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Grauverlaufsfilter, welches System?


S-d
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Hallo Zusammen,

 

ich hab eine Frage zu Grauverlaufsfiltersystemen. Bislang habe ich keine Grauverlaufsfilter eingesetzt sondern entweder auf den Dynamikumfang der Kamera vertraut, bzw. im Zweifel Mehrfachbelichtungen angefertigt und diese anschließend zusammengesetzt.

Da ich inzwischen jedoch sowieso schon viel Zeit mit der Postproduktion verbringe, würde ich gerne mit Verlaufsfiltern arbeiten, um den Himmel abzudunkeln.

 

Ich habe mich nun bezüglich der verschiedenen Systeme am Markt etwas informiert und habe hierzu einige Fragen, bzw. benötige noch ein paar Erfahrungsberichte von Usern die bereits solche Filter einsetzen.

 

Lee Filter und Konsorten fallen für mich aufgrund des Systempreises raus. Ich bin nicht bereit 300 € und mehr für ein Filtersystem auszugeben.

 

Ich habe mich auch sonst umgesehen, was andere Fotografen so nutzen und bin dabei auf eine Equipmentliste von Benjamin Jaworskiy gestoßen, seine Landschaftsbilder sind ja doch durchaus überzeugend, ersetzt auf Cokin X-Pro Filter. Er hat auch auf das von Ihm genutzte Set verlinkt, bei Amazon ist dieses jedoch aktuell nicht erhältlich. Es handelt sich dabei um dieses Set: http://www.amazon.de/gp/product/B00076QD2Q/ref=as_li_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=19454&creativeASIN=B00076QD2Q&linkCode=as2&tag=httpwwwbenjam-21

 

Cokin ist für mich Preislich durchaus interessant und die damit möglichen Ergebnisse sprechen mich schon mal an. 

Nun blicke ich jedoch noch nicht so ganz durch, Cokin bietet ja diverse Serien an, die sich nach meinem bisherigen Kenntnisstand vor allem durch die Filtergröße, nicht aber die Qualität unterscheiden, ist das richtig? Die kleinen Serien sind für mich uninteressant, bis zum Z System scheinen es die identischen Filter zu sein, nur die große unterscheidet sich.

 

​Das X pro System setzt auf Stärkere Filter (2,7mm anstatt 1,5mm), bietet dies einen Vorteil? Bzw. ist allgemein die Filterqualität dadurch besser?

 

Dieser Shop Hier:  http://www.versandhaus-foto-mueller.de/cokin-grauverlaufsfilter.html hat ja so wie es aussieht fast alles von Cokin im Sortiment und zudem auch einige hilfreiche Informationen zu den Systemen.  Laut den dort auffindbaren Informationen scheint für mich vor allem das Z, bzw. X System interessant, da dies die beiden großen Systeme sind, die auch ausreichend Spielraum zum verschieben der Filter haben.

Einsetzen möchte ich das System an meinem Sony FE 16-35, also mit 72mm Filterdurchmesser.

 

Es gibt dort ein Interessantes Set des Z Systems für 133€ das drei verschiedene Filterstärken beinhaltet, ist das zu empfehlen?

Oder sollte man doch auf das X System setzen? Dort habe ich aktuell nirgends ein Set gefunden, das von Benjamin Jaworskiy verlinkte kann ich auch nirgends auffinden. Dieses beinhaltet jedoch laut Amazon Rezension dieselben Filter (Charakteristik und Stärke) wie das Z Set, nur eben größer, richtig und stärker.

Lohnt es sich dafür mehr auszugeben?

 

Als Alternative bin ich nun noch auf die Filter von Formatt Hitech gestoßen, Grundsätzlich hört sich dieses System noch etwas besser an als das von Cokin, laut diverser Berichte kommen die Hitech Filter weitgehend ohne Farbstich und das Gesamtsystem ist Hochwertiger (Filterhalter aus Alu und nicht aus Kunststoff).

 

Dort Blicke ich aber noch nicht so ganz durch welche Filter zu empfehlen sind, aufgrund dessen das ich die Filter ja mit einem UWW Kombinieren möchte kommt eigentlich nur das Große System in Frage, sprich 100mm Filterhalter. Um Verschattungen zu vermeiden. 

 

Die Filter die am ehesten den Cokin 121 Entsprechen (weicher Verlauf) dürften diese hier sein: http://www.amazon.de/Formatt-Hitech-HT100GKIT6-Graufilter-100x125mm/dp/B009A3KLT8/ref=sr_1_sc_2?s=ce-de&ie=UTF8&qid=1452352595&sr=1-2-spell&keywords=format+hitech+filter

 

Mit diesem dreierset mit 1,2 und 3 f-stops entspricht es von der Stärke genau den Cokin Sets. 

 

Dazu dann noch der 100mm Halter http://www.amazon.de/Formatt-Hitech-HTAMH-Aluminium-Modularhalter/dp/B0099STX48/ref=sr_1_sc_1?s=ce-de&ie=UTF8&qid=1452352595&sr=1-1-spell&keywords=format+hitech+filter

Und ein Adapter für das Objektiv.

 

Da ist nun wieder die Frage ob sich hier der Aufpreis zum Cokin Z Set lohnt, i Vergleich zum Cokin Xpro Set ist das Hitech preislich nicht teurer, da würde ich eher zu Hitech tendieren. 

 

​Im Prinzip stehe ich also vor der Wahl: Cokin Z System, oder Hitech 100mm?

 

Außerdem habe ich noch ein zwei weitere Fragen:

 

1. Der Adapterring wird bei beiden Systemen auf das Filtergewinde des Objektivs geschraubt, richtig?

2. Dann müsste ich ja den Schutzfilter auf dem Objektiv lassen  und darauf das Filtersystem befestigen können, richtig?

 

 

Ich hoffe mir kann jemand weiterhelfen, vielen Dank schon einmal!

 

 

 

 

 

 

 

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Hm...die Verlaufsfilter-Frage...ein sehr kompliziertes Thema ;).

Ich nutze seit vergangenen Sommer vereinzelt die Verlaufsfilter von Formatt Hitech in der 85mm Größe und auch erstmal die preiswerten, da ich auch den Workflow kennenlernen wollte. Mir ging es vor ein paar Monaten ebenso, dass ich die Zeit am Rechner in der Nachbearbeitung und auch den Speicherbedarf etwas reduzieren wollte.

Zuletzt habe ich die Filter immer seltener genutzt, weil sie, vor allem in der Kombination, starke Farbverschiebungen hervorrufen. Manchmal sieht da ein Sonnenuntergang vielleicht etwas dramatischer aus, aber das will ich halt auch nicht immer.

Auch die Filtergröße sehe ich mit 85mm für meine Objektive (z.B. 10-18/4) auf Grund der Randabschattung weniger optimal. Zukünftig werde ich wohl zu der 100mm Serie greifen und eventuell der Cokinserie eine Chance geben (da ich die Bilder von Jaworskyi auch sehr ansprechend finde).

Vor einer Woche war ich mit einer professionellen Landschaftsfotografin unterwegs, mit der ich auch dieses Thema diskutiert habe.

Sie fing vor vielen Jahren auch mit dem Cokin-System an und ist jetzt mittlerweile bei LEE-Filters gelanden, eben wegen der Farbverschiebung. Gleichzeitig meinte sie aber auch, dass es nicht verkehrt ist, am Anfang mit günstigeren anzufangen. Sie empfahl mir jedoch, auf den Weitwinkeladapter (77mm) und den Filterhalter (100mm) von Lee zu setzen. Den Weitwinkeladapter und auch andere Adapterarten sollte man Weitwinkelobjektiven aber immer ohne irgendwelche Schutz-/UV-Filter nutzen. Der Filterhalter ist wohl auch wesentlich besser verbaut und einfacher zu Handhaben.

Beide Teile sind zwar nicht so billig zu haben, doch sie meinte, dass man damit eine dauerhafte Lösung hat, egal welche Filter man mal verwenden wird.

 

Ich hoffe ich konnte dir ein klein wenig helfen.

 

Gruß, Philipp

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Schutz-, UV-Filter sind sowieso kontraproduktiv. Jedes Filter, das nicht in die optische Rechnung einbezogen wurde, reduziert die technische Bildqualität.

Ich frage mich halt auch oft, wie weit man sich den ganzen zusätzlichen Filterkrempel unterwegs noch antuen soll. Schließlich passt sich ein Verlaufsfilter den Helligkeitsverläufen im Bild, die ja praktisch nie wirklich gerade sind, nicht an. Und wenn man mit dieser Einschränkung schon zufrieden ist, ist in der Nachbearbeitung am RAW ein grader Verlauf mit beliebiger Breite (im Gegenstz zu festen Filterverläufen) in weniger als zwei Sekunden eingezogen. Klar, wenn man doch mal eine zweite Aufnahme braucht, wird's etwas mehr. Aber wenn es einem die Aufnahme Wert war, ein Stativ zu verwenden, ist doch auch dieser Aufwand noch geringer. Erst wenn man anfängt, diese Gerade zu durchbrechende Bildelemente auszunehmen wird der Aufwand mehr. Aber wenn einen das stört, bleibt das auch mit Verlaufsfilter für die Nachbearbeitung übrig.

 

Ich finde da vertrödelt man draussen mehr Zeit, die man auch unterwegs sinnvoller nutzen kann, bei weniger zufriedenstellendem Ergebnis.

Und die größe der Ausrüstung wächst bei so kleinen Kameras, für die man sonst eben keine große Tasche mehr benötigt, unverhältnismäßig an. Abgesehen mal davon, dass die Filter sowieso schon von der Stärke des Verlaufs her kaum so exakt zum Motiv passen...

Edited by synor
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Schutz-, UV-Filter sind sowieso kontraproduktiv. Jedes Filter, das nicht in die optische Rechnung einbezogen wurde, reduziert die technische Bildqualität.

Ich frage mich halt auch oft, wie weit man sich den ganzen zusätzlichen Filterkrempel unterwegs noch antuen soll. Schließlich passt sich ein Verlaufsfilter den Helligkeitsverläufen im Bild, die ja praktisch nie wirklich gerade sind, nicht an. Und wenn man mit dieser Einschränkung schon zufrieden ist, ist in der Nachbearbeitung am RAW ein grader Verlauf mit beliebiger Breite (im Gegenstz zu festen Filterverläufen) in weniger als zwei Sekunden eingezogen. Klar, wenn man doch mal eine zweite Aufnahme braucht, wird's etwas mehr. Aber wenn es einem die Aufnahme Wert war, ein Stativ zu verwenden, ist doch auch dieser Aufwand noch geringer. Erst wenn man anfängt, diese Gerade zu durchbrechende Bildelemente auszunehmen wird der Aufwand mehr. Aber wenn einen das stört, bleibt das auch mit Verlaufsfilter für die Nachbearbeitung übrig.

 

Ich finde da vertrödelt man draussen mehr Zeit, die man auch unterwegs sinnvoller nutzen kann, bei weniger zufriedenstellendem Ergebnis.

Und die größe der Ausrüstung wächst bei so kleinen Kameras, für die man sonst eben keine große Tasche mehr benötigt, unverhältnismäßig an. Abgesehen mal davon, dass die Filter sowieso schon von der Stärke des Verlaufs her kaum so exakt zum Motiv passen...

Dieser Aspekt den du erwähnst, mit dem unebenen Horizont, da ist schon viel Wahres dran. Mit der a6000 reicht halt der Dynamikumfang manchmal nicht aus, um eine Belichtung nachträglich zu optimieren. Da wäre es schon besser, in einer Aufnahme mehr Informationen zu haben. Hinzu kommt der Wind, der Bäume bei zusammen gefügten Mehrfachbelichtungen zu seltsam aussehen lässt. Es ist also wie so oft in der Fotografie, die perfekte Lösung gibt es (noch) nicht.
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Wobei die Situationen, in denen eine einzelne RAW-Datei nicht ausreichend für eine saubere Korrektur ist, doch eher seltener sein dürften, als solche mit einem ausreichend geraden Horizont für den sauberen Einsatz eines Verlaufsfilters. Dann ist allerdings gelegentlich der Aufwand am PC doch nicht mehr so gering...

Edited by synor
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Vielen Dank für die Antworten!

 

Zum Thema Software:

Ich mache das ganze ja bisher auch entweder in Lightroom, wenn möglich aus einer Belichtung, bzw. aus mehreren Belichtungen und kenne die Technik der Luminanzmasken in Photoshop recht gut, von daher bin ich in der Lage auch bei sehr detailreichen Aufnahmen den Himmel anzupassen (z.b. bei einer Waldaufnahme mit vielen verzweigten Ästen), dennoch wäre es mir lieber möglichst viel bereits in der Kamera zu machen. Nicht immer hat man die Möglichkeit ein Stativ aufzubauen, bzw. die Zeit für Mehrfachbelichtungen.

 

Zum System, ich habe nun auch noch einiges über Haida Filter gelesen, wusste bisher nicht das es da auch ein Verlaufsfiltersystem gibt. Ich nutze seit einiger Zeit Graufilter von Haida (Runde Filter mit Objektivgewinde), damit bin ich sehr zufrieden. Angeblich soll der Haida Halter, im Gegensatz zum Halter von Hitech, auch in der Lage sein bei einem 16mm Objektiv an Vollformat ohne Abschattung zu funktionieren (100mm Breites System). Wäre natürlich attraktiv, dann kommt man mit einem 100mm System zurecht.

 

Filtertechnisch sollen die Haidas auch sehr gut sein, allerdings nicht ganz günstig.

Ich denke ich werde zum Haida Filterhalter greifen, nur bei den Filtern selbst bin ich noch nicht wirklich weiter, die Meinungen gehen ja sehr stark auseinander.

 

Ich würde dann auch mit den normalen graufiltern auf das haida 100mm System umsteigen.

Edited by S-d
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Für das Haida System habe ich mich letzte Woche auch entschieden. Bisher ist der Halter und der Polfilter da, auf den Verlaufsfilter warte ich noch. Aber du hast schon Recht, das Haida System ist vom Lreis-Leistungs-Verhältnis wohl das beste. Sehr gute Farbtreue und nicht so teuer wie die Lee Filter. Bin jedenfalls sehr gespannt! Und der Halter wirkt schon sehr wertig und ist schön leicht.

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Für das Haida System habe ich mich letzte Woche auch entschieden. Bisher ist der Halter und der Polfilter da, auf den Verlaufsfilter warte ich noch. Aber du hast schon Recht, das Haida System ist vom Lreis-Leistungs-Verhältnis wohl das beste. Sehr gute Farbtreue und nicht so teuer wie die Lee Filter. Bin jedenfalls sehr gespannt! Und der Halter wirkt schon sehr wertig und ist schön leicht.

Ich tendiere mittlerweile auch zum haida System, werde wahrscheinlich auch die haida Filter nehmen, über die ließt man viel gutes. Preislich liegen sie im Mittelfeld ich denke damit fährt man ganz gut

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  • 3 weeks later...

In der Praxis hat mir das Hitech-System nicht gefallen. Bei jeder Drehung muss man die Schraube öffnen und der Halter hat dann keine Verbindung (anders als Haida) zum Adapterring. Da kann es dann auch passieren das Filter und Halter plötzlich am Boden liegen. Zudem fand ich die Qualität der Filter bei dem Preis recht mäßig, da wo sich die Plastikhalterung der Filter befinden sind schon zig Kratzer. Der Haida hat auch seine Tücken aber besser als Hitech.

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