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plama

Stillleben Werkzeug

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Liebe Community!

 

Ich bin in diesem Forum meist als stiller Leser unterwegs. Nun würde mich eure Meinung zu meinem Foto interessieren. Das Foto ist vor ein paar Wochen während eines Bastelprojekts entstanden. Bei dem Foto wurde indirekt über eine Styroporplatte geblitzt und eine zweite Styroporplatte wurde zum Aufhellen von der anderen Seite verwendet. Abschließend wurde es in Lightroom ausgearbeitet.

 

Ausrüstung: OMD E-M10 mit Sigma 60mm f2.8 und Godox TT685o

Einstellungen: f6.3, 1/160, ISO 200

 

Ich freue mich über eure Rückmeldungen!

 

LG

Christoph

 

 

 

 

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Moin,

 

Ich finde die Idee ziemlich gut, sieht man nicht allzu oft.

 

Da es hier aber um Bildkritik geht hier ein paar Anmerkungen.

 

Der Bohrer am rechten Bildrand „stört“, der gehört irgendwie nicht dazu. Entweder anders platzieren oder ganz weglassen. Evtl. Könnte er im 45-Grad Winkel zum Fräser (ich hoffe mal, das ist einer?), auf das Bohrloch ausgerichtet, interessanter und zugehöriger wirken.

 

Das Bohrloch hätte etwas tiefer sein dürfen. Insgesamt fehlt mir etwas Dreck... es wirkt alles sehr steril. Vielleicht mit Kaffeepulver das Holzmehl etwas „verfeinern“.

 

Der Werkzeugkasten im Hintergrund dürfte etwas weicher sein... hier vielleicht die Blende ein wenig mehr öffnen, ist aber so auch gut.

 

Das Lineal gibt einen angenehmen Farbtupfer dazu... wirkt aber auch etwas verloren und der Szene nicht zugehörend.

 

Das Holz würde besser wirken, wenn die Maserung längs und ein wenig präsenter wäre.

 

So, genug der Kritiken, jetzt ein Vorschlag von mir...

 

Das Brett in einem etwas spitzeren anderen Winkel aufnehmen und das Linieal parallel zum Brett so anlegen, dass am Bohrloch eine cm-Ziffer zu sehen ist, hier also eine Beziehung hergestellt wird. Das Sägemehl irgendwie verschmutzen, Kaffeepulver, Schnupftabak... nicht zu viel aber es sollte mehr nach „Arbeit“ aussehen. Die beiden Werkzeuge dürfen schon irgendwie zufällig platziert wirken, sollten aber beide Bezug zur Arbeit haben. Insgesamt ein weniger Tiefenschärfe und dann käme nach meiner Vorstellung in etwa sowas heraus:

 

Den Vordergrund bildet ein immer schärfer werdendes Linieal ab, welches zum eigentlichen Motiv, dem schmutzigen Bohrloch mit den gerade genutzten Werkzeugen führt, dann verläuft selbiges Richtung Hintergrund, der aus dem Werkzeugkasten besteht.

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Guten Tag!

 

vielen Dank für die ausführliche Rückmeldung!

 

Ich gebe dir recht, das Loch sollte tiefer sein und der zusätzliche Schmutz würde dem Bild guttun.

Blendenöffnung wurde extra so gewählt, dass man im Hintergrund noch das Forstnerbohrer-Set erkennen kann (mit dem fehlenden Bohrer, welche eben vorne liegt) um einen Bezug vom Motiv zum Hintergrund zu schaffen. Die Idee, einen Zusammenhang zwischen Lineal und Bohrloch zu schaffen, gefällt mir. Der Hinweis bezüglich der Maserung muss ich ausprobieren - daran habe ich noch gar nicht gedacht.

 

Bei Gelegenheit werde ich das ganze nochmal probieren - danke für die hilfreichen Anmerkungen

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LG

Christoph

 

PS: Über weite Ideen, Rückmeldungen oder Vorbesserungsvorschläge würde ich mich freuen

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Thomas‘ Vorschläge zur räumlichen Anordnung finde ich gut, auch dass das Bohrloch tiefer sein dürfte.

Das mit dem Dreck sehe ich allerdings anders: Es handelt sich um Holzarbeit mit hellem Holz, da gibt’s einfach keinen dunklen Dreck — ein dreckiger Arbeitsplatz würde auch das Holz versauen, was ein Kunstfehler wäre. Und dunklere Späne würden fremd wirken, weil sie nicht von dem hellen Holz stammen können. Also keine Notwendigkeit für Kaffeemehl

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Die Unschärfe des Bohrerkästchens finde ich gerade richtig, aus genau dem Grund, den du auch genannt hast.

Die Ausleuchtung gefällt mir gut, eventuell dürfte die Lichtfarbe auch noch etwas wärmer ausfallen, ist aber auch so o.k.

Edited by leicanik

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Moin,

 

 

Das mit dem Dreck sehe ich allerdings anders: Es handelt sich um Holzarbeit mit hellem Holz, da gibt’s einfach keinen dunklen Dreck — ein dreckiger Arbeitsplatz würde auch das Holz versauen, was ein Kunstfehler wäre

Von der Sache her gebe ich Dir absolut recht. Helles Holz macht helle Späne... ist aber auch langweilig :-) . Man dürfte es in diesem Fall auch auch keinesfalls übertreiben... eine kleine Prise Kaffeepulver würde das Bild nicht weniger glaubwürdig machen, sofern es sich nicht um eine Dokumentation für ein Lehrbuch der Holzverarbeitung handelt aber es könnte mehr Kontrast erzeugt werden.

Außerdem, wenn man mit einem stumpfen Bohrer lang genug am harten Holz reibt kann auch helles Holz irgendwann schwarz werden :-)

 

Edited by Thomas_Wy

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Außerdem, wenn man mit einem stumpfen Bohrer lang genug am harten Holz reibt kann auch helles Holz irgendwann schwarz werden :-)

Daran musste ich auch zuerst denken (fällt aber halt unter Kunstfehler)

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Jetzt würde mich aber wirklich interessieren, wie das mit dem Kaffepulver aussehen würde. Erinnert mich ein bisschen an die Food-Fotografen, die auch mit allen Tricks arbeiten, damit es im Kochbuch nachher appetitlich aussieht — obwohl man das dann auf keinen Fall mehr essen könnte ...

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Danke für alle Rückmeldungen

 

[...] Jetzt würde mich aber wirklich interessieren, wie das mit dem Kaffepulver aussehen würde. [...]

 

Mich auch. Sobald ich Zeit habe es nochmal neu zu machen, werde ich zwei Versionen machen: zunächst eins mit reiner Sägespäne und dann noch ein zweites mit leich verunreinigter Sägespäne.

Ich werde berichten

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LG
 

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Beim zweiten Termin wären dann evtl. doch ein paar mehr Späne sinnvoll, vorm Kaffeemehl gruselt es mir etwas. Wenn schon Arbeitsdreck, dann der auch bitte der originale. Bei mehr Spänen aus tieferer Bohrung werden sicher auch ein paar dunklere oder auch verbrannte dabei sein und der Bohrer an den Schneiden etwas angeglüht, sonst wäre der Fake im Zweifel entlarvt. Keine verbrannten Späne ohne an-/ausgeglühten Bohrer - Metallerpraxis

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Allein weil das dann nicht mehr authentisch wäre - was der Betrachter natürlich nicht weiß. So sieht es arbeitstechnisch aus, wie "noch nicht richtig angefangen und schon wieder aufgehört", weil man etwas vergessen hat...

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Ich weiß nicht, welche Aussage oder Überschrift über dem Bild stehen könnte, aber handwerklich würde ich sagen, der Handwerker hat seine Arbeit nicht richtig geplant. Frei und abgewandelt nach Binford Power Tools: "We need more wood chips".

 

Gruß Andreas

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Ich erkenne hier ein gefälliges Stillleben, in dem versucht wird ein Loch in ein Brett zu bohren, bzw. schon ein Loch gebohrt wurde. Die Farben des Holzes und der cremige Hintergrund gefallen mir gut. Der Schärfenverlauf teilt sehr gut in Vorder- Mittel und Hintergrund ein. Die Lichtführung gefällt mir. Schattenwurf der Bildbestandteile und Lichter auf den Metallelementen bringen Räumlichkeit. Die Linien laufen passend auf die Bohrung zu, so dass ich dieses weniger starke Bildelement auf den zweiten Blick auch erkannt habe. Gefällig ist auch die positive Diagonale des Brettes. Das Lineal hascht mir mit seiner Komplementärfarbe und der Schrift etwas zu viel Aufmerksamkeit. Vielleicht könnte man es ein wenig entsättigen. Die Aufteilung der Elemente wirkt harmonisch durch die Platzierung von Bohrer und Bohrloch im goldenen Schnitt. Auch das Dreieck der Schublade zeigt aufs Bohrloch und ist ebenfalls am goldenen Schnitt orientiert. Die rechte obere Ecke gibt der Schublade halt. Die Bildelemente sind gut separiert.

Vieleicht hätte man das Bild auch gespiegelt aufbauen können, was ja leider aufgrund der Zahlen auf dem Lineal nachträglich nicht geht. Das hätte folgende Vorteile: Die Linie des kleinen Bohrers liefe nicht aus dem Bild raus, sondern rein. Das Lineal wäre der Stopper am rechten unten Bildrand, so dass der Blick im Bild bleibt und das unscheinbare Bohrloch wäre auf dem offensichtlicheren Schnittpunkt der Goldenen Schnitte, so dass es mehr auffällt. Dann müsste man nur noch das Lineal wegen der Schrift undrehen richten und das Brett wieder in die positive, aufsteigende Diagonale setzen.

 

Aber egal ob gespiegelt oder nicht, das das Bild gefällt mir richtig gut und zweigt, dass sich jemand Gedanken über die Bildgestaltung gemacht hat.

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