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stoenggi

Verschwommene Kanten bei Aufnahme mit 3 Dioptrien Achromaten

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Hallo zusammen

 

Gestern entstand das nachfolgende Bild. Wie man deutlich erkennen kann, weist insbesondere der Rücken eine verschwommene Kante auf, die ich nicht der Tiefenunschärfe zuschreibe. Es wirkt, als wäre das Bild verzogen/verwischt. Könnt Ihr Tipps geben, wie diese unschöne Kante verhindert werden kann? 

 

Folgendes Setup wurde verwendet:

 

Kamera: Sony Alpha 7II

Objektiv: FE1.8/85

Arumi Achromat 3 Dioptrien

Blende: 6.7

Verschlusszeit: 1/90

ISO 1000

 

Freihand, mit aktiviertem Bildstabilisator

 

Edited by stoenggi

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Die Rückenkante liegt definitiv im Unschärfebereich, die Artefakte dort halte ich für eine Kombination aus optischen Fehlern, die in Verbindung mit der extremen Kontrastdifferenz durch die Schärfung entstehen

 

Also zunächst mal den Schärferegler auf Minimum, und ggf. die Kante per Retusche säubern

 

Bei der Aufnahme ggf. derart harte Kontrastkanten vermeiden, evtl. durch leichte Änderung des Aufnahmewinkels

 

Wenn das alles nix bringt vielleicht mal ein Makroobjektiv probieren, das Sony 90/2.8 soll richtig gut sein

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Hallo!

Ich glaube, dass es sich hier nicht um Artefakte oder Folgen der Schärfung handelt, sondern dass die Vorsatzlinse zu stark in die optische Konstruktion eingreift und die Leistung des Objektivs verschlechtert.

Das 1,8/85 ist für eine Kombination mit einer Vorsatzlinse  nicht gedacht, hierfür braucht man bei hohen Ansprüchen an die Bildqualität ein Makroobjektiv.

 

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Meine Erfahrungen mit Achromaten:

 

Raynox = gehen nahezu mit allen meinen Objektiven

Marumi + Minolta = gehen nicht mit allen meinen Objektiven

 

Der Marumi 3 liefert in meinem MFT System top Ergebnisse, auch bei offener Blende und f/2.8 35-100 mm. Mit diesem Objektiven geht auch: 35-100 + Marumi +3 +1,8 Televorsatz

 

Die gezeigte Kante kann, je nach Aufnahme, auch bei mir mal vorkommen, jedoch nie in dieser prägnanten Form. Eventuell liegt doch eine "Unverträglichkeit" 

/uploads/emoticons/default_wink.png"> vor.

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Einen +3-Achromat von Marumi nutze ich auch immer wieder mal, ohne dass mir bisher solche Kanteneffekte aufgefällen wären. Ich würde systematisch untersuchen, wann das auftritt, also eine starke Kontrastkante im Bild mit Schärfe/Unschärfeverlauf, einmal mit und einmal ohne Nahlinse fotografieren.
 
Ein Beispiel mit dem Oly 1.8/45, vielleicht sind da Ansätze komischer Kanten?
 


 
 
Und mit dem Sony SEL1670z, da sehe ich keine auffällige Unschärfe:
 

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Klar, ein Makro-Objektiv ist einem Achromaten rein Konstruktionsbedingt überlegen. Für mich als Einsteiger ist der Achromat aber eine gute Gelegenheit, mich in Makro-Szenarien zu üben ohne zwei fast identische Brennweiten führen zu müssen (85er vs 90er Makro). 

 

Das Bild wurde nach dem Verkleinern etwas nachgeschärft, jedoch ist die Kante im JPG OOC ebenfalls vorhanden. Ich glaube also nicht, dass eine Überschärfung das Problem ist, werde ich aber nochmals vergleichen (habe gerade keinen Zugriff auf das OOC JPG). 

 

Bezüglich Unverträglichkeit im Kontrastbereich: Nachfolgendes Foto wurde ebenfalls mit derselben Kombination geschossen. Dort erkenne ich keine solchen Probleme, beide Male wurde das Bild praktisch nicht gecroppt, so dass also Bildmitte / Bildrand in beiden vorkommen. In dem Fall muss ich mich einmal auf die Bildwinkel achten, die Blüten sind ja bedeutend "flacher" als der Geko. Allenfalls macht der fliessende Unschärfeverlauf deutlich mehr Probleme als eine harte Abriss-Kante. 

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Wie wäre es denn mit einer Doppelkontur, weil der kleine Kerl geatmet hat oder den Schwanz bewegt hat? Da ist ein Wert von 1/90s dann schon grenzwertig.

 

Die Erklärung von @grapher leuchtet mir ein.

Ich besitze die Sony A7 und auch einen Marumi-Achromaten  67mm/ 3x. Aus reiner Experimentierfreudigkeit habe ich ihn an meinen drei Sony-Objektiven 24-70mm/4, 90mm Makro und 70-200mm/f4 ausprobiert. Keines dieser Objektive zeigt einen ähnlich gelagerten Fehler. Die beste Figur macht die Kombination Arumi-Achromat und das 200mm-Tele.

Allerdings ist es etwas schwierig aus freier Hand zu fotografieren. Besonders wenn man die maximale Vergrößerung herauskitzeln will. Aber doppelte Kanten hatte ich noch nicht.

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Ich tippe mal auf IBIS

 

Die Winkelgeschwindigkeit im Hintergrund ist ein andere als im Schärfebereich.

Bei genauerer Betrachtung sehe ich die Doppelkonturen auch am rechten Vorderbein und an der rechten Vorderschulter.

 

Gruss

Stephan

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Ich tippe einmal auf IBIS.

Das wäre auch mein Tipp. Eine Bildstabilisierung – einerlei, ob im Gehäuse oder im Objektiv – kann prinzipbedingt nur die Schärfeebene stabilisieren. Die Bereiche vor und hinter der Schärfeebene werden notgedrungen unter- bzw. überkorrigiert. Und gerade im Nahbereich wird das hin und wieder einmal augenfällig. Mit der Qualität des Vorsatzachromaten bzw. einem Mangel daran hat das gar nichts zu tun.

 

Einen ähnlichen Effekt bemerkt man manchmal auch im Supertele-Bereich. Wenn der Bildstabilisator im Moment der Aufnahme heftig eingreifen mußte, dann wirkt der unscharfe Hintergrund gelegentlich harscher als gewohnt oder sieht im Extremfall sogar verwackelt aus, selbst wenn das Hauptmotiv blitzscharf ist.

Edited by 01af

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Also ich weiss nicht, meiner Meinung nach ist das nicht richtig

 

Vorder- und Hintergrund ändern sich mit dem gleichen Winkel, da beide auf dem Sensor abgebildet werden, haben sie auch den gleichen Versatz beim Wackeln.

 

Etwas anderes wäre es, wenn jede Entfernung auf einer anderen Sensorebene abgebildet wäre .. aber den Sensor hat noch niemand erfunden ...

 

Meine Erfahrung sagt, dass das von zuwenig Schärfentiefe kommt ... die Kante wird scharf abgebildet, ein weiter weg befindliches Detail wird unscharf abgebildet und überlagert den scharfen Teil.

Inwieweit da noch die Bildaufbereitung reinspielt, kann ich nicht sagen, aber man sieht es doch recht oft.

 

Ob das die richtige Erklärung ist?

 

Keine Ahnung, aber wenn man abblendet, ist es weg ...

 

 

Hier noch ein Beispielfoto, wo auch diese Halo auftrat

 

 

 

  Edited by nightstalker

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Vorder- und Hintergrund ändern sich mit dem gleichen Winkel ...

Nur, wenn du präzise und parallaxenfrei um den Eintrittspunkt herumwackelst. Und das dürfte ja wohl eher die Ausnahme sein.

 

Die durch das Wackeln verursachte Parallaxe ist normalerweise so winzig, daß der Effekt nicht bildwirksam wird. Ausnahmen sind eben der Nah- und der Supertele-Bereich.

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Das sieht aus wie bei einer früheren LR-Version den Tiefenregler zu weit hochgezogen.

JPG ooc oder extern entwickelt?

 

So, ich bin nun endlich dazu gekommen, das OOC JPG und ein weiteres OOC JPG hochzuladen. Das zweite Bild zeigt das Artefakt deutlich weniger bis gar nicht. Allerdings war ich da mit der Linse etwas weiter weg. Beide Bilder zeigen kein Crop! Auf eine Schärfung nach der Bild-Verkleinerung auf 1024px Breite habe ich verzichtet. 

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Was ich den Kommentaren so entnehme, sind wir uns über die Ursache noch nicht ganz einig. Jedoch bin ich nicht der einzige, der das Phänomen kennt. Und es scheint, dass noch weiter abblenden hilft. Wobei dann die Belichtungszeit weiter hoch muss -> Das Tier verwackelt noch eher. Oder der Stabi greift ein, was wiederum eine Ursache sein kann. 

 

Also gilt es nun, eine ähnliche Situation zu finden und dann mit unterschiedlichen Blenden, mit und ohne IBIS zu testen...

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Da fehlt die harte Kontrastkante gegenüber dem 1. Bild. Ist vielleicht Chromatische Aberration im Spiel?

Bei CA gehe ich von Farbsäumen aus, die Aufgrund der Lichtbrechung auftreten. Hier scheint de Schleier aber grau. Ist das durch CA möglich?

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