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Ultratele - Samyang 650-1300mm f8-16


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Hallo!

Ich möchte mal ein "außergewöhnliches" Objektiv vorstellen. Das Samyang 650-1300mm f8-16 Monsterzoom :)

Habs noch nicht lang und kann noch nicht so viel zu sagen.

Ich habe jedenfalls ein paar Tage mit rumprobiert und Testbilder gemacht.

Zwar ist das Objektiv seit vielen Jahren bekannt, so gibt es doch keinerlei Alternativen und das schonmal garnicht in dem Preissegment, dazu noch Vollformattauglich - aber hier dennoch ein paar Infos über das Teil:

Hersteller:
Samyang, verkauft aber auch über sehr viele andere Markennamen. Ist aber immer exakt das selbe.

Brennweite:
Schiebezoom von 650mm bis 1300mm bei einer festen Blende von f8 bis f16.

Linsen/Gruppen:
8 Linsen in 5 Gruppen, Multivergütet, Frontlinse hat etwa einen Durchmesser von 100mm

Fokusdistanz:
20m bis Unendlich bei 650mm, 5m bis Unendlichbei 1300mm - manueller Fokus

Aufbau:
T2 Anschluß.
Rein manuelles Schiebezoom.
Gewicht knapp 2Kg.
Bis auf die Zoomfunktion sehr gut verarbeitet.
Fokus läuft butterweich ohne Spiel.
Interne Fokussierung.
Stabiles hochwertiges weißes Komplett-Metallgehäuse.
Stabile Stativbefestigung über zwei Metallringe, dreh und arretierbar.

Neupreis etwa 250€!

Für ein sehr hochwertiges Canon 500-800mm Festbrennweiten Objektiv zahlt man bis zu 5 Stellige Preise!

 

 

Insgesamt ist die Verarbeitung erstaunlich hoch. Sieht und fühlt sich richtig hochpreisig an. Da kann man nicht meckern.
Ich habe es für 85€ bekommen, für so ein Objektiv, bei Interesse, eigentlich keine Frage ob man es nehmen soll oder nicht.
Soweit so gut, aber... der "Zoommechanismus" ist sehr schlecht gelöst. Das ist mechanisch das einzige Problem an dem Teil.
Eigentlich ist es kein Zoom sondern eine 650mm f8 Festbrennweite mit eingebauten verstellbaren 2x Telekonverter. Einfach nur ein Rohr das man ausziehen kann (mit Rücklinse).
Dadurch ergibt sich auch die feste Blende von f8-16 und der Effekt das die Naheinstellgrenze stark beim zoomen schrumpft.
Nur wird das Rohr über einen Drehring arretiert. Dieser ist aber nur sehr schwer zu drehen, rastet dennoch nicht richtig ein.
Bombt man ihn fest bekommt man es nicht mehr lose, da war ich schon dran am verzweifeln.
Bei 650mm bis 1000mm aber noch kein Problem. Da hat man halt ein "Schiebezoom mit einstellbaren Schiebewiderstand"... ;)
Aber bei über 1000mm ist nunmal kein Material zum halten mehr vorhanden. Man nähert sich ja dem Ende des Rohres.
Das hat den Effekt das die Kamera das Rohr herunterzieht und es nach unten hängt - es wird wackelig und ergibt unscharfe Bilder.

Gut, dennoch gibt es für den Preis keinerlei Alternativen.
In diesem Bereich gibts auch nichts zu meckern.

 

 

 

Handling:
Das Handling ist sehr schwierig! Und das hat nichtmal nur mit dem Objektiv zutun.

Aus der Hand mit umherlaufen und locker ein paar Fotos aus der Hüfte schießen ist nicht drin.
Es wiegt nunmal 2Kg und ist eingeschoben bereits 48cm, mit Adapter, lang. Dazu ist es ja nicht sonderlich Lichtstark.
Ich habe was herumprobiert und auf einem guten Einbein ist es bei kurzen Zeiten echt nutzbar und mobil.
Am besten ist aber ein sehr stabiles Dreibein und etwas Zeit beim Einstellen. Der Fokusring läuft zwar sehr weich und spielfrei, hat aber auch nur einen recht kleinen Weg. Da brauch man schon etwas Gefühl beim fokussieren. Ist aber alles machbar!

Die Naheinstellgrenze empfinde ich persönlich eher als Problem. Ich dachte so an einen Zoobesuch im Sommer - schwierig bei minimal 20m bei 650mm... Bei 1000mm geht es, wird aber alles wesentlich schwieriger und ich wollte schon mehr als ein Auge eines Tigers ablichten :)
Mal sehen! ;)

 

 

 

Optik:
Das wichtigste sind natürlich die optischen Eigenschaften. Es bringt hier natürlich keine Wunder, obwohl bei dem Preis... ;) , aber ist vorallem im unteren Brennweitenbereich echt brauchbar! Freu mich schon auf den Zoobesuchversuch ;)

Die Schärfe ist natürlich bei 650mm am höchsten, kommt aber auch dort nicht an die 36MPix der A7R. Denke auch nicht ganz an die 24MPix der A7(II)?
Liegt aber etwas höher als ein gutes Spiegeltele (nicht die Noname Pilleteile) und hat dabei natürlich ein sauberes Bokeh und keine Ringe - bei höherer Brennweite passt es auch noch:
Bei 1000mm ist es zwar sichtbar unschärfer aber immernoch gut brauchbar. Erstaunlich sogar bei dem Preis.

Ultraglasklare Bilder wie mit einem Canon 300/4 L kann man natürlich nicht erwarten.
Chromatische Aberration ist recht ausgeprägt, lässt sich im Fall der Fälle aber per LR gut korrigieren.
Schwieriger wirds wenn die CA´s im Bokeh auftreten. Ich komme aber mit klar. Der Kontrast ist in Ordnung, mit LR kein Gedanken wert, passt.


Alles im allen kann ich nur sagen, wenn man solch eine Brennweite mal testen oder gar zulegen möchte, sich bewusst über den Aufwand und Einschränkungen ist, dazu noch wenig bezahlen möchte spricht nichts gegen das Objektiv!
Wenn man Highend mit Stabi, mehr Licht und Autofokus haben möchte muss man halt auf eine Festbrennweite mit 12Kg Gewicht und über 10.000€ Preis ausweichen ;)  


Hier erstmal ein paar Bilder von dem Objektiv an der A7R (Testbilder folgen):
 

 

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Edited by S3NS3
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Hier die ersten vier Testbilder. Natürlich bedenken das ich die Nachbearbeitet habe, beim Export durch Shrinksharp gelaufen sind und verkleinert sind.

 

 

16426691809_3ed750acec_b.jpgSamyang 650-1300mm f8-16 Testbild by mrs3ns3, on Flickr

 

16612528405_dd7a515e8a_b.jpgSamyang 650-1300mm f8-16 Testbild by mrs3ns3, on Flickr

 

16425687680_cc58952ece_b.jpgSamyang 650-1300mm f8-16 Testbild by mrs3ns3, on Flickr

 

15993016773_4483534f7d_b.jpgSamyang 650-1300mm f8-16 Testbild by mrs3ns3, on Flickr

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Und jetzt einmal 650mm und das selbe Motiv noch einmal in 1100mm:

 

Hier sah man im Sucher schon die Luft wabern. Volle Schärfe also unmöglich.

16425746738_a1c436ea57_b.jpgSamyang 650-1300mm f8-16 Testbild by mrs3ns3, on Flickr

 

16611772251_cab3bb8b70_b.jpgSamyang 650-1300mm f8-16 Testbild by mrs3ns3, on Flickr

 

 

 

16612124802_98791fc9db_b.jpgSamyang 650-1300mm f8-16 Testbild by mrs3ns3, on Flickr

 

15992966443_98aeae17a9_b.jpgSamyang 650-1300mm f8-16 Testbild by mrs3ns3, on Flickr

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Ich möchte mal ein "außergewöhnliches" Objektiv vorstellen. Das Samyang 650-1300mm f8-16 Monsterzoom :)

Habs noch nicht lang und kann noch nicht so viel zu sagen.

Ich habe jedenfalls ein paar Tage mit rumprobiert und Testbilder gemacht.

 

Du hast ja noch das 500er Spiegeltele... was war noch mal der genaue Grund, dieses Objektiv anzuschaffen? Bestimmte fotografische Ziele?

Bei F8 bis F16 bleibt ja nicht viel Belichtungsspielraum...

Wie sieht das ganze an einer Sony-APS-C-Kamera aus: 975-1950mm (umgerechnet...)?

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Du hast ja noch das 500er Spiegeltele... was war noch mal der genaue Grund, dieses Objektiv anzuschaffen? Bestimmte fotografische Ziele?

Bei F8 bis F16 bleibt ja nicht viel Belichtungsspielraum...

Wie sieht das ganze an einer Sony-APS-C-Kamera aus: 975-1950mm (umgerechnet...)?

 

Das Spiegeltele ist natürlich wesentlich Alltagstauglicher. Hier hat man aber ein besseres Bokeh. 

Das Supertele hab ich genommen um mal ein bissel mit Astrofotografie zu probieren, mal für den Zoobesuch und einfach mal um mit rumzuspielen.

Bei dem Preis ist das echt ok wenn man Spaß dran hat. An der NEX hab ich es noch nicht probiert. Rechne wegen der Pixeldichte aber mit keinerlei Vorteile. Vielleicht noch im Videobereich?

Apropo Video: Hab mal den Mond mit der Videofunktion gefilmt, leider an dem letzten klaren Tag ohne APS-C Crop (Endergebnis ist ja immer 1920x1080, nur näher dran) und den Clip durch den Stacker geschickt. Geht super! Sieht besser aus als ein Bild in LR bearbeitet wenn auch die Auflösung dann niedrig ist.

 

 

Hehe, für 85€ ein nettes Spielzeug um es einfach mal auszuprobieren. Am gutmütigen KB Sensor reichts zumindest für gute Web Bilder.

 

Grüße

Phillip

 

Auf jeden Fall! Es ist auch nicht so schlecht das es nur bei 1280Pixel Sinn macht. Auch auf Monitorgröße (jetzt KEIN 5k... ;) ) macht es noch gute Bilder. Nur klare 1:1 Crops vom A7R Sensor zu erwarten ist definitiv nicht drin.

Zu unscharf und bei kritischen Motiven zu viel CA. Wie gesagt bekommt man technisch hochwertige Bilder bei den Brennweiten nur mit sehr sehr schweren und noch viel teueren Objektiven hin. Dann muss man es "ernst" meinen und am besten Geld mit verdienen das sich so eine Anschaffung lohnt. Die technische Perfektion nutzt dann auch wiederum nur was wenn die Luft absolut klar ist. Wabbeln wird es bei Thermik auch mit den teuersten größten Objektiven wo gibt. Deshalb find ich es mehr als nur ok!

 

So in kurz nochmal:

 

Pro:

Brennweite

Zoom

Verarbeitung

Bildqualität

Preis

 

Contra:

Größe

Gewicht

Zoom "billig" gelöst

Lichtstärke

CA

Handhabung

Naheinstellgrenze

 

 

Werde gern mal was zeigen wenn ich es mal richtig genutzt habe, keine Testbilderchen wie oben :)

Edited by S3NS3
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Ist ehrlich gesagt dann auch genug Brennweite. Aber vielleicht bringt das hier trotz der "Lichtstärke" was für ein bischen Astrofotografie? Da kann es kaum genug sein. Beim Mond passte es schonmal.

Wobei... mit Vollformat Astrofotografie.... sehr sinnvoll :lol:

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Hier nochmal ein Mondbild.

 

Sicht war nicht so gut, etwas diesig und deutlich sichtbares Luftflimmern.

A7R im Videomode im APS-C Crop Mode. Also knapp 2000mm und der Mond fast Bildschirmfüllend bei 1080P.

Davon, durch Avistack2, 1400 genutzte Bilder zum Stacken.

Nachbearbeitung über Wavelet in Avistack2 und noch manuell in Lightroom5.7.

 

Für die Sicht finde ich es gelungen?

 

16654777406_d349c78f5c_b.jpgMond mit Avistack by mrs3ns3, on Flickr

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Hier nochmal ein Mondbild.

 

Sicht war nicht so gut, etwas diesig und deutlich sichtbares Luftflimmern.

A7R im Videomode im APS-C Crop Mode. Also knapp 2000mm und der Mond fast Bildschirmfüllend bei 1080P.

Davon, durch Avistack2, 1400 genutzte Bilder zum Stacken.

Nachbearbeitung über Wavelet in Avistack2 und noch manuell in Lightroom5.7.

 

Für die Sicht finde ich es gelungen?

 

 

mal etwas extremer betrachtet (als Sreenshot), findet man doch noch mehr Details ... (ups wird vom System verkleinert)...

 

 

Edited by aibf
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