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Phillip Reeve

Empfehlenswerte manuelle Objektive für die a7 Reihe

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In diesem Beitrag möchte ich euch eine Reihe von empfehlenswerten manuellen Objektiven kurz vorstellen. Ich habe fast alle Objektive selbst ausführlich getestet und kann sie für die Verwendung an der a7 Reihe empfehlen.Im Rahmen des Artikels kann ich natürlich nur eine kurze Übersicht über STärken und Schwächen geben. Um einen genaueren Eindruck von den Objektiven zu bekommen könnt ihr die verlinkten Reviews lesen.

 

Ein Hinweis in eigener Sache: Die mit * gekennzeichneten Links sind sogenannte Affiliate Links. Kauft ihr über diese einen Objektiv, so bekomme ich von Amazon oder Ebay eine kleine Provision ohne dass für euch Mehrkosten entstünden. Falls ihr den Artikel hilfreich fandet würde ich mich deshalb freuen, wenn ihr sie nutzt. Dankeschön

 

 

Weitwinkelobjektive

Samyang 2.8/14 IF (getestet von Mitblogger)

Das Angebot an klassischen Superweitwinkelobjektiven ist rar gesät und die vorhandenen Objektive liefern in der Regel eine zweifelhafte Abbildungsleistung. Dieses moderne Objektiv hingegen bietet für relativ wenig Geld eine sehr gute Bildqualität. Allerdings nur wenn man Glück hat und ein gut zentriertes Exemplar erwischt, die Qualitätsschwankungen bei diesem Objektiv sind sehr hoch und besonders haltbar ist es auch nicht. Erwischt man ein gutes Exemplar, so eignet es sich auch für die Astrofotografie. Nachteile sind sehr starke Verzeichnung und mittelmäßiges Gegenlichtverhalten. Ebenfalls wichtig ist ein exakt sitzender Adapter, andernfalls kommt es zu deutlichen Einbußen bei der Bildqualität.

535g | 280€ | ebay*

 

 

Canon nFD 2.8/20

Nach meiner Einschätzung das schärfste klassische 20er unter 1000€. Man muss es auf f/11 für wirklich gute Schärfe im ganzen Bild abblenden, dann kann es sich aber mit dem 1200€ FE 4/16-35 messen. Nachteile sind die Leistung bei geöffneter Blende, das Gegenlichtverhalten und eine gewisse Verzeichnung.

305g | 190€ | Review | ebay* | adapter*

 

Canon nFD 2.8/24

Eines der besten 24er seiner Zeit und gleichzeitig sehr günstig. Abgeblendet hat es auch mit den 24MP der a7 keine großen Probleme und eignet sich sehr gut als leichtes Landschaftsobjektiv. Nachteile sind mittelmäßige Verarbeitung, komplexe Verzeichnung und eine gewisse Falreanfälligkeit.

240g | 80€ | mein Review | ebay* | adapter*

 

 

Zeiss Distagon 2.8/28 c/y

Dank sehr guter Schärfeleistung und effektiver Vergütung ein hervorragendes Landschaftsobjektiv. Nachteile sind der relativ hohe Preis und eine leichte Abbidungsschwäche in den extremen Ecken.

280g | 200€ | Review |ebay* | adapter*

 

Voigtländer 1.7/35 VM

Eines meiner drei Lieblingsobjektive. Hervorragende Schärfe schon bei Offenblende in Verbindung mit angenehmen Bokeh und gutem Gegenlichtverhalten bei kleiner Größe machen es zu einem sehr universellen Objektiv. Als modernes Objektiv ist es allerdings etwas teurer und zeigt an einer a7 eine deutliche Bildfeldwölbung.

238g | 600€ | Review | ebay*| Adapter*

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Minolta MD 2.8/35

Klein, leicht und scharf ist dieses 35er.

170g | 55€ | Beispielbilder |ebay*| adapter*

 

 

 

Normalobjektive

 

Canon new FD 1.4/50

Bei f/1.4 ist dies das schärfste klassische 50er welches mir bisher unter gekommen ist. Das Bokeh ist nicht schlecht, andere 50er gefallen mir in der Disziplin aber besser. Typisch für klassisches 50er fallen die Ecken bei weit geöffneter Blende merklich ab, ab f/5.6 sind aber auch die sehr scharf.

235g | 55€ | Mein Review | ebay* | adapter*

 

 

Zeiss Planar 1.4/50 C/Y

Das Zeiss tut sich vor allem durch seine effektive Vergütung hervor, welche ihm einen hohen Kontrast und ein gutes Gegenlichtverfahren geben. Auch die Verarbeitung ist überdurchschnittlich, leider allerdings auch der Preis.

290g | 150€ | Review |ebay*| Adapter*

 

 

Minolta MC/MD Rokkor 1.4/50

Die Minoltas sind bei Offenblende etwas schwächer, dafür haben sie aber bei f/2 ein besonders schönes Bokeh und sind sehr gut verarbeitet. Etwas störend sind die gerade einmal 6 Blendenlamellen die das Bokeh bereits bei f/2.8 etwas Eckig werden lassen.Die ältere MC Version ist schwerer und besser verarbeitet, das jüngere MD dafür etwas leichter. Optisch sind beide nahe beieinander.

245g | 65€ | Review |ebay* | adapter*

 

Minolta MD 2/50

Die besondere Stärke dieses Objektivs ist die besonders gleichmäßige Schärfe mit ungewöhnlich geringem Randabfall. Außerdem ist es sehr klein und leicht. Schwächen sind die nicht besonders wertige Verarbeitung und das leicht unruhige Bokeh.

150g | 20€ | mein Review | ebay* | adapter*

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Sigma 2.8/50 Macro

So ziemlich jeder namhafte Hersteller hatte damals ein gutes 3.5/50 Macro im Angebot. Das Sigma hat bei vergleichbarer optischer Leistung neben der Lichtstärke aber den Vorteil auch ohne Zwischenring eine Vergrößerung von 1:1 zu erreichen. Dafür ist die Verarbeitung merklich schwächer als bei der Konkurrenz.

310g | 75€ | Beispielbilder | ebay*

 

Olympus OM 3.5/50 Macro

Das winzige Olympus OM 3.5/50 Macro bietet bei guter Verarbeitung eine solide optische Leistung und einen Abbildungsmaßstab von 1:2. Einschränkend wirkt eine gewissen Randschwäche auf langen Distanzen.

200g | 70€ | Review | Beispielbilder |ebay*| Adapter*

 

 

Minolta MC Rokkor 1.7/55

Nicht das aller schärfste Normalobjektiv aber scharf genug mit recht geringen sphärischen Aberrationen bei f/1.7 und angenehmen Bokeh. Geringe Größe und hervorragende Verarbeitung machen das Handling zum Genuss. Abstriche macht man beim Gegenlichtverhalten. Mein liebstes günstiges Normalobjektiv.

230g | 35€ | mein Review | Beispielbilder | ebay* | adapter*

 

 

Teleobjektive

Tokina 90mm 1:2.5 Macro

Eines meiner liebsten manuellen Objektive. Sehr gute Schärfe gepaart mit angenehmen Bokeh, lediglich das Gegenlichtverhalten lässt zu wünchen übrig. Ich schätze es auch, weil es mit der relativ hohen Lichtstärke und dem Abbildungsmaßstab von 1:2 so universell ist und sowohl als Portraitobjektiv, als Landschaftsobjektiv und natürlich für Makros eine gute Figur macht. Leider zuletzt relativ teuer geworden.

530g | 300€ | mein Review |ebay*

 

Olympus OM 100mm 1:2

Das beste manuelle Portraitobjektiv was ich bisher genutzt habe. Die Offenlende ist ohne große Einschränkungen nutzbar und verspricht hervoragendes Bokeh. Ungewöhnlich sind die 9 Blendenlamellen und die geringe Naheinstellgrenze von 70cm. Für ein 2/100 mit dieser Leistung ist das hervorragend verarbeitet Objektiv klein. Leider ist das Olympus ziemlich selten und ziemlich teuer.

520g | 500-800€ | mein Review |ebay*| Adapter*

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Minolta MD 2.5/100

Hervorragendes Bokeh bei guter Schärfe machen es zu einem sehr universellen Objektiv, welches bei Portraits wie Landschaftsaufnahmen gute Leistung bietet und gleichzeitig kompakt und günstig ist. Nachteile sind deutliche CA und eine gewisse Gegenlichtschwäche.

310g | 140€ | mein Review | Beispielbilder |ebay*| adapter*

 

Minolta MD Rokkor 2.8/135

Das Objektiv zeigt gute Schärfe ab Offenblende und angenehmes Bokeh, störend sind manchmal die recht deutlichen CA und das durchschnitliche Gegenlichtverhalten. Bei einem Preis von 50€ macht man wenig falsch, wenn man ein längeres Portrait- und Landschaftsobjektiv sucht.

535g | 40€ |  Beispielbilder | ebay* |adapter*

 

 

 

Canon FD 2.8/135

Ähnlich wie das Minolta zeigt es eine ordentliche Leistung. Der Fokusring ist etwas leichtgängiger als beim Minolta und es hat 8 statt nur 6 Blendenlamellen, dafür ist die Verarbeitung auch nicht ganz so gut.

395g | 45€ | Beispielbilder | ebay*| adapter*

 

Minolta MC Rokkor 4/200

Das Minolta zeigt eine sehr gute Schärfe, selbst die Ecken sind schon bei f/4 sehr gut. Dafür kämpft es allerdings mit sehr deutlichen CA. Die Verarbeitung ist Top, der Fokusring aber etwas schwergängig und die Naheinstellgrenze mit 2.5m hoch.

520g | 50€ | Beispielbilder | ebay*

 

Canon FD 300mm 1:4 L

Das 4/300 L zeigt hohe Schärfe, recht gut korrigierte CA und angenehmes Bokeh. Neben der sehr guten Bildqualität ist das Objektiv noch leicht genug für manche Fototasche und einigermaßen bezahlbar.

1060g | 350€ | Mein Review |ebay* | adapter*

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Zoomobjektive

 

Minolta MD 3.5/35-70 Macro

Ein sehr praktischer Brennweitenbereich in einem recht kleinen Objektiv. Bei f/3.5 bildet es etwas flau mit unruhigem Bokeh ab, abgeblendet erreicht es jedoch die Schärfe guter Festbrennweiten. Bei 35mm sind die Ecken schwächer und es zeigt eine sehr deutliche Verzeichnung, ab 40mm besteht dann kein Grund zur Klage mehr.

365g | 75€| mein Review | ebay* | adapter*

 

 

Minolta MD 4/75-150

Ein kleines Tele mit hervorragender Schärfe die lediglich am langen Ende bei 150mm zum Rand etwas abfällt. CA außerhalb der Fokusebene sind bei modernen Zooms etwas besser korrigiert und die Verzeichnung ist recht ausgeprägt.

445g | 40€ | Beispielbilder | ebay* | adapter*

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Weitere Objektive

Diese Objektive habe ich nicht selbst getetet aber ich bin mir durch Erfahrungsberichte anderer sicher, dass sie empfehlenswert sind.

  • Laowa 2/15 - modernes lichtstarkes Superweitwinkel mit E-mount aber ohne exif. Gute Verarbeitung aber hchpreisig.
  • Mitakon 0.95/50 - moderner Lichtriese, welcher dem zehn mal so Teuren Leica Noctilux Konkurenz macht
  • Samyang 2/135 - Eines des besten aktuell verfügbaren Objektive mit perfekter Schärfe und sehr guter CA Korrektur. Und das für unter 500€. Nachteil ist die üblicherweise gerignere Zuverlässigkeit von Samyang Objektven.
  • Voigtländer 4/180 APO - sehr kleines Tele mit hervorragender CA Korrektur. Selten und schweineteuer.
Darüberhinaus ist diese Liste natürlich keinesfalls vollständig, sie zählt lediglich die manuellen Objektive auf, welche ich für besonder interessant halte.

 

Hinweise

Ich habe Adapter von K&F verlinkt. Nach meiner Erfahrung bieten die das beste Preis/Leistungs-Verhältnis. Wer bereit ist etwas tiefer in die Tasche zu greifen, dem empfehle ich Rayqual oder Novoflex Adapter. Mehr zur Thematik in diesem Artikel.

 

Wenn Dinge unklar geblieben sind zögert nicht nachzufragen

. Ergänzungen sind gerne gesehen, bitte aber mit aussaekräftigen Beispielbildern.

 

Grüße

Phillip

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Danke für die tolle Zusammenfassung! Kommt genau zum richtigen Zeitpunkt da ich mich gerade um ein manuelles 50er umschauen, danke!

Empfehlen möchte ich Dir, ganz gleich was Du speziell suchst z.B. das Voigtländer 50/1.5 .... schön klein und gute Freistellung. Alternativ Voigtländer 50/1.1 nicht mehr so klein aber noch mehr Freistellungspotential. Vom Abbildungscharakter sind beide ziemlich gleich, bei gleicher Einstellung. Zumindest ist dies mein Empfinden. Schöne Linsen, vor allem bei Schwarz/Weiss und Motiven bei u.a. mittlerer Distanz.

Edited by nick.bln

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Hallo zusammen,

 

natürlich kann ich verstehen, dass jemand, der heute mit Sony e-Mount fotografiert, in der Tradition Minolta SR-MC-MD ... Minolta AF ... Konica-Minolta ... Sony A-Mount steht. Mir ist die obige Auswahl jedoch zu Minolta-lastig. Bei direkten Vergleichen haben (im Rahmen meiner "Tests" in den Jahren 2015/16) viele Minolta Objektive gegen andere japanische Objektive vergleichbaren Alters nicht bestehen können.

Obwohl ich viele Jahre mit Canon fotografiert habe, sind mir insbesondere meine drei erst in den letzten beiden Jahren gekauften Nikon Objektive sehr ans Herz gewachsen.

 

Meine Empfehlungen sind:

 

/applications/core/interface/imageproxy/imageproxy.php?img=http://up.picr.de/30466520xx.jpg&key=7b773c38b0728fe43abbdd63a30599079aefe3bb84080e261709c199e880cd08">

 

Gruß von

Axel

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Das dürfte ja auch ein Großteil persönliche Preferenz sein. Ich weiß dass Phillip z.B. CAs als großen Negativpunkt ansieht und alleine die Menge an allen möglichen Kombinationen von Altglas mit der A7 und der Varianz bei jedem einzelnen Glas verhindert, dass man genau die gleiche Wahl treffen würde. Es sind ja nur Empfehlungen. Ich besitze 11 oder 12 der Objektive von oben, wenn ich mich nicht verrechnet habe, aber ich denke nicht, dass ich alle genauso aussuchen würde, da ich halt andere Preferenzen habe. Ich hab aber auch aufgehört, die Eigenschaften gegeneinander auszutesten.

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Hallo zusammen,

 

natürlich kann ich verstehen, dass jemand, der heute mit Sony e-Mount fotografiert, in der Tradition Minolta SR-MC-MD ... Minolta AF ... Konica-Minolta ... Sony A-Mount steht. Mir ist die obige Auswahl jedoch zu Minolta-lastig. Bei direkten Vergleichen haben (im Rahmen meiner "Tests" in den Jahren 2015/16) viele Minolta Objektive gegen andere japanische Objektive vergleichbaren Alters nicht bestehen können.

Obwohl ich viele Jahre mit Canon fotografiert habe, sind mir insbesondere meine drei erst in den letzten beiden Jahren gekauften Nikon Objektive sehr ans Herz gewachsen.

 

Meine Empfehlungen sind:

 

Gruß von

Axel

Kann man irgendwo genauer nachlesen was bei deinen Tests raus kam? Wie Grillec schon ausgeführt hat hängt eine Bewertung stark von den eigenen Vorlieben ab und da wäre es sicherlich hilfreich etwas genauere Infos zu haben.

 

Nikon hat sicherlich viele gute Objektive gebaut, leider sind die aber meist eine Ecke teurer als die Canon FD oder Minolta MC/MD Objektive. Deshalb habe ich mich mit denen nicht so genau beschäftigt, irgendwo muss man einen Schwerpunkt setzen.

 

Grüße

Phillip

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Zunächst mal vielen Dank an Phillip für die gut begründete und mit aussagekräftigen Beispielen illustrierte Zusammenstellung. Dann finde ich aber auch die Alternativliste von FritzG nicht uninteressant - gerade weil sie eigene Schwerpunkte setzt. Ich schaue mal, ob meine noch nicht so weit zurückreichenden Erfahrungen mit Altgläsern es ermöglichen, eine eigene Alternativliste zusammenzustellen. Wenn dann mehrere solche Listen vorliegen, wird es interessant sein zu beobachten, welche Gläser trotz unterschiedlicher Vorlieben immer wieder genannt werden.

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Hallo Phillip,

 

meine Objektivvergleiche habe ich für mich quasi privat durchgeführt, einfach um mich selbst entscheiden zu können. Die Haptik hat keine besonders große Rolle gespielt, denn die ist zugegeben ein starkes Pro-Argument für die frühen Minoltas insbesondere im Vergleich zu den preisgünstigen Exemplaren der Canon FDn Serie. Auch ist mir immer die tadellose Verarbeitung der Olympus OM Zuikos angenehm aufgefallen.

 

Mir ist natürlich klar, dass ich bis auf eine Ausnahme nur einzelne Vertreter jeder Gattung zur Auswahl hatte, so dass Exemplarstreuung mit eine Rolle spielen kann.

Im einzelnen waren unterlegen (ich bin kein so großer Minolta Kenner, dass ich jetzt jeweils die genaue "Unterart" spezifizieren könnte)

 

28mm 1:3,5 MD von Minolta dem Olympus OM Zuiko,

35mm 1:2,8 MD dem Canon FDn, (das FDn hat auch ein Olympus OM 35mm 1:2,8 abgehängt)

45mm 1:2,0 MD dem Konica 40mm Hexanon 1:1,8 (wobei ich zuerst ein grottenschlechtes 40mm Hexanon erwischt hatte, das zweite Exemplar war dann richtig gut),

diverse späte 50mm 1:1,7 MD waren alle eher mäßig und konnten nicht mal mit einen Canon FD (Chromring) 1:1,8 mithalten, das Nikon AF 50mm 1:1,4 wurde mein persönlicher Favorit (etwa auf dem Level des Canon EF/EOS 1,4 /50 - ganz offen etwas besser, bei 2,0 und 2,8 vielleicht minimal schlechter als das EF).

135mm 1:2,8 (der Einpfünder/Vierlinser): mir zuviel CA bei Offenblende, das Canon FDn 135mm 1:3,5 ist da wesentlich unkritischer. (auch hier war ein Olympus OM 135mm 1:3,5 dem Canon FDn unterlegen)

50-135mm 1:3,5 Zoom, dieses Objektiv war leider verhältnismäßig schlecht zentriert und musste sich dem sauschweren Canon 50-135mm 1:3,5 geschlagen geben.

 

Zu den Nikon-Objektiven: da habe ich einigermaßen gute Preise bezahlt, weil ich kleine Mackenl im äußeren Zustand akzeptieren kann. Es stimmt aber, dass man für einige Nikon Klassiker ziemlich zur Kasse gebeten wird, selbst wenn das Äußere schon Mängel aufweist.

 

Gruß von

Axel

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Ich benutze für Street ein spätes Jupiter 8 (http://www.g-st.ch/privat/kameras/zorkiobjektive.html#jupiter8) mit M39 Adapter an der A7.

 

Das ist extrem klein, schön leicht und mit 2/50 ideal für Street. Man muss nur etwas suchen, bis man ein wirklich gutes bekommt. Zustand und Streuung bei den Dingern ist relativ groß. Dafür bekommt man ein gut erhaltenes Schwarzes schon um die 70 Euro.

 

:peter

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Sehr informativer Betrag und schöne Bilder. Vielen Dank dafür!

 

Habe an meiner A7r und A7r2 auch vieles ausprobiert und dabei für relativ wenig Geld wirklich gute Ergebnisse erzielt.

 

Etwas traurig wurde ich dann jedesmal, wenn ich die Motive anschließend mit einer modernen Linse „nachgestellt“ habe. Da wird dann doch deutlich, dass sich viel getan hat in der Objektiventwicklung.

 

Aber natürlich auch immer eine Zeit- und Kostenfrage.

 

Dennoch hier meine „Altglas“-Favoritenliste:

Leica Elmar 135/4.0 (180-200 Euro, jeweils in gutem bis sehr gutem Zustand), Nikon 105/2.5 AI(s) (200 Euro), Zeiss Biotar 58/2.0 (50-200 Euro, sehr große Preis-und Qualitätsunterschiede), Nikon 24/2.8 AI(s) (ab 100 Euro). Kenne bei Altglas allerdings nur Zeiss, Nikon, Tokina, Leica und etwas Pentax aus eigener Erfahrung.

Edited by Peoplewing

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Ich würde der Liste noch das Carl Zeiss Jena Pancolar 50mm f1,8 M42 für ca. 90 Euro hinzufügen. Ein Baugleiches Objektiv existiert auch als 1,4, dann als Prakticar mit Praktika Bajonett-Verschluss und etwas teurer. Man kann sich im Netz informieren, woran man die verschiedenen Generationen dieses Objektivs erkennt und worauf man beim Kauf achten muss - Unterschiede liegen offenbar vor allem in der verwendeten Beschichtung. Was das Objektiv von anderen abhebt, ist die Naheinstellungsgrenze , die je nach Generation zwischen 33 und 36 cm liegt. Das schafft glaube ich kein anderes 50mm aus der Zeit.

Edited by matxxx

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Ich würde der Liste noch das Carl Zeiss Jena Pancolar 50mm f1,8 M42 für ca. 90 Euro hinzufügen. Ein Baugleiches Objektiv existiert auch als 1,4, dann als Prakticar mit Praktika Bajonett-Verschluss und etwas teurer. Man kann sich im Netz informieren, woran man die verschiedenen Generationen dieses Objektivs erkennt und worauf man beim Kauf achten muss - Unterschiede liegen offenbar vor allem in der verwendeten Beschichtung. Was das Objektiv von anderen abhebt, ist die Naheinstellungsgrenze , die je nach Generation zwischen 33 und 36 cm liegt. Das schafft glaube ich kein anderes 50mm aus der Zeit.

 

fast. Es gibt eine optisch gleiche 1.8/50er-Variante als Prakticar (nicht Pentacon, sondern Carl Zeiss Jena). Also praktisch das Pancolar als Prakticar, Bilder dazu von mir kann man hier anschaun: https://flic.kr/s/aHskuBsCVg. Die Prakticar-Variante ist normalerweise immer billiger als die M42-Variante. Während die nämlich gern mal an 100 € kratzt, kriegt man das Prakticar oft für 60-70, wenn's es dann auch mal gibt, denn es kommt leider nur recht selten zum Vorschein.

Die Hauptunterschiede liegen hier allerdings beim Pancolar, das wurde so ab der Seriennummer 89xxxxx (bin mir nicht komplett sicher ob schon davor, aber die 89xxxxxer auf jeden Fall ganz sicher) nicht mehr mit Thorium-Gläsern gefertigt und neu gerechnet und bekam nur noch 6 statt 8 Blendenlamellen. Die Vergütung hat sich eben im lauf der Zeit mit bewegt, aber das ist einfach ein normaler Vorgang, ich wüsste jetzt nicht, dass es hierbei so markante Unterschiede gibt, aber, wenn du da mehr weisst, würde mich das jedenfalls sehr interessieren.

 

Dazu muss man auch sagen, dass das 1.4er und 1.8er sich sehr in den optischen Eigenschaften unterscheiden. Das 1.4er hat bis 2.8 sichtbare sphärische Abberationen, während das 1.8 bei Offenblende schon gut damit zurecht kommt. Allerdings zeichnet das 1.4er ab 2.8 ein ziemlich weiches Bokeh, während es beim 1.8er nie so weich wird (ausgenommen die Thorium 1.8er-Varianten, weil ich davon keine besitze und dazu nichts sagen kann). Was beide gleich gut können ist die Schärfe bis in die Ecken.

 

Ich habe auch schon überlegt, die Prakticare ins Feld zu führen, aber die eignen sich leider nur so halb, weil der Sensor hier im Zusammenspiel mit der Linse ziemlich unfair ist. Welches Objektiv der Prakticare und Pancolare ich aber empfehlen kann ist das 1.8/80er, sogar eher als Prakticar-Variante, wegen der geringeren Naheinstellgrenze, das verträgt sich erstaunlich gut mit der a7. Ansonsten kämpft man oft mit Reflexionen (auch von den Blendenlamellen), die aber durch den Sensor bedingt scheinen, ungewöhnlichen Bildfeldwölbungen (vor allem beim 2.4/35er) und sonstigen Fehlern, die nach neuesten Schätzungen der Sensor-Stack mit sich bringt.

Oben drauf kommt die miese Adapter-Auswahl. Von ca. 7 Adaptern konnte ich nur einen einzigen wirklich gut nutzen und selbst den musste ich reflexionssicher im Inneren machen. Das ist leider ein Trauerspiel.

 

Es kann allerdings sein, dass die Kolari-Modifikation, welche hier zuletzt im Forum diskutiert wurde, den Objektiven sehr entgegen kommt, denn diese sind knallhart auf eine nicht reflektierende Film-Ebene optimiert, ohne irgendwas dazwischen. Nur fürchte ich dann ein anderes Problem, denn die CZJ-Objektive sind durchweg sehr sehr scharf und bringen meine a7 auch gerne an ihre Grenzen, was dann in Moiré endet.

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Ansonsten kämpft man oft mit Reflexionen (auch von den Blendenlamellen), die aber durch den Sensor bedingt scheinen, ungewöhnlichen Bildfeldwölbungen (vor allem beim 2.4/35er) und sonstigen Fehlern, die nach neuesten Schätzungen der Sensor-Stack mit sich bringt.

Oben drauf kommt die miese Adapter-Auswahl. Von ca. 7 Adaptern konnte ich nur einen einzigen wirklich gut nutzen und selbst den musste ich reflexionssicher im Inneren machen. Das ist leider ein Trauerspiel.

 

Es kann allerdings sein, dass die Kolari-Modifikation, welche hier zuletzt im Forum diskutiert wurde, den Objektiven sehr entgegen kommt, denn diese sind knallhart auf eine nicht reflektierende Film-Ebene optimiert, ohne irgendwas dazwischen. Nur fürchte ich dann ein anderes Problem, denn die CZJ-Objektive sind durchweg sehr sehr scharf und bringen meine a7 auch gerne an ihre Grenzen, was dann in Moiré endet.

Die Sensorreflexionen ließen sich ja durch ein neueres Kameramodell reduzieren.

 

Ich kenne bisher keinen Fall, in dem ein SLR-Objektiv an einem dünneren Sensorstack signifikant besser funktionierte. Das heißt nicht, dass es nicht solche Fälle geben könnte. Aber ich würde da nicht zu viel Hoffnung drauf verwenden.

 

Der Kolari Mod ändert nichts am Reflexionsverhalten der a7.

 

Ansonsten wirds echt Zeit, dass mehr Infos auf deiner HP erscheinen

. Gerade bei deinen Systemen gibt es fast keine zuverlässigen Infos über die Leistung der Objektive.

 

Grüße

Phillip

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