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Objektive: Ist eine Festbrennweite ein "halbes" Zoom?


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Objektive mit einer Festbrennweite haben oft eine deutlich höhere Auflösung als Zoomobjektive.

Meine Überlegung, mal ohne die Lichtstärke als Auswahlkriterium zu verwenden:

Wenn ich Festbrennweiten in der Abstufung von jeweils einer ca. Verdoppelung der Brennweite nehme - ich nehme mal Faktor 1,8 weil das gängige Brennweiten ergibt:  16 - 28 - 50 - 90 - 160 -  dann:

 

A )  Wenn ich beim Croppen immer mindestens die selbe Auflösung haben will wie mit einem Zoomobjektiv, dann müsste ich 1,8fache Auflösung auf die Länge haben (1,8*1,8=3,2fach auf die Fläche).

B )  Wenn ich im Mittel die selbe Auflösung haben will, dann genügt die Hälfte (Quadratwurzel von 1,8 = 1,34; 1,8fach in der Fläche).

 

Zufälligerweise hat man Fall B wenn man das Zeiss FE 55 mm 1,8 und das Zoomobjektiv FE 28-70 mm von Sony E-Mount vergleicht:

 

(Daten von dxomark)

 

55 mm / 28-70 mm

An APS-C/24 MPixel (A6000):

15 MPix / 8 P-MPix = 1,9

 

An APS-C/36 MPixel (A7R):

29 MPix / 16 P-MPix = 1,8

 

Wenn man die Tatsache noch bedenkt, dass man oft einfach durch ein paar Schritte nach vorne oder hinten gar nicht zuschneiden muss und dann in diesem Fall sowieso besser als mit dem Zoom ist,  was spricht eigentlich  für ein Zoomobjektiv? 

Zwei Objektive mit 28 mm und mit 50 mm also viel besser als ein 28 - 70 mm? 

 

Anlass meiner Überlegung ist, dass ich an der A7 schon das FE 28 habe und eventuell noch ein 50 mm mit AF oder das 28-70 mm Kitobjektiv für die A7 in absehbarer Zeit kaufen würde.

 

Das Konkrete Beispiel bezieht sich jetzt auf das FE 55 welches sehr viel teurer als das Kit-Objektiv ist. Allerdings gibt es die Beispiele preislich auch anders rum wenn man z.B. ein Zoomobjektiv in ähnlicher Lichtstärke haben will.

 

 

 

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:) kannst es ja mal praktisch testen ... mit besonders guten Festbrennweiten und eher weniger guten Zooms, könnte das klappen

 

 

 

Wobei man nicht akribisch auf die gleiche Auflösung achten muss, da ja sowieso Auflösung im Überfluss vorhanden ist.

 

Sprich bei einer A7II kannst Du auch vom Zoom noch gut croppen, ohne dass das auffällt.

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> Wenn man die Tatsache noch bedenkt, dass man oft einfach durch ein paar Schritte nach vorne oder hinten gar nicht zuschneiden muss und dann in diesem Fall sowieso besser als mit dem Zoom ist,  was spricht eigentlich  für ein Zoomobjektiv? 

 

Vielleicht die Tatsache, dass man eben nicht immer ein paar Schritte nach vorne oder hinten machen kann   ;)

 

> Das Konkrete Beispiel bezieht sich jetzt auf das FE 55 welches sehr viel teurer als das Kit-Objektiv ist. Allerdings gibt es die Beispiele preislich auch anders rum wenn man z.B. ein Zoomobjektiv in ähnlicher Lichtstärke haben will.

 

 Allerdings sind diese Zoomobjektive auch von der BQ her deutlich besser als ein (billiges) Kit-Zoom...

 

 

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Übrigens ist das berühmte Beispiel mit den "paar Schritten" vor oder zurück auch so eine Sache .... dabei wird gerne vergessen, dass die Perspektive vom Abstand abhängt .... der Satz wurde von jemandem erfunden, dem seine Bildgestaltung sichtlich nicht so wichtig ist ;)

 

 

 

Und dann kam noch der Praktiker, der einfach das nahm, was er in der Fototasche hatte und damit sein Bild machte :D

Edited by nightstalker
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Für den Einsatz von Zooms spricht, dass in vielen Systemen der Brennweitenbereich durch Festbrennweiten gar nicht abgedeckt wird und dass Zooms nicht unbedingt deutlich schlechter als Festbrennweiten sein müssen - zumindest in einigen Kamerasystemen.

 

Hinzukommt, dass die wirklich exzellenten, lichtstarken Festbrennweiten in einigen Systemen weder klein sind noch Leichtgewichte, d.h. die Schlepperei wird auch größer.

 

Das Croppen hilft naturgemäß ohnehin nur bei Verkleinerungen des Bildwinkels und kommt da eben auch an seine Grenzen. Im Übrigen würde ich mir keine Highend Kamera mit 42 mpx kaufen nur um dann am Ende doch wieder bei 16 - 24 mpx zu landen.

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(...)

Wenn man die Tatsache noch bedenkt, dass man oft einfach durch ein paar Schritte nach vorne oder hinten gar nicht zuschneiden muss und dann in diesem Fall sowieso besser als mit dem Zoom ist,  was spricht eigentlich  für ein Zoomobjektiv? 

(...)

Im Hallensport und bei Indoor-Veranstaltungen praktiziere ich das auch so mit Brennweiten von 40, 90 und 150 mm (KB bezogen). Der Grund dafür ist ausschließlich die Lichtstärke weil ich Blende 1,7 bzw. 1,8 nicht mit Zooms erhalten kann. Dafür muss ich aber auch mit 3 Gehäusen hantieren weil mich die dauernden Objektivwechsel jede spannende Szene verpassen ließen.

Schon bei 150 mm (KB) wird der Standortwechsel zur sportlichen Herausforderung. Je länger die Brennweite ist, umso schwieriger wird es mit den "paar Schritten nach vorne oder hinten".

 

Die ausschließliche Konzentration auf Festbrennweiten ist meiner Meinung nach dann gegeben, wenn man sich für seine Aufnahmen jede Zeit nehmen kann, um Standort, Perpektive und Brennweite sorgfältig zu wählen.

Auf Wanderungen oder Reisen mit Familie oder Freunden komme ich nicht ohne Zoom aus (Suppenzoom bevorzugt), mein Kamerabajonett würde vom vielen Objektivwechseln heiß laufen ;). Ganz zu schweigen vom Sensorstaub den man sich dabei einfängt.

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Zwei Objektive mit 28 mm und mit 50 mm also viel besser als ein 28 - 70 mm? 

 

Anlass meiner Überlegung ist, dass ich an der A7 schon das FE 28 habe und eventuell noch ein 50 mm mit AF oder das 28-70 mm Kitobjektiv für die A7 in absehbarer Zeit kaufen würde.

In dem speziellen Fall könnte man das wohl machen, dieser Fall lebt vom recht kleinen Zoombereich des FE2870. Beachten würde ich aber, dass du sehr oft das Objektiv wechseln musst...

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@softride

 

Objektive wechseln führt bei mir zwar nicht zum Schmelzen des Bajonettes, allerdings habe ich dank eines sehr guten Sensorreinigungssystems keine übermäßig negativen Erfahrungen mit Staub auf dem Sensor. Jedenfalls hat mich das noch nie vom Wechseln abgehalten.

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[...] was spricht eigentlich  für ein Zoomobjektiv? 

Zwei Objektive mit 28 mm und mit 50 mm also viel besser als ein 28 - 70 mm?

 

In diesem konkreten Fall spricht für das Zoom: Günstiger, leichter/kompakter als beide Festbrennweiten zusammen, Bildstabilisator (falls das Gehäuse über keinen verfügt), Anzeige des schlussendlichen Bildwinkels im EVF/Display (ohne noch "wegzucroppende" Ränder), keine Objektivwechsel nötig, höhere Auflösung in Bereichen für welche das 28er erheblich gecroppt werden müsste.

 

... und für die beiden Festbrennweiten: Lichtstärke, Bildqualität (auch abseits der Auflösung), Kompaktheit/weniger Gewicht des 28ers und 50ers an der Kamera (beim 55er schon wieder egal).

 

 

Wie üblich Geschmacksache. Mir fiel die Wahl hier nicht schwer. ;)

 

Edited by flyingrooster
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Mit einem Zoom kann ich mich sofort auf eine Bildsituation einstellen. Deshalb bin ich meist mit der Panasonic FZ1000 Bridgecam (25-400mm) unterwegs, obwohl es mir nicht an Festbrennweiten mangelt.

 

Wenn ich aber einen festen Plan habe, was ich wie fotografieren will, dann nehme ich die A7 mit Festbrennweiten. 

 

Meist habe ich beide Cams dabei.

 

 

 

 

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Zunehmend nutze ich das "beste" aus zwei Systemen, wenn es kompakt und flexibel sein soll.

 

KB überwiegend mit kompaktem - und nicht sehr lichtstarkem WW 21 mm Rangefinder Objektiv, oder das sehr leichte FE 35/2.8 und für Tele dann der APS-C Kompromiss => E 55 - 210.

 

Für Makros ist ein leichter Achromat dabei, der an das FE 35 und das E 55 - 210 passt.

 

 

KB ist - aus meiner Sicht - optimal für UWW, WW und Brennweiten bis max. 90 mm.

 

Danach wird alles viel zu schwer und dann macht APS-C an einer KB Kamera durchaus Sinn.

Edited by fourthird
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Der Vorteil von Zoomobjektiven liegt in ihrer Vielseitigkeit - man kann in Sekundenbruchteilen die Brennweite und damit den Bildausschnitt verändern - nicht aber die Perspektive, die von der Entfernung zum Motiv abhängt. 

 

Immer dann, wenn in unvorhersehbarem Wechsel unterschiedliche Brennweiten eingesetzt werden müssen, sind Zoomobjektive im Vorteil, z.B. bei Hochzeitsreportagen, wo man ständig zwischen Gruppenbild und Porträt umschalten muss. Oder in der Landschaftsfotografien in schwierigem Gelände, wo man den Standort nicht beliebig wählen kann, oder das Wetter einen Objektivwechsel ausschliesst; man handelt sich ja bei ständigen Objektivwechseln oft mehr Staub auf dem Sensor ein - gerade bei Systemkameras mit Vollformatsensor, der nicht einmal durch einen Spiegel abgeschirmt ist wie bei einer DSLR.

Eine Alternative können in solchen Fällen zwei mit unterschiedlichen Brennweiten bestückte Gehäuse sein - das hat den Vorteil, dass man mit zwei lichtstarken Brennweiten unterwegs ist, aber dann muss man dauernd die ganze Ausrüstung wechseln.  

 

Auch das "Zoomen durch Croppen" hat so seine Tücken und vor allem Grenzen. Denn man verliert dabei mehr Pixel und damit Auflösung als man an Telewirkung duch einen engeren Bildwinkel gewinnt.

 

Beispiel: Das 90er- Makro hat bei 100m Entfernung an der A7rII (Vollformat) einen horizontalen Bildwinkel von 22,6° - bei einer Auflösung von rund 42 MP. Wenn ich den Bildwinkel halbiere, d.h. soviel croppe dass der Bildwinkel eines 180mm- Teleobjektivs mit 11,3° erreicht wird, lande ich bei rund 10 MP - d.h. ich habe drei Viertel der nativen Auflösung eingebüsst. Halber Bildwinkel horizontal  = ein Viertel Auflösung!

 

Es gibt sicher Fälle, in denen 10 MP immer noch ausreichen, aber das Beispiel zeigt, dass ein 90er Objektiv kein 180er Tele ersetzen kann, als Standardlösung. 

 

Nicht vergessen sollte man (und das ist die Tücke beim Zoomen durch Croppen) dass man nicht einfach einen beliebigen Ausschnitt des Bildfeldes anwählen und vergrössern kann - die ursprünglich gelegte Schärfeebene muss auch berücksichtigt werden!

 

Aber grundsätzlich bietet ein hochauflösender Sensor schon mehr Cropreserven, das ist zweifelsohne eine Vorteil. 

 

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@softride

 

Objektive wechseln führt bei mir zwar nicht zum Schmelzen des Bajonettes, allerdings habe ich dank eines sehr guten Sensorreinigungssystems keine übermäßig negativen Erfahrungen mit Staub auf dem Sensor. Jedenfalls hat mich das noch nie vom Wechseln abgehalten.

 

Das ist zweifelsohne ein Vorteil der Systemkameras mit kleineren Sensoren - je grösser der Sensor, desto grösser leider auch das Staubproblem. 

 

Ich strebe allerdings schon lange keinen absolut staubfreien Sensor mehr an - wenn es nicht zu viele und nicht zu grosse Staubpartikel sind, verliert man durch nachträgliches Wegstempeln mit der Software weniger Zeit, als wenn man den Sensor dauernd reinigt. 

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Ich strebe allerdings schon lange keinen absolut staubfreien Sensor mehr an - wenn es nicht zu viele und nicht zu grosse Staubpartikel sind, verliert man durch nachträgliches Wegstempeln mit der Software weniger Zeit, als wenn man den Sensor dauernd reinigt. 

 

Noch weniger Zeit verliert man mit einer richtig guten automatischen Reinigungsfunktion ...

 

Ansonsten geht das schon rein prinzipiell überhaupt nicht mit "verstaubtem" Sensor länger zu fotografieren - da sträubt sich innerlich einfach alles dagegen. ;)

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Das ist zweifelsohne ein Vorteil der Systemkameras mit kleineren Sensoren - je grösser der Sensor, desto grösser leider auch das Staubproblem. 

 

 

 

verstehe ich jetzt nicht ... je kleiner der Sensor, umso prominenter die Staubflecken ... ebenso wie sie leichter sichtbar sind, weil man eine grundsätzlich grössere Schärfentiefe hat. (wie fies das werden kann, merkt man erst, wenn man eine Kompakte hat, mit Minisensor, bei der Staub ins System gekommen ist .... horrible ..)

 

Wenn zB mFT weniger Staubprobleme hat, dann liegt das am durchdachten Design, mit grösserem Abstand von Frontfläche des Filterstacks zum eigentlichen Sensor (Dicke des Filterstacks) in Zusammenarbeit mit einem hervorragenden Staubentfernungssystem.

 

 

Als Besitzer einer APS Sony und einer APS Pentax, kann ich sagen, dass hier Staub ein Dauerproblem ist ... man entkommt ihm nicht und auch da resigniert man irgendwann und stempelt. 

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verstehe ich jetzt nicht ... je kleiner der Sensor, umso prominenter die Staubflecken ... ebenso wie sie leichter sichtbar sind, weil man eine grundsätzlich grössere Schärfentiefe hat. (wie fies das werden kann, merkt man erst, wenn man eine Kompakte hat, mit Minisensor, bei der Staub ins System gekommen ist .... horrible ..)

 

Wenn zB mFT weniger Staubprobleme hat, dann liegt das am durchdachten Design, mit grösserem Abstand von Frontfläche des Filterstacks zum eigentlichen Sensor (Dicke des Filterstacks) in Zusammenarbeit mit einem hervorragenden Staubentfernungssystem.

 

 

Als Besitzer einer APS Sony und einer APS Pentax, kann ich sagen, dass hier Staub ein Dauerproblem ist ... man entkommt ihm nicht und auch da resigniert man irgendwann und stempelt. 

 

Ja, Staubpartikel auf kleinen Sensoren werden mehr vergrössert als auf grossen Sensoren.

 

Aber offensichtlich wirken die Reinigungssysteme bei kleineren Sensoren besser als bei grösseren - und je grösser der Sensor, desto grösser auch seine Auffangfläche für Staub.

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Noch weniger Zeit verliert man mit einer richtig guten automatischen Reinigungsfunktion ...

 

Ansonsten geht das schon rein prinzipiell überhaupt nicht mit "verstaubtem" Sensor länger zu fotografieren - da sträubt sich innerlich einfach alles dagegen. ;)

 

Die Reinigungsfunktion ist sicher nützlich, aber sie ist nicht 100prozentig effektiv - d.h. es bleibt immer noch einiges hängen. 

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Im Hallensport und bei Indoor-Veranstaltungen praktiziere ich das auch so mit Brennweiten von 40, 90 und 150 mm (KB bezogen). Der Grund dafür ist ausschließlich die Lichtstärke weil ich Blende 1,7 bzw. 1,8 nicht mit Zooms erhalten kann. Dafür muss ich aber auch mit 3 Gehäusen hantieren weil mich die dauernden Objektivwechsel jede spannende Szene verpassen ließen.

...

 

bei mir mit zweien (45mm/85mm APS-C) aber ansonsten seheich das auch so, da in Ermangelung eines entsprechend lichtstarken Zooms croppe ich lieber in die 28Mpix herein.

 

FussZoom geht in der Regel nicht da man manches mal nicht näher ran kann (Brüstung)

 

Was im Gegensatz zum Zoom in der Praxis auffällt, ist das ein rein zoomen unproblamtischer im Post ist als ein herauszoomen. Nur bei statischen Objekten kann man da mit Stitching zurecht kommen, aber dann kann ich aber auch ein Zoom nehmen 

Edited by tjobbe
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Ich nutze fast ausschließlich Zooms.

FB habe ich nur noch die alten aus OM Zeiten. Und die liegen auch nur im Schrank, außer ich will spielen und fummeln.

Sonst - Zoom. Selbst das 45/1,8 ist wieder weg.

 

Dies hat praktische und auch theoretische Gründe.

 

Für exakte Spielereien mit der Perspektive sind Zooms ein Segen, FB ein Krampf.

Es mag sein, dass Zooms in gewissen Kombinationen den FB unterlegen sind. Aber mittlerweile sind die Abstände zumindest bei Oly marginal. Und bisweilen liegt da auch mal ein Zoom vor der FB.

Diese akademischen Laborunterschiede sollen dann weggecroppt werden? Naja. Ich denke, der Cropnachteil übersteigt ggf vorhandene Nachteile der Zooms auf Pixelpeeperebene um ein Vielfaches.

Und dann geht's ja erst richtig los. Um ein 12-40 mit FB zu ersetzen, brauche ich davon 28 Stück. Wer hier analog zum o.a. Vergleich mit dem 28-70 meint, dies mit zwei FB ersetzen zu können, scheint dem Thema Perspektive einen sehr geringen Wert zuzugestehen.

FB hat für mich lediglich zwei Aspekte: größere Offenblende möglich/erhältlich, und Umsatzplus für die Objektivhersteller.

Einerseits bin ich kein Freund übermäßiger Freistellungen. Was mit 2,8 geht, reicht mir vollkommen hin. Meinen Kunden auch. Weiterhin sind die Sensoren mittlerweile derart empfindlich, dass die Riesenöffnungen immer obsoleter werden.

In Sachen Aktien und Gewinn gehen meine Probleme auch nicht im Einklang mit den Herstellern. Also spare ich lieber mit Zooms und gewinne eine enorme Freiheit bei der Gestaltung meiner Ausschnitte/Perspektiven. FB können hier nur immer ein Kompromiss sein.

Die Frage ist dann halt, wo ich Kompromisse eingehen kann und will.

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Ja, Staubpartikel auf kleinen Sensoren werden mehr vergrössert als auf grossen Sensoren.

 

Aber offensichtlich wirken die Reinigungssysteme bei kleineren Sensoren besser als bei grösseren - und je grösser der Sensor, desto grösser auch seine Auffangfläche für Staub.

 

 

das liegt vor allem daran, dass das System bei mFT qualitativ besser ist ... bei APS wirkt es auch nicht besser als bei KB.

 

Ein wichtier Grund ist auch, dass der Staub bei mFT durch den sehr dicken Filterstack weiter vom Sensor entfernt liegt und deshalb auch viel weniger leicht sichtbar wird.

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Die Reinigungsfunktion ist sicher nützlich, aber sie ist nicht 100prozentig effektiv - d.h. es bleibt immer noch einiges hängen. 

 

Also mir fiele da ein System ein, welches ich seit nun ca. 10 Jahren auch nutze (über die Jahre in leicht abgewandelter Form), und dessen Reinigungsfunktion bildwirksam bislang zu 100% effektiv gearbeitet hat. Kein einziges Bild wies jemals auch nur erahnbare Auswirkungen eines Staubkörnchens auf. Es geht also schon erheblich besser als bei manchem Mitbewerber.

 

 

Und dann geht's ja erst richtig los. Um ein 12-40 mit FB zu ersetzen, brauche ich davon 28 Stück.

 

28? (eigentlich 29...) Na stell dir erstmal vor wie es damit an KB aussieht. Da bräuchte man statt eines einzigen 24-80 mm Zooms gar 57 Festbrennweiten! An Mittel- oder gar Grossformat will ich jetzt gar nicht erst denken ...

 

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Für exakte Spielereien mit der Perspektive sind Zooms ein Segen, FB ein Krampf.

Es mag sein, dass Zooms in gewissen Kombinationen den FB unterlegen sind. Aber mittlerweile sind die Abstände zumindest bei Oly marginal. Und bisweilen liegt da auch mal ein Zoom vor der FB.

Diese akademischen Laborunterschiede sollen dann weggecroppt werden? Naja. Ich denke, der Cropnachteil übersteigt ggf vorhandene Nachteile der Zooms auf Pixelpeeperebene um ein Vielfaches.

Und dann geht's ja erst richtig los. Um ein 12-40 mit FB zu ersetzen, brauche ich davon 28 Stück. Wer hier analog zum o.a. Vergleich mit dem 28-70 meint, dies mit zwei FB ersetzen zu können, scheint dem Thema Perspektive einen sehr geringen Wert zuzugestehen.

FB hat für mich lediglich zwei Aspekte: größere Offenblende möglich/erhältlich, und Umsatzplus für die Objektivhersteller.

Einerseits bin ich kein Freund übermäßiger Freistellungen. Was mit 2,8 geht, reicht mir vollkommen hin. Meinen Kunden auch. Weiterhin sind die Sensoren mittlerweile derart empfindlich, dass die Riesenöffnungen immer obsoleter werden.

In Sachen Aktien und Gewinn gehen meine Probleme auch nicht im Einklang mit den Herstellern. Also spare ich lieber mit Zooms und gewinne eine enorme Freiheit bei der Gestaltung meiner Ausschnitte/Perspektiven. FB können hier nur immer ein Kompromiss sein.

Die Frage ist dann halt, wo ich Kompromisse eingehen kann und will.

 

Die Summe der von dir genannten Fakten ergibt eine subjektive Meinung :P  

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