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Viele gute Beobachtungen! Der Markt schrumpft insgesamt und alle kamera-hersteller rätseln, wie sie diesem schrumpfen entkommen können. Auch die Hersteller der spiegellosen haben kein Rezept, die schmelzende Eisscholle zu verlassen!

 

Ich fürchte, dass die Smartphones nur wenig Markt übriglassen für ein paar überlebende Hersteller. Das könnten dann jedoch eher die Grossen sein (canon, Nikon), da bei einem squeeze out zu erst die Hersteller das Handtuch werfen, deren Stückzahlen und netto-margen einen Verbleib wirtschaftlich nicht mehr rechtfertigen. Bis das soweit ist, haben die Smartphones vielleicht schon Sensoren und Optiken, die für die alltagsfotografie reichen. Darüber gibt es dann noch eine kleiner werdende Nische an höherwertigen Fotoapparaten, die von ein paar wenigen Herstellern bei viel kleinerem Marktvolumen bedient wird. Ich glaube, dass canon und Nikon ihren Zenit bereits überschritten haben. Die Kunden verlassen den Markt der dslr und CSC und die Hersteller folgen ihnen nur zögerlich in die neue Welt der vernetzten kommunikations-multi-tool-kleincomputer (phone, planer, Fotokamera, Videokamera, chat, SMS, mail, YouTube, Internet, whats APP, instagram, twitter, Google maps, amazon, TV, Excel, word, powerpoint, adobe, snapseed etc.)

 

Alle diese Funktionen bieten die heutigen smartphones. Was bieten die kameras?

Ach, da muss ich doch mal widersprechen. All diese tollen Funktionen scheitern zunächst mal daran, dass es zumindest unterwegs kaum geeignete und verlässliche Infrastrukturen zu auch noch bezahlbaren Preisen gibt. Meine Tablet Nutzungsflatrate endet schon bei 10 GB und danach wird es teuer. Die erforderliche Bandbreite ist eher selten vorhanden. Außerdem bezweifele ich, dass die Leute angesichts der massiven IT-Sicherheitsprobleme und zum Teil haarsträubender Nutzungsbedingungen der diversen Clowdangebote und sozialen Netzwerke ihre Bildwerke auch künftig so hemmungslos und bereitwillig in die Cloud schieben werden. Da wird von den Marketingstrategen auch sehr viel künstlicher Bedarf erzeugt, den es so gar nicht gibt und der technisch noch gar nicht umgesetzt werden kann. Der automatische Bildaustausch zum lokalen Bildspeicher / Rechner bringt zeitlich auch kaum Vorteile, man spart sich hauptsächlich das Einstecken der Karte in den Rechner, na toll! Die meiste Zeit geht bei der Bildübertragung drauf und da bin ich eher froh, wenn ich das unabhängig von der Kamera machen kann.

 

Ich habe es schon öfters geschrieben, die Erzeugung von Bildern und Videos auf Smartphones sind vornehmlich Mittel der Kommunikation und weit weniger Ausdruck von fotografischer Gestaltung oder Kunst. Daher braucht es für diese Domäne der Bilddarstellung auch eher ein Kommunikations- und Unterhaltungswerkzeuges und kein fotografisches Gerät.

 

Ergonomisch sind Smartphones Kommunikations- und Unterhaltungsgeräte, eine Kamera ist ein fotografisches Werkzeug. Beide Gerätetypen haben vollkommen unterschiedliche Einsatzgebiete. Ergonomisch wird ein Smartphone kein fotografisches Werkzeug ersetzen können.

 

Es können noch so viele Blogger und selbst ernannte Experten in die Hörner der Marketingpropagandisten blasen, mMn. müssen sich fotografische Werkzeuge nicht zu Kommunikationsmaschinen weiterentwickeln. Außer dass die Geräte zunächst teuer, fehleranfälliger, unsicherer und komplexer werden, fällt mir nichts dazu ein jedenfalls keine Vorteile.

 

Für einige berufliche Zwecke ist die drahtlose Bildübertragung sicher nice to have, es ist aber keine Sache, deretwegen die Nutzer von Systemkameras scharenweise zu Smartphones überlaufen werden oder sich nur noch. kommunikationsfähige Kameras kaufen würden. Wenn die Innovationen im Kernbereich ausgehen, muss den Käufern wohl eingebläut werden, dass man ohne drahtlose Kommunikationsmöglichkeiten bei Kameras nicht mehr auskommt.

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(...)

Mich stört derzeit auch, dass ich die Fotos immer erst von der SD ziehen muss. Dann will ich sie auch noch etwas nachbearbeiten (RAW), und dann erst kann ich sie mit Freunden im Netzt teilen. Wi-Fi-Anbindung und evtl. auch direkte, schnelle Nachbearbeitung auf dem Smartphone/Table sind daher für mich schon jetzt ein großer Wunsch (Lightroom als App gibt's schon, oder?).

 

(...)

 

Warum stört denn das? Karte raus, neue rein, während auf das Tablet übertragen wird, kann ich anderswo weiter fotografieren. Mich stört es eher, wenn die Nutzung der Kamera aufgrund der Kopplung an andere Geräte (zur Datenübertragung / zum Aufladen) in der Nutzung oder räumlich eingeschränkt wäre. Daher ist die Übertragung per SD-Karte für mich nach wie vor das Optimum.

 

Natürlich gibt es Szenarien, bei denen das gerade aufgenommene Bild unmittelbar nach der Aufnahme irgendwo hingestreamt werden müsste, das sind dann aber doch eher spezielle Anforderungen.

 

Die These, dass es bald kaum nohc Kameras geben wird, ist nicht nachvollziehbar. Diejenigen, welche an Fotografie als solches nicht interessiert sind und Bilder eher zur Kommunikation nutzen, sind schon von Kameras weg und hätten auch nie eine gebraucht, es gab aber keine Alternativen. Damit muss sich der Kamerasektor abfinden. Kameras in Richtung Smartphones aufzubrezeln, halte ich für vergeblich. Der Kameramarkt wird sich auf die fotografisch interessierten konsolidieren müssen, da ist auch nichts problematisches dran. Die weite Verbreitung von Anfänger DSLRs bei Leuten, die so etwas gar nicht brauchen, war schon immer eine Marketinglüge, die mit den ersten Kameraphones entlarvt wurde. Die Kamerahersteller müssen sich halt etwas gesundschrumpfen und ihre Produktpalette an den Berufsfotografen und ambitionierten Amateuren ausrichten. Drahtlose Kommunikation wird vielleicht dann wieder interessant, wenn Anbieter übergreifend sinnvolle Pakete geschnürt werden: Tablets mit 500 GB schnellem Speicher und schneller Schnittstelle. Gute Möglichkeiten zur Bildverwaltung, -sichtung und Verschlagwortung. Ein Zusammenspiel zwischen Fotosoftware und Onlinespeicheranbietern mit bezahlbaren und praxisgerechten Flatrates (500 GB für 30 € / Monat, weltweit), z.B. Adobe Creative Cloud in Kooperation mit 1&1 oder einem anderen mobilen Anbieter.

 

So ist das alles (noch) unbrauchbares Stückwerk. Für Smartphone Kommunikatoren schon ganz gut, für Fotoamateure alles noch Kappes.

bearbeitet von tgutgu

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@tugutgu

 

Deine Sicht auf die Dinge (sinngemäß: "ich will mit einem Fotoapparat fotografieren und nicht filmen. Ich will kein Smartphone als Fotoapparat) ist halt Deine Sicht. Du bist ein Kunde in diesem riesigen Markt. Die Kunden wandeln sich auch im Fotosektor mit der Demografie. Die treuen (alten?) und reichen Kunden werden als Kundschaft noch eine Weile für stabile Umsätze sorgen. Sowohl bei DSLR als auch bei MILC. Doch die heutigen Jugendlichen haben einen anderen Zugang zu diesem Thema: sie wachsen nicht mit SLR oder KB-Film auf. Kennen selten die Zusammenhänge von Blende, Zeit und ISO. Kennen kein S/W-TV. Kennen keine Video-Recorder oder DISC-Man bzw. Walkman.

 

Diese Jugend kennt aber Smartphones und deren Multi-Tool-Ansatz. Mein Sohn schaut mit seinem Xperia Fernsehen, Videos, hört music, filmt, fotografiert, chattet usw. usf. Er nutzt aber auch meine DSLR (50d) oder die Nex, wenn er filmen will. Bei ihm kann ich mir auch in Zukunft eine MILC vorstellen, weil er durch seinen Vater an das Fotografie-Thema herangeführt wurde. Seine Freunde hingegen sind fast alle ausschließliche Smartphone-user. Diese Leute fallen als Markt für die Hersteller der DSLR oder MILC künftig größtenteils weg.

 

Ansonsten stimmen wir überein: es wird wohl ein kleiner werdender Markt für ambitionierte Hobby-Fotografen und Profis bestehen bleiben. Das heißt aber, dass Umsätze und Profite der ursprünglichen Hersteller durch die Umsätze und Profite von Smartphone-Anbietern kanibalisiert werden...

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Warum stört denn das? Karte raus, neue rein, während auf das Tablet übertragen wird, kann ich anderswo weiter fotografieren. Mich stört es eher, wenn die Nutzung der Kamera aufgrund der Kopplung an andere Geräte (zur Datenübertragung / zum Aufladen) in der Nutzung oder räumlich eingeschränkt wäre. Daher ist die Übertragung per SD-Karte für mich nach wie vor das Optimum.

 

SD-Karte nervt mich schon deswegen, weil immer weniger PCs/Tables einen SD-Slot haben, und mich somit schon allein die Forderung nach einem SD-Slot bei der Wahl dieses Endgerätes einschränkt (= Nachteil).

Optimal wäre es, wenn die Kamera zuhause bzw. sobald mein Laptop in der Nähe ist, automatisch die Fotos synchronisiert und mir in der Software automatisch entsprechende Kataloge und dergleichen erstellt. Klar gibt es da aktuell noch Einschränkungen und Bedenken in vielerlei Hinsicht (Akkulaufzeit, Datensicherheit), aber das gilt es halt zu verbessern.

Weder möchte ich "systembedingten" Einschränkungen in Kauf nehmen, noch rede ich mir Dinge schön (siehe meine Diskussion mit dem VF-4), sondern ich kaufen mir das, was am Ende am besten zu meinen Bedürfnissen passt. Ich bin auch nicht unbedingt markengebunden, höchstens durch meinen derzeitigen Objektivpark. Umso besser finde ich herstellerübergreifende Systeme.

Das ist der Zeitgeist. Technik ist austauschbar. Zeit ist kostbar. Es zählt das Ergebnis. Und dieses muss jeder für sich selbst bewerten.

 

Ach, da muss ich doch mal widersprechen. All diese tollen Funktionen scheitern zunächst mal daran, dass es zumindest unterwegs kaum geeignete und verlässliche Infrastrukturen zu auch noch bezahlbaren Preisen gibt. Meine Tablet Nutzungsflatrate endet schon bei 10 GB und danach wird es teuer. Die erforderliche Bandbreite ist eher selten vorhanden. Außerdem bezweifele ich, dass die Leute angesichts der massiven IT-Sicherheitsprobleme und zum Teil haarsträubender Nutzungsbedingungen der diversen Clowdangebote und sozialen Netzwerke ihre Bildwerke auch künftig so hemmungslos und bereitwillig in die Cloud schieben werden.

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Ich habe es schon öfters geschrieben, die Erzeugung von Bildern und Videos auf Smartphones sind vornehmlich Mittel der Kommunikation und weit weniger Ausdruck von fotografischer Gestaltung oder Kunst. Daher braucht es für diese Domäne der Bilddarstellung auch eher ein Kommunikations- und Unterhaltungswerkzeuges und kein fotografisches Gerät.

 

Ergonomisch sind Smartphones Kommunikations- und Unterhaltungsgeräte, eine Kamera ist ein fotografisches Werkzeug. Beide Gerätetypen haben vollkommen unterschiedliche Einsatzgebiete. Ergonomisch wird ein Smartphone kein fotografisches Werkzeug ersetzen können.

 

Ändert nichts daran, dass dies nur eine Momentaufnahme ist. Du repräsentierst vermutlich genau die Zielgruppe der enthusiastischen Fotografen, für die es auch in Zukunft noch die "Fotoapparate" geben wird, wenn man bis dahin längst mittels Smartphone mit 100 MP-Sensor, ISO 200000, GlobalShutter, 1/64000, Software und Gestensteuerung Fotos machen kann, die beim Ausdruck nicht mehr auf das Fotowerkzeug schließen lassen. Glaubst du im Ernst, dass es für Bildgestaltung, wie wir es heute mit Wahl von Perspektive, Ausschnitt, Blende und Belichtungszeit praktizieren, nicht andere Lösungen geben wird? Wieso in vielleicht 10 Jahren noch ein großes, schweres, teures Gerät kaufen, womit man "nur" fotografieren kann?

 

Über all diese Dinge müssen sich die Hersteller im globalen Wettbewerb Gedanken machen, weil es immer um Investments in die Zukunft geht. Hier und da an ein Paar Schräubchen zu drehen, bringt keine ordentlichen Umsatz- und Gewinnschübe, sondern dient eher der Sicherung aktueller Marktstellung. Neukunden müssen gefunden werden, Markenfremde umschwenken. Apple macht es uns vor. Den größen Unternehmensgewinn ever!

Hersteller wie Sony oder Pansonic sehe ich da etwas besser aufgestellt als Canon/Nikon/Fuji/Olympus um auch weiterzudenken oder Trends zu setzen. Die haben IT-Technologie, Smartphones, Bildsensoren und Linsen. Können also beliebig kombinieren oder auch nur Einzelteile liefern, z. B. Sensoren.

Und Canon, Nikon? Wenn die etwas "verschlafen", dann nur einen aktuellen Trend, oder sie vernachlässigen absichtlich einen ganzen Teil des Marktes. Ist doch gut möglich. Vielleicht Absicht. Vielleicht werden die irgendwann nur noch Profifotografen beliefern? Vielleicht sie haben schon Pläne in der Hinterhand, um den Markt neu aufzurollen?

Wir werden sehen. Aktuell reizt mich von deren Produktpalette jedenfalls rein gar nichts.

bearbeitet von storki321

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@tugutgu

 

Deine Sicht auf die Dinge (sinngemäß: "ich will mit einem Fotoapparat fotografieren und nicht filmen. Ich will kein Smartphone als Fotoapparat) ist halt Deine Sicht. Du bist ein Kunde in diesem riesigen Markt. Die Kunden wandeln sich auch im Fotosektor mit der Demografie. Die treuen (alten?) und reichen Kunden werden als Kundschaft noch eine Weile für stabile Umsätze sorgen. Sowohl bei DSLR als auch bei MILC. Doch die heutigen Jugendlichen haben einen anderen Zugang zu diesem Thema: sie wachsen nicht mit SLR oder KB-Film auf. Kennen selten die Zusammenhänge von Blende, Zeit und ISO. Kennen kein S/W-TV. Kennen keine Video-Recorder oder DISC-Man bzw. Walkman.

 

Diese Jugend kennt aber Smartphones und deren Multi-Tool-Ansatz. Mein Sohn schaut mit seinem Xperia Fernsehen, Videos, hört music, filmt, fotografiert, chattet usw. usf. Er nutzt aber auch meine DSLR (50d) oder die Nex, wenn er filmen will. Bei ihm kann ich mir auch in Zukunft eine MILC vorstellen, weil er durch seinen Vater an das Fotografie-Thema herangeführt wurde. Seine Freunde hingegen sind fast alle ausschließliche Smartphone-user. Diese Leute fallen als Markt für die Hersteller der DSLR oder MILC künftig größtenteils weg.

 

Ansonsten stimmen wir überein: es wird wohl ein kleiner werdender Markt für ambitionierte Hobby-Fotografen und Profis bestehen bleiben. Das heißt aber, dass Umsätze und Profite der ursprünglichen Hersteller durch die Umsätze und Profite von Smartphone-Anbietern kanibalisiert werden...

 

Passend hierzu:

 

http://www.photoscala.de/Artikel/Die-Fotoindustrie-hat-keine-Ideen

 

Ich würde dem Autor zustimmen und hauptsächlich die Marktsättigung als Ursache für den Rückgang der Kameraverkäufe sehen. Die Kameraindustrie schrumpft erwartbar auf das Niveau, das zur Hochzeiten der analogen Fotografie herrschte. Das sollte eigentlich keine so große Überraschung sein.

 

Ich bin auch davon überzeugt, dass diejenigen die ambitioniert fotografieren wollen, sich immer ein dafür vorgesehenes, spezielles Werkzeug kaufen werden. Dies ist absehbar die Kamera. Dass die Bilderzeugung sehr einfach seit Erfindung des Smartphones auch das Kommunikationsbedürfnis unterstützen kann, ist das eigentlich neue und ersetzt weitgehend den Bereich der Kompaktkameras. Die Millionen von Familienbilder, die schon immer gemacht worden sind, waren immer eher Kommunikation und Unterhaltung (also genau das, was das Smartphone macht) als ambitionierte, gestalterische oder künstlerische Fotografie. Diese Bilder wurden früher als Papierabzug weitergegeben oder gemeinsam an einem Diaabend betrachtet, heute als Datei verteilt oder gemeinsam am Tablet oder Fernseher betrachtet. Ganz andere Baustelle.

 

Die Kameraindustrie konnte von Glück reden, dass es ihr gelungen ist, den Leuten einzureden, dass sie für ihre Kommunikations- und Unterhaltungsbedürfnisse große und schwere DSLRs benötigen. So kam es dann zu einer klassischen Blase im DSLR Einsteiger Segment.

 

Der Rest wird sich zwar auch verändern aber absehbar mMn. bestehen bleiben. Die Digitalfotografieblase ist vorbei, aber fotografische Werkzeuge werden auch weiterhin ihre Kunden finden. Das hat nichts mit jung oder alt zu tun. Vielleicht ebbt das Interesse von ambitionierter Fotografie auch generell ab, dann aber nicht weil es Smartphones gibt, sondern weil sich die Leute sozusagen gesellschaftlich anderen Dingen zuwenden. Das ist so ähnlich wie mit Sportarten, da geht es nicht selten auch mal bergab.

bearbeitet von tgutgu

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Bei uns im Sportverein haben, inklusive meiner Person, in den letzten 3-4 Jahren mindestens ein Dutzend Mitglieder einen Wechsel zu Systemkameras vollzogen. Die meisten, etwa drei Viertel, bevorzugen mFT :)

Bis auf zwei Mitglieder haben alle Olympus gewählt ...

 

Was ist das für ein Sportverein? Ich möchte wetten, nicht eben die Gewichtheberfraktion   :)  

 

 

Hans

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Bei uns im Sportverein haben, inklusive meiner Person, in den letzten 3-4 Jahren mindestens ein Dutzend Mitglieder einen Wechsel zu Systemkameras vollzogen. Die meisten, etwa drei Viertel, bevorzugen mFT :)

Bis auf zwei Mitglieder haben alle Olympus gewählt ...

 

Doppelpost.

bearbeitet von specialbiker

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SD-Karte nervt mich schon deswegen, weil immer weniger PCs/Tables einen SD-Slot haben, und mich somit schon allein die Forderung nach einem SD-Slot bei der Wahl dieses Endgerätes einschränkt (= Nachteil).

Es gibt auch Adapter. Ein eingebauter Slot ist nicht das entscheidende. Für PCs gibt es Standardschächte, da lässt sich immer ein Kartenleser einbauen.

 

Optimal wäre es, wenn die Kamera zuhause bzw. sobald mein Laptop in der Nähe ist, automatisch die Fotos synchronisiert und mir in der Software automatisch entsprechende Kataloge und dergleichen erstellt. Klar gibt es da aktuell noch Einschränkungen und Bedenken in vielerlei Hinsicht (Akkulaufzeit, Datensicherheit), aber das gilt es halt zu verbessern.

Weder möchte ich "systembedingten" Einschränkungen in Kauf nehmen, noch rede ich mir Dinge schön (siehe meine Diskussion mit dem VF-4), sondern ich kaufen mir das, was am Ende am besten zu meinen Bedürfnissen passt. Ich bin auch nicht unbedingt markengebunden, höchstens durch meinen derzeitigen Objektivpark. Umso besser finde ich herstellerübergreifende Systeme.

Das ist der Zeitgeist. Technik ist austauschbar. Zeit ist kostbar. Es zählt das Ergebnis. Und dieses muss jeder für sich selbst bewerten.

Wäre für mich uninteressant. Die einzige Zeitersparnis wäre allenfalls das rausnehmen und reinstecken der Karte, also faktisch gleich null. Den Rechner müsste ich ohnehin einschalten. Dafür die komplexe und garantiert (im Vergleich zur Karte) fehleranfällige Synchronisationslösung zu entwickeln und zu standardisieren lohnt sich kaum. Meine Kamera wäre für die Zeit der Synchronisation beschäftigt, was mindestens unnötig Akkulaufzeit kostet, wahrscheinlich könnte ich aber auch nicht weiterfotografieren, da Kamera und Zielgeräte gekoppelt sein müssten.

 

Ich habe manchmal das Gefühl, dass technische Ambitionen und Nutzen in keinem angemessenen Verhältnis mehr zueinander stehen.

 

Ändert nichts daran, dass dies nur eine Momentaufnahme ist. Du repräsentierst vermutlich genau die Zielgruppe der enthusiastischen Fotografen, für die es auch in Zukunft noch die "Fotoapparate" geben wird, wenn man bis dahin längst mittels Smartphone mit 100 MP-Sensor, ISO 200000, GlobalShutter, 1/64000, Software und Gestensteuerung Fotos machen kann, die beim Ausdruck nicht mehr auf das Fotowerkzeug schließen lassen. Glaubst du im Ernst, dass es für Bildgestaltung, wie wir es heute mit Wahl von Perspektive, Ausschnitt, Blende und Belichtungszeit praktizieren, nicht andere Lösungen geben wird? Wieso in vielleicht 10 Jahren noch ein großes, schweres, teures Gerät kaufen, womit man "nur" fotografieren kann?

 

Ja, ich glaube, dass keine wesentlich anderen Lösungen als Kameras geben wird, weil sie einfach ergonomisch das geeignete Medium sind. Es gibt tausende von Werkzeugen, die vom Grundprinzip seit Jahrzehnten in Gebrauch sind, moderne Technik und IT hin oder her. Ein Smartphone ist zu flach und unhandlich, als das ich damit ambitioniert fotografieren würde (was eine gelegentliche Nutzung nicht ausschließen würde). Der Glaube, dass man alles ohne Qualitätsverluste (bzgl. Haptik und Ergebnis) miniaturisieren kann, ist ein großer Irrtum. Warum sollten die Fotografen zukünftig nicht mehr bereit sein, eine Systemkamera mitzuführen? Nur weil heute Millionen mit einem Smartphone fotografieren? Muss ein gutes Werkzeug immer in die Hosentasche passen? Ich kenne diese Anforderung nicht (und halte auch nichts von der Phrase, dass die Kamera immer dabei sein muss).

 

Die enthusiastischen und professionellen Fotografen sind genau die Zielgruppen, auf die sich die Kamerahersteller konzentrieren müssen (und da gibt es noch viel zu tun). Den Smartphone Nutzern, die an ambitionierter Fotografie kein Interesse zeigen, muss man nicht hinterher laufen. Was die Hersteller tun können, ist dass das Interesse an ambitionierter Fotografie wieder steigt, das hilft mehr als hilflose Ansätze, Smartphone-Funktionaliäten auf Teufel komm raus in fotografische Werkzeuge zu integrieren.

 

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Man muß aber unterscheiden zwischen fotografieren und knipsen. Man kann die optische Physik nicht umgehen, und in Ultraflach-Bauweise kann keine Aufnahmesituation herbeigeführt werden, die z.B. eine Portraitfreistellung ermöglicht, es sei denn man fotografiert gegen den Himmel. Insofern trennt sich da die Spreu vom Weizen, knipsen, um ein Bild einer fröhlichen Runde zu erhalten, ist möglich, ernsthafte Fotografie nicht. Andererseits werden sehr viele Bilder in diesem Sinne geknipst, das erklärt, warum die Smartphones den Mart der Point & Shot-Kameras praktisch abgelöst haben, die das auch nicht wesentlich anders machen.

Der Markt der Kameras mit Wechseloptiken hat damit aber wenig zu tun, die absolute Reduktion auch hier dürfte eine gewisse Übersättigung bei fehlenden entscheidenden Neuerungen sein, wie ja ddie meisten Analysten annehmen.

 

Horst

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Es gibt auch Adapter. Ein eingebauter Slot ist nicht das entscheidende. Für PCs gibt es Standardschächte, da lässt sich immer ein Kartenleser einbauen.

 

Wieso sollte einen Nachteil durch einen anderen Nachteil behebbar sein?

Ich habe gar keinen PC mehr, und bin froh darüber, dass mein Laptop noch einen SD-Slot hat. Habe mir wegen der Kamera ein bestimmtes Modell an Laptop damals nicht gekauft, weil ich dafür eben genau einen SD-USB-Adapter gebraucht hätte. Ich möchte möglichst wenig einzelne Komponeten haben und die sollen noch möglichst kompakt sein.

Für mich und meine Ansprüche ist eine SD-Karte bzw. Kamera ohne WiFi mittlerweile nunmal ein Kritikpunkt, und hier bin ich für alternative Lösungen aufgeschlossen. Das mag für dich anders sein, aber es bringt auch nichts, dieses mit deiner eigenen Meinung wegdiskutieren zu wollen.

 

Wäre für mich uninteressant.....

...Ja, ich glaube, dass keine wesentlich anderen Lösungen als Kameras geben wird, weil sie einfach ergonomisch das geeignete Medium sind...

...Ein Smartphone ist zu flach und unhandlich, als das ich damit ambitioniert fotografieren würde...

...Warum sollten die Fotografen zukünftig nicht mehr bereit sein, eine Systemkamera mitzuführen? ...

...Muss ein gutes Werkzeug immer in die Hosentasche passen? Ich kenne diese Anforderung nicht...

 

Wie schon festgestellt, repräsentiert du eine bestimmte Zielgruppe, die für das Fotografieren exakt ein speziell abgestimmtes Werkzeug wünscht und auf bestimmte "Trends" bereitwillig verzichtet und gewisse Einschränkungen in Kauf nimmt (bzw. die für dich gar keine Einschränkung sind). Also wahrscheinlich bist du der ideale und zukünftig treue Kunde für Canon, Nikon und co.

Aber es gibt da soooo viele andere Meinungen, Trends und Kundenwünsche. Andernfalls würden wir die Diskussion um schrumpfende Verkaufszahlen und Marktanteile gar nicht führen.

 

Wer weiß? Vielleicht ist Freistellung und Bokeh irgendwann nur noch eine Sache der Software und die "Kunst" zu fotografieren verlagert sich mehr und mehr an den Bildschirm.

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Die enthusiastischen und professionellen Fotografen sind genau die Zielgruppen, auf die sich die Kamerahersteller konzentrieren müssen (und da gibt es noch viel zu tun). Den Smartphone Nutzern, die an ambitionierter Fotografie kein Interesse zeigen, muss man nicht hinterher laufen. Was die Hersteller tun können, ist dass das Interesse an ambitionierter Fotografie wieder steigt, das hilft mehr als hilflose Ansätze, Smartphone-Funktionaliäten auf Teufel komm raus in fotografische Werkzeuge zu integrieren.

 

 

hmmm ... bedingt.

Der Canon-Vorstand sieht es wahrscheinlich nicht als seine Aufgabe an, bestimmte Geräte herzustellen oder bestimmte Zielgruppen glücklich zu machen.

Der muss in aller erster Linie Geld verdienen, sonst ist er die längste Zeit Vorstand gewesen.

D.h. die Zielgruppe muss groß genug sein, damit eine Marge bleibt.

Wie lange wird es noch die Fotografen Deines Schlages geben, mit festen Überzeugungen  was die Trennung zwischen "fotografischen Werkzeugen" und Kommunikationsgeräten angeht? Und wieviele werden das in 10 Jahren sein? in 20?

Wenn man einfach mal davon ausgeht, dass die Technik in 20 Jahren Sachen kann, die wir heute noch nicht ahnen, ahnt man umso mehr, dass die Trennung Foto/Kommunikation irgendwann wahrscheinlich einfach keinen Sinn mehr macht (bzw niemanden mehr interessiert).

 

Mein IPhone ersetzt meinen alten 30-bändigen Brockhaus, mein Englisch-Wörterbuch, meine Zeitung, meine Notizzettel, mein Adressbuch, meinen ADAC-Atlas, einen tragbaren CD-Spieler (wer sich noch an sowas erinnert ...), im Urlaub sogar meinen E-Gitarren-Verstärker (bedingt, ok), meine Videokamera (hatte mal so ein VHS-Gerät in den 90ern, für die Kinder), teilweise den Fernseher, das Radio und was weiß ich noch.

Und diese Entwicklung soll ausgerechnet vor dem Fotografieren Halt machen? also vor einer Funktion, die das Gerät heute schon grds. beherrscht?

warum?

 

Canon könnte zB Aufsätze für Smartphones machen, die für gute Fotos sorgen, mit Wechsellinsen und allem drum, und dran, aber eben sehr klein.

Ist jetzt nur so gesponnen, aber warum nicht.

Oder mit Bluetooth verlinkte Zusatzgeräte zum Fotografieren, die über das IPhone gesteuert werden.

Oder was weiß ich ...

Aber dass die in 20 Jahren noch DSLR oder Spiegellose heutigen Zuschnitts machen? Glaube ich nicht.

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Wer weiß? Vielleicht ist Freistellung und Bokeh irgendwann nur noch eine Sache der Software und die "Kunst" zu fotografieren verlagert sich mehr und mehr an den Bildschirm.

 

... hmmm  :)  wenn man sich die touristischen Magneten in den Grosstädten ansieht, dann ist da was dran ...

... da laufen irrsinnig viele Leute mit ganz flachen, rechteckigen Dingern ganz unbedarft durch die Gegend und knipsen alles was sich bewegt oder auch nicht bewegt :D

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Bei uns im Sportverein haben, inklusive meiner Person, in den letzten 3-4 Jahren mindestens ein Dutzend Mitglieder einen Wechsel zu Systemkameras vollzogen. Die meisten, etwa drei Viertel, bevorzugen mFT :)

Bis auf zwei Mitglieder haben alle Olympus gewählt ...

...lass mich raten.

 

Die beiden "Verräter" sind die einzigen mit Glied im Verein? 

 

...duck und wech ;)

 

e.l.

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... hmmm  :)  wenn man sich die touristischen Magneten in den Grosstädten ansieht, dann ist da was dran ...

... da laufen irrsinnig viele Leute mit ganz flachen, rechteckigen Dingern ganz unbedarft durch die Gegend und knipsen alles was sich bewegt oder auch nicht bewegt :D

 

das geht noch weiter. die knipsen nicht, die machen Videos, auch von unbewegten Motiven wie Denkmälern o.ä.. habe ich zum erstenmal gesehen auf einem Friedhof in Edinburgh: da filmt jemand die Grabsteine und Statuen usw ab, und zwar nicht mit einer klassischen Kamera, sah mehr aus wie eine GoPro oder sowas,

ohne auf einen Bildschirm zu sehen, einfach draufhalten und einmal hoch und runter drüberschwenken. war mir neu ...

Aber wenn das System was taugt, kann man vielleicht sogar zuhause gute Einzelbilder rausnehmen, ich weiß es nicht.

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Die Frage ist doch ob man möchte , das Smartphones hochwertige Kameras ablösen.

Ich möchte das nicht. Es ist doch gerade das Gute , das der Markt eine große Vielzahl fotografischer Werkzeuge für

jeden individuellen Geschmack bietet. Man muß nicht jedem Trend der grauen Masse hinterher rennen.

Ich möchte auch nicht das meine Kamera sich ohne meinen Einfluss sonst wohin verbindet oder Rückmeldungen gibt.

Meine Musik möchte ich auch weiterhin über eine gute HIFI Anlage höhren und ich möchte auch in Zeitschriften blättern und nicht

ständig auf einem Display rum tatschen.

 

Gruß Roberto

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hmmm ... bedingt.

Der Canon-Vorstand sieht es wahrscheinlich nicht als seine Aufgabe an, bestimmte Geräte herzustellen oder bestimmte Zielgruppen glücklich zu machen.

Der muss in aller erster Linie Geld verdienen, sonst ist er die längste Zeit Vorstand gewesen.

D.h. die Zielgruppe muss groß genug sein, damit eine Marge bleibt.

Wie lange wird es noch die Fotografen Deines Schlages geben, mit festen Überzeugungen  was die Trennung zwischen "fotografischen Werkzeugen" und Kommunikationsgeräten angeht? Und wieviele werden das in 10 Jahren sein? in 20?

Wenn man einfach mal davon ausgeht, dass die Technik in 20 Jahren Sachen kann, die wir heute noch nicht ahnen, ahnt man umso mehr, dass die Trennung Foto/Kommunikation irgendwann wahrscheinlich einfach keinen Sinn mehr macht (bzw niemanden mehr interessiert).

 

 

Da habe ich keine Bange. Es wird sie geben, in großer Zahl. Es mag sein, dass die Verbindung von Foto und Kommunikation auch in den fotografischen Werkzeugen eine größere Rolle spielt, das hat aber nichts mit der Ergonomie der Kamera zu tun und ob es noch fotografische Werkzeuge, sprich Kameras in großer Verbreitung geben wird. Das Konzept der Kamera - so wie wir sie heute nutzen - erhält sich seit 80 Jahren. Und das nicht ohne Grund (Bedienung, einfache Nutzung).

 

 

Mein IPhone ersetzt meinen alten 30-bändigen Brockhaus, mein Englisch-Wörterbuch, meine Zeitung, meine Notizzettel, mein Adressbuch, meinen ADAC-Atlas, einen tragbaren CD-Spieler (wer sich noch an sowas erinnert ...), im Urlaub sogar meinen E-Gitarren-Verstärker (bedingt, ok), meine Videokamera (hatte mal so ein VHS-Gerät in den 90ern, für die Kinder), teilweise den Fernseher, das Radio und was weiß ich noch.

Und diese Entwicklung soll ausgerechnet vor dem Fotografieren Halt machen? also vor einer Funktion, die das Gerät heute schon grds. beherrscht?

warum?

 

 

Ja, vor der ambitionierten Fotografie wird sie Halt machen, die alltägliche Bildaufnahme hat sie an die Smartphones abgegeben. Darauf wird sich die Fotoindustrie einstellen müssen. Die Kamerahersteller werden jedoch garantiert nicht zu Smartphone Produzenten, davon sollten sie die Finger von lassen. Wie bescheiden das läuft erlebt Panasonic ja mit seinen Smartphone / Kompaktkamerahybriden.

 

Smartphones werden doch nicht wegen ihrer Kamera gekauft. Die nimmt man halt mit und fotografiert mit dieser, weil man halt nicht anderes zu Hand hat oder nicht haben will. Hat aber alles nur wenig mit der klassischen ambitionierten Fotografie zu tun. Es ist auch ein Irrtum anzunehmen, dass das Smartphone alles beherrschen wird. Schon jetzt bemühen sich die Hersteller ja neue Gimmicks zu erfinden (die ganzen Wearable Gimmicks) nur um die Suppe am Kochen zu halten. Die wesentlichen Einsatzgebiete für Smartphones sind insbesondere Hardwareseitig schon abgesteckt, es wird noch einige neue clevere Apps geben, aber die Gebiete Kommunikation, Information und Unterhaltung bleiben der Löwenanteil.

 

Die Frage bleibt also, wiewiel können Smartphones den Werkzeugen für ambitionierte Fotografie noch abknipsen - ich bin davon überzeugt, dass da das meiste schon ausgereizt ist.

 

 

Canon könnte zB Aufsätze für Smartphones machen, die für gute Fotos sorgen, mit Wechsellinsen und allem drum, und dran, aber eben sehr klein.

Ist jetzt nur so gesponnen, aber warum nicht.

Oder mit Bluetooth verlinkte Zusatzgeräte zum Fotografieren, die über das IPhone gesteuert werden.

Oder was weiß ich ...

Aber dass die in 20 Jahren noch DSLR oder Spiegellose heutigen Zuschnitts machen? Glaube ich nicht.

 

Aufsätze für Smartphones gibt es schon und die verkaufen sich alles andere als gut. Und ich glaube, dass wir in der Tat auch in 20 Jahren noch mit Systemkameras heutigen Zuschnitts herumlaufen werden. Der Spiegel mag weggefallen sein, aber ansonsten bleibt das Grundprinzip. Entscheidend ist, wie viele sich noch für ambitionierte Fotografie interessieren und sich damit auseinander setzen. Das wird für die Kamerahersteller entscheidend sein. Vieles tendiert heute zu einer gewissen Oberflächlichkeit. Wenn es schon als Zumutung empfunden wird, eine Blende bewusst auszuwählen, wird das nichts mehr mit ambitionierter Fotografie als großes Geschäft. Das hat aber mit Smartphones nichts zu tun.

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Hallo,

 

unsere Jugend ist doch lange nicht so oberflächlich wie immer gesagt wird. Manche fangen vielleicht mit dem Smartphone an und wollen dann mehr und holen sich dann eine DSLR oder DSLM. Nur ein kleinerer Teil, aber das war doch früher nicht anders.

Da hatten diejenigen, die heute nur mit Smartphone fotografieren, diese furchtbaren Kassettenkameras ohne jegliche Einstell-Möglichkeit.

Da finde ich ein Smartphone-Foto schon einen deutlichen Fortschritt.

 

Meine Beobachtung zu den Einsteiger-DSLRs: oft sind es werdende Väter oder Mütter, die sich so eine Kamera holen. Einfach, weil sie den Wunsch haben, den Nachwuchs in guter Bildqualität festzuhalten. Für einen Nicht-Foto-Freak sind dann vierhunder Euro für Kamera und Objektiv schon eine Menge Geld. Ich finde das absolut verständlich, ob DSLR oder DSLM ist eigentlich egal.

 

Im Übrigen wollte ich auch nicht, dass meine Bilder automatisch auch nur irgenwohin übertragen werden. Als mündiger Mensch, möchte ich schon festlegen, wann was passieren soll.

Das nervt mich schon tierisch an der heutigen Software, v. A. aus der vom übern Teich, vor lauter Updates kommt man gar nicht mehr zum Arbeiten.

Bin überzeugt, dass sich das auch wieder relativieren wird.

Eine nicht zu kleine Anzahl will anständiges Werkzeug haben, und das sind nicht nur die Alten oder ewig Gestrigen.

Die Schallplatte breitet sich auch wieder aus, man braucht evtl. nur Geduld.

 

Gruß Karlo

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Was ich überhaupt nicht verstehe ist, weshalb die heutigen Smartphones immer als Beispiel für einfache Bedienung hergenommen werden. Für das Smartphone als fotografisches Werkzeug trifft das doch nicht zu. MMn. gibt es bzgl. Benutzerfreundlichkeit und Ergonomie kaum etwas Schlimmeres, als mit einem Smartphone zu fotografieren. Dass dieses Benutzungsparadigma bei Fotografen eher floppt, haben doch die ersten, sich an Smartphones orientierenden Benutzeroberflächen der Sony NEX Kameras gezeigt. Da ist doch Sony vollkommen zurückgerudert. Auch die Galaxy NX hat nicht gerade gezündet.

 

Die These, dass die Smartphone Generation sich nicht auf die Benutzung von Kameras wird einstellen können, weil sie das Smartphone Paradigma so verinnerlicht haben, halte ich auch für übertrieben. Da wird der Einfluss der Ergonomie und dass der Mensch für seine Tätigkeiten auch gerne gute Werkzeuge einsetzt völlig unterschätzt. Dass Jugendliche nicht mit Kameras rumrennen, ist kein Maßstab. Die interessieren sich auch nicht für ambitionierte Fotografie (und diejenigen, die das tun, greifen auch ganz schnell zur Kamera - auf der Photokina waren beileibe nicht nur greise Besucher), haben (noch) keine Zeit und Ruhe dafür. Ich habe auch erst in den Zwanzigern intensiver damit angefangen.

bearbeitet von tgutgu

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Hallo,

 

unsere Jugend ist doch lange nicht so oberflächlich wie immer gesagt wird. Manche fangen vielleicht mit dem Smartphone an und wollen dann mehr und holen sich dann eine DSLR oder DSLM. Nur ein kleinerer Teil, aber das war doch früher nicht anders.

Da hatten diejenigen, die heute nur mit Smartphone fotografieren, diese furchtbaren Kassettenkameras ohne jegliche Einstell-Möglichkeit.

Da finde ich ein Smartphone-Foto schon einen deutlichen Fortschritt.

 

Meine Beobachtung zu den Einsteiger-DSLRs: oft sind es werdende Väter oder Mütter, die sich so eine Kamera holen. Einfach, weil sie den Wunsch haben, den Nachwuchs in guter Bildqualität festzuhalten. Für einen Nicht-Foto-Freak sind dann vierhunder Euro für Kamera und Objektiv schon eine Menge Geld. Ich finde das absolut verständlich, ob DSLR oder DSLM ist eigentlich egal.

 

Im Übrigen wollte ich auch nicht, dass meine Bilder automatisch auch nur irgenwohin übertragen werden. Als mündiger Mensch, möchte ich schon festlegen, wann was passieren soll.

Das nervt mich schon tierisch an der heutigen Software, v. A. aus der vom übern Teich, vor lauter Updates kommt man gar nicht mehr zum Arbeiten.

Bin überzeugt, dass sich das auch wieder relativieren wird.

Eine nicht zu kleine Anzahl will anständiges Werkzeug haben, und das sind nicht nur die Alten oder ewig Gestrigen.

Die Schallplatte breitet sich auch wieder aus, man braucht evtl. nur Geduld.

 

Gruß Karlo

 

Ich gebe Dir fast vollkommen recht. Nur in Bezug auf die Schallplatte sehe ich es nicht so. Die Schallplatte hat gegenüber digitalen Abspielgeräten und Formaten einfach zu viele Handhabungsnachteile, so dass sehr viele Hörende - auch anspruchsvollere - ihr keiner Träne nachweinen. Der Plattenspieler ist auch ein Abspielgerät und kein Aufnahmegerät, was schon ein großer Unterschied ist. Ich würde z.B. nicht postulieren, dass der Röhrenmonitor jemals wieder zurückkommt. Aber ich gebe Dir recht, dass die Rückbesinnung zu bewährten Konzepten (siehe Kameras im Retrostil) etwas sehr verbreitetes ist.

bearbeitet von tgutgu

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Hallo Thomas,

 

mit dem Beispiel Schallplatte wollte ich aufzeigen, dass Totgesagte länger leben und dass es nicht immer nur darum geht, welche technische Daten ganz vorne sind. Da geht es auch um Entschleunigung oder bewußtes Handeln.

Viele Bands bringen ihre Sachen zumindest wieder auf Vinyl raus, braucht man nicht einmal zu suchen, gibt es mittlerweile wieder in den Elektronikmärkten und sogar auch in der Drogerie-Kette mit dem "M".

 

Gruß Karlo

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Die Kamerahersteller haben in der Vergangenheit große Teile ihrer Umsätze gemacht mit Leuten, die sich überhaupt nicht für Fotografie interessierten, sondern einfach mal ein bisschen rumknipsen wollten. Im Urlaub oder bei besonderen Anlässen.

Mein langjähriger Urlaubsfreund ist ein gutes Beispiel dafür. Er hatte vor 20 Jahren eine Nikon und 2-3 Objektive. Nicht weil er sich mit Fotografie beschäftigen wollte, sondern weil es nichts anderes gab. Nach und nach hat er downgegradet, freudig jedes neue Teil genommen dass ihm das Vollautomatikleben erleichterthat, wo halbwegs was rauskam ohne sich mit Blende und ISO beschäftigen zu müssen.

 

Diese Kundschaft ist den Herstellern inzwischen komplett weggebrochen. Und ob der Restmarkt der Enthusiasten in Zukunft ausreicht, um ein Auskommen zu haben, wird sich zeigen.

Ich glaube auch nicht, dass Canon z.B. im Moment verzweifelte Anstrengungen auf dem Kamerasektor macht oder sich gar mit Smartphones beschäftigt. Vielmehr werden die ihre Hauptanstrengungen auf andere profitable Geschäftsfelder verlagern und das Kamerageschäft so ein bisschen nebenher laufen lassen, solange es kein Minus produziert. Laut DPReview lief ja das Druckergeschäft im letzten Jahr sehr gut. Und Olympus verdient doch meines Wissens Geld mit Medizintechnik, nicht mit Kameras.

 

Ich fürchte, dass das Angebot für engagierte Hobbyisten in Zukunft kleiner oder wegen sinkender Stückzahlen immer teurer wird. Insofern leben wir doch zur Zeit im Schlaraffenland ;)

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Papstwahl 2005 und 2013: digitale Erleuchtung...

 

Dubai 2013

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Ich verstehe das Plädoyer für die Funktionalität, die Haptik und die technischen Möglichkeiten der aktuellen Systemkameras. Aber in Rom 2013 (Bericht oben) oder Dubai 2013 habe ich sehr viel mehr Menschen gesehen, denen Haptik, Ergonomie und rauschfreie Bilder ziemlich egal sind. Mit dieser zunehmenden Einstellung der Menschen (Schwerpunkt: leicht, einfach zu handhaben, foto & video, online-Anbindung, Bildbearbeitung im Gerät, upload in die Cloud auf instagramm, flickr, facebook etc.) wird ein neuer Markt geschaffen. Der Markt wird von Smartphone-Anbietern besetzt. Vielen Menschen reicht das. Und für die anderen (uns?) gibt es parallel noch eine Weile größere und teurere Knips-Kasteln... ;-))

 

 

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@ noreflex: Und diesen "neuen" Markt gibt es schon lange und er ist viel größer als der ehemalige Kompaktkameramarkt. Dass die Fotobranche in einem Umbruch ist, daran bestehen keine Zweifel. Der Umbruch ist eigentlich auch schon vollzogen. Die Ursache ist aber bestimmt nicht, weil die klassische Kamera tot ist oder sich zu wenig an das Smartphone Paradigma angepasst hat. Die Fotoindustrie hat einfach den Gelegenheitsfotografen an die Smartphone Hersteller verloren. Sie werden ihn auch nicht wieder gewinnen, es wäre auch gar nicht möglich gewesen. Daher bin ich davon überzeugt, dass die Kamerahersteller besser daran tun, ihre Produkte an den ambitionierten Fotografen zu orientieren und neue Möglichkeiten behutsam und sinnvoll zu nutzen. Die meisten Versuche, Kameraformen neu zu gestalten (z.B. Sony R1, F828, Olympus E1) haben sich nicht durchgesetzt, im Gegenteil: der Retrostil und bewährte Bedienelemente haben sich umso fester etabliert. Ich glaube auch, dass dies zeigt, dass es neuen revolutionären Konzepten nicht bedarf.

 

Die Fotoindustrie muss vor allem versuchen zu erreichen, dass sich mehr Menschen (wieder?) für ambitionierte Fotografie zu interessieren, um den Markt insgesamt wieder zu vergrößern. Ob das klappt, ist fraglich. Einige Hersteller werden wohl auch nicht überleben.

bearbeitet von tgutgu

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