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Foto
* * * * - 7 Stimmen

Kamerasysteme in der Praxis ihrer Nutzer


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77 Antworten in diesem Thema

#1 Phillip Reeve

Phillip Reeve

    Altglasverwerter

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  • 4.053 Beiträge

Geschrieben 12. Juli 2015 - 19:16 Uhr

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In den letzten Wochen wurde hier im Forum sehr viel über verschiedene Kamerasysteme geschrieben und diskutiert. Als Leser musste ich dabei sehr häufig den Kopf schütteln. Zum einen wegen der Diskussionskultur beziehungsweise ihrer Abwesenheit. Aber auch weil sich die Diskussionen immer wieder im Kreis drehen und man das Gefühl hat, dass es meist darum geht mit technischen Argumenten die Überlegenheit des eigenen Systems zu demonstrieren, die Fotografie um die es ja eigentlich gehen soll fällt dabei hinten rüber.
Dabei haben wir in den letzten 10 Jahren unglaubliche Fortschritte bei der Entwicklung der Bildqualität beobachten können und es erschließen sich so kreative Möglichkeiten von denen man vor 10 Jahren nur träumen konnte.
 
Daraus entstand bei mir die Idee einen Thread zu starten, in welchem Nutzer etwas ausführlicher schreiben, wie sie ihre Systeme nutzen, was sie an diesen schätzen und was nicht. Ziel soll es sein verschiedene Perspektiven von Nutzern die ihre eigenen Systeme sehr gut kennen in einem Thread zu sammeln. Der Fokus soll dabei auf den subjektiven Erfahrungen und Fotografie liegen. Nicht auf MTF Kurven und Messergebnissen die eine um 42 LP höhere Auflösung in den Ecken feststellen. Meine Hoffnung ist so Verständnis dafür zu wecken, dass es nicht ein bestes System gibt sondern dass dies stark von den individuellen Bedürfnissen abhängt. Ich würde mich freuen für jedes hier im Forum vertretene System mehrer Beiträge zu sehen, möglichst mit verschiedenen Schwerpunkten.
 
Wichtig ist mir dabei eine konstruktive Sichtweise. Es soll darum gehen einen persönlichen Blick aufs eigene System zu vermitteln, nicht die Sicht anderer Nutzer zu kritisieren. Meine Hoffnung ist so interessierten Ein- und Umsteigern die Möglichkeit zu geben Fotografen zu finden die ähnliche Anforderungen wie sie an ein System haben und so Ideen für ein geeignetes eigenes System zu bekommen.

Um einen guten Ablauf des Ganzen zu gewährleisten ein paar Regeln: Hier sind einzig und allein solche Beiträge erwünscht, in denen ein System vorgestellt wird. Für Disskussionen und Rückfragen zu den einzelnen Beiträgen gibt es den Diskussionsthread. So kann hier eine konzentrierte Sammlung interessanter Beiträge entstehen, die nicht von Diskussionen zerrissen wird und umgekehrt werden die Diskussionen nicht von den Beiträgen unterbrochen.
 
Hier eine Übersicht der bisherigen Beiträge:
 
System Autor   
Sony a7 mit manuellen Objektiven Phillip Reeve
Warum ich mich (nicht) für (m)ein Kamerasystem entschieden habeNightstalker
Panasonic FZ-1000Atur
Sony a6000noreflex
Nex-5n, a6000 und a7 pizzastein
 
 
Grüße,
Phillip
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#2 Phillip Reeve

Phillip Reeve

    Altglasverwerter

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  • PIPPIPPIPPIP
  • 4.053 Beiträge

Geschrieben 12. Juli 2015 - 19:17 Uhr

 
 
14216847693_46aa0179cd_o.jpgUntitled by Phillip Reeve, on Flickr
 
System: Sony a7 mit vorwiegend manuellen Objektiven
Interessenschwerpunkte: Landschaft und Natur
 
Die aktuelle Ausrüstung
Kameras
  • Sony Alpha 7
  • Nex-5n - sieht nur noch selten das Licht
 
Objektive

 

  • Canon FD 2.8/20 - muss zwar abgeblendet werden, ist dann aber ein sehr gutes Landschaftsobjektiv
  • Sony FE 2/28 - mein einziges natives Objektiv ist kleiner, leichter und besser als alle mir bekannten manuellen 28er
  • Minolta MD 2.8/35 - sehr kleines und trotzdem gutes gemäßigtes Weitwinkel
  • Canon FD 2.8/35 T/S - bezahlbares Tilt/Shift Objektiv. Wird, auch weil es groß ist, nicht so häufig von mir eingesetzt
  • Minolta MD 2/50 - 150g leichtes und 25€ günstiges Normalobjektiv welches eine hervorragende Leistung bei Landschaftsaufnahmen zeigt.
  • Canon nFD 1.4/50 - Normalobjektiv mit außergewöhnlich guter Leistung bei Offenblende bei kleiner Baugröße und geringem Preis
  • Minolta MC 1.2/58 - ein großes und schweres Objektiv welches aber ein außergewöhnlich angenehmes Bokeh hat und sehr angenehm in der Hand liegt
  • Tokina 2.5/90 Macro - mein schärfstes Objektiv hat außerdem ein tolles Bokeh und ist universell für Makros, Portraits und Landschaftsaufnahmen einsetzbar. Relativ kompakt aber schwer.
  • Canon nFD 4/80-200 L - ein bei moderater Größe universelles und sehr gutes Teleobjektiv
Das sind längst nicht alle meine Objektive aber die, welche ich am häufigsten benutze.​
 
wichtiges Zubehör

 

  • Sirui T-005x Reisestativ - klein aber das geringe Packmaß lässt mich dies vergessen
  • Eine kleine Fototasche in die 3 mittelgroße Objektive passen
  • Eine etwas größere Fototasche in die 2 große und 3 kleine Objektive passen
  • Ein kleiner Fotorucksack
 
Ein paar Worte zu meiner Fotografie
17721909258_29a72541aa_o.jpg
Ich genieße es in der Natur zu sein und die Fotografie ist für mich ein guter Motivator auf Streifzüge in die heimische Natur zu gehen. Die meisten meiner Fotos entstehen quasi vor meiner Haustür in zwei Bachtälern die keine zehn Fahrradminuten von mir entfernt sind. Durch die Fotografie habe ich gelernt zwei mal hin zu schauen und viele schöne Ecken entdeckt die mir sonst verborgen geblieben wären. Am liebsten ist mir das warme Licht nach Sonnenauf- bzw vor Sonnenuntergang und ich liebe es mit Gegenlicht zu spielen.
 
Fototechnik übt auf mich eine Faszination aus und ich betrachte sie quasi als eigenständiges Hobby, das nur am Rande etwas mit Fotografie zu tun hat. Ich finde es faszinierend Objektive genauer zu untersuchen, dabei Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu erkennen und zu sehen wie sich diese auf meine Bilder auswirken. Dabei sehe ich mich ehr am Anfang der Reise und ich sehe wie sich mein Verständnis weiter entwickelt. Ich versuche dabei aber auch die Fotografie als solche nicht aus den Augen zu verlieren und nutze meine Technik um damit Bilder zu schaffen, nicht nur um Ziegelsteinwände zu fotografieren.
 
Ich lasse inzwischen regelmäßig Bilder ausbelichten (hierfür kann ich Saal-digital sehr empfehlen). Zum Teil im Format 13x19 für Bilder die mir aus emotionalen Gründen besonders wichtig sind. Das sind mehrheitlich Bilder die ich nicht veröffentliche und die Freunde und Familie zeigen. Besonders gelungene Naturaufnahmen lasse ich in 20x30 oder 30x45 ausbelichten.
 
Die Stärken meiner Ausrüstung
 
Bildqualität
Am wichtigsten ist mir hier der größere Bearbeitungsspielraum. Vor der a7 nutzte ich eine verschiedene Nex Kameras und davor eine Canon 550d. Sowohl der Sprung von Canon zu Sony (deutlich bessere Sensortechnologie), als auch der Sprung von Sony Nex auf die Sony a7 (größerer Sesnor) brachten jeweils deutlich "robustere" Dateien mit sich. Unter robust verstehe ich dabei, dass ich Raw-Dateien stark bearbeiten kann ohne dass Bildfehler wie starkes Rauschen, Tonwertabrisse und Farbverschiebungen auftreten.
Dies ist für mich wichtig, da ich sehr gerne im Gegenlicht fotografiere und um die dabei auftretenden Kontraste zu bewältigen ohne das Lichter und Schatten ausfressen müssen Bilder stark bearbeitet werden. Eine starke Bearbeitung bedeutet dabei aber nicht,dass die dabei entstehenden Bilder unnätürlich aussehen, Ziel ist es das volle Potential des Sensors aus zu nutzen.
Aber auch wenn man im Eifer des Gefechts mal schlampig mit der Belichtung ist lässt sich dies mit der a7 meist kompensieren, ohne dass die Bildqualität leidet.
 
 
 
 
Wer einmal an ein paar Raw Dateien herum experimentieren möchte findet hier, hier oder hier welche. Interpretationen und noch mehr Raws kann man hier finden: Bildbearbeitungen.
 
Auch bei hohen ISO Werten macht sich der große Sensor bemerkbar. Auch in dunklen Situationen wie z.B. beim Kneipenbesuch oder im Zoo kann ich bedenkenlos hohe ISO Werte einsetzen.
 
11421933726_cf707ae8ea_o.jpg

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#3 Phillip Reeve

Phillip Reeve

    Altglasverwerter

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  • PIPPIPPIPPIP
  • 4.053 Beiträge

Geschrieben 12. Juli 2015 - 19:17 Uhr

19519441276_424d8a342c_o.jpg
ISO 2000 um 0.7 EV gepush, somit effektiv ISO 3200
 
Aber auch wenn es um die Bildschärfe geht so hat mir der Schritt vom APS-C Sensor der Nex-6 zum KB Sensor zusätzliche Spielräume gegeben, denn die a7 mit ihrer relativ geringen Pixeldichte stellt geringere Anforderungen an die Objektive.Ich mache von dieser Bildqualität selten gebrauch und drucke meist in 20x30 und 30x45 aber die Gewissheit noch Reserven zu haben und mein System nicht an seiner Leistungsgrenze zu betreiben fühlt sich gut an.
 
Ein paar vollaufgelöste Beispielbilder unter optimalen Bedingungen finden sich hier.
14096565917_b8148f859b_b.jpg
 
Das Objektivangebot
Ich nutze vorwiegend alte manuelle Objektive da sie für mich persönlich viele Vorteile bieten. Da sich fast jedes Objektiv an eine a7 adaptieren lässt ist das Angebot riesig und übersteigt jedes andere System. Das gilt natürlich nur wenn man sich mit der manuellen Fotografie anfreunden kann, das ist bei mir der Fall und ich ziehe wenn ich die Wahl habe ein manuelles Objektiv vor. Ich bilde mir ein bewusster zu fotografieren wenn ich manuelle Objektive nutze, und ich genieße das Gefühl eines seidenweichen Fokusrings. 
 
Bilder die mit einem Vollformatsensor aufgenommen wurden müssen weniger stark vergrößert werden um auf die selbe Bildgröße zu kommen also solche die mit einem APS-C Sensor aufgenommen wurden. Deshalb kann ein unschärferes Objektiv an der a7 durchaus bessere Ergebnisse bringen als ein schärferes an der a6000. Die bemerke ich bei einigen (nicht allen) Altgläsern deutlich und während ich am Ende mit meiner Nex-6 verstärkt auf Systemobjektive gesetzt habe setze ich jetzt an der a7 fast ausschließlich manuelle Objektive ein.
 
Für mich als Student ist der Preis sehr wichtig und alte, manuelle Objektive haben oft ein hervorragendes Preis/Leistungsverhältnis. Für den Preis eines einzigen modernen Zooms bekommt man ein vollständiges Set an Objektiven die noch dazu für meine Anwendungen meist eine bessere Bildqualität bieten. Aber auch etwas speziellere Objektive lassen sich für wenige hundert Euro kaufen.
 
Ich habe inzwischen über einen längeren meine Objektivsammlung deutlich ausgebaut aber wenn mir meine vollständige Ausrüstung abhanden kommen würde, so würde ich wohl zuerst dieses set anschaffen:
  • Canon nFD 2.8/20 - ca. 200€
  • Minolta MD 2.8/35 - ca. 60€
  • Minolta MD 2/50 - ca. 25€
  • Minolta MC 1.7/55 - ca. 30€
  • Tamron 2.5/90 Macro - ca. 150€
  • Minolta MD 4/75-150 - ca. 45€
  • Canon FD 4/300 - ca. 100€
Für um 600€ hätte ich so für meine Anwendungen eine bessere Bildqualität, als ich sie in allen anderen spiegellosen Systemen erreichen könnte. Unabhängig vom eingesetzten Budget.
 
Aktuell bin ich in der Situation, dass ich schon länger ein gutes Set an Optiken zusammen habe. Neuanschaffungen resultieren vor allem aus der Neugier auf bisher unbekannte Objektive. Anders als moderne Optiken gibt es zu den alten Objektiven häufig nur unzureichende Informationen und man hat durchaus noch die Chance bisher unbekannte Objektive zu entdecken die mit unerwartet guten Leistungen überraschen. Und das für wenig Geld. Ob das meinen Bildern zu gute kommt? Wahrscheinlich nicht, aber ich habe Spaß dran.
 
Ebenfalls zu schätzen gelernt habe ich die Wertbeständigkeit der manuellen Objektive. Mit etwas Geduld beim Kauf kann man in der Regel sicher sein beim Wiederverkauf mindestens den Kaufpreis wieder zu bekommen. Kauft man Objektive hingegen neu kann man sich sicher sein im ersten Jahr einen Wertverlust von 20-30% zu erfahren.
 
Der nächste Aspekt ist für mich die Vielfalt des Objektivangebots. Ob ich besonders leichte Objektive suche, Objektive mit gutem Bokeh, besonders lichtstarke Objektive, sehr gute Teleobjektive oder Tilt/Shift Objektive - ich habe jeweils ein sehr breites Angebot.
 
19026133002_9d20476fdf_o.jpg
Tilt/Shift Objektive kann man zwar auch an andere Systeme adaptieren, durch den crop-Faktor verliert man aber die weiten Bildwinkel
 
11064011364_62897db27d_o.jpg
Das Minolta 1.2/58 ist eines meiner Lieblingsobjektive. Weniger wegen seiner Lichtstärke sondern wegen des tollen Bokehs und der Verarbeitung.
 
15466958882_80010a0aa5_o.jpg
leichtes und günstiges Minolta MD 2.8/35
 
Nachdem ich auf eine Reise nach Portugal über das Gewicht des Minolta 1.2/58 und Canon FD 2.8/35 T/S geflucht hatte erstetzte ich sie bei meiner letzten Reise nach Schottland durch jeweils nur ca. 150g schwere Minolta MD 2/50 und 2.8/35 und bekam so eine sehr tragbare Fototasche.
 
Wie wichtig mir das Gewicht meiner Ausrüstung ist hängt stark vom Anwendungsfall ab. Ich habe kein Problem 90 Minuten lang eine schwere Fototasche mit 4/300 und Stativ zu schleppen. Ganz anders sieht es auf längeren Wanderungen und Städtetrips aus wo ich die Fototasche den ganzen Tag auf der Schulter habe.
Entsprechend passe ich meine Ausrüstung an, während ich bei meinen kleinen Fototouren vor der Haustür lieber ein Objektiv zu viel als eines zu wenig einpacke nutze ich aktuell dieses kompakte Set wenn ich eine leichte Ausrüstung haben möchte:
  • Sony FE 2/28 - 200g
  • Minolta MD 2/50 - 150g
  • Minolta MD 4/75-150 - 445g
  • Minolta Adapter - 100g
  • Sony a7 - 475g
Summe: 1373g
 
Verpackt in meiner Fototasche bin ich so den meisten Situationen gewachsen und die Ausrüstung macht sich mit unter 1.5kg vom Gewicht her nicht unangenehm bemerkbar.

Wenn ich ohne Fototasche auskommen möchte wandert auch mal die a7 in die linke Jackentasche und ein 50er mit Adapter in die rechte, für einen Kneipenbesuch bin ich damit gut gerüstet.
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#4 Phillip Reeve

Phillip Reeve

    Altglasverwerter

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Geschrieben 12. Juli 2015 - 19:18 Uhr


Die Schwächen meiner Ausrüstung
 
Es gibt im Wesentlichen zwei Szenarien in denen ich mich durch meine Ausrüstung eingeschränkt fühle. Das erste Szenario sind Unternehmungen für die ich gerne eine hosentaschentaugliche Kamera hätte weil ich keine Fototasche mitnehmen will. Das sind häufig Situationen im Alltag wo mir unverhofft Motive über den Weg laufen. Hier habe ich schon mal über die Anschaffung einer kompakten Kamera wie der RX-100 nach gedacht. So wichtig waren mir die verpassten Fotos aber auch nicht und zuletzt wird diese Lücke mehr und mehr von meinem Smartphone gefüllt welches hier meist eine ausreichende Bildqualität fürs Web und 13x19 Drucke liefert.
 
Das andere Szenario ist die Dokumentation von Veranstaltungen. Ich mache das nicht so häufig, leihe mir dafür aber dann die Canon 5dII samt 2.8/24-70 L nachdem ich einmal beim Versuch eine Veranstaltung mit der Nex-7 zu fotografieren ziemlich auf die Nase gefallen bin. Die a7 kommt auch mit und ist in ruhigen Situationen eine gute Ergänzung. Wichtig sind mir hier die Schnelligkeit des AF bei wenig Licht, ein zuverlässiges Blitzsystems aber auch die Freistellung des Objektives weil Hintergründe selten ansehnlich sind. Auch ziehe ich in dieser Anwendung einen optischen Sucher vor.
 
An meiner Kamera stört mich, dass sie einen ungewöhnlich stark reflektierenden Sensor hat und dieser in manchen Szenarien Geisterbilder produziert. So richtig versaut hat mir dies erst einige wenige Bilder aber bei manch anderem lenkt es vom eigentlichen Motiv ab.

Hier ein Beispiel, man achte auf die Säule oben rechts.
17526413442_4103f2ec0a_b.jpg
 
Ausblick
Mit meiner a7 bin ich im Großen und Ganzen nach wie vor sehr zufrieden. Ohne Ecken und Kanten ist sie nicht aber sie steht mir eigentlich nie im Weg und sie hat mir schon viele Bilder ermöglicht. Sony hat seit dem die a7II auf den Markt gebracht und die a7rII steht in den Startlöchern. Beide haben interessante Features, diese würden aber in der Praxis nur bei einem Bruchteil meiner Bilder einen Unterschied machen so dass ich aktuell kein zu großes Verlangen habe für sie Geld aus zu geben.
 
In Zukunft werde ich sicherlich noch das ein oder andere Altglas kaufen, ausprobieren und auf meinem blog besprechen. Aktuell habe ich aber noch genug damit zu tun meine vorhandenen Objektive zu testen und Testberichte zu schreiben.
 
Auch bin ich schon länger versucht mir ein Canon EF 4/70-200 an zu schaffen. Mich reizt besonders der sehr effektive Bildstabilisator, die Perspektive, dass die nächste Generation von Sony Kameras schnellen AF mit Canon Objektiven ermöglicht macht diese Option noch interessanter. Auch das 4/24-70, 4/16-35 und 2/135 von Canon würden mich reizen.
 
In den nächsten Monaten werde ich mein Geld aber ehr in Reisen investieren.
 
17746674565_01e01b5ec6_o.jpg
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#5 nightstalker

nightstalker

    Jedimeister

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Geschrieben 13. Juli 2015 - 11:41 Uhr

Warum ich mich (nicht) für (m)ein Kamerasystem entschieden habe ….

 

oder, der lange Weg zur Spezialisierung auf nichts.

 

Hier sollen eigentlich die Leute vorstellen, wieso sie sich gerade für ein bestimmtes System entschieden haben.

 

Mein Problem? Ich habe mich eigentlich nicht wirklich für ein System entschieden.

 

Da das Zeug, was ich im Systemkamerabereich nutze, vermutlich eh von anderen vorgestellt wird, konzentriere ich mich also folgerichtig auf eine Nisch, die meiner Ansicht nach immer wichtiger und ernstzunehmender wird.

 

Die Bridgekameras... und dabei besonders die Superzoomkameras.

 

Bridgekameras, war das nicht der Zweig der Fotoindustrie, der nicht Fisch nicht Fleisch … nicht richtig System, aber auch nicht richtig kompakt, war?

 

Superzoomer, das waren die Dinger, mit kleinem Sensor, viel zu überdrehten Werten und viel zu langem Zoom, nicht vernünftig bedienbar, dafür zum Ausgleich billig verarbeitet.

 

Diese Vorurteilsbastion bekam erste Risse, als Olympus mit der E-10, im Jahr 2001, seine erste digitale Spiegelreflex als Bridge baute (mit feststehendem Prismensucher, der die Umleitung von der Objektivachse zum Sucher bewältigte .. mit einem Verlust von unter 1/3 Blendenstufe Licht, ein Konzept, das uns heute aus Sonys SLT Kameras bekannt ist)

 

Mit der E-10 und E20 habe ich ein paar Jahre lang fotografiert, wobei ich lernte, dass man mit einem festen Objektiv erstaunlich viel bewältigen kann und dass ein kleiner Sensor nicht zwangsläufig bedeuet, dass man damit keine vernünftigen Bilder machen kann … die beiden Kameras haben einen 2/3 Sensor, dessen Nachteile sie durch ein ziemlich extremes 2.0-2.4/9-36 (35-140) Objektiv ausgleichen.

 

Ein paar Jahre später hatte ich dann doch eine DSLR … nachdem ich einen Schrank voll alter Pentaxobjektive und Zubehör hatte, wollte ich diese auch an der damals neu erschienenen Pentax *istD DSLR nutzen.

 

Die Bridgeidee war zwar ein wenig verschüttet, aber kam wieder hoch, als ich gesundheitsbedingt nicht mehr in die Knie gehen und nichts mehr tragen konnte.

 

Damals kam gerade die neue Sony R1 auf den Markt, eine APS Bridge, mit elektronischem Sucher, einem bis heute sehr beeindruckenden Carl Zeiss Zoom (24-120 KB) und beweglichem Monitor auf der Kameraoberseite … Mittelformatfeeling pur, mit dem Gewicht einer Kompaktkamera.

 

 

Tiefe Perspektiven sind toll … mit dem „Pseudo-Lichtschacht“ der R1 und der fehlenden Notwendigkeit mich zu bücken (wie gesagt, die Gesundheit) wurde die „Bauchperspektive“ zu meiner bevorzugten Sichtweise.

 

 

4100598458_a7e3b0a68e_o.jpg

 

 

Heute erleben wir einen Aufstieg der Bridgekameras, durch High End Projekte der Hersteller wie Sony, Panasonic, Leica … und Zoomwahnsinngeräten wie der Nikon P900 (83x optischer Zoom)

Aber es gibt diese praktischen Kameras auch in Kompakt, Panasonic hat es zB hinbekommen in die superflache LF1 einen Sucher und ein 7,1x Zoom zu quetschen.

 

Olympus' Stylus 1 ist nicht ganz so kompakt, aber schafft es ein „28-300“ Zoom in eine Kamera mit der Grösse der EM5 zu packen, das praktisch nicht über den (sehr flachen) Handgriff nicht hinaussteht, dazu den Sucher, der auch in der EM5 und EM10 Dienst tut und seine Sache hervorragend macht.

 

So eine kleine Superzoom ist nicht nur unauffällig, sondern auch sehr leise und hat eine „Reichweite“ die einem erlaubt sehr ungestört zu fotografieren.

Ich mache selten Candids, finde es nicht gut Leute in peinlichen Situationen zu fotografeiren, aber ich mag einfach keine Aufmerksamkeit und vor allem nicht die ewige Fragerei „sind sie von der Presse?“ bzw. was ich denn mit den Fotos machen würde.

 

Das lange Zoom, gepaart mit unhörbarer und erschütterungsfreier Auslösung, macht dank inzwischen hervorragender Stabitechnik Bilder möglich, die man mit so einer kompakten Kamera früher nicht machen konnte

 

 

15610982115_b79f9c2fe9_b.jpg

 

ƒ/2.8

51.4 mm (242 mm KB)

1/15

ISO 500

 

 

ein wenig kreativ mit den üblichen Grenzen und Werten, die man so gelernt hat, muss man bei den Superzoomkameras schon umgehen … die Brennweite ist ihr wichtigstes Merkmal, also sollte man sie auch nutzen, um freizustellen oder Nahaufnahmen zu machen.

 

12397159983_ae8f778b22_b.jpg

 

 

 

die allgemeine Qualität des in der Stylus 1, aber auch in anderen Kameras der Edelkompaktklasse verbauten Sensors, ist inzwischen so gut, dass man ihn bis ISO 800 problemlos verwenden kann.

 

So erschliesst sich dieser Kameraklasse jetzt auch die Fotografie bei available Light

 

 

16695312359_430e54282d_b.jpg

 

Hier die Aquariumsabteilung im Hellabrunner Zoo

 


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#6 nightstalker

nightstalker

    Jedimeister

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Geschrieben 13. Juli 2015 - 11:42 Uhr

Der Vorteil ist, dass man sie überall dabeihaben kann …. und vor allem auch das lange Tele.
  
Oft sehe ich unterwegs eine interessante Szene, die ich einfangen will, … nochmal kommen, funktioniert leider meistens nicht.
 

 
12462707823_67e5cdaa0f_b.jpg
 
 
 
 
 
Der eingebaute ND Filter, den viele Superzoom-Bridges haben, ermöglicht Aufnahmen mit verschwommenem Bewegungsteil auch am Tag .. und dank des Stabilisators auch ohne Stativ (keine Angst, jetzt kommt nicht die übliche Aufnahme vom Wildbach mit weichem Wasser)
 
  

14119722336_b914fd925a_b.jpg
  

 
 
Die Idee eine Kamera immer dabeizuhaben, klappt nicht nur mit Superkompakten a la Stylus 1 oder LF 1, sondern auch mit den grossen Bridgekameras wie der RX10 von Sony oder der FZ1000 von Panasonic
 
 
Man hat eine kompakte Holstertasche, da passt alles rein, die Kamera kann ohne Hilfsmittel alles, was man sich vorstellen kann (natürlich ist irgendwo die Grenze ;) … aber es geht wirklich sehr viel)
 
zB Freihand ein Feuerwerk zu fotografieren
 
  

19212339778_121bee0457_b.jpg
  

und direkt davon mit länstem Tele sichtbar machen, was da auf der anderen Seite des Sees eigentlich passiert … mit dem blosen Auge war nur ein Smilie sichtbar, mit 400mm kann man dann sehen, dass da noch Menschen waren.
 
  

19213730609_d4bd923fe6_b.jpg
 
ƒ/4.0
146.0 mm (400mm KB)
1/25
ISO 3200
Lumix FZ1000
 

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#7 nightstalker

nightstalker

    Jedimeister

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Geschrieben 13. Juli 2015 - 11:42 Uhr

 

 

 

 

 

ohne Objektivwechsel von der Totalen

 

 

19373867016_fab238038d_b.jpg

 

 

zum Detail

 

 

19404084931_f8cd3d7e36_b.jpg

 

 

das hat was.

 

 

16569264128_788804866c_b.jpg

 

 

16755762862_0e0ceae0ca_b.jpg

 

 

 


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#8 nightstalker

nightstalker

    Jedimeister

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Geschrieben 13. Juli 2015 - 11:43 Uhr

Der 1 Zoll Sensor der genannten Kameras hat eine schon recht nah an der Leistungsfähigkeit der Systemkameras liegende Dynamik und ISO Spanne
 
gepaart mit dem hervorragenden Stabi der Lumix FZ1000 kann man durchaus auch bei wenig Licht erstaunlich viel machen
  
  

19480367296_6254c2c715_b.jpg
 
 
 
ƒ/2.8
9.1 mm (24mm KB)
0.5 Sek
ISO 500
  

 
Der Bearbeitunsspielraum der so entstandenen Bilder ist auch für SW Konvertierung vollkommen ausreichend.
 
  

19404125701_de7b9aabf7_b.jpg
 
 
 
 
Gerade für Menschenfotografie haben die Bridgekameras noch einen grossen Vorteil, sie können bei jeder Belichtungszeit blitzen, ohne auf Krücken wie High Speed Synchronisation zurückgreifen zu müssen.
 
Man kann also auch bei 1/2000 gegen die Sonne blitzen und dafür braucht man keinen Porty oder starken Aufsteckblitz, sondern es reicht der interne Miniblitz.
 
:) ein Beispiel dafür kann ich mangels Erlaubnis leider nicht zeigen, aber ich denke Ihr seht den Vorteil selbst … spätestens wenn man versucht mit einem LZ50 Blitz bei 1/1000 und kürzer noch Licht auf das Bild zu bekommen, sehnt man sich nach einem Zentralverschluss.
  
 
So eine Bridge kann vieles, aber natürlich nicht alles.
 
Will man starke Freistellung (und ist nicht bereit, dafür ein langes Tele zu benutzen) oder extreme Lowlight Tauglichkeit, dann stösst man hier an die Grenzen. Diese sind jedoch nicht so weit von denen einer Systemkamera oder DSLR mit einem Superzoomobjektiv entfernt.
Im Falle der 1 Zoll Bridges ist sogar die Qualität der Bridge eher besser als die der Wechselobjektivkamera mit Superzoom.
 
Wieso eigentlich nicht für den Urlaub eine Kombi einpacken, die aus Systemkamera mit 1-3 Festbrennweiten und einer Superzoomkamera besteht?
 
So habe ich es im letzten Urlaub gemacht … eine EPL7 mit 2,5/14, 1,8/45 und 9-18mm Superweitwinkel und für die Tele und sonstigen Bilder, eine Stylus 1.
 
Ich bin von dieser Idee sehr angetan, hatte je nach Vorhaben an diesem Tag meistens eine der beiden im Hotelsafe und war unbeschwert unterwegs.
 
 
Ich hoffe ich konnte einige zum Nachdenken anregen und eine Lanze für die Bridgefraktion brechen …
 
 
in diesem Sinne, schönen Urlaub allerseits und bis bald im Forum
 
  

16134530334_9d9d0147fe_b.jpg
 
 

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#9 Atur

Atur

    konfessionsloser Benutzer

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  • LocationMünchen

Geschrieben 13. Juli 2015 - 21:21 Uhr

Ich verzichte auf einen ausführlichen eigenen Bericht und Fotos, da ich im Wesentlichen nur das wiederholen möchte, was nightstalker geschrieben hat.

 

Ich dachte zunächst, dass ich mit mft "mein" System gefunden hätte, aber seit ich die FZ 1000 habe, stelle ich doch recht häufig fest, dass sie die einfachere und daher bessere Lösung ist. Ich nutze die Olys seitdem deutlich weniger.

Bei der Fz 1000 ist einfach kein Wechseln nötig, ich kann innerhalb von 3 Sekunden eine WW-Aufnahme von einer Kirche und ein Detailfoto von der Kirchturmspitze machen (oder vom Falken, der oben auf dem Turm sitzt, den Fall hatte ich schon). 

Alles in einem Gerät, super Tele, ausreichend Weitwinkel, sehr gutes Makro, ausreichend lichtstark, ausreichende BQ, toller AF, rasend schnell, gut tragbar.

Was will man mehr?

 

Insb. für den Urlaub ist die FZ 1000 + die EPL 5 mit dem P 20/1.7 (für abends/nachts und Innenräume) und ggf. dem O 9-18 eine gute Kombi.

Damit kann man eigentlich alles aufnehmen, was das Herz begehrt, ohne schwer zu tragen.

 


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Kameras von Canon, Olympus, Panasonic und Sony + alle möglichen Objektive


#10 noreflex

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Geschrieben 16. Juli 2015 - 11:01 Uhr

Wo komme ich her...

 

Um die aktuellen Vorlieben zu verstehen, gehe ich mal in die Vergangenheit und erinnere mich, wie meine Freude an der Fotografie entstand und welche Geräte mich begleiteten.

 

Analoge Zeit

 

Manuelle Fotografie und S/W

Ich habe nach einer kurzen Phase mit einer Ritsch-Ratsch Pocket-Kamera ernsthaft mit der leidenschaftlichen Fotografie begonnen. Mit einer Praktika MTL5b  begann ca. 1986 das Abenteuer. Die 50/1,8 und 135/2,8 waren meine ersten Objektive. Dazu kaufte ich einen Konverter (2,0). Die Fokussierung erfolgte über Mattscheibe mit Schnittbildindikator und Fresnell-Linse. Eine wunderbare Erfahrung! Ich nutzte fast nur ISO 100 (oft)..ISO400 (selten) Filme. Und nur Schwarz-Weiß! Ein manueller Blitz ergänzte das Paket.

 

Ich entwickelte schon wenig später meine Fotos im abgesperrten Bad der Familie. Wiederum etwas später entwickelte ich auch die Filme selber.

 

Automatik-Kamera mit AF und Automatik-Blitz

In 1990 erwarb ich meine nächste Kamera: Chinon CP9AF mit 28-70 und 70-300 sowie einem Aufsteckblitz. Ich wollte endlich eine Kamera mit AF und sogenannte Vario- oder Zoom-Objektive nutzen! ;-)

 

Mit dieser Kamera konnte ich Bildserien (5B/s) schießen. Der AF war noch nicht wirklich predictive, obwohl Chinon damit warb. Ich hatte viele schöne Jahre mit dieser tollen Kombi!

 

Profi-Kamera mit augengesteuertem AF und Profi-Objektiven

Im Jahr 2000 stieg ich auf eine Canon EOS3  um, da ich meine Chinon in Südafrika verloren hatte. Ich verwirklichte einen Traum und kaufte das damalig technologische Spitzenmodell, was die Steuerung des AF betraf. Ein Augensensor tastete die Pupille ab (kalibriert auf mein Auge) und steuerte den AF in Blitzgeschwindigkeit auf das anvisierte Motiv. Eine technische Meisterleistung. Bildserien mit 7 B/s waren möglich und das nutzte ich tatsächlich hin und wieder aus, wenn ich meine kleinen Kinder beim Sport und beim Spiel fotografierte. Ich erwarb die Canon-Objektive 100-400 L IS USM und später, weil ich mehr Lichtstärke benötigte, das 70-200/2,8 L IS USM.

 

18425954668_73f2b388cd_h.jpg

 

18613591195_61607bfc13_h.jpg

 

 

 

 

Digitale Zeit

 

Hier möchte ich nur kurz den Weg beschreiben:

 

2004: KonicaMinolta DimageZ2 

2006: Canon EOS 350d 

2009: Canon EOS 50d 

2013: Nex6

2015: a6000

 

***

 

Aktuelle Ausrüstung

 

a6000 

 

Objektive

10-18/4 

16-50/3,5-5,6 

35/1,8 

50/1,8 

55-210/4,5-6,3 

commlite-adapter Canon

 

Raynox 150 Macro-Vorsatz mit Step up Ring 49-62 

 

geliehen: LEA4-Adapter, Sigma 70-200/2,8 Sony-A

 

Stativ: togopod ein Manfrotto-Nachbau (ähnlich zu diesem hier

 

Blitz: Nissin i40 

Rucksack: Lowepro slingback 202 

 

Warum Sony Nex/alpha?

 

Für das Sony-System sprach 2013, dass es neben Panasonic aus meiner Sicht die besten Kameras für Foto und Video anbot. Panasonic bot die GX7 erst später an, sonst wäre ich vielleicht auch bei Pana gelandet, denn das Konzept der GX7 sagt mir auch sehr zu.

 

Die Nex6 wurde es aus folgenden Gründen:

 

  • Klapp-Display

  • Video mit 50p in FullHD

  • Sucher in der Kamera (ragt nicht oben heraus)

  • kleine und leichte Optiken zum kleinen Preis

 

Kleiner und leichter? Das 55-210 macht sich doch recht klein neben den dicken 70-200ern.

18615858671_50ccd1c6f5_h.jpg

 

 

Typisches Foto mit Klapp-Display und niedrigem Kamera-Standpunkt: 10-18 bei 10mm, F5,6, 1/200s, ISO100.

 

15804035908_be4542eb8f_h.jpg

 

 


Bearbeitet von Phillip Reeve, 16. Juli 2015 - 21:56 Uhr.

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#11 noreflex

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Geschrieben 16. Juli 2015 - 11:07 Uhr

Einen Erfahrungsbericht über die Nex6 und die von mir benutzten Optiken findet man hier: link

 

 

 

Aktuell habe ich die a6000, die ich nur aus dem Grund erwarb, weil die Nex6 in Tochters Hände wanderte.

 

Aus meiner Sicht hat die a6000 noch ein paar weitere Features, die ich zu schätzen weiß:

 

  • 24MP
  • AF-C mit Fokus-Lock
  • schnellere Gesichtserkennung und Augen-AF
  • klare Menüstruktur

 

Beispiel basketball: 27 Bilder mit 55-210 in AF-C mit Fokus-Lock:

 

19102573064_b5df9e210e_h.jpg

 

 

weitere Bilder: link

 

Beispiel: Polo 17769082684_e15c07139b_h.jpg

 

weitere Bilder: link

 

 

 

Warum nicht Oly? Hier hat mich die Video-Implementierung (2013: ruckeliger AF, kein 50p) abgehalten und auch das 4:3-Format. Ich filme auf Reisen und erstelle dann videos (16:9), die ich mit Fotos ergänze. Hier habe ich mit 3:2 ein für mich besseres Ausgangsformat, um mit sanftem Beschnitt ein paar 16:9-Fotos herauszuschneiden.

 

Was spricht gegen Fuji? Preis. Wenig stabilisierte Festbrennweiten und mangelnde Video-Implementierung. Die Kameras und auch die Optiken finde ich dennoch sehr ansprechend. Ich will nur das viele Geld nicht zahlen! ;-)

 

Warum kein KB? Es ist schlicht der Preis! Würde ich zum Preis einer a6000-Ausrüstung eine A7x-Ausrüstung erhalten, würde ich KB nutzen. Das Mehrgewicht der A7x wäre kein Hindernis für mich.

 

Was ist mit Bridge-Kameras? Hier habe ich einen Versuch mit der HX20v gemacht

 

Das Bokeh finde ich sehr mäßig. Die Kamera kann keine zarten und weichen Hintergründe zaubern und damit hat mein Interesse sehr nach gelassen. Auch eine Sony RX10 hat mich nicht überzeugen können. Auf einer Hochzeit hatte ich Bilder aus Nex7, Nex6, a6000 und RX10 gemischt. Die RX10-Bilder habe ich vielfach an dem Bokeh und der geringeren Freistellung ggü. 35/1,8 und 50/1,8 erkennen können. Hat mir nicht gefallen.

 

Was spricht für die Sony-a6000?

 

Stärken der Sony a6000: Klein, leicht, 24MP, sehr guter AF auch bei bewegten Motiven. ISO bis 3200 sehr gut verwendbar (meine Meinung), bei ISO6400 nur noch für max. DIN A4 und auch nur mit guter Bearbeitung.

 

Schwächen der Sony a6000: man könnte das Fehlen einer 16-50/2,8, einer 70-200/2,8 oder einer 80-400er Brennweite anführen. Das kann ich nachvollziehen, wenngleich ich auch aktuell das 70-200/4 nicht besitze (Preis, Gewicht). Ein 16-50/2,8 wie bei Fuji wäre mir auch zu teuer und zu schwer.

 

Die ISO-Fähigkeit und in Grenzfällen die Dynamik sind bei KB noch mal besser, keine Frage. Das ist auch genau der Grund, warum ich KB-Sony mit verträumten Augen ansehe. Die Freistellung reizt mich eher am langen Ende: das 70-200/2,8 macht am KB eine andere Figur, als an APS-C.

 

Freistellung am kurzen Ende: 35/1,8 und 50/1,8 an APS-C haben für mich ausreichend Freistellung. Ich finde es (ähnlich wie einige MFT-Freunde) sogar praktisch, dass ich bei ISO 3200 und F1,8 eine etwas größere Tiefenschärfe für Porträts habe. Am KB würde ich wohl etwas abblenden und die ISO erhöhen, damit der Kopf noch einigermaßen scharf wird und dann sind KB und APS-C dicht beeinander.

 

Ein 35/1,4 und ein 55/1,8 an einer A7rII wäre für mich ein tolles Set up. Ergänzt um 16-35 und 70-200/4 wäre ich wohl wunschlos glücklich. Aber wie bereits mehrfach gesagt: der Preis ist schon recht hoch und der zu erwartende Gewinn in Bildqualität nicht ausreichend für mich. Geduld und Warten! Wer weiß, was die Zukunft bringt! ;-)

 

 


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#12 noreflex

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Geschrieben 16. Juli 2015 - 11:09 Uhr

Was fotografiere ich im Wesentlichen?

 

Ganz starker Fokus liegt bei mir auf Reisen und Familie/Feiern. Ich bin mittlerweile seit Jahren auf Hochzeiten, runden Geburtstagen und anderen Feiern als Gast mit Kamera unterwegs. Meistens wissen das die Gastgeber und sprechen mich im Vorfeld darauf an, ob ich nicht ein paar Fotos machen mag. Und ich antworte immer mit ja. So läuft das. Mir macht es einfach Spaß, die Menschen zu fotografieren und mit der Kamera umherzustreifen.

 

Porträt bei ISO3200, 35/1,8 bei 1/60s

[url=https://flic.kr/p/ezoiJv]8910434469_1a53d51386_h.jpg[/url]

 

Porträt bei ISO1600, 50/1,8 bei 1/200s

[url=https://flic.kr/p/qb3RWu]15866285612_c7458e075f_h.jpg[/url]

 

Hochzeit: ISO1600, 35/1,8 bei 1/320s

[url=https://flic.kr/p/scvs49]17195503318_9e18f08292_h.jpg[/url]

 

 

Neben den Feiern bin ich auch mehrfach im Jahr auf Reisen und da bietet es sich an, die schönen und oft unbekannten Gegenden für die Erinnerung festzuhalten. War ich früher mit einem Tamrac-Rucksack und großer Ausrüstung unterwegs, gehe ich nun mit einem Slingback auf Tour. Der Gewichtsunterschied zu meiner Canon-DSLR ist schon sehr spürbar.

 

35/1,8 bei F11 an der Nex6: [url=https://flic.kr/p/nRtgNX]14343321639_7e883a409e_h.jpg[/url]

 

 

Ein paar mehr Bilder findet man hier:

 

Frankreich: https://www.systemkamera-forum.de/topic/108821-bretagne/

 

[url=https://flic.kr/p/oihM2H]14635502599_1ec3c02d1e_h.jpg[/url]


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#13 noreflex

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Geschrieben 16. Juli 2015 - 11:09 Uhr

Schottland: https://www.systemkamera-forum.de/topic/106490-schottland/

 

[url=https://flic.kr/p/ncbUTw]13910102620_02e7839ce9_h.jpg[/url]

 

 

Marrakesch: https://www.systemkamera-forum.de/topic/111851-marrakesch/

 

[url=https://flic.kr/p/taYsFr]17834497223_f3e1184bdc_h.jpg[/url]

 

 

Neben Reisen und Feiern fotografiere ich auch Sport (Tischtennis, Basketball, früher Fußball) und hin und wieder im Zoo. Letzteres ist für mich aber immer offensichtlicher zu einer reinen Entspannungsübung verkommen.

 

55-210 bei 210mm (315mm KB) bei Offenblende F6,3:

 

[url=https://flic.kr/p/q5yjYG]15804135840_508966e8dc_h.jpg[/url]

 

 

Die Bilder aus dem Zoo haben es in den letzten 10 Jahren in kein Fotobuch, kein Video und auch nicht auf ein Poster geschafft. Das ist mir erst vor einigen Monaten mal aufgefallen. Ich fotografiere Tiere gern, aber ich kann mit den Ergebnissen irgendwie nicht viel anfangen. Sie erfreuen mich weit weniger, als eine gelungene Reisereportage (Fotobuch) oder eine schön emotional fotografierte Feier im Familienkreis.

 

Apropos Fotobuch: hier habe ich mal meine Erfahrungen dargestellt:

https://www.systemkamera-forum.de/topic/110162-fotobuch-erfahrungen/

 

 

Was werde ich in Zukunft tun?

 

Vermutlich werde ich a6000-Fan bleiben. Vielleicht kommt mir der Nachfolger noch ins Haus, um im Stadtbummel eine a6000 mit 10-18 und eine mit 35/1,8 (50/1,8) zu bestücken.

 

Wenn die A7rII mal bei 1.500 EUR liegt, könnte ich auch hier mal schwach werden. Die Reserven einer solchen Kamera sind schon toll!

 

Aber aus meiner EOS3-Zeit weiß ich, dass ich eine Kamera mit zig Features und Reserven besaß, aber nur einen Bruchteil wirklich benötigte. Ich habe diese tolle Kamera kaum anders benutzt, wie eine Einsteiger SLR. Ich war einfach den technischen Specs erlegen und wollte das „geile“ Teil haben. Ähnlich empfinde ich meine Träumerei von der A7rII. Sie ist ein tolles Gerät, wie so viele andere tolle Geräte am Markt (5dIIIs, d810, ..). Auch einige Optiken faszinieren mich: das Canon 11-24 ist so ein Mords-Teil. Oder eine 24-70/2,8 II an einer Canon-DSLR. Ich habe viel mit der 5DII und dem Sigma 12-24, dem Canon 24-70/2,8 fotografiert und kann nur sagen: das hat riesig Spaß gemacht (Hochzeitsfotos). Aber es ist mir im Moment zu teuer, zu schwer und es fehlen den DSLR-KB-Geräten auch Features wie Klapp-Display, Video mit sanftem AF usw.

 

Erst mit der A7II, der A7r und der A7s wird mir klar, dass die bisher fehlenden Features, die mich von KB abgehalten haben, nunmehr Einzug in diese Geräte-Klasse gehalten haben. Nun kann ich nur noch den Preis als Hindernis erkennen. Gott sei Dank! ;-))

 

Oder stecke ich schon im Netz der A7rII-Spinne? ;-)

 

[url=https://flic.kr/p/gA6zyW]10231200866_329f603557_h.jpg[/url]

 

55-210 bei 123mm, F13, Raynox-DCR-150-Makro-Vorsatz


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#14 pizzastein

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Geschrieben 24. Juli 2015 - 21:48 Uhr

Eines vorweg: Die Fotografie ist mein Hobby. Ich habe nicht den Anspruch, dass meine Ausrüstung nüchtern betrachtet sinnvoll ist; sie soll Spaß machen. Wahrscheinlicht hinken meine fotografisch-künstlerischen Fähigkeiten den Qualitäten der Ausstattung hinterher. Ich bin aber auch etwas Technik-Spielkind und immer mal etwas Neues hat eben seinen Reiz.

Auf ein paar Fotos sind, eigentlich unüblich für mich hier, klar erkennbare Menschen. Diese habe ich unkenntlich gemacht und bitte um Verständnis.

Bei meiner persönlichen Kamerahistorie beginne ich mal mit der Fuji S100fs Bridgekamera. Die hat viele gute Dienste geleistet; hier wenige Beispiele:

 

Angehängte Datei  01_s100fs.jpg   175,53K   62 Mal heruntergeladen


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A7 vor allem mit Samyang 135/2


#15 pizzastein

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Geschrieben 24. Juli 2015 - 21:51 Uhr

Heute bin ich mir gar nicht mehr sicher, was genau mich dazu bewogen hat, eine NEX-5N zu kaufen (Anfang 2012). Größe und Gewicht der S100fs? Die "nur" 11MP? Der sehr gemächliche AF? Der Wunsch nach Wechselobjektiven (Freistellung, Makro)? Minikamera mit DSLR-Bildqualität? Wahrscheinlich eine Mischung aus allem. Zuerst dachte ich, zweigleisig zu fahren: kürzere Brennweiten = NEX, Tele = S100fs. Es kam anders - Tele habe ich (vorerst) wenig vermisst, die kleine NEX war einfach ein schön kompaktes Spielzeug. Kompakt genug, sie sehr oft dabei zu haben, wie hier:
 

Angehängte Datei  02_kompakt.jpg   121,6K   66 Mal heruntergeladen

 

Angehängte Datei  03_kompakt.jpg   120,45K   61 Mal heruntergeladen


Zu dem Kitzoom (SEL1855/3.5-5.6) der NEX-5N, das eine durchaus überzeugende Bildqualität liefert...

Angehängte Datei  04_Kitzoom.jpg   211,56K   66 Mal heruntergeladen


...gesellten sich noch bald:
das SEL30/3.5 Makro => 1:1 Abbildung auf dem APS-C-Sensor für feinste Details

Angehängte Datei  05_SEL35.jpg   142,56K   59 Mal heruntergeladen


das SEL50/1.8 für Portraits mir cremiger Unschärfe - Fotos, die einfach Spaß machen -

Angehängte Datei  06_SEL50.jpg   129,46K   57 Mal heruntergeladen

 

Angehängte Datei  07_SEL50.jpg   97,05K   56 Mal heruntergeladen


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#16 pizzastein

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Geschrieben 24. Juli 2015 - 21:53 Uhr

das SEL35/1.8, um einfach mal ein gutes "Standardobjektiv" zu haben (das Sprungbild war wegen Fehlbelichtung gegen den Himmel im Eifer des Gefechts viel zu dunkel, aber die Tiefen waren dank des Sensors ohne signifikanten Verlust der Bildqualität massiv aufhellbar)

Angehängte Datei  08_SEL35_Sprung.jpg   123,03K   61 Mal heruntergeladen

 

Angehängte Datei  09_SEL35_Minigolf.jpg   91,03K   52 Mal heruntergeladen


und später das Canon FD 135/2 für Tele mit wenig Schärfentiefe.

Angehängte Datei  10_fd135.jpg   69,09K   52 Mal heruntergeladen


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#17 pizzastein

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Geschrieben 24. Juli 2015 - 21:55 Uhr

Dann kam Sony mit dem Paukenschlag sehr bezahlbarer, kleiner KB-Systemkameras. Die Preise fielen, Phillip schrieb Erfahrungsberichte, der will-haben-Reflex wurde stärker. Mehr Freistellung, mehr Dynamik, mehr Lichtstärke. Dank Altglas auch noch günstig. Dies war teilweise schon vorhanden durch alte "Familienbestände", im Weitwinkelbereich kamen recht bald ein Minolta 24mm/f2.8 und ein Canon FD 20mm/f2.8 dazu. Nicht zuletzt durch Altglas wurde mir so richtig bewusst, dass Objektive neben der reinen Schärfe weitere wichtige Eigenschaften haben: die Darstellung von Unschärfe, die Farbwiedergabe und Kontraste.

Nun zu ein paar ausgesuchten Gelegenheiten, wo ich die Sony A7 in Kombination mit verschiedenen Objektiven zu schätzen gelernt habe.

Urlaub auf Korsika. Für mich wichtige Erinnerungen in Form von Landschaftsaufnahmen entstanden sowohl mit dem Kitzoom der A7 (SEL2870/f3.5-5.6; erstes Bild, ohne Stativ, nur aufgelegt), als auch mit dem Canon FD 20mm (die zwei anderen Bilder). Bei der anstrengendsten Wanderung war auch nichts anderes dabei. Oft war die Dynamik der A7 hilfreich, mit sehr hohen Kontrasten klarzukommen ohne Belichtungsreihe (das Bild mit der Brücke war mit -2EV aufgenommen, um die Lichter zu erhalten und später habe ich in Lightroom die Tiefen stark aufgehellt). Dem Kitzoom mag die Klarheit besserer Objektive fehlen, aber es macht, etwas abgeblendet, scharfe Landschaftsaufnahmen, die sich in sehr guter Qualität größer ausbelichten lassen. Das Canon FD 20mm ist ein für seinen Preis erstaunlich randscharfes Ultraweitwinkel, gut passend zu den 24MP der A7 (und auch gut für hier nicht gezeigte Selfies mit viel Umgebung und viel Schärfentiefe).

Angehängte Datei  11_2870_korsika.jpg   343,35K   61 Mal heruntergeladen

 

Angehängte Datei  12_20mm_korsika.jpg   236,2K   58 Mal heruntergeladen

 

Angehängte Datei  13_20mm_korsika.jpg   188,34K   62 Mal heruntergeladen


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#18 pizzastein

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Geschrieben 24. Juli 2015 - 21:58 Uhr

Ich mag Freistellung und das Spiel mit der Unschärfe. Dazu eignen sich vor allem Festbrennweiten, da sie tendenziell lichtstärker sind und Unschärfe schöner abbilden. Zu dem bereits erwähnten Canon FD 135mm/f2 kamen später noch das Voigtländer Nokton 35mm/f1.2 und das Sony FE55/1.8 hinzu. Ich bin überzeugt davon, jedes der nachfolgend gezeigten Fotos wäre weniger schön mit Schärfe von vorne bis hinten. Als Beispiel dient das letzte Bild (gemacht mit einem Minolta 28mm/f2.8 @f4 und f16), da davon auch eines mit hoher Schärfentiefe existiert. Die vielen feinen Strukturen des schärferen Bildes verwirren den Betrachter, lenken vom Hauptmotiv ab und die Dreidimensionalität geht verloren.

Angehängte Datei  14_fd135f2.jpg   198,21K   53 Mal heruntergeladen

 

Angehängte Datei  15_voigtländer.jpg   107,78K   50 Mal heruntergeladen

 

Angehängte Datei  16_FE55f18.jpg   108,24K   52 Mal heruntergeladen

 

Angehängte Datei  18_minolta28_f4.jpg   163,57K   51 Mal heruntergeladen

 

Angehängte Datei  19_minolta28_f16.jpg   254,4K   53 Mal heruntergeladen



Oft mache ich es nicht, aber wenn, ist es umso wichtiger: Fotografieren bei Schummerlicht. Wenn z.B. ein guter Freund fragt, ob ich Bilder auf seinem Geburtstag machen kann. Abends im Gebäude, kaum Licht, ein Blitz würde der Stimmung schaden und natürlich auch die vorhandene Lichtstimmung massiv verfälschen. Eine gute Gelegenheit für das Voigtländer Nokton 35mm, eingesetzt mit Blende 2, ISO ~3200, grenzwertig lange Belichtungszeit. Für die Lichtstärke ein sehr kleines und unauffälliges System, mit vorfokussieren und nachregeln über den Sucher schnell im Fokus. Eine andere Situation, die einfach festgehalten werden musste, hier mit dem Leitz-R Summicron 50mm/f2, Offenblende, ISO3200:

Angehängte Datei  17_50mmf2.jpg   141,04K   55 Mal heruntergeladen


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PEN-F mit 45/1.8, Makro 60/2.8, 75-300II

a6500, insbesondere mit Touit 12/2.8, SEL1670, SEL24f18, Sigma 30/1.4, SEL35f18, SEL50f18

A7 vor allem mit Samyang 135/2


#19 pizzastein

pizzastein

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Geschrieben 24. Juli 2015 - 22:02 Uhr

Ein für mich noch schwierig analytisch greifbarer Punkt ist die Farbwiedergabe von Objektiven. Als erstes aufgefallen ist es mir mit dem Leitz Macro-Elmarit-R 1:2.8/60, das zu Pastellfarben neigt (das Blümchen). Auffällig ist es auch beim Minolta MD 24mm/f2.8 mit seinen kräftigen Blau- und Grüntönen bei gleichzeitig angenehmen Hautfarben. Auch das Voigtländer Nokton 35/f1.2 und das Sony FE55/1.8 können intensive Farben zeigen, die sich klar von den günstigen Sony E/FE-Objektiven unterscheiden. Das Blätter-Himmel-Foto ist ein Beispiel vom Voigtländer Nokton, unbearbeitet.

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Angehängte Datei  21_voigtländer_farben.jpg   212,49K   56 Mal heruntergeladen

 


Nach den übergeordneten Themen möchte ich noch auf drei weitere Objektive eingehen. Zum einen kann ich leihweise ein Canon EF 100mm/f2.8 Makro benutzen, dass sich sehr gut macht an der A7 dank der guten Unterstützung für den manuellen Fokus.

Angehängte Datei  22_canon_makro.jpg   89,29K   55 Mal heruntergeladen


Als zweites eignet sich das Fujian 35mm/f1.7 für effektvolle Bilder.

Angehängte Datei  23_fujian.jpg   171,69K   57 Mal heruntergeladen


Als drittes habe ich wieder größeren Gefallen gefunden an Teleobjektiven. Die native Wahl für die A7 beschränkt sich derzeit noch fast ausschließlich auf das FE70200/f4. Zur "Televerlängerung" und für einen schnelleren Autofokus ist es die halbe Zeit an einer a6000, die jetzt als kleine und schnelle Schnappschusskamera die NEX-5N ersetzt. Hier ein 12MP-Ausschnitt der Kombination a6000/FE70200 aus freier Wildbahn.

Angehängte Datei  24_tele_crop.jpg   92,73K   58 Mal heruntergeladen


Insgesamt möchte ich weder auf ein kompaktes System, noch auf eine Kleinbildkamera verzichten. Zu unterschiedlich sind einfach die unterschiedlichen Ansprüche bei unterschiedlichen Begebenheiten. Die mechanische Wertigkeit der meisten manuellen Objektive in der Hand zu spüren und das "handwerkliche" Fotografieren mit ihnen kann mir viel Spaß machen. Irgendwann nervt es wieder und ich bin froh um den schnellen Autofokus der a6000 bzw. überhaupt mal wieder mit Autofokus an der A7 fotografieren zu können. Eine gute Mischungs macht's, auch wenn das Packen der Fototasche nicht leichter wird dadurch...


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#20 Phillip Reeve

Phillip Reeve

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Geschrieben 17. August 2015 - 12:43 Uhr

Ich würde mich freuen wenn noch weitere Beiträge kämen, gerade vom mFT System war bisher nur sehr wenig zu hören.

 

Der Thread ist jetzt probeweise dauerhaft geöffnet. Bitte haltet euch aber an die Regel, dass Diskussionen in diesem Thread statt finden.

 

Grüße,

Phillip


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