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Du überlegst deine Ausrüstung auszubauen, um bessere Bilder machen zu können? In diesem Artikel erkläre ich dir, warum manuelle Objektive häufig die bessere Alternative zu sehr teuren Objektiven der Kamerahersteller sind.

Zeiss Distagon 2.8/28 – 250€
Canon FD 1.4/50 – 50€
Minolta MC 1.4/50 – 60€

Wie eine 130€ Sony meine Canon DSLR überflüssig machte

Meine ersten Erfahrungen mit manuellen Objektiven an spiegellosen Sony Kameras habe ich vor gut fünf Jahren gemacht. Zu der Zeit nutzte ich eine Canon DSLR mit zwei Zoom-Objektiven. Hin und wieder gelangen mir sogar ein paar gute Bilder, aber das passierte ehr zufällig. Dann hörte ich von den Sony NEX Kameras und wie einfach es war, mit diesen manuelle Objektive zu nutzen. Da ich schon einiges über diese Objektive gelesen hatte, kaufte ich für 130€ eine NEX-3 und zusätzlich einen 25€ Adapter, um meine Minolta MD Objektive zu nutzen, die ich für wenig Geld gekauft hatte.

Meine Canon setzte danach sehr schnell Staub an und wurde bald verkauft. Ihre Features waren für meine Fotografie viel weniger relevant als die der deutlich günstigeren Sony. Zwar musste ich konzentrierter bei der Sache sein, wenn ich mit manuellen Objektiven nutzte, aber der Aufwand zahlte sich aus. Zum einen hatte ich durch die günstig erworbenen Objektive einen deutlich größeren kreativen Spielraum, aber auch meine fotografischen Fertigkeiten verbesserten sich schneller als je zuvor.

Minolta MC 55mm 1:1.7 – 25€

Heute, fünf Jahre später, besitze ich eine deutlich größere Ausrüstung, den manuellen Objektiven bin ich aber treu geblieben. Zwar haben sich einige native Sony FE Objektive wie das  FE 2/28 oder FE 4/16-35 dazugesellt, allerdings nur, weil es keine manuellen Objektive vergleichbarer Qualität gibt. Jedes mal, wenn ich sie nutze, werde ich daran erinnert, wie viel angenehmer es ist, mit manuellen Objektiven zu fotografieren. In der Regel nutze ich deshalb manuelle Objektive, auch wenn ich mit den Vorzügen moderner Objektive bestens vertraut bin.

Die Fotografie im Fokus mit manuellen Objektiven

Wenn man ein manuelles Objektiv nutzt, dann muss man bewusst die Blende auswählen und manuell einstellen. Man muss sich Gedanken darüber machen, wo exakt der Fokus liegen soll. Gerade am Anfang braucht das seine Zeit, wenn die Prozesse noch nicht internalisiert sind. Aber für mich macht gerade dieser bewusste Umgang mit der Technik einen großen Anteil am Reiz der manuellen aus. Die Notwendigkeit, sich mit den Einstellungen auseinander zu setzen hat meine eigene Technik deutlich verbessert. Ich fotografiere fokussierter und komme schneller in einen Flow, wenn ich manuelle Objektive nutze. Mit AF-Objektiven habe ich hingegen häufig das Gefühl, dass der AF zwischen mir und dem Bild steht und mich so ablenkt.

Das sind natürlich nur meine eigenen Erfahrungen. Für dich könnte es genauso oder auch überhaupt nicht funktionieren. Dass es aber so manchem Fotografen ähnlich geht und dass dabei sehr überzeugende Resultate bei rum kommen, davon kann man sich z.B. in unserer Serie über Fotografen, die manuelle Objektive nutzen überzeugen.

Minolta MD 35mm 1:2.8 – 45€

Manuell zu fokussieren ist einfach

Ich hatte an meiner Canon DSLR durchaus schon mit manuellen Objektiven herum gespielt, beim Adaptieren gab es aber klare Grenzen: Vor allem die Fokussierung war entweder langsam und umständlich (Live View) oder unpräzise (Sucher). Mit der Spiegellosen wurde das manuelle Fokussieren dann sehr viel einfacher, schneller und präziser. Die Grundlagen des manuellen Fokussierens kann man in fünf Minuten lernen, z.B. in diesem Guide. Mit etwas Praxis erschließen sich dann schnell auch etwas dynamischere Situationen wie etwa Portraits.

Natürlich gibt es Bereiche, in denen der AF dem manuellen Fokussieren klar überlegen ist. Ich wage aber zu behaupten, dass diese Bereich in der Praxis der meisten Fotografen eine untergeordnete Rolle spielen. Hier muss jeder individuell entscheiden, ob es wirklich ein hyperschneller AF im neusten Kameramodell ist, der einen davon abhält, bessere Fotos zu machen.

Eine Hochzeitsaufnahme mit dem Zeiss Makro-Planar 2/100 | f/2 | 850€

Manuelle Objektive haben ein hervorragendes Preis/Leistungsverhältnis

Mein Argument möchte ich mit dieser Aufnahme belegen:

Ich habe es mit einem Minolta MC 1.7/55 für 25€ aufgenommen. Wäre es ein besseres Bild geworden, wenn ich es mit einem Sony FE 1.8/55 für 820€ aufgenommen hätte? Ich denke nicht, denn ich habe beide Objektive ausführlich verglichen. Zweifelsohne ist das teure FE 1.8/55 schärfer, hat weicheres Bokeh und ein viel besseres Gegenlichtverhalten. Aber wenn ich meine Bilder betrachte, so macht dies vielleicht bei 10% der Bilder tatsächlich einen relevanten Unterschied. Bin ich bereit, für gefühlt 10% mehr Leistung mehr als den 30-fachen Preis zu zahlen? Nein, bin ich nicht. Aber natürlich gehen hier die Meinungen auseinander.

Sony und Zeiss Objektive für das FE-System sind allgemein verdammt teuer. Mit wenigen Ausnahmen sind sie allerdings auch sehr gut und haben neue Standards gesetzt. Wenn Geld kein großes Thema ist, gibt es also keinen Grund, sie nicht zu kaufen.

Aber was, wenn man 850€ zusammen gekratzt hat und seine Ausrüstung verbessern möchte, um bessere Bilder zu machen? Man könnte dann entweder sein Geld für folgende Ausrüstung ausgeben:

Canon FD 2.8/24 – 70€:

Canon FD 2.8/35 – 50€:


Canon FD 1.4/50 – 50€:

Canon FD 2.8/135 – 30€:

Canon FD 4/300 L – 300€:

Das sind zusammen 500€ für ein Set von fünf Objektiven, die mit guter bis sehr guter Bildqualität den Bereich von 24mm bis 300mm abdecken. Und die verbleibenden 350€ kann man in einen schönen Kurzurlaub investieren.

Alternativ könnte man das ganze Geld in ein Sony FE 1.8/55 ZA stecken.

Die Frage ist nun: Welche Investition bringt mich und meine Bilder weiter? Wie wichtig ist es für meine Bilder, dass das Zeiss die bessere Randschärfe und das weichere Bokeh hat?

Als ich mit manuellen Objektiven anfing, war das Geld knapp, es reichte aber für einige manuelle Objektive, welche mir eine deutlich größere kreative Freiheit gaben als jede AF Lösung, die ich mir hätte leisten können. Und auch heute, wo ich mir über fünf Jahre eine recht große Sammlung aufgebaut habe, nutze ich immer noch gerne günstige manuelle Objektive.

Mehr Inspiration zu günstigen manuellen Objektiven gibt’s bei mir im Blog.

Ausprobieren ist günstig

Auf keinen Fall würde ich vorschlagen, auf einen Schlag ein halbes Dutzend manuelle Objektive für 500€ zu kaufen. Alles was es braucht, um herauszufinden, ob manuelle Objektive etwas für dich sind, ist beispielsweise ein Canon FD 1.4/50 für gut 50€ und ein passender Adapter für weitere 20€ (Affiliate Links).

Gut möglich, dass bei dem Experiment herauskommt, dass du AF-Objektive bevorzugst. Diese Erkenntnis hätte dich dann – nachdem du das Objektiv im Gebrauchtmarkt verkauft hast – ca. 20€ und 2 Stunden Zeit gekostet. Du hast also wenig zu verlieren.

Aber vielleicht findest du auch raus, dass du gerne mit manuellen Objektiven arbeitest. Für mich war es damals eine Offenbarung, die mir mehr Spaß am Fotografieren geschenkt hat und mit weniger Geld zu besseren Bildern geführt hat. Das könnte auch für dich das Ergebnis des Experiments sein. Insgesamt ist der Einsatz also gering und der potentielle Gewinn hoch.

Canon FD 2.8/300 | Das hervorragend korrigierte Canon kostete mich ca. 700€ und somit ein Zehntel dessen, was ein vergleichbares modernes Objektiv kosten würde
Canon FD 2.8/300 | Das hervorragend korrigierte Canon kostete mich ca. 700€ und somit ein Zehntel dessen, was ein vergleichbares modernes Objektiv kosten würde

Minolta MD 2/50 – $25

Pentax K 3.5/28 – $100

Tokina Macro 2.5/90 – $250

Fazit

Manuelle Objektive könnten für dich bei der nächsten Anschaffung die schlauere Wahl sein. Das zu überprüfen ist günstig. Warum zögerst du noch? 😉

 

About The Author

Phillip Reeve ist Student und fotografierte 2 Jahre lang mit einer Nex bevor er im November 2013 auf eine Sony A7 umstieg. Seine fotografischen Schwerpunkte sind Natur und Reise, wobei er zumeist manuelle Objektive einsetzt.

24 Comments

  1. Danke für Deinen ausführlichen Bericht – ich ‚muss‘ Dir leider (?) beipflichten – nicht die Optik macht den Unterschied (oder doch?) – habe an Altglas viele schöne Dinge im Schrank (Planar 1.4/50, Zuiko 2/50 2.8/28 2/85, Summicron-R 50, Tamron SP 2.6/90, Sonnar CY 2.8/45, Hasselblad-Fuji 4/40 uvam) und doch hat an der X-E2 (ist APS-C) das Menschen Fotografieren erst mit dem (nicht adaptierten) XF56 angefangen …
    Für viele Dinge braucht man keinen Autofokus, doch gerade (kleine) Menschen sind offenblendig nicht manuell zu fokussieren – jedenfalls nicht mit den beschränkten Möglichleiten die eine Systemkamera bietet.
    Klar gibt es FokusPeeking & Co – doch eine helle Mattscheibe ist für mich (alten Hasen) immer noch die beste Möglichkeit manuelle Scharfstellung – und ich meine nicht die der DSLR ohne Schnittbild – sondern das was zur ‚guten alten Zeit‘ an R5/OM-4/XD7 o.ä. verbaut war.
    Bitte versteh das nicht als Kritik sondern als Ergänzung … das DAS greift haöt überall um sich, man ist nicht was man hat ;o)

    • Mein Blog Partner Bastian hat auch gerade eine a6500 für seinen Nachwuchs angeschafft, nachdem die A7ii dem nicht gewachsen war. Ich denke das ist ein gutes Beispiel, wo manueller Fokus tatsächlich an seine Grenzen kommt.

      Mit dem Schnittbildindikator meiner XD-7 tue ich mich noch deutlich schwerer als mit dem EVF der a7II. Denke Übung spielt da auch einen großen Faktor.

  2. Hallo Phillip,
    im Prinzip gebe ich Dir Recht. Bei den meisten Motiven (außer bei Sport) benötigt man keinen schnellen Autofokus.
    Ich würde allerdings nicht so weit gehen, 3 oder mehr Linsen auf einmal zu kaufen. Für den Anfang reicht sicher eine Linse (28-50mm an der A7 oder 20 bis 35mm an einer APS-C). Auch das Gefühl, wesentlich weniger an Equipment oder Geld mit sich herumzuschleppen, trägt zum Genuss des Fotografierens bei.
    Ist man aber einmal von alten Glasscherben und dem manuellen Fokussieren überzeugt, wird man seine Sammlung gerne ab und an vergrößern 🙂
    Allzeit gut Licht!

    • Stimme dir voll zu, sinnvoll wäre es mit einem Objektiv anzufangen, es gut kennen zu lernen und dann das nächste zu kaufen für das man sich wieder Zeit nimmt.

  3. Danke für den fundierten Bericht.
    Ich hatte ein ähnliches Erlebnis, als ich ein gebrauchtes Canon Tilt/Shift mit 45 mm und eines mit 90 mm gekauft hatte. Beide sind manuell zu fokussieren. Da zu Filmzeiten keine meiner Kameras AF hatten, ist das für mich aber kein Problem.

    Mittlerweile ist das 45er fast schon mein Immerdrauf.

    Grüße
    Bruno

  4. Philipp, danke für den Artikel. Du hast ein außerordenliches Talent, die alten Objektive „scheinen“ zu lassen.
    Ich kenne dich ja schon aus dem DCC und teile deine Leidenschaft seit etwa 2005, also gut 12 Jahre. 😉

  5. Danke für das engagierte Plädoyer für „Altglas“, das ich auch sehr schätze. Meine Favoriten sind die M42 Asahi Pentax Takumare und dann auch noch die Konica AR-Hexanone. Es handelt sich fast durchwegs um Objektive, die sowohl optisch als auch mechanisch ganz hervorragend sind. Da sie in D (ganz im Gegensatz zu den USA und Japan) eher ein Schattendasein fristen, sind sie bis auf wenige Ausnahmen (die erstklassigen 1,8/85mm!) relativ günstig zu bekommen.
    Schön finde ich übrigens auch, dass Du herausgestellt hast, dass MF-Altglas viel Spaß machen kann und keineswegs nur so eine Art Notbehelf für Leute sind, die sich kein „richtiges“, modernes Altglas leisten können/wollen. Man muss einen Nerv dafür haben, das stimmt. Doch dann macht es oft mehr Spaß als AF, man hat das Gefühl präziser und kontrollierter zu arbeiten

  6. Ich bin seit analogen 50 Jahren gern mit Zeiss Ikarex!, Contax 139, RTS Aria, S groß geworden. Die alten Objektive, Schätzchen habe ich noch wie Tessar, Sonar,Distagon, Planar 1,7 50, 2/100, verschiedene Tele Tessar 4/200 4/300 usw. die Schärfe und das Tiefenschärfeverhalten ist eben unschlagbar bei Manualfokus.
    Nach verschiedenen Nikon bin ich auf die Nex 7 mit Adapterring umgestiegen. und kann die alten schönen Zeiss Opjektive eigentlich einsetzen wie früher mit der RTS Contax. Blendenvorwahl und Nex Zeitautomatik. Alles wieder selbst bestimmbar. und die Ergebnisse sind einfach Klassen besser als bei Zoom Objektiven oder den Autofocusobjektiven. Bei reisen nehme ich gern Sigma und Sony Festbrennweiten an der Nex 7. Der Sucher ist einfach gut für die Augenfokussierung. Auch das Minolta 1,4/50 ist super.

  7. soll natürlich heißen:
    „die sich kein „richtiges“, modernes „Neuglas“ leisten können/wollen.“
    Sorry.

  8. Ich bin seit analogen 50 Jahren gern mit Zeiss Ikarex!, Contax 139, RTS Aria, S groß geworden. Die alten Objektive, Schätzchen habe ich noch wie Tessar, Sonar,Distagon, Planar 1,7 50, 2/100, verschiedene Tele Tessar 4/200 4/300 usw. die Schärfe und das Tiefenschärfeverhalten ist eben unschlagbar bei Manualfokus.
    Nach verschiedenen Nikon bin ich auf die Nex 7 mit Adapterring umgestiegen. und kann die alten schönen Zeiss Opjektive eigentlich einsetzen wie früher mit der RTS Contax. Blendenvorwahl und Nex Zeitautomatik. Alles wieder selbst bestimmbar. und die Ergebnisse sind einfach Klassen besser als bei Zoom Objektiven oder den Autofocusobjektiven. Bei reisen nehme ich gern Sigma und Sony Festbrennweiten an der Nex 7. Der Sucher ist einfach gut für die Augenfokussierung. Auch das Minolta 1,4/50 ist super.

  9. @ Reiner B.
    “ Bei den meisten Motiven (außer bei Sport) benötigt man keinen schnellen Autofokus.“

    so’n Quatsch, wie haben denn die alten Analogfotografen das gemacht?
    Man muss vordenken und dann im rechten Moment auslösen.
    Sieh dir mal die NOVOFLEX Schnellschussobjektive an und dann denk über AF nach.

    Bei meiner alte Nikon FE2 war alles manuell und das über Jahrzehnte hinweg.
    Übung macht den Meister 😉

  10. Ich habe mir vor ein paar Wochen ein Minolta 1.4/50mm für meine Aplha6000 gekauft. Leider nicht ganz so billig (mit Adapter 100@), aber vom Ergebnis her toll.

    Kameraseitig gebe ich wegen Verwacklungsgefahr 1/100s vor, die ISO-Automatik regelt den Rest, Blende und Focus werden manuell eingestellt.

    So habe ich schon damals mit der analogen Contax fotografiert (nur eben ohne ISO-Autom.) – einfacher geht’s nicht!

    p.s. Danke Phillip, wegen Dir und Deinen tollen Fotos bin ich auf die Sony Nex-Kameras aufmerksam geworden, habe es nie bereut.

  11. Danke für den lesenswerten Bericht. Stelle fest, dass bei mir durch das manuelle Fotografieren sich eine Wende vollzogen hat vom Knipsen zum Fotografieren. Möchte nicht behaupten, dass ich es in allen Facetten beherrsche, aber der Faktor Freude hat auf jeden Fall zugenommen.

  12. Hallo Phillip,
    vielen Dank für Deine – aus meiner Sicht – sehr gute Beschreibung dessen, was man sich bewusst macht, wenn man sich für diese „Kombination“ entscheidet.
    Als ich den Wechsel in die digitale Welt gemacht habe, wollte ich unbedingt meine Canon FDs mit Chrome-Ring „retten“, die ich an der F1new so geschätzt habe. Nach der G1 „arbeite“ ich mittlerweile mit der GX7 (Stabi 😉 und meinen FDs (allesamt Festbrennweiten). Einziger Nachteil ist für mich die gewichtsmäßige Balance zwischen Systemkamera und schweren Altgläsern (u.a. 1,2/55, 1,2/85). Aber das Ergebnis überzeugt immer wieder.

  13. Gerade vorige Woche habe ich ein Tamron SP 17mm mit Adaptall zu meiner Sony mit Lensbooster gekauft.
    Das Objektiv bildet ab als Vollformat 17mm, f/2,5 und nicht schlecht.
    Voll einverstanden mit Deinem Artikel.

  14. Ich benutze auch einige manuelle Objektive, was mich jedoch gewaltig stört, dass ich dabei keinerlei EXIF-Informationen in dne Bildern habe und somit die Korrekturen sehr zeitaufwendig werden.
    Für andere System gibt es Chips zum aufkleben bzw. Adapter mit selbigen, nur bei E-Mount habe ich bislang nix gefunden.
    Vielleicht hat jemand einen Tipp dazu …?

    • Das mit den fehlenden EXIF-Daten stört mich auch. Zumal ich bis jetzt keine vernünftige Möglichkeit gefunden habe, die Objektivdaten wenigstens in der Bildbearbeitung nachzutragen. Es sei denn man benutzt als Notbehelf die Rubrik „Bemerkungen“

  15. Hallo,
    ich besitze noch die Contax -RTS- Objektive Zeiss 25,35,50 und 135mm. Meine Fragen: Kann man diese an der Sony a7 verwenden? Wenn ja, verändert sich die Brennweite? Welcher Adapter ist hierfür vorgesehen?
    Vielen Dank

    • Ja, du kannst sie an einer Sony A7 verwenden.

      Die physikalische Brennweite verändert sich sowieso nicht, auch am Bildeindruck ändert sich nichts, da der Sensor der A7 so groß wie der klassische Kleinbildfilm ist.

      Sensoren gibt es viele, bei Amazon z.B. hier:
      http://amzn.to/2oED5iW

      Gruß
      Andreas

      Edit: Nachträglich ein NICHT eingefügt, weil Aussage genau falsch rum war.

      • „Die physikalische Brennweite verändert sich sowieso, auch am Bildeindruck ändert sich nichts, da der Sensor der A7 so groß wie der klassische Kleinbildfilm ist.“

        da hat sich wohl jemand vertippselt:
        Die physikalische Brennweite verändert sich sowieso –> muss heißen:
        Die physikalische Brennweite verändert sich sowieso nie.
        Diese ganze Diskussion um crop/Schärfentiefe/Bildeindruck und so ist gaaanz einfach und wird meines Erachtens viel zu kompliziert geführt:
        Physik bleibt Physik, damit auch die Brennweite/Tiefenschärfe/Bildwirkung, das einzige was man mit einem kleineren Sensor tut ist das Bildfeld zu beschneiden, das ist genau das Gleiche wie wenn man in der Bildbearbeitungssoftware den Bildauschnitt kleiner festlegt (Beschneidet). Auch das Thema mit der Lichtstärke ist damit geklärt. Wenn ich die Seitenränder eines Bildes beschneide werfe ich Licht weg …

        Alles klar?

        • Mit einer Sache hast du recht:
          Ich habe mich vertippt und die physikalische Brennweite verändert sich nicht (sofern der Adapter keine eigene Optik besitzt wie z.B. ein Speedbooster o.ä.)

          Die andere Debatte bitte nicht hier in den Blogkommentaren führen.
          Das ist zwar nicht so komplex wie Quantenmechanik, aber auch nicht so einfach wie du es darstellst.

  16. @viewfinder: Für die fehlenden Exifs gibt es für Lightroom-Nutzer den Lens-Tagger, mit dem man Objektiv und Blende eintragen kann. Lässt sich als Plug-in installieren und geht recht schnell.

    Auch von mir ein Dankeschön an Philip für seine Artikel und seinen Blog, die immer wieder Appetit auf die alten Schätze machen.
    Es ist einfach anders, ein Bild zu gestalten und sich vorher zu überlegen, welche Blende und Verschlusszeit passen könnten als zu “ shooten“.
    Noch dazu kommt der haptische Genuss, eine sauber rastende Blende einzustellen oder mit einem metallischen Schneckengang zu fokussieren, der satt und ohne Spiel läuft.
    Das kann man nicht beschreiben, und anderen geht es halt a.A. vorbei….
    Beste Grüße

  17. Cornell
    Vielen Dank für die Auskunft.
    Trotzdem versteh ich es nicht ganz. Wenn ich einen Adapter (ohne Linse) zwischen die Analogkamera und das Objektiv setze, so kann man nur im Nahbereich knipsen. Und bei einer Digikamera soll sich das anders verhalten?
    beste Grüße

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