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123abc

Retro ohne Ende... Die nächste wiederbelebte Optik-Marke

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Naja, Lomography hat billige Kameras für relativ viel Geld verkauft, aber nicht wegen irgendwelchen "interessant klingenden Namen", sondern primär wegen einem selbst geschaffenen Hype. "Lomo" oder "Diana" waren ja nun keine besonders bekannten oder gar geschätzten Markennamen, und letztlich hat man mehr oder weniger nur die eh schon billige Produkt fortgeführt (größtenteils ja mit den jeweiligen Originalherstellern). Auf den "Retrozug" sind sie ja erst später aufgesprungen. Will man sie dazu zählen, waren sie damit die ersten? Oder doch die erwähnten, umgelabelten Kompaktkameras? Oder etwas ganz anderes?

Es ist klarerweise nicht nur der Name, wobei der Name "Lomo" doch recht interessant klingt. Die Kameras produzieren Bilder mit einem eigenen Look. Wenn ich mich nicht irre, hat Lomography maßgeblich zum Entstehen dieser Lo-Fi-Bewegung in der Fotografie beigetragen.

 

In einem Vortrag hörte ich mal davon, dass bereits zu römischer Zeit Kunsthandwerker zu "Marken" wurde und es mit deren Namen wiederum einen Handel gab

Das war mir nicht bekannt. Danke für die Info.

 

Wichtig ist eigentlich nur, dass man über die Hintergründe aufklärt. Von Herstellerseite passiert das natürlich nicht (dann hätte man es auch ganz sein lassen können), umso wichtiger ist es, dass es über die photographische Gemeinschaft passiert, genauso wie in anderen Fällen auch (bspw. Tomioka-Hype).

Was meinst du mit Tomioka-Hype?

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Sorry, ich bin mal wieder zu spät dran, möchte aber doch noch auf Deinen Beitrag, 123abc, eingehen.

Ich sehe nicht, was eine einem M42-MFT-Adapter für 25 Euro besser sein kann als an meinem für 13 Euro, der an beiden Seiten fest sitzt und sogar eine Justierung des Auflagemaßes zulässt, sofern man einen Feinmechanikerschraubenzieher hat. Natürlich benutze ich für Altglasaufnahmen die eletronische Sucherlupe. Ich weiß nicht, ob es wirkich nötig ist, Einsteigern zur Vorübung  vor dem Kauf teurer manueller Objektive zu raten, aber so ganz verkehrt kann der Rat ja nicht sein.

 

Zur Entschleunigung beim Fotografieren kann es natürlich dienen, wenn man keine Springblende und keinen Autofokus hat. Hatte ich ja an meiner ersten SLR vor 45 Jahren (Zenit) auch nicht. Aber wenn schon Entschleunigung, wie wäre es dann mit Lichtmessung anstatt mit Objektmessung? Für die, die den Unterschied nicht kennen: Für die Lichtmessung begibt man sich mit einem Handbelichtungsmesser zum Motiv (Objekt) und misst in Richtung Kamera. Das gibt in vielen Fällen bessere Ergebnisse, wurde oft von Profis engewendet, verlangt aber natürlich einen besonders dafür geeigneten Beli. Wer die neuen manuellen Edellinsen kauft, sollte dann auch die Ausgabe für den Belichtungsmesser nicht scheuen. Und hat dann noch mehr Zeit zum Nachdenken und Gestalten.

Nein, ich  bitte um Entschuldigung, ich wollte jetzt nicht ironisch werden. Aber fachlich ist das durchaus richtig.

 

Ich habe übrigens in den 80er Jahren mit einer 9x12-Balgenkamera aus den 20er Jahren Aufnahmen auf Dia-Planfilm gemacht. Einfach nur so als Experiment. In meinem Aritkel in COLOR FOTO 7/ 1993 ("Photographica aktuell") habe ich darüber berichtet. Die Dias waren technisch (Schärfe usw., Kontrast trotz unvergütetem Objektiv) unglaublich gut. Arbeitsschritte: Filme in der Dunkelkammer in die Kassetten einlegen, Stativmontage, Objektivverschluss öffnen, Blende auf, dunkles Tuch über die Kamera, auf Mattscheibe einstellen, Verschluss schließen, Blende auf gewünschten Wert einstellen, Mattscheibe rausnehmen, Filmkassette einlegen, dabei darauf achten, dass die Kamera sich nicht bewegt, Schieber rausziehen, Verschluss spannen und auslösen, Schieber wieder reinprokeln, und endlich ist das Bild im Kasten.

Das war echte Entschleunigung.

 

Ach je, ich bin doch irgendwie dekadent geworden, wenn ich jetzt die manuellen Newcomer-Objektive etwas kritisch sehe.

 

Grüße von Volker

bearbeitet von Silvester

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Aber wenn schon Entschleunigung, wie wäre es dann mit Lichtmessung anstatt mit Objektmessung? Für die, die den Unterschied nicht kennen: Für die Lichtmessung begibt man sich mit einem Handbelichtungsmesser zum Motiv (Objekt) und misst in Richtung Kamera. Das gibt in vielen Fällen bessere Ergebnisse, 

 

 

ich war immer ein Fan der Lichtmessung, aber heutzutage, wo ISO Werte nicht mehr so direkt das gleiche aussagen, wie die alten ASA Werte (Abweichungen nach Hersteller ... teilweise auch Fantasie) müsste man für jede Kamera einen Korrekturwert ermitteln ... und Zooms haben ja auch eine stärkere Abweichung, als Festbrennweiten ... 

 

Nebenbei kann man bei der Lichtmessung den Kontrastumfang des Motivs nicht ausmessen, was heute eigentlich wichtiger ist, als die Ermittlung der mittleren Belichtungswerte.

 

Ich bin der Ansicht, dass die Objektmessung, mit der im spiegellosen Bereich üblichen direkten Belichtungsvorschau, die deutlich beste Möglichkeit ist.

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...Ich sehe nicht, was eine einem M42-MFT-Adapter für 25 Euro besser sein kann als an meinem für 13 Euro, der an beiden Seiten fest sitzt und sogar eine Justierung des Auflagemaßes zulässt, sofern man einen Feinmechanikerschraubenzieher hat...

 

Sehr viele billige Adapter sind im Inneren nicht ausreichend mattiert und sorgen so für herumgeisterndes Streulicht, welches die Aufnahmen manchmal unbrauchbar macht und zumindest den Kontrast verringert. Ausführliches zum Thema findest Du hier.

 

...Zur Entschleunigung beim Fotografieren kann es natürlich dienen, wenn man keine Springblende und keinen Autofokus hat. Hatte ich ja an meiner ersten SLR vor 45 Jahren (Zenit) auch nicht. Aber wenn schon Entschleunigung, wie wäre es dann mit Lichtmessung anstatt mit Objektmessung? Für die, die den Unterschied nicht kennen: Für die Lichtmessung begibt man sich mit einem Handbelichtungsmesser zum Motiv (Objekt) und misst in Richtung Kamera. Das gibt in vielen Fällen bessere Ergebnisse, wurde oft von Profis engewendet, verlangt aber natürlich einen besonders dafür geeigneten Beli. Wer die neuen manuellen Edellinsen kauft, sollte dann auch die Ausgabe für den Belichtungsmesser nicht scheuen. Und hat dann noch mehr Zeit zum Nachdenken und Gestalten...

 
Handbelichtungsmesser und auch Lichtmessung mit Kalotte sind mir durchaus geläufig, das kam bei mir vor 10 Jahren noch hiermit zum Einsatz:
 
32148838624_05ab7a9933_b.jpg
 
Ich bevorzuge an meiner A7 II häufig manuelle Festbrennweiten, um mich ruhiger mit dem Motiv auseinanderzusetzen. Die Belichtung überlasse ich der Zeitautomatik und Matrixmessung, manuelle Korrekturen erfolgen nach Erfahrungswerten und ein Handbelichtungsmesser würde mich wieder eher vom Motiv ablenken.

...Ich habe übrigens in den 80er Jahren mit einer 9x12-Balgenkamera aus den 20er Jahren Aufnahmen auf Dia-Planfilm gemacht. Einfach nur so als Experiment. In meinem Aritkel in COLOR FOTO 7/ 1993 ("Photographica aktuell") habe ich darüber berichtet. Die Dias waren technisch (Schärfe usw., Kontrast trotz unvergütetem Objektiv) unglaublich gut. Arbeitsschritte: Filme in der Dunkelkammer in die Kassetten einlegen, Stativmontage, Objektivverschluss öffnen, Blende auf, dunkles Tuch über die Kamera, auf Mattscheibe einstellen, Verschluss schließen, Blende auf gewünschten Wert einstellen, Mattscheibe rausnehmen, Filmkassette einlegen, dabei darauf achten, dass die Kamera sich nicht bewegt, Schieber rausziehen, Verschluss spannen und auslösen, Schieber wieder reinprokeln, und endlich ist das Bild im Kasten.

Das war echte Entschleunigung...

 
Das ist es sicherlich, aber die vielen Arbeitsschritte erfordern auch hier mehr Konzentration auf die Handhabung der Gerätschaften, statt auf das Motiv und wäre für mich ebenfalls kontraproduktiv.
 

...Ach je, ich bin doch irgendwie dekadent geworden, wenn ich jetzt die manuellen Newcomer-Objektive etwas kritisch sehe...

 

Das würde ich nicht sagen, denn ich sehe es auch kritisch, wenn man versucht alte Markennamen zu reanimieren, um dann noch oft miserabel gefertigte Objektive zu Mondpreisen zu verkaufen. Und ich bin auch nicht bereit, irrsinnige Preise für alte Objektive zu zahlen, nur weil es einen Hype um sie gibt.

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Das ist es sicherlich, aber die vielen Arbeitsschritte erfordern auch hier mehr Konzentration auf die Handhabung der Gerätschaften, statt auf das Motiv und wäre für mich ebenfalls kontraproduktiv.

Es sind ja nicht nur die vielen Arbeitsschritte - Du hast auch den Lieferwagen vergesen, ohne den mit Großbild wenig läuft. ;)

 

Hinsichtlich der Qualität gibt es allerdings kein Vertun. Wenn man alte Bildbände anschaut - so bis in die 40er, 50er Jahre - stechen die mit Großbildkameras gemachten Aufnahmen enorm positiv hervor. Nicht zuletzt auch, weil die Großbildkameras alle Tilt/shift konnten.  Danach kommt dann eine Zeit, in der viel mit 6x6 oder KB gemacht wurde - das gibt bei vielen (nicht allen)  Photographen einen spürbaren Einbruch.

 

Hat aber mit der aktuellen Retro-Welle eher weniger zu tun.

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Eins wundert mich noch, wenn ich über diese gescheiterten Kickstarter-Projekte wie das Travegon nachdenke. Die Bilder vom Objektiv kann man am Computer erstellen, wobei man sich bei der geplanten Beschriftung nicht mal einig war, ob man nun "f2.5" (Blendenring) oder "f2,5" (Schärfentiefe-Skala) verwendet.

 

Aber wie konnte man in der Kickstarter-Kampagne bereits diverse Beispiel-Aufnahmen zeigen, die angeblich mit einem Objektiv entstanden sein sollen, dessen Produktion noch gar nicht finanziert war?   :huh:

 

Ein "echtes" altes Schacht Travegon 2.5/50 mm konnte man dafür ja nicht verwenden, weil es so ein Objektiv bei Schacht gar nicht gab. Von den Daten am ähnlichsten ist noch das Travenar 2.8/50 mm, aber das war ein 4-Linser.   <_<  

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Bevor so ein Objektiv endgültig gebaut, Teile bestellt usw. gibt es einzelne Prototypen, die mehr oder weniger zusammengebastelt werden. Wie ich weiß, gibt man diese an handverlesene Fotografen, die dann damit fotografieren und noch Wünsche äußern können. Meist stammen diese Bilder dann aus diesem Fundus, natürlich werden diese vorher noch entsprechend aufbereitet.

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Bevor so ein Objektiv endgültig gebaut, Teile bestellt usw. gibt es einzelne Prototypen, die mehr oder weniger zusammengebastelt werden. Wie ich weiß, gibt man diese an handverlesene Fotografen, die dann damit fotografieren und noch Wünsche äußern können...

 

Bist Du sicher, dass das so läuft? Teuere handgefertigte Prototypen passen für mich nicht so recht zum Geschäftsmodell "Kickstarter", bei dem man das eigentlich überschaubare finanzielle Risiko an die potentiellen Kunden weiterreicht.

 

Du hattest ja persönlichen Kontakt und ich kann mir daher vorstellen, dass man Dir das so erklärt hat, aber wenn ich die viele heisse Marketing-Luft sehe, die bei diesen Retro-Projekten verbreitet wurde, habe ich zumindest gewisse Zweifel an der Glaubwürdigkeit solcher Aussagen, aber ich weiß natürlich auch nicht, was hinter den Kulissen wirklich passiert.  ;)

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Bist Du sicher, dass das so läuft? Teuere handgefertigte Prototypen passen für mich nicht so recht zum Geschäftsmodell "Kickstarter", bei dem man das eigentlich überschaubare finanzielle Risiko an die potentiellen Kunden weiterreicht.

 

Du hattest ja persönlichen Kontakt und ich kann mir daher vorstellen, dass man Dir das so erklärt hat, aber wenn ich die viele heisse Marketing-Luft sehe, die bei diesen Retro-Projekten verbreitet wurde, habe ich zumindest gewisse Zweifel an der Glaubwürdigkeit solcher Aussagen, aber ich weiß natürlich auch nicht, was hinter den Kulissen wirklich passiert.  ;)

 

Das sind zwar Kickstarter-Projekte, aber hinten dran steht eine recht große Firma, die ihr Risiko nicht selbst stemmt, sondern einfach auf die Kunden überträgt, wie du ja auch sagst. Daher gibt es auch, wie bei jeder größeren Firma, entsprechendes Marketing-Geschwurbel das oft überhaupt nicht zum Produkt passt und erst recht nicht der Wahrheit entspricht. Das ist, wie wenn die dreckigsten Keller-Löcher als "wunderschöne Wohnung" verkauft werden. Hierbei ist es noch offensichtlich, bei einer Firma müsste man direkt die Entwickler fragen und nicht iwelche Vertreter, ansonsten bekommt man nie entsprechende Informationen, die auch stimmen. Das muss übrigens nicht am absichtlichen Lügen der Vertreter liegen, sondern kann durchaus einfach auch so sein, dass es in der Hierarchie-Durchreiche-kette von unten nach oben einfach nicht durchkommt.

Das, was man so mitbekommt verdeutlicht leider dieses Bild auch. Es scheint einfach eine Geldmelkkuh zu sein, mit der die net SE ziemlich viel Geld scheffelt. Wenn das nicht so ist und man kaum Gewinn macht, dann frag ich mich, wie das Management dort verläuft. Und nein "Fertigung in Deutschland" ist nach wie vor kein Argument. Das machen viele andere Unternehmen mit weit komplexeren Produkten, die aus weit mehr Komponenten und vor allem massiven Entwicklungskosten bestehen, auch und diese sind dann sogar billiger pro Stück als die Objektive und das bei vllt. etwas höherer Verkaufsmarge als die Objektive, wobei hier ja keine genauen Zahlen vorliegen, außer die Kickstarter-unterstützer (oder?).

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Das sind zwar Kickstarter-Projekte, aber hinten dran steht eine recht große Firma, die ihr Risiko nicht selbst stemmt, sondern einfach auf die Kunden überträgt, wie du ja auch sagst. Daher gibt es auch, wie bei jeder größeren Firma, entsprechendes Marketing-Geschwurbel das oft überhaupt nicht zum Produkt passt und erst recht nicht der Wahrheit entspricht...

 

Die hohen Preise wären ja noch halbwegs vertretbar, wenn dafür wenigstens handwerklich perfekt gefertigte Ware geliefert würde, aber Aaron hat da ja leider ganz andere Erfahrungen machen müssen.  :huh:

 

Ich habe Prototypen gesehen, aber die sind teilweise nur eingeschränkt verwendbar (feste Blende).

 

Wenn Du die mit eigenen Augen gesehen hast, dann lag ich mit meiner Vermutung falsch.  :rolleyes:

 

Wie ist die Angelegenheit mit Dir und MOG eigentlich ausgegangen? Hast Du am Ende zufriedenstellende Objektive erhalten, oder etwa immer noch nicht?

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Der Nächste bitte... 

 

...diesmal unter dem Label C. P. Goerz.   :mellow:

Die Jungs fürchten sich aber auch vor gar nichts :)

 

Zunächst hier ein Screenshot von der Kickstarter-Werbeseite, darunter die "Inspirations"quelle:

 

post-48882-0-97691100-1520878206_thumb.jpg

 

Das hier einkopierte Original kann man derzeit bei Ebay erwerben https://www.ebay.at/itm/Carl-Zeiss-TESSAR-DAS-ADLERAUGE-IHRER-KAMERA-A-Original-Anzeige-von-1954/401504716738?hash=item5d7b8bc7c2:g:YYIAAOSwmSdaUi4Q

 

C.P. Goerz gehört zwar zu den Firmen, aus deren Zusammenschluß 1926 die Zeiss Icon AG entstand - aber die hat das "Adlerauge" immer nur im Zusammenhang mit ihren Tessaren verwandt. Erstaunlich, daß der Name inzwischen anscheinend vogelfrei geworden ist.

bearbeitet von micharl

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Ich sehe das so, daß ich auf diese Weise immer schön Material zum drüber schreiben habe, ansonsten gilt eben letztlich caveat emptor. Mich wundert allerdings,daß die gängigen Fachzeitschriften das Thema noch nicht aufgegriffen haben. Oder habe ich etwas übersehen?

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Ja, das ist schon heftig; mein Kommentar hier:

 

https://cameracreativ.de/aktuelles/scherben-bringen-glueck-ein-tessar-fuer-600-euro/

 

Axel

 

Sehr schön auf den Punkt gebracht.   :)   Es ist wohl ein Problem in den Köpfen der Menschen. Heutzutage ist es anscheinend das Schlimmste, wenn man nur durchschnittlich / normal / nichts Besonderes ist. Im Fernsehen machen sich die Leute für ein bisschen Aufmerksamkeit bei RTL & Co. zum Affen und weil jeder so individuell ist, tragen plötzlich alle Tattoos/Piercings/Rauschebärte, oder filmen die Welt hochkant. 

 

Und was macht der arme Fotograf, der auch etwas Besonderes sein will? Der kauft sich eben den Bildeffekt, den er original und authentisch für 50,- € hätte haben können, ganz exklusiv und mit einem riesigen Polster heisser Marketing-Luft versehen für 600,- €.    :huh:

 

Das grundsätzliche Problem in unseren Tagen: Es ist nicht wichtig, was man tut, sondern welchen Anschein man dabei erweckt!   :(

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Ich sehe das so, daß ich auf diese Weise immer schön Material zum drüber schreiben habe, ansonsten gilt eben letztlich caveat emptor. Mich wundert allerdings,daß die gängigen Fachzeitschriften das Thema noch nicht aufgegriffen haben. Oder habe ich etwas übersehen?

 

... haben die überhaupt schon gemerkt, dass es da einen Trend gibt? 

 

Die sind doch immer mindestens ein halbes Jahr hinten dran, wahrscheinlich kommt zum Sommeranfang ein Bericht, dass da was ganz neues und tolles entsteht ... und 2019 decken sie dann die Hintergründe auf  ;)

 

Mich wundert noch etwas anderes. Schon seit dem Erscheinen der A7 Serie 2013 ist das Adaptieren von Altglas doch ein viel größeres Thema, als mit sogenannten Retro-Objektiven den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Man findet heute zu fast jedem Nischen-Interresse eine "Fachzeitschrift", aber zum Thema "Altglas" habe ich noch keine gesehen.   :huh:

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Ich kannes einfach nicht fassen... einfach gar nicht... den millionenfachen immergleichen Vier-Linser neu auflegen und nichtmal auf Zeiss verweisen, die damals das Patent darauf angemeldet hatten. Mir fehlen grad einfach die Worte.

 

Vor allem: "wieder hat der Kölner Fotograf Benedikt Hartmann eine Objektividee". eine von 1902?

bearbeitet von Neto-Zeme

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Mich wundert noch etwas anderes. Schon seit dem Erscheinen der A7 Serie 2013 ist das Adaptieren von Altglas doch ein viel größeres Thema, als mit sogenannten Retro-Objektiven den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Man findet heute zu fast jedem Nischen-Interresse eine "Fachzeitschrift", aber zum Thema "Altglas" habe ich noch keine gesehen.   :huh:

 

 

Ach den Trend werden sie sicher auch noch in ein paar Jahren als "brandneu" entdecken ;)

 

 

Andererseits ist damit auf Dauer kein Geld zu verdienen, das Angebot ist begrenzt, neues kommt nicht mehr auf den Markt und die Leute haben kein dauerhaftes Interesse .. aber ein Sonderheft könnte es den Fotozeitschriften durchaus mal wert sein

 

Ich befürchte nur, die bemüht "allgemeinverständlich" schreibenden Redakteure würden sich da in Marketinggeschwurbel verlieren, da man tieferliegende Hintergründe tunlichst nicht erwähnen darf, weil laut Umfragen und Zielgruppenanalyse der Leser einfache und verständliche Botschaften lesen will

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...Vor allem: "wieder hat der Kölner Fotograf Benedikt Hartmann eine Objektividee". eine von 1902?

 

Ich habe mal eben nach dem wahrscheinlich "weltberühmten" Fotografen Benedikt Hartmann gegoogelt und finde nur eine weitere C. P. Goerz Kickstarter-Vermarktung, aber sonst nichts über einen Fotografen.

 

Außerdem finde ich aber einen gleichnamigen Verkaufsleiter bei net SE. Huch!     :o

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...Ich befürchte nur, die bemüht "allgemeinverständlich" schreibenden Redakteure würden sich da in Marketinggeschwurbel verlieren, da man tieferliegende Hintergründe tunlichst nicht erwähnen darf, weil laut Umfragen und Zielgruppenanalyse der Leser einfache und verständliche Botschaften lesen will.

 

Das befürchte ich auch und ich bin ebenfalls überzeugt, dass man in diesem Forum und an anderen Stellen im Internet viel fundiertere Informationen zu dem Thema findet. Mich hat nur gewundert, dass noch niemand bei den gedruckten Medien bisher die Idee hatte.

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Wie ist die Angelegenheit mit Dir und MOG eigentlich ausgegangen? Hast Du am Ende zufriedenstellende Objektive erhalten, oder etwa immer noch nicht?

 

 

Nein, leider immer noch nicht.

Benedikt Hartmann hat sich ausgesprochen bemüht meinen Ärger aufzulösen. Außer einem gemeinsamen halben Tag in Hamburg, wo ich viel sehen und erleben durfte, habe ich einen umtriebigen und interessanten Menschen kenngelernt und wir hatten viele interessante Gespräche.

 

Meine Beanstandungen konnten leider nicht aufgelöst werden, das Angebot bestand darin, Austauschobjektive zu erhalten, da eine Einstellung meiner Exemplare nicht möglich ist!

 

Da ich aber schon unter mehreren Exemplaren ausgesucht hatte, habe ich ein weiteres Lotto nicht angenommen. Bis auf das Trioplan 50 f2,9 mit der Macrolinsenverstellung, konnte ich bei den restlichen Objektiven damit leben, dass meine Erwartungen sich nicht in Gänze erfüllt haben (bis auf eine Ausnahme - Primoplan 75) und das wurde ja auch durch den zwingenden Einsatz von bleifreien Gläsern technisch begründet.

 

Es wurde ein ähnliches Trioplan 50 erwähnt, dass zukünftig gestartet werden könnte, ohne Macrolinsenverstellung, dass dann gegen mein Exemplar ausgetauscht wird, weil das nicht auf unendlich scharf geht.

 

Ich befürchte leider, dass dieses nicht kommen wird, aber die Hoffnung habe ich noch nicht aufgegeben.

 

Somit ist Vertrauen verloren gegangen - keine gute Basis um neue Projekte zu unterstützen. Leider ist es so, dass die hohe Erwartungen auf Grund der Preisvorstellungen nicht erfüllt werden konnten. Wie lange sich so ein Geschäftsmodell trägt bleibt abzuwarten, ich habe da bestimmte Ahnungen....

 

Vertrauen wieder herzustellen wäre jetzt angebracht, das gelingt aber nicht durch einfach "weiter so" und das Starten neuer Projekte. Es reicht eben nicht aus, alte Rechnungen irgendwo zusammenzuschrauben und mit einem Namen zu versehen, der etwas suggeriert, was verschwunden ist. Schade, dass man sich hinter Marken und Namen verstecken muss um etwas zu adressieren, was es eigentlich nicht ist.

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