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DXO - Farben der Fotoansicht


floauso
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Hallo zusammen,

 

ich habe mit folgenden Problem bei DXO (sowohl in Version 10 als auch in 11) zu kämpfen:

 

Die Farben werden in DXO wärmer dargestellt, als sie dann nach der Entwicklung in anderen Bildbrowsern dargestellt wird.

 

Hier ein Beispiel, in dem ich ein entwickeltes JPG in DXO und in IrfanView geöffnet habe und einen Screenshot gemacht habe (link IrfanView, rechts DXO 11).

 

29094675065_82ccaa069c_b.jpg

 

Ich habe mehrere Bildbrowser auf meinem PC. Das Ergebnis ist in allen das selbe. Auch habe ich das Beispiel in flickr hochgeladen und u.a. hier im Forum verlinkt. Es sieht anders aus als meine RAW-Datei in DXO oder auch das in DXO geöffnete JPG.

 

Das macht es für mich sehr problematisch, da die Bilder beim Entwickeln anders aussehen als danach bei der Ansicht in anderen Tools.

 

Habt ihr das Problem bei euch auch schon festgestellt? Oder mache ich etwas falsch?

Edited by floauso
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Klingt wirklich nach Problemen im Farbmanagement. Wahrscheinlich fotografierst du mit Adobe RGB - kann das sein?

Falls ja, dann solltest du auch deine übrigen Geräte auf Adobe RGB abstimmen. DXO übernimmt wahrscheinlich das Farbprofil korrekt aus dem Bild,

daher hast du da noch keine Probleme. Windows, irfan usw. nutzen wahrscheinlich standardmäßig sRGB und wandeln das Profil für die Anzeige um.

 

Mit sRGB hättest du die Probleme wahrscheinlich nicht, allerdings würdest dann auch im kleineren Farbraum arbeiten was für das Bild nicht förderlich wäre.

Das Problem wirst du los sobald du im gesamten Workflow ein einheitliches Profil verwendest.

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Ich plädiere ja grundsätzlich für Adobe RGB, aber das führt wahrscheinlich zu einer Grundsatzdiskusion...

Es ist mir ein Rätsel warum manche Leute im kleineren sRGB Farbraum fotografieren - weil sRGB Standard ist? Standard = Gut? :rolleyes:

 

Im Vorfeld auf Farben zu verzichten, das ist doch fast schon wie in JPG zu fotografieren :P

 

 

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Wenn ich in sRGB ausgeben will, dann fotografiere ich dennoch im größeren Farbraum Adobe RGB, bearbeite das Bild auch in Adobe RGB und gebe mir hinterher ein sRGB-JPG heraus um es Online zu verbreiten... auf keinen Fall reduziere ich das Bild vor der Bildbearbeitung :)

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Wenn ich in sRGB ausgeben will, dann fotografiere ich dennoch im größeren Farbraum Adobe RGB, bearbeite das Bild auch in Adobe RGB und gebe mir hinterher ein sRGB-JPG heraus um es Online zu verbreiten... auf keinen Fall reduziere ich das Bild vor der Bildbearbeitung :)

 

Im RAW ist es nur ein Eintrag, die Bilddaten sind doch immer gleich, du kannst also bei der Entwicklung noch hin und her.

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Ich plädiere ja grundsätzlich für Adobe RGB, aber das führt wahrscheinlich zu einer Grundsatzdiskusion...

Es ist mir ein Rätsel warum manche Leute im kleineren sRGB Farbraum fotografieren - weil sRGB Standard ist? Standard = Gut? :rolleyes:

 

Im Vorfeld auf Farben zu verzichten, das ist doch fast schon wie in JPG zu fotografieren :P

 

 

Da ist ein Denkfehler drin ... Du verzichtest ja nicht im Vorfeld, im RAW ist ja alles drin und man kann aus jedem bearbeiteten RAW ein JPG oder TIF im Adobe RGB Farbaum erstellen.

 

 

Aber in den meisten Fällen ist Kompatibilität einfach wichtiger, als ein JPG, das nur auf dem eigenen Bildschirm ein klein wenig mehr Farbschattierungen wiedergeben kann.

Deshalb fotografiere ich in RAW und konvertiere zu sRGB JPGs ... aber da ich die RAWs ja nicht wegwerfe, kann ich jederzeit etwas anderes draus machen, wenn ich soll. (wobei ich schon lange keine Anwendung mehr habe, die Adobe RGB erfordern würde, wenn man viel für den Druck macht, kann es schon sein, dass das wichtiger ist )

Edited by nightstalker
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RAW kennt keine Farbräume... da habt ihr recht. Soweit habe ich nicht mehr gedacht...

Aber macht ihr dann wirklich mit sRGB weiter?

 

 

für Forum und Papier schon .... gibt nur Probleme, wenn man einem normalen Ausbelichter mit aRGB kommt. .. und wie gesagt, es ist nur ein Häkchen, wenn ich aus meinem fertigen RAW ein aRGB Bild machen will.

 

Hierzu noch ein Link:

 

http://fotovideotec.de/adobe_rgb/grenzfarben_in_normalen_fotos.html

 

 

und noch einer ;)

 

http://fotovideotec.de/adobe_rgb/praxis_und_legenden.html

Edited by nightstalker
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Ich habe vor zwei Jahren tatsächlich eine Versuchsreihe getätigt. Ich habe damals allerdings 8-Bit sRGB und 16-Bit eciRGB verglichen.

Nach der Bearbeitung aus 16-Bit eciRGB und Umwandlung in 8-Bit sRGB waren die Bilder am kalibrierten EIZO deutlich besser als

die Bilder die ich direkt in 8-Bit sRGB mit gleichen Werten bearbeitet habe. Die Bilder wirkten satter und die Verläufe waren insgesamt schöner.

Der Unterschied war auch noch in den gedruckten CMYK-Proofs deutlich sichtbar. Die Proofs wurden auf 6-Farb-Digitaldruck gedruckt.

Ob es nun mit 4-Farb-Offset noch sichtbar wäre weiß ich nicht. Wahrscheinlich haben die Bit-Unterschiede noch ihr übriges getan -

auf jeden Fall haben mich die Ergebnisse der Versuchsreihe etwas geprägt...

 

Zurück zum Thema: Wie können wir Flo nun weiterhelfen?

 

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Ich denke, da waren die deutlich mehr Zwischenwerte (wichtig für Verläufe) wichtiger als der Farbraum,

 

Eci RGB ist auch noch wesentlich grösser als Adobe RGB.

 

 

Wenn man sich mal überlegt, dass beim 8 Bit Bild für jede Farbe gerade mal 256 Helligketisabstufungen zur Verfügung stehen, bei 16 Bit aber 65536 Tonwerte genutzt werden können.

 

Das Eingangsbild wird normalerweise 12 Bit haben, bei Highendkameras oft auch 14 Bit .... das sind 4096 bzw 16334 Tonwertstufen ... aber bei Tonwertänderungen bilden sich ja auch Zwischenwerte, die bei der 16 Bit Bearbeitung gespeichert werden können, bei geringeren Bitraten aber gerundet werden müssen (stärker gerundet als bei 16 Bit)

 

Deshalb ist es sehr wichtig gorbe Änderungen immer in 16 Bit durchzuführen .. ein leichtes Tuning kann man dann durchaus noch in 8 Bit machen, aber zB Schatten aufhellen oder feine Verläufe verändern, das ist eigentlich ein nogo, wenn die Ergebnisse hochwertig ausfallen sollen.

 

Gerade bei Tonwertkorrekturen werden wenige Abstufungen auf relativ grosse Änderungen auseinandergezogen (da kommen gerne Tonwertabrisse und unsaubere Verläufe allgemein heraus) 

 

--

 

für floauso ist meiner Meinung nach die Idee, erstmal den ganzen Workflow zu testen, angefangen damit, dass er in der Kamera (falls nicht eh eingestellt) sRGB einstellt, wenn das nicht hilft, oder schon passiert ist, DXO mal mit sRGB statt dem Monitorprofil laufen lässt, und wenn das nichts bringt, versucht, ob irgendwo noch ein Profil unkontrolliert angewendet wird (siehe Pizzasteins Erfahrungen mit Windows)

Edited by nightstalker
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Also eciRGB und Adobe RGB unterscheiden sich nicht sooo sehr... Tatsächlich ist eciRGB in Rottönen kleiner als Adobe RGB... Siehe unten.

Das mit den Bittiefen ist plausibel. Dennoch waren bei den weniger bearbeiteten Bildern auch wesentliche Unterschiede sichtbar.

Gerade in Sachen Hauttönen, Blau- und Grüntönen, Metallanmutung (Messing usw.)... Müsste den Test gegebenenfalls nochmal

ohne die Bittiefenunterschiede wiederholen. Allerdings steht mir kein Eizo mehr zur Verfügung seit ich aus dem Verlag raus bin und privat

würde ich auch nicht die Kohle in die Hand nehmen für die ich damals proofen lassen habe... Für das Geld könnte ich mir ein neues Objektiv holen :rolleyes:

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 Allerdings steht mir kein Eizo mehr zur Verfügung seit ich aus dem Verlag raus bin und privat

würde ich auch nicht die Kohle in die Hand nehmen für die ich damals proofen lassen habe... Für das Geld könnte ich mir ein neues Objektiv holen :rolleyes:

 

 

Das ist leider auch mein Problem und so bleibt Adobe RGB und Eci RGB für mich graue Theorie ... ohne Monitor, an dem ich das tatsächlich sehen kann und mich darauf verlassen, ist sRGB für mich der sichere Weg.

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Vielen Dank für eure Hilfe.

 

Ich habe noch einmal in Ruhe geguckt. Tatsächlich glaube ich, dass ich es jetzt gelöst habe. Der Tip aus Nightstalker erstem Kommentar hat tatsächlich doch geholfen. Keine Ahnung, warum ich das gestern nicht richtig gesehen habe. Es lag also tatsächlich daran, dass ich nicht durchgängig das gleiche Farbmanagement eingestellt hatte. Nun ist Windows, die Kamera und auch DXO auf sRGB eingestellt.

 

Mein Workflow sieht so aus, dass ich zwar viele Bilder aus RAW entwickel jedoch bei einigen auch die JPGs OOC verwende. Natürlich behalte ich auch von JPGs OOC die RAWs. Ich entnehme der Diskussion jetzt, dass ich eigentlich am besten alles auf aRGB (Kamera, Windows, DXO...) umstellen müsste, richtig? Würden sich daraus auch Nachteile ergeben?

 

 

Die Diskussion hier darüber finde ich spannend. Ich habe mich damit noch nie wirklich auseinander gesetzt.

 

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Das Eingangsbild wird normalerweise 12 Bit haben, bei Highendkameras oft auch 14 Bit .... das sind 4096 bzw 16334 Tonwertstufen ... aber bei Tonwertänderungen bilden sich ja auch Zwischenwerte, die bei der 16 Bit Bearbeitung gespeichert werden können, bei geringeren Bitraten aber gerundet werden müssen (stärker gerundet als bei 16 Bit)

 

In der harten physikalischen Wirklichkeit sind durch das Rauschen auch nicht viel mehr als 256 Stufen, egal wie viele Bits ein Bild hat.

Edited by Berlin
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In der harten physikalischen Wirklichkeit sind durch das Rauschen auch nicht viel mehr als 256 Stufen, egal wie viele Bits ein Bild hat.

 

hmmm, also ich sehe deutliche Unterschiede in Verläufen, das Rauschen begrenzt doch eher die Zeichnung in den Tiefen, oder habe ich da einen Denkfehler?

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Vielen Dank für eure Hilfe.

 

Ich habe noch einmal in Ruhe geguckt. Tatsächlich glaube ich, dass ich es jetzt gelöst habe. Der Tip aus Nightstalker erstem Kommentar hat tatsächlich doch geholfen. Keine Ahnung, warum ich das gestern nicht richtig gesehen habe. Es lag also tatsächlich daran, dass ich nicht durchgängig das gleiche Farbmanagement eingestellt hatte. Nun ist Windows, die Kamera und auch DXO auf sRGB eingestellt.

 

Mein Workflow sieht so aus, dass ich zwar viele Bilder aus RAW entwickel jedoch bei einigen auch die JPGs OOC verwende. Natürlich behalte ich auch von JPGs OOC die RAWs. Ich entnehme der Diskussion jetzt, dass ich eigentlich am besten alles auf aRGB (Kamera, Windows, DXO...) umstellen müsste, richtig? Würden sich daraus auch Nachteile ergeben?

 

 

Die Diskussion hier darüber finde ich spannend. Ich habe mich damit noch nie wirklich auseinander gesetzt.

 

 

Klar ist Farbmanagement spannend :) Wichtig ist nur es konsequent zu betreiben und sich bewusst zu sein was man da fabriziert und warum... ob du das nun in sRGB oder Adobe RGB betreibst ist ganz allein dir überlassen. Wir am Monitor bekommen davon allerhöhstens das mit, was unsere Monitore auch wiedergeben und viele Monitore decken gerade so sRGB voll ab.

 

Solange du in RAW fotografierst und die RAWs aufbewarst machst du schon mal nichts falsch. Aus den RAWs kannst du jederzeit in andere Profile ausgeben... Ich habe fälschlicher Weise gedacht, dass die Kameraprofile Einfluss auf das RAW haben, weil in Camera RAW das Profil angezeigt wird wenn man das Bild bearbeitet (siehe unten). Tatsache ist jedoch, dass man in alle belibigen Profile exportieren kann. Wenn du deine Bilder nur online stellen willst reicht sRGB allerdings absolut aus. Sobald es in Richtung Print geht sind größere Farbräume und Bittiefen eine Überlegung wert. Wenn du entsprechende Projekte planst solltest du dich mit der Thematik weiter auseinandersetzen um deine Ergebnisse zu optimieren. Dazu kann ich  die Publikationen von cleverprinting empfehlen. Cleverprinting bietet die Bücher auch gratis zum download an: https://www.cleverprinting.de/downloads/

Wobei ich sagen muss, dass ich den Kauf der Bücher nie bereut habe. In den gedruckten Fassungen wird sehr schön veranschaulicht welche Faktoren einen Einfluss auf das Druckbild haben und welche eher vernachlässigbar sind. Das Farbmanagement wird auch über die komplette Workflow-Kette erläutert.

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