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Danke an das Systemkamera-Forum, für die Möglichkeit die Samsung NX1 für vier Wochen zu testen. Warum wollte ich dieses Modell testen? Die reinen Daten der Kamera betrachtet, 28MP, 4K Video und jetzt auch die neuesten Tests und Berichte auf DxO, versprechen eine super Kamera. Ich habe schon mit Canon 5D Mark II, Nikon D4 und D800 fotografiert und bin jetzt auf eine Fuji XT1 umgestiegen. Da aber Video bei Fuji etwas ist, über das man lieber nicht sprechen sollte – und 16MP jetzt auch nicht gerade viel im vergleich zu einer D800 sind – suche ich noch nach Alternativen und der richtigen Kamera. Das zum Grund, warum ich die Samsung NX1 testen wollte.

Erster Eindruck

_SAM0556 KopieMein erster Eindruck war sehr positiv. Der Karton und Verpackung sind sehr hochwertig – das Objektiv ist echt schwer.
So nun Kamera aufladen: Durch einige Berichte im Internet wusste ich, dass es für den Akku kein externes Ladegerät gibt, sondern dass dieser in der Kamera geladen wird. Es war das erste Mal das ich in dieser Phase der Kameraentdeckung schon das Handbuch benötigte. Aber jetzt weiß ich, dass in einen USB3 Anschluss auch ein USB2 Mini Kabel passt – wieder was dazu gelernt.
Das nächste Problem: Firmeware Update. Ich hatte es bis zum Ende nicht geschafft, dass mein Mac oder PC die Kamera erkennt und die Firmeware so aufgespielt werden konnte. Also den alten Weg, per Karte – das hat ohne Probleme funktioniert.

Jetzt mal hinsetzen und ein paar Bilder machen. „Puhhh“, naja erster Eindruck, nicht so toll. Rote Gesichter, keine Bilder, die ich so meiner Familie zeigen würde. Fuji genommen, ausprobiert, super Bilder. Kamera also erst mal wieder weggelegt.
Da mich ja das Video Thema interessiert, bin ich losgezogen, um in der schönen Stadt Landsberg am Lech ein paar Videos aufzunehmen. Dabei natürlich auch einige Fotos gemacht. Diese waren dann wiederrum farblich erstaunlich auf dem Display der NX1.

Kurze Erläuterung dazu: Als ich mit Canon und Nikon fotografierte, nahm ich immer nur RAW auf. Mit der Fuji hat sich das geändert, da oft die JPGs besser waren als die RAW Entwicklung. Seitdem nehme ich RAW + JPG auf. Auch kann man im Fall der NX1 gut testen, was die Kamera und was die Software auf dem Rechner macht.
Zurück am Rechner und die Bilder ab in Lightroom. Das erste was auffällt, Lightroom unterstützt die Objektivkorrektur der NX1 nicht. Daher werden alle Bilder in ihre unkorrigierten Version angezeigt – manche mehr manche weniger, je nach Brennweite. Da sieht man, dass recht viel durch die Software und nicht durch die Linse korrigiert wird.

Was nach einigen Tagen mit der Kamera auch deutlich wurde: Sie hat ein Problem mit Mischlicht, also dem automatische Weißabgleich. Daher auch die nicht so schönen Bilder am ersten Tag.

_SAM0531 Kopie

Studio Shooting mit der Samsung NX1

Jetzt zu meinem eigentlichen Testthema: Wie schlägt sich die NX1 im Studio.
Um das Ganze für mich noch etwas schwieriger zu machen und alltagsnaher, habe ich mich dazu entschieden, kein professionelles Modell zu buchen, sondern eine Persoon gewählt, die nicht so oft vor der Kamera steht. Daher kann ich nicht während des Shootings mit der Kamera und Settings spielen – das Ding muss einfach laufen.
Nach den ersten zehn Bildern musste ich aber schon an den Settings drehen, wieder Thema Weißabgleich. Die Samsung schafft es nicht, wie Canon, Nikon oder auch Fuji, im Studio mit AWB zu arbeiten und die Blitzumgebung zu erkennen. Also umstellen auf Manuell und mit 5.600K weiter fotografiert. Autofokus auf Face-Detection gestellt. Dieser funktioniert bei der Fuji nicht wirklich gut und schnell. Bei der Samsung entgegen schaltet dieser, falls er nichts findet, auf Multi AF um und findet immer die Person. Ich habe den Autofokus während des Shootings kein einziges Mal umgestellt und war damit super zufrieden.

SAMSUNG CSCSAMSUNG CSC

Das nächste große Thema war der EVF. Bei schwarzen Hintergrund habe ich bei der Fuji das Problem, dass der EVF zu hoch belichtet, „Schwarz“ zu „Grau“ wird und die Person voll überstrahlt. In einigen Fällen war das Bild so hell, dass man kaum noch die Mimik des Models gesehen hat.
In der Hinsicht hat sich die Samsung super geschlagen: Ich konnte jederzeit gut fotogarfieren. Leider gab es bis zu diesem Zeitpunkt keine Möglichkeit, direkt in meinem Mac zu fotografieren. Ich hoffe eine Lightroom oder Capture One Anbindung kommt bald.

Vom Shooting zum Rechner

Auch hier war das Erste was auffällt, der Weißabgleich. Lightroom erkennt bei Aufnahme den Weißabgleich auf 5.600K, obwohl dieser dann auch nicht gut ist, Capture One hingegen erkennt bei den Aufnahme einen Weißabgleich von 3.500K.
Was mich wiederrum beeindruckt hat, ist der Dynamikbereich der RAWs. Lichter und Tiefen Slider im Lightroom haben jetzt nicht so großen Einfluss, aber man kann mit dem Belichtungsslider ein Bild um +4 Stufen höher Belichten, ohne das Rauschen in den Tiefen auftritt.

Fazit

Solide, wertige Kamera mit Schwächen, die per Firmeware Update behoben werden könnten. Bis jetzt gibt es aber leider nur eine geringe Auswahl an Objektiven.
Wer eine spiegellose Allroundkamera sucht, mit guter Video und Foto Performance sowie mit der zurzeit beschränkten Auswahl an Objektiven leben kann, für den ist die NX1 genau richtig.

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