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Blitznik

Grafikmonitor, braucht's das?

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Hallo, ich will mir einen Monitor für den Schreibtisch kaufen.

 

Schwerpunkt liegt auf Foto-/Videobearbeitung, Winword & Co. Spielen eher weniger bis kaum (Konsolenfreund).

 

Hab mir überlegt einen "richtigen" Grafikmonitor zu kaufen, Hardwarekalibrierbar. Nachteil ist, dass sie deutlich schlechtere Reaktionszeiten haben als einfachere (15ms gegenüber 5ms) und natürlich der Preis.

 

Wegen dem Preis kommt eigentlich nur der 24" Eizo CS2420 (https://www.amazon.de/dp/B01BMD8R2G/ref=dra_a_rv_hb_hn_xx_P1918_1000?tag=dradisplay0b-21&ascsubtag=455393481400636fe1515681e30e154c_S) in Frage. Der 27" kostet schon über 1000, andere Modelle gehen dann an 2000 und weit drüber. Das ist komplett außerhalb meines Budgets (Hobbyfotograf). Die Benq Modelle fallen bei der Bildqualität ziemlich ab (starke Farbabweichungen/Helligkeit über den Bildschirm).

 

Aber ich frag mich mittlerweile, ob ich überhaupt so ein Hardwarekalibrier Ding brauche. Zumal der AdobeRGB, den die unterstützen, kaum gefragt ist. Selbst Whitewall und andere Printstudios gehen nach eigenen Aussagen eigentlich immer von sRGB aus. Darüberhinaus hab ich hier Berichte gelesen wonach man sogar bei Verwendung der speziellen Profilen von denen noch schlechtere Ergebnisse hat als im Default. Und wenn ich für Bildschirm als Ausgabemedium arbeite (youtube, Diashow), muss ich eh in sRGB arbeiten, da die Betrachter ja auch fast alle einen sRGB Monitor haben. Was hab ich dann praktisch von dem AdobeRGB Farbraum?

 

Was meint ihr? Lohnt sich für mich die Mehrausgabe, oder soll ich mir lieber einen guten normalen kaufen? Man spart immerhin mehr als die Hälfte an Geld. Ich könnte mir auch für den Mehrpreis einen UHD Monitor holen, die sind preislich bei den Grafikmonitoren unerschwinglich. Oder ärgere ich mich hinterher und hol mir dann doch den Eizo, weil die einfachen bei Bildbearbeitung nix halbes und nix ganzes sind?

bearbeitet von Blitznik

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In Verbindung mit Spyder5 bin ich mit meiner hier getroffenen Wahl bis heute sehr zufrieden.

Vielleicht beinhaltet der Thread ja auch gute Anregungen für Dich, selbst dann, wenn der

Monitör ein/zwei Klassen unter dem sein solte, was Du Dir vorstellst.

 

Mir kam es auf ein gutes Verhältnis von Preis/Grösse/Qualität an. Die Größe ist mir wichtig,

weil ich der Augen wegen einen größeren Abstand bevorzuge, um nicht zu rasch zu ermüden.

 

Greetings

Klaus

 

 

bearbeitet von Onkel Otto

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Das mit den Monitoren ist echt so eine Krux. Neben den Farbräumen hätte man gerne eine möglichst gleichmäßige Ausleuchtung, eine Hardware-Kalibrierung (verbiegen der LUT im Monitor, nicht in der Grafikkarte), eine kurze Warmlaufzeit und den ganzen anderen Kram, den viele als Schnickschnack bezeichnen, man jedoch nach einiger Zeit nicht missen möchte.

All diese Features habe ich noch in keinem Monitor gefunden, der "nur" sRGB (was mir auch reichen würde) abdeckt. Daher habe ich mich für den großen Bruder des von dir vorgeschlagenen Monitors entschieden: Eizo CS2730 entschieden. Der hat zwar 30, statt 3min Warmlaufzeit, aber das ist verkraftbar.

Der vollausgestattete 100% sRGB Monitor scheint irgendwie eine Marktlücke zu sein.

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Hallo,

 

ich habe mir vor längerer Zeit einen Dell 27" mit 2560er Auflösung und einer Hardware-Vorkalibrierung (inkl. Zerti) gekauft. Der steht immer noch auf meinem Schreibtisch, und verrichtet prima seinen Dienst für mein Hobby. Hat nur 550 EUR gekostet - vor über 5 Jahren!

 

Ich würde Stand heute so etwas als 4k Monitor in 27" oder 30" kaufen.

 

Gruß, Heiko

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Musst Du vom Verkauf Deiner Bilder leben? Wenn ja, wirst Du um einen kalibrierbaren Monitor nicht herum kommen. Wenn nein - für einen Privatanwender lohnt sich der Mehraufwand m.E. nicht.

Natürlich kann man immer erster Klasse fahren - wenn man es sich leisten kann. Wenn nicht, mit der 2. Klasse kommt man genauso schnell ans Ziel und spart dabei 'ne Menge Geld (das man am Zielort z.B. für etwas anderes schönes verwenden kann).

 

Eistiger

 

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Den finanziellen Aufwand sollte man schon im Gesamtkonzept betrachten, wer aber mehrere tausend Euro für Fotoequipment ausgibt und Bilder intensiv nachbearbeitet sollte auch nicht am Monitor sparen. Ich habe mich vor einigen Jahren für den NEC PA241W entschieden und das noch keine Sekunde bereut.

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Ich bin mit meinem 4K, 32" BenQ PD3200U sehr zufrieden. Er ist ab Werk so gut kalibriert, dass ich bis jetzt der Versuchung widerstanden habe, ihn mit Spyder 4 nachzukalibrieren. Dagegen sieht mein 23" FHD EIZO-FS2331 richtig blass aus.

Ich hatte zunächst Bedenken, dass 32" auf dem Schreibtisch etwas zu groß sind, denke aber jetzt, er hätte ruhig noch etwas größer sein können. Man gewöhnt sich zu schnell an die Vorzüge.

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Um Bilder ins Forum zu stellen reicht ein guter Büro-Monitor völlig aus, alles andere ist bloßes Bohei

 

Bohei, oder eben auf Deutsch: Hobby! Da ist das Beste gerade gut genug.

 

Ich habe da eine Gratwanderung versucht, dann ein guter Monitor hält sich über 10 Jahre (meiner persönlichen Erfahrung nach). Und wer da zu sehr spart, ärgert sich halt 10 Jahre lang...

 

In der Zeit hat mancher schon 4 Kameras und ebenso viele Objektive und 3 Autos durch... Oh! Ich spreche ja von mir?! ;-)

bearbeitet von droehnwood

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Nominell ist mein PD3200U ja auch "nur" ein CAD/CAM-Büromonitor "for Designers" aber er beherrscht 100% sRGB und hat eine satte Grundschwärze. Für Adobe-RGB habe ich keinen Bedarf und damit gegenüber dem SW320 rund 700 Euro gespart. Was nicht unerheblich ist weil ich ja auch für 4K noch eine neue Grafikkarte benötigt habe. Für meinen Bedarf halte ich eine große Monitorfläche und hohe Auflösung für wichtiger als Adobe-RGB.

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Hallo Blitznik,

Adobe-RGB (selbst teilweise) ist eine völlig neue Erfahrung in der Darstellung. Da wird Grün zu "wirklichem" grün, und kein gelbgrün mehr, Blau und Rot profitieren noch weitaus mehr. Die Darstellung von hellen Pastelltönen geht dabei leider ein wenig verloren. Farbräume sind eine aktuele Krankheit aller Bilddarstellung - es gibt seit Jahren schon ein 32 Bit-Format, was das Thema Farbraum obsolet machen würde.

sRGB ist eine gute Alternative, keine Frage (bei 8 Bit, der heutzutage üblichen Beschränkung, wobei Mobilgeräte, Tablets und preiswerte Monitore <=6 Bit realisieren).

Wenn Du ein Budget hast, dann willst Du dafür eine "sichere" Bildwiederholrate für Spiele - und schon ist die Auswahl sehr begrenzt (unabhängig davon, ob die GraKa überhaupt mitkommt). Ich habe mir in der Vergangenheit mehrere Monitore angeschafft - in diesem Jahrtausend nur hardwarekalibrierbare mit 10 Bit-LUT (alle anderen fielen qualitativ heraus, ich hab' das feature nicht gebraucht, das Resultat war halt innerhalb dieser Gruppe).

Wenn ich eine Idee abliefern darf, die gerade noch spielekonform ist - dann z. B. einen Eizo EV 2455 oder einem "2K" LG (ich habe den LG 27EA83, der nicht mehr erhältlich und bedingt spieletauglich ist - für Fotos ist er zu ungleichmäßig ausgeleuchtet, hat allerdings eine tolle Farbwiedergabe, die nicht an AdobeRGB heranreicht). Beide sind weit entfernt vom consumer-4K, haben beide keine perfekte Ausleuchtung, und sind nicht superhell. Im Vergleich zu V7, BenQ oder solchen Fabrikaten heben sie sich - selbst in den hell erleuchteten Elektronikmärkten - mehr als positiv ab.

Das wäre meine Empfehlung - laß Dich von prad.de, von Freunden (bei besserer Testumgebung als im Technikmarkt) o. ä. leiten - wichtig sind Weißpunkt (da mußt Du Abstriche machen), Schwarzbild (liefert erste Hinweise auf gleichmäßige Ausleuchtung, klappt nur in dunkler Umgebung), und dann Farbabstufung im Testbild. Weil die meisten Monitore die ersten beiden Hürden schlecht meistern, ist eine Farbkalibrierung bei diesen oft überbewertet. Den Daten hinsichtlich Darstellungsfrequenz wirst Du vertrauen müssen, und ich sehe keinen Grund zum Mißtrauen.

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