Close

Da die Leica Q auch hier im Systemkamera Forum auf großes Interesse gestoßen ist, hier als Crosspost mein Beitrag zur Leica Q aus dem Leica Forum Blog.

Eine neuer Buchstabe im Leica-Alphabet! Mit der Leica Q stellt Leica eine weitere Produktreihe vor – eine Vollformatkamera mit fest eingebautem Summilux 28mm Objektiv.

Die Eckdaten auf einen Blick:

  • Vollformat CMOS Sensor mit 24 MP
  • 28mm 1:1,7 Summilux-Objektiv
  • Digitalzoom-Option auf 35 und 50 mm
  • 3,68 MP Elektronischer Sucher mit eingeblendetem Sucherrahmen
  • Kontrast-AF
  • manuelle Fokussierung mit Sucherlupe und Focus Peaking
  • 1/16.000 elektronischer Verschluss
  • max. ISO 50.000
  • Serienaufnahmen mit bis zu 10 Bilder/sek
  • Wifi / NFC

Die Leica Q ist ab sofort im Leica Fachhandel für 3.990 € verfügbar.

Leica Q Produktbilder

Stand jetzt (Produktvorstellung am 10. Juni) lässt sich die Leica Q nur anhand der offiziellen Informationen aus Wetzlar beurteilen, Jono Slack konnte die Kamera schon einige Monate testen – hier findet Ihr seine ausführliche Besprechung mit Bildbeispielen.

Hier ein erster Überblick über das Design und Technik der neuen Kamera:

Design & Handling

Von vorne ähnelt die Leica Q auf den ersten Blick der aktuellen Leica X. Die Deckkappe ist aus Aluminium gefräst, das Gehäuse aus einer Magnesiumlegierung. Die Leica Q ist lediglich etwas höher als die X, Höhe und Breite entsprechen ungefähr der Leica M (Typ 240).

Vergleich Leica Q - Leica M - Leica X - Front
Vergleich Leica Q – Leica M – Leica X – Front

Von oben betrachtet sieht man, dass sich die Bedienelemente stärker an der Leica M orientieren, der Body aber etwas schlanker ist:

Vergleich Leica Q - Leica M - Leica X - Top
Vergleich Leica Q – Leica M – Leica X – Top

Die Blende wird wie bei M-Objektiven vorne am Objektiv eingestellt, die Entfernung entweder manuell wie bei der Leica M über den Fingergriff oder per Autofokus, wenn der Entfernungsring in die entsprechende Position gestellt wird.

Von hinten betrachtet wird die Familienähnlichkeit zwischen allen drei Kameras deutlich.

Vergleich Leica Q - Leica M - Leica X - Rückseite
Vergleich Leica Q – Leica M – Leica X – Rückseite

Sowohl die FN-Taste links des Displays als auch die unbeschriftete Taste rechts oben lassen sich mit unterschiedlichen Funktionen belegen.

Sucher & Display

Das Display der Leica Q bewegt sich mit 3“ Größe und 1MP Auflösung im absoluten Standard, bemerkenswert ist dagegen die Auflösung des elektronischen Suchers von 3,68 Megapixel: Der Spitzenwert der Systemkamera-Topmodelle liegt bislang bei 2,36 MP. Das Sucherbild wird laut Leica „ohne wahrnehmbaren Zeitverzug angezeigt“.

Zumindest was die Papierform angeht, scheint hier eine echte Alternative zum klassischen Messsucher verbaut zu sein…

Leica Q Objektiv: Summilux 28mm 1:1,7

Das Objektiv ist mit 11 Linsen (inkl. 3 Asphären) in 9 Gruppen aufwändig konstruiert. Leica Objektive haben den Anspruch, bereits bei voller Öffnung volle Qualität zu liefern. Für die Leica Q kam nochmals als Anforderung hinzu, erstmals einen optischen Bildstabilisator zu integrieren.

Um auch im Makro-Modus ein optimales Bildergebnis sicherzustellen, wird die Leica Q die die Leica X automatisch um gut zwei Blenden auf immer noch bemerkenswerte 1:2,8 abgeblendet.

Leica-Q_3-objektiv

Da 28 mm definitiv keine Standardbrennweite ist, bietet die Leica Q zwei Optionen an, um digital zu zoomen:

  • Cropfaktor 1,25 auf 16 MP – um auf den Bildeindruck eines 35mm Objektivs zu kommen
  • Cropfaktor 1,8 auf 8 MP – um ein 50mm Objektiv zu simulieren

Sensor & Prozessor

Zum Sensor kennen wir bislang nur die technischen Daten, die ungefähr denen der aktuellen Leica M entsprechen:

  • 24 MP CMOS Sensor
  • Dynamikumfang 13 Belichtungsstufen

Von welchem Hersteller oder Fertiger der Sensor stammt, wissen wir nicht – hier gibt sich Leica traditionell wortkarg. Jono konnte nur in Erfahrung bringen, das er weder von Sony noch von CMOSIS stammt.

Autofokus und manuelles Scharfstellen

Ähnlich wenig wissen wir über den Autofokus, außer dass es sich um einen Kontrast-AF handelt. Leicas Aussage „Schnellster Autofokus in ihrer Klasse der Vollformat-Kompaktkameras“ besagt lediglich, dass er schneller als die einzige direkte Konkurrentin Sony RX1 / RX1R ist, die vor gut zwei Jahren auf den Markt gekommen ist.

Jono Slack bescheinigt diesem in seinem Test der Leica Q, schnell und zuverlässig zu arbeiten, auch bei schlechten Lichtverhältnissen.

Die Umstellung auf manuelles Fokussieren erfolgt am Objektiv mittels Entfernungseinstellung. Zur Unterstützung stehen dann sowohl eine Sucherlupe (bis zu 6-fach) und Focus Peaking.

emo_Leica Q_CU_1

Weitere technische Details

In den Leica Materialien finden sich eine ganze Reihe von interessanten Features:

  • Bildstabilisator: Die Leica Q ist (abgesehen von Panaleicas) die erste Leica Kamera mit echtem optischen Bildstabilisator. Der Stabi in Leica T und Leica X trickst lediglich mit der Verrechnung mehrerer Bilder.
  • Serienbildgeschwindigkeit: Die Leica Q nimmt bis zu 10 B/s in Serie auf.

Leica Q Zubehör

Gemeinsam mit der Q stellt Leica ein passendes Sortiment an Zubehör vor:

  • Bereitschaftstasche, Holster, Protektor und Day Bag (alle aus schwarzem Leder maßgeschneidert für die Leica Q)
  • Systemtaschen in verschiedenen Größen und Ausführungen, Handschlaufen und Tragriemen
  • Blitzgerät Leica SF 26, Handgriff, Klein- und Reisestative sowie Kugelgelenkköpfe

Einordnung Leica Q

Überspitzt wirkt die Leica Q auf den ersten Blick wie ein Best-Of der aktuellen Leica Kamerasysteme:

  • Grundlegendes Konzept einer Leica X (Kompaktkamera mit eingebauter lichtstarker Festbrennweite) mit dem Sensorformat der Leica M
  • Das Design eine gelungene Symbiose aus Leica X und M
  • Bedienkonzept nahe an Messsucherfotografie mit der Leica M
  • Leistungsfähiger Prozessor aus der Leica S
  • WiFi / NFC-Funktionalität aus der Leica T

Hinzu kommen aber noch einige Highlights, die es bei Leica bislang noch nicht gab:

  • Die Leica Q ist die erste „echte“ Leica mit integriertem Bildstabilisator. Eine Serienbildgeschwindigkeit von 10 Bildern pro Sekunde findet man auch bei anderen Herstellern nur selten.
  • Und der konkurrenzlos hoch-auflösende elektronische Sucher „ohne wahrnehmbaren Zeitverzug“ könnte noch eine interessante Option für die Weiterentwicklung des Leica M-Systems bieten.
  • Die Leica Q hat auch ein Touchscreen, der für die Bedienung nicht so zentral ist wie bei der Leica T

Meine Prognose – ein voller Erfolg!

Ich denke, dass die Leica Q ein voller Erfolg wird – so weit man das aufgrund der Daten und Bilder sowie Jonos Erfahrung als Betatester beurteilen kann: Das neue Leica-Familienmitglied trifft ein interessantes Marktsegment, in dem sich bislang nur die Sony RX1 tummelt – die Leica Q wird zwar deutlich teurer sein, liegt dafür in allen technischen Disziplinen vorne und – es ist ja auch eine Leica.

In der Leica Q fließen Technologien aus mehreren anderen Leica Systemen ein – ergänzt durch gänzlich neue Features, die teilweise bei anderen Herstellern noch nicht verfügbar sind.

Interessant wird, inwieweit die Leica Q auch Trends für das Leica M System setzt – vielleicht ist die Leica Q auch ein Testballon, ob Leica M Fotografen ihren geliebten Messsucher gegen einen hochwertigen elektronischen Sucher eintauschen würden.

Technische Daten LEICA Q (Typ 116)

Kamera-Typ Leica Q (Typ 116), Digitale Kleinbild- Kompaktkamera
Aufnahmeformat / Seitenverhältnis 24 x 36 mm / 2:3
Objektiv Leica Summilux 1:1,7/28 mm ASPH., 11 Linsen in 9 Gruppen, 3 asphärische Linsen
Digitalzoom Wahlweise ca. 1,25x (entspricht 35 mm) oder ca. 1,8x (entspricht 50 mm)
Bildstabilisierung Optisches Ausgleichssystem für Foto- und Video-Aufnahmen
Blendenbereich 1,7 bis 16 in 1⁄3EV-Stufen
Bildsensor/Auflösung CMOS-Sensor, 26,3/24,2 Mio. Pixeln (total/effektiv)
Dynamikumfang 13 Blendenstufen
Farbtiefe 14 Bit
Foto-Aufnahmeformat Wählbar: DNG + JPEG, JPEG
DNG-/JPEG-Auflösung 24MP (6000×4000 px), 12MP (4272x2848px), 6MP (2976x1984px), 1,8MP (1600x1080px)
Video-Aufnahmeformat MP4
Video-Auflösung/Bildfolgerate Wählbar: FHD 1920 x 1080p mit 60 oder 30B/s oder HD 1280 x 720p mit 30B/s
Ton-Aufnahmeformat AAC
Mikrofon Stereo
Lautsprecher Mono
Speichermedien SD-/SDHC-/SDXC-Speicherkarten, Multimedia-Karten, Geschwindigkeitsklasse: UHS-1
ISO Bereich Automatisch, ISO 100, ISO 200, ISO 400, ISO 800, ISO 1600, ISO 3200, ISO 6400, ISO 12500, ISO 25000, ISO 50000
Weißabgleich Automatisch, Voreinstellungen für: Tageslicht, bewölkt, Schatten, Halogenbeleuchtung, elektronischer Blitz, zwei manuelle Einstellungen durch Messung, manuelle Farbtemperatur-Einstellung
Farbraum Für Fotos wählbar: sRGB, Adobe® RGB, ECI-RGB, für Videos: Festeinstellung auf sRGB
Schärfe/Sättigung/Kontrast Jeweils in 5 Stufen wählbar, bei Sättigung zusätzlich auch S/W
Scharfeinstellung
Arbeitsbereich 30 cm bis ∞, bei Makro-Einstellung ab 17 cm
Einstellung Automatische- (Autofokus) oder manuelle Entfernungseinstellung, bei manueller Einstellung wahlweise Lupenfunktion und Kantenmarkierung (peaking) als Einstellhilfen verfügbar
Autofokus-System Auf Grundlage von Kontrastmessung
Autofokus-Betriebsarten AFS (Auslösung nur bei erfolgreicher Scharfstellung), AFC (Auslösung jederzeit möglich), AF-Einstellung speicherbar
Autofokus-Messmethoden 1-Feld (verschiebbar), Mehrfeld, Gesichtserkennung, Motiv-Verfolgung, wahlweise Einstellung / Auslösung durch Berührung des Monitors
Belichtungs-Betriebsarten Programmautomatik, Zeitautomatik, Blendenautomatik und manuelle Einstellung.
Szene-Betriebsarten Wählbar: Vollautomatisch, Sport, Porträt, Landschaft, Nachtportrait, Schnee/Strand, Feuerwerk, Kerzenlicht, Sonnenuntergang, Intervall/Zeitraffer, Miniatur-Effekt, Panorama, Digiscoping
Belichtungs-Messmethoden Mehrfeld, mittenbetont, Spot.
Belichtungskorrektur ±3EV in 1⁄3EV-Stufen.
Automatische Belichtungsreihen Drei Aufnahmen in Abstufungen bis 3 EV, einstellbar in 1⁄3 EV -Stufen.
Verschlusstyp Wahlweise mechanisch oder elektronisch
Verschlusszeiten 60s bis 1⁄2000s mit mech. Verschluss, 1⁄2500s bis 1⁄16000s mit elektr. Verschluss, in halben Stufen, Blitz-Synchronisation bis 1⁄500s, Linear-Blitzen mit allen kürzeren Verschlusszeiten als 1⁄ 500s möglich (mit HSS-fähigen, SCA 3002-Standard-Blitzgeräten)
Serienaufnahmen Wahlweise 10/5/3B/s (H/M/L)
Selbstauslöser Vorlaufzeit wahlweise 2 oder 12s
Sucher Elektronische LCOS -Anzeige, Auflösung: 1280 x 960 Pixel x 3 Farben (=3680MP), Bildfeld: ca. 100%, Seitenverhältnis: 4:3, Augenabstand: 17,5mm, Einstellbar ±3 Dioptr., mit Augensensor für automatische Umschaltung zwischen Sucher und Monitor
Monitor 3“-TFT-LCD-Monitor mit ca. 1.040.000 Pixeln, Berührungssteuerung möglich
WLAN Erfüllt Norm IEEE 802.11b/g/n (Standard-WLAN-Protokoll), Kanal 1-11, Verschlüsselungsmethode: WLAN-kompatible WPA™ / WPA2™, Zugriffsmethode: Infrastrukturbetrieb
NFC Gemäß JIS X 6319-4-Standard / 13,56MHz
Anschlüsse Mikro-USB-Buchse (2.0), HDMI-Buchse
Stromversorgung Leica BP-DC12 Lithium-Ionen-Akku, Nennspannung 7,2V (7,2V D.C.), Kapazität 1200mAh, Hersteller: Panasonic Energy (Wuxi) Co.,Ltd. hergestellt in China
Ladegerät Leica BC-DC12 Eingang: Wechselspannung 100–240 V, 50/60Hz, automatisch umschaltend,
Ausgang: Gleichspannung 8,4V; 0,65A
Hersteller: Shin Tech Engineering Ltd. hergestellt in China
Gehäuse Im Leica Design aus massivem, extrem leichtem Magnesium und Aluminium, zwei Ösen für den Tragriemen, ISO-Zubehörschuh mit Mitten- und Steuerungskontakten zum Anschluss von Blitzgeräten, wie z.B. dem Leica SF 26
Objektiv-Filtergewinde E49
Stativgewinde A 1⁄4 DIN 4503 (1⁄4“)
Maße (BxHxT) ca. 130 x 80 x 93 mm
Gewicht ca. 590/640 g (ohne/mit Akku)
Lieferumfang Kameragehäuse, Tragriemen, Gegenlichtblende, Objektivdeckel, Zubehörschuh-Abdeckung, Akku (Leica BP-DC12), Ladegerät (Leica BC-DC12), Netzkabel (EU, US, lokales Netzkabel), USB-Kabel
Software Adobe® Photoshop® Lightroom® (nach der Registrierung der Kamera kostenloser Download), Leica App für iOS® (Fernsteuerung und Bildübertragung, kostenloser Download Apple® App-Store®/Google® Play Store®)

Lichtstark, schnell und intuitiv:

LEICA Q – Wegweisend aus Tradition

Die Leica Camera AG, Wetzlar, stellt das erste Modell einer neuen Produktlinie digitaler Kompaktkameras vor. Die Leica Q mit Vollformatsensor und klassischer Festbrennweite besticht durch schnelle, intuitive Bedienbarkeit und ein besonders lichtstarkes Objektiv. Ausgestattet mit dem Leica Summilux 1:1,7/28 mm ASPH. bietet sie vor allem in Available Light Situationen ein breites, natürlich wirkendes Bildfeld und eignet sich damit perfekt für Straßen-, Architektur- und Landschaftsfotografie. In Kombination mit dem speziell auf dieses Objektiv abgestimmten 24 MP CMOS Vollformatsensor, liefert die Kamera rauscharme, detailreiche Aufnahmen bis zu

ISO 50 000 in optimaler Qualität. Nicht zuletzt durch die praktische Wechselmöglichkeit zwischen Makromodus, automatischer und manueller Fokussierung ermöglicht die Leica Q größtmögliche kreative Freiheit für die Verwirklichung der fotografischen Ansprüche.

Damit der entscheidende Augenblick hierfür ideal genutzt werden kann, arbeitet die Leica Q mit dem schnellsten Autofokus in ihrer Klasse der Vollformat-Kompaktkameras und stellt damit nahezu in Echtzeit scharf. Darüber hinaus verwertet der neu entwickelte Bildprozessor aus der Leica Maestro II Serie, der für die Leica Q adaptiert wurde, die vom Sensor kommenden Daten in Höchstgeschwindigkeit und liefert bis zu zehn Bilder pro Sekunde bei voller Auflösung. Um bei diesem Tempo in jeder Situation eine zuverlässige Kontrolle über die Bildkomposition zu ermöglichen, verfügt die Leica Q über einen integrierten Sucher mit 3,68 MP. Kleinste Motivdetails werden ohne wahrnehmbaren Zeitverzug angezeigt, sobald der Nutzer die Kamera an das Auge führt.

Mit einem digitalen Bildfeldwähler bietet die Leica Q zusätzlichen kreativen Spielraum – per Tastendruck lässt sich ein alternativer Bildausschnitt auswählen. Neben der voll auflösenden 28 mm Brennweite stehen hier zusätzlich die Brennweiten 35 mm und 50 mm zur Verfügung. Die entsprechenden Bildrahmen werden dabei auf Knopfdruck eingespiegelt. Da der Fotograf so auch sehen kann, was sich außerhalb der Leuchtrahmen abspielt, kann er schneller auf Veränderungen im Motiv-Umfeld reagieren – wie bei einer Messsucherkamera. Während der ausgewählte Ausschnitt im JPEG-Format gespeichert wird, bleibt gleichzeitig das Gesamtbild der 28 mm Brennweite im DNG-Format erhalten.

Auch in puncto Design hält die Leica Q an der für Leica Kameras typischen Tradition der Reduzierung auf das Wesentliche fest. Das Gütesiegel „made in Germany“ garantiert dabei Materialien mit höchster Langlebigkeit: Die Deckkappe wird aus massiven Aluminiumblöcken gefräst, das Gehäuse aus Magnesium gefertigt und alle Beschriftungen und Markierungen an den Einstellrädern werden lasergraviert. Die Daumenstütze auf der Rückseite der Kamera sowie das griffige Rautenmuster der Belederung unterstreichen das gelungene Zusammenspiel von Form und Funktionalität.

Alle Kamera-Funktionen der Leica Q sind übersichtlich und ergonomisch sinnvoll angeordnet. Das aufgeräumte Menü bietet einen schnellen Zugriff auf alle relevanten Bedienoptionen und ermöglicht dabei individuelle Nutzungsmöglichkeiten: So lässt sich die Wahl des Autofokus- Bereichs bequem über die Tastensteuerung festlegen. Optional kann hierzu aber auch der Touchscreen benutzt oder der Fokus mit einem einfachen Finger-Tippen bestimmt werden. Beim manuellen Fokussieren unterstützt der Live-View durch zwei elektronische Hilfen – das Fokus-Peaking zeigt durch farbige Markierung der Kanten den Schärfepunkt im Motiv an. Gleichzeitig zeigt der Live-View-Zoom den Schärfebereich des Motivs zur Kontrolle in bis zu 6-facher Vergrößerung. Aber auch ohne elektronische Unterstützung hat der Fotograf bei der Leica Q immer alles im Blick: Die fotografischen Grundparameter Blende und Verschlusszeit lassen sich jederzeit, auch bei ausgeschalteter Kamera, an den entsprechenden Bedienelementen ablesen und einstellen.

Von der außergewöhnlichen Lichtstärke und dem unverwechselbaren Bokeh profitieren auch die Videoaufnahmen der Leica Q: Die Qualität der Full-HD-Videos entspricht der professioneller Filmaufnahmen. Je nach Motiv können beim Filmen im MP4-Format zwischen 30 und 60 Vollbilder in der Sekunde gewählt werden. Für einen guten Ton sorgt der eingebaute Windgeräuschfilter.

Die Leica Q verfügt über ein integriertes Wi-Fi-Modul zur digitalen Übertragung der Fotos und Videos sowie der Fernsteuerung per Smartphone und Tablet per WLAN. Die dafür benötigte Leica Q-App kann kostenlos heruntergeladen werden. Neben Sucherbild und Fernauslöser lassen sich damit etwa auch Blende und Belichtungszeit über das entsprechende Device einstellen und auslösen.

Mit Adobe® Photoshop® Lightroom® gehört eine professionelle digitale Workflow-Lösung für Apple Mac® OS X und Microsoft Windows ® zur Ausstattung der Leica Q. Die Bildverarbeitungssoftware bietet umfangreiche Funktionen zur Verwaltung, Bearbeitung und Ausgabe der digitalen Bilder. Registrierte Leica Q Kunden können die Software kostenlos von der Leica Homepage downloaden.

Optional ist ein umfangreiches technisches Zubehör- und hochwertiges Taschensortiment für die Leica Q erhältlich. Hierzu gehören unter anderem eine Bereitschaftstasche, ein Holster, ein Protektor und eine Day Bag (alle aus schwarzem Leder und maßgeschneidert für die Leica Q). Hinzu kommen Systemtaschen in verschiedenen Größen und Ausführungen, Handschlaufen und Tragriemen. Technisches Equipment wie das Blitzgerät Leica SF 26, ein Handgriff, Klein- und Reisestative sowie Kugelgelenkköpfe ergänzen das Angebot (detaillierte Informationen dazu unter www.leica-camera.com). Optimal abgestimmt auf die Kamera zeichnen sich alle Accessoires und das Equipment durch die Verwendung hochwertiger Materialien, ein funktionales Design und eine einfache Handhabung für vielseitigen und zuverlässig-langlebigen Einsatz aus.

Die Leica Q ist ab sofort im Leica Fotofachhandel erhältlich. In Deutschland beträgt die unverbindliche Preisempfehlung 3.990 Euro.

About The Author

Andreas Jürgensen ist Fotoingenieur und lebt in Bonn. Er betreibt das Leica Forum, das Systemkamera Forum und das Fuji X Forum. Ihr findet mich auch auf Google+

2 Comments

  1. Diese Art Kamera – allerdings mit 50 mm Brennweite und „nur“ Monochrom-Sensor, dazu horizontale + vertikale Panoramafunktion – wäre von mir sofort gekauft und dafür (budgetbedingt) auf das Brennweiten-flexible Equipment einer fernöstlichen Vollformatmarke verzichtet …

  2. Zumindest was die Papierform angeht, scheint hier eine echte Alternative zum klassischen Messsucher verbaut zu sein…

    Falls sich Leica da nicht irgendetwas tolles anderes einfallen lassen hat, davon habe ich bisher aber nichts gelesen, bleibt es leider nur bei der Papierform. Die Lupe/Fokuspeaking ist ganz toll und funktioniert bei der A7 auch super mit den manuellen Objektiven. Bei einer Messsucherkamera kann man aber mit ein wenig Übung sofort erkennen in welche „Richtung“ man fokussieren muss. Insbesondere bei offener Blende muss man beim den digitalen Suchern erst einmal hin/her drehen. Bei fixen Objekten kein Problem, aber mit der analogen Leica habe ich deutlich mehr scharfe Bilder von sich bewegenden Kindern produziert als es mir jetzt mit der A7 gelingt.

    Das neue Leica-Familienmitglied trifft ein interessantes Marktsegment, in dem sich bislang nur die Sony RX1 tummelt – die Leica Q wird zwar deutlich teurer sein, liegt dafür in allen technischen Disziplinen vorne und – es ist ja auch eine Leica.

    Die RX1 ist aber auch eine 2 Jahre alte Kamera. Wenn man mal von der aktuell A7RII auf einen RX1 Nachfolger schließt ist da nichts mehr mit Vorsprung.

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>