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Phillip Reeve

Eure liebsten Fotobücher

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Meine heutige Vorstellung gilt einem Buch einer Fotografin, die aus meiner Heimatstadt, Graz, gebürtig ist:

Inge Morath. Das Leben als Photographin. (Kunsthalle Wien/Kehayoff München,  1999)

Das Buch bietet einen ganz guten Querschnitt über das fotografische Schaffen von Inge Morath, beginnend mit 1954 (sie absolvierte erst 1952 eine Ausbildung als Fotografin und wurde 1953 Mitglied von Magnum) bis in die späten 90er Jahre.

Der Schwerpunkt liegt eindeutig bei Arbeiten aus den 50er und 60er Jahren, für die sie auch bekannt ist: Reisebilder und Porträts aus Spanien und dem Iran;  die Reportage über den berühmten Matador Antonío Ordonez; Bilder aus New York und vom Dreh von „The Misfits“ mit Marilyn Monroe und Clark Gable; die Saul Steinberg Masken.

Besonders an diesem Band finde dich den hohen Textanteil. Neben dem Abdruck eines Vortrages von I.M. (Über mich selbst) gibt es noch einen, der sich mit Moraths Nähe zur Sprache (sie arbeitete vorher als Übersetzerin und Redakteurin) und dessen Einfluss auf Ihre Fotografie beschäftigt.  Ein weiterer geht auf die einzelnen Bildserien ein und ein weiterer auf die poetische Kraft ihrer Bilder. Ein letzter schließlich widmet sich dem Thema des Stierkampfes, das sie in der Reportage mit/über Antonio Ordonez behandelt.

Ein Band also, der sowohl einen Überblick über das Schaffen von Inge Morath vorlegt, gleichzeitig aber auch tiefere  Einblicke und Interpretationen zu ihrem Werk anbietet.

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In diesem Beitrag möchte ich ein Buch von Joel Meyerowitz, einem der bedeutensten Vertreter der "New Color Photography" der 60er und 70er Jahre, vorstellen.

Ich habe die Taschenbuchausgabe (ca. 23 x 22 cm) von Retrospective, die 2014 anlässlich der gleichnamigen Ausstellung im NRW-Düsseldorf im Verlag der Buchhandlung Walther König erschienen ist (ich habe die Ausstellung später in Wien gesehen).

Nomen es omen gilt in diesem Fall: Neben seinen frühen Aufnahmen der 1960er Jahre in New York und Europa, bildet der Katalog Ausschnitte nahezu alle Serien der letzten 50 Jahre wie Cape Light, Bay/Sky, Aftermath oder From a moving car ab, bis hin zu seinen neuesten Stilleben. Das früheste Bild stammt von 1962, die jüngsten von 2013.

Begleitet werden die Fotos von einigen kurzen Texten und v.a. Interviews mit J.M., jeweils in englischer und deutscher Sprache. Ein m.E. sehr guter Einstieg bzw. Überblick über das Werk von J.M.

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Als ich in den Siebzigern anfing, das Fotografieren ernst zu nehmen, bin ich auf die beiden linken Werke von Harald Mante gestoßen. Habe diese über die Jahre mehrfach durchgearbeitet.
Vor ein paar Jahren hatte ich das Glück, an einem Seminar bei Harald Mante in der Nachbarstadt teilnehmen zu können. Seitdem belege ich sein Fortgeschrittenen-Seminar in Dortmund.
Inzwischen ist mit "Das Foto" eine Zusammenfassung der beiden Grundwerke entstanden, die auch als eBook erhältlich ist. Hier sind die Grundlagen für gute Bilder in Theorie und Beispiel aufbereitet, sodaß auch das Selbststudium einfach Spaß macht.

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vor 23 Stunden schrieb Dr.Mike:

Inzwischen ist mit "Das Foto" eine Zusammenfassung der beiden Grundwerke entstanden

Das habe ich auch hier, allerdings in der zweiten Auflage von 2013. Es wäre öfter wert, einen Blick rein zu werfen, als ich es tue....

Das einzige was mich nervt ist, dass die Hinweise auf die Bildbeispiele und die Bilder selber oft auf verschiedenen Seiten zu finden sind, was viel Blätterei nötig macht.

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vor 13 Stunden schrieb bilderfinder:

Das einzige was mich nervt ist, dass die Hinweise auf die Bildbeispiele und die Bilder selber oft auf verschiedenen Seiten zu finden sind, was viel Blätterei nötig macht.

Das ist beim Autor auch schon angekommen und in der jüngsten Ausgabe berücksichtigt. Dadurch stehen viele Beispiele dann ohne Kommentar da, den sie aber auch kaum brauchen, wenn man den vorherigen Text gelesen hat.

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Von Inge Morath habe ich noch ein weiteres Buch anzubieten:

Inge Morath. The Road to Reno. (Steidl, 2006)

1960 unternahm Inge Morath zusammen mit HenriCartier-Bresson einen 18-tägigen Roadtrip von New York nach Reno. Sie waren von Magnum beauftragt, am Filmset von „The Misfits“ zu fotografieren. Unterwegs fotografierte sie nicht nur (manchmal auch in Farbe), sondern jeden Abend setzte sie sich im Hotel an die Schreibmaschine und notierte ihre Eindrücke. Diese Texte sind ein wichtiger Bestandteil des Buches und meines Erachtens gleich wichtig wie die Bilder.

Nach den Fotos von der Reise folgen ihre bekannten von den Dreharbeiten in Reno (von Marilyn Monroe, Clark Gable, Montgomery Clift…), wo sie auch ihren späteren Ehemann Arthur Miller kennenlernte.

Am Ende des Buches sind schließlich Moraths unterwegs getippte Notizen als Faksimile abgedruckt.

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Am 9.8.2019 um 11:02 schrieb pero:

Dieses Forum treibt mich noch in den Ruin.

Wenn der Erwerb eine Fotoklassikers zur Erkenntnis führt, dass es für bessere Bilder nicht die allerneueste Kamera braucht, dann spart dieser Thread des Forums viel Geld im Vergleich zu den meisten anderen Rubriken.

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The Suffering of Light. Thirty Years of Photographs. (Thames & Hudson, 2011)

Ein großes (ca. 33x31 cm) und ein großartiges Buch des Magnum-Fotografen - vorausgesetzt, dass man seinen Stil der Street/Dokumentar-Fotografie mag: kräftige Farben, Schatten und harte Kontraste und oft viele Informationen im Bild. Dazu ein tolles Layering in der Tiefe.

Der Druck ist hochwertig und das Buch zeigt eine Auswahl seiner Bilder von 1979 - 2009. Entstanden sind die Fotos großteils in südlichen Ländern (Indien, Mexiko, Haiti, Puerto Rico, Kuba, Türkei,...), was sich auch im Licht und in der Farbigkeit ausdrückt. (Bildbeispiele)

Nicht ganz billig (es muss ja kein signiertes Exemplar sein!), aber Weihnachten kommt ja bald...😊

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Nick Veasey: X-RAY. Die Schönheit des Verborgenen. (Collection Rolf Heyne, 2010)

Veaseys Fotografie hat mit herkömmlicher wenig zu tun. Was er betreibt ist Röntgenfotografie (Beispiele), d.h. er fertigt Röntgenbilder an, die er anschließend scannt bzw. teilweise am Computer zusammenbaut. Das ergibt hübsche, manchmal auch interessante oder verblüffende Bilder von Dingen, die man zwar kennt, aber nicht so. Die Absicht Veaseys ist, hinter die Dinge zu schauen, sie zu durchschauen. Das ergibt durchaus charmante Ergebnisse. Ich kann mich aber des Eindrucks nicht erwehren, dass dieser Ein- oder Durchblick oberflächlich bleibt, denn er ist ganz der Form verhaftet.

Ein gelungenes Bild, das neben den abgebildeten Objekten (Form) auch noch Inhalt (Beziehungen) zu bieten hat, ist durchaus in der Lage, tiefer zu leuchten als ein Röntgenapparat.

(Als ich vor 8 Jahren die Ausstellung hier in Graz gesehen habe, hat sie mich aber so beeindruckt, dass ich den Band gekauft habe.)

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New Deal Photography. USA 1935-1943.

Zwischen 1935 und 1943 bereisten Fotografen im Auftrag der Farm Security Administration die gesamten Vereinigten Staaten von Amerika, um die Armut im Lande zu dokumentieren und „den Amerikanern Amerika vorzustellen“. Dieses Buch präsentiert ihre Arbeit. Mit knapp 400 Bildern von Fotografen wie Dorothea Lange (u.a. Migrant Mother), Marion Post Wolcott, Walker Evans, Russell Lee und Arthur Rothstein zeichnet diese Sammlung das Bild einer krisengeplagten Nation.

Das Buch ist bei TASCHEN in einer preisgünstigen, allerdings kleinformatigen, Ausgabe erschienen und ist m.E. das Geld auf jeden Fall wert, da es für den Interessierten zu den Bildern zusätzlich viel Information in Textform liefert.

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