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Bildgestaltung durch Unschärfe


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Eines möchte ich noch loswerden: In manchen Fällen mag das unscharf machen von (Groß-) Teilen eines Fotos sinnvoll sein - weil ich sonst das Tierchen im Gras nicht erkenne - oder sich ein Blatt sonst nicht von der Wiese abhebt - aber oft habe ich halt nur ein Foto mit der Hälfte Matsch.

Den Abschuss fand ich Jemanden der eine Gruppe von Kindern, die hinter einem Auto herlaufen fotografiert und eines ist scharf und die fünf anderen sind matschig - wenn das Absicht war muss ich sagen Spezialisten muss man nicht verstehen.

Man darf schon einem Betrachter zutrauen etwas in einem Bild zu entdecken - warum vieles unscharf machen, dass ganz klar ist was ich meine?

Muss ich hier was matschig machen um zu sehen was/wer besonders ist?

 

 

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schöne Grüße Max

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Wie Du schreibst ist es oft sinnvoll durch Schärfe/Unschärfe ein Motiv aus der Umgebung herauszuarbeiten. Das wirkt dann so wie wenn man in einem Text einzelne Wörter fett oder kursiv schreibt.

 

Wenn alles gleichermaßen scharf ist, wirkt das so, als ob der ganze Text kursiv und un Großbuchstaben gedruckt ist. Also aufdringlich und penetrant.

 

Bei welchen Motiven welche Schärfe sinnvoll ist, findest Du aber mit der Zeit heraus ;)

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Das Beispiel zeigt das es nicht immer sinnvoll ist die blende weit zu öffnen wenn das Ziel in deinem Fall war die Menschenmenge zu dokumentieren. Die frage ist ja, was der Fotograf vor hat. Möchte ich einen Teil des Fotos hervorheben weil der Rest mir nicht relevant ist. In deinem Beispiel z.B. des kleine Mädchen unten lnks oder ist die Menschenmenge das Motiv. Wenn es die Menschenmenge ist, muss ich als Fotograf schön abblenden um alles scharf zu bekommen und setze den Fokus in das 1. 3tel der Menge. Möchte ich den Blick auf das Mädchen lenken, reiße ich die Blende auf und fokussiere es direkt an.

 

Genau das ist die gestalterische Freiheit die der Fotograf neben dem Bildausschnitt und der Wahl der Brennweite hat. Ich finde es immer wieder interessant zu sehen wenn mehrere Leute mit der gleichen Ausstattung los gehen, was für unterschiedliche Fotos dabei zustande kommen. Oft kommt dann eine Satz wie: Wo hast Du das denn da Fotografiert :-)

 

Nebenbei meine ich nicht das hier die Blende nicht passt, sondern das die 3 sich anscheinend bewegt haben oder dein Objektiv eine ausgeprägte Randunschärfe aufweist, sonst müsste die Kapuze vorne auch sehr unscharf sein.

Edited by looser
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Durch die high iso verlernte der amateur das blitzen.

durch den offenblendunsinn verlernte er die grundsätzlichen regeln der bildkomposition.

jetzt verlernt er durch megapixelmonster, die regeln der Ausschnittswahl.

 

Bisweilen kann man aber auch von den technischen errungenschaften profitieren..... ;)

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Man darf schon einem Betrachter zutrauen etwas in einem Bild zu entdecken - warum vieles unscharf machen, dass ganz klar ist was ich meine?

Muss ich hier was matschig machen um zu sehen was/wer besonders ist?

 

 

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schöne Grüße Max

 

 

hast Du doch ... bis auf die vorderen paar Meter ist hinten alles matschig. (und das ist gut so)

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Wie Du schreibst ist es oft sinnvoll durch Schärfe/Unschärfe ein Motiv aus der Umgebung herauszuarbeiten. Das wirkt dann so wie wenn man in einem Text einzelne Wörter fett oder kursiv schreibt.

 

Wenn alles gleichermaßen scharf ist, wirkt das so, als ob der ganze Text kursiv und un Großbuchstaben gedruckt ist. Also aufdringlich und penetrant.

 

Bei welchen Motiven welche Schärfe sinnvoll ist, findest Du aber mit der Zeit heraus ;)

 

 

 

Ein Foto machen ist nicht wie einen Text schreiben – es ist eher wie kopieren.

Ich kopiere eine Szene vor meiner Linse mit dem Fotoaparat.

 

Wenn du ewas besonderes / relevantes fotografierst ist das (um bei deinem Bild zu bleiben) – wie wenn du einen Text kopierst in dem einzelne Wörter schon fettgedruckt sind – und du möchtest diese einzelnen Wörter beim Kopieren noch dazu farbig machen und unterstreichen.

Die Bildzeitung macht sowas – erst recht wenn die Faktenlage dünn ist.

 

Bei welchen (Ausstellungs-) Gelegenheiten ein feinsinnigeres Publikum kommt findest du mit der Zeit schon heraus.  ;) 

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Das Beispiel zeigt das es nicht immer sinnvoll ist die blende weit zu öffnen wenn das Ziel in deinem Fall war die Menschenmenge zu dokumentieren. Die frage ist ja, was der Fotograf vor hat. Möchte ich einen Teil des Fotos hervorheben weil der Rest mir nicht relevant ist. In deinem Beispiel z.B. des kleine Mädchen unten lnks oder ist die Menschenmenge das Motiv. 

 

Fototechnisch lerne ich gerade dazu, vorallem wie ich alles scharf bekomme - Danke auch für deine konkreten Tipps dazu.

 

Ja, was hat der Fotograf vor? was hält er für erwähnenswert? - na guttÄ - Fasching gibt es - Hmm - Menschenmengen sind da nicht selten.

In einer Ausstellung mit ausgewählten Arbeiten würde man dem Fotografen evtl eine Botschaft unterstellen - eine Aussage über die Welt, über das Miteinander, über Farben und Formen, über den Wünsch nach der letzte Halben noch eine zu saufen - was auch immer und wenn einen der Fotograf interessiert schaut er/sie auch mal länger drauf.

 

einen Teil des Fotos hervorheben weil der Rest mir nicht relevant ist ..... das finde ich bei meinem Beispiel oben genau die Härte - da sind sechs super Kinder die einem Auto hinterher fetzen und er knipst fünf aus und nur der eine wäre so wichtig - huhu olala - Bildkomposition!

Mei wahrscheinlich wars eh keine Absicht, dann isses eh wurst.

Mir gehts ja auch so, dass viele Fotos einfach Freude / Spass machen und das ist ja auch gut so aber mir macht halt was entdecken mehr Spass als mit dem Zaunpfahl hingeprügelt zu werden.

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hast Du doch ... bis auf die vorderen paar Meter ist hinten alles matschig. (und das ist gut so)

 

Da bin ich ja froh, dass das instinktiv so gelungen ist.

Mir gehts halt so, dass es mir richtig Spass machen würde wenn ich ganz im Hintergrund noch eine feine Dame erkennen könnte die sich gerade eine fette Bratwurst reinschiebt und ein anderer der gerade seinen Dackel überm Kopf durch die Menschenmenge trägt - viele so kleine Szenen die eine Menschenmenge produziert und die man mittendrinn garnicht registriert und daheim auf dem Sofa entdecke ich das dann erst - toll! - und das alles passiert am Rande des berührenden Hauptmotives meines Fotos oben.

 

bearbeitet:

 

öhJa - ich sehe jetzt auch, dass in meinem Foto eine Verdeutlichung durch Unscharfe entstanden ist - lieber wäre mir scharf bis Hinten

 

 

Edited by max65
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Durch die high iso verlernte der amateur das blitzen.

durch den offenblendunsinn verlernte er die grundsätzlichen regeln der bildkomposition.

jetzt verlernt er durch megapixelmonster, die regeln der Ausschnittswahl.

 

Bisweilen kann man aber auch von den technischen errungenschaften profitieren..... ;)

 

boxer-harry,

ich nehme deinen Kommentar mal als teilweise Zustimmung für meinen Eingangsbeitrag - freut mich.

Aber was die Ausschnittswahl betrifft.... wenn ich ohne alte Schule das gleiche Ergebnis erzielen kann

dann reicht das doch - wenn das Ergebnis gleich ist, nur irgendwie einfacher herzustellen ... ist doch wunderbar.

Bei eigenen Fotos freut es mich natürlich auch wenn der Ausschnitt sitzt aber bei anderen weiss ichs ja nicht.

... und mit ISO kann ich keine so wunderbare Künstlichkeit erzeugen und am Ende des Tages

lässt es auch bei der ISO aus.

 

wird es Felix gegen Arthur jemals geben?

 

Gruß Max

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Die frage ist ja, was der Fotograf vor hat.

 

 @looser,

 

das ist mir auch immer noch rätselhaft, jedenfalls ist aus dem Motiv selbst, aber auch aus den unterschiedlichen Beiträgen von @max65 nichts derartiges zu erkennen.

 

Auf dem Foto (es wird nicht erwähnt, ob es sich um einen Ausschnitt oder eine reduziertes Format handelt) ist für den unbeteiligten Dritten auch nicht zu erkennen, welcher Teil evtl. "durch Unschärfe" anders hätte gestaltet werden können. Eines der typischen "Automatik"-Bilder. Für @max65 mag es einen entsprechenden Erinnerungswert haben, für mich gehört es einfach in den Papierkorb.

 

 

 

 

Edited by hobbex
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Bei ISO 100 hat Muttis Automatik-Knipse 1/60s; f/2,7; BW 28mm (KB ) gewählt - es sind alle 2592 x 1944 Pixel zu sehen.

Es ist schon eine Unschärfe drin - scharf bis Hinten wäre mir lieber.

Meinem Eingangsbeitrag ist zu entnehmen, dass die Gestaltung durch Unschärfe oft, außer für das Ego des Fotografen, keinen Sinn macht.

Im Weitere ist vom Vermögen des Betrachters, in einem Bild das Besondere zu entdecken, die Rede.

 

Es gibt Designer, die sich an Hand von einem flüchtigen Modells, über Gestaltung von Funktion unterhalten können.

Oder Schneider, die sich an Hand eines vorläufig, mit Nadeln zusammengesteckten Anzugs, über Mode unterhalten können.

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Im Weitere ist vom Vermögen des Betrachters, in einem Bild das Besondere zu entdecken, die Rede.

 

Das einzig Besondere auf dem Bild vom Marienplatz München ist für mich die - trotz Unschärfe - noch erkennbare Wurstbraterei hinten links.

 

Es gibt Designer, die sich an Hand von einem flüchtigen Modells, über Gestaltung von Funktion unterhalten können.

Oder Schneider, die sich an Hand eines vorläufig, mit Nadeln zusammengesteckten Anzugs, über Mode unterhalten können.

Was sollen uns das zu Deinem Foto sagen?

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Naja - auch wenn es ein AutomatikFoto minderer Qualität ist, kann ich es zum Anlass nehmen über den Einsatz von Unschärfe bei der Bildgestaltung zu reden.

 

Der Text über dem Foto umreißt das Thema und das Bild möchte ein Beispiel dafür sein, dass unscharf machen nicht nötig ist - das Auge und Hirn des Betrachters sind selbst in der Lage

zu fokussieren und etwas besonders zu finden oder nicht.

 

Leider ist da eine Unschärfe hineingeraten aber ich werde daran arbeiten, mit meiner neuen E-PL7,  so ein Foto knackscharf bis Hinten zu machen und die Gewichtung von einzelne Szenen im Bild

dem Betrachter überlassen.

 

 

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Fehlende oder nicht vorhandene Blickführung oder starke, übermäßige...

 

Ein Versuch, dies pauschal bewerten zu wollen, endet im Streit. Für beide o.g. Fälle vom Einsatz der Schärfentiefe zur Bildgestaltung gibt es gute Gründe, wie es vermutlich auch weniger gelungene Beispiele gibt.

 

Es kommt darauf an, was dem Betrachter gezeigt werden soll. Und diese Entscheidung sollte der Fotograf bewusst treffen, dann ist doch alles in Ordnung.

 

Das du gerne Bilder von vorne bis hinten scharf fotografiert, spricht m.M. nach für eine zu starre Haltung. Diese sei Dir trotzdem gerne zugestanden. Deine Argumente sind auch verständlich. Deswegen muss man jetzt aber nicht gleich einen Feldzug gegen zu geringen Schärfentiefe beginnen. Das gibt nur unnötig Streit...

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Ja, Pauschalisierung bringt nichts - mein Eingangsstatement, dachte ich , wäre nicht so eng gefasst, Wenn meine offensive Gesprächsführung den Eindruck eines Feldzugs machen Kann, werde ich sie natürlich überdenken.

Als ich das Thema aufgemacht habe stand ich unter dem Einfluss hunderter Bilder auf denen ich einen guten Teil nicht erkennen konnte.

Um dem Starrsinn entgegen zu wirken, spiele ich jetzt mit meiner neuen Kamera herum. 

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Durch die high iso verlernte der amateur das blitzen.

 

Ich habe den Eindruck, High-Iso-Fotografen (also welche die bei wenig Licht auf das Blitzen verzichten) sind noch immer selten. Es wird geblitzt, egal ob es stört oder nicht, und das insbesondere von Lokaljournalisten (die zwar nicht gelernte Fotografen, aber da sie ihr Geld damit verdienen, sogar "Profis" sind).

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Als ich das Thema aufgemacht habe stand ich unter dem Einfluss hunderter Bilder auf denen ich einen guten Teil nicht erkennen konnte.

 

Wie es der Titel sagt, ein Bild kann man durch Unschärfe gestalten. Hat dann nichts mehr Realität und Dokumentation der selben zu tun. Unser Hirn kann aus dem ganzen Blickfeld alles scharf darstellen (zumindest scheint es uns so). Das heisst eigentlich sollten Fotos von hinten bis vorne scharf sein und unser Auge kann übers ganze Bild wandern bei voller Schärfe. Vielen sind solche Fotos zu flach und langweilig, also gestalten sie das Bild durch Unschärfe und lenken den Betrachter dorthin, wo sie das wünschen. Das passt natürlich nicht allen Betrachtern... Edited by wasabi65
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Meinem Eingangsbeitrag ist zu entnehmen, dass die Gestaltung durch Unschärfe oft, außer für das Ego des Fotografen, keinen Sinn macht.

 

 

Das ist eine Behauptung, die sich nicht durch Fakten untermauern lässt.

 

 

Im Weitere ist vom Vermögen des Betrachters, in einem Bild das Besondere zu entdecken, die Rede.

 

Das entspricht in etwa der These, dass Melodien oder Akkorde in der Musik wenig Sinn machen, da der mündige Hörer in der Lage ist, aus einem dissonanten Chaos die passenden Töne selbt herauszuhören ;)

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Wie Du schreibst ist es oft sinnvoll durch Schärfe/Unschärfe ein Motiv aus der Umgebung herauszuarbeiten.

Das wirkt dann so wie wenn man in einem Text einzelne Wörter fett oder kursiv schreibt.

 

Wenn alles gleichermaßen scharf ist, wirkt das so, als ob der ganze Text kursiv und in Großbuchstaben gedruckt ist.

Also aufdringlich und penetrant.

 

Vielleicht ist das der Grund. :D

 

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Wie Du schreibst ist es oft sinnvoll durch Schärfe/Unschärfe ein Motiv aus der Umgebung herauszuarbeiten. Das wirkt dann so wie wenn man in einem Text einzelne Wörter fett oder kursiv schreibt.

 

Wenn alles gleichermaßen scharf ist, wirkt das so, als ob der ganze Text kursiv und un Großbuchstaben gedruckt ist. Also aufdringlich und penetrant.

 

;)

 

 

 

Ein Foto machen ist nicht wie einen Text schreiben – es ist eher wie kopieren.

Ich kopiere eine Szene vor meiner Linse mit dem Fotoaparat.

 

Wenn du ewas besonderes /  relevantes fotografierst ist das (um bei deinem Bild zu bleiben) – wie wenn du einen Text kopierst in dem einzelne Wörter schon fettgedruckt sind – und du möchtest diese einzelnen Wörter beim Kopieren noch dazu unterstreichen. 

 

vielleicht ist das der Grund  :D 

 

Evtl ein gutes Hilfsmittel wenn sich Jemand nicht auf einen Teil des Bildes konzentrieren kann

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Wie es der Titel sagt, ein Bild kann man durch Unschärfe gestalten. Hat dann nichts mehr Realität und Dokumentation der selben zu tun. Unser Hirn kann aus dem ganzen Blickfeld alles scharf darstellen (zumindest scheint es uns so). Das heisst eigentlich sollten Fotos von hinten bis vorne scharf sein und unser Auge kann übers ganze Bild wandern bei voller Schärfe. Vielen sind solche Fotos zu flach und langweilig, also gestalten sie das Bild durch Unschärfe und lenken den Betrachter dorthin, wo sie das wünschen. Das passt natürlich nicht allen Betrachtern...

 

Naja, z.T. ist es so. Am Rande sei aber erwähnt, dass unser Auge nach identischen Prinzipien den Gesetzen der Physik folgt.

Das Auge hat eine Linse, eine Blende und einen Sensor. Echte Freistellung kennt es in einem gewissen Rahmen auch. Diese wird nur selten bewußt wahrgenommen. Probiert es einmal. Nicht vergessen, bei Offenblende!

 

foxfriedo

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Das entspricht in etwa der These, dass Melodien oder Akkorde in der Musik wenig Sinn machen, da der mündige Hörer in der Lage ist, aus einem dissonanten Chaos die passenden Töne selbt herauszuhören ;)

 

Beim Hören ist das Ausblenden halt viel schwieriger außerdem vergehen bei Musik die Töne und es kommen immer wieder neue.

Beim Sehen hingegen ist das einfacher. Wenn du zB ein Klassenfoto anschaust, auf dem im besten Fall alle scharf abgebildet sind, bist du doch auch in der Lage dir einen nach dem anderen an zu schauen - wenn nicht empfehle ich ein Butterbrotpapier mit einem Loch drin, das über das Foto geschoben wird.  ;)

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Naja, z.T. ist es so. Am Rande sei aber erwähnt, dass unser Auge nach identischen Prinzipien den Gesetzen der Physik folgt.

Das Auge hat eine Linse, eine Blende und einen Sensor. Echte Freistellung kennt es in einem gewissen Rahmen auch. Diese wird nur selten bewußt wahrgenommen. Probiert es einmal. Nicht vergessen, bei Offenblende!

 

foxfriedo

Hmm, nicht ganz. Deine Augen sehen nur in einem kleinen Bereich scharf. Der Rest ist ziemlich unscharf. Durch abscannen des ganzen Blickfelds generiert erst dein Hirn dann ein scharfes "scheinbares" Abbild der Realität. Tiefenschärfe oder -unschärfe gibt es in dem System immer, bzw. gar nie (das Hirn gleicht es aus).

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 Wenn du zB ein Klassenfoto anschaust, auf dem im besten Fall alle scharf abgebildet sind, bist du doch auch in der Lage dir einen nach dem anderen an zu schauen

 

Ein Klassenfoto ist ein Dokument, hat aber mit einem Foto nur gemein, dass es mithilfe einer Kamera angefertigt wurde.

 

Ein Klassenfoto ist mir von meiner Sehfähigkeit her auch zu anspruchslos. Ich brauche die ganze Schule, da gibt's mehr zu sehen.

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Naja - auch wenn es ein AutomatikFoto minderer Qualität ist, kann ich es zum Anlass nehmen über den Einsatz von Unschärfe bei der Bildgestaltung zu reden.

 

Der Text über dem Foto umreißt das Thema und das Bild möchte ein Beispiel dafür sein, dass unscharf machen nicht nötig ist - das Auge und Hirn des Betrachters sind selbst in der Lage

zu fokussieren und etwas besonders zu finden oder nicht.

 

Leider ist da eine Unschärfe hineingeraten aber ich werde daran arbeiten, mit meiner neuen E-PL7,  so ein Foto knackscharf bis Hinten zu machen und die Gewichtung von einzelne Szenen im Bild

dem Betrachter überlassen.

 

Den Blick des Betrachers zu führen ist ein Kerngeschäft der Fotografie .... Bilder ohne Tiefe und ohne Betonung sind einfach nur langweilige Dokus ... will man nur Dokumentieren, ist das sicher OK, aber interessant wird solche Bilder niemand finden.

 

Das heisst natürlich nicht, dass man immer maximal freistellen muss ;)

 

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hier kann ich dem Betrachter die einzelnen Elemente zeigen (das Bild ist nur ein Beispiel, das ich mal für eine Freundin als Erklärbild gemacht habe ;) )

 

 

Eine interessante Reportage besteht aus einem Wechsel von Übersichtsdokus und Details, Übersichten können und sollten durchgehend scharf sein, Details sollten durch Freistellung und Führung des Blicks betont werden ... (wobei Freistellung nicht nur durch Unschärfe erreicht werden kann)

 

Will ich natürlich die Belegschaft einer Firma ablichten, dann mache ich ein Bild, auf dem gestaffelt alle möglichst scharf sind ... will ich einen Mitarbeiter bei der Arbeit zeigen, versuche ich alles störende auszublenden.

 

 

Es bringt nichts, sich auf eine Art festzulegen, man sollte alle Stilmittel beherrschen und für das einsetzen, wo sie passen.

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