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Zuerst einmal: die Kamera ist spitze!
Bereits beim ersten Mal, als ich die Samsung NX1 in den Händen hielt, viel eines sofort auf: die Bedienung ist klasse!

Die Kamera liegt sehr gut in der Hand, alle Einstellmöglichkeiten sind einfach und intuitiv zu erreichen, was selbst ohne große Umgewöhnung ein optimales Arbeiten ermöglicht. Und falls man mit der ein oder anderen Position gewisser Einstellungen doch nicht ganz zufrieden ist, gibt es reichlich Möglichkeiten, diese individuell dem eigenen Geschmack anzupassen. An der allgemeinen Bedienung gibt es somit absolut nichts auszusetzen!

 

Samsung NX1 Lesertest Christopher Keßler

 

Zusammen mit dem 16-50mm F2-2,8 Objektiv ist das Set kein Leichtgewicht mehr, aber durch die gute Handhabung wird man dadurch nicht vor größere Probleme gestellt. Lediglich bei bodennahen Aufnahmen auf dem Stativ mit geschwenkter Mittelsäule musste ich mich von dem deutlich geringeren Gewicht meiner NX10 umgewöhnen, um mit dem schweren Set einen festen Stand zu finden.

Schraubt man dagegen das 60mm f:2,8 Makroobjektiv an die NX1, wird das ganze schon deutlich leichter und handlicher, wobei das Gewicht auch hier, vor allem auf meinem zugegebenermaßen mittlerweile etwas wackeligen Makroschlitten zu spüren ist. Dies ist aber auch hier keinesfalls störend.

Toller Sucher und ein paar kleinere Kritikpunkte

Weiterhin fiel auch der Sucher sehr positiv auf: er ist sehr schön groß, hell, gestochen scharf und bereitet auch bei schlechten Lichtverhältnissen keinerlei Probleme, wie es leider bei anderen EVF  teilweise der Fall ist. Klasse!

Samsung NX1 Lesertest Christopher KeßlerLeider gibt es ein paar wenige Punkte, die sich bei der NX1 im Makrobetrieb als nicht ideal herausstellten:
Die Fernsteuerung per Handy ist an sich eine klasse Sache, das Live-Bild auf einem 5,5“-Handydisplay macht einfach Spaß! Doch leider lässt sich die Kamera in Verbindung mit dem Makroobjektiv nicht mit manuellem Fokus auslösen.

Das 60mm Makro hat anders als das Zoom keinen Umschalter „Autofokus – manueller Fokus“, sodass die Kamera beim Auslösen per Handy fokussiert, obwohl dies bereits per Makroschlitten manuell erfolgt ist. Das ist schade!
Hinzu kommt, dass der Kameramonitor nur schwenkbar, nicht aber drehbar ist.

Bei bodennahen Aufnahmen, bei denen die Kamera kopfüber an der schwenkbaren Mittelsäule hängt, ist der Monitor durch den Makroschlitten größtenteils verdeckt. Hier wäre eine Schwenkfunktion oder eben das Auslösen per Smartphone sehr praktisch.

Ebenso bei Hochformataufnahmen von niedrigen bzw. auch von sehr hohen Kamerastandpunkten, lässt sich das Display nicht in eine einfach einzusehende Position drehen. So blieb die Kleidung dann nicht immer von Dreck verschont, da hier und da auch mal im Liegen gearbeitet wurde.

Bilder mit Charakter – eine Spitzenkamera

Samsung NX1 Lesertest Christopher KeßlerAber selbst wenn der gewünschte Bildausschnitt bei der Aufnahme nicht ganz getroffen wird, sind dank der Spitzenauflösung der NX1 von 28,2 MP im Nachhinein genug Reserven vorhanden, um den Ausschnitt noch zu optimieren.

Heraus kommen letzten Endes sehr kontrastreiche, klasse Bilder mit tollen Farben und einer sehr schönen Schärfe, es entstehen Bilder mit Charakter! So macht Fotografieren einfach Spaß!

Der Akku der NX1 hält erfreulicherweise auch einer ausgedehnten Tagesfototour stand, solange man sich bei der Nutzung der WiFi-Funktion zurückhält.
Unverständlich ist allerdings, dass sich die Samsung nicht per Akkuladegerät, sondern nur per Kabel direkt an der Steckdose wieder aufladen lässt.

Alles in allem ist die NX1 eine Spitzenkamera auf sehr hohem Niveau, was sowohl die Bedienung als auch die Abbildungsleistung angeht.

Auch wenn es im Bereich der Makrofotografie kleine Einschränkungen in der Bedienung gibt, die es nicht geben müsste, so ist die Samsung NX1 eine tolle, sehr empfehlenswerte Kamera mit viel Potential, allerdings ist sie leider keine Kamera für den kleinen Geldbeutel.

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6 Comments

  1. Leider fehlen Hinweise auf die Peaking-Funktion. Für Makro mit manuellem Fokus extrem wichtig. Ich zumindest möchte dies nicht mehr missen. In dem Zusammenhang käme dann (leider) auch zur Sprache, dass bei eingesetzter Fokusvergrößerung immer nur die Mitte vergrößert wird…zumindest momentan noch…

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