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Manuelles Fokussieren - welche Methode


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Hallo Alphas7 :-)

 

ich beschäftige mich grad mit dem manuellen Fokussieren, bis dato jedoch "nur" mit dem Hilfsmittel Fokus-Peeking, also die Kontrastkantenanzeige.

Nun ist das Ergebnis manchmal wenig zufriedenstellend da unscharf, somit bin ich auf die Fokuslupe gestoßen.

Das funktioniert ja ganz wunderbar, hat jedoch den Nachteil, dass ich mit der Fokuslupe den Bildmotiv als Gesamtes verliere. Das wird zwar

bei Drücken des Auslösers wieder dargestellt, sollte ich jedoch dann nochmals korrigieren wollen, passt der Fokus wieder nicht.

 

Wie macht ihr das konkret? Wie habt ihr diesbezüglich die Buttons parametriert, um hier zu einem komfortablen Ergebnis zu kommen?

Oder bevorzugt ihr eher das Fokus-Peeking?

 

Verwende die A7S.

 

lg

Randy

 

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Ich nutze die a7.

focus peaking benutze ich nur in seltenen Fällen, wenn Bewegung im Spiel ist.
Hauptsächlich nutze ich auch die Fokuslupe, da ich allerdings auch hauptsächlich statische Motive bisher fotografiere. Ich hab die Lupe sogar auf zwei Tasten. Einmal der set-Button in der mitte des rädchens und auf dem MF-Button. Warum? je nach Kamerahaltung komme ich an den einen oder anderen Punkt besser ran. die a7 ist ja leider gar nicht so handlich für meine Hände...
Eine eigentlich nette Idee hatte ich damals bei meiner Canon Powershot S5 IS. Da gab es auch sowas wie eine MF-Fokuslupe, allerdings ist das Motiv als ganzes nicht verschwunden sondern in der Bildmitte wurde ein Bereich als Lupe genutzt. Ziemlich sinnvoll und schade, dass man die einfache Methode nicht auch bei Sony implementiert hat. ich mein die Powershot S5 is jetzt auch schon fast 8 Jahre alt.. und sony blendet sowieso ein Fenster ein, bei dem die Position des Ausschnitts angegeben wird, dort das Gesamtbild zu integrieren sollte nun auch nicht so viel Aufwand darstellen. Unbefriedigend ist es alle mal, oder ich habe bisher noch nicht das Richtige entdecken können ;D

Ich arrangiere mich bei der Sony daher so: habe ich ein Motiv ca ab 1m aufwärts entfernt, fokusiere ich absichtlich mit der Bildmitte den Punkt an, den ich später scharf haben will. Stelle den nun scharf und schwenke dann in der Gesamtansicht, je nachdem, wo ich den Punkt haben will. Dieses manuelle verschieben des Lupenfensters dauert mir zu lang und das nutze ich nur mit Stativ, in Situationen auf die Nähe oder, wenn es eben gar nicht anders geht. In Anbetracht dessen, dass nach Auslösen immer noch der verschobene Punkt beim nächsten lupen-modus genutzt wird und nicht auf die Mitte zurückgesetzt wird: Das kann schnell sehr nervig werden! ist natürlich auch alles Objektiv-abhängig, ein 80 mm handle ich dann anders als ein 20 mm. meistens klappt allerdings die nachträgliche Schwenk-Methode (man hoffe auf geringe Bildfeldwölbung!), da der gewünschte Fokus auch nie wirklich weit außerhalb der Bildmitte liegt.

Edited by Neto-Zeme
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danke für den Tipp :-)

 

Fazit: die Lupe ist das bessere Instrument zum schärfen, die Technik ist halt gewöhnungsbedürftig aber geht so.

 

Ich habe aktuell den Modus1, d.h. die Lupe erscheint in der ersten Vergrößerung beim Drehen des Fokusrings,

der Vergrößerungswechsel geht mit dem Set Button und ein "Halb" Klick des Auslösers läßt die Lupe verschwinden.

Den MF Button hab ich zum Umschalten AF/MF.

 

Werde mal dabei bleiben und checken, wie das in der Praxis funktioniert ...

 

...

txh

 

Randy

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mir persoenlich taugt das peaking super! In gelb, und niedrig. ein paar wenige male vor und zurueck gedreht und sich gemerkt wo am meisten gelb zu sehen war, so reicht mir die schaerfe fuer meine ansprueche voll aus. wenn ich mal vom stativ aus knipse nehme ich aber auch eher die Lupe zur hilfe. ist zwar wesentlich umstaendlicher, aber man kann wirklich punktgenau scharfestellen.

 

maui

 

p.s. auf ergonomischen gruenden habe ich die lupe zusaetzlich zu C3 noch auf C2 gelegt (an der A7 II). manchmal nutze ich die Lupe naemlich auch freihand. ;-)

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Also mir ist das Gesamtmotiv / der Bildausschnitt viel zu wichtig, als dass ich gerade in hektischeren Situationen die Lupe nehmen könnte. Ich nutze Peaking, der Ausschuss wird mit der Zeit kleiner, auch bei offenen Blenden. Nur auf dem Stativ nutze ich die Lupe, dann auch gerne in den Ecken um Rand und Mitte miteinander abzustimmen.

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ich kriege mit peaking alleine zu viele unscharfe Bilder.

Mit der Lupe ist die Trefferquote höher, aber es ist etwas mühsamer und dauert länger.

Wenn sich das Motiv bewegt, bleibt ohnehin idR nur das peaking, wenn es stillsteht nehme ich die Lupe.

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Mein großes Vorbild und mein Lehrer, der Photograph Andreas Weidner, sagte und schrieb einmal, "Man muß das Bild visionalisieren!", d.h. sich im Kopf bildlich genau vorstellen, wie die Komposition sein soll. 

 

Dann schaltet man Focus Peaking mit Lupe ein (Zeigefinger auf C2 bei meiner Kamera A7R2) und stellt scharf auf den wesentlichen Teil des Bildes (Mittelfinger drückt den Auslöser halb durch), behält den Finger halb gedrückt auf dem Auslöser, schaltet mit einem zweiten Finger Focus Peaking wieder aus (C2), stellt die alte (visionalisierte) Komposition wieder ein (schwenkt dabei  die Kamera zurück) und löst aus. 

 

Das geht mit der A7R2 sehr gut: MIttelfinger auf den Auslöser, Zeigefinger auf C2.

Focus Peaking ohne Lupe funktioniert meistens nicht so besonders. Man muß schon die Lupe bemühen.

Man muß heute auch den zweiten Finger bemühen, im Gegensatz zu analogen Photographen früher oder Photographen heute ohne Focus Peaking, da genügte ein Finger auf dem Auslöser. Wenn man das heute mit einer Digitalkamera macht, behält den Finger nicht halb durchgedrückt auf dem Auslöser und schwenkt zurück, dann focussiert der Autofocus automatisch neu, also falsch.

 

LG

Hans-Joachim.

Edited by Gienauer
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@gienauer:

danke für die genaue Beschreibung.

 

wenn Du den Auslöser halb drückst verschwindet die Lupe aber, richtig? Oder kann man das anders einstellen?

 

und warum schaltest Du das peaking aus, bevor Du den endgültigen Bildauschnitt wählst?

Solange Du die Fokussierung durch den halb gedruckten Auslöser einfrierst, ist doch das peaking nicht schädlich.

 

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@Atur

Da magst du völlig recht haben. Ich mache das alles völlig intuitiv und es klappt immer. Wenn man das aber beschreiben will, dann erinnert sich das Hirn oft genauer als es wirklich ist. Und so braucht man das Peaking auch nicht auszuschalten! Schädlich wäre nur die Lupe, weil sie den Bildausschnitt verkleinert.

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