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Altglas statt MFT-Objektiven sinnvoll, insbesondere von Preis?


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Hallo,

 

ich fotografiere (noch) mit dem 14-42 Kit-Objektiv an meiner Lumix.

Ich möchte aber gerne weitere Objektive dazu, zunächst ein Portrait (vielleicht 25er) und ein Tele-Zoom.

 

Da mein Budget nicht so groß ist, suche ich nach günstigen Alternativen. Mit würden da einfallen: gebrauchte Objektive oder Altglas.

 

Bei den Gebrauchten frage ich mich, wo man die am Besten kaufen sollte (Handel, ebay-Kleinanzeigen).

 

Dann gibt es noch die Möglichkeit Adapter mit Altglas.

 

Ich habe dazu auch schon gelesen:

https://www.systemkamera-forum.de/topic/60203-objektiv%C3%BCbersicht-f%C3%BCr-four-thirds-und-micro-four-thirds/

 

Aber dort sind dermaßen viele Objektive und Systeme verzeichnet, dass ich nicht mal annähernd eine Richtung bekomme. Deswegen konkret meine Frage:

-welche alte (und gute) Objektive kann man zu Zeit günstig kaufen?

-und wo ist der Adapter auch noch günstig?

-ideal wäre es auch noch, wenn der AF funktionieren würde.

 

Wer kann mir helfen eine Auswahl zu treffen?

 

 

Vielen Dank!

 

Christian

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Lieber Christian,

 

Adaptieren lohnt in den allermeisten Fällen nicht. Die Objektive sind unnötig groß und du verlierst vor Allem den Autofokus.

 

Eine gute Übersicht über MFT-Objektive gibt es hier:

http://www.hennigarts.com/micro-four-thirds-objektive.html

 

Darunter sind auch preiswerte. Beispielsweise das Panasonic 1.7/25-er oder das Sigma 2.8/60-er. Die Olympus 25-er und 45-er oder das Panasonic 20-er sind etwas, aber nicht viel teurer. Telezooms gibt es auch billige, wobei es jetzt darauf ankommt, welche Lumix hast du denn? Die GX7ff haben einen Gehäusestabi, da kannst du das wirklich preiswerte Olympus 40-150-er nehmen. An die anderen Panasonic-Kameras passt das natürlich auch, aber dann hättest du weder im Gehäuse noch im Objektiv einen Stabilisator, was bei Telezooms schon etwas einschränkt, daher ist dann ein Panasonic-Telezoom besser.

 

Ich habe gebrauchte Objektive in diesem und im DSLR-Forum und auch bei Ebay gekauft und hatte immer Glück.

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Lieber Christian,

 

Adaptieren lohnt in den allermeisten Fällen nicht. Die Objektive sind unnötig groß und du verlierst vor Allem den Autofokus.

 

Eine gute Übersicht über MFT-Objektive gibt es hier:

http://www.hennigarts.com/micro-four-thirds-objektive.html

 

Darunter sind auch preiswerte. Beispielsweise das Panasonic 1.7/25-er oder das Sigma 2.8/60-er. Die Olympus 25-er und 45-er oder das Panasonic 20-er sind etwas, aber nicht viel teurer. Telezooms gibt es auch billige, wobei es jetzt darauf ankommt, welche Lumix hast du denn? Die GX7ff haben einen Gehäusestabi, da kannst du das wirklich preiswerte Olympus 40-150-er nehmen. An die anderen Panasonic-Kameras passt das natürlich auch, aber dann hättest du weder im Gehäuse noch im Objektiv einen Stabilisator, was bei Telezooms schon etwas einschränkt, daher ist dann ein Panasonic-Telezoom besser.

 

Ich habe gebrauchte Objektive in diesem und im DSLR-Forum und auch bei Ebay gekauft und hatte immer Glück.

 

Da hast Du eine sehr gute Antwort zusammengestellt! Ich kann alles unterstreichen.

 

Vielleicht sollte man noch ergänzen, dass sich adaptieren lohnen kann, nämlich wenn der Fotograf mit dem manuellen Scharfstellen gut klarkommt oder dieses sogar bevorzugt.

Auch die manuelle Blendenvorwahl direkt am Objektiv im Zusammenspiel mit elektronischen Suchern ist ein Genuß. Wenn man das erkennt, ist man begeistert.

Das wird -wie Du richtigerweise schreibst- in den allermeisten Fällen nicht der Fall sein, zumindest wenn man 1974 gebohren worden ist und die Analog/MF-Ära nicht aktiv miterlebt hat.

 

Unnötig groß sind die Objektive an MFT aber nicht unbedingt durch den Cropfaktor von 2x. Ein Minolta 2,8/200 beispielsweise empfinde ich als 400-er Tele an MFT als sehr kompakt.

 

Unnötig groß sind aktuelle Objektive für die Sony A7 von Sony/Zeiss... aber das ist ein gaaanz anderes Thema ;)

 

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adaptieren lohnt sich meiner Meinung nach dann, wenn schon eine Sammlung von Altglas besteht. Ein Adapter kostet nicht die Welt, oder wenn für ein Spezialobjektiv nicht allzu viel Geld ausgegeben werden soll. Z.B. Portraitaufnahmen mit einem lichtstarken Objektiv an MFT (1,4/50mm).

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adaptieren lohnt sich meiner Meinung nach dann, wenn schon eine Sammlung von Altglas besteht. Ein Adapter kostet nicht die Welt, oder wenn für ein Spezialobjektiv nicht allzu viel Geld ausgegeben werden soll. Z.B. Portraitaufnahmen mit einem lichtstarken Objektiv an MFT (1,4/50mm).

Das möchte ich unterstreichen.

 

Für die normale Photographie im Urlaub oder in der Familie wird man mit Altglas nicht glücklich: Zu langsam, zu umständlich, zumindest im Vergleich zu dem, was man heute gewöhnt ist.

 

Aber für Spezialaufgaben  - dazu können etwa Porträts oder Makros  gehören, denen eine gewisse Umständlichkeit bei der Arbeit gut tut - können Altgläser wie z.B. das Canon FD 50mm/1.4 oder das FD 85mm/1.8 eine vom Preis/Leistungsverhältnis her gesehene unschlagbare Alternative bieten. Allerdings funktionieren nicht alle Altgläser an allen MFT-Sensoren gleich gut - da muß man gut auswählen. An der A7 (zumindest ab Mk II) sind sie weniger kritisch.

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Hallo und vielen Dank für eure Tipps.

 

Ich habe eine G5, also ohne Stabilisator im Gehäuse.

 

Ich denke, ein Tele würde ich nicht adaptieren, weil mir da der AF wichtig ist. Könnt ihr mir da noch mal sagen, ob ein Objektiv ohne Stabilisator gar nicht geht oder zur Not doch (Sonne, Fußball?).

 

Ich glaube, bei der Festbrennweite suche ich mal unter den Gebrauchten, das Panasonic 1.7/25-er ist preislich auch super.

 

Und den Adapter behalte ich mir für Makros, evtl. auch für Portraits im Hinterkopf. Dort manuell zu arbeiten würde mich schon reizen. 20-30 € für den Adapter ist ja völlig in Ordnung. Und die Größe ist auch nicht übertrieben ;-)

 

Viele Grüße

Christian

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Das wird -wie Du richtigerweise schreibst- in den allermeisten Fällen nicht der Fall sein, zumindest wenn man 1974 gebohren worden ist und die Analog/MF-Ära nicht aktiv miterlebt hat.

bin noch spaeter geboren und hatte noch nie ne SLR besessen und trotzdem liebe ich es mit der A7 und Altglas zu knipsen. ;-) Bei Altglas an Crop-Sensoren kam allerdings keine rechte Begeisterung auf ...

 

maui

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bin noch spaeter geboren und hatte noch nie ne SLR besessen und trotzdem liebe ich es mit der A7 und Altglas zu knipsen. ;-) Bei Altglas an Crop-Sensoren kam allerdings keine rechte Begeisterung auf ...

 

Liebe zu Objektiven mit erschwerter Bedienung ist eine emotionale Aussage, die einem Fotoneuling nicht weiterhilft.

 

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Liebe zu Objektiven mit erschwerter Bedienung ist eine emotionale Aussage, die einem Fotoneuling nicht weiterhilft.

ich hab nicht angefangen! :-P

 

aber btt:

die brennweite/lichtstaerke, die an µ4/3 am meisten Sinn macht, als Portraitobjektiv ist 50 mm f/1.x.

Manuelles Fokusieren braucht halt Zeit und ist nicht jedermanns Sache. Beim geringen Preis der mMn besser geeignten Objektive wie Oly 45 f/1.8 und Sigma 60 f/2.8 wuerde ich nicht auf Altglas setzen.

 

besser? ;-)

maui

 

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Nur zu meinem Verständnis: Wenn ich ein altes 1,7/50er adaptiere habe ich bei mft eine 100er-FBweite mit einer Anfangsblende von 1.7?? Interessant ...

Das ganze ist etwas verzwickt. Natürlich bleibt ein 50er Objektiv immer ein 50er, ABER: Beim Einsatz auf einer MFT-Kamera entspricht der Bildwinkel eines 50er-Normalobjektivs exakt dem eines 100er Objektivs auf einere Kleinbildkamera. Aus dem 50er wird also für einen ganz wesentlichen Bildaspekt ein 100er Tele.

 

Die Lichtstärke bleibt gleich - davon kann man oft profitieren.

 

Aber die Tiefenschärfe und damit das vielbeschrieene Freistellungsvermögen nimmt ebenso zu wie die (scheinbare) Brennweite.. D.h. während ein 1.4er Objektiv am Kleinbildformat (für das es ursprünglich gedacht war) eine flache Schärfentiefe (=viel Freistellung) bringt, hat es am MFT-Format mit der halben Bilddiagonale von Kleinbild mehr Tiefenschärfe - und zwar soviel, wie einem Objektiv mit Lichtstärke 2.8 entsprechen würde. 

 

Am besten besorgst Du Dir ein vernünftiges 50mm-KB-Objektiv (die von Canon oder Minolta haben einen guten Ruf und sind bezahlbar) und einen Adapter und sammelst damit Erfahrungen.

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Da es sich dabei um eine Eigenschaft des Sonsors zur Linse handelt: Kann ich das auch auf mft-Linsen übertragen ?? Bislang dachte ich immer, dass zwar 14mm an mft exakt 28mm an KB entsprechen, die Blende aber gleich bleibt. Ist es das, was andere so häufig mit "schlechterer Freistellung" beschreiben ??

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Da es sich dabei um eine Eigenschaft des Sonsors zur Linse handelt: Kann ich das auch auf mft-Linsen übertragen ?? Bislang dachte ich immer, dass zwar 14mm an mft exakt 28mm an KB entsprechen, die Blende aber gleich bleibt. Ist es das, was andere so häufig mit "schlechterer Freistellung" beschreiben ??

 

Ja, oder man nennt es bessere Tiefenschärfe ;)

 

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Meine Meinung dazu ist - hochklassiges Glas gibt es genügend, Altglas (ohne AF) hat den unschätzbaren Vorteil, daß es heute an fast jede Kamera zu adaptieren ist.

Bei uns wandern die Objektive an alle vorhandenen Kameras, siehe unten, aktueller Stand an Adapter - 27 Stück.

Der Nachteil ist, daß mittlerweile fast jeder gemerkt hat, was für Möglichkeiten sich dadurch ergeben, entsprechend haben die Preise, vor allem in den letzten zwei Jahren, angezogen.

Man sollte also in jedem Fall etwas Geld in die Hand nehmen können - anstatt in drittklassige Altgläser würde ich eher in etwas lichtschwächere, aktuelle Modelle investieren ... 

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... ähm, ich verstehe noch nicht, wieso sich die Blende - bspw. von 1.4 auf 2.8 - ändert ??

 

Nein, sie ändert sich natürlich nicht, und auch nicht die Freistellung. Ein adaptiertes 1.8/50-er hat bei Offenblende dieselbe Freistellung und dieselbe Blende wie ein MFT 1.8/50-er (das es nicht gibt, aber es gibt bspw. 45-er).

 

Nur ist dieses 50-er an der MFT-Kamera natürlich kein Normalobjektiv mehr, sondern ein leichtes Tele. (Das mit der Verdoppelung der Blende geht so: Nimmt man statt dem 1.8/50-er Normalobjektiv von der analogen SLR ein 1.8/25-er an der MFT-Kamera, ist die Tiefenschärfe so wie 3.6 an der KB-SLR.)

 

Als es in der Anfangszeit von MFT noch nicht viele Wechselobjektive, also auch das Olympus 45-er nicht, gab, war das Adaptieren durchaus sinnvoll. Aus dieser Zeit stammt dieser Artikel von Peter Lück:

http://www.peterlueck.com/fotografie/olympus-zuiko-om-501-4-und-ed-502-0-macro/

 

Heute gibt es das 1.7/42,5-er von Panasonic, das 1.8/45-er von Olympus und das 2.8/60-er von Sigma, die wenig kosten, Autofokus haben und sich gut für Portraitfotografie eignen. Nichts gegen Adaptieren alter Objektive, wenn man das gerne will (!); aber nicht aus Geldmangel- dann lieber vier bis acht Wochen länger sparen.

 

Auch wenn der oder die Portraitierte geduldig ist- der Tiefenschärfebereich bei 1.8 ist einfach sehr dünn, da hat man mehr Ausschuss als mit der Gesichtserkennung von MFT-Kameras.

 

Im Nachbarforum gibt es gerade ein 45-er für 179 und eines für 175 €- lächerlich wenig für so ein gutes Objektiv. Es hat leider keinen Stabi, aber bei Portrait braucht man auch keinen.

 

Edit: In diesem Forum sogar eines für 150 €.

 

 

bin noch spaeter geboren und hatte noch nie ne SLR besessen und trotzdem liebe ich es mit der A7 und Altglas zu knipsen. ;-) Bei Altglas an Crop-Sensoren kam allerdings keine rechte Begeisterung auf ...

 

maui

 

 

Ich bin 1965 geboren und habe jahrzehntelang manuell scharfgestellt. Aber mit der Olympus Pen noch nie, warum denn? ;)

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