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Wie geht denn das? Shiften an Vollformat mit Vollformat Objektiven statt Mittelformat Objektiven?


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Hallo,

 

bisher dachte ich immer, um mit diversen Shift-Adaptern shiften zu können, benötige man zwingend Mittelformat-Objektive wegen der größeren Fläche, die abgedeckt werden muss. Dann sah ich dieses Bild, die A7R mit dem 14-24 FX von Nikon. Wie geht das denn? Kann man das auch mit dem Canon 16-35 an der A7R oder an einer gewöhnlichen DSLR? Gibt es passende Adapter für das Canon 16-35?

 

http://www.dkamera.de/news/hartblei-stellt-hcam-master-ts-14-24mm-fuer-sony-e-bajonett-vor/

 

LG und Grüße

 

 

Edited by knippser34
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Diese ermöglicht an Kleinbildkameras eine Verschiebung des Objektivs um jeweils 10mm nach oben und unten – jedoch nur bei einer Brennweite von 18mm. Darüber und darunter ist der Verstellweg optisch bedingt etwas kürzer, da bei kürzeren und längeren Brennweiten der Bildkreis des Objektivs nicht ausreichend groß ist.

 

Offenbar deckt das Nikkor 14-24 bei 18mm einen grösseren Bildkreis als KB ab, sofern die integrierte Sonnenblende gekappt wird.

 

Den Sinn dahinter kann ich allerdings nicht erkennen. Für den Preis kann man gleich ein richtiges Tilt-/Shift-Objektiv kaufen und mit einem einfachen Adapter einsetzen, oder man verwendet ein KB-Objektiv mit Shift-Adapter an einer APS-C-Kamera.

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Naja, der Sinn ist vermutlich, dass es ein Zoom ist und dass es für ein Kleinbild-Shift einen sehr weiten Winkel bietet. Das ist doch schon was besonderes. oder nicht?

 

Ja, eigentlich schon.

Für mich zwar nicht wirklich - ich verwende manchmal ein Sigma 12-24 mit Shift-Adapter an der NEX-6. Damit kann man 8 mm Verstellweg bei jeder Brennweite nutzen, was 12 mm Verstellweg bei KB entspricht.

Die Hartblei-Lösung ist mit dem reduzierten Verstellweg eingeschränkter. Ob die Schärfe ausserhalb des KB-Bildkreises noch gut genug ist?

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  • 7 months later...

Das Ganze nennt man Freelensing. Bei Google findet man dazu alles was das Herz begehrt!

@ThreeD: Nichts für ungut!

Das Ganze nennt man eben nicht FreeLensing sondern Tilt-/Shift-Adapter. Freelensing ist ganz etwas anderes mit ähnlichem Effekt, es bedeutet tilten oder shiften ohne TS-Adapter bzw. ohne TS-Objektiv.

 

Freelensing ist eine Technik, mit der man völlig kostenlos tilten oder shiften kann, sofern man eine Kamera und ein beliebiges Objektiv hat.

 

Freelensing bedeutet das, was das Wort schon sagt: eine "freie Linse"(Objektiv).

 

Die "Technik" sieht so aus:

Man nimmt ein beliebiges Objektiv, vorzugsweise vom WW bis zum leichten Tele. Es muß nicht unbedingt an die Kamera passen. Dieses Objektiv hält man in Unendlichkeitsstellung frei so vor die offene Bajonett-Öffnung der eingeschalteten Kamera, daß man auf dem Display (LV vorausgesetzt) ein Bild erkennen kann.  Jetzt kommt es darauf an, daß man das Hauptmotiv (in Teilen zumindest) scharf bekommt, indem man das freie Objektiv vor- oder zurück bewegt oder auch nach links/rechts und/oder nach oben/unten kippt, also tiltet oder shiftet und "scharf" stellt. Mir ist dabei ein Klappdisplay sehr hilfreich.

 

Man kann das mit Stativ oder auch ohne probieren und sollte sich nicht über den hohen Ausschuß wundern, denn diese Technik setzt einige Übung voraus und ist nicht ganz einfach. Man erreicht dabei (ich mache dabei meistens Blümchenaufnahmen) ein tolles Bokeh, das auch mit einem STF-Objektiv nicht immer erreicht werden kann. Dabei ist die Bokeh-Wirkung von der Brennweite abhängig.

 

Ein MF-Objektiv ist wegen des größeren Bildkreises hilfreich, es kann aber an der FF-Kamera auch ein FF-Objektiv sein.

Hier mal zwei Beispiele:

 

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OM Zuiko 1.4/50mm an Sony A7R

 

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OM Zuiko 2.8/100mm an Sony A7R

 

Natürlich muß man darauf achten, daß durch den freien Spalt zwischen Objektiv und Kamera kein Licht hineinkommt - oder man akzeptiert dies bewußt zur Bildgestaltung. Bei Wind und Wetter sollte man diese Technik draußen lieber nicht praktizieren, weil Staub und Nässe auch durch den Spalt den Weg auf den Sensor findet.

 

Diese "Technik" macht einen unheimlichen Spaß!

 

LG

Hans-Joachim.

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Nachtrag:

 

Die Entfernung zwischen Kamerabajonett und Objektivbajonett entspricht natürlich einem Adapter, doch der könnte nicht bewegt werden. Wie meine o.a. Bildbeispiele zeigen, habe ich OM-Altglas vor einer Systemkamera mit geringerem Auflagemaß als bei einer Alt-OM-Kamera benutzt, was die Freiheit der Bewegung erhöht hat. Es funktioniert aber genauso mit nativen Objektiven, nur ist dann die Freiheit der Bewegung geringer. Im letzteren Fall ist die Objektivstellung auf unendlich womöglich notwendig.

 

Es gibt Photographen, die halten das Objektiv umgekehrt vor die Kamera (Retro-Stellung), was ich selbst noch nicht probiert habe. Das kommt noch.

 

LG

Hans-Joachim.

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Da gibt es verschiedene Methoden, die sich rein intuitiv anbieten. Ich halte mit einem freien Finger (schwierig!) den Spalt z.T. zu. Oder ich bewege mich mit Kamera und Objektiv zur Seite bis auf dem Display der Lichteinfall nicht zu sehen ist. Oder ich bitte eine Begleitperson, mit der Hand zu assistieren. 

Die beste Methode aber ist, den Lichteinfall in den Bildaufbau zu integrieren, wie z.B. hier:

 

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LG

Hans-Joachim.

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@leicanik

Das gibt es bereits, und zwar als Lensbaby. Dort genügt mir aber die Qualität der Optik nicht und es ist nicht so spannend, bei der Entwicklung des Raw zu sehen, wie das Bild denn nun wirklich "geworden" ist - im Vergleich zu dem visualisierten Bild, denn das Display zeigt nicht so genau, wo und wie denn nun die Schärfe getroffen ist. Es sind nämlich nur weniger als wenige Millimeter - und das ist auf dem Display nicht so gut zu erkennen. Ich schrieb schon: der Ausschuß ist größer als erhofft. Dabei muß ich allerdings zugeben, daß ich oft mit Offenblende solche Aufnahmen mache, höchstens bis F/5.6.

 

LG

Hans-Joachim.

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Ja klar, Lensbaby ist mir schon ein Begriff. Nur bei einem reinen Adapter hätte man eben die Wahl, welches Objektiv man nimmt, und wäre nicht auf so eine Spielzeuglinse angewiesen.

Du brauchst nur beim Novoflex- Balgengerät die untere steife Schiene durch eine biegsame ersetzen, dann hast Du die Lösung. Zugegeben ein solcher Eingriff täte mir weh, aber ein geschickter Bastler bäme das sicherlich hin

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Ich mag die Lensbaby-Serie auch nicht. Bei FreeLensing bist du völlig frei in der Objektivwahl. Dieses Objektiv muß noch nicht einmal an die Kamera passen, vor die es gehalten wird. Bei einer Kamera im FF kann es ein FF-Objektiv sein, aber auch ein MF- oder vielleicht auch ein GF-Objektiv.

 

Der Unterschied der Photographie mit TS-Adapter (oder TS-Objektiv) und FreeLensing besteht darin, daß du Bildfehler kompositorisch in Bildgestaltung umwandeln kannst, z.B. den Lichteinfall durch den Spalt, die geringe Schärfe, die Verschwommenheit etc. Ich finde, mit FreeLensing kann man besser Gefühle ausdrücken.

Da ist noch ein Unterschied: Ein TS-Objektiv oder auch ein TS-Adapter ist teuer, teuer, teuer! FreeLensing ist völlig kostenlos, also Tilten und Shiften "für arme Leute", wie es überall heißt

 

Um Verzeihung bitte ich die, denen die Bezeichnung "FF" fremd ist. FF ist die internationale Abkürzung für Vollformat (nicht etwa "Follformat" bitte).

 

LG

Hans-Joachim.

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Da ist noch ein Unterschied: Ein TS-Objektiv oder auch ein TS-Adapter ist teuer, teuer, teuer! FreeLensing ist völlig kostenlos, also Tilten und Shiften "für arme Leute", wie es überall heißt

Dem muss ich widersprechen.

Ich habe mir für meine Lumix einen Tilt-Adapter für ca. 30€ gebraucht gekauft, der im Zusammenspiel mit analogen Objektiven wunderbar funktioniert. Ich selbst nutze daran zwei alte Pentax-Objektive (50mm 1.7 & 28mm 2.8) für je 40€ (gebraucht).

 

Hier mal ein Beispiel:

 

23046211434_9797a44311_b.jpgthe new 20 by basteloz, on Flickr

 

 

Freelensing macht mir allerdings auch ziemlich viel Spaß. :)

Edited by Basteloz
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Ich habe mir für meine Lumix einen Tilt-Adapter für ca. 30€ gebraucht gekauft, der im Zusammenspiel mit analogen Objektiven wunderbar funktioniert. Ich selbst nutze daran zwei alte Pentax-Objektive (50mm 1.7 & 28mm 2.8) für je 40€ (gebraucht).

Wo hast Du den erstanden? In ebay finde ich in dieser Preislage nur M42 auf NEX (aus China)

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Ich habe ihn im blauen Forum bei einem privaten Anbieter gefunden, die Marke weiß ich allerdings nicht. Laut Verkäufer war es ein italienischer Adapter, also nicht das typische China-Zeug. Dieser Adapter hat ein Kugelgelenk und lässt sich somit völlig frei tilten. Er hat außerdem einen Hebel, mit dem man das Objektiv ganz einfach in verschiedenen Stellungen verriegeln kann (somit auch für Filmaufnahmen geeignet).

 

Zuvor habe ich mir diesen Tilt-Adapter gekauft (sowie einen "Canon EOS auf Pentax K"-Adapter), dieser hat allerdings miserabel funktioniert und ich habe ihn wieder zurückgeschickt.

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Mein Traum wäre ja eine Standarte mit der ein Mittel- oder Großformat-Objektiv angeschlossen werden kann und exakt geschiftet und verschwenkt werden kann. Also wie bei einer Großformatkamera. Architekturaufnahmen und Nahaufnahmen mit großer Schärfentiefe wären so ganz anders möglich. Ist aber natürlich wieder was ganz anderes ...

Edited by leicanik
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@leicanik

Das kannst du mit jeder Großformatkamera machen, die es auch gebraucht preiswert auf Kamerabörsen gibt. Solch einen Traum kann man sich schnell erfüllen!

FreeLensing ist aber mehr als nur tilten und shiften, genau arbeiten kann man dabei allerdings nicht - aber gerade das ist der Reiz. Man ist immer wieder überrascht, was bei den Versuchen heraus kommt.

 

LG

Hans-Joachim.

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Ein weiteres Beispiel:

 

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Leica-R 2.0/90 an A7R

 

Die Aufnahme machte ich gestern. Es war schweinekalt und dazu ein heftiger Wind, minus 4°C ,gefühlt minus 10°C, eigentlich kein Wetter für FreeLensing! Aber "Es ist kein Photowetter" zählt nicht.

 

LG

Hans-Joachim.

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