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Phillip Reeve

Bilder auf Papier - Wie, Warum und Worauf?

Empfohlene Beiträge

Die meisten unserer Bilder werden entweder online veröffentlicht. Danach kommen dann Printausgaben der Zeitungen und Stadtmagazine.

Wenn ich diese "Pflicht" durch habe, kommts zur "Kür"

Dann gehe ich los, mache mir Gedanken um Motive, die an der Wand wirken. Dazu dann, auch noch mit welchem Rahmen an welcher Wand auf welchem Medium.

 

Beispielsweise: Neben dem Fernseher war Platz. Da sollte was Schwarz-weißiges hin. Dazu dann zwei Golfer fotografiert und das Bild dann mehrfach mit EBV gefiltert, verändert, beschnitten etc.

 

Dies dann auf Leinwand A3 gedruckt mit einem Brother 4410.

Die Leinwand auf einen Sperrholzträger gebracht. Als Rahmen habe ich getrocknete Schilfgrasstangen verwendet. mehrere jeweils gebündelt, zurechtgeschnitten und über Eck mit Lederriehmchen zusammengerödelt.

Darein dann ebenfalls per Lederriehmchen jeweils 2 mal pro Seite  das Bild eingehängt.

 An die Wand, betrachten und wohlfühlen. 100% Selfmade. Dazu gehört mich mich auch insbesondere das Drucken selber. Wenn ich das weggebe, fällt ein ganz wesentlicher Punkt der Kreativität flach. Denn wenn das irgendwie nicht stimmt, ab in den Schredder und neuer Versuch. So verbringe ich verregnete Sonntage.

 

Ansonsten drucke ich sehr viele Bilder 10x15 auf dem Aldi Papier.

A4 ebenfalls von Aldi, und A3 dann aus dem Franzis Verlag. 50 Stück irgendwo um die 8 Euro.

 

Die Druckerpatronen kosten vom Kompatiblen zwischen 1-2 Euro mit xxl Füllung und Chip. Damit drucke ich zig A3 Bilder...

 

Die Ergebnisse sind auch nach mehreren Jahren frisch, wie am ersten Tag....

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Hi,

 

ich drucke auch selber aus, ich hab einen kleinen Faible für Drucker und hab etliche Drucker im Büro herumstehen. Ich kann bis 24" Breite drucken, Länge beliebig und drucke meine eigenen Bilder auf Canvas und spanne sie auf die Keilrahmen von Hahnemühle, das geht recht easy, schnell und sauber, ist zwar teurer als sie selber mit Klammern auf einen Rahmen zu spannen, aber man erzielt auf Anhieb saubere Ergebnisse. Auf Dibond oder Platten ziehe ich Bilder mit einem einfachen Rollenlaminator auf, ist nur ein einfaches manuell betriebenes Gerät mit 75cm Breite, aber reicht für einfache Sachen aus.

 

Ein selber hergestelltes Fotobuch würde mich auch reizen, ich würde es am liebsten gerne selber binden und auch den Einband herstellen, da gibt es recht interessante Seiten im Internet, mit teils recht guten Ergebnissen, aber das wird eine Spielerei für den Winter.

 

Matte Medien gefallen mir im Grunde besser, wobei mir glänzende Barytpapiere auch sehr gut gefallen, mit ledriger Oberfläche, da gibt es schon geniale Papiersorten, leider hab ich Baryt nur im A4 Format, ich hab da einen ganzen Schwung von einem ehemaligen Dienstleister günstig ergattert (Hersteller Monochrom und Sihl).

 

Meine Papiersorten profiliere ich mit einem Colormunki, bzw. mit dem integrierten Colorimeter meines HP Druckers. Für den Canon Selphy CP 800 habe ich ein Profil erstellt, wer so seinen Drucker besitzt und es testen möchte kann sich bei mir melden, für den CP900 sollte es auch gehen.

 

@Gienauer: Bilder von Deinen fertigen Ergebnissen (Alben) würden mich auch interessieren :)

 

 

Grüße Matthias

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@Gienauer: Bilder von Deinen fertigen Ergebnissen (Alben) würden mich auch interessieren :)

Grüße Matthias

 

 

Sorry, wenn ich das versäumt habe; Philipp hatte ja auch den gleichen Wunsch.

Hier also mein Beispiel. Es ist ein Album von Boesner mit leinenbezogenen, starren Deckeln und entsprechend der Blattanzahlen Schrauben in passender Länge.

Das Album hat DINa3 -Größe, d.h. die Einlageblätter sind in dieser Größe.

 

 

post-65231-0-35662600-1443089812_thumb.jpg

 

post-65231-0-37618300-1443090806_thumb.jpg

 

Entweder spinnt die Software des Forums oder ich spinne:

Ich versuche nun immer wieder, die entsprechenden Bilder anzuhängen, manchmal geht es (s.o.), manchmal ist die Datei in gleicher Größe wie die beiden vorherigen angeblich zu groß (wird gemeldet). Bisher hat es doch immer gut geklappt?

 

Ich versuche noch, zwei weitere Bilder hochzuladen.

 

LG

Hans-Joachim.

bearbeitet von Gienauer

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Hallo,

 

sieht gut aus, schöne saubere Ausführung, beim Boesner stöbere ich auch recht gerne.

 

Sollte ich mal die Zeit finden würde ich gerne ein komplettes Buch selber binden, Anleitungen findet man einige im Netz, die einfachste Bindung wäre eine Klebebindung nach Lumbeck, ich hab nur testweise ein paar Anleitungen selber mit Buchbinderleim zusammengeklebt, das hält erstaunlich gut, aber eine Vorrichtung zum exakten Einspannen des Papiers wäre recht hilfreich, einen Plan für eine Lumbeck Vorrichtung hätte ich schon im Kopf, sobald ich mal Zeit habe werde ich mir selber so eine Lumbeck Spannvorrichtung bauen. Das Prinzip dahinter sieht man hier recht gut. http://www.grzesina.de/t-online/lumbeck.htm#lbrett

 

Durch das Umbiege / Fächern des Papiers wird nicht nur die reine Stirnseite des Blattes, sondern auch ein kleiner Bereich am Papierrand vom Leim erfasst, somit hält das recht gut.

 

Den Einband stelle ich mir in etwa so vor: http://www.stiftundpixel.de/portfolio/fotomappe/

Die Prägung ist natürlich ein Problem, aber das finden sich bestimmt Alternativen, ich hab auch noch einen Alps Drucker mit dem man einiges anstellen kann.

 

Hier ist auch noch eine recht einfache Anleitung. Das erfordert sicherlich einiges an Übung, aber man kann bestimmt recht gute Resultate erzielen, der Kostenaufwand hält sich in Grenzen.

 

Aber das wird eine Spielerei für den Winter....

 

Grüße Matthias :)

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Sollte ich mal die Zeit finden würde ich gerne ein komplettes Buch selber binden, Anleitungen findet man einige im Netz, die einfachste Bindung wäre eine Klebebindung nach Lumbeck, ich hab nur testweise ein paar Anleitungen selber mit Buchbinderleim zusammengeklebt, das hält erstaunlich gut, aber eine Vorrichtung zum exakten Einspannen des Papiers wäre recht hilfreich, einen Plan für eine Lumbeck Vorrichtung hätte ich schon im Kopf, sobald ich mal Zeit habe werde ich mir selber so eine Lumbeck Spannvorrichtung bauen. Das Prinzip dahinter sieht man hier recht gut. http://www.grzesina.de/t-online/lumbeck.htm#lbrett

 

Durch das Umbiege / Fächern des Papiers wird nicht nur die reine Stirnseite des Blattes, sondern auch ein kleiner Bereich am Papierrand vom Leim erfasst, somit hält das recht gut.

 

Hallo Matthias,

 

da habe ich andere Erfahrungen:

 

Von der Leimbindung würde ich deshalb abraten. Das geht zwar durchaus mit Schreibmaschinenpapier, obwohl auch das bei häufiger Benutzung irgendwann auseinandergeht, aber mit bedrucktem Injetpapier, das viel starrer ist, löst sich das sehr schnell beim Blättern

.

Ich habe z.B. bei STAPLES mit Leim binden lassen (Schreibpapier mit Text, keine Photos) - und die sind bestens dafür ausgerüstet mit Papierrüttler und Metall-Spannvorrichtung, Klarsichtdeckblättern und Leinen-Kleberücken - aber für die Ewigkeit hält auch das nicht.

 

Die beste Lösung, die ich mal gekauft habe, ist die von HAHNEMÜHLE mit Lederschraubeinband und passend zugeschnittenem Inkjetpapier (20 Blatt) sowie einem Lederrücken und Nachfüllpapier - aber m.M.n. schweineteuer. Ich halte meine Lösung für einen preiswerten und guten Kompromiß.

 

LG

Hans-Joachim.

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Hallo Hans-Joachim,

 

Danke für den Hinweis, bei dickerem Papier kann das problematisch werden, da hast Du Recht. Mir würde halt eine Lösung ohne Schrauben gefallen, wobei Deine Lösung natürlich bei Weitem günstiger ist als die von Hahnemühle, optisch ist sie meiner Meinung nach genauso ansprechend. Die Hahnemühle Preise sind wirklich schwindelerregend, da lohnt sich selber drucken wirklich nicht mehr. Ich hab zwar einiges an Papier und auch die Gallery Wraps, aber die Bücher sind schon extrem teuer.

 

Ich muss mir mal Deine "Teile" beim Boesner raussuchen, gefällt mir trotzdem recht gut, vor allem weil man unabhängig bei der Papierwahl ist.

 

Eine andere Lösung ohne Schrauben für A3 fällt mir auch nicht ein. Einzig die Japanbindung wäre noch möglich, wobei sie mir optisch jetzt nicht so recht zusagt, kommt aber sicher auch auf die Materialien an die man verwendet, aber bei festem Papier halten Schrauben wohl deutlich besser.

 

An sich könnte man sich den Einband zum Schrauben auch selber anfertigen und individuell beziehen. :)

 

Grüße Matthias :)

 

 

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An sich könnte man sich den Einband zum Schrauben auch selber anfertigen und individuell beziehen. :)

 

Grüße Matthias :)

 

Hallo Matthias,

 

der Unterschied zwischen den BOESNER-Schraubdeckeln und denen von HAHNEMÜHLE besteht darin, daß die Schrauben bei den teuren Deckeln nicht zu sehen sind und diese noch dazu einen Rücken "eingeschraubt" haben, das sieht natürlich besser aus.

 

Wenn du aber die Deckel selber anfertigen willst, dann halte ich das für eine tolle Idee - und so schwierig ist das gar nicht, denke ich. Wenn du die Hartpappe(?) dann selbst beziehst, dann kannst du sie auch mit Lücke in der Pappe nach innen U-förmig  umschlagen und in dem Zentimeter umgeschlagener Deckelpappe die Schraublöcher unterbringen. Bei HAHNEMÜHLE sind die Deckel nach innen sogar doppelt umgeschlagen. Die Hartdeckel sind dabei jedoch dünner und sehr stabil und fest. Denke daran, daß du einen Vierloch-Locher brauchst und dieser auch die Hartpappe o.ä. im Doppel   lochen können muß. Die Schrauben kann man ja trotzdem bei BOESNER kaufen; sie liegen in verschiedenen Längen in Plastik-Säckchen woanders als die Deckel.

 

LG

Hans-Joachim.

 

bearbeitet von Gienauer

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Hallo,

 

die Hartpappe gibt´s in Shops auf Ebay, so teuer ist die nicht, bei A3 würde ich zu 2-3 mm Stärke tendieren, der 4-fach Locher sollte natürlich stabil genug sein, eventuell könnte man 2 stabile 2-fach Locher mit einer Leiste kombinieren, ist sicherlich günstiger.

 

Bezugsstoffe gibt´s bei Modulor,Boesner oder Gerstaecker, auch Kunstleder usw., wobei mir Textilien und hochwertiges Papier eher zusagen, Leder muss nicht sein. 

 

Aber vorab würde ich mir noch dieses Buch zulegen, das soll wirklich sehr gut sein, ich denke darin finden sich einige gute Ideen :)

Momentan bin ich leider noch zu sehr im Garten eingespannt, ich komme nicht zum Basteln, aber ich werde das auf jeden Fall mal in Angriff nehmen.

 

http://www.amazon.de/Buchbinden-Handwerk-Kunst-Schritt-eigenen/dp/3258600007/ref=sr_1_8?ie=UTF8&qid=1443452571&sr=8-8&keywords=buchbinder

 

Grüße Matthias :)

 

 

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Schöner Thread, Phillip!

 

  • Lasst ihr überhaupt noch Bilder belichten/ausdrucken und wenn ja warum?

Ich drucke inzwischen wieder sehr regelmäßig. Bis vor 2 Jahren hatte ich noch eine Dunkelkammer und habe den Prozess sehr genossen. Nachdem diese abgeschafft war, fehlte mir das Physische an der Photographie. Interessanterweise nehme ich oder Freunde eher ein Bild in die Hand, als durch die Festplattenarchive zu streifen.

  • Druckt ihr selber oder gebt ihr die Bilder zu einem Dienstleister?

Bei der Frage habe ich keine Kosten-/Nutzenrechnung aufgemacht, wobei am Ende selbst die hinkommt... Ich drucke selber, aus einem einfachen Grund: Früher habe ich immer gesammelt und gewartet, um am Ende doch nicht zu drucken. Jetzt kann ich sofort und nach Lust und Laune mich am Ausdruck erfreuen. Und gerade wenn man die Papierqualität in die Betrachtung aufnimmt, wird auch der Dienstleister schnell recht teuer. Den eingegangen Kompromiss siehe nächste Frage :) 

  • Welches Papier bevorzugt ihr und in welchen Größen druckt ihr?

Am Anfang habe ich lange überlegt, wie mein Nutzungsverhalten aussehen könnte. Ich habe mich dann entschieden, bis A4 zu Hause zu drucken und die wenigen größeren Drucke dann in Auftrag zu geben. Dazu kommt der notwendige Platzbedarf, der bei A4 einfach wesentlich geringer ist und das Papier ist auch etwas günstiger. Es hat eine Weile gedauert, bis ich einen geeigneten Drucker fand. Es gibt keine speziellen Fotodrucker für A4 mehr, alles beginnt bei A3+.

 

Am Ende habe ich mich für den Canon MG7550 entschieden. Ein Multifunktiongerät (praktisch!), aber mit 6 Tinten (eine separate für Grau und zwei Schwarztöne...). Ich nutze nur Originaltinten und drucke auf Canon SG201 Semi-Matt. Bei den ersten gelungenen Ausdrucken war ich überwältigt, was ein 150 Euro Drucker leisten kann! Wie so oft sind es die letzten 5% Qualität, die richtig ins Geld gehen. Für meine Anwendungsfälle passt das ausgezeichnet :)

  • Wie präsentiert ihr die gedruckten/ausbelichteten Bildern?

Aktuell bewahre ich sie in Kisten auf. Gestern habe ich den ersten Halbe-Rahmen bestellt, von denen ich mir 5-7 in A3 mit passendem Passepartout zulegen werde und regelmäßig durchwechseln will. Reisen oder thematisch zusammenhängende Serien (viel zu wenig davon!) lasse ich als A4 Photobuch bei Saal drucken. Wenn ich große Ausbelichtungen anfertigen lasse, sind die auf A3 oder max 65x40cm. Aber das passiert eigentlich kaum, Wandplatz ist ja auch begrenzt...

  • Wie sieht eurer Workflow aus?

Import in LR CC, grundsätzliche Bearbeitung und ggf. Silver Efex für schwarzweiß. Mein Monitor deckt 96% sRGB unkalibriert ab, das reicht mir (Iiyama XB2783HSU-B1). In Lightroom sind die Profile für Drucker und Papier hinterlegt, d.h. ich drucke direkt aus Lightroom über WLAN (sehr praktisch!) :) Fertig!

 

Ich kann gerne morgen bei Tageslicht mal ein Foto von den Ergebnissen machen, wenn du magst...

 

Das Schöne am Drucken ist, dass sich viele Foren-Diskussionen um Rauschen und Schärfe etc. mE größtenteils erledigen. Das befreit einerseits, andererseits muss ich mich nun wirklich mit den Fotos auseinandersetzen, und nicht mehr mit dem Equipment :D :D :D

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