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OM-D E-M5 Mark II - High Resolution RAW und der Olympus Viewer, da passt etwas nicht...


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Ahoi

 

Vorweg, bevor sich einzelne Fanboys aufregen, ich finde Olympus toll, das soll hier auch kein Bashing sein, wer den Text im Zusammenhang liest wird das bemerken

 

Nach einigen Tests mit der E-M5 Mark II und dem High Resolution Modus ist mir ein Umstand aufgefallen, den ich etwas schade finde, denn wie man so liest, im Handbuch der E-M5 Mark II benötigt man für diese hochauflösenden Fotos eine beiliegende Software, den Olympus Viewer, und die *.ORI Dateien um diese hochauflösenden Fotos quasi zu entwickeln bzw. wiedergeben oder wie auch immer das da gemeint ist - der original Wortlaut von Seite 66 der PDF:

 

Ist die Bildqualität auf RAW+JPEG eingestellt, speichert die Kamera ein einzelnes RAW Bild, bevor sie es zu einer High Res Aufnahme (Erweiterung „.ORI“) kombiniert. Kombinierte RAW-Bilder können nur mit der Software wiedergegeben werden, die mit dieser Kamera geliefert wurde.

 

Soweit alles gut, man bekommt eine ORI.Datei aus der man sich ein JPG entwickeln kann, dieses Foto wird limitiert auf die Auflösung von 4608 x 3456 Pixeln, also diese ~ 40 Megapixel, die angegeben wurden. Diese ORI-Datei kann man dann mit dem Olympus Viewer exportieren oder sonstwas mit machen, auch eben wie angegeben. Stellt man nun diese ORI.Datei einmal mit der gleichzeitig in der Kamera erzeugten JPG.Datei gegenüber, dann stellt man zwei Sachen fest - die ORI.Datei ist von der Datenmenge auf der SD-Karte etwas kleiner als die JPG.Datei (in meinem Beispiel ORI= 15.511MB und JPG= 16.908MB) und der Unterschied ist selbst auf einem 4K-UHD Bildschirm nicht zu erkennen.

Bei der Einstellung RAW+JPEG wird allerdings auch eine Raw-Datei als ORF.Datei erzeugt, die die volle Auflösung von 9216 x 6912 hat (ca. 120 MB groß), das sind etwa 63.7 Megapixel und diese RAW Datei kann der Olympus Viewer zwar anzeigen, allerdings nicht verarbeiten - bedeutet, man kann die nicht in der vollen Auflösung exportieren. Bei der Anzeige im Olympus Viewer stellt man dann fest, dass die Qualität (auf 4K UHD) visuell deutlich besser ist. Es erscheint allerdings die Fehlermeldung beim Export des großen RAW zu JPG  "Format* wird nicht unterstützt" und genau da stellt sich sicherlich die Frage "Warum eigentlich nicht?" (* gemeint ist das Bildformat als Auflösung)

 

Eine Lösung zum Entwickeln der großen RAW-Dateien, und man muss sich ja irgendwo eingestehen, dass der Unterschied zwischen ca. 40 MPixeln und ca. 63 MPixeln schon sehr groß ist, liefert Olympus demnach garnicht mit der Kamera aus - vermutlich bewirbt man die deshalb auch nicht mit 63 Megapixeln sondern nur mit den exportierbaren 40 Megapixeln.

 

Der Weg, den ich bisher genutzt habe, war entweder direkt über Photoshop CS6 aus dem großen ORF-RAW oder eben per DNG-Konverter in Lightroom 5, dabei kommt tatsächlich die volle Auflösung zutage und man kann diese auch entsprechend entwickeln. Sicherlich ist das Ganze - wie immer - eine Frage der eigenen Vorgehensweise in der Fotografie, allerdings steckt in der Technik ein enormes Potenzial und wenn man ein Drittel der Auflösung im High Res Modus mehr nutzen kann, dann ist das doch im Prinzip eine Reduzierung, die man mit einem gedrosselten Porsche vergleichen kann.

 

Was (mir) sicherlich nicht ganz klar ist, nämlich warum Olympus diese JPG.- und ORI.Dateien vom deutlich größeren RAW runterskaliert, das kann ja durchaus Gründe haben, eventuell will man so eine höhere Gesamtschärfe erzeugen oder man möchte die Heimcomputer nicht an die Leistungsgrenzen bringen, aber was genau für ein Konzept dahinter steckt, das ist mir nach wie vor ein Rätsel

 

Was denkt Ihr darüber?

 

Edited by Lumixburschi
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Ich finde es jedenfalls eine Frechtheit, dass Olympus mit dem vielbeworbenen Feature zwar ein ~64 MP Bild erzeugt, aber es sogar entgegen der Beschreibung eben nicht möglich ist, dieses Bild mit Bordmitteln weiterzuverarbeiten. Im Gegensatz dazu liefert Olympus aber ein Plugin für die Nutzer eine bestimmen Software. Also werde ich praktisch gezwungen entweder eine kostenpflichte Zusatzsoftware zu nutzen, oder ich muss das 40 MP JPEG ooc nehmen. Quasi friss oder stirb. Oder ich bin auf das Wohlwollen der Anbieter von Fremdsoftware angewiesen.

Zumindest einen Export als TIFF hätte Olympus m M. n. ermöglichen müssen.

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Wie alle anderen RAW Editor Hersteller auch braucht offenbar Olympus auch noch etwas Zeit, seine Software anzupassen. Die hohe Auflösung wird in Kürze von den meisten RAW Editoren unterstützt werden (wozu würde Olympus sonst in diesem Modus das RAW Format anbieten) und sicherlich auch von freier Software. Die Alternative wäre gewesen, dass Olympus den Verkauf der fertigen Kamera so lange zurückhält, bis der Olympus Viewer soweit ist. Das wäre für mich keine gute Sache gewesen, da ich die Kamera schon seit einem guten Monat mit viel Freude nutzen konnte.

 

Bis Mitte Mai (DxO) werden wohl nahezu alle RAW Editor Hersteller nachgezogen haben, dann hat sich das Thema erledigt.

 

Für mich gilt ohnehin, dass ich den Olympus Viewer nicht nutzen würde. Es gibt hier einfach bessere Alternativen.

 

Ich will damit nicht sagen, dass es ideal von Olympus ist, seine Software noch nicht fertig zu haben, andererseits gehört bei neuen Kameras das Warten auf die Unterstützung bei den RAW Editoren mittlerweile zum üblichen Geschäft. Derweil behelfe ich mich mit cPicture für die normalen Aufnahmen.

Edited by tgutgu
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Soweit alles gut, man bekommt eine ORI.Datei aus der man sich ein JPG entwickeln kann, dieses Foto wird limitiert auf die Auflösung von 4608 x 3456 Pixeln, also diese ~ 40 Megapixel,

Was denkt Ihr darüber?

 

 

 

Wir denken, das sind rund 16 Megeapixels

 

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Das geht schon. Nur muss für den Kunden die Software wasserdicht sein. Das ist etwas anderes als eine in der Kamera gekapselte Software oder eine Laborversion, die zwar funktioniert, aber unhandlich ist. Ein RAW-File bietet ja mehr Beeinflussungsmöglichkeiten und die wollen alle sauber programmiert und benutzerfreundlich sein. Wobei man bei dem OV in Sachen Benutzerfreundlichkeit "sehr geteilter Meinung" sein kann.

Edited by wolfgang_r
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Also ein eindeutiger Fall von "das Produkt reift beim Kunden"?

Da frage ich mich wie es Olympus überhaupt möglich war, das eigene Produkt zu testen, wenn es keine Software für die Formate gab?

Die Kamera ist fertig und muss nicht beim Kunden reifen - jedenfalls nicht mehr als andere auch. Die Software ist ein anderes Produkt, in das möglicherweise tiefer eingegriffen werden muss, damit die 64 mpx verarbeitet werden können. Ich hatte auch gelesen, dass Olympus mit Adobe zusammengearbeitet hat: daher gibt es schon das Photoshop Plugin (und Photoshop wird ja nicht gerade selten eingesetzt) und ACR kann RAW Dateien nach meinem Kenntnisstand auch schon verarbeiten. Lightroom kommt demnächst. Es wird also auch für Olympus (neben den internen uns nicht bekannten) genug Möglichkeiten gegeben haben, den Pixelshift zu testen.

 

Wie gesagt: die Alternative wäre gewesen, die Kamera erst später herauszubringen. Das hätte mir auch nicht gefallen (und anderen wohl auch nicht).

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Was denkt Ihr darüber?

 

 

Ich denke das in den zusätzlichen Pixeln nicht all zu viel mehr informationen drin stecken als das es sich unbedingt lohnen würde in den 40MP JPEG steckt ja schon viel mehr drin als das was bsp. aus einem D800 Sensor rauskommt.

Aber du kannst ja mal gerne ein Vergleich machen und 100% Crops von RAW und JPG zeigen dann kann man sehen ob und was da fehlt und ob es sich unbedingt lohnt.

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Im Gegensatz dazu liefert Olympus aber ein Plugin für die Nutzer eine bestimmen Software. Also werde ich praktisch gezwungen entweder eine kostenpflichte Zusatzsoftware zu nutzen, oder ich muss das 40 MP JPEG ooc nehmen. Quasi friss oder stirb. Oder ich bin auf das Wohlwollen der Anbieter von Fremdsoftware angewiesen.

Zumindest einen Export als TIFF hätte Olympus m M. n. ermöglichen müssen.

Na ob Olympus da speziell etwas liefert weiß ich nicht, man kann allerdings das 63 Megapixel-ORF mit einem kostenlosen DNG-Konverter (Adobe) in ein 63 Megapixel DNG umwandeln.

Der Export in ein Tiff wäre allerdings schön, hab das allerdings auch ausprobiert ob der Oly Viewer das in der Größe kann - ist der gleiche Fehler.

 

Die hohe Auflösung wird in Kürze von den meisten RAW Editoren unterstützt werden (wozu würde Olympus sonst in diesem Modus das RAW Format anbieten) und sicherlich auch von freier Software. Die Alternative wäre gewesen, dass Olympus den Verkauf der fertigen Kamera so lange zurückhält, bis der Olympus Viewer soweit ist. Das wäre für mich keine gute Sache gewesen, da ich die Kamera schon seit einem guten Monat mit viel Freude nutzen konnte.

Das kann Adobe Camera Raw in der aktuellen Version schon und der Adobe DNG-Konverter kann das auch heute schon, nur Lightroom 5 hinkt bisher etwas hinterher

 

Wir denken, das sind rund 16 Megeapixels

Danke für den Hinweis. Es stimmt, da liegt der (mein) Fehler in der fast gleichen Dateigröße, da hatte sich mein Fehlerteufel eingeschlichen, das *.ORI ist tatsächlich 16 Megapixel "groß" und das *.JPEG (7296 x 5472) ist 40 Megapixel groß, allerdings dann das JPG, was direkt in der Kamera erzeugt wird...

 

Der OV ist eindeutig deren Stiefkind.....

Das Geühl hatte ich auch, nichtmal die letzten Exportordner merkt der sich ...

 

Hallo Dirk,

vielleicht kannst Du hiermit was anfangen: http://www.43rumors.com/iridient-developer-supports-e-m5ii-64mb-raw/

Danke für den Link, das kannte ich noch nicht

Denke ich hab mit Photoshop CS6 eine gute Lösung hier.

 

Ich denke das in den zusätzlichen Pixeln nicht all zu viel mehr informationen drin stecken als das es sich unbedingt lohnen würde in den 40MP JPEG steckt ja schon viel mehr drin als das was bsp. aus einem D800 Sensor rauskommt.

Aber du kannst ja mal gerne ein Vergleich machen und 100% Crops von RAW und JPG zeigen dann kann man sehen ob und was da fehlt und ob es sich unbedingt lohnt.

Das wäre die Frage, ich habe mal die Crops verglichen anhand von Testfotos eines alten Motherboards aus dem Schrott, aber da hab ich den Verdacht, dass mein Test ansich nicht optimal war. Die 350 Jahre alten Holzböden in meinem alten Kotten sind irgendwie niemals tot.

Was mir allerdings aufgefallen ist, die Detailunterschiede zwischen 40MP JPG und 63MP RAW sind erst ab 400% Vergrößerung zu erkennen, man muss schon tief in das Foto tauchen...

 

 

Es ist ja keine Frage, der Vorteil in dieser Auflösung ist nicht "auf Nasenspitzenabstand noch scharf" sondern eher der Umstand, dass man bei sehr sehr feinen Strukturen ein Plus an Schärfe erreicht - andererseits - wenn man mal eine Fototapete erzeugen möchte, dafür wäre das ja ein Vorteil.

Sicherlich reichen 40 Megapixel auch schon locker aus, aber es geht ja ansich um das Format ORI und ORF im Viewer, da ist es egal ob 40MP RAW oder 63MP RAW, denn die ganz normalen 16 MP RAW kann der Oly Viewer ja exportieren, und das auch als JPEG und Tiff.

 

Bin mal gespannt wo der Weg seitens Oly-Software überhaupt hingeht

 

Edited by Lumixburschi
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Na ob Olympus da speziell etwas liefert weiß ich nicht, man kann allerdings das 63 Megapixel-ORF mit einem kostenlosen DNG-Konverter (Adobe) in ein 63 Megapixel DNG umwandeln.

 

Krass, das geht!

DNG Converter kannte ich noch gar nicht. Jetzt bekomme ich die großen RAWs zumindest irgendwie in Capture One importiert. Musste allerdings die DNG-Version manuell auf eine frühere Version zurücksetzen, weil Capture One mit den neuesten nicht klar kam.

Weiterverarbeitungsmöglichkeit und Qualität werde ich bei nächster Gelegenheit testen.

 

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Moin

 

Heute abend gab es die erste Gelegenheit das Ganze mal zu testen, eben in der Blauen Stunde, bzw. etwas danach. So wie ich das verstanden habe erzeugt die Kamera per Sensorshift nicht nur die Auflösung ansich sondern auch durch Zusammenrechnen der einzelnen Farben feinere Details, wo bei der Belichtung (quasi ähnlich wie beim Foveon-Sensor) so auf sämtliche Pixel des Sensors jeweils die drei Farben ausgelesen werden und durch das Shiften/Bewegen des Sensors um jeweils ein halbes Pixel wird die Auflösung nochmal verfeinert weil die Zwischenräume der einzelnen Pixel so in das Bild mit eingerechnet werden können, das geschieht insgesamt mit 8 Aufnahmen und per elektronischem Verschluss - soweit die Theorie.

 

Was hat die Kamera gemacht und wie habe ich das getestet - einfach "quick and dirty" die Mark II auf ein Gorillapod, gut auf den Boden gestellt, ausgerichtet und ausgelöst per Touchscreen. Das Motiv ist ein altes Pförtnerhaus mit viel Struktur.

 

 

 

Was mir aufgefallen ist, und das scheint der Grund zu sein, warum die OM-D ein 40MP JPG aus der Aufhanme errechnet, das 64MP RAW wird in den Details leicht stufig an den Kontrastkanten, sieht man hier in den beiden Crops:

 

64MP RAW Schranke hinten rechts:

 

40MP JPG

 

So gesehen muss es im Bildprozessor der OM-D eine Kantenglättung geben, die eben diese Artefakte ausmerzt oder es funktioniert da noch anders irgendwie.

 

Wenn man das dann weiter verfolgt und das mal im Vergleich zu den nativen 16 Megapixeln konvertiert, also quasi aus den ORI-Dateien ein JPG exportiert, dann kommt man auch einen massiven Unterschied...

 

Siehe Fortsetzung:

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Fortsetzung:

 

Der massive Unterschied im Crop sieht so aus:

 

Gitter neben der Treppe am Pförtnerhaus links.

 

16MP

64MP

 

So sieht man zwar bei den 64MP Stufenbildung an den Kanten - jedoch ist das bei 16MP dann der Auflösung geschuldet, dass die sowas eher glatt bügelt.

 

Was mich jedoch erstaunt hat, diese Stufenbildung an den Kanten gibt es in dem 40MP JPEG, was direkt in der Kamera gerechnet wird, garnicht. Die 40MP Crops sind alle deutlich höher in der Auflösung und den Details als die 16MP JPEG und die kamera scheint da eine Art AA-Filter gegen diese Treppchenbildung einzusetzen.

Beispiel als Crop:

 

40MP

 

 

So gesehen frage ich mich wirklich ob es tatsächlich einen Grund gibt warum die OM-D auf 40MP reduziert und gleichzeitig die Kanten glatt sind.

 

Fortsetzung folgt:

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Fortsetzung:

 

Genau diesen Effekt sieht man an weiteren Stellen auch, die Farbunterschiede kommen vermutlich durch die interne Verarbeitung der OM-D und der in Lightroom :

 

16MP JPEG

 

 

64MP RAW

 

 

40MP JPEG

 

So ist der Nutzen aus dem RAW wieder neu zu überdenken,und das wohl unabhängig vom Konverter, denn Anti Aliasing Filter in der Bildbearbeitung ist eventuell ein Thema, wenn es in der Kamera zu derart hohen Auflösungen kommt und optische Tiefpassfilter gibt es bei der Mark II nicht und die wären eh unwirksam bei der Sensorshift-Technik.

 

Da muss ich mir tatsächlich noch mehr an Infos zu besorgen.

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Interessant! 

Mir war da nichts aufgefallen. Wobei ich bisher wenig HiRes Bilder gemacht habe. 

Zwei Blümchenbilder haben wahrscheinlich nicht die harten Kontraste geliefert.

Bei Gelegenheit muss ich das auch mal ausgiebig testen.

Vielen Dank, dass Du uns teilhaben lässt an deinen Versuchen und Ergebnissen!

 

LG

 

 

Dieter

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Na ob Olympus da speziell etwas liefert weiß ich nicht, man kann allerdings das 63 Megapixel-ORF mit einem kostenlosen DNG-Konverter (Adobe) in ein 63 Megapixel DNG umwandeln.

 

Krass, das geht!

DNG Converter kannte ich noch gar nicht. Jetzt bekomme ich die großen RAWs zumindest irgendwie in Capture One importiert. Musste allerdings die DNG-Version manuell auf eine frühere Version zurücksetzen, weil Capture One mit den neuesten nicht klar kam.

Weiterverarbeitungsmöglichkeit und Qualität werde ich bei nächster Gelegenheit testen.

 

 

Moin und frohe Ostern!!!

 

Nachtrag:

Mit der Voreinstellung "Camera Raw 4.6" (und kleinere Version) bzw. benutzerdefiniert "Version 1.1" kann Capture One Pro 8.2 die .DNGs der HiRes-Bilder erkennen. Allerdings liefern die DNGs nicht das richtige Farbprofil mit. Da muss ich manuell sehr stark nachtunen. Auch mit dem eigentlich passenden Olympus Farbprofil, angewandt auf das DNG, sind die Farben nicht stimmig. ... Werde ich weiter testen.

 

Nachtrag 2:

Da passt leider noch etliches mehr nicht. Kontrast und Schärfe sind deutlich weg von dem üblichen Niveau (im Negativen). Habe jetzt eine Stunden rumexperimentiert ohne ein zufriedenstellendes Ergebnis. Da Capture One für die DNGs anscheinend keine vernüftigen Grundeinstellung liefert, werde ich den Versuch zunächst mal beenden. Das ist mir im Moment zuviel Aufwand.

Ich warte da lieber auf die Jungs von PhaseOne, bis die HR-Bilder (auch in der Windows-Version von CO) direkt unterstüzt werden.

Edited by storki321
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  • 2 weeks later...

Ahoi


 
So sieht man keinerlei dieser Treppenstufen mehr an den Kanten im 64MPx RAW und die Details sind schon recht umfangreich, wenn man das mit den 16MPix der nativen Sensorauflösung vergleicht.
 
Gezielt eingesetzt ist das tatsächlich eine echt interessante Aufnahmetechnik, die Olympus da bietet, und die "Testfotos" hier sind ja nun unter sehr grenzwertigen Lichtverhältnissen entstanden.
Allerdings habe ich festgestellt, dass die Details etwas reduziert werden bei ISO800, denn scheinbar rechnet die Kamera da das Rauschen raus - ob man das dafür irgendwie abstellen kann/muss habe ich noch nicht ausprobiert. Edited by Lumixburschi
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Das rausgerechnete Rauschen zeichnet irgendwie etwas weich, das sieht man deutlich, wenn man mal ein Foto aus ISO250 betrachtet:
 

F8 - 8sek. - ISO250

 

Daraus nativ in 1152 Pixeln:

 

und ein sehr starker Ausschnitt vom linken Rand bei der Schranke:

 

 

So sieht man auch hier noch sehr viele Details, allerdings wäre es interessant, wenn man das Ganze mal am Tage bei viel Licht mit deutlich kürzeren Belichtungszeiten ausprobieren würde, denn es kann durchaus sein, dass es hier mehrere Faktoren gibt, die Einfluss auf das Bildergebnis haben.

 

Ansonsten muss ich tatsächlich sagen, dass dieser Modus zwar deutliche Limits aufwirft, der Gewinn jedoch enorm ist wenn man die Auflösung von 64 Megapixeln betrachtet und daraus dann zu der nativen Auflösung der Kamera von 16(!) blickt und so selbst bei einer Reduzierung auf die Hälfte noch einen Gewinn an Details erreicht. Sicherlich wird dieser Modus dann in der Praxis eher gezielt und bei entsprechenden Motiven etwas bringen als dass man damit nun alles versucht irgendwie möglichst groß in Szene zu setzen, aber wenn ich mir so überlege, bei welchen Genres sowas durchaus echt eine recht gute Hilfe sein kann, z.B. Tabletop oder Produktfotografie oder Makros etc. dann kann das durchaus ein Trend sein.

 

 

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  • 2 weeks later...

Danke Dirk für die Vergleiche, das ist sehr Interessant! Ich habe selber verglichen, nachdem DXO Optics Pro jetzt den support dafür herausgebracht hat:

 

https://www.systemkamera-forum.de/topic/111482-dxo-104-mit-omd-e-m5-ii-support/?p=1169868

 

Seltsam ist, dass die 63MP RAWs von DXO unschärfer wirken, was für 16MP RAWs mit gleichem Motiv nicht zutrifft.

 

Ich kann leider keinen Vergleich mit anderen RAW-convertern machen. Der super Olympus Viewer 3 kann die ja auch nicht lesen.

 

Viele Grüße

Ole

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Ich kann leider keinen Vergleich mit anderen RAW-convertern machen. Der super Olympus Viewer 3 kann die ja auch nicht lesen.

 

Moin Ole,

 

das, was ich vergleichen kann, ist halt nur das Ergebnis aus Lightroom, und dabei stimmt tatsächlich alles, allerdings nutze ich keinerlei Objektivkorrekturen.

Was Objektivkorrekturen betrifft, da ja solche Konverter im Prinzip nix anderes machen als Pixel interpolieren halte ich eine Objektivkorrektur weitgehend für überflüssig -zumal ich nicht nachvollziehen kann welche Technik genau dahinter steckt und ob Sensorgröße auf die Pixel umgerechnet wird... wenn man dann mit 63mpix in so einem Konverter die Korrektur auf 16mPx Fläche ausgelegt wird, dann kann es unterirdisch werden...

 

Bei mir ist das Ergebnis sehr eindeutig - die Details bei 63MP sind deutlich mehr und so wirkt es definitiv schärfer auch aus Lightroom heraus.

 

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Hmm, die Objektivkorrektur macht IMHO bei WW schon Sinn, im KB und Telebereich sind die Verzerrungen ja nicht so ausgeprägt, dann lasse ich sie auch weg. Bei Schnappschüssen im Urlaub ändere ich sowie den Horizont und manchmal auch die Kippung, dann ist es ja mehr oder weniger egal noch für die Verzerrung zu korrigieren. Das macht DXO vermutlich auch sehr gut. Ich finde die 16MP Bilder durchweg besser (insbesondere Rauschunterdrückung und Spitzlicht-/Schttenkorrektur) als die JPGs von Oly als auch von meiner Pana GM1. Hab mal ne Weile mit Lightroom gearbeitet´, die Ergebnisse waren mit überwiegend DXO vergleichbar.

Bei den hier geposteten Bildern macht die Objektivkorrektur praktisch keinen Unterschied, bei 64mm hat das Objektiv kaum Verzerrungen. Hab das mal an den Support von DXO weitergegeben.

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Mag sein, dass das Sinn haben kann - trotzdem versuche ich das vor Ort schon zu vermeiden und korrigiere so gut wie kein Objektiv mit irgendwelchen Objektivkorrekturen, das mache ich wenn - dann per Modul von Hand in Lightroom6

 

Wie bereits gesagt, bei mir ist es in LR kein Problem und es gibt auch je mehr Auflösung - je mehr Details und Schärfe entsprechend der Auflösung. Das Problem bei Unterschieden in Schärfe und Details hatte ich anfangs auch, da hab ich mich gewundert warum das so ist. Eine vollständige Lösung des Problems hat folgende Arbeitsweise gebracht:

 

  • richtig stabiles Stativ, besser noch ein Bohnensack
  • Kabelfernauslöser
  • exakt identische Lichtsituation bei den acht HihgRes-Belichtungen
  • möglichst gutes Objektiv

Wenn tatsächlich nix wackelt, dann geht da enorm viel, auch mit 63 mPx, und der Grund dafür ist relativ logisch: Je feiner die Auflösung - je wichtiger die Sorgfalt - gleiches gilt ja für jede andere Kamera, die hochauflösende Fotos erzeugt, denn grade da hört man auch von vielen DSLR und anderen Modellen wie schnell man an das Ende der Fahnenstange gerät, eben wegen der sehr sehr geringen PixelPitch.

Wenn man sich nun überlegt, wie die Bewegung des Sensors beim Shiften für eben solche Unschärfe sorgen kann wenn die Kamera quasi nicht wie betoniert fixiert ist, dann kommt man schon darauf wie es sein kann.

 

Grob erklärt - Das Foto wird ja standardmäßig mit  4 mPx rot und 4 mPx blau und 8 mPx grün in den Farbinformationen gem. der Spezifikation des BayerSensors aufgenommen und die Helligkeitsinfos auch mehr aus dem Grünkanal ausgelesen und auf die Gesamtauflösung ausgerechnet. Im HighRes Modus funktioniert das etwas anders, es wird ja mit der ganzen Matrix jeweils Farbe und Helligkeit abgetastet und danach durch das Sensorshiften jeweils um halbe Pixel verschoben - eben so wie Hasselblad das auch macht mit der Methode. Wenn da tatsächlich nicht alles exakt ausgerichtet ist bekommt man Probleme damit - zumindest sind das meine Erfahrungen - je besser man die Kamera stabilisiert, je schärfer werden die Aufnahmen.

 

Vermutlich bin ich genau darauf gekommen weil ich mit dem Gorillapod deutlich schlechtere Ergebnisse erzielt hatte als mit dem Carbonstativ - und das an dem gleichen Ort mit dem gleichen Motiv (oben im Thread beim Pförtnerhaus)

 

Hinzu kommt noch, dass Olympus neulich ein Plugin für Photoshop herausgebracht hat um die hochauflösenden RAW der E-M5 MK II korrekt zu importieren. Das werde ich mir noch mal ansehen warum man das überhaupt gemacht hat - eventuell hat das ja einen guten Grund:

 

http://support.olympus-imaging.com/hp1download/

 

Bleibt jedenfalls spannend

 

 

 

 

 

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Hab jetzt mal den Fernauslöser per Smartphone benutzt und das Problem nicht mehr so eindeutig reproduzieren können, das ist interessant. Bin dann mal gespannt wie Oly das mit Freihand Hires-Shots machen will, das wurde ja schon angekündigt.

Trotzdem scheint es mir, dass besonders Areale mit leichter Fokusunschärfe auf den JPGs schärfer und detailreicher wirken. Vielleicht hat das aber auch mit der Verkleinerung auf 40MP zu tun.

 

Man beachte die Fusseln vor dem Buch und der Stoff dahinter. Sowas fällt vermutlich auch bei Aufnahmen in der Natur nicht so auf.

 

40MP JPG:

 

63MP RAW mit Optics Pro:

 

Jau, bleibt spannend.

 

Gruß

Ole

Edited by DocOle
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