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Gast User73706

Die Anzahl derer, denen man wirklich jeden Sch**ß verkaufen kann, scheint ja auch täglich zu wachsen. :huh:

 

Auf photoscala schrieb jemand im Leserkommentar, für ihn sei "Kickstarter" bereits das Unwort des Jahres 2017. Dem würde ich nicht widersprechen. <_<

Wie gesagt, was ist schlimm daran wenn Leute darauf stehen? Das Ding war nach 4 Stunden finanziert und scheint entsprechende Fans zu haben, aus welchen Gründen auch immer.

 

Ich brauch so ein Ding auch nicht, freu mich trotzdem für Leute die Spaß an so etwas haben und verurteile sie nicht.

 

Am Ende ist es doch wirklich egal mit was man fotografiert, Hauptsache man hat Spaß damit, oder nicht?

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Wie gesagt, was ist schlimm daran wenn Leute darauf stehen?

Nix ist schlimm daran. Man versucht aber doch zu verstehen, wo der Spaßfaktor liegt. Bei Sofortbildkameras kann man das ja noch nachvollziehen, aber bei diesem Konzept? Schwierig...

bearbeitet von Bluescreen222

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Gast User73706

Nix ist schlimm daran. Man versucht aber doch zu verstehen, wo der Spaßfaktor liegt. Bei Sofortbildkameras kann man das ja noch nachvollziehen, aber bei diesem Konzept? Schwierig...

Wahrscheinlich bei der Haptik, beim Digitalfilm wechseln, bei den Fotos mit nicht perfekter Qualität, dem Look der Kamera, der Einfachheit, das man nicht direkt überprüfen kann wie das Foto geworden ist, der Verlangsamung der Fotografie.

 

Weg von Perfektion hin zu Zufälligkeit und „Einfachen Ergebnissen“ die vielleicht durch ihren unvollkommen Stil einen gewissen Charme und Ästhetik mitbringen.

 

Also ähnlich wie Instax, Lomo und Co.

 

Ich mag es, dass zur Überdigitalisierung und Beschleunigung auch diese Gegenbewegung gibt, dass nicht alles Perfekt, Sauber, Scharf und Schnell sein muss. Vielleicht ist es das, wonach sich Leute die solche Konzepte unterstützen, sehnen.

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Wie gesagt, was ist schlimm daran wenn Leute darauf stehen? Das Ding war nach 4 Stunden finanziert und scheint entsprechende Fans zu haben, aus welchen Gründen auch immer.

 

Es ist eigentlich nicht schlimm, sondern man konnte es sogar erwarten. Albert Einstein hat einmal gesagt:

 

"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher..."

 

Ich brauch so ein Ding auch nicht, freu mich trotzdem für Leute die Spaß an so etwas haben und verurteile sie nicht.

 

Ja ja, ich weiß, ich kenne Deine positive Einstellung fast allem Neuen gegenüber, aber deswegen müssen doch nicht alle hier im Forum jeden Blödsinn befürworten, oder?   ;)

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Gast User73706

Ja, ich denke mehr positive Einstellung neuen Dingen gegenüber, für die es anscheinend Abnehmer gibt, schadet nicht.

 

Negativität und Abschätzigkeit ist so der „gute Standard“, „die haben ja alle keine Ahnung, mein Ansatz ist der bessere, erstmal kritisieren,“

 

Nur weil ich selber etwas nicht kaufe oder nutzen werde, noch unbedingt die Zielgruppe für ein Produkt bin, muss ich es doch aus Prinzip nicht runter machen bzw. die, die es anscheinend gut finden.

 

Mir fehlt da manchmal ein wenig mehr „leben und leben lassen“. Besonders hat sich da ja jemand irgendwie auch „lustige Gedanken“ gemacht und einen kreativen Ansatz gefunden und ist dafür belohnt worden. Also scheint die Idee ja nicht ganz so dumm gewesen zu sein.

 

Ist doch eigentlich cool, dass man so etwas auf die Beine gestellt bekommt und dafür kein großer Konzern mehr sein muss.

bearbeitet von ThreeD

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Naja, auf den ersten Blick irgendwie der neue heisse Scheiß, aber eigentlich finde ich die Idee ganz nett.

 

Ich hoffe nur, dass das fertige Produkt nicht so windig und billig aussieht wie auf dem Video.

Auf der anderen  Seite kann mir das auch egal sein, ich würde dafür (wie die die meisten hier im Forum) kein Geld ausgeben, denn wir gehören nicht zur Zielgruppe :-)

 

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Keiner weiß was Genaues.

 

Erst mal kritisieren, ist das Stillstandsargument.

 

Erst mal loben, alle Nichtlober kritisieren, ist das Überheblichkeitsargument.

 

Erst mal abwarten und nichts sagen, ist das Klugkeitsargument im Leben, aber nicht in einem Forum.

 

Über etwas ungewöhnlich Neues spötteln, es aber nicht verurteilen oder preisen, ist das Unterhaltsame im Forum.

 

Erfahrungs gemäß haben die ersten bei Gag-Neuerungen meist Recht...

 

 

bearbeitet von Kleinkram

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Hmm Aufgeschlossenheit für etwas Neues? Na ja. Wenn es wirklich etwas sinnvolles wäre. Letztlich wird hier mir hoher Wahrscheinlichkeit Geld verbrannt, für etwas das nach extremer Kurzlebigkeit aussieht, weil solche Dinge i.d.R. auch nicht mal sehr lang Spass machen. Vielleicht wäre es sinnvoller, wenn die Leute ihr offenbar überflüssiges Geld in andere Dinge stecken würden.

 

Es wäre auch nicht das erste Kickstarter Projekt, wo das Geld im Nirwana landet.

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Wie läuft das beimKickstarter? Sie haben Zusicherungen fürs Geld, oder effektiv das Geld auf ihrem Konto? Kann es sein, dass es ist wie bei Spendenaufrufen (Umweltopfer, Krieg, Hunger etc.) da ist manchmal zwischen dem Angekündigten und Erhaltenen ein Delta...

 

Ich bin ausnahmsweise in einem Aspekt voll mit threeD. So lange etwas Neues jicht gefährlich und/oder betrügerisch ist, sollen sie vorwärts machen! Der Markt wird entscheiden, nicht ein Forum...

[emoji41]

bearbeitet von wasabi65

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Gast User73706

 

Erfahrungs gemäß haben die ersten bei Gag-Neuerungen meist Recht...

 

Recht womit? Das ein Produkt für das sie nicht die Zielgruppe sind, sie sich nie kaufen oder kaufen würden, nix dolles ist? Ja, damit haben sie immer recht. Nur ist ihr "Recht haben" nicht allgemeingültig, sondern nur für sie selbst.

 

Genauso jemand der ein "Fun"-Produkt gut findet, dafür anscheinend die Zielgruppe ist und damit entsprechenden Spaß hat und für ihn gefällige Ergebnisse erzielt, der "hat auch Recht". Und sein "Recht haben" ist genauso wenig allgemeingültig.

 

Deswegen ist ja zum Glück jeden selbst überlassen, für was er sein Geld "verschwendet" und was "sinnvoll" ist. Der eine findet 20 Objektive sinnvoll, der andere 5 verschiedenen Spaßkameras. Mit allen kann man Fotografieren und alle sind für mein Dafürhalten nicht zu verurteilen.

 

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Ja, ich denke mehr positive Einstellung neuen Dingen gegenüber, für die es anscheinend Abnehmer gibt, schadet nicht.

 

Negativität und Abschätzigkeit ist so der „gute Standard“, „die haben ja alle keine Ahnung, mein Ansatz ist der bessere, erstmal kritisieren,“

 

Ich habe eine positive Einstellung gegenüber sinnvollen Neuerungen, auch wenn ich sie selbst nicht benötige. Beispielsweise die Geschwindigkeit einer A9 finde ich faszinierend und sinnvoll, auch wenn ich das nicht benötige.

 

Nur weil ich selber etwas nicht kaufe oder nutzen werde, noch unbedingt die Zielgruppe für ein Produkt bin, muss ich es doch aus Prinzip nicht runter machen bzw. die, die es anscheinend gut finden.

 
Nein, muss man natürlich nicht, wenn es ein sinnvolles Produkt für eine andere Zielgruppe ist. Beispielsweise würde ich niemals 2.000,- € für irgendwelche neu aufgelegten Objektive mit speziellen Abbildungsfehlern ausgeben, finde die Abbildungsweise allerdings manchmal schon interessant und kann daher nachvollziehen, dass manche so etwas kaufen, die über ein sehr pralles Konto verfügen.
 

Mir fehlt da manchmal ein wenig mehr „leben und leben lassen“. Besonders hat sich da ja jemand irgendwie auch „lustige Gedanken“ gemacht und einen kreativen Ansatz gefunden und ist dafür belohnt worden. Also scheint die Idee ja nicht ganz so dumm gewesen zu sein.

 
Beim "lustigen Yashica-Gedanken" beschleicht mich ein Gefühl, dass ein paar Marketing-Hipster einen internen Wettbewerb laufen hatten, wer sich das absurdeste Produkt ausdenkt. Das "Yashica Comeback" hat gewonnen und dann fingen sie vermutlich an zu wetten, an wie viele Bekloppte sie das Ding verkaufen können.    :huh:
 

Ist doch eigentlich cool, dass man so etwas auf die Beine gestellt bekommt und dafür kein großer Konzern mehr sein muss.

 
Vielleicht wenn man so etwas auf eigene Kosten und Risiko entwickelt, aber wozu soll man das unternehmerisches Risiko denn noch selbst tragen, wenn die Welt voller leichtgläubiger Idioten ist, die auch die absurdeste Idee aus eigener Tasche finanzieren. Und wenn es schiefgeht, ist deren Geld ja nicht weg, das hat dann nur jemand anders.   :P

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Mich erinnert das Projekt an meine neue Braun Bluetooth Zahnbürste. Die kann sich mit meinem Smartphone koppeln, mein Zähneputzen mit Frontkamera aufnehmen und die Putzzeit und Putzergebnisse mit anderen teilen. Super Marketing, aber letztlich völlig unpraktisch und nutzlos. Nun könnte man sagen, oh, da ist aber einer wieder mal gegenüber neuen Ideen negativ eingestellt (wobei man hier nicht so schnell darauf schließen sollte), aber es gibt halt auch viele Neuerungen, wo im Grunde sofort erkennbar ist, dass das nahezu nichts bringt. Da muss man und sollte man mMn. auch nicht allzu aufgeschlossen sein.

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Mich erinnert das Projekt an meine neue Braun Bluetooth Zahnbürste. Die kann sich mit meinem Smartphone koppeln, mein Zähneputzen mit Frontkamera aufnehmen und die Putzzeit und Putzergebnisse mit anderen teilen.

Unbedingt als Serie hier einstellen. Wegen der einmaligen Niedagewesenheit der Aufnahmen verzichten wir sogar aufs Meckern wegen zu geringer Auflösung. ;)

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Mich erinnert das Projekt an meine neue Braun Bluetooth Zahnbürste. Die kann sich mit meinem Smartphone koppeln, mein Zähneputzen mit Frontkamera aufnehmen und die Putzzeit und Putzergebnisse mit anderen teilen. Super Marketing, aber letztlich völlig unpraktisch und nutzlos. Nun könnte man sagen, oh, da ist aber einer wieder mal gegenüber neuen Ideen negativ eingestellt (wobei man hier nicht so schnell darauf schließen sollte), aber es gibt halt auch viele Neuerungen, wo im Grunde sofort erkennbar ist, dass das nahezu nichts bringt. Da muss man und sollte man mMn. auch nicht allzu aufgeschlossen sein.

Wieso hast du sie gekauft? Das ist das einzig Interessante für andere...

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Bei aller Liebe für technische "Innovationen" oder Spaßprodukte ...

Überall wird von Umwelt- und Naturschutz geredet und wie wir die Erde langfristig vor dem Supergau retten können. So sicherlich nicht!

 

btw. dürfte ja bekannt sein, dass der Mensch dazu neigt jeden Mist zu kaufen, sofern anständig bejubelt und von "Influenzern" laut genug gepriesen. Wenn sowas Erfolg hat, kommen Canikon und Co. in Zukunft vielleicht auf die Idee ihre ollen Kamellen neu als Retro aufzulegen. Würde bestimmt auch genug Käufer finden. :D

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Mich erinnert das Projekt an meine neue Braun Bluetooth Zahnbürste. Die kann sich mit meinem Smartphone koppeln, mein Zähneputzen mit Frontkamera aufnehmen und die Putzzeit und Putzergebnisse mit anderen teilen. Super Marketing, aber letztlich völlig unpraktisch und nutzlos. Nun könnte man sagen, oh, da ist aber einer wieder mal gegenüber neuen Ideen negativ eingestellt (wobei man hier nicht so schnell darauf schließen sollte), aber es gibt halt auch viele Neuerungen, wo im Grunde sofort erkennbar ist, dass das nahezu nichts bringt. Da muss man und sollte man mMn. auch nicht allzu aufgeschlossen sein.

 

Heutzutage muss unbedingt alles mit dem Smartphone koppelbar sein. So könnte der angesagte Thermomix, oder noch besser der absolut hippe Miele Dialoggarer an Deine Bluetooth-Zahnbürste übermitteln, was Du für eine Mahlzeit zubereitet hast, damit die dann das Putzprogramm individuell daraufhin anpassen kann.    :lol:

 

Eine allzu leichtgläubige Begeisterung für jede noch so absurde Neuerung, könnte manchmal auch auf einen gewissen Mangel an Lebenserfahrung hinweisen.    ;)

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Unbedingt als Serie hier einstellen. Wegen der einmaligen Niedagewesenheit der Aufnahmen verzichten wir sogar aufs Meckern wegen zu geringer Auflösung. ;)

Ich war enttäuscht, dass die Braun App keine Aufnahmen im RAW Format unterstützt. Das hätte zum rohen Zahnfleisch gepasst.

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Ich war enttäuscht, dass die Braun App keine Aufnahmen im RAW Format unterstützt. Das hätte zum rohen Zahnfleisch gepasst.

Aber dann bist du unbedingt das Zielpublikum für die Yashica! Und da du so ein einflussreicher Influencer bist, ziehst du noch viele andere mehr in den Kaufstrudel...

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Im Grunde ist das Projekt ja etwas für Nostalgiker, welche die Analogära noch nicht überwunden haben bzw. die Gründe für ihr Ende nicht verstehen. Gerade daran ist Yashica vielleicht auch gescheitert.

 

Umso verwunderlicher finde ich es, dass sie es nicht konsequent gemacht haben: Eigentlich sollte die digiFilm Cartridge dafür sorgen, dass in einer Session nicht mehr als 36 Aufnahmen gemacht werden können. Nach mehr als 36 Bildern weigert sich die Kamera, weitere Bilder aufzunehmen. Ein Zurücksetzen des Zählers erfolgt durch ein Herausnehmen und Wiedereinlegen der digiFilm Kassette.

 

Von meiner Erfahrung her, sollte Yashica noch folgende besonders teure digiFilm Kassetten herausbringen: Simulation von

 

1. kein Film eingelegt

2. Rückwand bei eingelegtem Film geöffnet

3. Film gerissen

4. Staubkorn auf der Filmandruckplatte

5. Unbemerkt Belichtungskorrektur auf +5 gestellt

bearbeitet von tgutgu

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Yashica sollte den digiFilm Einlegemechanismus so gestalten, dass mindestens ein Drittel der Kundschaft zum Fotohändler geht und darum bittet den Film zu wechseln, diesmal natürlich gegen eine Servicegebühr. Das könnte den dahin siechenden Fotohandel beleben.

 

Ehrlich gesagt, je mehr ich über das Projekt nachdenke, desto mehr beschleicht mich der Verdacht, dass es sich um eine Parodie handeln könnte.

bearbeitet von tgutgu

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Nach mehr als 36 Bildern weigert sich die Kamera, weitere Bilder aufzunehmen. Ein Zurücksetzen des Zählers erfolgt durch ein Herausnehmen und Wiedereinlegen der digiFilm Kassette.

Die Bilder werden auf diesem Digifilmding gespeichert, das natürlich keinerlei Schnittstelle hat. Ist der Digifilm voll, dann bringt man den zum Service, der bricht das Gehäuse innerhalb einer Woche auf und kopiert die Bilder auf einen normalen USB-Stick. Als Kunde bezahlt man dann etwa 4 € für den neuen Digifilm und etwa 15€ für das Kopieren auf den USB-Stick.

 

 

Ehrlich gesagt, je mehr ich über das Projekt nachdenke, desto mehr beschleicht mich der Verdacht, dass es sich um ein Parodie handeln könnte.

 

:D

 

 

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Ich muss ThreeD in einem Punkt Recht geben: Hier werden solche Dinge schon sehr verkniffen betrachtet. Ja, natürlich, unter dem Gesichtspunkt ergebnisorientierer Fotografen ist so etwas natürlich nur Spielzeug. Und klar kann man es kritisch betrachten, mache ich ja auch. Aber deswegen muss man diejenigen, die sich so etwas u.U. kaufen, nicht zu hirnlosen Trotteln erklären. Es ist eben Spielzeug, und als solches so sinnvoll oder sinnlos wie vieles andere auch. Hier im Forum werden viele andere Dinge problemlos akzeptiert, die unter dem Aspekt des Verhältnisses von Aufwand und Ergebnis auch nicht unbedingt sinnvoll sind. Oder wer hier fotografiert professionell und braucht tatsächlich einen Schrank voller Objektive? Wer von uns "braucht" tatsächlich eine optische Qualität seiner Ausrüstung, wie sie hier oft und gerne diskutiert, verlangt, getestet und goutiert wird? Brauchen, weil die eckenscharfen Superergebnisse tatsächlich für etwas anderes als die eigene Begeisterung notwendig sind? Weil man seine Ergebnisse sonst nicht verkaufen könnte und keine Brötchen verdienen würde? Oder aus einem anderen, wirklich zwingenden Grund? Was also sind die ganzen Ansprüche zur Optik, zum Sensor bei den meisten hier anderes als Spaß an der Freud' ? Und wer nimmt sich jetzt das Recht, den einen Spaß als höherwertiger und berechtigter als den anderen zu bewerten?

 

Was mir unmittelbar einleuchtet, ist das Argument der Nachhaltigkeit. Aber auch da kann man sich ja mal an die eigene Nase fassen und überlegen, welche Halbwertszeit das eigene Equipment wohl so hat. Klar, man kann es weiterverkaufen und jemand anderes nutzt es noch. Und bei wie vielen von uns liegt diverse Ausrüstung trotzdem die meiste Zeit nur noch rum, weil man sich nicht trennen konnte, wollte, weil sich der Verkauf nicht mehr so recht lohnte ... Und trotzdem nimmt man inzwischen lieber die "Neue" mit auf Pirsch ...

 

Nicht zu sprechen von von den vielen anderen, eigentlich Sinn- und nutzlosen Dingen, denen man in unserem hochtechnisierten Land täglich begegnet und die auch nicht alle verdammt werden, bei denen man gerne den Grundsatz walten lässt: "Jeder nach seiner Facon". Wie sinnvoll sind denn in einem Land wie Deutschland mit seinen ausgebauten, überfüllten Straßen und Ballungsgebieten eigentlich die ganzen so beliebten großvolumigen und geländegängigen Autos? Wie notwendig ist eine elektrische Zahnbürste (nichts für ungut, Tgutgu ;)). Wer von euch hat vielleicht eine schöne Automatikuhr, obwohl doch eine einfache Quarzuhr die Zeit ebensogut anzeigt, billiger ist und sogar genauer geht? Die Liste ließe sich beliebig verlängern, aber wir sind ja in einem Fotoforum, also überlasse ich den Rest eurer Fantasie.

 

Und noch etwas: Wie oft schon habe ich im Forum Plädoyers für das entschleunigte Fotografieren gelesen, für die (zumindest zeitweilige) Rückkehr zur Einfachheit, das Arbeiten mit manuellen Objektiven, mit Festbrennweiten (nicht nur wegen deren optischer Überlegenheit). Wie viele hier benutzen mit Wonne Objektive, bei deren Bokeh ich Drehschwindel kriege. Wie beliebt ist eine Kamera mit fest verbautem Weitwinkel. Alles Dinge, bei denen niemand belächelt wird, wenn er für sich den Vorzug von Reduzierung oder Festlegung entdeckt. Weil es neue Perspektiven eröffnen kann (nicht muss), weil es den Spiel- und Experimentiertrieb befriedigt und weil es einfach Spaß macht.

 

Ich glaube, dass solche Retro-Spielzeuge bei einigen Leuten ankommen, weil viele sich in der schier unendlichen Vielfalt der Möglichkeiten unserer Überflussgesellschaft unbewusst nach Einfachheit sehnen. Ein weiterer Grund kann sein, dass die Welt für viele eine unüberschaubare und verunsichernde geworden ist. In solchen Zeiten sehnen sich Menschen nach der vermeintlich "guten alten Zeit", die meist verklärt betrachtet wird. Mit Retro kauft man sich auch ein Stück dieses Lebensgefühls, oder erhofft dies zumindest. Natürlich ist das letztlich Kitsch in seiner ureigensten Form, genau genommen eine Verar***ung, weil derjenige, der das verkauft, diese Sehnsucht ausbeutet und sich das gesuchte Gefühl nicht durch diesem Konsum erkaufen lässt. Vor allem, weil es sich dabei ja nicht um eine echte Einfachheit handelt, zu der man ja sonst auch wirklich übergehen könnte, würden diese Sehnsüchte und Entscheidungen wirklich bewusst gemacht und getroffen. Das würde dann aber ganz andere Produkte nach sich ziehen, und vor allem auch einiges an Verzicht. Mit dem lässt sich aber kein Geld verdienen.

 

Insofern ist meine persönliche Ansicht zum Thema: Ja, solche Produkte kann und darf man ausgesprochen kritisch sehen. Aber meine Kritik gilt mehr dem Vorgang an sich, und ansonsten eher dem Produzenten als dem Konsumenten. Jedenfalls ist man kein Trottel, wenn man an so etwas Spaß hat. Man hat sich nur nicht über den gesamten Zusammenhang ausführlich Gedanken gemacht. Aber wer macht sich die ständig bei jedem Kauf?

bearbeitet von leicanik

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