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phil-theone

Philipp und Phillip im Harz (mit DSLR-Olli ;) )

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Wer sich hier durch das Forum liest ist vielleicht schon einmal über diesen Thread gestolpert https://www.systemkamera-forum.de/topic/112735-philipp-und-phillip-in-der-s%C3%A4chsischen-schweiz/ .

Damals hatte mich Phillip Reeve in meiner Heimat, der Sächsischen-Schweiz, besucht und wir haben es uns fast ein ganzes Wochenende draußen in der Natur gut gehen lassen und viele schöne Fotos gemacht. Da wir uns persönlich so gut verstanden haben, war bei der Abreise sofort klar, dass wir sowas mal wieder machen.

Der Herbst kam und ging und wir haben uns immer mal wieder geschrieben und telefoniert und nach Terminen gesucht, an denen das für uns beide passt. Nun wohnen wir beide zu guter letzt auch ziemlich soweit in der Ost-West-Ausdehnung auseinander, wie es in Deutschland nur gehen kann. Also sind wir uns gedanklich mit dem Finger auf der Landkarte entgegen gekommen und landeten schließlich im Harz.

Wenn es im Harz was gibt, dann sind das tolle Winter! Der Brocken gilt dabei so ziemlich als schneesicheres Gebiet und so hatten wir unser Ziel fest. So richtig macht das erst Laune, dachte ich mir, wenn wir mit einem lokalen Fotografen unterwegs sind. Es verstrichen ein paar Tage und dann viel mir ein Fotofreund von Flickr ein. https://www.flickr.com/photos/gruenewiese/ ...Olli Henze ist bei mir vor allem für seine eindrücklichen Waldaufnahmen bekannt gewesen und das er halt im Harz wohnt. Also habe ich ihn einfach mal angeschrieben und ihm von unserem Vorhaben berichtet. 

Lange Rede kurzer Sinn. Er war sofort begeistert und so haben wir uns am vergangenen Wochenende bei ihm in Wernigerode getroffen.

 

Wir drei hatten einen ganz normalen Arbeitstag/Uni-Tag und konnten sozusagen erst am Abend anreisen. Nach meinen letzten Ausflügen in die Sächsische-Schweiz mit wenig Licht und der wahrscheinlich letzten Möglichkeit, Sonne und Neuschnee vor dem Tauwetter anzutreffen, bin ich am Freitag auch nochmal vor der Arbeit losgezogen.

 

Abends um 21 Uhr haben wir uns schließlich in der Ferienwohnung mit Olli zusammnegesetzt und die nächsten 2 Tage besprochen. Wenn man schonmal im Harz ist, gehört eine Wanderung auf den Brocken schon fast zum Pflichtprogramm. Da wir ja zum Fotografieren hier waren und der Wetterbericht für den Brocken am Samstag schon Tauwetter vorhersagte, entschieden wir uns kurzerhand für eine Nachtbesteigung 

 .

Schnell warme Klamotten übergezogen, warmen Tee in die Thermosflasche gefüllt und die Fotoausrüstung gecheckt, ging es dann um 23 Uhr mit dem Auto nach Schierke. Jeder einzelne war gespannt auf diese Nachtwanderung und malte sich vor seinem inneren Auge schon die Jubelrufe aus, die aus einem heraussprudeln, wenn sich Vollmond, skurille Eisformationen, Sterne und Fernsicht auf dem Sensor vereinen. Schon bei dem Aufstieg war die Atmosphäre total faszinierend. Die Tannenzweige hingen dick verschneit zum Boden herab und das geröllige Eckerloch verwandelte sich durch den vielen Schnee zu einem steilen, aber bequemen Trampelpfad.

Phillip zückte schon hier, bei tiefster Dunkelheit, seine a7ii. Auf die Frage vom Olli, mit welcher Belichtungszeit er denn jetzt aus der Hand fotografiert, antwortete er ganz entspannt - 1 Sekunde. Olli, ein langjähriger Canon-Fotograf, fiel im sprichwörtlichem Sinne die Kinnlade herunter 

 .

 

Ihr wollt ja nun sicherlich ein paar Bilder sehen...ja, die gab es von meiner Seite erst kurz vor dem Brockengipfel. Da bot sich von uns ein einmaliger Blick an tiefverschneiten Bäumen vorbei auf das nächtliche Wernigerode. Um ca. 1 Uhr Nachts stand ich auch noch nicht im WInter auf einem tausender Gipfel 

 ...was für ein Gefühl!

 

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Bis zu diesem Zeitpunkt konnten wir noch gut die Spitze von der hohen Brocken-Antenne erkennen. Doch binnen weniger Minuten war dort oben alles dicht und es fegte über uns ein richtiger Blizzard. Wir hatten unsere liebe Mühe, geradeaus zu laufen, so stürmisch war es. Eisregen und Schnee fühlten sich im Gesicht wie Nadelstiche an! Phillip und ich packten dann schnell unsere Kameras in die Fototasche - Olli ließ seine Canon 6D auf dem Stativ. Es dauerte nicht lange und sie überzog eine richtige Eisschicht.

 

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/applications/core/interface/imageproxy/imageproxy.php?img=https://c2.staticflickr.com/2/1681/24313796060_cb840aeee0_b.jpg&key=1c0286ec64259a4ffd84282093e27ba75bb25adede99c75f261c4ae8eb907128">

 

 

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Nun war das mit der nächtlichen Fotografie auf dem Brocken natürlich Essig. Also haben wir den Rückweg angetreten. Stimmung im Wald war gleich eine ganz andere - es war dunkler und diesiger. Dabei gelang mir dieses Bild

 

/applications/core/interface/imageproxy/imageproxy.php?img=https://c2.staticflickr.com/2/1612/24609320885_737d11d116_b.jpg&key=8d2caaf316bef450dbbd17f9c4fe2ed84067a76a8f28fb7c37c307202002a93a">

 

 

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Beim Aufstieg (3 Blenden gepusht):

 

 

Blick zurück

 

Making of

 

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Und der Eissturm beginnt:

 

In der Schutzhütte auf dem Brocken

 

 

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Die Brockenbesteigung war eine tolle Erfahrung. Wenn ich den Elementen so ausgesetzt bin fühle ich mich so richtig lebendig und es war sehr intensiv. Fotografische Meisterwerke sind dabei sicherlich nicht entstanden aber das gehört für jeden Landschaftsfotografen dazu, nur wer zur richtigen zeit am richtigen Ort ist kann Glück haben.

 

Grüße,

Phillip

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Ich habe in Clausthal-Zellerfeld studiert. Damals war der Brocken noch hinter der Grenze und unerreichbar. Es war damals ein besonderes Erlebnis, nachts bei Mondlicht mit Langlaufski auf den Bruchberg (910m) zu laufen und nach Altenau (480m) abzufahren. Die Abfahrt über recht steile Forstwege endete in einer Treppe mit Geländer.

 

Später wurden immer seltener Abfahrten bis in die Talorte wegen Schneemangels möglich.

 

Die Bilder erinnern ein wenig an diese Zeit.

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Nachdem wir dann total fix und fertig im Bett gelandet sind, war an den Sonnenaufgang gar nicht mehr zu denken. Der Blick aus dem Fenster am Vormittag bestätigte uns auch in diesem Entschluss und rückte auch die Nachtwanderung in ein Licht, dass sie doch das beste war das wir tun konnten.

Da schon überall Tauwetter eingesetzt hat und die Temperaturen bei 5 Grad lagen, haben wir uns in das Ilsetal begeben. Hier sollte uns Eis, Schnee und Wasser erwarten und da spielte es keine Rolle welche Lichtbedingungen uns erwarten.

 

https://www.flickr.com/gp/philippzieger/F4BM8D

 

Es war wirklich faszinierend die kleinen aber interessanten Eisformen zu entdecken und ganz in die Fotografie einzutauchen. Das Licht blieb ja über die gesamte Zeit relativ gleich und so konnten wir ganz gemütlich durch das Tal schlendern

.

 

https://www.flickr.com/gp/philippzieger/0HLR9Y

 

https://www.flickr.com/gp/philippzieger/66E3yK

 

https://www.flickr.com/gp/philippzieger/a544Za

 

Nein...das sind nicht die 3 Musketiere

. Phillip und Olli hatten alle Mühe bei dieser Aufnahme auf dem eisigen Weg nicht auszurutschen.

 

https://www.flickr.com/gp/philippzieger/2XDD0S

Edited by phil-theone

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Im Ilsetal haben wir uns bis zu den Ilsefällen vorgearbeitet, haben uns rege ausgetauscht und eine tolle Zeit zusammen in der Natur gehabt. Als die Dämmerung dann einbrach haben wir uns auf den Rückweg gemacht.

 

https://www.flickr.com/gp/philippzieger/6y0mkr

 

https://www.flickr.com/gp/philippzieger/z757AH

 

https://www.flickr.com/gp/philippzieger/1wgQA8

 

https://www.flickr.com/gp/philippzieger/GR102x

 

https://www.flickr.com/gp/philippzieger/GR102x

 

Gerade bei dem letzten Foto sieht man gut wie rasch das Tauwetter so eine Winterstimmung beeinträchtigen kann. Am Vortag muss es hier noch eine dicke Schneedecke gegeben haben, die Bäume bedeckt mit Schnee und mit Temperaturen weit im Minusbereich.

Edited by phil-theone

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Immer wieder spannend zu sehen welche Motive mans ehr ähnlcih eingefangen hat und welche komplett anders. 

 

Mit der Farbei von Schnee tue ich mich auch immer schwer, etwas bläue gehört für mich aber dazu. Neulich hat hier im Forum bei einer Bidlerserie jemand geschrieben, dass die doch sehr blau sein und auf flickr schrieb gleichzeitig jemand, dass er die blautöne super fänd.

 

 

 

 

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Ja, das mit den Blautönen ist so eine Sache...ich würde sagen Geschmackssache. Auf dem Handybildschirm meiner Freundin finde ich die Farben auch unnatürlich. Bei mir finde ich gut so und sie drücken auch die Temperatur, dass eisige etwas besser aus.

 

Als wir am Abend wieder zurück in Wernigerode waren, haben wir in einem urigen Restaurant deftig Abendbrot gegessen. Das war mal lecker! Nach dieser intensiven Frischluft-Kur schmeckte das Essen gleich noch besser

. Auf dem Rückweg zu unserer Unterkunft sind wir noch etwas über den Markt geschlendert. Von dem ganzen Schnee, der 2 Tage zuvor dort noch gelegen hatte, war nur noch ein kleiner Rest am Brunnen übrig geblieben.

 

https://www.flickr.com/gp/philippzieger/57F788

 

Der kommende Morgen versprach erneut trübes Wetter und so haben wir keine große Tour geplant. Wir sind bis nach Heimburg gefahren, von wo man einen guten Blick zur Burg Regenstein hatte. Für einige Minuten hatten wir dann tatsächlich doch Morgenrot, bevor der Himmel wieder komplett grau wurde.

 

https://www.flickr.com/gp/philippzieger/0y02JZ

 

https://www.flickr.com/gp/philippzieger/168M08

 

https://www.flickr.com/gp/philippzieger/35AFs8

 

https://www.flickr.com/gp/philippzieger/dfH430

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Mit der Farbei von Schnee tue ich mich auch immer schwer, etwas bläue gehört für mich aber dazu. Neulich hat hier im Forum bei einer Bidlerserie jemand geschrieben, dass die doch sehr blau sein und auf flickr schrieb gleichzeitig jemand, dass er die blautöne super fänd.

 

Schnee ist schwer, weil das viele Weiß den automatischen Weißabgleich durcheinanderbringt. Meine Erfahrung ist, wenn ich den WA manuell einstelle nach Wetterlage (Sonne, Schatten, Wolken), dann haut es recht gut hin.

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So dann möchte ich möchte ich mich auch mal zu Wort melden! Darf ich vorstellen: Ich bin DSLR-Olli (cooler Name) und war quasi der Tourguide der Beiden! Das Wichtigste wurde hier eigentlich schon genannt

 

Nun möchte ich mal meine Impressionen zeigen:

 

Der Blick auf Wernigerode vor dem Eisregen/sturm

 

Nachts durch die Wälder (Eckerloch)

Waldgeister - 23/366 by Olli Henze, auf Flickr

 

Die Ilsefälle

Ilsefälle im Winter by Olli Henze, auf Flickr

 

 

Burg Regenstein

 

Weitere Bilder kommen später!

 

Übrigens meiner Canon gehts gut. Ja, die muss schon ordentlich was mitmachen, aber sowas sollte sie abkönnen! (und das kann sie auch wie man sieht)

 

Nächster Ausflug dann in der Sächsischen Schweiz.. yeahh 

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Toll Olli! Vielen Dank das du deine Bilder beisteuerst

. Hast du auch schon das vom Brockenabstieg mit dem Nebel?

Man muss ja dazusagen, dass die Bilder vom Sonnenaufgang mit der Fuji entstanden sind

.

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So abschließend folgen noch ein paar Bilder:

 

Lichter auf dunklen Pfaden:

Helle Lichter in dunklen Wäldern by Olli Henze, auf Flickr

 

Man at work:

Harztour-Winter 2016 - 002 by Olli Henze, auf Flickr

 

Harztour-Winter 2016 - 003 by Olli Henze, auf Flickr

 

Sogar mit Geisterbilder:

Harztour-Winter 2016 - 013 by Olli Henze, auf Flickr

 

Zum Schluss:

Harztour-Winter 2016 - 021 by Olli Henze, auf Flickr

 

Alle Bilder findet ihr in meinem Album:

https://flic.kr/s/aHskqf7iFw

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Schön, dass ihr wieder so eine Tour unternommen habt und uns teilhaben lasst. Da bahnt sich ja eine richtige Freundschaft an. Insgesamt ein schöner stimmungsvoller Abriss.

 

Ich kann mich noch gut an einen Harzausflug direkt nach Maueröffnung per Rad im Winter erinnern. Per Rad zur Höhlenbesichtigung, den V2 Fertigungsstätten, von Glasbläser zu Glasbläser (das war am tollsten, weil man sich schön aufwärmen konnte) und auch an einem denkbar ungeeigneten Tag auf den Brocken. Da ging es auch von Schierke zum Brocken hoch. Knietiefer Schnee und darunter lief das Wasser. Ständiges stolpern über verdeckte Steine (damals gab es die Stege noch nicht so umfänglich) und das eine oder andere Wasserloch, das tiefer war, als die Schuhe hoch. Und am Gipfel angekommen so ein Eissturm, dass wir froh waren, das Rad als Krücke nutzen zu können. Aussicht null und Aufwärmmöglichkeit auch null. Der Rückweg nach Wernigerode war so eine Art Speedway ohne Speed auf den vereisten Wegen. Leider gibt es nur wenige (analoge) Bilder davon.

 

Ich hoffe, eure Ausbeute war noch etwas größer und wir bekommen noch etwas davon zu sehen. Verglichen mit euren Bildern aus der Sächsischen Schweiz müsst ihr schon noch was nachlegen - sonst sind die Fans nachher noch entäuscht...

Edited by schubbel

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Noch zwei Bilder vom Samstag:

 

 



Ich hoffe, eure Ausbeute war noch etwas größer und wir bekommen noch etwas davon zu sehen. Verglichen mit euren Bildern aus der Sächsischen Schweiz müsst ihr schon noch was nachlegen - sonst sind die Fans nachher noch entäuscht...

Besonders groß war die Ausbeute bei dem Trip nicht und wenn ich ihn nur daran messen würde, so war es ein wenig erfolgreicher Trip. Tatsächlich haben wir es wohl alle drei es genossen sich über Fotothemen aus zu tauschen und auch die Natur so intensiv zu erleben. Mir hats auch die Region an getan und ich denke ich werde spätestens im Frühjahr nochmal im Harz sein, etwas dem Ilsetal vergleichbares gibts in meiner Ecke nicht und so weit ists dann auch wieder nicht weg.

 

Am Sonntag Morgen war der Wetterbericht wieder nicht besonders gut, so dass wir uns entschlossen an eine leicht zu erreichende Stelle zu fahren. Oberhalb von einer kleinen Ortschaft kamen wir dann gegen viertel nach 7 an und konnten schnell einen sehr farbenprächtigen Himmel beobachten.

 

Jeder suchte sich dann seine eigene Komposition wozu ich mich etwas von Olli und Philipp entfernte um den Hügel etwas weiter hoch zu gehen.

 

Das bezahlte ich dann mit einem gehörigen Schrecken als eien Rotte von gut 10 Wildschweinen unterhalb aus dem Gebüsch bracht und 30m vor mir den Hügel überquerte. Endlich war dann ein interessantes Motiv gefunden, leider war ungefähr zum selben Zeitpunkt das Farbenspiel auch schon zuende und es schoben sich einige Wolken vor den Horizont, so dass wir um den Sonnenaufgang gebracht wurden.

 

Insgesamt hat mir der Trip viel Spaß gemacht. Die Bildausbeute war wie gesagt gut genug um etwas vor zeigen zu können aber die Bedingungen sorgten zwar für einige schöne Erinnerungen, verhinderten gleichzeitig aber auch besonders spektakuläre Bilder.

 

Grüße,

Phillip

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Meinetwegen könnt Ihr auch nur schreiben, mir macht das Lesen Eurer Beiträge genauso viel Spaß wie das Betrachten der zugehörigen Fotos und es kann ja nicht immer und überall ein Hammerbild aufs andere folgen

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Meinetwegen könnt Ihr auch nur schreiben, mir macht das Lesen Eurer Beiträge genauso viel Spaß wie das Betrachten der zugehörigen Fotos und es kann ja nicht immer und überall ein Hammerbild aufs andere folgen

.

 

Noch eine kleine Anmerkung. Seit Weihnachten war ich bis auf einmal jedes Wochenende in der Natur unterwegs. Sei es im heimischen Elbsandsteingebiet oder im Harz. Die Lichtbedingungen waren dabei bis auf einmal nicht gerade perfekt. Und das eine Mal wo es perfekt war, hatte ich keine Zeit, weil ich schnell zur Arbeit musste.

Dabei war ich auch 4 mal mit außerordentlich talentierten Fotografen/Fotografinnen unterwegs und auch Sie waren dem Licht ausgeliefert. Das macht aus meiner Hinsicht die Landschaftsfotografie so reizvoll. Weil die Dinge auf die es zuallererst ankommt, kann man für kein Geld kaufen. Licht und die Fähigkeit, den Arsch hoch zu bekommen. Wenn bei den scheinbar schwierigen/schlechten Lichtverhältnissen ein kurzer Wolkendurchbruch geschieht, fragen die meisten hinterher, mit was für einer Kamera man das fotografiert hat

.

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Man muss eben einfach auch bei Sch...wetter losgehen. Manchmal hat man Glück. Leider meistens nicht. Aber: Bei schlechtem Wetter hat man auch mehr seine Ruhe, was auch ein Wert an sich sein kann.

 

Ich bin ja nun schon ergraut, aber es ist mir erst einmal passiert, dass wir bei Nebelsuppe (Sicht unter 100 m) gut vier Stunden aufgestiegen sind. Eigentlich hätte man irgendwo langgehen können. Völlig egal, wenn man nichts sieht. Am Gipfel dann eine Rast im Nebel. Und als wir gerade wieder absteigen wollten hebt sich ein Lüftchen, es reißt plötzlich auf und nach 10 Minuten sind wir plötzlich im strahenden Sonnenschein über den Wolken gewesen. Das war so beeindruckend - zumal wir die Gegend noch nicht kannten - dass es sich allein für eine solche Gelegenheit lohnt, ab und an ordentlich nass zu werden.

Der Ehrlichkeit halber sei noch erwähnt, dass wir einen Tag später den besten Wettersturz ever erleben "durften". In zwanzig Minuten von Dauerregen um 5° plus auf 20° minus. Regen und Nebel wurden blitzartig zu Eis. Alles war binnen Minuten mit Zentimeter dickem Eis überzogen. Damit es mehr Spass machte, waren Pickel und Steigeisen natürlich in der Unterkunft geblieben. Da denkt man dann irgendwie auch nicht mehr an Fotografieren und Essen.

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Wer sich hier durch das Forum liest ist vielleicht schon einmal über diesen Thread gestolpert https://www.systemkamera-forum.de/topic/112735-philipp-und-phillip-in-der-s%C3%A4chsischen-schweiz/ .

Damals hatte mich Phillip Reeve in meiner Heimat, der Sächsischen-Schweiz, besucht und wir haben es uns fast ein ganzes Wochenende draußen in der Natur gut gehen lassen und viele schöne Fotos gemacht. Da wir uns persönlich so gut verstanden haben, war bei der Abreise sofort klar, dass wir sowas mal wieder machen.

Der Herbst kam und ging und wir haben uns immer mal wieder geschrieben und telefoniert und nach Terminen gesucht, an denen das für uns beide passt. Nun wohnen wir beide zu guter letzt auch ziemlich soweit in der Ost-West-Ausdehnung auseinander, wie es in Deutschland nur gehen kann. Also sind wir uns gedanklich mit dem Finger auf der Landkarte entgegen gekommen und landeten schließlich im Harz.

Wenn es im Harz was gibt, dann sind das tolle Winter! Der Brocken gilt dabei so ziemlich als schneesicheres Gebiet und so hatten wir unser Ziel fest. So richtig macht das erst Laune, dachte ich mir, wenn wir mit einem lokalen Fotografen unterwegs sind. Es verstrichen ein paar Tage und dann viel mir ein Fotofreund von Flickr ein. https://www.flickr.com/photos/gruenewiese/ ...Olli Henze ist bei mir vor allem für seine eindrücklichen Waldaufnahmen bekannt gewesen und das er halt im Harz wohnt. Also habe ich ihn einfach mal angeschrieben und ihm von unserem Vorhaben berichtet. 

Lange Rede kurzer Sinn. Er war sofort begeistert und so haben wir uns am vergangenen Wochenende bei ihm in Wernigerode getroffen.

 

Wir drei hatten einen ganz normalen Arbeitstag/Uni-Tag und konnten sozusagen erst am Abend anreisen. Nach meinen letzten Ausflügen in die Sächsische-Schweiz mit wenig Licht und der wahrscheinlich letzten Möglichkeit, Sonne und Neuschnee vor dem Tauwetter anzutreffen, bin ich am Freitag auch nochmal vor der Arbeit losgezogen.

 

Abends um 21 Uhr haben wir uns schließlich in der Ferienwohnung mit Olli zusammnegesetzt und die nächsten 2 Tage besprochen. Wenn man schonmal im Harz ist, gehört eine Wanderung auf den Brocken schon fast zum Pflichtprogramm. Da wir ja zum Fotografieren hier waren und der Wetterbericht für den Brocken am Samstag schon Tauwetter vorhersagte, entschieden wir uns kurzerhand für eine Nachtbesteigung 

 .

Schnell warme Klamotten übergezogen, warmen Tee in die Thermosflasche gefüllt und die Fotoausrüstung gecheckt, ging es dann um 23 Uhr mit dem Auto nach Schierke. Jeder einzelne war gespannt auf diese Nachtwanderung und malte sich vor seinem inneren Auge schon die Jubelrufe aus, die aus einem heraussprudeln, wenn sich Vollmond, skurille Eisformationen, Sterne und Fernsicht auf dem Sensor vereinen. Schon bei dem Aufstieg war die Atmosphäre total faszinierend. Die Tannenzweige hingen dick verschneit zum Boden herab und das geröllige Eckerloch verwandelte sich durch den vielen Schnee zu einem steilen, aber bequemen Trampelpfad.

Phillip zückte schon hier, bei tiefster Dunkelheit, seine a7ii. Auf die Frage vom Olli, mit welcher Belichtungszeit er denn jetzt aus der Hand fotografiert, antwortete er ganz entspannt - 1 Sekunde. Olli, ein langjähriger Canon-Fotograf, fiel im sprichwörtlichem Sinne die Kinnlade herunter 

 .

 

Ihr wollt ja nun sicherlich ein paar Bilder sehen...ja, die gab es von meiner Seite erst kurz vor dem Brockengipfel. Da bot sich von uns ein einmaliger Blick an tiefverschneiten Bäumen vorbei auf das nächtliche Wernigerode. Um ca. 1 Uhr Nachts stand ich auch noch nicht im WInter auf einem tausender Gipfel 

 ...was für ein Gefühl!

 

 

 

Bis zu diesem Zeitpunkt konnten wir noch gut die Spitze von der hohen Brocken-Antenne erkennen. Doch binnen weniger Minuten war dort oben alles dicht und es fegte über uns ein richtiger Blizzard. Wir hatten unsere liebe Mühe, geradeaus zu laufen, so stürmisch war es. Eisregen und Schnee fühlten sich im Gesicht wie Nadelstiche an! Phillip und ich packten dann schnell unsere Kameras in die Fototasche - Olli ließ seine Canon 6D auf dem Stativ. Es dauerte nicht lange und sie überzog eine richtige Eisschicht.

 

/applications/core/interface/imageproxy/imageproxy.php?img=https://c2.staticflickr.com/2/1612/24527102931_c282a62fb7_b.jpg&key=43c8d7632f028d6f6760975a6f41d84c30f8bab40e8f39d1436822d95a3e73e1">

 

/applications/core/interface/imageproxy/imageproxy.php?img=https://c2.staticflickr.com/2/1681/24313796060_cb840aeee0_b.jpg&key=1c0286ec64259a4ffd84282093e27ba75bb25adede99c75f261c4ae8eb907128">

 

Schon beeindruckend, was die Canon so abkann. Welches Modell und Objektiv waren das?

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      Alex
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