellen in bestimmten Entfernungsbereichen ein sehr schönes Bokeh produzieren. Solange man mit der Sonne im Rücken photographiert, können die erstaunlich ästhetische Resultate hervorbringen. Und dann entsteht gelegentlich ein Hype - der aber meistens nicht berücksichtigt, daß es nicht die Objektive allein sind, die dies Effekte machen, sondern daß man auch sehr gezielt damit umgehen und die Ergebnisse dann auch sehr zielgerichtet entwickeln oder sogar manipulieren muß.

Edited by micharl

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