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Sternenfotografie - Tipps zum fokusieren?


dUbIOs
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Hi,

 

ich würde gerne Nachtaufnahmen - unter anderem vom Sternenhimmel machen. Dafür hab ich zu meiner NEX6 das 16mm + VCL-ECU1. Da das Objektiv keinen Anschlag für den Fokus hat fand ich es bei meinem ersten Versuch unheimlich schwer den Schärfepunkt zu ermitteln. Und weil man natürlich im Sucher und im Display nicht wirklich was sieht, hoffe ich ihr habt einen Tipp, wie ich die Schärfe richtig einstellen kann. Hab es letztlich grob mit Fokuspeaking auf große, helle Sterne ausgerichtet und dann wieder dahin gedreht wo ich fotografieren wollte. Wirklich toll ist das so aber nicht und ich denke auch, dass da schärfemässig noch etwas mehr geht.

 

Auch wenn in absehbarer Zeit kein Geld für ein anderes Objektiv im UWW Bereich zur Verfügung steht, welches würdet ihr dafür eher empfehlen? Ist da so ein Samyang 8 oder 12mm die preislich sinnvollste Lösung?

 

Im Anhang sind meine beiden am besten gelungenen Aufnahmen von dem Versuch.

 

Gruß, Micha.

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Kannst Du mit der NEX nicht manuell fokussieren und einfach auf unendlich stellen? Falls nicht: Bei dieser kurzen Brennweite befindet sich die Hyperfokal Distanz schon bei gut 2m (bei Blende 5,6), sodass es ganz einfach ist auf unendlich zu fokussieren, in dem Du einfach irgendwas anpeilst, was weiter als die Hyperfokal Distanz entfernt ist, womit dann alles zwischen dieser Distanz und unendlich scharf sein sollte. Und: Bei Langzeitbelichtung Stabi abschalten und Auslöseverzögerung einschalten. 

 

PS: Mit dem Konverter reduziert sich die Distanz natürlich noch weiter.

Edited by Kane009
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Danke schon mal für die Tipps. Das mit dem Stabi macht Sinn, da hab ich nicht dran gedacht. Auslöseverzögerung natürlich schon. :)

 

Das Problem ist tatsächlich, dass man offensichtlich über unendlich drehen kann. Ich dachte ich dreh einfach und irgendwann wird  es "anschlagen" aber der Schuss ging nach hinten los. Ich hab auch etwas mehr offenblendig fotografiert. So um F3-3.5. Man möchte ja möglichst viel von dem dem Licht einfangen.

 

Aber wenn ich dich richtig verstehe, hätte es bei dem ersten Bild zb. gereicht die Bäume(etwa 70m weit weg) scharf zu stellen und der Himmel wäre mit scharf oder ist das falsch interpretiert?

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Also ich habe es aufgegeben den Konverter für Stereofotografie zu verwenden. Es ist nahezu unmöglich dort Scharfe Langzeitbelichtungen zu machen.

 

Mit dem SEL-16 ohne Konverter hatte ich noch keine Probleme.

 

Wenn Du öfters Sternbilder machst, dann kannst Du Dir einfach Markierungen zum Fokussieren auf das Objektiv machen. Der Fokus hat schon einen "Anschlag". Zumindest ist der Winkel den ich zurückdrehen muss um auf Unendlich zu kommen immer gleich. Dazu reichen 2 kleine Punkte auf dem Objektiv und einer auf dem Fokusrad. Die Beiden Punkte  auf dem Objektiv sind dann der Winkel zum zurückdrehen.

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Danke schon mal für die Tipps. Das mit dem Stabi macht Sinn, da hab ich nicht dran gedacht. Auslöseverzögerung natürlich schon. :)

 

Das Problem ist tatsächlich, dass man offensichtlich über unendlich drehen kann. Ich dachte ich dreh einfach und irgendwann wird  es "anschlagen" aber der Schuss ging nach hinten los. Ich hab auch etwas mehr offenblendig fotografiert. So um F3-3.5. Man möchte ja möglichst viel von dem dem Licht einfangen.

 

Aber wenn ich dich richtig verstehe, hätte es bei dem ersten Bild zb. gereicht die Bäume(etwa 70m weit weg) scharf zu stellen und der Himmel wäre mit scharf oder ist das falsch interpretiert?

 

Ganz genau. Ich empfehle auch ein Stativ, oder die Kamera irgendwo abzulegen. Selbst wenn man sich abstützt zittert man noch das Bild unscharf. Ein bisschen abblenden tut übrigens immer der Bildschärfe gut. Vor allem die Ränder und Ecken profitieren davon. Die meisten Objektive haben ihren Sweet Spot (homogenster Schärfeverlauf bei maximaler Schärfe) bei F5,6, seltener bei F8. Damit erreicht man also die besten und schärfsten Ergebnisse über das ganze Bild hinweg. Offenblende würde ich nur da verwenden, wo ich maximale Lichtstärke oder minimale Schärfentiefe brauche.

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Ok. Stativ hab ich natürlich auch verwendet. Wenn ich diese Bildqualität bei 25 Sek. Belichtung aus der Hand erzeugen könnte, würde ich glaube im Zirkus auftreten (Wetten das...? gibts ja nicht mehr) :D

In ein paar Wochen bin ich in den österreichischen Alpen. Da ist die Lichtverschmutzung nochmal deutlich geringer. Da werde ich es mal mit F5.6 probieren.

 

@NEX-5togo:

 

Was meinst du mit Stereofotografie? Sind das nicht 3D Aufnahmen?

Ich dachte mir halt das der Converter bzw. die kürzere Brennweite gerade bei 25-30 Sek. nicht die Sterne so sehr verzieht. Müsste ich mal testen, wie das bei 16mm aussieht.

Das mit den Punkten am Objektiv kapier ich aber nicht. Da das 16er keinen Anschlag hat, hat man doch immer eine andere Ausgangsposition. Oder hab ich da einen Denkfehler? Blöd, dass es nicht mal wenigstens eine elektronische Skala im Display gibt. Ich glaub Panasonic macht sowas. :/

Edited by dUbIOs
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Guten Morgen

 

Du musst generell zwischen zwei Arten der Nachtfotografie unterscheiden.

Entweder reine Nachtaufnahmen wo Licht vorhanden ist, z.B.: Städte oder so, oder Sternhimmelfotos.

 

Bei Städtefotos würde ich vermutlich auch auf f5,6 abblenden, nicht aber bei Sternfotos, zum einen werden dann aus 25sec. 100sec um die gleiche Helligkeit zu erreichen, das Grundrauschen ist dann schon sehr hoch ,denn mit dem ISO-Wert ist man ohnehin schnell an der Grenze.

 

Wenn man bei der Bildgestaltung das Motiv etwas mehr in die Mitte rückt kannst du ja anschließend noch das Foto an den Rändern beschneiden um die unscharfen Bereiche zu entfernen, 12mm Brennweite sind eh schon ziemlich viel WW.

 

sg Tom

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Bei Städtefotos würde ich vermutlich auch auf f5,6 abblenden, nicht aber bei Sternfotos, zum einen werden dann aus 25sec. 100sec um die gleiche Helligkeit zu erreichen, das Grundrauschen ist dann schon sehr hoch ,denn mit dem ISO-Wert ist man ohnehin schnell an der Grenze.

 

 

Das Rauschen kann man bei diesem Motiv bestimmt ganz gut eliminieren. Ich denke mir würde eher die Erdrotation Sorgen machen, die aus den punktförmigen Lichtquellen Striche macht. Ich glaub dafür es gibt sogar eine Faustformel: 300/Brennweite als maximal empfohlene Belichtungszeit (für APS-C). Das wären dann hier bei 12mm 25 Sekunden (ich gebe zu ich hatte gar nicht auf die gewählte Verschlusszeit des TO geachtet).

 

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Das SEL 16mm hat keinen OSS denn man ausschalten müsste;)

 

Aus eigener Erfahrung würde ich dir empfehlen Fokuspeaking zu deaktivieren weil es für Sterne zu ungenau ist und nur irritiert. Hyperfokale Distanz ist bei Sternen auch zu ungenau, da Sterne so klein sind, meistens nur wenige Pixel. Am effektivsten finde ich es den hellsten Stern für die Vor-Fokussierung anzupeilen und sich dann mit Testaufnahmen ranzutasten und danach auf den gewünschten Bildausschnit auszurichten.

 

Faustregeln sind wegen der angesprochenen Erdrotation auch recht unbrauchbar, da es auch immer auf den Himmelsausschnitt ankommt. Je näher am Himmelspol, also in etwa am Polarstern, desto länger kannst du belichten. Am Himmelsäquator wirst du selbst mit 15 Sekunden schon Sterneneier bekommen.

 

Offenblende ist Pflicht für Sternenhimmel. Außer du Stackst mehrere Bilder zusammen.

 

Ausprobieren. Eigenen Erfahrungsschatz ansammeln.

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Was meinst du mit Stereofotografie? Sind das nicht 3D Aufnahmen?

Das war die Autokorrektur.. sollte natürlich Sternenfotografie heißen ;)

 

Ich dachte mir halt das der Converter bzw. die kürzere Brennweite gerade bei 25-30 Sek. nicht die Sterne so sehr verzieht. Müsste ich mal testen, wie das bei 16mm aussieht.

Theoretisch richtig. Praktisch erzeugt der Konverter aber unförmige Sterne bei Langzeitbelichtung. Keine Ahnung warum, ich habe aufgegeben und nutze dafür nurnoch das 16er ohne Konverter.

Sieht man an Deinen Bildern auch, die Sterne am Rand sind dreieckig statt Strichförmig. Ohne Konverter ist das nicht so.

 

Das mit den Punkten am Objektiv kapier ich aber nicht. Da das 16er keinen Anschlag hat, hat man doch immer eine andere Ausgangsposition. Oder hab ich da einen Denkfehler?

Deswegen ja zwei punkte. Wenn Du den Ring 2-3 mal drehst bist Du über unendlich. Bei der letzten Runde drehst Du halt bis zum zweiten Punkt und dann wieder zum ersten zurück.

Wie gesagt, der Fokus hat schon einen Anschlag. Nur merkst Du das nicht weil der Ring sich immer weiter drehen lässt. Entscheidend ist der Winkel den Du zurück drehst..

Blöd, dass es nicht mal wenigstens eine elektronische Skala im Display gibt. Ich glaub Panasonic macht sowas. :/

Die neueren Sonys haben das auch, ist aber gerade bei der Unendlich Stellung doch etwas ungenau um es wirklich exakt einzustellen.

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