Jump to content

Empfohlene Beiträge

Ich mach mal einen Faden für unsere schöne nähere Umgebung auf. In loser Folge werde ich das Thema weiter verfolgen und ausbauen.

 

Es handelt sich um den Raum östlich und südlich von Dresden, der mehrere Sandsteingebiete und eine große Granitplatte nebst deren Kollision mit dem Sandstein (Lausitzer Überschiebung genannt) enthält. Das Gebiet erstreckt sich über drei Länder (D, CZ, PL) mit Schwerpunkt in D und CZ. Neben der Sächsichen Schweiz, die ja sicher vielen bekannt ist, gibt es noch deren böhmischen Teil, das Lausitzer Bergland, das Zittauer Gebirge und weitere Gebiete bis zum Böhmischen Paradies, die durch die Strukturen der Sandsteinfelsen, den Vukanismus und die Plattenverschiebungen geprägt worden sind.

 

Ich möchte mich hier nicht auf einzelne Reisen und konkrete Touren beschränken, sondern eher die typischen Landschaften und die Vielfalt der scheinbar eintönigen Felsen etwas zeigen. Ab und an wird sicher dem einen oder anderen etwas bekannt vorkommen - das ist aber nicht die Absicht... ;)

 

Ehe gemeckert wird etwas zur Technik. Im Wesentlichen handelt es sich um Fotos, die auf unseren Wanderungen nebenbei entstanden sind. Es sind alles JPEG, freihand und bei zum Teil widrigen Bedingungen entstandene Fotos aus PentaxKX, Kompaktknipsen, MFT und alpha 77 und 7II. Wenn ich mich recht entsinne, kommt sehr selten Kunstlicht / Blitz zum Einsatz (nur bei manchen Höhlenbildern und vereinzelt in tiefen Schluchten wurde etwas nachgeleuchtet, teilweise um überhaupf einen Fokus zu finden). Die Bearbeitung beschränkt sich im Allgemeinen auf Aufhellen und Kontrastverstärken (Licht EQ in ACDSee) und zuschneiden. Auf Grund der Enge (in den Schluchten und vor den Felsen) und der Weite (auf den Felsen) sind etliche Panoramen dabei, die aber auch meist freihand entstehen.

 

Haben sie bitte Spaß!

 

Den Anfang soll eines der doch recht zahlreichen Felsentore machen. Nicht das berühmte, zu dem man schnell und mit vielen Glecihgesinnten leicht von der Elbe aus hochsteigen kann, sondern eines, dass weiter im Inland versteckt ist und dass man bei einem Wochentrip gewiss nicht finden wird.

 

Dieses hier steht in einem ehemaligen Sperrgebiet (Truppenübungsplatz Ralsko) von dem aus die Russen mit Atomraketen auf den Westen gezielt haben. Noch heute sollte man dort tunlichst die Finger von Beeren und Pilzen lassen und wenn möglich auf den Wegen bleiben. Munitionsreste sind dort nicht komplett geräumt und der Boden ist großflächig kontaminiert. Wer eine Vorstellung von Raketentreibstoffen hat, hält sich auch daran.

 

post-38964-0-35916700-1525859715_thumb.jpg

 

 

bearbeitet von schubbel

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Und nun doch noch eines aus dem touristischen Brennpunkt. Hier ein Beispiel der Landschaft im Elbsandsteingebirge. Tafelberge auf der einen Seite (meist linkselbisch) stehen im Kontrast zu den Felsenriffen, die rechtselbisch dominieren. Im Hintergrund schauen schon die tschechischen Vulkane (hier der recht dominierende Rosenberg) heraus.

 

Zu sehen sind rechts der Lilienstein und links der Rosenberg und vor diesem die Kaiserkrone und der Zirkelstein. Mir hat hier die Farbgebung und die Form des Daches als "Miniaturfelsen" gefallen.

 

post-38964-0-62923600-1525863024_thumb.jpg

 

 

bearbeitet von schubbel

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Noch einige links zu Bildern, die auch zum Thema gehören, die ich aber nicht mehrfach hochladen will:

 

Eine Blockhalde an einem Vulkan (Kleis):

https://www.systemkamera-forum.de/topic/93968-mythos-wald-mitmachthread/page-102?do=findComment&comment=1512557

 

Und ein Bild vom Gipfel des Kleis (die Aus-Sicht war leider gerade ausgegangen):

https://www.systemkamera-forum.de/topic/83576-lichtblicke-f%C3%BCr-alle-zum-mitmachen/page-341?do=findComment&comment=1512542

 

Und hier noch ein Bild vom Kleisgipfel. Keine Mauer, sondern ein Teil des freigelegten Schlots (die Säulen entstehen ja beim Abkühlen rechtwinklig zur Temperaturveränderung).

 

post-38964-0-86597500-1525863942_thumb.jpg

 

 

Die Festung Königstein einmal fast und einmal ganz versteckt:

https://www.systemkamera-forum.de/topic/110235-nebel-nat%C3%BCrlich-zum-mitmachen/page-28?do=findComment&comment=1512563

 

Und hier die ganze Festung über dem Nebel der Elbe:

 

post-38964-0-71073300-1525876228_thumb.jpg

 

 

Und noch ein touristisches Highlight: Der Pfaffenstein mit der berühmten Barbarine (die Nadel links am Berg):

https://www.systemkamera-forum.de/topic/110075-p-a-n-o-r-a-m-a-zum-mitmachen/page-35?do=findComment&comment=1512376

 

 

 

bearbeitet von schubbel

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Am schönsten ist es wenn das Licht wenig ist. Im letzten Licht des Tages, in den finsteren Schluchten, oder bei typischem Winter- oder sogenanntem Novemberwetter. - Wenn man denn einigermaßen trittsicher ist und sowohl vereiste Wege, als auch naßtriefende Bäume und Matsch nicht scheut.

 

Hier eine ganz interessante Stelle. Hohnstein mit der gleichnamigen Burg im letzten Licht.

  • Unten das Polenztal mit abertausenden Märzenbechern und einer Winteramselpopulation die im Winter Larven aus dem Bach fischen.
  • Wir befinden uns direkt an der Lausitzer Überschiebung: links die sanfteren Hänge sind im Granit, während geradeaus und rechts die Sandsteinplatte steile Wände bildet.
  • Unterhalb der Burg wurden zu Zeiten Augusts des Starken in der erweiterten Schlucht gefangene Bären "zwischengelagert" bis sie zu Jagtfesten in den Dresdner Zwinger gebracht wurden.
  • Die Burg ist auch historisch aus der 12 jährigen Dunkelzeit interssant (als KZ genutzt).
  • ...

post-38964-0-76473900-1525867584_thumb.jpg

 

 

bearbeitet von schubbel

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Apropos dunkel und Schluchten.

 

Im Felseninneren:

post-38964-0-19231400-1525868664_thumb.jpg

 

Die Stiege durch die Schlucht:

post-38964-0-30954800-1525868762_thumb.jpg

 

Und die Dimension derselben (drei Bilder mft 12mm). Hier sieht man auch ganz gut das Dilemma des Fotografen. Es ist selbst Mittags viel zu dunkel und oben ist es extrem zu hell. Da kann man machen was man will, den Sensor gibt es noch nicht.:

post-38964-0-69169900-1525869033_thumb.jpg

 

 

PS:

An den Grätings sind keine CA's. Das ist die Rost und Rostschutzfarbe.

bearbeitet von schubbel

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Nessi wohnt gar nicht in Schottland. Da finden die nie etwas!

 

Der kleine Drache liegt im Elbsandstein...

 

post-38964-0-11874000-1525869792_thumb.jpg

 

 

...und schaut, ob es am bekannten Kuhstall (das Felsloch in der Mitte mit den Menschen drin) was zu fressen gibt:

 

post-38964-0-37854300-1525869652_thumb.jpg

 

 

bearbeitet von schubbel

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ich hatte ja gesagt, weitgehend Kunstlich- und Blitzfrei. Dieses Panorama (2 Bilder) wurde aber geblitzt, weil sonst zu dunkel. Links sehr schön zu sehen, wie der Durchgang herausgemeißelt wurde.

 

post-38964-0-35420200-1525873740_thumb.jpg

 

Und nun die andere Seite dieses Durchgangs ohne Zusatzlicht, dafür aber sechs Bilder:

 

post-38964-0-60154000-1525873643_thumb.jpg

 

PS:

Der Durchgang ist etwa drei Autostunden von DD entfernt, also keine Sächsische / Böhmische Schweiz mehr.

Auf dem zweiten Bild sind übrigens keine Stürzenden Linien zu sehen, das sind stürzende Felsen in echt. ;)

bearbeitet von schubbel

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Das Elbsandsteingebirge ist ja wegen seiner Sandsteine und Felsenlandschaft bekannt. Es gibt aber auch noch etwas anderes: Kahnfahrten. Zurück geht dieses Vergnügen auf die frühere Bewirtschaftung der Wälder. Als es noch keine Harvester und geländegängige Fahrzeuge zur Verschandelung der Wälder gab - dies wäre schon noch ein eigenes Thema wert - musste das geschlagene Holz ja auch irgendwie transportiert werden. Da es hier einige kleine Flüsse gibt, staute man diese an, warf die Bäume in die Staubecken und wartete erst mal ab. Wenn dann alles soweit voll war, wurden die Wehre geöffnet und ab ging die Fahrt gen Elbe.

 

Einige dieser alten Staustufen haben die Zeiten überdauert und werden heute zu den beliebten Kahnfahrten genutzt. Es gibt jeweils zwei dieser Kahnfahrten von D aus an der Grenze (D/CZ) an der Kirnitzsch und in CZ an der Kamnitz. Zwischen den Kahnfahrten und auf dem Weg dorthin und wieder weg kann man durch die tief eingeschnittenen Täler (teils auf Stegen) wandern.

 

Hier die Obere Schleuse bei Hinterhermsdorf:

 

post-38964-0-11259100-1526374084_thumb.jpg

 

Man sieht hier auch sehr schön die Enge der Schlucht (re.) und die Vielfarbigkeit der Felsen durch den Bewuchs und die allgegenwärtigen Flechten.

bearbeitet von schubbel

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Neben der schönen und teilweise einmaligen Landschaft gibt es leider auch einige unschöne Dinge, die einem nicht so schnell ins Auge fallen.

 

Im ersten Beitrag war ja schon eine Hinterlassenschaft aus dem Kalten Krieg genannt worden. Daneben gibt es aber in der Sächsischen Schweiz und in CZ auch Uranbergbau. Direkt neben dem Touristenmagneten der Festung Königstein befindet sich ein Uranbergwerk, dass man auch von der Festung sehen kann. Wenn man weiß wo es ist, kann man es auch von der Bastei sehen.

 

Der Abbau ist eingestellt. Gleichwohl sind aber Anlagen und Geländeteile teilweise noch verstrahlt. Im Rahmen der Sanierung werden weiterhin Uran und andere unschöne Dinge aus dem Berg geholt. Nach Ansicht einiger Experten muss das Grundwasser dort dauerhaft gereinigt werden.

Pikant: Die Wasserschichten, aus denen das Trinkwasser für Dresden gewonnen wird, befinden sich in unmittelbarer Nähe der vom Uranbergbau mittels Laugung verseuchten Wasserschichten.

 

Wen's interessiert, kann hier mal schauen:

https://www.atommuellreport.de/daten/wismut-gmbh-koenigstein.html

http://www.wismut.de/de/nl-koenigstein_flutung.php

 

So sieht die Anlage aus:

 

post-38964-0-57033600-1526395703_thumb.jpg

 

PS:

Ich bitte die Bildqualität zu entschuldigen. Das ist aus einigen km Entfernung gemacht worden.

bearbeitet von schubbel

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Die Symbiose von Algen, Farnen und Flechten aber auch von größeren Pflanzen auf, an und in den Felsen ist teilweise auch beeindruckend.

 

Wie lange der kleine Kerl wohl in dem alten Balkenlager einer der vielen ehemaligen Burgen durchhält? Ein paar Jahre hat er jedenfalls schon weg (letzten Winter war er noch da).

 

post-38964-0-73993800-1527772478_thumb.jpg

 

 

Der hier hat nichts mehr durchzuhalten und ist nur noch eine trockene Hülle für andere. Aber solch beharrliches Anschmiegen an die Felsform sieht man auch nicht alle Tage:

 

post-38964-0-60882100-1527772494_thumb.jpg

 

 

 

bearbeitet von schubbel

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Stiegen

 

Wer schon mal in der Sächsischen Schweiz war, hat den Begriff Stiege sicher schon gehört. Das sind z.T. versicherte "Wege" oder eben durch einzelne Steighilfen begehbar gemachte Aufstiege. Die Stiegen gehen teilweise auf die Zeit der Ersterschließung zurück und haben in der Regel auch etliche Jahre auf dem Buckel. Einige sind per Treppenstufen erleichterte Aufstiege und wieder andere sind Quasi die Vorläufer heutiger Klettersteige. Leider sind einige der schönsten Steiganlagen dem Verfall preisgegeben worden oder dem Nationalpark (auf beiden Seiten der Grenze) zum Opfer gefallen (sprich nicht mehr erlaubt, zurückgebaut, etc.).

 

Und Obacht:

Nicht alle dieser Anlagen sind nach heutigen Sicherheitsstandards umgebaut und in teilweise abenteuerlichem Zustand. Also bitte vorher unbedingt belesen, wennn diese begangen werden sollen!!!

 

Eine Treppepepepepepepepepepep....

 

post-38964-0-70079900-1527773927_thumb.jpg

 

 

Der Weg ins Dunkel:

 

post-38964-0-43080100-1527773968_thumb.jpg

 

 

Manchmal wirds steil. Festhalten angesagt. Das ist die entschäfrte Variante - früher ging es mit ein paar Stiften links durch den Kamin und über den Überhang oben:

 

post-38964-0-56010700-1527774005_thumb.jpg

 

 

Und manchmal muss man sich auch richtig festhalten und ordentlich kämpfen. Das ist aber schon ein richtiger Klettersteig im Zittauer Gebirge:

 

post-38964-0-79284800-1527774028_thumb.jpg

 

 

PS:

Es gibt sogar einen Stiegenbuchverlag, der etliche Bücher mit Beschreibungen der erlaubten und auch der nicht erlaubten Stiegen veröffentlicht hat. Der Macher ist selbstredend und mit stolzer Brust ein besonderer Freund der Nationalparkverwaltung.

bearbeitet von schubbel

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Am besten gehen Stiegen aber im Winter. Da bergen sie je nach Schnee- und Eislage noch echte Herausforderungen und man ist meist allein.

 

Mit Steigeisen durch vereiste Schluchten:

 

post-38964-0-38409000-1527774706_thumb.jpg

 

 

Man kann auch bei -15°C auf Gipfel steigen, wenn man warm eingepackt und trittsicher ist. Ausrutschen und Runterkullern ist da allerdings auch keine Option mehr. Eigentlich im Sommer auch nicht, weil zu hoch (nur rutscht es sich da nicht so gut aus):

 

post-38964-0-33851000-1527774722_thumb.jpg

 

 

 

bearbeitet von schubbel

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Machen wir mal weiter.

 

Thema heute: Felsstrukturen

   Unterthema: Eisenplatten.

 

Der Sandstein ist von seinem inneren Aufbau und der Oberfläche her sehr abwechslungsreich strukturiert. Man kennt ja die gebänderten farbenfrohen Bilder aus den USA. Sowas gibt es hierzulande eher weniger. Hier sind es vor allem durch chemische Prozesse eingelagerte Eisenbänder und Silikate, die eine innere Struktur des Sandsteins zeigen. Dazu komen viele Verwitterungsformen und schließlich der Algen- / Pflanzenbewuchs, der schlußendlich weitere Farbakzente an der Oberfläche setzt. Ursache ist sicher auch die heftige tektonische Aktivität mit Vulkanen am südlichen Rand und mitten im Sandstein und der Lausitzer Überschiebung im Norden.

 

Genug der Vorrede. Komen wir zu einigen Beispielen. Teil 1 - Eisenbänder (bis zu 90% Eisen)

 

In Buchform zum aufblättern:

 

post-38964-0-09983900-1531392765_thumb.jpg

 

Dicke Eisenbänder in schönem Kontrast zur Felsfarbe und dem ansetzenden Bewuchs (gabs schon mal bei Kompaktkameras):

 

post-38964-0-94798400-1531392843_thumb.jpg

 

Eine filigrane Eisenbänderung hält im Verbund mit der dünnen Verwitterungsschicht den darunter liegenden (sehr) weichen Sandstein zusammen (aus einem Kletterweg am Goldstein):

 

post-38964-0-51054800-1531393028_thumb.jpg

 

Große Eisenplatten in Richtung der Oberfläche eingebettet und aufliegend:

 

post-38964-0-83377400-1531393155_thumb.jpg

 

post-38964-0-99449600-1531393182_thumb.jpg

 

 

bearbeitet von schubbel

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Thema heute: Felsstrukturen

Unterthema:    noch mehr Eisenplatten

 

Die Eisenplatten sind allgegenwärtig und bringen immer wieder interessante Formen und Farben zustande.

 

Hier ein stärkende und schützende Kruste:

 

post-38964-0-47311800-1535714267_thumb.jpg

 

 

Ein "gemalter" Drache:

 

post-38964-0-82266000-1535714412_thumb.jpg

 

 

Und eine Landkarte von einem Flußdelta, dass einst in das Urmeer mündete, aus dem sich der Sandstein dann erhob:

 

post-38964-0-29504600-1535714604_thumb.jpg

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

gucksdu:

 

Zwei touristische Highlights in der Sandsteinwelt, die die Charakteristik der Gegend gut manifestieren. Hier der scheinbar massive Sandstein und jenseits der Vulkan, der auf die Zerbrechlichkeit dieser gepressten "Kiesgrube" hindeutet:

 

https://www.systemkamera-forum.de/topic/96503-bilderthread-berge-berglandschaften-gipfel-grate-und-t%C3%A4ler/page-114?do=findComment&comment=1545052

 

bearbeitet von schubbel

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Nun habe ich es doch geshafft, einen ganzen Monat auszulassen - beim Kalender umblättern in meinem Büro-/Beamerzimmer und hier beim Hinzufügen weiterer Bildchen von unserer schönen Gegend.

Viele haben sich sicher schon gefragt, wie man denn am besten im Sandstein fotografiert. Das unterscheidet sich natürlich ungeheuerlich vom Vorgehen in anderen gebirgigen Gegenden. Da kann man nicht etwa so tun, wie man das von zuhaus aus zu kennen meint! Das gibt dann nicht die richtigen Bilder. Im folgenden ein paar Tips (psst: geheim!!!):

  • Gründliche Vorausplanung. Am besten erst mehrere Wochenenden für die Planung einplanen.
  • Nur bei schlechtem Wetter oder zumindest gemischten Aussichten losgehen - ohne gemischte Aussichten gibt es kein anderes Wetter und auch keine Aussicht.
  • Sitzkissen nicht vergessen - es ist ja feucht oder kalt, oder beides. Das Sitzfleisch wird es euch danken... Wenn man dieses nicht hat, oder zu klein ist, muss der Rucksack herhalten. Dann ist es aber leider Essig mit den Schnittchen, die dann ja platt sind.
  • Nicht unnötig bewegen. Da kommt man sonst in unvorhergesehene Gegenden und weiß sich nicht recht zu verhalten. Da wird das dann mit den Bildern auch wieder nichts.
  • Warmes Jäckchen, Mütze und vor allem Handschuhe. Sonst kann man ja hinterher gar nicht über die fummelige Bedienung klagen, die einem den einen wichtigen Schnappschuß versaut hat. Im Beispiel unten wurden letztere natürlich vergessen und so müssen die entstandenen Bilder wenn auch murrend weiter genutzt werden.
  • Thermosflasche (auch wenn diese heutzutage ja leider aus China ist --> CO² Abdruck!!!) mit einen wärmenden Getränk.
  • ...

Wenn man an alles gedacht hat, müsste das dann etwa so aussehen:

 

320188770_2017_1112_135229_Bildgrendern.JPG.74a1f3e8de373e6707a20e4351ea3fbf.JPG

 

Hier im Beispiel ist auch eine einmalige Kamerakonstellation zu bewundern: Eine Stylus1 mit TCON17X. Das gibt dann ungeschlagene 510 mm mit wohl nur ein wenig mehr als F2.8.

 

bearbeitet von schubbel

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Und was kommt nun dabei raus, wenn man so dasitzt und Tee trinkt?

Sowas zum Beispiel: Ein Blick direkt auf der "Kante der Lausitzer Überschiebung" (hier die nordseitige Begrenzung des Elbsandsteingebirges) hinab ins Kirnitzschtal. Ein Panorama mit 7 Bildern 12mm und etwa 180 Grad.

1319761518_2017_1112_131523_7_S386_Bildgrendern.jpg.2eb1bb7485919a56fefaa982bd9bdadd.jpg

 

bearbeitet von schubbel

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Vielen herzlichen Dank! Aber es sind auch nur so "nebenbei" auf Wanderungen entstandene Bilder. Da ist die Qualität eben manchmal nur so lala. Im wesentlichen ist es ja auch von vornherein dokumentarisch gemeint.

Das hier gehört eigentlich auch hier herein - ich weiß gar nicht, wie man das jetzt mit der neuen Forumsoftware am besten macht:

Das ist eine ganz tolle Gegend da südlich des Iser- und des Riesengebirges (von letzterem hat der eine oder andere sicher schon mal was gehört). Interessant dort auch die Geschichte.

bearbeitet von schubbel

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Am 9.5.2018 um 11:57 schrieb schubbel:

...

Haben sie bitte Spaß!

Den Anfang soll eines der doch recht zahlreichen Felsentore machen. Nicht das berühmte, zu dem man schnell und mit vielen Glecihgesinnten leicht von der Elbe aus hochsteigen kann, sondern eines, dass weiter im Inland versteckt ist und dass man bei einem Wochentrip gewiss nicht finden wird.

Da ich den Anfangspost nicht mehr editieren kann:

Zu den Felsentoren eine ganz interessante Zahl. Leute, die sich mit sowas auskennen, haben allein in der Sächsischen und der Böhmischen Schweiz (Elbsandsteingebirge) 202 Felsentore gezählt. Ich würde denken, dass ich deren vielleicht 20-30 gesehen habe. Es gibt also noch Brot für einige Jahre, um neues zu entdecken.

Leider sind viele der Naturschönheiten dem Nationalpark "zum Opfer gefallen". Also sie sind sicher noch da, aber man kann heute leider legal nicht mehr an viele der schönsten Stellen gelangen. Teilweise sind 80-90 % des historischen Wegenetzes weggesperrt bzw. sogar physisch zerstört worden. Wenn man mal Karten der Situation vorher/nachher gesehen hat schüttelt es einen regelrecht. Und wohlgemerkt: Es geht dabei nicht um neuzeitlichen Erschließungswahn, sondern um von alters begangene Wege. Teilweise sind sogar Hauptverkehrsstraßen aus dem Mittelalter betroffen. -Aber was regt man sich auf...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Neben den vielen "unberührten" Ecken in unserer Gegend, ist es aber auch eine alte Kulturlandschaft. Insbesondere auf der CZ Seite gibt es sehr viele Hinterlassenschaften der dortigen Herrschaften. Das Gebiet war ja mal zu Östereich-Ungarn gehörig. Und so trifft man hier und da doch auch einige Orte von überregionaler Bedeutung. es gibt einen Sommersitz des Kaisers, ein Exilschloss für das französische Königshaus, den Stammsitz des Thronfolgers und viele kleinere Adelssitze. Da wird Geschichte z.T. richtig greifbar.

Und was machen die Herrschaften, wenn nicht regiert und Krieg geführt wird? Sie müssen beschäftigt werden. Und so gibt es recht viele ursprünglich zur Belustigung des Adels angelegte Orte und Wege, die man heute noch nutzen kann.

Hier sind wir in Suche Skaly (dürre Felsen). Eigentlich wird damit nur eine Felsmauer bezeichnet, die so gar nicht in den Sandstein passen will, weil sie so dolomitisch erscheint (und richtig ist sie auch aus Kalksandstein). Der kleine Ort und die Gegend drumherum heißen nun aber auch so. Es gibt mehrere solche sogenannten Felsenstädte in Nordböhmen, die bei Wanderern und Kletterern sehr beliebt sind. Die Felsenstädte sind zwar recht kleinflächige aber dafür um so spektakulärere Felsansammlungen. Es gibt hier einige teils sehr spektakulär angelegte Wege durch die Felsen (teilweise wird auch Eintritt für den Unterhalt verlangt). Neben den Felsenwegen gibt es aber auch sehr viele Kapellen, Wegkreuze und Kreuzwege.

Die Kapelle thront oben in den Felsen und drumherum wurden Wege und romantisierende Ruinen in den Wald gebaut.

568781402_2013_0310_161832_Bildgrendern.JPG.43f558bd057cb8cff8fed5f06ccf1040.JPG

Hier die eigentliche Felsmauer, die dann rechs auf der anderen Talseite quasi als Verlängerung des obigen Felsrückens steht:

543441206_2013_0310_162725_Bildgrendern.JPG.fe086f11776857557c5126b8cef98ab7.JPG

bearbeitet von schubbel

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Sandstein ist ja recht wasserdurchlässig. Nichtsdetotrotz gibt es aber auch Wasser an der Oberfläche zu bestaunen. Weiter oben wurde ja schon auf Kahnfahrten hingewiesen. Hier nun der Weg des Wassers.

Schmelzwasser mit Regenbogen:

824997593_2018_0330_160126_Bildgrendern.JPG.f23176d4c0a1927651d8e78ae27f1adc.JPG

Kleine Bäche bilden sich, in denen es von Pflanzen und Tieren wimmelt:

1134013014_2012_0527_142835_Bildgrendern.JPG.a9df36769b7d6c67d0ed9d24ea56841b.JPG

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden

  • Wer ist Online   0 Benutzer

    Keine registrierten Benutzer online.

  • Gleiche Inhalte

    • Von Raumfahrer
      Wisst ihr was ein Biwak ist? Hier in der Schweiz gibt es noch die Regel, dass an den meisten Orten in den Bergen das Biwakieren erlaubt ist. Will heissen, man darf übernachten aber nicht Camping betreiben. Also am Abend Zelt aufstellen, kein offenes Feuer, kein Abfall hinterlassen (sollte selbstverständlich sein..), und den Ort am Morgen so verlassen wie man ihn angetroffen hat.
      Mit meiner Frau haben ich vor unserer Zeit mit Kindern, an diversen Orten in der Schweiz auf dieser Art übernachtet, egal ob Sommer oder Winter, und immer wieder war es ein tolles Erlebnis mit meistens wunderbaren Stimmungen von Licht und Natur...
      Unseren Kindern erzählten wir natürlich immer wieder davon und es gab auch das eine oder andere Foto von diesen Touren. Da ist es nicht erstaunlicher, dass der Wunsch unserer Kinder immer grösser wurde mit uns zusammen auch mal so eine Tour zu machen. Nun war es soweit. Die Ausrüstung war inzwischen auch bei den Kinder vorhanden (warme Schlafsäcke und Matten), Zelte und Kocher hatten wir noch gut eingelagert. Da dieser Herbst immer noch relativ war ist, wagten wir uns sogar etwas in die Höhe. Relativ spontan entschieden wir uns für dieses Abenteuer und schon einen Tag später waren wir mit Zelt und allem unterwegs zu unserem Nachtplatz.
      Gegen den späteren Abend stellten wir dann unsere Zelte auf, damit noch genug Zeit für die Abendstimmung blieb und sieh da, wir wurden mit einer prächtigen Aussicht belohnt. In der Nacht dann noch der Versuch mit meinem Voigtländer 15mm ein paar Sterne einzufangen, was für Blende 4.5 gar nicht so schlecht gelungen ist, klar ein Grossdruck gibt das nicht.
      Kaum im Zelt und im warmen Schlafsack, hörte ich draussen ein Geräusch. Es musste von den Hufen eines Tieres kommen, also ein Steinbock oder Gämse. Am nächsten Morgen staunten wir dann entsprechend, als wir vor dem Zelt, in 10 Meter Entfernung, einen Steinbock beim Fressen sahen. Wir konnten sicher eine halbe Stunde zuschauen und uns langsam annähern. Dann hörte ich auf einmal das Geräusch von aufeinander knallenden Hörner. Schnell in die Richtung vom Geräusch und siehe da, zwei Kerle in schönster Morgensonne im "Zweikampf" .
      Dann war es Zeit unsere Zelte zusammen zu packen und uns auf den Heimweg zu machen. Was bleibt, ist eine traumhafte Erringung als Familie ein tolles Abenteuer erlebt zu haben und dabei ist auch noch das eine oder andere nette Foto entstanden, was ich euch nun zeigen möchte. Den genauen Ort möchte ich nicht öffentlich machen, kann aber per PN nachgefragt werden. Das ganze fand im Alpstein statt, so viel kann ich sagen.
      Euch nun ein schönes Wochenende und liebe Grüsse


       
       
    • Von cani#68
      Moin,
      ich hatte heute das "Vergnügen" einen Teilung eines Bienenvolkes mitzuerleben.
       
      Einem benachbarter Hobby Imker sind die Bienen "weggeflogen".
      Wenn ich es richtig verstanden habe, kommt es aufgrund der Bienenvolkgröße zu einer Teilung. 
      Die Bienen züchten Königinnen heran und dann fliegt ein Teil mit der alten Königin davon.
      Dieser Teil ist dann heute bei uns im Garten gelandet und hat sich erst einmal im Flieder gesammelt.
       

       

       

       
    • Von cani#68
      Unterwegs im Hohen Venn...auf Stegen
       

       

       

       
      und dann liegt da noch ein Herz rum...
       

    • Von Fulmo
      Olympus OM-D E-M1 Mark II & M.Zuiko Digital 60 mm 1:2.8 Macro
      1/100 Sek., Blende 1:5, ISO 200
    • Von Fulmo
      Olympus OM-D E-M1 Mark II & M.Zuiko Digital 60 mm 1:2.8 Macro
      1/125 Sek., Blende 1:5.6, ISO 500
×